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Einfaches Instrument zu meteorologischen Lichtmessungen in allgemein vergleichbarem Maasse.

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1865.
ANNALEN
DER PHYSIK TI”
30.
3.
CHEMIE.
B A N D CXXIV.
I. Einfaches Instrumen.t xu meteorologisclien Lichtmessungen in allgemein vergleichbarem 2faaJse;
von H . E. R o s c o e .
(Gelesen vor der Royal Society, Dee. 22, 1864 und mitgetheilt
\‘om Urn. Verfawer. )
I n der Abhandlung iiber meteorologische Lichtmessuugen I)
beschrieben R u n s e i i und ich eine Methode, um die photochemische Wirkung des gesammten Tageslichtes durch
Reobachtung photograyhischer Schwarzungen zu bestinimen.
Diese Methode stutzt sich auf das von uns gepriifte Gesetz,
dafs innerhalb sehr weiter Granzen gleichen Producten
aus Lichtintensitat und Insolationsdauer gleiclie Schwarzungen auf Chlorsilberpapier voii gleicher Sensibilitat entsprechen.
Der damals r o n uns beschriebene Pendelapparat macht
es inoglich , das photographische Normalpapier fur eine
kurze , aber genau bestimmte Zeit dem Lichte auszusetzen
und eiuen Streifeii von gesctirvarztem Cblorsilberpapier zu
erhalten, welcher auf seiner ganzen Lange eine stetig ahnehmende Schwarzung zeigt. Die Insolationsdauer fur einen
jeden Punkt dieses Streifens kann aus der Schwinguugsdaner und Amplitude des Pendels gcnau innerhalb kleiner
Bruchtheile von Sekunden bestimmt werden. Als Maafseinheit iiahmen wir diejenige Lichtintensitat a n , welche
in einer Sekunde eine gegebene , willkiirlich angenominene Schwarzung , die sogenannte 1C’orinalschwlirzulig hervorbringt; die Reciproken der Zeit in Sekunden ausgedriickt, welche nothig ist auf dem Papiere Norinalschwarzung
3)
1 ) Diese Annalen Bd. 117, S. 629.
PoggendorfPs Annal. Bd. CXXIY.
23
354
hervorzurufen, giebt die Intensitat des wirksameii Lichtes,
ausgedruckt in der angefuhrten Maafseinheit.
Mittelst dieser Methode liabe ich allgemein vergleichbare Messungeu der chemischen Wirkuug des gesammten
Tageslichtes in Maiichester ausgefuhrt und aus den sich
daraus ergcbenen Zahleii Curven construirt, welche den
Wechsel der taglichen clreinischen Intensitat darstellen.
Messungen nach dieser Methode sind jedoch mit einigen
Schwierigkeiten verbunden, welche eine regelmafsige Reihe
taglicher Meesungen erschweren: der Apparat kann nur bei
ruhigem VC'etter benutzt werdeii; tsgliche Beobachtungen
erforderii betriichtlichc Meng en von photograpliischem Papier,
und die Ausfiihrung der Versuche niiiiint vie1 Zeit in Anspruch.
Der iieue hier zu beschreibende Apparat vermeidet die
angefiihrten Nachtheile ; derselbe nimint wenig Raum ein,
und kann bei jeder Witterung benutzt werden; dabei sind
die Messungen so einfach, dafs man ohne Muhe eine regellnafsige Reibe t&glirher illessnngen ausfuhren kanii , und
der Verbrauch 17011 photographischem Papier ist so gering,
dafs sich 45 vcrschiedene Bestiinmungei~ auf 36 Quadrat
Centimeter desselhen ausfuhren Iassen.
Als Gruiidlage fur die neue Methode dienen Streifen
V O ~photographischem Normalpapier, welche iin PendelApparate geschwarzt werden. Von 2 solchen Streifen wird
der eine in einer Lcsung 1 0 1 1 unterschn efligsaurein Natron
fisirt, gewaschen, getrocknet, auf ein mit einer Millimeterscala versehenes Hrettchen grklebt und sodann mit Hulfe
des zweiten, nicht fixirten Streifens auf die Weise graduirt,
dafs bei dein Lichte der Natronflamme, die Lage der Punkte,
welche die nlinliche Schwiirzung besitzen, abgelesen w i d ,
nachdein auf dem unfixirten Streifen die Stelle der Normalschwarze vorher genau bestimint wurde. Die weitere Anwendung des fixirten Streifens hangt von dieser Vergleichung mit dem unfixirten ab. Wie mit Hiilfe dieses
fixirten Streifens die cheinische Wirkung des Tageslichtes
bestimmt werden kann, wird aus Folgendem hervorgehen.
355
Nehmen wir znerst an, dafs man auf dem fixirten
Streifen die Lage der Punkte genau gemessen habe, welche
eine gleiche Schwarzung zeigen init Punkten, welche auf
dein nicht fixirten Streifen in gleich grofsen Zwischenraumen z. 13. 10 illillimeter liegen. Rlit Hiilfe von Tabelle 1.
der friiheren Abhandlung , welche iiachstehend iiochinals
ahgedrncht ist, finden wir die Beziehungeii zwischen der
Insolationszeit, welche niithig ist die fragliche Schwarzung
bei constanter Inteesitat hervorzurufen. Nehmen wir nun
weiter an, da€s auf dem unfixirten Streifeii die Lage des
Punktes, welcher Noimalschwarze besitzt, festgestellt worden
und die Insolationszeit, melchc dersclben entspricht, aus
der Tabelle entnommen wordcn sey.
_-
=
I.
MiIli-
11.
-
iekuuden
0
1
2
3
4
5
6
7
8
9
1,200
1,193
1,186
1,179
1,172
1,165
1,158
1,151
1,144
1,137
1,181
1,125
1,119
1,113
1,106
1,100
1,091
1,087
1,061
1,076
1,070
1,064
1,058
1,053
1,047
meter
10
I1
12
13
14
15
16
17
18
19
20
21
22
23
24
25
26
I.
dillinelev
1,041
27
28
29
30
31
32
33
31
35
36
37
38
39
40
41
42
43
44
45
46
47
48
49
50
51
52
1,036
63
Tabelle I.
___
11.
iekunden
1,030
1,025
1,019
1,011
1,009
1,003
0,998
0,993
0,988
0,983
0,977
0,972
0,965
0,9&2
0,957
0,952
0,947
0,942
0,997
0,992
0,927
0,922
0,917
0,9 12
0,YOi
0,903
0,898
I.
Ui I li meler
54
55
56
57
58
59
60
61
62
63
61
65
66
67
68
69
70
71
52
73
74
75
'76
77
78
59
80
-11.
iekunden
0,893
0,888
0,1184
0,879
0,874
0,870
0,863
0,860
0,856
0,85 1
0,816
0,841
0,835
0,832
0,828
0,823
0,819
0,814
0,809
0,805
0,800
0,796
0,791
0,786
0,582
0,777
0,773
I.
Vlillineter
81
82
83
84
85
86
87
88
89
90
91
92
93
94
95
96
97
98
99
100
101
102
103
104
105
106
107
23'
11.
iekunden
0,768
0,764
0,759
0,755
0,750
0,745
0,74 1
0,736
0,732
0,727
0,723
0,718
0,714
0,709
0,704
0,700
0,695
0,691
0,686
0,682
0,677
0,652
0,668
0,663
0,659
0,654
0,650
=
1.
Millimcier
-
108
109
110
111
112
913
114
115
116
117
118
119
120
121
122
123
124
125
126
127
- - -- - __
11.
Sekunden
0,645
0,640
0,635
0,631
0,626
0,62 1
0,617
0,612
0,607
0,603
0,598
0,593
0,588
0,583
O,Oi8
0,573
0,568
0,569
0,558
0,553
I.
VIilli-
meter
128
129
130
131
132
133
134
135
136
13i
138
139
140
141
142
143
144
145
146
147
-
I
-
11.
Sekundcii
0,549
0,544
0,539
0,534
0,528
0,523
0,518
0,5 13
0,508
0,502
0,497
0,492
0,487
0,482
0,476
0,fiO
0,465
0,459
0,453
0,448
I.
Milli-
11.
-
jekunden
148
149
150
151
152
153
I54
155
156
157
158
159
1 60
161
1(id
163
164
165
0,442
0,436
0,431
0,425
0,419
0,413
0,407
0,40 1
0,394
0,388
0,382
0,976
0,:369
0,363
0,357
0,350
0,343
0,336
0,329
0,321
meter
166
165
I.
Uilli-
11.
jekunden
-meter
168
169
150
171
I72
173
174
175
I76
177
158
I 79
180
181
182
183
I84
185
186
187
0,314
0,309
0,300
0,291
0,283
0,274
0,266
0,257
0,249
0,240
0,229
0,219
0,208
0, I98
0,187
0,176
0,161
0,116
0,131
0,116
Wcnii iiun diese rcrschiedcncii Scliwiirzuiigen in gleicher
Zcit darch verschiedeiie Liclitintensit~teii erzcugt worden
waren , anstatt durcli cine gleiche Lichtintensitlt , welche
wlhrend verschicdeiicr Zeit wirkte, so ergiebt sich ails
dem obeii crw.%hiitcii Satze, dafs die in der Tabelle gefiiiideneii Zahlen , die Vcr1i:iltnisse diescr vcrschiedenen
Intcnsitaten ausdruckcii wurden. Um diese Verhaltnisse
in der photomctrischen Maafst.itilieit auszudrucken, hat inan
nur die so erhalteiieii Zalileii mit einer Constanten zu
inultiplicireii. Diesc Coiistantc ist die Kcciproke der in
Columnc 11. der Tabellc gefundencn Zahl, gegeniiberstehend der Zahl in Coluinnc I., welche den Punkt der
Norinalschwarze auf dein unfixirten Streifeii angicbt.
Nachstehendes Reispicl wird die Art der Berechiiung
erl~utern.
1) Die Noriiialschwarze fand inail auf deiii uiifixirten
Streifeii bei 112 Millim. liegciid.
2) Die Steilen, welche gleiche Schwarzung hatten mit
zwei Puiikteii des unfixirten Streifens, beide 10 Millimeter
357
von der Normalschwarze entfernt, fanden sich auf dein
fixirten Streifen bei 100 und 123 Millimeter.
3) Aus der Tabelle ergiebt sich das dieseii zwei Punkteii
entsprecheiide Verhdtnifs der Schwarzung zu 0,672 und
0,578.
4) Multiplicirt man beide Zahlen mit
1
u,626
d. i. der
Reciproken , der 112 Millimeter entsprecheiiden Intensitat,
so erhalt man die Intensitaten, welche wslireiid einer
Sekunde die fraglichen Schwarzungen erzeugen, ausgedruckt
in der Maafseinheit.
Die Beobachtungsmethode wird auf diese Art sehr
einfach. Jedem der fixirten und graduirten Streifen wird
eine Tabelle beigegeben, welche den Werth der Schwarzung
fur jedes Millimeter langs des Streifens, in der Maafseinheit ausgedruckt, angiebt. Insolirt man dann ein Stuck
yhotographisches Normalpapier, wiihrend einer bekaiinten
Anzahl von Sekunden, his eine Schwarzung erhalten wird,
deren Intensitat derjenigeii irgend einer Stelle auf dem
fixirten Streifen gleichkommt, und bestimint inan die Lage
dieser Schwarzung genau hei dem Lichte der Natronflamme,
so findet man die Intensitat des wirkeiiden Lichtes, ausgedruckt in der Maafseinheit, indem man die Zahl, welche
in der Intensitatstabelle der Stelle gleicher Schwarzung
entspricht, durch die in Sekunden gegebene Insolationszeit
dividirt.
Urn diese Methode zur Messung als zuverlassig betrachten zu kiinnen, musseii folgende Bedingungen erfiillt seyn :
1) Die Schwarze des fixirten Normalstreifens mufs fur
einen betrachtlichen Zeitrauin unvcranderlich bleiben.
2) Die Schattirung dieses Streifens mufs ganz regelmafsig abgestrift sein, um durch Vergleichung init dem
unfixirten Streifen eine genaue Graduirung zu errnoglichen.
3) Gleichzeitige Messungeii, welche mit verschiedeneii
graduirteii Streifen ausgefuhrt wurden, miisseii genaue
Uebereiustimmung zeigen, sowohl unter sich als auch mit
Beobachtungen, welche mittelst des Pendelapparates gemacht wurden.
1.
Bereituug der fixirten Normalstreifen.
Zur Darstellung der fixirten Normalstreifeli wird photograyhisches Normalpapier verwendet, das genau nach der
in der inchrfach erwahntcn Abhandlung beschriebenen Anweisung bereitet wordeii ist. Ein Stiick davon von 16
Centimeter Lange und 15 Centimeter Breite wird mit den
Eckeii auf den Metallschieber des Pendelapparates geklebt,
(dessen Schlitz auf 15 Centimeter erweitert und mit einer
16 Centimeter breiten, gcschwarzteii Gliinrnerplatte versehen ist) und init dein Metalldeckel bedeckt in das
Schubfach des Apparates eingefuhrt. Die Iiisolation wird
sodann auf hekanatc Weise ausgefiihrt , bis genugeiide
Schwarzung eiiigetreteii ist , welche man sofort mittelst
einer Losung voii uiiterschwefeligsaurem Natron fixirt uiid
d a m das Papier wZhrend 3 Tage in fliessendem Wasser
auswascht. Der gelbliche Ton , welchen das fixirte Papier
annimmt, lafst sich sehr leicht beiin Lichte der monochromatischen Natronflainine mit der blaulich grauen Farbung
der uiifixirtcii Streifen vergleichen, wefshalb der Gebrauch
photogaphischer Toiibader verinieden wurde , durcli die
inan sich der Gefahr aussetzt, ein schnelles Abblasseii der
Streifen herbeizufuhren. Jedcs so zubereitete Blatt wird
in 4 Streifen voii 3 Centiincter Breite und 1 6 Ceiitiineter
Laiige zerschnitten und diese ziir Graduirung auf bewahrt.
Zunaclist liaiidelte es sich darum, zu untersuchen, ob
diese fixirten Streifen ihre Schwarzung bei der Arxf bewahruiig irn Tageslichte und iin Dunkeln verlndern.
Zu dieseni Zwecke ivurden von verschiedenen so zubereiteten Stucken Payiers , je zwei Streifen abgeschiiitten
und auf jedein die Lagc des Punktes, welcher Normalschwarze besitzt, genaa fcstgestellt. Dic eine Halfte dieser
Streifen wurde sorgfgltig im L)unkcln aufbewahrt, wahrend
die anderc Halftc dem zerstreuten sowohl als dem directen
Soiinenlichte ausgesetzt wurde , wahrend eiiies Zeitraumes,
359
der sich von 14 Tagen his zu 6 Monaten erstreckte, und
die Stelle, welclie der Normalschwarzung gleichkommt, von
Zeit zu Zeit wieder bestimmt.
Aus einer grofseren Anzahl solcher vergleichenden
Versuche, von welchen einige weiter unten angefiihrt sind,
ergab sich, dafs beinahe in allen Fallen ein unregelinafsiges
iind einigemal eiu sehr schnelles Verbleichen tinmittelbar
nach der Bereitung der Streifen stattfand, welches 6-8
Wochen fortdauerte ; nach dieser Zeit aber bleibt die
Schwarzung sowohl im Dunkeln als iin Lichte wahrend
vieler Monate unverandert.
In den nachfolgenden Versuchen, welche das Verbleichen der Streifen, unmittelbar nach der Darstellung heweisen, stellen die Zahlen die Intellsitst dar (vergl. Tabelle 11.
der fruheren Abhandlung), welche dem Mittel von 10 Ablesungen entspricht, die unabhiingig von einander an den
genannten Tagen gemacht wurden.
Blatt No. 1. Bereitet am 9. December 1863.
Abnabme in
3 Wochen.
Intensitst.
Erste Ablesung
Zweite Ablesung
16. Dec. 1863. 7. Jan. Lb64.
Streifen A. Dein Sonnen. 2,4Y
lichte ausgesetzt .
Streifen B. I m Dunkeln
aufbewahrt . .
. 2,49
.
. .
2,05
0,44
2,o1
0,4S
Blatt No. 2. Bereitet am 9. December 1863.
Streifen A. Dem Sonnenlichte ausgesetzt . . . 2,21
Streifen B. Im Dunkeln
aufbewahrt .
2,21
. . . .
1,86
0,35
2,03
0,18.
Diese Zahlen zeigen , dah das Verbleichen nicht durch
Einwirkung des Lichtes verursacht wird, da eine gleiche
Veranderung im Dunkeln vor sich geht.
Die folgeiiden Versuche zeigen, dab nach Verlauf von
360
einigen Wochen das Verbleichen auf hort und die Schwgrzung
sich gleich bleibt.
Blalt No. 3. Bereitet a m 21. September 1863.
Intensitit bestirnrnt an folgenden Tagen
18. Dec.
11. Jan.
4. Febr.
10. Dec
1863.
Streifen A. Dcm Lirhte
ausgesetzt . . . . l,40
Sfreifen B. Ini Dunkeln
aufbewahrt . . . 1,38
Blatl No. 4.
1863.
1864.
1864.
1,40
1,38
1,36
1,37
1,39
1,35
Bereilet a m 21. September 1863.
Streifen A. Dem Lichte
ausgesetzt. . . . 1,45
1,43
1,39
1,43
1,39
1,45
1,38
1,46
Folgeiide Zahlen mogen iioch dazu dienen, zu zeigen,
dafs aiifangs ein Verbleichen eintritt und da€s nach eiiiiger
Zeit d a m die Schwarzung per~nanent bleibt ; das Papier
wurde aiii 10. M&rz 1862 dargestellt; Streifen A dem
Sonnenlichte ausgesetzt, Streifeii B im Dunkelu aufgehoben.
Blatt No. 5.
1864.
Streifen A
n
B
Intensitht bestimrnt an folgenden Tagen
M i r z 12. M S r z 21. April27. Ma; 11. Juni 3. JuIi 16.
2,08
2,lO
2,13
2,13
1,93
1,93
1,99
1,93
2,03
I,89
1,89
1,89
2,15
1,99
2,15
2,08
2,lO
1,97
?,I8
2,13
2,08
2,Ol
2,03
Blatt No. 6.
Streifen A
’’ B
2,23
2,23
2,23
2,23
2,13
1,99
Blatt No. 7.
StreifenA
,) B
2,35
2,35
2,12
2,54
2,06
2,Ol
2,03
Die kleinen Differenzen, die sich in einigen Fallen
zeigen, riihren von verschiedenen unverineidlichen Versuchsfehlern her.
361
11.
Graduiroiig d e r fixirten Streifen.
Der Werth der hier vorgeschlagenen Messungsinethode
beruht ganz und gar auf der Graduirung der fixirteii
Streifen, d. h. der Miiglichkeit, die Intensitat dcr Schwarzung auf den fixirten Streifen genau in Zahleiiwerthen der
unfixirten Normalstreifen ausdruckeii zu konnen. Zwei
Methoden wurden angen endet , um diese Graduiruiig auszufiihren und zugleich die Uebereinstiinmung der Graduirung
eines Streifens mit der eines aiidern zu zeigen.
Zufolge der ersten Methode wurden die Intensitaten
der Scliwiirzen auf dem unfixtrten und dein fixirteii Streifen
direct verglichen, indem inan die Punkte auf beiden Streifen,
deren Schwarzung gleich war, bestimmte. Zu diesem Zwecke
wurde zuerst die Lage des Punktes auf dein unfixirten
Streifen, der Normalschwarzung zeigte, geiiau festgestellt
und in Abstanden von je 20 Millimeter kreisrunde Scheibchen
von 5 Millimeter Durchinesser inittelst eines Locheisens
ausgeschlagen; dieselben in der Mitte durchschnitten und
der so erhaltene Halbkreis auf das Loch der kleinen Holzplatte (Fig. 4 Tafel VII in fruherer Abh.) geklebt, so dafs
der Mittelpunkt des Papiersclieibchens in den Mittelpunkt
der Oeffnung kain, und dann der Punkt gleiclier Schwarzung
auf dein mit Milliineterscala rersehenen fixirten Streifen iii
der dainals beschriebenen Weise genau bestiinmt, indein
jede Vergleichung 10 Ma1 unabhangig von je zwei Beobachtern ausgefuhrt iind das Mittel daraus als Ergebnifs angenominen wurde. Zu jeder Calibration eiiies fixirteii
Streifens wurden iiiehrere unfixirte Streifen verwandt ; die
Resultate einer solchen Graduirung siiid iiachstehend aufgefuhrt.
Graduiriing des fixirten Streifens A.
Punkt der Norinalschwarzung anf dein unfixirteii Streifen
Nr. 1 = ti5 Millimeter, wofur sich aus Tabelle I. die
1
Constante -ergiebt.
0,75
362
entsprecliende Punkte auf
Punkte auf dem unhxirten Streifen
den f i x h e n Streifen
Intensitst
67,4 Millim.
1,427
20 Milliin.
79,4
1,263
40
83,O
1,154
60
91,6
1,031
80
943
0,910
100
0,784
119,8
120
0,650
121,6
140
In derselbeii Weise wurden die Constanten fur drei
andere nicht fixirte Streifen bestimmt ; dieselbeii waren:
fur Streifen No. 2
1
o,431
No. 3
1
__
No. 4
0,508.
>>
))
0,607
1
Durch Vergleichung dieser drei Streifen mit dein unfixirten Streifen A wurden folgende Zahleii erhalten.
Columiie I. giebt die Ablesuiig auf der Millimeterscala
des fixirten Streifens, Coluinne 11. die entsprechenden Intensitaten , welche im vorhergehenden Beispiel berechnet
wurden.
No. 2.
I.
No. 4.
No. 3.
11.
I.
IT.
I.
ir.
1,76
34,6
2,lO
49,9
35,3
60,O
1,59
40,4
1,89
1,43
70,5
53,5
55,s
1,70
81,5
1,27
64,8
1,52
72,6
92,4
1,12
80,l
82,5
I,l6
103,O
0,97
90,5
1,OO
93,0
0,96
121,4
0,SO
123,6
0,72
0,61
131,5
Urn das Mittel aus diesen Zahlen zu erhalten, wurde
fur jede Graduation eine Curve construirt, indem die Ablesungen in Millimetern auf dem fixirten Streifen als Abcissen und die denselben entsprecheiideii Intensitaten als
Ordinaten aufgetrageii wurden, und daraus eine Mittel26,O
2,12
1,90
1,69
147
1,25
363
curve interpolirt, die SO nahe als inoglich zwischen deli
einzelnen aus den Versuchen sich ergebenden Punkten lag.
Aus dieser Interpolationscurve wurde die Intensitat fur eiii
jedes Millimeter des fixirten Streifelis berechnet ; diese
Werthe sind fur eine Entfernung von je 10 Millimeter in
folgender Tabelle enthalten. Columne I. giebt die Entfernung in Millimetern, Columne 11. die entsprechende Intensitat, Columne 111. den rnittlern Versuchsfehler.
I.
11.
111.
1.
11.
111.
20
30
40
50
60
230
2,lO
0,100
0,090
0,020
0,016
0,013
70
80
90
100
110
120
1,47
1,28
1,07
0,032
0,010
0,045
0,053
0,056
0,050
1,90
1,76
1,62
1,916
0,830
0,755
W e n n inan diese rerschiedenen Graduirungscurven
mit eioander vergleicht, so wird man finden, dafs diese
Bestimmungen untereinander so gut stimmen, als inau nur
von solchen photometrischen Versuchen erwarten kann ; der
inittele Versuchsfehler zwischen den Lagen 4 0 Millimeter und
80 Millimeter betrsgt iioch nicht 1 Procent der geinessenen
Intensitat.
Nach der zweiten Gradiiiruiigsmethode werden Stuckchen
eines fixirten Streifens, deren Schwarzen untereinander sehr
verschieden sind , ausgepflanzt , der Werth dieser Blattchen
inittelst rnehrerer unfixirter Streifen, auf welcheii die Punkte,
die Norinalschwarze besitzen, bekannt sind, genau bestimint.
Diese so erhaltenen fixirten Blattchen dienen nun zur Graduirung fixirter Streifen, indem auf denselben die Punkte,
vrelche gleiche Schwarzung mit diesen fixirten Blattchen hahen, ermittelt werden.
Obgleich diese Methode eine indirecte ist, so ist sie
deiinoch der ersten vorzuziehen, indem die Intensitat der
verschiedenen fixirten R1:ittcheii sich durch wiederholte Ablesungen sehr genau feststellen lafst , dieselben wahrend
langerer Zeit, oline Veranderung zu erleiden, sich aufbe-
364
wahren lassen und so zur Graduirung einer groheren Zahl
fixirter Streifen dienen kijnnen , deren Darstellung also
nicht wie im ersten Falle voin Zustande des Wetters
abhangt.
Die folgenden Zahlen mogen als Beispiel fur diese
Methode hier angefuhrt werden.
Bestimmiing des Werths fixirter Bllttcheo mit Rulfe von unfixirlen
Streifen.
Ablesungen der Normalschwarze auf den niclit
fixirten Streifen
No. 1
2
3
4
5
6
))
JJ
))
))
))
))
)J
))
)J
))
))
7
Lage des Punktes aiif den nicht fixirten Streifen, der gleiclie ScliwHrzung besitzt mit fiinl
fixirten Bllttchen
mrn
No. I.
No. IT. No. 111.
153,2
82,O
40,3
131,1
136,6
105,7
17,5
121,6
19,2
51,9
131,6
5,O
90,4 115,7
29,7 108,7
50,2
91,O 169,5
100,7
67,2
25,4 66,l
- 50,5 125,8
- 99,0
-.
- 51,2 120,6
93,O 150,O
50,2 98,4
-
8
9
10
11 119,4
12 98,O
-
-
-
-
15,7
2J,5
-
No. IV.
-
-
-
No. V.
-
-
52,3
22,6
89,3 145,5
51,7 134,O
-
-
Aus diesen Zahlen erhalt man die Intensitat eines jeden
fixirten Blattchens, indein man die Zahlen in Columne 11.
auf der Tabelle I., die den Millimeter-Ahlesungen der fixirten Blattchen gegenuherstehen, dividirt durch die Zahl in
Columne II., welche den Millimeter-Ablesungen der Normalschwarze auf dem betreffenden unfixirten Streifen gegeniiberstehen.
365
Inleneltlt der fixirten Blsttcben
abgelesen auf den
unfixirten Streifen
No. 1
2
3
))
1)
))
))
)J
>J
JJ
)J
))
No. 11.
No. 111.
1,767
1,480
1,328
1,356
1,346
1,276
-
-
2,185
1,709
1,647
1,585
4
3)
)J
No. I.
2,336
5
6
7
8
9
10
11
12
L
-
No. 1V.
No. V
0,840
0,698
-
-
-
0,891
0,515
0,838
0,794
-
1,182
-
-
-
-
-
2,067
1,768
1,689
1,524
1,548
1,289
1,235
1,317
-
0,544
0,473
-
0,713
0,755
-
Im Mittel 2,089
1,638
1,311
0,798
0,511
-
2. Graduirung zweier fixirler Streifen €
und
I C vermillelst
der fixirten BIBltcLea.
Fixirte
Blsttchen
No. I.
No. IT.
No. 111.
No. IV.
No. v.
Norinalschwarze
Ablesungen
auf fixirtem
auf fixirtem
Streifen B
Streifen C'
20,2""
38,8
67,s
105,l
129,O
96,O
27,7*1u1
42,8
71,7
100,6
122,6
973
Entspwchende
Intensitit
2,089
1,63S
1,321
0,798
0,512
1,000
Aus diesen Zahlen erhalt man die Iiiteiisitatstabellen fiir
diese zwei fixirten Streifen , durch sorgfaltige graphische
Interpolation.
Zur Controle der Genauigkeit der Graduirung wird die Lage der Normalschwarze (Intensitat
= 1,oO) auf jedem Streifen besoiitiers abgelesen.
Dieselben fixirten Bldttcheii wm-den iuit frischen unfixirten Streifen verglichen und aus diesen Beobachtungeii
366
folgeiidc Ablcsuiigeii auf den zwei fixirten Streifen B und C
erhalten; die so gefundenen Intensitaten der fixirten lilattchen
sind in der dritten Coluinne aufgefuhrt; aufserdein ist ein
iieues Bliittchen No, I11 a eiiigefuhrt , dessen Schwarzungen
zwischen deneii von 111. utid IV. liegt.
I
11.
111.
A blesiingen
Fixirte
Rlittchen
aiif Streifen
B
C
No. I.
No. 11.
No. 111.
No. IIIa
No. IV.
No. v.
Norinalschwkirze
20,2
27,7
38,s
67,3
82,l
105,l
129,O
96,O
423
auf Streifen
71,7
82,3
100,6
122,6
97,5
Entsprcchende
In~ensitit
1,955
1,597
1,291
1,123
0,807
0,547
1,000
Folgende Iiiteiisitatstabellen fur die Streifen B uiid C
wurden durch grapbischc Interpolation obiger Bestiininuiigen
erhalteii ; dieselben wurden in den uiiten beschriebenen
Beobachtungen der taglichen cheinischen Intensitiit benutzt.
Coluinne I. enthalt die Ablesungen auf der Rlillimeterscala
und Coluiime 11. die entsprechenden Intensitaten.
20
21
22
23
24
25
26
27
28
29
30
31
2,02
2,OO
1,9Y
1,96
1,94
1,92
1,89
1,87
1,85
1,83
32
33
34
35
36
37
38
39
1,81
41
40
l,i9
1,ii
1,75
1,72
1,70
1,68
1,66
1,64
1,62
1,61
1,60
42
43
44
45
46
47
48
49
60
51
52
1,53
1,57
1,56
1,55
1,54
1,53
1,52
1,51
1,49
1,48
1,47
53
54
55
56
57
68
59
60
61
62
63
1,46
1,45
1,44
1,42
1,4L
1.41
1,SY
I,%
1,37
136
1,35
I.
___
64
65
66
67
68
69
70
71
i2
i3
133
I ,3'2
1,31
I ,30
I ,29
1,28
1,2i
1,26
1,25
1,24
1,23
1,21
1,20
1,19
54
i5
i6
ii
78
i9
80
=
IT.
1,18
1,li
1,16
11.
81
82
83
84
85
86
8'7
88
89
90
91
92
93
94
95
96
97
1,15
1,14
1,13
],I2
1,11
1,lO
1,09
1,08
1,Oi
I ,06
1,05
10i
108
1,01
109
1,03
1,02
1,Ol
1,a0
0,98
110
0,82
0,80
O,i9
0,78
o,i9
O,i5
0,74
0,73
O,i2
0,il
l,i7
l,i4
1,52
I ,69
1,66
1,64
1,61
1,60
1,59
1,jS
1,5i
1,56
1,55
1,54
1,53
1,52
1,50
61
62
63
64
65
66
67
68
69
i0
71
52
i3
74
75
76
75
i8
79
I26
127
128
129
130
0,69
- -
I ,49
80
1,48
81
82
1,16
1,15
1,13
1,12
1,ll
1,lO
1,lO
I ,09
1 ,08
1,08
1,oi
I ,06
I ,05
I ,05
106
10 i
108
109
110
111
112
I13
1I4
115
1 I6
117
118
119
120
121
122
123
124
0,73
0,52
0,10
0,69
0,68
0,67
0,65
0,64
0,63
0,62
0,60
0,59
0,58
0,51
0,55
0,54
0,53
0,52
54
55
56
1,83
1,so
125
11.
2,02
I ,99
I ,96
I ,93
1,91
1,88
119
120
121
'122
123
124
0,68
0,67
0,66
0,65
0,64
0,63
0,62
0,61
0,59
0,58
0,57
0,56
0,55
0,54
0,53
-
28
29
30
31
32
33
34
35
36
37
38
39
40
41
42
1,85
117
118
11.
-
58
59
60
115
116
__.
11.
-
57
1.
-
I.
11.
44
45
46
47
48
49
50
51
52
63
0,8i
0,84
__
I.
43
111
I12
113
114
0,96
0,93
0,91
0,89
-
__
TI.
*
98
99
100
101
102
103
104
105
106
Tabelle fur Streifen C.
-
__
I.
11.
I ,47
1,46
1,45
1,4*
I ,43
1,12
1,41
1,40
1,38
I ,3i
1,36
135
1,34
1,33
1,32
1,31
I ,30
1,28
1,27
I ,25
1,23
1,21
1,20
1,18
83
84
85
86
87
88
89
90
91
92
93
94
95
96
97
98
99
100
101
I02
103
104
105
1,04
1,03
1,02
1,Ol
u,99
0,93
0,86
0,iY
0,58
0,;7
U,r5
0,74
1.
125
126
127
128
129
130
368
I l l . Methode der Insolation und Ablesung.
Ein Stuck photographisches Normalpapier von 100 Millimeter Lange und 10 Millimeter Breite wird auf die Ruckseite eiiies Insolationsbandes (Fig. 1 Tafel V ) mit Gummi
in der Lage aufgcldebt, wie es die punktirten Liiiien in
der Zcichnung aiideuten, so also, dafs die neun Locher
jedes von 5 Millimeter Durchmesser, die sich auf dem Insolationsbande in einer Entfernung von je 10 Millimeter
befinden, je zur Halfte durch das sensitive Papier bedeckt
sind. Diese 1nsolationsb;inder werden aus steifem weifsen
Papier ausgeschnitten verinittelst cines 400 Millimeter langen
und 35 Millimeter breiten eisernen Lineals, und dann die
neun Oeffnungen init einein Locheisen, das in die neuii
entsprcchenden Oeffnungen im Lineal pafst, ausgestampft,
diese Oeffnungen sind nuinmerirt uiid diese Zahlen wiederliolen sich auf dem Bande in eiiier Entferiiung von 87 Millimeter von jedem Loche.
Der Insolationsapparat (Fig. 2 Taf. V) besteht aus einer
engen Messinglade {A] voii 174 Millimeter Lange und 40
Milliuieter Breite, offen an den zwei kurzeren Seiten und
gerade so meit, da€s das Papierband {B) leicht hindurchgestecht werden kann. Eine kreisformige Oeffnung CC)
von 10 Millimeter Durchmesscr ist in der Mittc des oberen
Bodens eingeschnitteii und die Zahlen auf deni Bande
sind so nngcordnet, dafs ~vcnn die Linie No. 1 auf dein
Band, genau an dem einen Ende des Apparats sich befindet,
der Mittelpunkt der Oeffnung No. 1 auf dem Bande genau
im Mittelpunkt der Oeffnung des Apparates liegt. Ein
dunner Messingstrcifen { E l bewegt sich init Leichtigkeit
iiber dem oberen Bodeii und schiitzt das sensitive Papier
vollstandig vor der Wirkung des Lichtes, wenn es sich in
der Lagc befindet, wie es die punktirten Linien auf der
Zeichnung andeuten. Dieser Deckel kann vermittelst eines
an€ der Riickscite des Apparates angebrachten Knopfes
leicht bewegt werden; es ist jedoch in den nieisten Fallen
bequemer, den Apparat auf den Trager [G) zu setzen, an
dern ein Hebelarni (8') angebracht ist, der sich an den
369
Knopf anpafst uiid es dem Beobachter ermoglicht, die
Oeffnung leicht und genauer zu verschlie€sen oder zu
isffnen.
W e n n die Intensitat des Lichtes so grofs ist, dafs die
Insolation iiur einen Zeitraum von 2 3 Sekunden einnimmt, so wird der Fehler, den das Oeffnen und Schiiefsen
der Oeffnung hervorbringt, betrachtlich. Um deshalb in
solchem Falle durch kingere Dauer der Insolation diesen
Fehler zu verkleinern, wird die Intensitat des Lichtes in
einem bestimmten Verhaltnifs vermindert, indem eine kreisformige geschwarzte Metallscheibe (Fig. 3), aus der zwei
Segmente geschnitten sind, deren jedes
der Oberflache
betragt, und deren Axe in das Zapfenlager 5 Fig. 2 des
Tragers pafst, uber der Oeffnung des Apparates in schnelle
Rotation versetzt. Da die Drehungsgeschwindigkeit keinen
Einflufs auf das Resultat ausubt, so wird die Scheibe einfach dadurch in Bewegung versetzt, dafs man die Axe rnit
der Hand zuin Rotiren bringt.
Damit das Insolationsbaiid sich dicht an den unteren
Rand der Oeffnung C anlege, wird eiii Stuck steifes Papier,
auf dem mehrere Lagen Papier an der Stelle der Oeffnung
aufgeklebt sind, untergelegt und die Enden desselben auf
der Riickseite des Apparates befestigt.
Urn den Zeitpunkt, wenn das Papier hinlanglich insolirt
ist, genauer zu finden, wird ein Stuckchen fixirtes Papier
von der richtigen Schwarzung auf die Oberfllche des festen
Papiers unter der Oeffnung C aufgeklebt.
Nachdem eine Beobachtung beendigt ist und man den
Zeitpunkt und die Dauer der Insolation notirt hat, konnen
die ubrigen Theile des Normalpapiers zu einer beliebigen
Zeit gerade so insolirt werden, indem mail sie unter die
Oeffnung C bringt.
Sind so nach und nach die neun Oeffnungen des
Streifens dein Lichte ausgesetzt gewesen, so kaiin man den
Streifen herausnehmen uiid einen neuen einfuhren , ohne
dafs man nothig hatte, den Apparat in ein verdunkeltes
Zimmer zu bringen. Es geschieht diefs mit Hulfe eines
Poggendorfl’s Annal. Bd. CXXIV.
24
-
370
kleinen an beiden Enden offenen Sackes oder Aermels von
schwarzer Seide, den man iiber das eine Ende des Apparates
streift und mit eincm Kaoutschoukringe befestigt. Man
bringt dann die Hand in's offene Ende ein, zieht den
Streifen heraus, wobei man ihii aufrollt und bis zur Ablesung aufbewahrt. Der n e w Streifen wird aufgerollt in
den seidenen Sack eingefuhrt, dort entrollt und in die
Lade geschoben.
Das Instruinent, das zu den Ablesungen benutzt wird,
ist in Fig. 4 Taf. V dargestellt und besteht aus einer Messingtrommel (M) von 60 Millimeter Durchmesser und 37 Millimeter Breite, auf dessen Cylinderflache ein Stiiclc steifes
weifses Papier befestigt ist, worauf der fixirte Streifen geklebt wird. Der Rand des Cylinders ist in Millimeter getheilt und das dunkle Ende des fixirten Streifens trifft init
dem Anfange dieser Scala zusammen. Die Trommel dreht
sicb auf einer festen horizontalen Axe, welche an eine
verticale kreisformige Scheibe (N) befestigt ist. Trommel
und Scheibe siiid auf einein Pfeiler mit Fufs (PI befestigt.
Das Insolationsband wird mit Hulfe zweier Schraubenkleininen gegeu den graduirten Streifen geprefst; die Klemmen
sind 133 Millimeter von einander entfernt auf der verticaleii
Sclieibe (N) befestigt. Dreht man die Trommel um ihre
Achse, so passiren die verschiedenen Schwarzungen des
Streifens jedes der Liicher des Insolatiousbandes und man
kann beim Lichte der Natronflamme die Lage der Punkte
auf dein Streifen, welchc gleiche Schwarzung mit jedem
der insolirten Blattchen besitzen, leicht feststellen. Die Linse
( R ) , welche an dem Messiagpfeiler des Instruments befestigt ist, dient zur Concentration des Lichtes der Flainrne
auf der kleinen Oberflsche, die untersucht wird. Hat man
Gas zur Verfugung , so erhalt inan das monochromatische
Licht einfach dadurch, dafs inan zwei an feinen Platindrathen angeschmolzene Perlen von kohlensaurem matron
in die farblose Flamme cines B u n s e n 'schen Brenners
bringt; steht Gas nicht zu Gebote, so bedieiit man sich
T
B
-
Aus
Tabelle
Jntc
n
berechnet
J
itBt
--
60
8
11
5
93
80
99
86
76
66
110
I05
107
73
6
8
5
4
4
21 1)
10
10
I0
10
10
10
12
96m~
93
90
76
75
64
76
67
86
18"
15
R
1,16
0,93
1,lO
130
1,3L
0,66
1,24
0,ao
1,03
0,78
1,03
1,06
130
1,21
I ,33
1,20
1,30
1,lO
1,oo
J
1) mit rotirender Scheibe.
50
25
0
30
30
0
30
0
Nachmittag
12 30
1 10
1 40
2 15
3 0
3 30
N
4 0
b b
4 30
*
5
0
6 10
7
8
9
9
10
11
11
12
Morgens
7h 10"
n
Sonnenaeit
Mittlere
Ablesung
icht bewolt
0,13
0,15
0,16
0,26
0,29
0,26
0,22
0,15
0,12
0,011
n
>>
>>
>>
11
>>
>)
>>
Unbewolkt
>I
>I
Ueberwolkt
>>
>>
>*
0,11
,,
Ueberwolkt
Wolken
Zustand
der
Sonnenscheibe
0,055
0,068
0,089
0,12
O,l2
0,13
0,12
0,13
-- - -
Dauer
der
Insolation
rockn
Kugel
euchte
Kugel
Temperatur
-
765,l
mm
13,7
J3,9
14,4
14,4
21,l
13,5
19,3
19,3
19,7
20,o
13,3
c.
13,9
18,7
c.
18,6
-- -
Barometer
3'72
IV. Untersucl~ungenuher die Gcaauigkeit uad Zuverllssigkeit
der Methode.
Die Geiiauigkeit und Zuverliissigkeit der hier beschriebeneii Methode wird am gen6gendsten dadurch erprobt,
dafs inan die Messung der cheinischen Wirkuiig des gesainmten Tageslichtes an dernselben Platze gleichzeitig, aber
von einander unabhangig, mit dem alteren Pendelapparate
ixnd dem neuen Instrument vornimmt. Zwei solcher Versuchsreihen wurden an vier verschiedenen Tag en auf dein
Dache des Laboratoriuins von 0w e n s College, wo man
einen ziemlich freien Horizont hat, ausgefiihrt, wobei die
zwei Iiistrulnente so vie1 als inoglich dicht neben einander
aufgestellt wurden.
Die Resultate dieser gleichzeitigeii
Versuche giebt folgende Tabelle, uiid ein Blick auf die
Zahlen derselben zeigt, dafs die Intensitaten, welche iiach
den beideii Metboden erhalten wurden, so gut tibereinstimmen, als man erwarten kann.
intensitbt
Zeit
Pendelphotometer
Vormittag
9 h 300
10
0
I
Unterschied
Neues Instrument
0,210
0,160
0,180
0,160
0,073
0,083
0,064
0,078
12 30
12 32
0,200
0,210
0,210
0,220
1 30
11
11
0
5
Nachmittag
2
0
0,068
0,105
2
30
0,124
3 0
3 15
3 30
0,136
0,117
0,157
{>:lij0,064
0,105
l>E
0, I44
0,114
0,182
- 0,030
0,000
+0,010
+0,014
- 0,010
- 0,040
+ 0,010
- 0,000
+0,009
+0,008
- 0,003
+0,025
3’13
Intensitat
Zeit
Pendelphotonteter
I
Neues Instrument
10. Mai 1864.
I
Unterschied
Vormittag
0,100
0,130
0,085
0~0i9~0,082
0,110
0,150
12 30
1 0
0,220
0,100
0,250
0~099j~,1~~
0,102
2 30
2 33
4 30
0,105
0,115
0,0125
0,116
0,0106
9h o m
10 0
11 15
0,093
Nachmittag
- 0,014
+ 0,010
+ 0,020
+ 0,030
0,000
- 0,003
+ 0,001
- 0,002
8. Juni 1864.
Vormittag
10h
10
11
11
40m
42
25
27
0,229
0,232
0,218
0,225
0,203
10,233
0,207
0,217
0,205
0,218
0,224
0,072
0,077
0,039
0,031
0,23I
0,230
0,233
0,064
0,068
0,048
0,036
Nachmittag
1
2
2
3
3
33
4
0
4
3
15
17
20
22
zg!
- 0,026
+ 0,001
- 0,011
- 0,008
+0,026
+ 0,012
+ 0,009
- 0,010
- 0,009
+ 0,009
+0,005
16. Juli 1864.
Vormittag
9h 50m
10 25
0,24
0,16
0,00
10 40
11 45
Nachmittag
12 45
0,17
0,205
- 0,02
+0,02
+0,012
374
Naclimitag
l6 30m
0,14 10,146
2 21
0,14
2
:od,
o''2\ 0,135
46
0,13
- 0,025
0,12 0,12
0,14
1
4- 0,02
+0,008
Die Resultate der drei ersten Tage sind durch die
Curveii 1, 2 und 3 Taf. VI graphisch dargestellt. Ein Blick
darauf zeigt, wie nahe die nacli beideii Methodeii angestellten Messungen iibereinstimmen.
Die vollen Linien bedeuten die mit dem Pendelapparat gefundenen Inteiisitaten, wtihrend die mit dem
neuen Instrumente erhaltenen, durch die puiiktirten Linien
dargestellt sind. Die Gesammtmenge der an den genannten
Tagen beobachteten Lichtwirkung wird durch folgende
Zahlen reprasentirt; die Erkliiruiig derselben wird weiter
unten gegeben.
Mittlere tsgliclie chemische
Intensitit.
Pendelapparat. Neues Photometer,
Fig. 1. 29. April 1864.
Fig. 2. 10. Mai 1864.
Fig. 3. 8. Juni 1864.
62,O
41,3
64,7
62,3
43,3
65,3
Zur weitereii Prufung der Anwendbarkeit uiid Zuverlassigkeit der Methode wurden gleichzeitig an demselben
Platze Reihen von Beobachtuiigen mit zwei der neuen Instrulnente ausgefuhrt. Die Messungen wurden vermittelst
der fixirteii Streifen B uiid C geinacht; alle Beobachtungen
gescliahen ganz unabh2ngig von einander, so daCs die Resultate ein Maafs der Genauigkeit abgeben, mit der praktische Messungen ausgefiihrt werden konnen.
375
Gleichzeitige Beobacbtongen mit zwei der neuen Instrumente von
zwei Beobachtern, unabblngig von einander, ansgefiihrt.
=
11.
1864.
Juli
Sonnenzeit
Chemische Intensitst
Instrument
nstriiment
No. 1.
Streifen B)
No.2.
Streifen C:
15.
1864.
Juli
Sonnenzeit
Cliemische Intensitit
Instrument
h'o. 1.
Streifen
B)
Instrument
No. 2.
Streikn C )
Vormittag
loh 30"
>I
u
>>
>>
31
N
>)
)I
11
12
n
32
>,
33
0
0
0,16
0,14
0,14
0,12
0,13
0,15
0,14
O,l3
0,31
0,14
0,14
0,15
0,13
0,11
0,12
0,12
0,12
0,27
Kachmittag
>>
11
0,31
0 8
0,33
0,35
0,13
0,27
0,"
0,24
0,21
>>
u
12
13
40
41
0,17
0,24
0,14
12 30
>)
31
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32
v
33
1
5
2 0
)>
>I
3 10
>)
x
4
>>
>>
>>
>>
0,18
0
0,21
30
>,
0,ll
0,14
0,14
0,15
32
0,16
>>
31
0,29
0,37
0,3 1
0,32
0,13
0,25
0,25
0,23
0,24
0,?3
0,18
0,23
0,15
0,520
0,13
0,14
0,15
0,14
0,14
0,16
0,19
0,049
0,049
0, I2
0,12
0,12
0,11
0,13
0,13
0,14
0,14
0,17
0,lS
0,057
0,068
0,059
0,067
0,063
0,028
0,028
0,032
0,17
0,19
0,046
0,046
0,12
0, I2
0,13
0,11
0,10
0,12
0,13
0,12
0,17
0,15
0,060
0,070
0,057
0,062
0,045
0,025
0,025
0,028
Fig. 4 und 5 Taf. V I geben die Tagescurve fur die so
gefuiidene cheinische Intensitat. Die nalie Uebereinstimmung
der zwei Curven fur einen jeden Tag zeigt, dafs die Fehler,
welche in der Graduirung, Insolation und Ablesung vorkomnien , keinen wesentlichen Einfluk auf die Genauigkeit
der Messungen haben; so wurde die mittlere chernische
Intensitat am 15. J u l i gleich 42,O und 41,7 und am 11.Juli
gleich 74,3 und 70,O gefunden.
376
Anwendring der Methnde
mi
meteorologisciien Beobrchtungeo.
Folgende Bestimmungen der mechselnden Intensitiit der
cliemischen Wirkung des gesaminten Tageslichtes in ManChester, welche an einigen 40 Tagen zu den verschiedensten
Jahreszeiten ausgefuhrt wurden, zeigen I ) dafs solche regelmarsige taglicbe Messungen sich ohne Schwierigkeit ausfuhren lassrn uiid 2) enthalten dieseiben schon einige der
merkwiirdigen Resultate, zu welchen eine weiter ausgefuhrte Reihe solclier Beobachtuugen fuhren mufs.
Mit wenig Ausnahmen, welche besonders erwahnt sind,
wurden die Versuclie auf dem Dache des Laboratoriums
von O w e n s College ausgefuhrt. In der Regel wurde
jede halbe Stunde eine Beobachtung gemacht; haufig jedoch wurden entweder zur Controlle der Messungen oder
um die grofsen Veranderungeii in der Intensitat zu beobachteii, welche eiiitreten, wenn die Sonne hinter Wolken
verschwindet odcr aus deoselben hervortritt, die Beobachtungen in Zwischenraumen von wenig Minuten oder auch
Sekunden wiederholt. Hei gleichfiirmig bedecktem Himinel
oder wenn sonst kein bedeutender Wechsel im Licbte stattfand, wurden die Beobachtungen manchmal nur von Stunde
zu Stunde gemacht. An den meisteii Tagen wurden Raroineterstand, Teinperatur uiid atrnospharische Feuchtigkeit
beobachtet, sowie der Zustand der Sonnenscheibe und die
Wolkenmenge anfgezeichnet. Die Resultate der Beobachtungen, welche sich von August 1863 bis September 1864
erstrecken, sind i n einer Tabelle ain Ende dieses Aufsatzes
zusammengestellt. Einige derselben sind durch die Curven
(Fig. 6 19 Taf. VI. einschliefslich) graphisch dargestellt.
Die Abcissen stellen die Tagesstunde (Sonnenzeit) und die
Ordinaten die entsprechende Intensitat dar.
Messungen, welche wGhrend beinahe eines ganzeii Moiiats
(Tom 16. Juni 1864 bis 9. Juli 1864) taglich gemacht
wurden, zeigten , dafs weiin alle Vorbereitungen gemacht
sind, solche Beobachtungen nur einen kleinen Theil der
Aufmerksarnkeit uiid Zeit eines Beobachters erfordern. Die
ErgeEnisse diescr Beobachtungsreihe zeigen die grofse Ver-
-
377
schiedenheit, welche in der chemischen Intensitat von anfeinanderfolgenden Tagen stattfindet; z. B. am 27. und
28. Juni und am 29. und 30. Juni. Rei Vergleichung mit
den Tabellen findet man, dafs die Griifse der chemischeii
Wirkung fast immer der Menge der Wolken oder dem
Sonnenschein entspricht. Die Ausdrucke unbewdkt, leicht
bewolkt u. s. w. beziehen sich nur auf die Sonnemcheibe
uiid nicht auf das Himmelsgewiilbe.
Die unregelmafsigen Veranderungen in der chemischen
Wirkuug, die an Tagen beobachtet wurden, wo die Sonne
ununterbrochen schien, sind hanptsachlich der Veranderung
in der Menge von Wolken zuzusclireiben, welche wahrend
der Beobachtung sich am Himmel zeigten. In einigen
Fallen jedoch trat eine betrachtliche und plotzliche Veranderung ein, ohne dafs das Auge einen Unterschied ill
der Lichtmenge bemerken konnte, wie am 26. September
1864, wo der ganze Hinimel den Tag uber unbewiilkt erschien; um 9 Uhr 25 Minuten war die chemische Intensitat 0,13 und rim 10, wo die Sonne augenscheinlich gleich
hell schien, sank die Intensitat arxf 0,07 und blieb wahrend
einer halben Stunde so niedrig und stieg erst um I1 Uhr
wieder auf 0,ll. Dafs diese Abnahme in der chemischen
Wirkung wohl von suspendirten Wassertheilchen oder dem
Auge unbemerklichen Nebel herriihrt, erscheint wahrscheinlich aus der machtig absorbirenden Wirkung, den ein
leichter Nebel auf die chemischen Strahlen ausiibt. Am
18. Marz 1864 uin 6 Uhr Vormittags bedeckte ein leichter
Nebelschleier die Sonne ; die Intensitat war nur 0,0026
oder 25 Ma1 geringer als sie es bei Bormaler Wirkung
eines heitern Himmels fur Tag und Zeit sein sollte. Es
wird kauin nothig seyn, hinzuzufugen, dafs bei dieser Gelegenheit, die dem Auge sichtbare Lichtverminderung nur
klein und in gar keinem Verhaltnik zu der Abnahme der
chemischen Intensitat stand. Die zwei folgenden Beobachtungsreihen zeigen ebenfalls deutlich das grofse Absorptionsvermogen des Nebels fur chemische Strahlen.
3’78
28. Sept. 1864.
27. Sept. 1864.
Sonne mit einem Nebelschleier bedeckt.
Zeit.
Intensitit.
Heiterer Himmel.
In t ensiti t .
Zeit.
1
loha.m.
0,016
0,039 Nebelig
10 30’
O,L7
11
0,053
11
0,ia
0,075 Nebel ver11 30
0,13
11 30
schwindet
12 40p.m. 0,16
12
07042 allmahlich
1 10
0,13
12 45 P*m* 0,056 und SoIlne
1 40
0,17
1
0,053 blicktdurch
2 10
0,14
1 30
0,010 Sonnen2 15
0,012 schein
Urn aus einer Reihe vou Messungen wlhrend eines
Tages die inittlere tagliche chemische Intensitat zu erhaIten,
wurde eine einfache praktische Integrationsmethode angewendet. Die Curven wurden auf steifes, sehr gleichformiges Papier gezeichnet, ausgeschnitten und das Gewicht des
Stuckes Papier, das zwischen Curve und Basis liegt, bestimmt. Zwischen je 4 oder 5 Carven wurde ein Stiick
von bestimmter Groke ausgeschnitten, urn Veranderungen
iin Gewicht, die in Ungleichfirrmigkeit des Papiers ihren
Grund haben, zii ermitteln und danach nothwendige Correct uren a 11 z u bring en.
Die Werthe fur die inittlere cheinische Intensitlt, welche
auf diese Weise gefunden wurden, sind fiir eine Reihe
von Tagen in nachsteheiider Tabelle enthalten. Als Maafsstab ist die glcichfiirinige Wirkung des Lichtes von der
Intensitat 1, w8hrend 24 Stunden = 1000 angenommen.
10ha.m.
10 30’
0,13
II
-
-
Miltlere tilgliche cheinische Intensitillen in Manchester 1863 u. 1864.
__
Datum
1863.
Aug. 26
Aug. 27
Sept. 4
Sept. 16
Sept. 23
Scpt. 24
Sept. 25
Sept. 28
Dec. 21
Rec. 22
Inten-
sitit
-
Datum
40,5
29,s
41,s
30,s
12,4
Miirz 19
18,7
Juni
18,1
29,l
3,3
4,7
Juni
Juni
Juni
Juni
Iotensit..t
1864.
April 19
April 20
Juni 16
Juni 17
18
20
21
22
23
36,s
78.6
85;3
100,7
47,2
118,7
50,9
99,0
119,O
81,4
I
I
__
Datum
1864.
25
27
28
29
30
1
2
JUG
4
Juli
5
Juli
6
Juni
Juni
Juni
Juni
Juni
Juli
Juli
[ntensitat
Inten-
--Datum
sitst
1864.
83,O
Juli
Juli
Jnli
83,O
26,6
26,7 Juli
64,4
61,5
19,1
51,Z
76,2
78,9
7
8
9
26
39,l
72,2
83,6
48,s
379
Der merkwiirdige Unterschied in der chemischen Intensifat am 20. und am 22. J u n i 1864 zeigt sich sehr deutlich
in den Curven Fig. 13 und 14 Taf. VI Die Integrale fur
diese Tage sind 50,9 und 119,O oder die chemische Wirkung am 20. verhalt sich zu der am 22. wie 1 zu 2,34.
Die chemische Wirkung des Tageslichtes zu Maiichester
an den Tagen der Winter- und Sommersonnenwende und
Fruhlings- und Herbst-Tag- und Nachtgleiche, wird durch
die Curven in Fig. 20 Tafel VI dargestellt, welche die
Beobachtungen vom 28. September 1863, 22. December
1863, 19. MIrz 1864 und 22. Juni 1864 graphisch darstellen; diese dem verlangten Zeitpunkte naheliegenden
Tage wurden ausgewahlt, weil an denselbcn die Sonne
am hellsten schien und man deshalb die grofste Anndherung
an die Maximuinwirkung erhielt. Fur den kiirzesten Tag
ist das Iiitegral (47; fur den langsten 119. Fur FruhlingTag- und Nachtgleiche 36,s und fur Herbst-Tag- und
Nachtgleiche 29,l; oder wird die chemische Wirkuiig ain
kurzesten Tage = 1 gesetzt, so ist sie am langsten Tage
= 25 und bei Tag - und Nachtgleiche = 7.
Aus den Tabellen sowohl, als aus den Curven Fig. 20
Taf. VI geht ferner hervor, daEs die Zunahine in der chemischen Wirkung voii December bis Marz kleiner ist, als
von Mlrz bis Juni.
Es wiirde vergebene Miihe seyn, bei der kleinen Anzahl
von experimentellen Daten, eine Erklarung uber die wahrscheinliche Ursache dieser Verschiedenheit geben zu wollen ;
doch erscheint es wahrscheinlich , daEs die absorbirende
Wirkung der Atinosph2re auf die Lichtstrahlen, welche je
nach der Jahreszeit einen kiirzereii oder langeren W7eg
durch dieselbe zu durchlaufen haben, nicht die alleinige
Ursache dieser Verschiedeiiheit ist.
W e n n eine regelm2fsige Reihe voii solchen Beobachtungeii der mittleren taglichen Intensitat an einem bestimmteii Platze ausgefuhrt wird, so kann man sich mit
ciner kleineren Versuchszahl begniigen, urn eine Durchschnittszahl zu erhalten , welche einer aus einer grBfseren
380
Anzahl von Versucben abgeleiteten ziemlich nahe koinint ;
hesonders wenn man nicht plotzliche Veranderungen in der
Intensitat registriren will. Wenn z. B. an den folgenden
Tagen alle 2 Stunden eine Beobachtung gemacht worden
ware, anstatt jede 15 Minuten, so waren die Mittelzahlen
folgende gewesen:
1883.
Fig.
26. August
4. Sept.
12
14
Mittlere chemisehe IntcnsitBt
aus 26 Versuchen
aus 6 Versuchen.
40,5
41,s
43,o
42,7
1864.
24
86,3
96,3.
Als Beispiele gleichzeitiger Bestimmungen an verschiedenen Orten fijhre ich folgende Beobachtungen an, die ich
in Heidelberg (d9O 24’ nordliche Breite) am 4. Juli 1864
und in Dingwall in Rofsshire (Schottland) unter einer nordlichen Breite von 57O 35’ ausfuhrte, verglichen mit den Resultaten, die mein Assistent an den namlicben Tagen in
Manchester (53 O 2 0 nordl. Breite) erhielt; die numerischen
Resultate finden sich auf Seite 44 und 47, die Curven fur
Heidelberg und Manchester sind in Fig. 21 Taf. VI; die
fiir Dingwall und Manchester in Fig. 22 Taf. VI dargestellt.
Das Integral fur die mittlere Intensitat fur Heidelberg am
4. Juli ist 160,O; fur Manchester an demselben Tage 51,2;
die chemische Wirkung an diesen zwei Orten verhielt sich
demnach wie 3,12 zu 1. Das Integral fur Dingwall am
27. Septemher ist 66,4; fur Manchester an demselben Tage
49,s; oder das Verhaltnik der chemischen Wirkung war
fur diese Orte wie 1,34 zu 1.
Aus diesen Beobachtungen geht hervor, daEs die chemische Wirkung des Tageslichtes in Manchester bedeutend
kleiner ist, als man es der Breite des Ortes nach erwarten
sollte; aber es erklart sich diets leicht durch die absorbirende Wirkung der mit Steinkohleiirauch beladenen Atmosphare, die fortwlhreiid ganz Lancashire einhullt. Es mochte
in der That schwierig seyn, einen Ort zu finden, der sich
weniger eignete fur Uutersuchungen uber chemische Wir20. April
381
kungen des Lichtes, als gerade Manchester, wo trfiber
Himmel, Regenwetter oder Nebel die Regel bilden.
Aus den Integralen der taglichen Intensitat kann man
leicht die Grofsen fur die inittlere nionatliche und jahrliche Inteiisitiit der cheinischen Strahlen ableiteii uiid sollte
die hier vorgeschlagene Methode zur Messung der chemischen Wirkung des Lichtes allgemein Anwendung finden,
so diirfeu wir hoffen, iiber die Vertheilung der chemiscli
wirksamen Strahlen auf der Oberflache uiiseres Planeten
bald eben solche Kenntnifs zu erlangen, als wir dieselbe
iiber die Vertheilung der Warmestrahlen besitzen.
-
Bestimmungen der taglichen Intensitaten des chemisch wirkenden
Licht,es zii Manchester, Heidelberg irnd Diogwall 1863 bis 1864.
M a n c h e s t e r 1863.
Sonnenzeit
Chem.
Intensitst
deo
Lichts
Sonncnzeit
~~~
26. Bug. 1863 (Fig. 6 )
Bar. = 746mm
3'3.m
0,060
33
45
8 15
8 45
9 15
9 45
10 30
10 50
11 10
11 13
11 30
11 50
12 0
12 2Op.m.
12 40
1 0
1 22
1 40
2 20
3 0
0,038
0,092
0,077
0,OiO
'ih
I
I
0,086
0,097
0,133
0,187
0,148
0,191
0,229
0,203
0,160
0,210
0,055
0,062
0,062
0,094
0,069
0,021
Sonnenoberflache unbe.
wolkt
bewolkt
unbewolkt
0,016
0,016
0,O I8
3b30'p.m.
4 0
4 30
5 0
5 30
6 0
0,004
0,o 10
8 h 5'a.m
0,026
0,009
Ueberwolkt
>>
>>
,>
11
>,
do.
do. nebelich
do. Nebel
>>
>>
>>
>,
>>
>,
:ichte W'olke
,,
unbewdlkt
bewolkt
>>
n
:i&e W o l k e
Wolken
>,
8 33
9 0
9 45
10 30
I1 0
11 4
I1 30
12 0
12 3 0 p . m .
1 0
1 30
2 0
2 20
SonnenoberflSche bewiilkt
Wolken
0,068
>>
0,04 1
>,
0,039
0,098 leiclite Wolken
>,
0,146
0,132 I unbewolkt
0,115 leichte Wolken
bewiilkt
0,059
0,122
unbewolkt
Wolken
0,057
0,WS
0,159
0,155
Sonnenzeit
Intensitst
ionnenzeit
3h 0'p.m.
3 20
3 50
4 10
4 30
0,027
0,051
0,066
0,004
0,002
bew6lkt
leich!eWolkel
unbewolkt
bewiilkt
7h 45' a. m
0,062
jonnenoberflsche unbewdlkt
0
0,075
0,083
0,098
0,097
0,166
0,115
0,173
0,165
0,135
0,079
0,128
0,137
0,072
0,159
0,143
0,165
0,099
0,105
0,149
0,038
0,024
0,035
0,040
5 0
5 30
0,035
0,016
8
8
9
9
10
15
45
20
40
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4
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Wolken
16. September 1863.
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Wolken
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24. September 1863.
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des
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16. September (Fortsetzung).
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23. September 1863.
Bar. = 738mm,0.
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0,038
0,015
0,033
0,046
0,087
0,099
0,110
0,088
0,068
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3 50
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0,026 klarer Himmel
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0,007
19. April 1864.
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9 25
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10 40
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12 0
1 0 p . m . 0)24
0,15
2 14
0,20
2 45
0,13
3 15
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0,11
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4 20
0,08 1
4 50
20. April 1864.
Bar. 759ml" (Fig. 12).
1
1
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7 45
8
8
9
10
15
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0
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1
1 30
0,067
0,17
0,22
0,22
0,35
0,26
0,30
0,16
0,17
0,19
0,17
0,16
0,16
0,14
O,l8
0,14
2 5
2 46
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0,23
0,12
3 30
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0,091
5
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5 30
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0,041
0,O 14
0,0037
ioonenzeit
Chem.
Intensidt
des
Lichts
16. Juni 1864.
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2
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3 40
4 20
0,053
0,086
0,18
0,11
0,11
0,28
0,13
0,045
0,15
0,12
0,14
0,14
0,35
0,18
0,12
0,059
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Wolken
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0,12
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30
30
0
0,031
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7 15
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Wolken
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1 30
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m.
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0,19
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18. J u n i 1864.
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22. J u n i 1864.
Bar.
= 761mm,0 (Fig. 14).
Temperaturmittel:
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Regen
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0,26
0,38
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0,17
5
eichte W o l k e n
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0,16
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Sonnenschein
5
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Wolken
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I
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Temperaturmittel :
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15O,1
11°,6 C.
a. m.
7h 0'
9 20
10 10
11 30
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0,090
0,18
0,18
0,18
0,21
10
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9
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Regen
Wolken
6
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f
I
I
27. Juni 1864 (Fortsetzung).
p. m.
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4 30
5 7
5 30
1 0
0,050
0,17
0,15
0,092
0,020
uberwdkt
9
1 Sonnenschein
1
1
n
-
I,
u
>I
Regen
Wolken
28. J u n i 1864.
Bar. =763,2 (Fig. 15).
Temperaturmittel :
Trocken
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15O,O
13',4 C.
p. m.
Kegen
0,22
7
0,16
6 Sonnenschein
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0,12
8
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I1
9
0 0,093
bewolkt
7 30' 0,031 10
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25. J u n i 1864. Bar. =76Imm,2 8 40 0,043 10
10
*
9 30 0,15
Temperaturmittel :
>,
0 20 0,060 10
Feucht
Trocken
1 0 0,037 10
Regen
13O,4 C.
16O,7
n
1 30 0,034 10
a. m.
p. m.
bewolkt
10
7 b 4 5 0.055
10
Regen
2 30
1)
10
8 30 0,14
H
0,095
10
2 30
I1
10
10 10 0,27
10
11
11 0 0,18
10
H
12 0 0,27
29. J u n i 1864. Bar. = 759',2.
1
0
3
3
4
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0
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p. m.
,,
12 30 0,22
1 0 O,l6
Wolken
uberwijlkt
1 45 0,33
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8 Sonnenschein
3 30 0,13
10
bewijlkt
>,
0,lO
6 15
6 30 0,037
iiberwolkt
27. J u n i 1864. Bar. = 765mm,2.
Temperaturmittel :
Trocken
Feueht
-
-
Trocken
16",4
Feucht
12O,06 C.
a. m.
7h45
8 30
9 10
9 30
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10 40
11 30
12 0
0,15
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0,I 1
0,25
0,12
0,34
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0,2 1
eichte Wolken
Sonnenschein
Wolken
Sonnenschein
Wolken
Sonnenschein
uberwdkt
Sonnenschein
130,O
11,4 C.
a. m.
0,ll
ib40
8 30
9 40
0,13
0 20
I 20
1 35
0,047
0,026
2 0
0,Oz'L
,,
0,040
0,018
0,013
n
P m.
2 30
1 15
2 20
3 0
4 0
5 0
Wolkcn
I
0,042
>,
0,044
3,
-
0,028
0,014
>I
1)
I1
I1
Regen
M'olken
>1
nenzeit
I
Bar.
30. J u n i 1864.
=i58mm,0. (Fig. 16.)
2. J u l i 1864. (Fortsetzung.)
Temperaturmittel :
TroekenFeueht
12O,6
120,l
iiberwolkt
>)
c.
Regen
a. m.
7 15 0,021
8 15 0,IO
9 10 0,21
10 0 0,060
11 0 0,3i
11 30 0,12
12 0 0,46
p. m.
12 30 0,077
1 45 0,090
3 0 0,061
4 0 0,075
4 30
6 20
0,054
6 10 0,lO
1. J u l i 1864. Bar.
bewalkt
,,
>,
n
Regen
eiehte W o l k e
Sonnensfhein
=758""',2.
Temperaturmittel :
Troeken
Feucht
11,l
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10 30
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11 45
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0,11
3 30
0,077
0,041
0,023
0,055
0,056
0,038
0,032
0,065
$
0
3
3
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L
30
10
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0,11
0,12
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0,19
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4
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1 30
1 0
).
>I
Regen
eich t e W o l k e
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iiberwolkt
0,040
Sonnenscheii
030
15 0,25
bewolkt
45 0,085
>,
30 0,063
1,
30 0,050
2. J u l i 1L-4.
Bar, si52mm. (Fig. 17.)
>)
)>
0
230
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4. a
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5 a
5 3C
6 C
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7 c
i3(
0,070
0,097
0,090
0,14
0,14
0,34
12 01 0,028
1-I
u
bewolkt
LO
Regen
iiberwolkt
,)
10
9
9
9
>)
Y
Regen
>,
,,
10
9
9
8
8
8
>,
>>
>,
Wolken
Sonnenschein
5
0,Il
0,095
0,074
7
O,Oi2
Y
-
0,25
>>
bewolkt
'
I
Y
;i
Y
6
6
2
0
0
u
>I
0,056
Sonnenschein
0,067
n
0,043
>>
0,023
5. J u l i 1864.
Bar. = i61mm,6. (Fig. 19.)
Temperaturmittel:
Trocken
Feticht
14O,O
a m.
Regen
8
6
9
m.
0
I 30
Wolken
eichte W o l k e
110,8 c.
m.
7h30
2
0,067
p. m.
12 30
1 0
2
3
4
5
2Q0,3
I.
I
c.
= 759mm5. (Fig. 18.)
Temneraturmittel:
Trocken
Feucht
2 30
a. m.
8h 15'
9 6
9 40
Bar.
>I
Sonnenschein
Wolken
Sonnensehein
Wolken
Sonncnscliein
-
14",6
4. J u l i 1864.
bewolkt
8hIO'j 0,12
8 30 0,lO
9 0 0,033
II
100,i
25
c.
Wolken
I,
*
Y
Chem.
Intensitit
Sonnenzeit
0,14
-
0,ll
10
10
>>
0,15
10
>>
0,18
10
>,
p. m.
,>
10
12 30 0,12
>,
10
1 0 0,lO
7 :ichte W o l k e .
1 45 0,32
iiberwijlkt
10
2 15 0,13
6 Sonnenschein
2 45 0,28
W‘olken
6
3 30 0,26
6 :ichte W o l k e i
0,IS
4 0
>>
6
4 30 0,21
>,
7
5 0 0,072
>,
6
5 30 0,093
4
Wolkeu
6 0 0,067
Sonnenschein
7 30 0,035
6. J u l i 1864. Bar. = 765”””,3.
-
Temperaturmittel :
Feucht
l’i0,6
a. m .
7h30’
8 0
8 30
9 0
9 30
10 15
10 45
11 20
11 50
0,058
0,083
0,lO
0,077
1
1
3
Wolken
0,20
7
Nebel
0,13
0,078
0,Oil
0,10
4
0,22
0,21
0,17
0,28
0,36
,>
10
iiberwijlkt
6 IeichteWolke
>>
7
0,15
0,17
0,21
0,24
0,092
0,063
3
6
9
7
7
-4
-4
4
7h 30
8 0
8 30
9 15
9 45
0 10
0 45
1 30
2 0
>>
>,
>>
>>
>
>,
>,
Sonoenschein
leichte W o l k e l
>>
>>
0,040
0,058
0,IO
0,079
0,053
0,069
0,056
0,020
0,055
10
0,021
10
0,12
0,064
0,022
0,15
9
iiberwolkt
10
>>
10
>,
10
10
>I
,I
10
7
>>
9
>,
>>
>>
-
p. rn.
2 30
1 0
1 45
2 25
3 0
3 30
4 0
4 30
>,
>,
,,
>,
10
7 eichte W o l k e n
0,092
iiberwalkt
>>
0,OiO
>,
0,11
0,lO
5 0
Wolken
3,
7 20 0,025
8. J u l i 1864. Bar. = 765mm,l.
Ternperaturmittel:
rrocken
Feucht
,,
>,
p. m.
12 30
1 0
1 30
2 0
2 30
3 0
3 30
4 0
4 30
5 15
6 30
a. rn.
Nebel
7
13O,2 C.
16”),4
>,
1%
I
Temperaturmittel :
Feucht
Trocken
Wolken
0,077
0,14
I
7. J u l i 1864. Bar. 764mm,7.
5. Juli 1864. (Fortsetzung.)
9h30’
10 0
10 30
11 0
11 30
12 0
~
Lichts
I
a. rn.
42
190,6
a.
13O,8 C.
m.
7h10
7 50
8 25
9 0
9 30
0 30
1 0
1 30
2 0
0,055
0,068
0,089
0,12
0,12
0,13
0,12
0,13
0,ll
p. rn.
2 30
1 10
1 40
2 15
3 0
3 30
4 0
8
7
9
uberwalkt
Wolken
,,
,,
>,
>,
iiberwiilkt
>>
-I
”
0,13
0,15
0,16
0,26
0,29
0,26
o,a2
-
>,
4
Sonnenschein
3
I,
,,
>)
Chem.
Son- Intensitst &
nenzeit
Lichts
des
~~
4. Juli 1864. ( Fortsetzung.)
8. Juli 1864. (Fortsetzung )
a. m.
8h 6
9. Juli 1864. Bar. =764"",1.
'I'emperaturmittel :
Trocken
15O,5
Feocht
0
0
0
0
0,060
0,15
0,14
0,18
p. m.
12 20
1 30
2 30
3 30
4 30
5 30
0,208
0,206
21
50
21
40
42
11 30
a. m.
8h
9
10
11
8
8
9
9
9
ZO 23
10 32
11O , 7 C.
0,15
0,23
0,22
0,22
0,14
0,lO
I1 49
>,
p. m.
>>
2 18
Sonnenschein 1 5
2 21
>,
3 5
>>
3 50
I,
4 30
11
4 50
il
5 25
Nebel
I,
12 10
12 40
T 5
1 55
2 30
3 0
3 40
4 10
4 45
5 15
9h16
9 26
9 36
0,ll
0,13
0,070
0,Oi 1
0,11
0,12
0,lO
0,11
0,15
0,17
0,12
0,096
0,078
0,056
0,038
0,018
H e i d e 1b e r g .
4. J u l i 1864.
a. m.
0,244
0,290
0,394
0,470
0,475
>>
0,590
,I
0,620
0,60
IJ
1,
>>
>I
I,
>>
0,m
0,516
0,248
0,900
0,2iO
0,126
0,163
0,124
>>
1)
bewdkt
Sonnenschein
>>
iiberwolkt
Sonnenschein
il
a. m.
a. m.
P.m
Wolken
Sonnenscbein
D i n g w a l l (Schottland )
27. September 1864.
26. September 1864.
8h50
9 25
10 0
10 30
11 0
11 30
P
~~
6h51' 0,072
7 11 0,170
I :I
bewalkt
Sonnenschein
0 0
0 5
0 10
0 23
0 30
0 35
10 50
11 25
11 21
p. m.
12 45
2 37
2 45
2 28
3 57
0,18
0,17
0,16
0,17
0,19
0,19
Sonnenschein
>>
,I
>I
>I
>I
0,22
>>
0,18
0,16
0,13
0,16
0,15
Nebel
>>
Wolken
>I
>I
Sonnenschein
0,24
0,19
0,13
0,18
0,066
N
Wolken
Sonnenschein
Wolken
M a n c h e s t e r . 27. September 1864.
a. m.
8h50' 0,13
9 301 o,i6
1 1
1
Sonnenschein
')
390
Chern.
Intensitst
des
Lichts
10h 0’a.m.
10 40
10 50
11 30
12 0
12 40p. m .
11.
0,13
0,lS
0,18
0,13
0,098
0,16
Sonnenzeit
Chern.
1nlensit;it
des
Lichts
Sonnenschein
>,
>>
n
Wolken
,,
lhl0’p.m.
1 40
2 10
2 65
3 40
4 20
0,13
0,17
0,14
0,12
Wolken
0,081
0,052
>,
,,
)>
u
>>
Ueber die Dispersion des Lichts in den
Gasen; von Dr. Ke t t e 1e r.
(Aus d. Monatsbericht. d. Berlin. Akad. Nov. 1864; nebst &ern
Zusatz.)
J e lebhafter das Inferesse wird, mit welchein man gegenwartig das Problem der Abhangigkeit der Fortpflanziing des
Lichtes von der Dicbte und chemischen Zusammensetzung
der Korper seiner Liisung entgegenzufuhren sucht, um so
mehr wird die Ueberzeugung durchdringen, d a t blofs ein
allseitiges Studiam der Reftactions - und Dispersionserscheinungen der gasfiirmigcn Korper eine Erkenntnifs relativ einfachcr Gesetze erniiiglichen, und durch diese auch
fur das Gebiet der ungleich complicirteren festen und
flussigen Kiirper einen sicherell W e g anbahnen werde. Ich
habe es daher unternommen, die genannten Eigenschaften
der Gase einer genaiiereu Untersuchung zu unterwerfen.
Dieselbe ist in ihrem physikalischen Theile der Hauptsache
nach ahgeschlossen, und ich erlanbe mir, in Folgendem die
Resultate dieser Arbeit der Kiinigl. Akademie vorzulegen.
Wenn es mir gelungen ist, die Brechungsindices der
Gase sogar fur die einzelnen Fraunhofer’schen Linien scharf
zu 1)estiinmen und das Gesetz ihrer Abhangigkeit yon der
Diclite aufzufinden, so verdanke ich das wesentlich der von
mir eingeschlagenen Methode. Ich habe narnlich den bisher fast ausschliefslich betretenen W e g der prismatischen
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