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Einfaches Verfahren Stahllamellen bis zum Maximum ihrer Tragkraft zu magnetisiren.

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Envtigt man, d a t Hr. M a r c h a n d selbst die Griinde
der Bildung seiner sauren Verbindung nicht anzugeben, ja
dafs sie nicht mehr darzustellen vermag, so liegt es wohl
naher, den Grund des Resultats seiner friiheren Analysen
in einer Verunreinigung der von ihm untersuchten Substanz oder der angewendeten Reagentien zu suchen, als
die Existenz einer sauren Verbindung anzunehmen. Ich
meinerseits kann nicht anders als diese Ansicht fiir die meinige anerkennen.
Nach dem Angefuhrten iiberlasse ich es der Entscheidung der Chemiker, ob die von f i n . M a r c h a n d angegebene Verbindung als existirend angenommen werden diirfe
oder nicht.
Schliefslich bemerke ich noch, dab ich Hm. M a r c h and's
Meinung nicht theilen kann, dafs wenn ein Chemiker, und
sey es der ausgezeichnetste, irgend eine Verbindung erbalten zu haben angiebt, die er nur durch die Resultate
einiger Analysen charakterisirt, durch welche aber auch
nur e k Bestandtheil derselben bestimmt wird, diese Ver,
bindung in unsere Wissenschaft als existirend aufgenommen werden miisse, auch wenn es allen anderen sich damit beschaftigenden Personen nicht gelingt, sie wieder zu
erhalten, ja selbst dem nicht, der sie zuerst dargestellt zu
haben glaubte. Gelingt es aber Hm. M a r c h a n d , seine
Verbindung wieder zu erhalten und die Bedingungen ihrer
Bildung anzugeben, so bin ich gewik der Erste, der seiner Meinung beitritt.
__I__
XIV. Einfaches Ver)ihren, Stahlhmelhn bis zurn
PIaximurn ihrer Tragkraft zu magnetisiren;
oon R. B i i t t g e r .
(Mitgetheilt vom Hm. Yerfarser, wie die beiden folgenden Xotizen, aus dem
njclistens erseheianden 3. Hefte seiner ,,Beitriige zur Phyrik und Chernie".)
]Es
sind in der neueren Zeit eine Menge Verfahrungsweisen, natiirlichen Mapeten sowohl, wie Stahlstabei und
Stahl-
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Stahllamellen einen bleibenden Magnetismus zu erthden,
bekannt geworden, dafs es Wlinscbenmerth erschien; vergleichende Versuche iiber all- der Art bekannte anzustellen, urn n-entlich zu sehen, welche von allen diesen Me
thoden sich wohl in der Praxis als die bewshrteste empfehlen m6cbte. Solche Versuche habe ich denn zu verschiedenen Zeiten und in sehr poker Anzahl angestellt, und dabei selbst gemachte Erfahrungen und Beobachtungen in der
einen oder der anderen Weise nicht aufser Acht gelassen.
Ich habe dabei Resultate, gestatzt auf Mdsversuche, hervorgehen sehen, deren vorbufige Andeutung gewifs Manchem hier wilkommen seyn . dlirfte. Ein Hr. B i l l a n d
theilte bekanntlich im Jahre 1843 der Pariser Academie ein
in den Compt. rend., Tom. X V I I , p. 248, niher beschriebenes und in diesen Annalen in Bd. LX, auf S.320, zm
Sprache gebrachtes Verfahren nit, Magnet&enrtehm anf dem
Wege der Kunst &en dauernden starken Magnetismus zu
ertheilen, ohne zu wissen, dafs ganz dasselbe Verfahren
bereits schon frUherbin von Aim4 ) m h e p g gebracht
worden. B i l l a n d empfiehlt nblich, &en natihlichen
Magnet awischen m1)big angefachten Kohlen‘langsam zn erhitzen, die Hitze. allmlfbg bis zur Rothgluth zu stedgern,
und ihn dann an die Pole eines kleinen Elektromagneten
anzulegen nnd den Contact bis zu dem nach und nach eintretenden Erkalten des Magneteisensteins zii unterhalten,
wobei er auberdem als noch besonders vortbeilbaft hmorhebt , die Stirke des den Elektromagnet erzeugenden Stromes iu eben dem Verbeltnisse ‘waebsen zu lessen, in welchem sich die Temperatur des Magneteisensteins deprimire.
Abgesehen davon, dafs diese Art sich, behufs technischer
oder wissenschaftlicher Zwecke, stark wirkende Magnete
zu verschaffenj in unseren Tagen gar keine Anwendung
mehr findet, und am 1Hngst bekannten Grfinden sich auch
ah v6llig unpractisch erweist, sey hier nur das nocb erwtihnt,
dafs die auf diese Weise erzielte Traskraft des Magneteisensteins (die, beiBu68 gesagt, hbchst unbedeutmd ist) der1) Bd. XXXV, S.206.
Pogpdorlps A d . Bd. LXVII.
8
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jenigen, welche man erhtilt, wenn man den Stein bei gewohnlicher Temperatur, d h. im nicht erhitziten Zustande,
derselben Procedur unterwirft , meinen Beobachtungen zufolge, vollig yleich ist, und dafs fcrner das Ablbschen eines so behandelten erhitsten Steins, in Wasser, wovon namentlich Aim 6 sich kein besonderes giinstiges Resultat verspricht, gam unwesentlich ist. Auch kann ich die Erfahrung des letzteren, dais eine weiche, zuvor gliihend gemachte und so an die Pole eines krsftigen Elektromagnet
angelegte, hierauf in Wasser abgelbschte und gehartete Stahllamelle zu einem krtiftigeren Magnet werde , als bei niclit
vorher eingeleiteter Erhitzung, keineswegs bestatigen, indem
ich durch angestellte Mefsversuche gefunden, dafs durchaus
kein merklicher Unterschied zwischen beiden Verfahrungsweisen obwaltet. Es fragt sich nuin noch, ob die erst ganz
vor Kunem von dem Cantonrichter E 1i a s in Harlem empfohlene Methode ') allen Anforderungen, die man an ein Verfahren der Art, welches sich zur Aufgabe gemacht, die allergtofste Tragkroft in einer Stahllamelle mittelst Elektromagnetismus zu enielen, wirklich entspreche. Ich mufs gestehen, d ab , meiuen Beobachtungen zufolge , das E 1i a s'sche
Verfabren zwar von allen bis jetst bekaont gewordenen als
das einfachste und sweckmiirsigste genannt zu werden verdient, dafs man aber in vielfacher Beziehuog ein noch weit
northeilhafteres Resultat (namentlich was die absohte Gleichheit der Starke und Tragkraft beidet Schmkel einer Sfahllomelle betrifft) erhalt, wenn man (wnigstens bei der Magnetisirung einer stirnmgabelfonnig gebogenen Stahllamelle)
zwar ganz so wie E l i a s in der unten angefiihrten Stelle
beschrieben verfahrt, aber statt der daselbst empfohlenen
einfachen Drohtspirale, sich vielmehr einer doppelten, d. b.
einer wie eine Q, gefonnten B a n d s p i r a l e und dejcnigeii
Streichmethode bedient , die meines Wissens zucrst ron F.
F i s ch e r (vergL dessen kleine Brochure, welche betitelt
ist : Practische Anleitung zur vortheilhnftcn Verfertigung
und Zusainmenfugung kiinstlicher Magnete , besonders der
1)
1 ) Vergl. Bd. LXII,
S. 249.
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Hufeisen 11. s. w., Heilbronn 1833 in Austibung gebracht
,vurde, dafs man namlich hier in unserem Falle beide Schenkel der Lamelle sugleich dem elektrornagnetischen Strome
anssetzt. Man gewinnt auf diese Weise, falls sonst Alles,
namentlich Breite und Lange der Bandspirale, zu der Starke
der zu diesen Versuchen dienenden Gro ve'schen Batterie
in gehiirigem Verbaltnisse steht, Stahlmagnete von kaum
geahneter Tragkraft, und ich nehme daher .Beinen Anstand,
dieses etwas abgeanderte Verfahreu allen docirenden Physikern, den Mechadiern u. 6. w., auf's Dringendste zu
empfehlen.
11)
--
XV. Ucber
Amalgamation des Stabeisens, Stah Is
und Gujeisens behufs der sogenannten Feueruergoldung ; uon R. B L' t t g e r.
F a s t d e Handbticher der Chemie stimmen .darin tiberein.
d a k wegen der aufserst geringen Affhitst des Quecksilbers
z n Stabeisen, Stahl und Gufseisen, e k e Amalgamation oder
wirkliche Verbindung dieser letzteren mit ersterem, zur Zeit
ein noch nicht gelBstes Problem sey, und dafs hilchstens nur
bei geichzeitiger Anwesenheit und Vermittlung von Kulium
oder Natrium cine ganz oberflachliche Verbindung der Art bis
jetzt habe zu W ege gebracht werden kdnnen. Da ich mich nun
auf specielles Ansuchen mehrerer ausgezeichneter Techniker
schon vor Jahren veranlafst sab, diesem Gegenstande meine
besondere Aufmerksamkeit zuzuwenden, und icb, durch gewisse halogien geleitet, auch wohl vermuthen konnte, eine
Amalgamation des Eisens miisse jedenfalls auch obne Mitanwendung des kostspieligen Kaliums zu bewerkstelligen
seyii, so sann ich auf Mittel, diefs auf eine wo milglich
einfache uud wohlfeile Weise zu erreichen. Es galt namlich, ein practisches Verfallren aufzufiiden, Stabeiseo, Stahl
rind GuLeiseu, beliufs der Feuervergoldung, ohne diese MeR*
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