close

Вход

Забыли?

вход по аккаунту

?

Einfhrung in die Chemie. Von Walther Becker. I. Teil Anorganische Chemie. 110 Seiten mit 6 Abbildungen. II. Teil Organische Chemie. 95 Seiten. Lehrmeister Bcherei Nr. 621Ц623 oder Nr. 624Ц626. Verlag Hachmeister & Thal. Leipzig 1921

код для вставкиСкачать
85. Jahrgang 19221
_~
Aus Vereinen und Versammlungen
0,5- 0,8 g Neucesol in Betracht. Die Applikation geschieht zumeist
subkutan oder intramuskullr.
.Degalol' wird eine Kombination von Oleum Menthae piperitae
rnit Dioxycholansaure (CP4HJ004),einer kristallinischen, farblosen Substanz, die in Wasser unlblich ist und keinen scharfen Schmelzpunkt
zeigt, genmnt. Das Priiparat, das in Tabletten zu 0,012 g PtefferminzS1 und 0,084 g Dioxycholanslure in den Handel kommt, passiert
den Magen unverlndert und wird im alkalischen Darmsaft gelost und
dann resorbiert. Es ist ein gutes Cholagogum, das Cholesterin lSst
und gelclstes in Wsung erhalt. Es wird deshalb als wertvolles Mittel
gegen Cholelithiasis empfohlrn lZ8).
Auch bei Obstipation , Darmdyspepsie und Fettstiihlen ist es brauchbar.
Das neue Antigonorrhoikum , G o n o c y s t o l " ist Milchslure-Santalolester (CH,-CH -0H-COO- C,,H,,) in Verbindung rnit Kawaextrakt,
ein Gemisch, das in Pillenform geliefert wird. Die auch noch andere
diuretische und anlsthesierende Stoffe enthaltenden Pillen sind keratiniert, damit sie erst im Darm zur Losung gelangen konnen, wo der
Ester in seine Bestandteile, Milchslure und Santalol, gespdten wird p29).
Ein anderes neues Antigonorrhoikum, das "Pel1 agony, besteht aus
Gelatinekapseln, die Litherisches Cubebeno1 und BernsteinSl enthalten
und sich angeblich durch Wirksamheit und gute Vertrlglichkeit auszeichnen. Als neu kann man hingegen die therapeutische Anwendung
des Cubebennles nicht hezeichnen, wie das S e i d l tut, da dieses Praparat schon lange in Kapselform gegen GonorrhSe gebraucht wird 13@).
, , H y p o t o n i n " ist ein neues, den Blutdruck herabsetdendes Mittel,
dessen Zusammenseteung nicht genau angegeben wii d. Angeblich ist
es ein Athylendiaminisovalerianat oder eine Aminoverbindung der
Isovaleriansiiure, ein weii3es kristallinisches Pulver von siialichem
Geschmack und an Raldrian und faulen Kase erinnernden Geruch.
Es schmilzt bei ungefiibr 120-130" und ist in Wasser sehr leicht
lbslich. Man verabreicht es innerlich bei hypotonischen Zustanden,
bei Arteriosklerose, Erregungszustgnden, Schrumpfniere, Depressionen,
Schlatlosiekeit, im Klimakterium usw. Die Dosis betragt 0,s glal).
,,M et h y 1 h y d r a s t i n i n M e r c k" ist ein Hamostyptikum, das als
Ersatz der Cotarninprgparate Verwendung findet. Es kommt als salzsaures Salz in den Handel:
CH CH,
Schwach gelblirhes oder griingelbliches, hygroskopisches, in Wasser
und Alkohol lbslirhes Pulver, das bei 213O unter Zersetzung schmilzt.
Die wasserige Losung zeigt gel be Fiirbung und blaue Flunreszenz und
ist neutral gegen Lackmus. Pharmakologisch verhalt sich das Prlparat wie das Hydrastinin, therapeutisch kommt es iiberall in Betracht,
wo sonst Hydrastisextrakt * Hydrastinin oder Hydrastin verwendet
werden, also bei anormal starken Menstruationen ohne anatomische
Ursache, bei Blutungen des Uterus und der Adnexe, als Uterustonikum
im Wochenbett und bei Hlmoptoe. Dosis: 1-2 Tahletten ti 0,025 g
peroral oder 1,2 ccm der 2@/,,igen LUsung subkutan13').
[A. 198.1
I
Aus Vereinen und Versammlungen.
I
Bund angestellter Chemiker und Ingenieure.
In der Monatsversammlung der Ortsgruppe Hamburg wurde Uber
die soziale Lage der Akademiker im allgemeinen und der akademisch
gebildeten Techniker im besonderen referiert. Fernerhin wurde Stellung
genommen zu einem neuen, zwischen dem Arbeitgeberverband einerseits
und dem Bund angestellter Chemiker und Ingenieure anderseits abzuschliefienden Tarifvertrag.
Monatsversammlungen jeden zweiten Dienstag im Monat. Niihere
Auskunft erteilen: Dr. W a g n e r , Chemisches Staatslahoratorium,
Fernruf: Hansa 4128, sowie Dr. N o r r i n g , BarcastraSe 4.
Verband Deutscher Patentanwalte, Berlin.
In einer Sitzung vom 6./10. in Berlin sprach Patentmwalt K e l e m e n
aus Budapest Uber : ,,Patentbeschreibung und Patentanspruch' sowie
iiber die ,Sreitentscheidung durch die Erteilungsbehorde in Ungafn". Die PrZisidenten des ungarischen und deutschen Patentamtes,
der ungarische Generalkonsul und die Vertreter der interessierten deutschen BehUrden und Vereine waren erschienen.
Der Vortr. fuhrte ein logisch geschlossenes System vor, das die
Abfassung der Patentbeschre.bung und Patentansprliche auf wissenschaftlicher Gruadlage ermclglichen soll, und zeigte die Anpassungsftihigkeit seines Systems an die Formulierungspraxis des nngarischen
und deutschen Patentamtes. Davon ausgehend, ddd auch die Patenterteilung eine Art von Streitentscbeidung zwischen dem Erfinder und
dem Patentamt ist, hat das ungarische Patentgesetz das Patentamt nnd
~
.___
"7 Vgl..Klin. Wochschr. 1078 [1922];
Pharm. Ztg. 566 [1922].
Vgl. Klin. therap. Wochschr. 144 119221.
lS0) Wiener med. Wochschr. 834 [1922]; vgl. Mercks Index-I46 [1897].
lal) Pharm. Ztg. 327 [1922]; D r e s e , Diss., Berlin 1921; Mercks Jahresbericht 257 [1921].
]I2)
Vgl. Chem. Ztg. 326 [1921].
l29)
- Neue
BUcher
-____--
639
die iiber Patentstreitigkeiten entscheidenden Senate in einer BehUrde
vereinigt. In dieser sind entsprechend der groBen Bedeutung der
technischen Fragea die Ingenieure den Jurislen gleichgestellt, auch
im Hinblick auf die Besetzung der Vorsiizenden der Senate und des
Patentamtes. In der Anmeldeabteilung sind von drei Richtern zwei
Ingenieure, in den richterlichen Abteilungen beim Dreiersenat zwei,
beim Ftinfersenat drei Ingenieure. Nur im Obergericht ist das technische Element noch nicht gebiihrend vertreten, da dort von den ftinf
Richtern nur zwei Professoren der Technischen Hochschule Budapest
seien. Bei dieser BehSrde sei noch eine Verbesserung wiinschenswert.
Dns System habe sich trotz anfanglicher Anfeindung von juristischer
Seite gut bewahrt. - Bekanntlich wird auch von der deutschen Patentanwaltschaft erstrebt, den Ingenieuren und Chemikern eine gebuhrende
Stellung im PAtentamte zu geben und ibnen in der Rechfsprechung
eine angemessene Mitwirkung einzuraumen, sowie die Rechtsprerhung
des gewerblichen Rechtsschutzes zu vereinfnchen und zu zentralisieren.
Die Berechtigung dieser Bestrebungen ist auch wieder durch den
Vortrag dargetan worden.
Neue Biicher.
I
EinfUhrung i n die Chemie. Von W a l t h e r B e c k e r . I. Teil: Anorganische Chemie. 110 Seiten mit 6 Ahbildungen. 11. Teil: Organische Chemie. 95 Seiteo. Lehrmeister Riicherei Nr. 621-623 oder
Nr. 624-626. Verlag Hachmeister & Thal. Leipzig 1921.
Die beiden Bandchen sind nach der Vorrede ,,fur den Laien beI echnet, der ohne jede chemische und physikalisrhe Vorkenntnisse
sich mit dieser Wisstnschaft befassen will.' und sollen .,eine Einfiihrung in das chemische Denken, in die Art der Betracbtung und die
Eigentiimlichkeit der Behandlungsweise der Chemie geben". Diese
verantwortiingsvolle und reizvolle Aufgabe ist von dem Verfasser in
einer Weise zu ISsen versucht worden, die verpflichtet, vor dern Gebrauch der Hefte zu warnen. Es ist nicht moglich, die nach Dutzenden
zahlenden direkt falschen Angaben hier im einzelnen aufzuziihlen,
die sich im anorgankchen Teil finden; sie betreffen nicht etwa nur
Dinge minderer Bedeutung, sondern stellen auch gelegentlich grundlegende chemische Prozesse auf den Kopf (man lese z. B. die Ausfiihrungen Uber den BleikammerprozeB oder das Solvayverfabren,
wo das Magnesium als unlSsliches Magnesiumchlvrid ausgefallt und
das in Losung gehliebene Bicarbonat durch Eindampfen gewonnen
wird; Calcium findet sich hauptsachlich als Nitrat in der Natur,
Schmiedeeisen ist weder hammerbar noch walzbar u. dgl. m.). Die
Behandlung der theoretischen Grundlagen bietet das gleiche Bild;
eelbst fiir das Temperaturgesetz der Gase hat der Verfasser eine direkt
falsche Darstellung zu finden gewuBt. Die Auswahl des Stoffes ist
ohne jede Kritik getroffen; wicbtige Dinge werden in wenigen Zeilen
erledigt. dafiir z. B. samtliche Oxyde des Chlors und des Stickstoffs
aufgezahlt und besprochen. Darstellung und Sprache lassen an vielen
Stellen sehr zu wiinschen iibrig, selbst wenn man dem Verfaaser das
erbetene Zugestandnis macht, dafi ,,der Stil in den ersten Kapiteln
nicht streng wissenschaftlich und exakt sein kann". Eine Neigung
des Verfa-sers, unrichtige Artikel zu gebrauchen (d e r Ammoniak, d e r
Aceton, dattir d a s Indigo) sei als besondere Seltsanikeit erwtihnt. Das
organische Bindchen scheint, an der anorganischen Halfte gemessen,
zunachst einen etwas gunstigeren Eindruck zu machen, zeigt bei
niiherem Zwsehen aber die gleichen Fehler, wenn auch die einzelnen
Beispiele nicht derart gehluft sind wie im anorganischen Teil. Das
sind alles Mangel, die auch der billige.Preis der Hefte nicht entschuldigen kann. Dem Verlag ist der Vorwurf nicht zu ersparen, daB
er bei der Auswahl des Verfassers die nUtige Sorgfalt hat vermissen
lassen, zu der er nach Ansicht des Referenten besonders verpflichtet
war, wenn er sich rnit einem billigen Buch an ein zur Kritik nicht
befiihigtes Laienpublikum wenden wollte.
F. Straus. [BB. 247.1
Hsndbueh der Feuerungsteohnik u d des Dampfkesselhetriehes rnit
einem Anhang iiber allgemeine Warmetechnik. Von Dr.-Ing.
G e o r g H e r b e r g, Stuttgart. Dritte, verbesserte Auflage. Mit
62 Textabbildungen, 91 Zahlentafeln sowie 48 Rechnungsbeispielen.
geb. Preis M 90
Berlin 1922, Julius Springer.
,.Den Ingenieur in die Bedeutung der sozialen Arbeit einzufiihren,
ist gerade die Warmewirtschaft so recht geeignet, denn sie, welche
den gemeinsamen Schatz der Menschheit, die Kohle, verwertet, mit
ihrer Hilfe Kraft erzeugt und die Warmevorginge leitet, ist nicht
allein eine technische Frage, sondern in erhohtem MaBe eine soziale." ,,Kraftwirtschaft in der gesamten Industrie allein, ohne
Riicksicht auf Warmewirtschaft, ist nicht mehr denkbar." Diese zwei
Satze, in einem einleitenden Abschnitt des vorliegenden Buches ausgesprochen und ausgefuhrt, kennzeichnen die Gesichtspunkte, unter
denen die dritte Auflage desselben herausgegeben ist. Immer wierler, in allen Abschnitten, tritt der Gedanke, dafi die Technik nicht
Selbstzweck ist, sondern nur ein ,,dienendes Glied des gesamten
Volksorganismus", deutlich hervor. Dieser groBziigige Rahmen, in
den die technischen Einzelheiten sich wie Mosaik einfugen, macht
das Buch so lesenswert und bewirkt, dafi man auch beim Eingehen
auf die speziellsten Details niemals die gro5en Aulgaben des Buches
und des behandelten Gegenstandes aus dcn Augen verliert. - Eine
ganze Reihe von Abschnitten, nelche die neuesten Fortschritte der
Technik betreffen. ist teil.: umgearbeitet, teils erst neu aufgenommen.
Документ
Категория
Без категории
Просмотров
2
Размер файла
217 Кб
Теги
die, becke, walther, organischen, anorganische, thal, mit, 110, bcherei, teil, oder, chemie, leipzig, verlag, seiten, hachmeister, einfhrung, 621ц623, 624ц626, von, abbildungen, lehrmeister, 1921
1/--страниц
Пожаловаться на содержимое документа