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Einfhrung in die organische Chemie. Von Otto Diels o. Professor der Chemie an der Universitt Kiel. 3. Auflage. Verlagsbuchhandlung von J. J. Weber in Leipzig

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448
Neue Richer
_ _
Neue Biicher.
- Personal- und Hochscbulnachrichten
____
I
EinfUhrnng in die organische Chemie. Von 0 t t o D i e l s , 0. Professor
der Chemie an der Universitat Kiel. 3. Auflage. Verlagsbuchhandlung von J. J. Weber in Leipzig. 1920.
Der Verfasser bat in dern vorliegenden Bucbe ein beachtenswertes
Werk geliefert. Es ist aber eigentlich mehr als eine ,,Einfiihrung", namlich schon ein Lehrbuch. Ein sehr groBes Tatsachenmaterial ist in
iibersichllicher Weise dargeslellt. Sogar recht schwierige Kapitel der
organischen Chemie, wie Chloroyhyll, Anthocyane u. a., werden unter
Anfiibrung von Strukturformeln besprochen.
Den Charakter als
,,Einfiihrung" zeigt das Werk eigentlirh nur dadurch, da8 d e r theoretische Gebalt der organischen Chemie sehr zurucktritt. o b e r Tautomerie, iiber Beziehungen zwischen Farbe und Konstitution wird
beispielsweise nicht viel gesagt. Vortrefflich ist das Kapitel iiber die
Diazoverbindungen bearbeitet. Manche Formeln dapegen, wie die des
(chinoiden) Auramins oder des Azoxybenzols (mit Briickensauerstoff)
sind veraltet. Uberall beweist der Verfasser bei der Ddrstellung ein
gro13es padagogisches Geschick. Die reiche Benutzung ausftihrlich
geschriebener Konstitutionsformeln erleichtert das Versttindnis sehr,
i n d so dtirfte das Werk fiir den Lernenden ein gutes Hilfsbuch sein.
Reddelien. [BB. 13.1
Die NaphthensIuren. Von Dr. I. B u d o w s k i . Mit 5 Abbildungen.
Preis M 54
Verlag von Julius Springer. Berlin 1922.
Da seit dem Erscheinen des ersten Bandes von E n g l e r - H U f e r ,
in dem die Chemie der ErdUlbestandteile eingehend behandelt ist,
schon 10 Jahre vergangen sind und inzwischen keine neue Auflage
erechienen ist, so sind naturgcm2ii3 versrhiedene Abschnitte beztiglich
der Neuerscheinungen nicht mehr panz aktuell. Es ist daher rnit Dank
zu bepriiben, dai3 Herr Dr. B u d o w s k i , ein auf dem Gebiete der
MineralUle und verwandter Produkte sehr erfahrener Fachkollege, in
der vorliegenden kleinen Monographie iibei die ebenso interessante
wie in chemischer Hinsirht vie1 Neuland darbietende Klasse der
Naphthensluren eine empfindliche Liicke mit FleiB und Urnsicht auszufiillen berniiht war. Der Verfassdr hat pariliitisch die theoretischen
und praktischen Gesichtspunkte, welche letzteren nach seiner Ansicht
In der neueren Fachliteratur vielfach zu einseitig in den Vordergrund
gestellt wurden, erUrtert. Dies erscheint sehr wichtig, insbesondere,
dafi er in gut geordneter Weise die bekannten friiheren Arbeiten Uber
die Konatitution der Naphthene und Naphthensauren schildert, aber
diese Arbeiten unter Beriicksichtlgung der neueren Forachungen von
H a n t z s c h iiber die mbgliche Doppelnatur der organischen SBureri
(Ester- oder Salzcharakter) weiter fortgeftihrt sehen will.
Der Verfasser hat auch gelegentlich eigene wichtige Untersuchungen,
z. B. tiber das Angriffsvermggen von Naphthensauren auf verschiedene
Metalle eingefiigt, und als erfahrener Praktiker ist er auf die auberordentlich vielseitigen praktischen Anwendungsgebiete der Naphthensauren und ihrer Derivate, z. B. sogar als TiirkischrotUlersatz, eingegaugen, wobei die neuere Patentliteratur weitgehend beriicksichtigt ist.
ErwIinscht ware es, wenn der den Leser immerhin interessierende
Inhalt der Patentanmeldungen, z. B. S. 89 eines Verfahrens der 01w e r k e S t e r n - S o n n e b o r n zur Reinigung von Naphthensauren nlher
angegeben und in der am Schlufl folgenden Obersicht der Patente
und Anmeldungen auch die letztere Anmeldung erwlhnt wlirde.
Beziiglich der im allgemeinen gut gehaltenen Anordnung des Stoffes
wiirde es sich fiir eine hoffentlich bald zu erwartende Neuauflage
empfehlen, die in Kapitel VI und 1V behandelte fabrikatorische Darstellung und Reinigung der Naphthensauren zusammenzuziehen und
die neuerdings erstmalig hergestellten Anhydride dieser Sauren l) zu
erwlhnen.
Abgesehen von diesen kleinen Wtinschen, an welche sich bei
weiterer Benutzung vielleicbt noch einige andere anreihen, ist das
flott geschriebene BUchlein, das ich selbst schon wiederholt mit Nutzen
bei meinen Experimentalarbeiten und in der Vorlesung benutzt habe,
als guter Ftihrer bestens zu empfehlen.
Holde. [BB. 76.1
Warenkunde und Industrielehre. Von Dr. E r n s t R u s t , Prof. an der
Kantonalen Handelsschule Ziirich. Erstes bis drittes Tausend. Verlag
Preis geb. M 60
Raseher & Cie. Zurich 1921.
Das vorliegemde Buch bringt auf verhtiltnismiiSig knappem Raum
eine klare und ftlr die im Titel angegebenen Zwecke ausreichende
Darstellung der Erzeugung und Verarbeitung der wichtigsten Waren,
die wir im taglichen Leben gcbrauchen. Die Kenntnis der chernischen
und physikalischen Grundlapen wird dabei 'vorausgesetzt. Vielleicht
in etwas weiterem MaBe, als das bei einem poljen Teil der Benutzer der
Fa11 sein durfte. Bei u n s in Deutschland wenipstens ist der Unterricht
in Chemie auf den Volks- und Mittelschulen nicht so eingehend, daB
zum Beispiel unsere Hausfrauen das fur ein wirklicbes Verstandnis
der geschilderten Vorglnge ntitige chemische RUstzeug mitbringen.
Wenn das, wie man annehmen muI3, in der Schweiz zutrifrt, so mtissen
wir Chemiker mit Neid erkennen, daB die Schuleinrichtungen in der
Eidgenossenschaft in dieser Beziehung den unseren weit Uberlegen sind.
I)
Holde n. N a p h t a l i , Ber. Chem.
Variaj Gnuma U. m.
b. ki.,
Ges. 53, 1907 [1920].
Larpwy.
-
[angewandte
ZeitnChnfL fur
Chemle
___-
Den hinreichend vorgebildeten Lesern bietet das Buch ungemein viel. Die Ausfiihrungen sind klar u n d zutreffend ond werden
iurch zahlreiche und sehr instruktive Abbildungen unterstutzt.
Der Preis des Buches wiirde mit 7,5 Franks bei den gegenwgr.igen Valutaverhlltnissen fur uns prohibitiv wirken. Da die Verlagsmchhandlung ihn aber fur Deutschland auf M 60 feslgesetzt hat, ist
:r immerhin erschwinglich und im Verhlltnis zu dem mitgeteilten
Stoff durchaus entsprechend. - Den deutschen S c h i i l e r n fehlen
illerdings die auf Deutschland bezuglichen statistischen Angaben, aber
iie L e h r e r an Mittel- und Hochschulen, und besonders a n unseren
Iandelsschulen, werden sehr viel Anregung aus dem Buch schlipfen
tbnnen. Besonders niitzlich fur den Unterricht wtirde es 'sein, wenn
iiele der nenebenen Abbildungen von der Verlagsbuchhandlung- in
? o m von T d d n oder Diapositlven herausgegeben-wUrden.
Rassow. [BB. 168.1
4nleitung znr qualitativen Analyse. Von S c h m i d t - G a d a m e r.
9. Auflage. VI und 111 Seiten. J. Springer, Berlin.
Preis kart. M 45
Von jeher zeugte die S c h m i d t sche Anleitung zur qualitativen
Analyse von der hohen Lehrbefahigung ihres Verfassers. Sie war
mustergiiltig in Auswahl, Anordnung und Darstellung des Stoffes
Leider hatte damit in den letzten Auflagen die sachliche Richtigkeit
nicht ganz Schritt gehalten. Die Gedankengange der Ionentheorie
waren zwar angedeutet, aber nicht voll assimiliert un4 stellenweise in
recht mil3verstandlicher Form wiedergegeben worden. Auch sonst
waren manche veraltete, ja sogar sicher widerlegte Formulierungen
3tehengeblieben. Der verlockenden, aber nicht leichten Aulgabe, bei
moglichster Erhaltung der bewiihrten Form das Buchlein dem heutigep
Stande unserer Anschauungen anzupaisen, hat sich jetzt J. G a d a m e r
unterzogen, und er hat sic so gut wie restlos gelost. Die Einleitung,
ron W. H e r z bearbeitet, bringt Darlegungen fiber die Aufgabe der
Analyse, uber Ionenlehre und hlassenwirkungsgesetz, wie sie knapper
und klarer nicht gedacht werden konnten. Ebenso vorziigkh sind
die lturzen theoretischen Obersichten durchgearbeitet, die den Reale
tionen der analytischen Gruppen und einzelner Metalle vorangeschickt
sind. In Auswahl und Anordnung der beschriebenen Reaktionen
scheint das Buch, bis auf eine vorteilhafte h d e r u n g im Trennung;
gang der Schwefelammoniumgruppe, im wesentlichen unverandert.
3 e u und wertvoll ist auch, daB durchweg neben den Bruttogleichungen die Ionengleichungen gegeben werden. Es mu13 besonders hervorgehoben werden, da13 durch diese doppelte Formulierung
nirgends die Obersichtlichkeit gelitten hat; iiberhaupt zeichnet sich
das Buch auch durch gutes Papier und vorzuglichen Satz und Druck
aus. Es ist anzunehmen und zu wiinschen, daf3 es in der neuen
Bearbeitung seine aIten Freunde behalten und zahlreiche neue gewinnen wird.
F. Hahn. [BB. 146.1
1 Personal- und Hochschulnachrichten. I
0.W e n z e l , DireMor a. D. der Berufsgenossenschaft der chemischen Industrie, Herausgeber von Wenzels AdreSbuch und Warenverzeichnis der chemischen Industrie des Deutschen Reichs, wurde in
Anerkennung seiner Verdienste urn die chemische Industrie von der
philosophischen Fakultit der Universitlt Greifswald zum Ehrendoktor
ernannt.
Dem Nobelpreistrzger Prof. Dr. J. S t a r k , Greifswald, verlieh die
italienische Gesellschaft der Wissenschaften in Rom die Goldene
Matteucci-Medaille fur seine Entdeckungen in der Physik.
Dr. R. S t o er m e r , 0. Honorarprofessor u. DireMor der organischen
Abteilung des Chem. Instituts Rostock, ist zum 0. Prof. der organischen
Chemie ebenda ernannt worden.
Apothekenbesitzer Dr.J U n g e r, Leisnig, wurde seitens der Handelskammer Chemnitz als Handelschemiker Uffentlich angestellt.
Personalien des Auslandes.
Dr. H. B o h r , Prof. der theoretischen Physik an der Universitiit
Kopenhagen, wurde zum korrespondierenden Mitgliede der physikalischmathematischen Klasse der Preul3ischen Akademie der Wissenschaften,
Berlin, pewahlt.
Dr. F. K o h 1r a u s c h, Prof. an der technischen Hochschule i n Graz,
wurde von der Akademie der Wissenschaften i n Wien der Liebenpreis fiir Physik fiir seine Beitrage zur Farbenlehre verliehen; Dr.
A. K a i l a n , Prof. an der Universitat Wien und Privatdozent Dr.
A. Z i n k e erhielten gcmeinschaftlich den Haitingerpreis ftir ihre
Arbeiten tiber chemische Einwirkunpen der ultravioletten und Radiostrahlen oder Uber Uniersuchungen Uber Harzbeslandteile.
E s w u r d e n e r n a n n t : Or. C. G. F i n k zum Dozenten fiir Elektrochemie an der Abteilung fur chemische Ingenieue an der Columbia Universitat; J. J. J e n k s zum Prof. der Chemie am Northern Illinois State
Teachers College, De Kalb, Ill; L. S m i t h , Lund, zum Prof. der Chemie
an der Universitxt Lund; C. T o l m a n zum Prof. fiir physikalische
Chemie und rnathemalische Physik am California Institute of Technolovy zn Pasadena; Prof. G. V a r i n o , Ordinarius fur Chemie, zum
Prasidenlen des R. Islituto Tecnico in Mantua.
G e s t o r b e n i s t : Dr. F. K r e t s c h m e r - F o r s t b u r g ' , Generaloberstabsarzt d. R., fruher 0. Prof. und Vorstnnd des cbemischen
Laboratoriums an der Universitlt Wien, am 11. Juni im 80. Lebensiahre.
VsrautworUIoher Llchnltlaltsr: Prof. Dr. A. Bin?,, Berlin.
- Drwk von 3. B. Haaohleld (A.Pries) In Lerpzig.
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