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Einige Beitrge zur Kenntniss des Strychnins und des Brucins.

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1859.
ANNALEN
JTO.
12.
DER PHYSIK WND CHEMIE.
BAND CVIlI.
I. Einige Beitruge zur Kenrain$ des Strychnins
und des Brucitis; von Dr. C. S t a h Z s c h m i d t .
Li den Annal. der Chem.
11. Pharin. Bd. LXX, S. 16 habeii
K e k n l e ' und v. P l a n t a cine Untersuchuug iiber Coiiiin
und Nicotiii verbffentliclrt, durch welche dargethan ist, dafs
das Coniiii als ein Ainmoniak angesehen werden kann,
in welcliein zwei Atoinc Wasserstoff durch die Atomeugruppe C , H I vcrtreten sind, dns andere Atoiii Wasserst off sich hingegen noch im ursprungticlien Zustande befindet und durch ein anderes Radical vertreten wkrden
kanu. Sie ersetzten dasselbe darch Aetliyl uiid Methyl
und stellten ebeiiso die dein Ainlnoniuin entsprechende Vcrbiodiiiig , das Aethyl-Methyl- Coniiiihydrat dar. Nach deli
beidell genanntcn Cliemikerii kaiiu eheiiso in dein Nicotiii
ein Atom IT durch Acthyl vertreten werdeii. Gleichzeitig
habe ich gezeigt (Ann. der Cbem. u. Pharin. XC, 218) dafs
dieses Atom Wasscrstoff auch dorch Aethyl und Auiyl subslituirt werden kann. Beide Untersuchuiigeri haben das
Resultat geliefert, dafs dein Nicotili die Forinel c,, H 7 N
zukornint uiid nicht, \vie dieses fruher aiigeiioinme~i wurde,
die Forinel C, H N,.
Schon vie1 friiher wurde gczcigt, dak auch in einigcn
iiicht fliichtigeii Pflailzeilbascn Wasserstoff durch ein Radical ersetzt werdcn kann. Versuche, welche ich in dieser Richtung wit Ciucbonili und Chinidhi angestellt habe,
haban dargethan, dafs sich aiich in dieseii Basen eiii vertretbares Wasserstoffatoin befindet, wodurch Basen erzeugt
werden, die dein hniino~iiurnoxydbydrat entsprechen. Icli
PoggendorfPs Annal. Bd. CVIII.
33
5 14
habc femcr nach;;ewicsei~, dafs sich bei dein Zusamineubringen yon Jodincthyl uiid Chinin beide vcreinigen und
dadiirch das jodmasserstoffsaure Salz einer substituirten
Base erzeugt wird, welclies eicli leiclit i n kochendcni Wasser liist , und beim Erkalten krystnllisirt erhalten wird.
Nach S t r e c k e r ’ s Untersuchung(Compt. rend. de I’Acad.
XXXIX, 59) verhnlt sicli das Chinin zu Jodmethyl uiid
Jodaethgl gerade so, wie das Chinidiii uiid Cinchonin zu
den beiden Jodverbindungcn. Es vercinigt sich mit denselben direct zu den jodwasserstoffsauren Salzen , welchc
Bnsen entsprechen, dic ini freicn Zustande dein Typus Ammoniuinoxydhydrat angetloren. In allen drei Baseii befindct sich nach S t r c c k e r ’ s , so wie nuch nacli meinen Untersucliungcn, nur eiii htoin Wasserstoff, welches durch
ein Radical vertreten werden kann.
Untersuchungen mclchc ich mit Strychiiin und I<ruciri
nnge+ellt habc, uiid die Zuni Zwecke hattcn nachzuweiseii,
ob die beidea Baseii zuin Typus Ammoniak oder Aminoniuinorydhydrat geharen und ob iiberhaupt ein odcr mehrere Atoine Wasserstoff durcli ein organisches Radical vertreten werden k b n e n , haben aufser Zwcifel gestellt, d a k
die beiden genannten Basen zuin Typus Aininoniali gehiiren.
In Folgendcii fiiiden sicli die Kesultate der Untersuchung, nacli dein befolgten Gange derselben zusammerigesteIlt.
Jodwasserstoffsniires Melhyl-Strychoin.
C j 2 € 1 2 5 N, 0 4 J.
Bringt man in einen Kolbeii zu fein gepilvertein Strychniu Jodinethyl iin geringen Ueberschufs, so dafs die Massc
breiartig wird, so tritt nach kurzer Zeit eiiie lebhafte K e a o
tion ein. Die 8Iischuiig ermarmt sich bedeuterid und bildet naclideni cine harte zusainmengebackene Masse.
Um keinen Verlust an Jodmetliyl zu erleiden ist cs
gut den Kolbeii gleich iin Anfnnge mit einenl L i e b i g ’ schen
Kiihlapparale zii verbitiden , vermittelst welchem das voii
515
selbst uberdestillirende Jodinethyl condensirt wird und aufgefangeii werdeii kann.
Nach Verlauf eiiiiger Stunden, wShrend welcher Zeit
der untere Theil des Kolbeiis iin Wasserbade ctwns erwamt werden darf, wodurch d a m der letztc Rest des
Strychnins mit dein JodinethFl eine Verhindung eingeht,
wird im Wasscrbadc das uberschiissige Jodinethyl abdestillirt und die zuriickbleibende Masse in kocheudem Wasser gclost. Beini Erkalten scheidet sich dnnn das Salz in
feineii perliiiutterglPiizendeii nlattchen und im vollstandig
reinen Zustande Bus, so dafs es iiicht nbthig ist, dasselbe,
behufs der Reinigunf;, nochlnals unikrystallisiren zii mussen.
W a r das Strychnin nicht fein gepulvert, oder hatte
inau nicht genugsam dafiir gesorgt , dafs dasselbe innig init
dem Jodinethyl geniengt mar, so findet inan, dafs iininer
eiii Theil desselben der Verbindung entgangeu ist, und
zwar bleibt d a m beiin Auflbseo des jodwasserstoffsauren
Methyl-Strychnins eiu weifser piilverfonniger Kuckstaud,
welcher unverbuiidenes Strychniu ist. In diesem Falle ist
es gut, das Ganze nochinals zii pulvern und niit Jodmethy1 zu befeuchten, ebe man die gaiize Masse iin Wasscr
a u f h t , oder aber, mati hann auch den Ruckstand fiir sich
pulvern uiid alsdann iiiit Jodmethyl zusammenbringen.
])as erhaltenc Salz wird durcli Filtration von der Rlutterlauge getrennt, zwischen Fliefspapier geprefst und nlsdann getrocknet. Es liist sich sehr leicht in Lochendem
Wasser auf, ist hingegen schwerldslich in kaltem Wasser
uiid in Alkohol. Ein Tbeil Salz bedarf bei gewiihnlicher
Ternperatur 212 Theile Wasser zur Losuug. Im krystallisirten Zustande ist es wasserfrei. Mit lilslichen Silbersalzen zusammengebracht, wird es zerlegt, unter Bildung von
Jodsilber und einein entsprechenden Methylstrychninsalze.
Reirn Erliitzeii des jodwasserstoffsaurcn Methyl - Strychnins
schwarzt es sich, schniilzt und wird zerlegt, unter Entwickelung yon weifsen l)%npfen. Es verbrennt liierauf mit leuchtender Flaiiiine unter Zurucklassuiig einer porOseii Kohle.
33 *
516
Das znr Analyse verwendete Salz murde bei looo C.
getrocknet.
0,332 Gnn. Snlz gaben 0,2128 Gmm. Jodsilber =0,1151
G nn. J o (1.
0,275 Grm. Salz gaben 0,1355 Grm. Jodsilber = 0,0732
Gnu. Jod.
0,283 Grm. Snlz gaben bei der Verbrennung 0,3TI Grin.
Kohlensaure und 0,148 Grm. Wasser:
c,,
bereelinel:
H,
N,
0,
55,45
525
-
gefunden :
55,l
5,U 1
-
J
26,69
26,60 26,Gl
Dem jodwasserstoffsaurcn Methyl - S t r y c h ~ n gebuhrt
hiernach die Formel C, H, N,0, J, woraus hervorgeht,
dafs durch die Einwirkung des Jodtnethyls auf Strychnin
bei gewiihnlicher Teinperatur nur ein Atom Wasserstoff
durch Methyl vcrtrieben wird.
U m die sich von selbst stellende Fragc, ob nicht nocli
ein zweites Atom Wasserstoff iin Strychnin durch ein orgaiiisches Radical vertretbar sey, zu beautworten, wurde
cine ueue Menge Strychnin mit einem Ueberscliufs von
Jodinethyl in ein Glasrohr eingeschmolzeu und eiuen halhen Tag lang iiii Wasserbade erhitzt. Alsdann wurde das
in der R8hre befindliche Salz durch Krystallisatiou gereinigt, bei looo getrocknet und hierauf der Jodgehalt desselben bestiinmt. 0,2745 Grm. Salz gaben 0,13G5 Grm. Jodsilber =0,0738 Grm. J =26,68 Proc.
Hierdurch ist erwiesen, dafs sich in deln Strychnin nur
ein Atoin Wasserstoff im vertretbaren Zustaude behndet
und dafs deinnach die Fonnel des jodwasserstoffsauren
Methyl - Strychnin
~
grschrieben werden
Ids.
517
C4 a H2 1 N2 0
Methyls trychninhydrat.
C2H3
H
4
10
Bas Material zur Darstellung der freieii Base ist das
jodwasserstoffsaure Salz derselben. Man erhslt die Base
im Hydratzustande aus diesem Salze, weuu mail dassclbe
init frischgefdltcin Silberoiyd zusainmcnbriugt. Da das jodwasserstoffsaure Methylstrychnin in kaltern Wasser schwer
Idslicli ist und die Eiuwirkung des Silberosydes auf eiiie
heifse concentrirte Ll)sung des Salzes Verlust verursacht,
so verffihrt man am vortheilhaftesten auf die Weise, daL
man das jodwasserstoffsaure Salz init der drei- riud vierfachen Menge Wasser anriihrt und alsdann das Silberoxpd
zusetzt. Es bildet sich d a m sofort Jodsilber und einc Ldsirug der freieu Base.
+
AgJ
Im Anfange, wenn alles J o d des Salzes durcli Silberoxyd gefallt ist und das Jodsilber sich init allen scinen
Eigenschaften abgesetzt hat, ist die Flussigkeit vollkoinmen
klar und farblos. Bach ciniger Zeit aber farbt sic sich
schwach violett, niniint bald darauf die Farbe des iibermangansaiireu Kalis a i l , die alsdaun sehr rasch, besonders
beim Erwarmen der Lasung in ein duukeles Weinroth iibergeht. Beitn Abdainpfen der L O S U BRrbt
~
sic sicli dunkelolivcngruii unter Abscheidung cines schwarzeii liarzartigen
Kdrpcrs. Nsch langcrein Stehen an der Luft, wahrend
welcher Zeit die Losung so vie1 Wasser rerloren Iiatte,
dafs sic syrupai-tig gen-orden war, hatte sich eine diinne
Krgstallkruste auf dern Bodeii des Gefifses abgesctzt, welches eiii Beweis war, dafs die Iieue Base iiberhaiipt krystallisationsfahig sey. Trotzdeni ich aber einc grofse Mcnge
jodwasserstoffsaures Methyl-Strychnin zersetzt hatte und
die Mutterlauge noch lbigere Zeit, theils an der Luft, theils
iiber coiiceutrirter Scliwefe1s:iure stehen liefs, schied sich
518
iiichts krystallinisc&cs inehr aus; iin Gegentheil, die Mutterlauge mar zu einem dunkelen amorpheri harz2hulicheii Korper eingetrocknet. Durch diese Operation hatte ich SO wenig
krystallisirte Base gewonneo, dafs es iiicht meglich war, sic
durcli Urnkrystallisireii zu reinigen. . Fein gerieben init wenig Wasser abgcwasclieu und bei 140" C. getrocknet, blieb
inir so riel iibrig, als ich zu einer Aiialyse bedurfte. Allein
die Resultate der Analyse wareu zu menig befriedigend ;
sie stiiniiiten lnit der vorausgesetzten Formel gar nicht
iiberein.
Ilen Grund des Mifs1in;;ens dicses Versuches glaubte
ich in einem zugefiigteii Uebcrschufs von Silberoxyd suchen
zu mlisseu, welches dam, nachdeni die Base in Freiheit gesetzt mar, auf solche oxydirend einwirken konnte. Ein
zweiter Vcrsucli , bei melchem ich eine nicht hinreichende
(,!uan!itat Silberoxyd zusetzte, iiberzeugtc mich aber bald,
dak meine Voraussetzung falscli war. Selbst die lileinste
Menge Silberoxyd wirkte theilweise oxydireiid auf die Base
ein, solchc i n eiu Product umwaudelnd, welches nachcinander die verschiedencn Farbungen zeigte und nachher als
harzartiger Kiirper zuriickblieb.
Dieser Klirper scheint inir eiii kohlcnsaures Salz einer
anderen Base zu seyn, elitstauden aus deu Eleinenteii des
RlethyI - Strychnins, denn beiin Zusatz einer Satire z. B.
Salzsliire, lost sich dcrsclbe zu einer dinteiiartigen Flussigkeit auf uuter Entwicklung von Kohlenslure. Aus dieser
fiillt durch einen TJeberscbufs von kohlensaurein Kali haltiger
Kalilauge derselbe unverandert heraus und bildet zuniichst
pine thcerartig aussehende dickflussige Masse, die d a m a n
der Luft zu dciri dunkelen amorphen Kbrper eintrocknet.
In reinem TVasser, so mie in Alkoh'ol ist derselbe leicht
laslicli; aus beideii Liisungen kann aber auf keine Weise
ein krystallisirtes Product gewoniien werden.
Bci einein successive11 Zusatz voii Silberoxyd zu dem
jodwasserstoffsauren Salz, war allerdings die Flrbung nicht
so bedeutend und ich erhielt auch mehr krystallisirte Base,
aber doch iiiiiner noch so wenig, dafs sic in keineni Ver-
519
h#ltnissc stand zii der verbrauchten Menge des Salzes. Zwar
enthielt die illutterlauge noch eine betrkhtliclie Menge
freier Base, wie sich spster ergab, wcnn sie init eirier
Saure neutralisirt wurde, alleiu diesc wurde durch den
firbenden Kiirper und durch cine variirende Menge gleichzeitig gebildetein kohlensaurem Methyl -Strychnin, entstanden durch eiue aequibalente bIenge kohlcnsaurcni Silbcro x j d , am Krystallisiren gehindert. (Das Kali, welches
zuin F d l e n des Silberorydcs gebrauclit wurde enthielt eine
gerioge Menge kohlcnsaures Kali). Zur Darstellung griifserer
ilfengeii Sletbyl-Stryclininliydrat schien dalier diescr W e g
uiigeeignct, wcshalb ich inich veranlafst sah eiii anderes,
wenigcr kostspicliges Verfahrcn einzuschlngen. Nach ernigeii vcrgebliclien Vcrsuclien iiberzeugte ich inich, dafs das
schwefelsaurc Snlz der Base sich aiii Bestcn zur Dnrstcllung der freien Base cigiiete rind aucli leicht ohne jegliclie
Schwierigkeit iii griifscren Mengen und von vollkoiniiieiier
Reinlicit dargestcllt werdeii I\onute.
Z u den1 Eiide brachte ich jodwasserstoffsaiircis AIcthyl Strychnin init einer aeqiiivalentcn Meugc scliwefelsauren Silberosyds zusainmeii uiid fiigte d a m soviel Wasser hinzu,
dafs sicli das schwefelsaurc Methyl-Strychnin auflfiseii koiinte.
Oie i\Iiscliuiig lick ich unter 6fterein Uinriihren mehrere
Stunden lang stchen; nacli dieser Zeit mar Ales schwefelsaure Silberoryd zersetzt, das Jodsilbcr hattc sich kollstiindig abgeschieden und die Losiing enthielt scbwefelsaures
Methyl- Strychnin. Diese Libsung wurde iiun durcb Uarytwnsser zersetzt und alsdann, ohnc den scliwefelsaurcii Baryt
vorher abzufiltriren, iin Wasserbade zur Trockiic verdainpft.
D e r Riickstand aus freier Base, schwefelsnurem uiid geringeu Meugcn von kohleiisaurein Baryt bestehend, v u r d e init
kochendein Wasser ausgezogen, filtrirt und die dadurch
erhnltene L6sung von Methyl- Stryclinin zur Krystallisation
hingestellt.
hucli bei diesew Verfahren firbte sich die Liisung w h h
rend des Abdampfeiis schwadl violctt uild iiaclilier olivcngruii, allcin sic hlieb stcts cluiiiifliissig und setzte bciin Er
520
+
kalten schthi ausgebildete stark glanzende bis 4 Zoll lange
Krystallc an, Dieselben sind stets schwacli gelb gefarbt
und konnten selbst durcli mehriaaliges Umkrystallisiren nicht
gaiiz farblos erhalten werden.
An der Luft bleiben die Krystalle unverandert, ebenso
uiiter dem Exsiccator iiber Schwefelsaure. Bei looo C. fangen sie an zu verwittern, ein Beweis, dafs sic Krystallwasser
enthalten, verliereii jedoch dasselbe erst zwischeu 130 bis
140° C. vollstandig.
Die Krystalle wvurdkn bei 130 bis 140° C. getrocknet
und alsdann der Analgse unterworfen:
a ) 0,4065 Grin. Substanz gaben bei der Verbrennung
init Natronkalk 0,0285 Grm. Stickstoff.
b) 0,2822 Grm. Substanz gaben 0,2147 Gnn. Stickstoff.
u ) 0,1567 Grin. Substaiiz gaben 0,1068G1-m.Wasser nur
0,4151 Grm. Kohlensaure.
b) 0,1917 Grm. gabeu 0,128 Gnn. Wasser und 0,5094
Grin. Kohlensaure.
c) 0,2072 Grm. gaben 0,1103 Grm. Wasser und 0,555
G m . Kohlensaure.
d ) 0,1613 Grm. gaben 0,1113 Grm. Wasser und 0,4245
Grm. Kohlenslure.
In 100 Tbeilen der getrockneten Base siud daher enthaltcn.
-gefundeu
_/--
C,,
H *5
N2
0 4
bereelinel
a
b
C
d
73,93
7,OO
7,86
72,21
7,57
7,Ql
72,.5l
7,4 1
7,61
73,07
7,52
71,79
7,67
JJ
,J
IJ
1)
,J
J,
t,
a ) 0,1588 Grm. krystallisirte Base verloren bei 135O C.
0,026 Grm. Wasser.
b) 0,7690 Gnn. Base vcrloren 0,132 Grm. Wasser.
c) 0,4725 Grm. verloren 0,0790 Grin. Wasser.
Die krystallisirte Base enthalt somit in LOO Theileu an
Krys tallwasser :
52 1
a
i/
C
l6,72
17,16
16,36
Die Formel C,, H , , N, 0,
C,H,
lO+SHO
H
verlangt 16,78 Proc. Wasser.
Nachdem ich inich iibeneugt hatte, dafs die krystallisirte
Base nur langsain und schwierig das Wasser verliert und
die lctzteii Spuren erst bei eitier Temperatur, bei der sie
sich gelb farbt, so hielt ich es fur iiothig cine Analyse der
lirystallisirten Base vorzunehmen.
0,2382Grm. krystallisirte Base gaben bei der Verbrennuiig 0,538 Grin. Kohlensaure und 0,171 Gm. Wasser.
C,,
61,17
6''5 berechnet.
Ha9
737
797
1
N2
oi3
Das Methyl- Strychninhydrat ist leicht lfislich in Wasser
und Alkohol, hingegen sehr wenig loslich in Aether. Die
Losung h i l t aus Kupfer, Thouerde, Eisenoxyd, Nickel,
Kobalt und vielen anderen Salzeii die betreffenden Oxyde,
Thoiierdehydrat w i d aber nicht POU ilir gelsst. Beini Erhitzeii entwickelt sie zuerst weifse Dsmpfe, d a m schinilzt
sie, fgrbt sich dunkel rind vcrbreiint init russentler Flamme
untcr Riicklassung voii Kohle.
Bringt inau Methyl - Strychninhydrat init kleisuperoxyd
und Schwefelsaure, oder init saiircrn chronisaurein Kali uud
Schwefelsaure zusamiiieii, so fgrbt es sich iiicht wie das
Strychnin violett, soiidern cs entsteht eine braune SIasse,
die sich im Wasser init schon rotlier Farbc aufliist. I)ie
Farbung verschwindet nach Verlauf vou 24 Stunden, sogleich beiin Erm;iimen. Am Besten stellt man den Versuch
auf die Weise an, dafs iiiaii ZII einer IA6sung des MethylStrychnius einige Tropfeii doppelt chromsaurer Kalildsung
sitzt, und alsdarin einen Tropfen verdiiuute Schwefels"aure.
Augenblicklich eutsteht alsdann ein brawrother Niederschlag,
oder bei zu grofser Verdiinnung der Reagentien die blut-
522
rottie Fiirbung der Liisung. Letztcre geht bei Zusatz vou
mehr Wasser i n ein schi)nes Violett iiber ahnlich demjenigen von ~ b e r m a n ~ a i i s a u r eKali.
i~~
Bringt man auf ein Uhrglas eiireii Krystall von MethylStrychnin und ebenso cinen solcheii von doppeltclironisnurcin
Kali und setzt alsdann einen Tropfen verdiinntc! Schwefelslure hinru, so entsteht der braune .KBrper. Fiigt inan jetzt
Wasser hinzu, so schwimmcu diinne Hdutclien dcr brauneii
Verbindung auf dein Wasser umlier. Dieselben sind im
durcbgehenden Lichte betraclitet braunroth, im reflcctirteir
hiiigegeii sind sie griiri wid prnchtvoll gliinzend, ganz so
wie die Decke der Goldkaferfliigel.
Blit concentrirter Schwefelsaure zusammengebracbt, verandert sicli das Methyl-Strychnin nicht ; beim Erhitzen entsteht cine gelbe und spater eine dunkle Losung. Leitet
inan Chlor in eine Lasung der Base, so bleibt sic klar ohne
Aenderung ihrer Farbe.
Mit chlorsaurem Kali und conceiitrirter Schwefelsiiure
zrisa~r~ulengebracl~t
erleidet das Methyl- Strychnin keine Vcranderung, bei Zusatz voii Wasaer entsteht aber sogleich
eirie blutrothe Fiirbuiig , gerade so wie init doppeltchromsaurew Kali urid Schwefelsiiure.
Concentrirte Salpetersiiure mit !4VIetIiyl Strychuin in Heriihruug gehracht, 1i)st dasselbe unter Bildung einer gelbrothen Fliissigkeit auf. Beim Erhitzen wird dieselbc heller.
Uabci entwickelt sich Stickoxyd, und wnhrscheinlich salpctrigsaures Metliyloxyd. Setzt man zu der gelbrothen Losung Zinnchloriir, so wird sic dunkelroth ; bei einem g o fsercn Zusatz entsteht ein weiher flockiger Niederschlag,
der sicli beim Erhitzen aufliist und bciin Erkalten wiedcr
ausgeschiederi wird.
Die gelbrothe Losung des Methyl-Strychnins in Salpeterslure sclieidet auf Zusatz von vie1 Wnsser eiiien weiken
flockigen Korper ab.
Das Rlethyl-Strychnin, obgleich es sehr loslich, besitzt
uicht den bitteren Geschinack, wclclier den nicht fliichtigen
Baseii im Allgcmeincn eigeu ist. Die lnerkwurdigste Eigeii-
523
schaft die es besilzt, durch welche es sich hauptsachlich vom
Strychnin unterscheidet und die im hachstcn Grade iiberrascht, ist die, dafs es niclit giftig ist. Versuchc, die ich
dariiber anstcllte, lehrten mich, dafs cs in grofsen Dosen,
kleiuen und sonst gegen giftige Alkaloide einpfindlicheu
Thieren eingegeben wcrdcn kann , ohne dafs dieselben im
Mindesten ein Unwohlseyn verrathen. Ich gab cinem erwachscnen Kaninchen zucrst eineii halben Gran MethylStrjchnin iu wenig Wasser gelast eiii uud gleich darauf
nach Vcrlauf von 10 Minuten, wshrend welchcr Zeit es
inuuter Gras frafs mid keiu IJiiwohlseyii verrieth noch
1; (;ran. Aber auch diese Dosis war vou keiiier Wirkung,
inan merk!e nicht im Mindesten, dafs das Thier auf irgeiid
eine Weise unangenehm beriihrt worden sey. Als ich es
frei umher laufen liefs, hiipfte es inunter zu seiiiein Futter
und frafs begicrig weiter. Nach Verlauf 1011 zwei Sturiden
flcifste ich ihin wicder 4 Gran Methyl-Stryclinin in Form
einer conceiitrirten L6sung ein , olinc dafs im Geringsten
eine nachtlieilige Wirkuiig auf das Thicr sich kund gegcbeii
hatte. Ich wartete jetzt 12 Stunden und beinerkte auch
in ilieser Zeit nicht, dafs sich bei dcin Thicre ein Unwohlseyn cinstelltc, viehiehr hirttc es sein Futter in dicser Zeit
volls#ndig aufgefressen. lch brnchte ihni jetzt 5 Gran Methyl-Strychniii auf einiual bei, aber weder iiu Anfange nocli
iin Verlaufc dcs 'rages wurdc! es krank, es genofs das ihm
darpreichte Futter mit dcni griilten Appctit uud war
iiiiinter wie zuvor. Das Thicr hatte solnit iin Laufe voii
24 Stuuden 11 Grail Methyl Strychuin eingcgeheu bckomineii, ohiie iin Mindesten da\ 011 afficirt worden zii s e j n .
Nachdein icli das Thier nocli einen Tag lang beobaclitet
hatte, in dicser %eit aber niclits Auffalliges bemerkeii konntc,
inachte icli einen Gegenversuch uiit rcinein Stryclinin. Ich
brachte dein Tliier <c Grail iii Form eiiics feinen Pulvers
auf die Zuiige und liefs es d a m in1 Ziuimer frei uinherlaufen. Nach uiigefghr 5 Minuteii stellten sicli Krampfe ein
mid in1 Moineiit darauf der Tod.
Die aiigestellten Vcrsuche beweisen also, dafs durch Sub-
524
stitution von einein Atom Wasserstoff in deni Strychnin
ein Korper entsteht, der m a r der chemischen Constitution
nach identisch init dein Strychnin ist, der aber VQR diesem
in scinen Haupteigenschaften wesentlich abweicht. Er ist
nicht bitter, leicht in Wasser liislich und trotz dieser Eigenschaft, was am meisten auffdlig, nicht giftig. Dabei ist der
lieu entstandeiw Kihper einc Base, welche sich mit Saureli
zu gut krystallisirbaren Salzen vereinigt.
Das Methyl ist also hiernach eiii Radical, weIches unter
gewissen ITmstanden die Eigenschaften eines KBrpers vollstandig uiiizuandern vemag. Ein Analogon zu dieseni eigenthiimlichen Verhalten keiinen wir bereits an deln Acetonitril oder Cyanmethyl, welcbes nach D u m a s , M a l a g u t i
und anderen uicht giftig ist, trotzdem es doch betrachtet
werdeii mufs als Cyanwasserstoff, in welchem der Wasserstoff durch Methyl vertreten ist. In diesem speciellen Falle
wirkt das Aethyl anders, deiin in dem Cyanmethyl besitzen
wir einen Ki)rper, der nach P e l o u z e mit der Blausaure
die giftigen Eigenschafteu theilt. Es ware somit wohl interessant zu untersuchen, ob ein Aethyl-Strychniu, welches,
dieses 1aLt sich wohl mit Bestiinmtheit behauptell, sicher
dargestellt werden kann, iiiit deni Strychnin die giftigen Eigenschalten gemein hat, oder ob es sich in dieser Beziehung
so verhalt wie das Rlethyl- Strychnin.
Eine andere Frage, die fur die Physiologie von Interesse seyn kunnte, ware die, zii untersuchen, o b das Strychuiii seine inedicinischen Eigenschaften seiner gleichzeitigen
giftigen Wirkung verdanke, oder ob das nicht giftige Methyl -Strychnin in dieser ltichtung mit dem Strychnin Hand
in Hand gehe. Im letzteren Falle konnten in Krankheitsfallen die niediciuischen Gaben verstarkt und solnit eiue
grbfsere Wirkuug erzielt werden.
Zur Darstellung der Methyl- Strychniusalze kann man
eiitweder die LBsung der freien Base iiiit der entsprechenden Saure sattigen, oder aber das jodwasserstoffsaure Salz
mit dein Silbersalz dcr betreffenden Saure zusammenbringen.
Im crstereu Falle kann inan die Liisung der freien Base
52 5
gaiiz gut vexwenden, die man aus dem jodwasserstoffsauren
Methyl- Strychnin vermittelst Silberosyd erhalteii hat, nur
inufs man in diesem Falle dieselbe gleich niit der Saure
neutralisiren.
Die Salze des Methyl- Strichnins sind alle leicht liislich,
viele krystallisiren schiin und regelmafsig, andere sind hingegen schwer in sch8nen und gut ausgebildeten Krystallen
zu erhalten. Im Folgenden werde ich die Salze auffiihren,
welche ich dargestellt und untersucht habe.
Bromwwt.~serstoffsaues Methyl-Strychnia.
Man erhalt es, indein man cine concentrirte Liisung von
salzsaurem Rletliyl-Strychnin iiiit einer ebeii solchen Liisung
von Bromkaliuin zusainmenbringt. Es entsteht sogleich ein
DUS feinen Nadeln besteheiider Nederschlag, welcher abfiltrirt und mit wenig Wasser gewaschen wird. Aus lieifsein
Wasscr umkrystallisirt. erhdt inau es vOllig rein. Das Salz
ist schwer lirslicli in kaltein Wasser, dahingegen leicht 18slich in beifsein Wasser und Alkohol. Im Uebrigcn verbalt
es sich ganz so wie das jodwasserstoffsaure Salz und ist
wie dicses wasscrfrei. 0,554 Grm. Salz bei 130" getrocknet
gaben 0,047 Grm. Brorn = 18,5 Proc. Obige Forinel fordert I6,64 I'roc.
Cblorwasserstoffsaures Methyl-Strychnio
C42~r,,N,OP
C,R,
H
1
CI+4HO
entsteht, wenn man cine Liisung der Base mit Chlorwasserstoffsaure neutralisirt, oder wenn man das schwefelsaure
Salz durcli Chlorbaryum zersetzt. Das Salz krystallisirt
in schonen Zoll langen Prisnien, welche das Licht stark
brechen. Es lost sich in kalteni und besonders in heifseni
Wasser und ebcnso in Alkohol auf. Mit saurem chromsaurein Kali uiid Schwefelsaure vermischt , zeigt es diese 1
526
ben Reactionen wie die freie Base. Ueber Schwefelseure
unter den Exsiccator gebracht , vermittert es und verliert
sein Krystallwasser bei 100" C. vollstandig.
0,280 Gm. Salz verloren im Wasserbade 0,023 Gm.
Wasser.
0,256 Gnn. Salz bei 1 0 O o C. getrocknet, gaben 0,094
Grm. Chlorsilber.
0,173 Grm. Salz gaben bei der Verbrennung 0,434 Grm.
Kohlcnsaurc und 0,107 Grm. Wasser.
berechnet
C,,
€I25
gefuoden
68,44
6,65
6@,66
6,50
-
-
-
N2
0 4
-
c1
9,lO
9,23
Krystallwasser entwickelt 8,22 Proc.
4 At. Wasser erfordert 8,56 Proc.
Die Forinel Init
Chlorplatinsaures Metliyl-Ytrychnin
C, 3
I
N, 0
C,H,
fI
4
1
Cl+Pt CI,
entsteht, wenn das salzsaure Methyl-Strycbnin mit e i ~ ~ e n i
geringcn Ueberschufs von Platinchlorid verselzt wird. Es
bildet eineii hellgelben Niederschlag , schmerl6slich in Alkohol und Wasser, unauf1i)slich in Aethcr.
In dem bei 100° getrockneten Salze wurde der Platingehalt bestimmt.
a ) 0,2515 Grin. Salz hinterliefsen beim Gliiheii 0,0445
Grin. Platin.
b) 0,2965 Grm. Salz gaben 0,0525 Grm. Platin.
Eine Portion der krystallisirten Rase wurde in Wasser
gel8st und mit SalzsZure iieutralisirt, alsdann die Losung
dieses salzsauren Salzes mit Platinchlorid versetzt und der
entstandene, uiid bei LOOo C. getrockncte Niederscblag ebenfalls untersucht.
c) 0,1863 Grm. Salz hinterliefsen 0,0323 Grm. Platin.
52’7
n
C
/
I
17,69
I7,70
17,34
Procent Platin.
Die Forvie1 ver.laii@ 17,Sl Proc. Platin.
Chlorgoldsaures Methyl - Slrychoin
Es eutsteht menii cine Lilsung dcs cblorwasserstoffsarireii Methyl- Strychnins init einern geriagen Ueberschufs VOIA
Goldchlorid versetzt wird, und bildet alsdauri eiiieii hellgelbeii Niederschleg. Derselbe ist in hcifsem Wasser uud Alkohol liislich, uiid mheidet sich ails dieser Lasung beiilr
Erkalteu in E’oriii orangefarbiger Nadeln, welche sich zii
Biiscbeln gruppirt habeu, ab.
W i r d cine Losung dcs Salzes kingere Zeit zmn Kochen
erbitzt, so zersctzt sich dasselbe unter Abscheiduug voii metallisch glaiucndein Golde, melches sich an deli Wanduugeri
des Gefzfses absetzt.
a ) 0,375i Griu. des bci 100° getrockneten Salzes hinterliefsen beim Glhhen 0,1067 Grin. Gold.
6) 0,2355 Grm. Salz gaberi 0,0693 Crm. Gold.
c ) 0,2005 Grin. Salz gaben 0,0575 Gmi. Gold.
8
U
C
28,95
29,48
18,67 I’roc.
Obigc Forinel vcrlangt 28,59 I’roc.
-
Chlorquecksilbersaures Mefligl Strychoio
c,, 14-2 I N, 0,
C,
H,
tl
CI + 5HgCI.
wird crhalten bcim Vermischeu eiiier 1,Osoiig des salzsaureu
Methlvl-Stryvchniiis mit ciuer Liisung voii Quecltsilberchlorid. 1‘s cntstcht alsdaiiii eiii weilber I5iie.tlcrsclilag, dcr sich
iii haltem Wasser uud Alkohol sehr weiiig aufliist.
10
heifsem Waeser ist. derselbr nber zieinlich liislich: die Liisung settt beim Eihalteii biisclielftiriiiig gruppirte Nndelri
tles Salzes ah.
528
0,2548 Grin. des hei 100° C. getrockneten Salzes gaben
0,138 Grm. Schwefelqriecksilber = 46,65 Proc. Quecksilber.
Obige Forinel verlangt 47,13 Proc.
Salpetereaures 1MethyI-Strychnin.
c,2
x, 0,
H2,
C,H,
11
IONO..
W i r d eiue Losuiig des Methyl - Strychnins, welche nicht
concentrirt zii seyn braucht , init verdunnter SelpetersZure
neutralisirt, so scheiden sich nach kurzer Zeit feine nadelfbrmige Krystalle aus, die ineinander gefilzt sind. Werden
dieselbcu in Wasser gelost und umkrystallisirt, so erhalt
nian das Salz im reinen Zustande. Man kaiin bei der Darstellung dieses Salzes aber die freie Base veriiieiden und
einfacli das jdwasserstoffsaure Salz init salpetersaureln Silberoxyd zerlegen. Als Xiederschlag entsteht Jodsilber und
in Losung das salpetersaurc Salz, welches durch Abdainpfen
und Krystallisiren gemonnen wird.
Das Salz ist ziclnlich scbwer lbslich in kaltem Wasser
uiid Alkohol, unlbslich in Aether. I11 heifsem Wasser uiid
Alkohol lbst es sich aber in betrachtliclier Menge auf. Beim
Erhitzen farbt es sich zuerst gelb, alsdanu schinilzt dasselbe,
bight sich wf und verbrelint init lcucbteuder Flamme uiiter
hbscheidung von Koble. &lit saurein cliromsaurem Kali u i d
ScliwefelsPure vermiscbt, zeigt es dieselbe Reaction wie die
freie Base obgleich nicht so iiitensitiv wie solche.
Das bei looo C. getrockncte Salz lieferte bei der h a lyse folgcnde Resultate:
0,2218 Grin. Salz gaben 0,518 Grm. KohlensPure uiid
0,1243 Grni. V'asser.
0,2496 Grm. Salz gaben 0,027 Grm. Stickstoff.
c,,
H, s
N3
0,"
gefirnden
berechnet.
63,il
64,23
6,08
10,22
6,22
10,51
-
-
529
-
Salpetrlgsaures Methyl Strychnin
bildet sich, wenu eioe Lasung des jodwasserstoffaureu Salzes
mit einer aequivaleuten Meoge salpetrigsauren Silberoxyds
zersetzt wird. Beim Eindampfen des Rltrats bildct es eine
strahlige Krystallmasse, welche leicht lsslicb in Wasser und
Alkoliol ist. Mit eiuer starkeren Saure versefzt, wird ein
der Saure entsprecheudes Salz gebildet uud die salpetrige
Saure dabei in Freiheit gesetzt. Wird das trockene Salz in
eiiier kleiuen Retorte erhitzt , so schmilzt es zuerst, b h h t
sich auf, entwickelt sauer reagirende Dtimpfe and hinter];ifst einen braunschwanen Kdrpcr. Derselbe ist unloslich
in Wasser, hingegen leicht lirslich in Alkohol. Wcder die
alkoholische L6sung fur sich, uoch die mil Salzsaure versetzte Losung scheidet bei langsarner Verdainpfung etwas
krystallinisches ab. Sie trocknet vielmebr zu einer schwarzen glauzenden Masse eiu, ahnlich im kiufseren Ansehen
dein Asphalt. Es scheint hieraus hervorzugeheo, dafs die
Zersetzuug dieses Salzes nicht so vor sich geht, wie dieses
bei dem salpetrigsauren Ammoniak der Fall ist, bei welchem
sich Stickstoff und Wasser bildet. Es h t t e sich sonst neben freieni Stickstoff noch Methylalkohol erzeugeu mtissen
wie solcbcs aus folgeiider Formcl zu ersehen ist:
c4’J
H2
I
N2°4
C,H,
10N03=
H
C,,H,,NO,O, i - C , H 3 0 H O + 2 N .
Der -Atomenconiplex C4, H , , NO,, welcher, wie ich
am Schlusse noch hervorheben werde, die Stelle von zwei
Atolneu Wasserstoff vertreten mufs, wiirde sicb in entsprechender Weise init zwci Atoinen Sailerstoff verbiiideu intissen; das Methyl wiirde auf gleiche Weise Methyloxyd biIden uud sich im status nascens mit dem entstchenden Atom
Wasser zu Holzgeist vereinigen.
Das Experiment widerspricht aber dieser Aoschauung,
und der Grund davon wird jedenfalls in der complicirten
Zusammensetzung der Verbindung gesucht werden miissen.
Ehe ich micb zu den andereu Salzen wende, die icb
Poggendorft’s Anorl. Bd. CVIlI.
34
530
noch untersucht habe, will ich nochmals den braunen Kbrper erwlhnen, der sich bei der Abscheiduug des MethylStrychninhydrats aus dem jodwasserstoffsauren Salz mittelst
Silberoxyd bildet. Uebergiefst man denselben mit conceutrirter Salpeters8ure und erwiirmt gelinde, so tritt cine ziemlich heftige Reaction ein, es eutwickelt sich Stickosyd und
Kohlensaute und iiach eiriiger Zeit scheidet sich beim Erkalten der Fltissigkeit eine braune Masse ab, die mit Wasser iibergosseii gelb iind brtichig wird. In Wasser ist dieselbe nach langerem Kochcn laslich und scheidet sich beim
Erkalten der LiSsung als gelbes Pulver aus. Die von der
urspriinglichen braunen Substanz abgegossene Salpeterskre
scheidet auf Zusatz vou Wasser denselben Kbrper in Form
eines Gerinnsels uud von rein gelber Farbe ab. In dieser
Form lbst er sich sehr leicht in heilsem Wasser und Alkohol, ist aber schwer Ibslich in kaltem Wasser und Alkohol.
Er scheidet sich ebenfcrlls beim Erkalten a h feines gelbes
Pulver ab. Die Lilsung des Kbrpers in Wasser, dein eine
Spur Salzslure zugesetzt ist, giebt mit Platinchlorid einen
rein gelben Niederschlag, ein Beweis dafiir, dals derselbe
eine organische Base seyn mufs. Das Platindopppelsalz ist
schwer lllslich in heifsein Wasser, unlbslich in kaltem Wasser, heifsem und kaltem Alkokol und in Aether. Aus der
heifsen Lbsung setzt es sich als feines Pulver von rein gelber Farbe ab.
Das bei 110" getrocknete Salz enthielt 13,74 Proc. Platin. Eine organische Analyse, urn den Kohlenstoff im Wasserstoff zu bestimmdii, konnte ich nicht ausflihren, da es
mir an einer hinreichenden Menge des Salzes fehlte. Aus
diesem Grunde enthalte ich mi& jeder Vermuthung auf
welche Weise dieser Korper zusammengesetzt seyn k6nnte.
Bringt man denselben mit Kalilauge oder mit Aminoniak
in Berlihrung, so Brbt er sich braun, und lost sich theilweise auf. Ebenso wird eine weiugeistige o&r w a e r i g e
L6sung darch Alkalien gebrlun!. Nentralisirt man aber
das Alkali mit einer Slure, so wird der Ktirper wieder mit
seiiien urspriinglichen Eigenschaften hergestellt, er nimmt
I
53 1
vor allen Dingen seiue gelbe Farbe wieder an. Im trocknen Zustande erhitzt, verpufft er schwnch rind Itifst eine
leichte porbse Kohle zuriick.
Ans diesen Daten scheint hervorzugeheu, dafs diese Verbindung identisch ist init derjenigen, welche entsteht, wenn
Strychnin mit coucentrirter Salpetersaure gelinde e r w h n t
wird. Es bildet sich d a m bekanntlich ebenfalls eiiie gelbbrauue Masse, welche sich in Wasser und Alkohol 1Bst und
sich aus deu Lbsungen init schbn gelber Farbe abscheidet.
Nach G e r h a r d t zersetzt sich diese Substanz beim Erhitzeu mit Heftigkeit unter Explosion, woraus hervorzugehen scheint, dafs es eine Nitro-Verbindung ist.
Schwefelraures Methyl- Strycbain.
a ) D a s Neutraladz
c,, H a ,
1
N, 0,
C, 8 ,
11
0 SO,
+5 H 0
wird auf dieselbe Weise wie das salpetersaure Salz gewonneu, indein man entweder eine Lbsung der freien Base mit
verdiiiinter Schwefelslure genau neutralisirt, oder aber, indem man das jodwasserstoffsaure Salz init frisch gef2lltem
iind gut ausgewaschenem schwefelsanrem Silberoxyd zerr
setzt. Das Salz ist in Wasser schr leicht lbslich und krystallisirt deshalb nicht so gut und leicht, als wie die schou
beschriebenen Salze. Aus einer zuin diinnen Syrup eingedampften Lbsung scheidet es sich in diinnen perlmattergltinzenden Blattchen aus, welche durch nochmaliges Umkrystallisiren das Salz im reinen Zustande liefern.
Mit saurem chroinsauren Kaii und Schwdelsaure giebt
cs dieselbe Reaction wie die freie Base. An der Luft und
iiber Schwefelshre im Exsiccator verwittert es.
0,215 Grm. bei looo C. getrochuetes SaIz gabeii bei
der Verbrennung 0,521 Grm. Kohlensaure und 0,126 Grm.
Wasser.
0,332Grm. Salz lieferteu 0,0958 G m . schwefelsaureii
Baryt.
0,3703 Grm. krystallisirtes Salz verloren bei looo C.
0,038 Grin. Wasser.
34 *
532
Hieraus ergiebt sich die Zusammensehung des bei 100°C
getrockneten wasserfreien Sakes:
c
44
H
2s
gefunden
berechoet.
66,.l0
6,Fil
66,49
6,29
-
N,
-
-
0,
so3
9,95
10,07
Krystallwasser, entwickelt bei 100" C., 1Q26 Proc.; die
Formel mit 6 At. Wasser fordert 1418 Proc.
b ) Sauru rchwefelsaure, Methyl- Strychnin
wird erbalten, wenn man zu einer Lbsung der freien Base,
oder zu einer solchen des Salzes einen Ueberschufs von
Schwefelsiiure setzt. Es krystallisirt dann aua der L8suug.
ohne dafs solche vorber braucht abgedampft zu werdeo,
da es bedeutend schwerer IUslich ist, aIs das neutrale Salz.
Es bildet saulenfUrmige Gruppirungen von einzelnen Krystallbltittchen. Die LBsung des Salzes reagirt sehr stark
sauer, im Uebrigeii verhalt es sich zu den Keagentien \vie
das neutrale Salz.
0,2983Grni. Salz bei 100" getrocknet gaban 0,1618 Grm.
scbwefclsauren Baryt.
0,51 Grm. Salz gaben 0,279 Grm. schwefelsauren Baryt.
0,395 Grm. Salz (krystallisirt) verloren im Wasserbade
bei 100" C. 0,0112 Grm. Wasser.
s
gefunden
0 3
HO
18,50
3,6 1
berechnet
18,74
18,OO
-
3,66.
-
Cyaneisenverbindungen des Methyl Strychnins.
Vermischt man eine Auflusung von salzsaurem MethylStrychnin mit einer Auflosung des gelben Blutlaugensalzes,
SO entsteht ein gelblicbweifser voluminbser Niederschlag;
derselbe ist schwerl6slich in kaltem Wasser , IeichtlUslich
533
hingegen in heifsem Wasser. Aus der wlsserigen Lbsung
scheidet sich das Salz in schiinen federahnlichen Biiscbeln
ab. In kaltein so wie in beiheiii Alkohol ist das Salz
unliislich.
W i r d die wasserige Liisung einige Zeit gekocht, 60 a r b t
sie sich blaugriin, entwickelt Blauslure und scheidet blaue
Flocken yon Berlinerblau ab. Dieselbe Zersetzung findet
statt, wenn die kalte Liisung mit wenig SalzsBure versetzt
und einige Zeit sich tiberlasseii bleibt,
Eine init wenig Salzsaure versetzte Llisung des salmauren Methyl - Strychnios gab mit einer LBsung des gelben
Blutlaugensalzes ebenfalls einen gelben Niederschlag. Derselbe wurde rasch abfiltrirt, gewasctren und bei 110'' C.
getrocknet. Nach der Analyse erhielt derselbe 6,2 Proc.
Eisen.
Denkt man sich die Zersetzung auf folgende Weise vor
sicb gegangen, so erhiilt man cine Formel fur deli KBrper,
dessen Eisengehalt sehr gut mit dem gefundenen tibereinstimmt.
H
I CY
Der Eisengehalt dieser Verbindung berechnet sich zu
6,14Proc. Sie kiinnte demnach angesehen werdcn a h gew8hnliches Blutlaugensalz in welchem l Atom Kaliuin durcb
Methyl - Strychnin, das andere durch 1 Atom Wasserstoff
vertreten sey.
Gegcn Eisenoxydsalze verhalten sich diese Verbindungen
gerade so, wie das gelbe Blutlaugensalz, d. h. sie bilden mit
demselben Berlinerblau.
Eine Liisung des rothen Blutlaugensalzes bringt in eiuer
Liisung des salzsauren Methyl - Strychuins ebenfalls einen
meihlichen Niederschlag hervor. Derselbe ist in heilsem
534
W'asser lbslich und krystallisirt ails der Lbsung in kleinen
glanzenden Prismen, in Alkohol ist das Salz unl6sIicb. Mit
Eisenoxydulsalzen entsteht ein blauer Niederschlag von Berlinerblau. Beiin Kochen einer Lilsung des Salzes und besonders in deln Falle, wenn derselben eine geringe Menge
Salzssure zugesetzt ist, zersetzt sich dasselbe unter Entwickelung von Blausiiure.
Aus dem ganzen Verhalten der Methyl - Strychuinsalze,
sowohl fur sich, als auch wenn sic mit Sauren versetzt werden, geht mit Bestimmtheit hervor, dafs sie mit den beiden
Doppelcyanliren ganz eigenthiimliche Verbindungen und
Zersetzungen eingehen. Bei dem Mange1 an Material 'war
es inir aber nicht mbglich diesen interessanten Gegenstand
weiter zu verfolgen.
Phosphorsaures Methyl-Strychnls.
erhalt man als eine krystaIlinische Masse, weun wan eine
Lbsung der freien Base mit dreibasischer Phosphorslure
neutralisirt. Die ausgezeichnete Krystallisationsfahiglieit des
entsprechenden Strychninsalzes besitzt das Methyl- Strychninsalz nicht. es war lnir wenigstens nicht mbglich, etwas anderes zu gewiunen als eine feste Krystallmasse. Es ist leicht
l6slich in Alkohol und Wasser; die Lbsungen rbthen blaues
Lackmuspapier schwach.
Bei 130° C. eiitwickelt es 4 Atome Krystallwasser.
0,624 Grm. Salz verloren 0,048 Grin. Wasser.
0,576 Grm. SJz gaben 0,098 Grm. Phosphorsaure.
Hieraus berechnen sich 7,66 Proc. Wasser und 17,l Proc.
Phosphorsaure. Obige Formel verlangt 7,43 Proc. Wasser
und 16,l Proc. Phosphorsaure.
Chromsaures Methyl-Ytrychoin (neutralen Ealx)
entsteht, wenn man eine Losung des salzsauren Salzes mit
e h e r Lbsung des neutralen chromsauren Kalis zusammen-
535
bringt. Es bildet einen rothbraunen Niederschlag, der sich
in viel koihendem Wasser aufliist uud aus der LBsung als
rothbraunes Pulver ausgeschieden wird.
Die Salze der Oxalsliure und der Essigsaure sind sehr
leicht lbslich in Wasser und krystallisiren undeutlich und
schwicrig. Ihre Zusammensetzuiig habe ich uicht naher
uutersucht.
V e r b i n d u n g e n d e e B r u c i n s rnit d e m Methyl.
Die Verbindung des Methyls mit dem Brucin hat mit
der des Strychnins viel Aehnlichkeit; ihre Darstellungsweise
ist ganz dieselbe. Die Darstellung der Salze dieser substituirten Base geschieht ganz in derselben Weise, wie bei
dein Methyl -Strychuin, die freie Base im krystallisirten
Zustaude bietet aber bei ihrer Darstellung bedeutendere
Schwierigkeiten dar, als dieses bei dem Methyl-Strychnin
der Fall ist.
Beiin Erhitzen verhalten sich die Methyl - Brucinsalze
ganz so wie die entsprechenden Methylstrychninsalze. Sie
zerlegen sich alle, schwarzen sich unter Aufbltihen und
lassen Kohle zuriick , wahrend ein hellleuchtendes Gas
verbrenut.
Methyl- Brucio-Hydrat
Bringt man zu jodwasserstoffsaurem Methyl-Brucin frisch
gef%lltes Silberoxyd, oder zerlegt inan eine Lbsung des
scliwefelsauren Salzes mit Barythydrat, so erhHlt man neben
Jodsilber oder schwefelsaurem Silberoxyd eine Lbsung der
freien Base. In beiden Fallen ist dieselbe in1 Anfauge
farblos, farbt sich aber schon iiach ganz kuner Zeit violett und namentlich beim Erhitzen uiid Abdampfen im Wasserbade dunkelroth. Weder beim langeren Stehen an der
Luft noch iiber Schwefehaure im Exsiccator krystallisirte
die Base aus der Losung heraus, vielmehr blieb zuletzt eine
536
dicke syriipartige ganz braun geGrbte Masse zuruck. Wurde
solche wieder in wenig Wasser gelsst und von Neucrn
I~arytwasser zugesetzt , so entstand ein Nied6rschlag von
kohlensaurem Baryt. Die von demselben abfiltrirte Flussigkeit, welche ganz kohlensaurefrei war, wurde einige Zeit
zuin Kochen erhitzt, und. 111111 zeigte sicli, dafs durch Barytwasser wiedrr ein starher Niederschlag von kohlcusaurem Baryt erfolgte. Dasselbe trat auch ein, wenn die Lasung, Iangere Zeit iiber Scliwefelsaure steliend , sich selbst
uberlassen blieb. n e r Niederfichlag war in der kurzen Zeit
zu bedeutend, aIs dals man aiinehmen durfte, die Base
ziehe dieselbe aus der Luft an, init derselben ein kohlensaures Salz bildend. Die Ursache liegt vielmehr darin, dafs
sich die freie Base beim Erhitzen oder bei Iangerem Stehen selbst umwandelt, zersetzt, uud aus ihren eigenen Eleinenten Kohlensaure bildet , die danu init den iibrigeu Elementen, welche sich zii einer neuen Base organisirt haben,
zu eineni kohlensaureu Sakz zusannnentritt. Setzt man deslialb auch zu der braunen Lasung eiue Sgure, so fiudet
starkes Aufbrausen statt, mau erhalt aber d a n n nicht mehr
ein Methyl- Brucinsalz, sonderii ebenfalls einen braunen
dicken Syrup, der niclits krystallinisclies absetzt. I)er Beweis, dnfs sich die aus ibren Salzen abgeschiedene Base
nicht inomentan zersetzt , lie@ dariu , d a h beim Neutralisiren der gauz frischen Liisuug mit Salzsaure und Schwefelsaure gut und schihi krystallisirte Salze der Base entstehcn. Die Zersetzung der Base erfolgt vielmehr nacli
und nacb, was daran uocli erkannt wird, dafs die mit
Salzsaure versetzte braune Liisung init Jodkaliuin nach kurzer Zeit einen krystallinischen Niederschlag von jodwasserstoffsaumn Methyl- Hrucin erzeugt. Die Menge des regenerirten Salzes ist aber in1 Vergleich zti der urspriiiiglich
angewendeten Menge eine sehr geringe.
Dieselbe Eigenthiilnlichkcit habe ich schon bei dem Methyl-Strychnin erwahnt, woselbst sich auch ein Theil der
freieu Base zersetzt, die aher im VerglCich mit dein MethylBrucin so gering ist, dafs bei Anwendung des schwefelsati-
537
ren MethFI- Strychnins die auftretende braune Verbindung
die Krystallisation des Methyl - Strycbnins nichb hindert.
Bei den1 i)lethyl-Brucin ist es aber anders, hier zerlegt
sich beiiii Abdampfen der freien Base eiu so grofser Theil
derselben, dafs es mir bis jetzt nicht inoglich gewesen ist,
die Rase im reinen und krystallisirteii Zustande darzustetlen.
Die sich bildende kohlcusaure Verbindung hindert den unzersetzteu Theil des Methyl-Brucins' an der Krystallisation.
Aus diescm Grunde konnte ich keiue Versuche iiber die
Giftigkeit der freien Base anstellen, bemerke aber, dafs die
L6sung derselben intensiv bitter schmeckt.
Die Base ist leicht ldslich in Wasser und Alkohol und
fsrbt sich, mit concentrirter Salpetersgure wsammcngebracbt,
dunkel.
Versuche, welchc ich iiber die Kohlensaureverbiiidung
angestellt habe, und die zum Zwecke hatten, die Verbindung im reinen Zustande darzustcllen , haben keine Resultate geliefert. Mit verschiedeucn Sauren neutralisirt, erhielt
ich beim Abdampfea nur dunkle harziihuliche Massen ohne
jede Spur voii Krystallisation. Mit concentrirter Salpetersaure zu erwznneu, habe ich unterlassen und weifs also
nicht, ob sich eine dem Cacothelin iibnliche Nitroverbindung
aus dieser Substanz bildet.
Jodnauserstoffmures Methyl- Brncio
entsteht wenu fein gepulvertes Brucin init Jodmethyl in
einem Kolbeu zusammengebracht wird. Die Einwirkung
geht rasch, vollstandig und unter W~meentwickelungvor
sich, so daf6 bei hinreichendern Jodmethyl alles Brucin vollstiindig in das neue Salz umgewandelt wird. Es ist leichter
in kochendem Wasser loslich als das entsprecheude Strychninsalz; die heifse Liisring scheidet das Salz beirn Erhalten
in kleinen glhzenden Blsttchen aus.
O,S15 Gm. Salz vcrloren im Wasserbade 0,175 Gnn.
Wasser.
538
0,511 Grm. trockenes Salz gaben 0,1238 Grm. Jod.
Dieser Versuch liefert 21,47 Proc. Waaser 24,22 Proc.
Jod.
Obiger Formel entsprechen 21,2 Proc. Wasser und 23,'il
Proc. Jod.
Schmilzt man das jodwasserstoffsaure Methyl- Brucin mit
Jodmethyl in ein Glasrohr ein und erhitzt alsdaen dasselbe
im Wasserbade wlhrerfd mehrerer Stunden, so bleibt das
Salz unveriindert. Es wird kein zweites Atom Wasserstoff
durch Methyl substituirt, woraus hervorgeht, dafs gleich dern
SLrychtiin das Brucin ein Ammoniak isb, in wetchetn zwei
Atome Wesserstoff durch organische Verbindungen vertreten sind, dafs hingegen das dritte Atom Wasserstoff sich
noch im urspriinglichen Zustande darin befindet und durch
organische Radicale ersetzt werden kann.
Brom~~.asserstoffsaures
Methyl- Brucln
wird erhalten, weiin man eine wssserige Lbsung von salzsaureiy Methyl-Bruciu wit Bromkalium versetzt. Nach einiger Zeit entsteht alsdann cin krystallinischer Niederschlag
des Salzes. Wird derselbe zwischen Fliefspapier geprefst
und aiif diese Weise von dcr Mutterlauge befreit, so erhalt man bei nochmaligem Umkrystallisiren des Salzes aus
heifsem Wasser dasselbe rein und in Form von kleinen
glanzenden Prisinen. Es lbst sich leicht in Wasser auf,
ebenso in Alkohol; bei 130° C. verliert es sein Krystallivasser vollstandig. Im Uebrigen hat es viele Aehnlichkeit
init dem bromwasserstoffsauren Methyl-Strychnin.
0,4875 Gnu. Salz verloren bei 130"0,0415 Grm. Wasser.
0,466 Grm. trockenes Salz gaben 0,0702 Grin. Brom.
Dieses liefert 8,5 Proc. Wasser und 15,74 Proc. Brow.
Die Foriuel verlaugt 8,4 Proc. Wasser und 16,36 Proc.
Brom.
539
Chlorwasserstoffsaures Metbyl- Brucin
c,, HC,
a5 N, 0,
H,
H
1
CI+ 10110.
Man erhalt es, weun inan die aus dein jodwasserstoffsauren Salze vennittelst Silberoxyd ausgeschicdene Base,
oder die aus dem schwefelsaureii Salze durch Barythydrat
erhaltene Lilsung derselbei: mit Chlorwasserstoffsaue neutralisirt bevor sie sich dunkel gefiirbt bat. Das Salz bildet
kleine glanzende Krystalle, die durch mebrmaliges Umkrystallisircn rein und farblos erhalten werden. Sie h e n sich
leicht in Wasser und Alkohol auf.
0,6864 Gnn. Salz verlorcn im Wasserbade 0,114 G m
Wasser.
0,573 G m . wasserfreies Salz gabeii 0,189 Grm. Chlorsilber.
Die Resultate der Aiialyse sind somit : 16,6 Proc. Wasser und 8,15 Proc. Chlor.
Die angenommene Formel verlangt 16,8 Proc. Wasser
und 7,99 Proc. Chlor.
Chlorplatinaaures Methyl-Brucin
C I B
H,, N, 0,
c , M,
H
t
CI
+Pl C1,
bildet sich beiln Vemischen von einer Lilsuiig des salzsauren Methyl- Brucins mit Platinchlorid als 'ein gelher Niederschlag, dcr in Alkohol und Wasser leicht loslich ist, dahiugegen unliklich in Aether. Aus der w-erigen Losung erhalt man das Salz in schilnen Nadeln krystallisirt.
0,159 Grin. bei looo getrocknetes Salz hinterliefsen beim
Gliihen 0,026 Grm. Platin = 16,35 Proc. Die aufgestellte
Fonnel verlangt 16,07 Proc.
Chlorgoldsaires
Metbyl-Brucio.
erhalt man, wenn eiae Lilsung des salzsauren Mefbyl-Brucins mit eiiier solchen von Goldchlorid versetzt wird. Der
540
orangegelbe Niederschlag lost sic11 leicht in kaltem und
heifsem Alkohol und in heifsem Wasser auf; er ist aber
schwerliislich in kalteui Wasser und unloslich in Aether.
Aus der heifsen wzsserigen Liisung scheidet sich das Salz
krystallinisch ab ; die alkoholische Lbsung trtibt sich n i t
Wasser.
Wird die heifse wasserige Liisung cinige Zeit gekocht,
so zersefzt sich das Salz unter Abscheidung von Gold.
0,491 Grm. bei 10QoC. getrocknetes Salz hinterliefsen
beiin Gluhen 0,13 Grm. Gold = 26,47 Proc.
Obige Formel verlangt 26,31 Proc.
-
Chlorguecksilbersaures Methyl Brricio
entsteht, wenn man salzsaures Methyl-Brucin mit Quecksilberchlorid versetzt. Es bildet eiiien weifsen kasigen Niederschlag, der in heifsem Wasser und Alkohol lbslich, in
Aether aber unliilich ist.
Schn7efelsaures MethyI- Brucin
Dieses Salz stellt inan an1 besten dar durch Zersetzung
des jodwasserstoffsauren Salzes nit+sehwefelsaureln Silber-
oxyd. Die von dein Jodsilber abfiltrirte klare Flussigkeit
liefert zur KrystalIisation abgedainpft und hingestellt nach
einiger &it eine fnrblose strahfge Krystalluiasse, die aus
eiiizelnen Spiefsen gruppirt ist. Bei nochrnaligeln Umkrystallisiren konnten keine regelmafsigen Krystalle erhalten
merden.
0,4699 lirystallisirtes Salz verloren bei 130° C. 0,0655
Gm. Wasser entsprechend 13,9 Proc.
0,401 Gnn. Salz bei B30° C. getrocknet.gaben 0,101 Grm.
schwefelsauren Baryt = 8,57 Proc.
Obige F o r m d verlangt 13,Gl Proc. Wasser und 8,75
Proc. Schrvefelsluw.
Das salz ist leicht in Wasser liislich, sowohl in kaltem
wie in heifsem, ebenso lost es sich auch leicht in Alkohol
541
auf. Es schmcckt bitter. Diirch Barytwasser wird es, wie
schon erwahnt, zerlegt, die Base wird frei unter Bildung
von schwefehurern Baryt.
entsteht aus dem vorigen, indem dasselbe uoch mit verdiinnter Schwefelsaure versetzt wird. Es bildet undeutliche Krystalle, die sich lei& in Wasser und Alkohol auflihxi, wiewohl nicht so leicht, wie das einfachsaure Salz.
0,559 Gm.Salz verloren bei 130" C.erhitzt 0,03G Grm.
Wasser = 6,44 Proc.
0,5232 Grm. wasserfreies Salz gaben 0,246Grni. schwefelsauren Baryt = 15,97 Proc. Schwefelsaure.
Die aufgestellte Formel rerlangt G,64 Proc. Wasser und
15,81 Proc. Schwefels&ne.
Ich habe bereits oben erwahnt, dafs ich in Betreff der
freieu Base nicht untersuchen koniite, ob dieselbe giftige
Eigenschafteii besitze oder sich in dieser Beziehung dem
Metbyl- Strychniii anschliefse. Versuche, die ich deshalb
mit dem schwefelsaurcu Metbyl-Brucin gemacht kabe , ergaben, dafs das Salz keine giftige Wirkuug auf den thierischeu Organismus ausiibt, woraus init Bestimmtheit gefolgert
werden kanii , dafs auch das, Methyl-Brucin keine giftigen
Eigenschafteu besitzt.
Eiuem kauin halb ausgewachsenen Kaninchen gab ich
von Viortelstunde zu Viertelstunde jedesmal 2 Gran schwefelsaures Methyl- Brucin ein, ohne aber, nachdem die Gesamintdosis auf 10 Gran gestiegen war, in irgend einer
Weise Beobachtnngen machen zu konnen, woraus zu schliehen gewesen w&e, dafs das Salz schldlich eingewirkt hlitte.
Das Thier hlieb munter und venehrte ohne jedes IJnbehagen ehige Kohlblatter, welche ich ihm vorwarf, nachdem
es das Salz eingeriominen hatte. Am andern Morgen liatte
es eiiie grofse Menge Futter verzehrt, welches ich ihm zuriickgelassen hatte. Die festen Excremente, welche ich vor-
342
fand, waren von iiorinaler Beschaffeuheit, nur der Harn
sah trIibe aus, ungefiihr so wie Lehmwasser. Im jetzigen
Augenblicke, nachdem bereits 3 Tage verflossen sind, ist
das Thiercheu gesund und frisch.
Aus diesem Versuche gebt solnit hervor, dafs auch bei
dem Bruciu die giftigen Eigenschaften verloren gehen, sobald in demselben ein Atom Wasserstoff durch das Radical
Methyl vertreten wird. Ob auch hier die homologen Radicale und besonders das Aethyl eine gleiche Wirknng hervorbringen oder die giftigen Eigenschaften des Brucins nicht
modificiren, habe ich weiter nicht untersucbt.
Fafst man slmmtliche 'Resultate, welche die Untersuchung geliefert bat, etwas naher zusainmen, so geht zuniichst
daraus hervor, dafs die beiden Basen der Strychnosarten
Verbindungen sind, die dem Typus Ammoniak angehoreii
und in denen noch ein, durch ein Radical vertretbares Wasserstoff Atom sich befindet. Ferner ist durch die Untersuchung festgestellt, dafs das bis jetzt aagenommene Atomengewicht der beideii Basen das richtige ist. Man inufs dieserhdb
annehmen, dafs der Sticlistoff in beiden Basen eine zweifache Rolle spielt; ein Ato~ndesselben befinclet sich an der
Stelle des Stickstoffs im Ainmoniak, das andere Atom Stickstoff hingegen bildet init einem Tbeil der auderen Elemente
einen Atomencomplex, welcber die Rolle eines organischen
Radicals spielt und cin Atom Wasserstoff vertritt. Von
den beiden anderen Atomen Wasserstqff ist in beiden Basen
ein Atom nocb im urspriinglichen Zustande und kann noch
substituirt werden. Das letzte Atom Wasserstoff ist aber
schon durch eiuen auderen KBrper vertreten, der iiaturlich
stickstofffrei ist. Dieses Radical ist bei dem Strychnin noch
unbekannt, bei dem Brucin 1afst sich aber iuit vieler Wahrscheinlichkeit behaupten, dafs es schon Methyl seyn mufs.
Ein Ihnliches Beispiel finden wir bei dem Coniio, von
welchein K e k u l d und von P l a n t a bewiesen baben, dafs
es haufig Methyl- Coniin enthalt.
Nach den Unterpchungen von S t r e c k e r (Compt. rend.
de Z'dccrd. XXXZX, 52) entwickelt sich beim Uebergieten
-
543
von Bruciu mil concentrirter Salpeterslure salpetrigsaures
Methyloxyd unter Bildung von Cacotheliii und Oxalslure
und gleicbzeitiger Entmickelung von Kohlenslure.
S t r e c k e r erklart die Zersetzung nach folgender Forinel
C,,H,, N, 0,+ B N O , H O =
H, .I (NO,),N , O , "
c, H,NO, c, H, 0,
c.,,
Cacothelin
salpetrigs.
Melhyluxyd
Oxalslure
4-2fi0,t l H O .
Schreibt man aber die Fbrwel des Brucins analog der
des Ammoniaks, so erklart sich die Bildung des Cacothelins besser und man erhalt leicbter einen Begriff vou der
rationellen Formel des Cacothelins. Nach ineinar Ansiclit
ist die richtige F o n d des Rrucins folgende:
4 11,s NO,
N
1 c,
C*H,
H
Die Formel der Sauerstoffsalze des Brucins ist deinnacli
und die Formel der Haloxdverbindungen
Die Einwirkuug der Salpetersaure auf Brucin mufs inan
sich analog derjeuigen denken, die eintritt, wenn salpetersaures Aminoniak erhitzt wird, wobei sich Wasser und
Stickstoffoxydul bilden.
Es muL jedoch hierbei im Auge behalten werden, dafs
das Brucin eine sehr cornplicirte Verbindung ist und dafa
auker dem salpetrigsauren Methyloxyd kein fliichtiger Ksrper weiter auftritt, sondern dafs die Verbindung die aufser
diesem entatehf noch ferner der. Einwirkung der Salpeterd u r e uiiterworfen ist, wodurch d a m Zersetzungsproducte
544
entstehen, die theils flUchtig sind mie die Kolilensaure, tbeils
aber der weitercn Einwirliung der Salpetersaure widerstehen.
Nach dem Zersetzungsprocefs des salpetersauren Ammoniaks wiirde aus dem Brucin folgendes entsteheii mussen:
i"49H;N08+
C, H,
NO, HO = N,
+ C,,
H,, NO,
+C,H,O+HO.
Das Methyloxyd. wiirde mit dem Wasser im Entstebungsinolnente zu Holzgeist zusammentreten. Die Erfahrung zeigt
aber, dafs die Zersetzung ariders vor sich gehen ~nufs,weil
keiu Stickstofforydul auftritt uiid andero Karper resultiren.
Denkt man sich nun die Einwirkung der Salpeterssure nach
und iiach vor sich gehend, so wiirde im Anfange folgendes
entstehen
1
C? H ,
+3NO,HO
c44H;;N0n
C,, H , , NO,,
+
=NI
NO,
--. C, H, ONO,
NO,
salpelrigs. 3letliyloxyd.
+4 H 0 ,
bei gleich darauf erfolgender weiterer Einwirkung von
noch zwei Atomen Salpetersaurehydrat entsteht alsdaun,
indem dieselbe ihren Sauerstoff a n den Atomencomplex
C, H, N 0, abgiebt, unter Entwicklung von Stickoxyd,
Oxalsiure, oder wenn man nicht wie S t r e c k e r aiiniinmt,
dafs sich a m dieser schliefslich Kohleusaure bilde, Oxalsaure
und Kohlenslure gleichzeitig
NI
'1
13N4,
C44H.99N011J
+2NO,HO=
C,,~LNO,,
NO,
NO,
+C,H,O,oder
545
Die Gesainmtzersetzung erfolgt demnach nacll folgender
Forinel :
+2NOz+C,H,0,+dH0
oder C, H,O+C,O1 i - 5 H O
Hieriiach ist das Cacotheliu ein Ammoniak, in dem eiii
Atom Wasserstoff durch den Atomencomplex C,, H, NO,
rertreteii ist; die beideu andereu Atome Wasserstoff sind
durch Untersalpetergure vertreten. Das Platiudoppelsalz
des Cacolhelins, welches voti S t r e c k er dargestellt ist und
welches auf ein Atom Cacotheliu eiu Atom Salzsgurc und
ein Atom Platinchlorid eothalt, hat demnach folgende Zusammeiisetzung
(I
fi
! C , , , HN, ?ON, O , , , 1~ C I N - i - P t ( : l
I
N 0,
])em Strychiiin kointnt nach der Untersuchung die Formel
Der Atonieiicotnplex C,, H,, NO, steht an Stelle der
zwei Atoine Wasserstoff im Ammoniak, das dritte Atom H
ist noch ersetzbar durch Methyl oder seine Homologen.
Lalst man auf Strychnin concentrirte Salpetersaure einwirken, so verwandelt sich dasselbe nach N i c h 01 s o n und
A b e l in Nitro-Strychnin. Man kaun sich nun die Nitrirung
auf diese Weise vor sich gehend denken, d a b das freie
Atom Wasserstoff durch (N0,)Untersalpetersaure vertreten wird, wodurch Nitrostrychnin cntsteht, welcbes sich tnit
Salpetersaure zu eiuein Salze vereinigt
Poggendoas Aonal. Bd. CVIII.
33
546
1
HGNo+ +2Pu'O,
N '*,
I
c 4 2
y o 4
1
HO=
O N O , -I-HO.
Die Formeln der a m der Einwirkung des Jodmetliyls
auf Strychnin oder Brucin hervorgehenden neuen Basen
lassen sich nun leicht ableiten. Diejenige des Methyl-Strychnins ist hiernach
C,,H,,N04=2At.H
N t C , H,
Dem Methyl - Strychnin - Hydrat kommt folgende Forme1 zu:
Die rationelle Formel der Sauerstoffsalzc ist somit:
diejeilige der Haloidsalze:
Die rationellen Formeln dcs Methyl-Brucin- Hydrats,
der Sauerstoffsalzc und der Haloldverbindurigen sind demgemafs folgcnde:
547
C44K I
NO,
Haloidverbindungen = N
Schweidnitz den 1. August 1859.
11.
LTeber die G a n s e g d e und die Zusammen-
setzung der Tnurochenocholsaure;
oon W . H e i n t z und J. W i s i i c e n u s .
D i e erste Untersuchung der Giinsegallc ist von T i e d e m a n n und Gme Iin ’) ausgefiihrt worden. Bei der mangelhaften Methode solcher Untersuchungen in den zwanziger
Jahren und wegen nur geringer Meiigen des den genannten
Forscherii zu Gebote stelienden Materiales lassen die Ergebnisse jener Arbeit die eigentliche Natur der Gansegalle
ziemlich im Dmikeln. Sie sind im Wesentlichen folgende:
Der in Alkohol unl6slichc Theil der zur Trockne ahgedampften Gallenfltissigkeit der G2nse besteht aus in Wasser
nicht, iu Essigsaure nur wenig J6islichem Schleim wid aus
einer speichelstoffartigen Materie, welche von heifsein Wasser aufgenommen wird. Die alkoholische L6sung giebt beim
Schiittelu n i t Aetlier eiuen starken Niederschlag. Die fiber
demselben stehende gelbbraune Fliissigkeit hinterlafst nach
dem Verdampfen ein sprades, braunes H a n , welcbes aufser Gallenban nocb Talg- wid Oelsaure zu enthalten
scheint. Die wiifsrige L6sung des durch Aether hervorgebrachten Niederschlages wird durch Bleizucker nicht , wohl
1 ) T i e d e m r n n und G m e l i a , die Verdruuog nrch Vcrsucheo.
Aollagc, BJ. 11, S. 143.
35
*
Zwcite
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