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Einige Bemerkungen auf einer Wanderung ber Lang-Field und Dovre-Field nach Trondhiem in Norwegen.

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IV.
EiniRe Bemerkunpn nuf einer Wanderurg iiber
Law Field und Dovre - Field ncrch Trondliiem in
-
Norwegcn,
von
Dr.
c. F. N A u M A n n 'X
wir hatten den Lodals-Gleflcher iind die LodalaKaabe irn Stifte Bergen gol'elien, iiiid mufsten niin iiber
don G'e6irg.s-RiicEen YO@ Lrrng-Field wandern, urn
nacli Gulbrands-Dolen im Stifte Clirifiianbnd zii gelangen. Z ii UebergiIiigen iiber den Ficld-Hiicken find
zwilr denen tieffiePunkte gewllilt, w o zwei Tlrder von
beiden Seiten diclit nn einander grKiizen mid eiiien
Gebirgs-Pafe bilden ; liiisliIl belkhwerlich iind nnangenehm war aber docli im Vergleicli gegen dic Strufsen
iiber Fillc! Field nnd Dovre - FiclJ , dcr von illis gowiililte Gebirgspfad iiber Lon8 - Field, von JuJedal
iiacli Singer.
Der Cegenlatz zwifclien der Wefifeite rind der
Ofifeite dcs Gebirgecl wurde n n s auf diefern W e g e rrclit
btiiierklicli, lpracll line jelzt aber znm Vortlieil dcr
Ofilkite a n , f i d t dare bci i i n " e n n friiliern Uebergange
iilur die Yatlendals Fielde ails Nedeiiiis nacli d m i I'iid-
-
-
I 178 1
liclieii Bergen-SlifLe das Unigekehrte der Fall gswefen
war, wenn wir nsmlicli die nnmittelbar auf einander
folgenden Eindriicke vergle@hen welche Natur nnd
Menfchen zmirclifi dielTeite nnd jenlkits der Grtinzfcheide auf uns macliten. Das einzigs T h a l von Valle
ansgeiiommen, dae wie eine oarei n der WiiRe uns
mit leinen prachtvollen Felfen und fruchtbarem Thalgrunde erfreute, liatten wir bei dielem friiliern Uebergange yon Lnurdal i n OLer-Tellmarken nach Aarlius
niclits als adey Gebirg voll Klippen, Moraft und Schnee,
meift yon arnicii fclimutzigen und argwolinifchen
Menlclml bewolint gefnnden und waren bcim Eintritt in das lchiinc majefi~tifclicSoledal und weiterliin
a n dcr Wefikiifie a n ~ e n e l i miiberrafclit worden. Jetct
aber traf das Gegentheil ein: Bergens Halbinfel n n d
die Infeln in1 Wefien derfelben begiinfiigt die Natur
nicht; das Grofsartige llnd Reizende der Thiiler voxi
Vofs Vang Ullens Vang Lyfier etc. wnrde iiberwogen durch deq unangenehmen Eindruck, den das 613meine Fifcher und Hirteii -Volk liier auf iins macht e , das iins ( wie auch meiR die W i r t h e ) aiif allen
W e g e n betriiglicfi nachzufiellen rcliien j iind von JuJ e d d aus fvurden die Gebirge eben fo ade u n d unfruchtbar, als die Menfclien l'chtnutzig und armlich,
indeIs Gulbrands - Dalen iins durch das breite l'challe
T h a l dee Brakke Elv, u n d dnrcli lierrlichen Getreidewnchs in Hiihen iiber&dlte, wo auf dem weliliclien
A b f d des Gebirges niir diirftiges Gefiranch rankt, und
wie ee
nur die Tlialer yon LyRer und Vore Vang
aufweifen kiinliell.
VOn Slordnl's Saler (Sennhfitte) ]auft der W e g
allfang? in eiiiem uiiteii mil Birken und Erlen bewacll-
,
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-
-
'79 1
fenen engen Fclfeiithale (Stnnde 7, 4 ) fort, zwifchen
kalrlen bleiclien Giieiiswiiiiden, die oben oft mit herablanfenden SchiieemaKen bedeckt find, welclic die
den h6olilien Gebirgs ROcken einfiirmig iiberziehende Schncchaube in alle Thiiler gleich A b h i i e r
liernb treibt. In der Tiefc iobt der Spgge-Elo lchirumend den1 ebenon Kellkltlirtl von Stordalen zii.
Der Gncus f d i t voni rechten Ufer gegeii das linke
(70'in Siid), u n d belltilt dies EinI'cl~iebenanch weiterliin, da dasTlia1 Gcli allnidilig i n St. 4 unhiegt. Bald
gelangt man mi einar kleinen recartigen Aufbreitung
des Elves, an deren obereni Ende der We3 mitten durch
das i n drei Arme getheilte, liier ruhiger lirGmende
GebirgswaKer fiihrt. Dieler Pnnkt iicgt 2655 par. FiiCe
iiber der NordCee. N u n biegt iich das T'lial lellr lieil
anficigend riacli Nord (St. 1) iind ifi dnnn auf einnial
gcCchIolTcn. I n vielfiiltigem Fall liiirzt der Bergfirom
tobend und Mitiurnend iiber die Felsterrallin ; Iialil
und traurig fiarren dic FelCen in das S c h a u C ~ h l ,keine
Regung thierirchen Lebens erlieitcrt dallelbe, uiid nnr
Moospolfier mit diirftigen GriiCern mid einzelncn Alpenpflanzen zeigen licli, liier als letzte HepritCentanten
der Vegetatiort.
Hat niaii die hiichffe Stufe des Tlial- Abfatzes erfiiescii, r: ertiffnet ficli eine Sclit iiorweSiCche AnficIit ;
die oberfien Theile der ?'llalgeliainge treten zuriick,
eiii bedeutender Seerpiegel liest vor dem W a n d r e r amgebrcitet i n dem bafinfiirmigen niir nach XordweR
]]in Iicll verlchmtilelernden Thalc, iind rinss u m h e r
fielin Schneeberge iiber einander geihiirnit, ansgenommen nacli Ofien, wo die Berge nnckt errclieinen da
ihr fiidweftlicher ziemlicli heiler Abliang kein Terrain
Ma
I:
-
,
c
-
180
3
fiir Schnee Auflagernngen darbietet.
Der See heifat
Stygge- Y n n d (etwa Sclirecken-See), rein Spiegel lirst
3417 par. Furs fiber Jeni Meere, iind a119 iliiii fdlt drr
Styase- Elv uiiniittclbar nicder To dalir cler Sce l'elbfi
ficli gaiiz nnhe bis ziim Rand des tcrralTcnartigcii Tlda b h r z e s anslreitet.
U d e r W c g fiilirte (wiewolil ziemlich iinkenntlicl~)
am liidliclicn Scenfer liin ( i n S t . 5 1 , iiber gmiz k a l i l e
Klippen wclclie niir den ~iiiverwiifilicl~e~~
RnnrrncuZus ghncinlis zwil'clren Gch duldeten.
Da wir oliiie
Wegweifcr rcirtcii, war ea 1111s iiur dadiircli iii6yliclt
den niif dicfeni Felsboden goiiz verl'cliwiiidendcii W c g
211 beliallcii, dafs wir 1111s nacli dcii Vareii riclrtctcii,
Wcginnrken, befieliend atis Steiiicil, die liie o ~ l dda
auf grofeere Fclsblacke aiifgcleat Gild. So ni.bcilclcli
wir iins gliicltlicli d tircli die wildo l'cliaaerliclie 1irt;ion
liinauf U I dem S[qnnf, welclics dcs PaITees lioclifien
P u n k t bezeiclinet; eine ciiifnclte Slange in cine11SteinIiaufen gelieckt 4 2 4 2 par. Fiife iiber deiii Mrcre, nllo
etwa \vie dur I'afs iibcr den Brriiiicr. Dos CJcLirgGefiein befinnd fort wnlireiid atis Giieiis; oLc11 Ircirii
Si61ial nrid n i i f deni A b l i a i i ~ cn a ~ l iOlicii 1 i i 1 1 war cs
eine nial'fige Vrrflcclltnng VOII f c i i i L i i r i i i g e i n Gliciis
11nd grobk6riiigciii Gciiieiiy n i t s Iaiigeii rii11iliclic.11Fcldrpath- nnd 1iclrtgra11~1
Qimrz- J < r y l i a l l ~ ~w, r l c l ~britlc
den Parrllelisniiis dcr Geiieins-S~ructuriii ilircr L , n p
M r fcl I 611 da
1I
Voir Iiiei. atis I'cliaiitzn wir ziicrlt i n dns _sc.pric.Ibt~c
Gnlbraiids-l)alcii, wie i l l p i n pnIob1e.s L . n i l c I ; c , i l i [ ' c I i ~ nes, brcites, voiii i3riiXka - Rlu c l i ~ r c l i l i i ~ i ~ i i i t'Tiial
rs
crfireckt ficlr i l l n l l i r r : i l i ~ r Al,ihll
~~~
wcit i:i das Laiid,
?..;t
GeLul'cliri1 P ~ I deli ALliriii~~ii
uiid Sueii in der
,
,
,
[
181
I
Tiefe; vor u n fie1
~ des Thides Anfang mit einer jahen
Schnecflachc (FonJ) ab, und ringsum a n den ini Nalbkrois fich liililielbeiiden Fellkn rieLIten uIllcr der
SdllnpcJccke die I i n n d e r I f ~ l ~ iQiicllen
pi
des Elv liervor. Nocli dielkii cinen Fond ninli[cn wir pafiren,
~ ~ Fieldreil'c
~ ~ l ~
war iibernam
und a l h U l l Q l l ~ C nder
den. Bald grlallgtell wir zu Jtmi erficn See (2881 par.
Fiili), d e r fich wolll eiiie Stiiiide Wegcs iii die Lrnge
erflreckt, und a n delTen liiikcni Ufcr tin aii~enclimer
Fuhpfad diirch alpinil'che Gebiil'clie fiilirt; dcnn l'clion
laiige vor den1 See erreiclilcii wir die Birkengranze,
m i d I'o bildeten liier Betuln nlbn und nana,SaliJo myrsinites und Znnntn, cine nicdliclre Bekranziing urn
den kryfiilllliellen Spiegcl. nars von deni See an das
Tlial eigenlliclk zwciarmig auffieigt n n d neben dem
von uiis durclirvilndcrteii A r m , der voni Sipid an irn
Mittel (\vie alicli der See) i n St. 7 firicli, nocli einen
zwoiten Arm in Stlindo 2,4 h a t , der ebenfalls einen
Bacli deni See znfiihi.t, iind in deITen Hintergrunde ein
fclianer Gletl'clier Relit, nalimen w i r walir, ale wis
nocli einmalil nach den Ichourigen Gefilden murlickIcl~anten,die wir ebsn verlaITen Iiatten. Am Endo des
Sees kamnit ein Qiiertlial herein; d4a Hatipttlial wird
bedelitend erweitert, u n d es finden foh ouch Kiefern
( p i n u JylueJris) unter den1 Birkengebiifch ein, doc11
anfangs in diirren, kriiplichen Exemplaren, viele gana
abgefiorben nur wie bleiche Bauml'kelette (LUS dec
griinen U q e b u n g hervorrrgend. I n gleiclier H6hs
Call icli ringsum an den Bergen dieres Kadelhblz beginnen; die Grlinze fclieint niclit rowolil durch auffal]end kleine, ale d u r d i kranke kraftlore Exemplare fich
zn verkiindigen ; meine Meflung b&mmt fie hier su
,
,
c
182
1
2554 par. Fnfe. AlImihlig fiillt Gcli das Thal ganz mit
Kiefern ; die Gelignge i n der Holie fieil niederfiiirzend
renken Gch mit ihrem untern 'I'heile ganz Canft hinab,
zwletzt horizontales Terrain bildend.
W i r liefsen den MyJi6otten- Sater (die erfie Sennenliiitte) links Iiegen, und kanien von da nach ..Stunden Weges zu cinem freien Platz am rechten Ufer, wo
lich ein niuntres Hirtenleben rcgtc ; vide Sennenhutten fianden da zerftreut, nber grolser und reinlicher
als die ~ngfiliclienRauch - Hiitten auf der Well-Scite,
und das Siitervolk ill gutmiitliig iind aitrserR dienllferrig. Unterlialb der Stiter (bis zit welclien man 3 nordifclie Meilcn yon Stordalen reclmet ), erweitert ficli
der Elv wiederuni zii einem $ Meilen l a n ~ e nSee, der
St. 3 fireicht, tind 2j30 par, F. iiber der Nordlee liegt.
Weiterhin kanien wir zu einem zweiten S%ter-Etabliffement u n d dann endlicli itacli M o c k , dcin etlien Gehijfte (Gaard) a m linken Gelisnge, 5 nordilche Meilen
von Stordalen, 3070 par. F. iiber den1 Meerc. S o hoch
aucli dider und die ititchfien Gaardo liegen, Co Rand
doch trcfI'licli R o g p n uvd GerCte i n grorsen Feldern,
wiewohl beide iioch ganz griin (am 17. A~igiifi).
Die game niiii folgende Tlialfirecke bis Lomin iR
reclit intererrant durcli ilim Bewohner. Die Mziiner
haben etwav Ernfies, Tapfercs in ihrem Wel'en,
und ein liilles Selbftgefiilil von Kraft. Aucli zeugt
das AeiiKere der GeliSfte von Wolllftand; LhGne
fefie Balken - Gebsiide niit Gallerien, Vorhallen uiid
Scliiiittwerk Relien zit zwei oder drei in der Mitte,
jedcs e n t l d t c h e oder zwei Stitben, wclehe (ntlr oft
die Woliiiiiube atisgcnoinnien) von neinlicbkeit fcl~jmmcrn ; dalieruin lielien die Stiilie, Sclieuneri und Vor-
r
183 I
ratliskarnnicrn, i n bebidern Gebauden, fo daCs ein eiiiziger Gaard oft 12 biq 16Gebande h a t ; u n d alle find
unter rediten Winkelii an einander geriickt, was dem
Ganzen ein fefies wolilgeordnctes A n b h e n giebt. Die
Diicher liaben dtirchgeliends einen rehr l i u n i p f e n w i n kcl, Gnd dalior niedris, u n d mit Erdc iiberrchiittet,
withrend ihre innere Scite die Decke der Stube aus
krltftigen runden Holzfiitrnnien bildet.
Skiager liegt 8 Meilen von Stordalen, die Kirclie
1243 par. F. iiber dem Meere dicht am Flufie, der Gch
bald darauf z u m See aiisbreitet, und hier den Namen
Brjtkke-Elv mit dom O t e - H v vertaurcht. Bis 1 Meile
vor der KircIia ilt von M o c k aiis ununterbrochen Wald.
Das ganae brsitc ebene Thal ifi mit Kiefen erfiillt, n&
an den Abhiingen liegen Gaarde u n d Felder, dariiber
wieder Wdd. Ancli hier hat ein verheerender Waldbrand airf I ) Meilen Ian6 viele taufei~dStamme vcrwiiltet, die n u n zwifchen dem jiingcri Holze verfan]en. Vor Skizger wird der Elv lehr breit; feine Ufer
find liier Lndig, Sandhiisel ziehn fich i n der breiten
Thalfolile hin, inid die Kiefer fielit diirftig, iippig aber
Tinssum das Feld, weil die Tlialbewohner es iiberall
rciclrlich bew3Kern. W e i t anf die Berg0 kann man die
Riniien verfo1i;en w e l c h WaITer ouffangeii nnd in
das Thal Iiinrbfiihren, \YO es auf die Ielder i~acllBediirfnit's vertheilt wird obkhon niclit immer Gedeihen der Miilie Preie i R FroR oder kiihlo Witteriing
verderben &lit felten die Ernte To g21izlich, wie in
den Jahren 1815 uiid 1814 dare die Einwollner zu Kiefer-Kinden-Brod ilwe Zuflucht nehnien miillkn. A L I C ~
der jetzige kdie t r o c h e Sornnier lieCs dicles befiirchten ; Aiatt d d s man l'oufi umjetzigazeit hier ernttt, vvird
,
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,
1
184 1
das ern irn September ge[chelin kiinnen, iind fchon
find die Nitchte ~efrlirliclikalt. Aitf den1 iifilichen GBbirgsabfall ifi der Getreidebau i n diefer BreiLe all; l'cllon
bei 1000 par. F. Hijlie iiber dem Moere gefttlirdet.
Von Skiager nach Lomm ift der w e g Ilulserfi tintcrhaltend : yon Wohlfiand ze;gcndc Gaarde ringsurn
von Feldern umgeben, r e h e n fich einer an den andern ;
es errcheint die Ficlite wicder, und ziini erfien Malo
begriifsten wir 4 Meile vor Lomm dcn fchaneii kraftigeii Baum des Biiinenlandes, den wir To lange verniifat Iiaiton; und es liat dcr Flub Gcli ziim Ole-Vnnd
erweitert, der fich von Skiager bis nacli Vaage 4 Meilei1 weit erfireckt aber liier ganz vcrhndet erfclteint.
Lomm'e Kirclie iR i n ganz eigentliiimlicliem Sty1 gebatit, iind der J C i u ~ l i G i i nder Tlialbewoliner liat fich
aufserdem in allerliand Conderbarcm Schnitzwerk erprobt j dodiirch, 10 wie diirch' den bliwarzen TheerAnfiricli bekiimnit das Ganze etwas Fremdartiges, A l e n theuerlidies icli mijchte fasen Unlieimliclies das
leblidt an don FoiiqiiQ'Tchen Nordeii erinpert.
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*
-
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Biiver- Elv, der vom Syre Vand auf Sogne Field
lieriinter kommt, und Otc - E l v laKen zwilclien fich
ein bedeuteiides Gebirgsjoch, welclies bei Lomm's Kirclie diircli Vereinignng bcidcr Tlirler Gch anskeilt.
Diefer Gebirgsjocli rtellt ein Dreieck dar ; die IrnSIIe
Seite bildet das von W e l i nacli Oft Rreicliende Tlial
dee Briikke- oder Ote-Elv, die zweitc Soite das fiidwefilicli rtreichende Tlial des Biiver -Elv; die kiirzeRe Seite
die, womit dae J o d i fich an den hohen Gebirgsriicken des S o p s Field anfchliefst welcher von Sud-
a
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1 105 1
oft nach NordweR Iiitnft. Das ganze Joch heifit Lomm'sField, und als der h6cliRe Punkt deITelben wird die
Kuppe Lornm's- &&en, 4 NordiCche Meilen wefilich
won Lomm angefelien "1. Die Halie dee Lomm's Eggen war friilier iiocli iiiolit beltimmt. Viele g h b t e n ,
cr kiiniie Sniiliiittnn den Rniig fireitig miclieii konne
W o l d gar die hochfie Kuppe Scrndinaviene leyn; aucli
hatte inan micli von Bergen ails gebeten, zu priifcn,
wie wcit diele Sage ficli b e w h e n nioclite. Dcslialb
lag iiiclit niir die Uefieigiiiis des Lornrns EsSen, Tondern aiicli die des Sniiliattan in iinCerm Plane.
Wir fiiegen von Lomm den jiihen Abliang llinauf, mit welclrem Gcli diclit beim Pfarrliof dae Gebirgsjocli ouskeilt, auf dellkn Mitle ein fieil nacli
beiden TIiYlern liiii~bfnllender Gnenskanini anfoiigs
g e n ~ nwefilich, dann bis ziim Loninis -Eggen etwas
riidlich Gch Legend, liinl&uft; geogiiofiil'ch bleibt
-
,
*) Auf Pontoppldrns Kart. iR die Lage diefer Punkter in Bezug
auf Lomm uod Skiager ziemlioh richtig, Lomnr's- Fisld aber,
wie es mir fcheiat, in feiaer ErRrechung von OR nach WeR
unrichtig rngegeben. Es mufs mehr verllngert erfcheiaen,
da der Weg von Jultedal's urch Lomm's Kirche 1 1 nordlfche Meilen betrggt, ohne bedeutende KrUmmungen su ma&en. L i a - C a d nur $ Meilen von JuRedal entfernt, IR zu
weit Sfllicb gcrflckt; Obar- und Nie&r- Fataberg licgen beids
oberhrlb Lir; drr bedeutende Stygp-rand IR gar aicht mgcgeben., Sol1 L i e - r a n d der See byn, der zuerR im Thrl
ruf der ORreite llegt, To ifi kine Lhgeacrflreckung unrichtig.
indem d i r k genru yon OR aach Welt Itreicht, roll as den grofaen 8 Meile lrngca See zwifclien den erRen S t e r n und Mock
bedcutm, fo iR die Lage ricbtig, aber er FclbR Tiel zu weit
.on Skhger, uad GbrrmPTsig arhe aa dem hohen Geblrf+.
rlckw.
W
.
[
186 ]
die ankngliche Riclitung confiant. Auf diefenr Kanim
erheben lich vorzii~liclibernerkbar drci Kiippen. AuE
der erRen, einer ziemlich lpitzen nackten FellenKuppe, welche voni G r f i g i h r n - Gaard aus JS der
li6cliRc P u n k t erlclieint, fiand dae Uaronieter den 1 9
Ails. 12; Naclini., 23" 4,o"' hocli, und ee war T =
h o , 1 = 1,6" R. Genaii in Weficn liegt die zweite,
riind gewolLte Kuppe. Sie iTt mit Stcinbl6ckm iiberfat, zwil'clien denen die S~IliclitetikSpfedes Cneiis hervorblicken; an einigen Piinkten lag noch Schneo, u n d
icli faiid 2 LJJir Naclini. dcn Barometerfiand 22" 5,6"',
T = 4,5", t = 2 , P R. Ueber zahllol'e Felstriinimer
itnd einige Schneelapr gelaligten wir endlich zu der
dritten uiid liocllftell Kuppe, in WSW von der
zweiten; aiif ilir war 3; Ulir Nachni. der Barometerhand 21'' g.g'", T = t o .t = - +$OR. Uie& d t k Beobacliliuigen, bezogeii aiif die gleichzeitigon dee Herrn
B o h r in Bergen, gebeii die M i h e der errten Kiippe
des L o m m ' s - e g e n 4675, der zweitcn Kupl)tr 5611,
der dritten fiiippe 6245 par. Fuls.
Eiii lieftiger W i n d erhijhte in um, die wir durcli
dae Steigcv erliitzt wilreii d n s Gcfiild V O I ~Kd!e, illid
dunkle W o l k e n verliiilltcn den gaiizen Iiininicl; die
u~clirteiiam Furs dcr Kuppe flogen pfeilrclinel) liin,
die vom kidiifiliclien Abliaiige gel'cliiitzten liingen
vcrneilcnd iiber dcni Bnver-Thal. Nur nach OB iind
Sudofi hin, wo der Horizont niedriger ififhatten wir
freie AusGcht aiif die Griippe zackiger, dunklcr, Iiie
iiid da voii Schncc crglgnzenden Kuppcn des Gcbirgs
zwi&Jieir Grimlcii - Llv iind Ulen-Elv. Uas Gehen auf
der k i c l i h i Kul'pe w a r ebcn To beCcliwerlich iJ0 ge€alirlicli, da der friG1igef;lllene Schnee die Likhrr zwi.
,
I
187
3
fchen den Bliicken der Schichtankbpfe nur locker
a n fiillie.
DieOberflirche diefer Kuppe, fo wie des HurriingerTind und des Sniihirttan, haben ein eigentliiimlicliee Anfehn; fie find ganzbedeokt mit Stungerollrcharfkrtntiger
Triimmer-Blhke zwifclien denen iiberall die Scliiohtenkapfe, durcll tauCendjahrige Einwirkung der Atmofphm mannigfaltig durchbroclien wnd gelpalten, wie
Scliollen eines Sturzaekers, dooh immer fo hervorblikken, dafs dcr Parallelismue aller neben- u n d Gibereinander gepackten Steinfiiicke Cd~r deutlich in die
Augen tritt. Alle Ve~etatioiivon Phanerogamen iR
vernichtet, der einzige Rnnunculus glacialis ausgeiiommen. Cetraria nivnlis mid Corniculnrin ochroIeucn Randen hier iind da, fonfi waren die meifien Felstriimmer mit Gyrophoren wie mit Cchwarzen Rofetten
gelcliniiickt, und daswil'chen leuclitete kiufig die f r o b
liebende Solorina crocen hervor. Atif dem fiidlichen
und fiidbfilichen Abhang zieht Gch ein Fond (Schticefeld) h i 1 hinab in ein odes Hocllthal, au5 welchem
nian dann ins Bavertlial gelangt. DCUTlierlnometer
fiand auf 3 R. W i r eilten die kalte Rurmmbraiifie Kuppe zii verlden, Scbihe botanilche Aiwbeute
ward uns auf rlem befcliwerlichen Hinabweg nach
HOTim Bavsr-Thal.
Der ganze Rucken des'Lomm-Field beReht ails einem lelir glimmer-armen und quarz - reichen Gneus,
einige unwefentliclie liornblenc&. &umenguligen a b
gerechnet ; die Schichten ntlherii Gcli lelir den lenkrechten Stellnng, doch ifi im Gapzen ein Einfalhn
nach Siid unter 80" bis 85' imverkennbar; dae Strei&en iR z i e d i c h genau in der WeCt-Ofi-Li+,
und
,
-
Dcr W e g von Lomm nacli W a a g e Selit am fiidli&en Ufer des I a ~ i ~ ~ c f i r e c k tOte
e i i -Valid iiber G ' o F ~ ~ ,
cine Filial -Kirclte VOII Lomm. Die Gehtlnge ircten
wicder iidier zufainnien, n n d die Ufor des Sees find
&lit iiberdl l i i ~ i l i i ~ i ~ l ifalift
c h anfieigend fur Gairdo
u n d Felder ; dnliar melir W a l d und weiiiger Anbau.
Nirgends nber fish icli lierrliclierc Exemplare voii Ye
p u b tranzulcl ola zwifclien Garma nnd Storvig, diclit
am W e g e , i n einem eingeliegtcn Theile des Waldes.
Der W e g fiilirt iiber den Tefe-Elv, der ails dem
TelTe-Vand i n Retem Fall dem Ote -Vand eufiriimt,
und iiber e k e 300 Schritt lange, auf 2 2 Iiijlzernen Pfoilern riihende Briicke am Ende dieIes Sees, nach Vaage. Den Gneiis fcheint vor Garmo etwas Glimmerrcliicfer abzuliifen, dann sber lielit a m W e g e bis Vaa6" nicllts an ale Quare und Quarzrcliiefer (Greifen).
Die Scliichten ffreiclien im Ganzen von Ofi nach Wen,
dem See parallel, u n d ffelint'f fenkrecht etwas fiid%ch einCchiefsend: am Ende des Sees legen 6e fich
,
1%
I
dentlich iind rarch niedcr, 500 in SO einf'chiereend,
iind die Streicliunge-Linie Pndert ficli i n die NO iiacli
SW. Dcr See ill nicltt 611tmi belkliiffeii, w e p n der
11aufige11wandelbaren S a n d - A i i l l a u f i i n ~ c n ,die iiberall
Uiiticfen bildeii, vorciiglicl~in der NPIICvon Ldonirn.
Y k g e lirt f . y O h ! S flaclics Ufer-Terrain Icliiiiie FeJdcr
u n d ein Lliiliendes wol~lliabcndcsAilf'elren ; aiicli ilt
liier ein I,oiidkrttmer, eiii Beweie, d d s dieLeiite l'~lioii
nielir BediirfitiKc kennen. In dem Gcbirge lall@ dea
Otc-Vatid koninien Lager von TopfJein vor; die Oefen iind coloITaleii Kpniiiiikitten in alleii Hruf'ern beRelin darans, To wie die Grabfieine auf dcn Kirclili6fen. Nacli dcni was die Leute fasen, find die Lager
etn ftidliclieii Ufer, walirkliciiilicli a i d Qiiarz folgend;
m a n drclit aticlr Topfc und andre Gelicliirre darrrus,
\vovoti etwae iiacli I\onisclalen aLSebizt w i d .
*
*
t
190
3
tion von Snlix lanato Bstufn nnnn und Juiziyerus,
aiif dern Ech eiiiige nnbedeutende Klippen und Riikken hinziehen. E i n kleiiies Baffin, das 5 a 8 8 paric F.
iiber dem Meere lie@, h a t Abfluls nacli beiden Seiten,
iind die IiiichRen Knppen i n der Ntilie find kaum 500
F L I ~haher.
S
Dae Gefieiii ifi Quarz, dann tlieils QiiarzSchiefer tlieild Glimmer -Scliicfer ; dae Einfchicl'sen
ini Mittel St. 10, 20' NWlich, Beim HeriinterfieiSen
ani niirdlichen Abliang fand icli die Grgnze der KieferVegetation (I)inueJilve)ris) in z;oo bis 2800 par. Furs
Hahe. Die kleine Field-Reife ifi bald beendigt, ulld
man kiirnnit ins Lnupm-Thnl, welches recht ansenellme Gegendeil eiitliiilt obrchon fich im ganzenTliale
Sand-Anhgufungen f ' e h bemerklicli machen. Am lanften Abhang dee linketl Uferv Gcht nun nette Gaarde
iind reiche Felder, jedoch ntir Gerfie lind Hafer, die
beide nocli griin waren. Doure's Rirche liegt 1454
par. F. iiber dem Meere. Bei Dovrc find TopffieinLager; die Kirche l'elbfi iR init Daclircliiefer gedeckt.
Wir befanden 1111sliier am F d s e des beriihrnten
Theiles des Sevegelirseu, welcher den Narnen voii diefer Kirche fiihrt. Dovre Field hat vie1 6eognofiifches Interere; ee ill der einzige Theil der Nordifchen
Gebirge, welcher direct (fowohl topographifch als geegnofiifcli) von Ofi nach Weft Rreichr, und das Veri
fiidliclieren iind dem niirdliliirltnif.. delTelben z ~ dem
clieren Gebirge ifi noch lange niclit i m Klaren.
Bald hinter der Kirclie fiihrt die Strafse durch das
ftattliclie Gehiifte Tofte ( 1825 par. F.) u n d nnn geht
ee fieil hinaiif iiber den Hurdelacbe. Am Furs delTelben, noch vor Tofie, da wo der Bach rein Bett tief in
die Fell'' pwiihlt'hat, fteht Glimmer-S.&iefer nn ; er
,
,
-
C
151
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fallt Nlich in St. I, n n d 10verhrilt ficli nun anch
Streichen der Hanptfache nacli bis Kongsvold i n St. 7.
Am Hardebacke ifi die Birkengranze fehr deiitlicli und
in 3241 par. F. Hohe. Nur niedrige Kuppen ziehen
Iich hier auf dem Platean liin und der W e g erreicht
leine griil'ste Halie niit 3527 par. F. Diefes ill der alte
W e g ; gleich vor Fogftue koninit der fcliiine neue Weg,
breit wie eine dentl'che CliauKee, n m den Abhang herum. Fo&u~ifi ein dem Reifenden willkommener
Gehiifte, das nacli einem Mittel aus zwei Beobachtungen 2 8 8 0 par. F. iiber dein Meere liegt. 111 dem flaclien breiteii morafiigen Thale wiiclifi weder Gerfie
noch Hater, und die Birke gedcil~tn u r firauchartig;
die Leute liaben nichts als Gras, WaKer und diirftiges Brennliolz.
Snolraltnn u n d Ccin Nebenbuhler
Skrenlioug tlironen gegeniibcr i n 2 (nord.) Meilen
Entfernung.
Das Gefiein bis F o g h e ifi Glimmer-Schiefer, mit
haufigen Quarz - Ausfondernngen ; Einfchiefsen erfi
St. 1, dann auf der Hohe St. P , zuletzt conftant St. 12,
meiR nach Nord 800 bis 85", oft auf dem Kopf fiehend,
in der Ndie des Gaardes aber beftimmt nacli Siideh.
Wir iibernachteten in FogRue, fanden am anderzi
Morgen den ganzen Himmel u m w d k t und die nkchfien Kuppen leiclit iiberfchncit und da anfangender
Regen uns nicht erlaiibte yon liier aus Sniihtittan zu erfieigen, gingen wir weiter nach Jerkin, an den Yola-See
( 2 8 2 3 par.F. Hiihe) und den linken Iandigen und m o rafiigen Ufer des Af-See hin. Jerkin, ein rchanes
Gehofte liegt 2907 par. F. hoch am niirdlichen Abhange des Tliales, das Ecli von da aus a19 FoZ-T/uz.l in
SiidOfi biet;t, und gleicli Iuiiter Jerlcin fiilrrt der
,
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W e g aufdrts zii bedentender Hiihe. Hior iiberfchreit e t man wieder die Birkengranze die ich in 3270 par.
Fur8 Hahe fand *I, Auf diefer Hiilie h a t man weite
Aiisfcht nacli Siiden nach den fonderbaren Kiippen
PiMattan nnd Sorenkliitlnn, und iincli dem gewaltigen Trolin-Field. Man kbriiiiit durcli das a n der
Grtiize der bciden Stifisiimter Chrifiianl‘and uird Trondliiem erriclitete Tlior, 4 Meile yon Jerkin, und d a m
nach Konpvold in Jem Ielir engeri hhaiierlicben
Tlials der Driva. Kongsvolds Halie i R nach 3 Beobaclitangen 2760 par. Fufe.
Wir befiiegen den Saghiittan (d. 11. SclJneehaube) yon hier P I I S , ob cr gleicli gewiihnlich von
Jerkin nus befucht wird; der W c g ifi elwas kiirzer
uiid bia zum Stroppel-See niclit felir befcliwerlich, iind
*) Die bcidea auf dem Wegc von Dovre bcobachteten Crinzhtihen
d e r Birken -Vegetation fiiid nur um 30 Fur: verfchieden , und
ihr Mittel ifi 3256 Fufa. Ich balie mich dahcr mr verfichert,
drfs lie In einer Breite tibcr 6z0 nicht Wher rls ssco par. Fur;
iR. Nach V. Bucb’s Angabe in d e r Abnand der SclineegrYnze
von der Criinzlinie der Birken 1817 oder in runder Zalil 18co
Furs; wir hiitten alfo die SchneegrUnee auf Dovre Field in
51co par. F. Hohe; ein Refultrt, mit wrlchem v. Buch*s Angrba der Schneegrfnze in 6 i 0 und 6 2 ; ” Breite weit befTer
nimmt, als D’AubuifTorr’a Formel (4320 M6tres Cos a 5 0 0
MPtrrs S c h n e e g r h z e mr Breite a). Abgefehn von cinigen
hohen Kuppen erhebt fich dor Plateau von Dovre-Field n u r
bis 4 ~ 0 0Fufs, meiR licgt das Niveau tiefer; daher hommt es,
drfs Dovre-Field iricfrt die fchnee- und eis -Itwrenden Gefilde
von Lang- und Sogne-Field zeiet, fondern an den Abh&
gen der fanftcn Plateau T h l l e r Uberall Birkengenropp und
Gnffing, und zu manfchlirhen Niedcrlrhngen und bequemer Rcifu Uber das Gebirge Gelegeaheit glebt.
N.
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-
+
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E
fcIion in Varge warnte man ling vor den iibertriebe,
nen Forderungen Jerkin'l'cher Wegweif'er. Das Belhigen der liSclifien Knppe fdbR ifi Telir ermiidend.
Auf der NordOfi-Seite zeigt Iicli ein lteiler Abfiurz,
von einem Fond (Sclineefeld) iiberlagcrt der in einen
kleinen See niedergelit, fich oben aber weit am nor&
lichen Abliang hinzieht alle Kuppen mit gameinfamer Hiille iiberdeckeud. M i t dem weltlichen Abliang
fiiirzt die lioclifie &uppe entfetzlich lieil nieder in einen fiirclitbaren Iiufeilhnfiiriiiigen Abgrnnd, deNen
4 n e n Endpfeilor bildend, SnGIiatian dicfe majeAfitifche Rnine dee eertriimmerten Qovre-Field der Urzeit, fiellt ein Iierrlich fclireckliches Felf'en - ColoITelin~
dar, von fcliwarzen jahen Kliypen iir~ilclilolTen,unter
deneji ziimal die tinkerflo nacli Wefi l16clifi impofant
erfclieint, da ilir oberer Tlieil wie ein freier Kegel
keck in die Luft Iiinausftarrt ; mit ilirein untern Tlieile
verlliift fie Gcli nacli SiidOfi i n einen lansen Felfenwall, der dee Tbalee Einc aiislanfende W a n d bildet.
Nordlicli y o n ilir,!t,ieht ficli ilire B a h im Halbkreis hin,
ale jalie, f'chnell ihro eigne H6he iiberfieigende Felfenwand, die in Sniih~lttans116clifienPunkt a l l r n ~ h liiberi~
gelit, vorlier nocli eininal zit einern dritten Felskc~el
dnrchbrochen. Aiif der innern W a n d diefes Tlialee
vermpg kein Schnee zii liaften, fie fiiirzt eben fo nackt
ale fenkrecht an 2000 Fiifs nieder; aber i n des Abgriinds Tiefe hat fich der ewige Schnee hoch ge$ettet,
und 6ratiGg hangen die dunkeln Klippenvtnde i n illFen grotesken Formen iiber der blendenden Fkche.
Diefer niclit unbedeiitende, a n Ieiner Oberfl~chevon
vielen parillelen Kliiften durclifchnittene Fond fclieint
,
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-
Anaal. d. Pliyfik. B. 71. St.
2.
J. a h a .
S1.G.
N
E
194
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da, wo er in cine11 kleinen blaugran rchiniixiernden
See auslatiift die Natur eiiies Gletfclier anzunelimei~;
reiii$eiis ifi Ceiiie Farbe dort To b l ~ u l i c h ,dafs man
eher Eis aIs Schnee vcrmntlieii folltc; auch lagen hohe
Wzlle VOII Gebirgsfchutt miiten darauf, ganz i'o w b
anf den Jiifiedols-(;letfchern. Jenfeits dielkd Halbkeffelthales erfchien Skrcnlioug eiiie Kupp, welche deii
a n Hiilie nacliftelit, i n W e f t St. 5,
S n ~ h ~ weniy
n n
Yikttiittnn zeigte fich i n St. 10,7 und Sorenkliittan in
,
,
st. 10.
Mit vielei. Anfircngnng, die diircli den hefiigen
kalten Nordwefi, der uns enti;egcn branfie, fehr vermehrt wurde, gelangten wir zu den1 Iibclifien Punkt,
der ~ R I I Zniit Sclinee bedeckt ifi. Wir vermocliteil
aber iiur wenige Augenblicke da oben aiisznhalten, To
eiskalt iind gewaltig Riirmte auf der freien f$zen
Kuppe der Nordwcfi-Wind. Etwa 33 Fiifs tiefer, a u f
dcm I'iidliclien Abhang, im Scliutz ciner kleirien FelCeiiwand, genollkn wir aber die herrliche Ausficlit n a c l ~
Siidofi iind Wefi, welche der ziemlich \Volkenfreie Himme1 uns verliattete, iind hier fand ich als Mittel dreinieliSen Ablelens (cl. -04.Aug. st Ulir Nachm. )
Barorn. = 2i1* 3,2aii'. T = 3 . p t z
0,4"R.
Diefes auf den gleichzeitigeii Stand in Bergen bezogen,
gieht die Hiilie von 70fio par. F.; ein Hefiiltat, welclies
fur Sn6hUttans Ruf gefrhrlicli i R , iind mich bcinalia
iiberzeiigt, dafs die 118chfie der Hurrunger-Kuppen auf
Jotun-1:ield (einciii Tlieil dcr Gebirgc von Sogne-Tield
nacli Valders), ihm den Raliiii fireitig madit, Nortvcgs lii;clifien l'ankt 'm lildcn.
Dcr liiick-wcg \IW felir Lcl'chwcrlicli, \vie es liicr
immer ermudender iR nisdorivarts ale aufw8rts z14
-
J
I
heigen, da man die VorEclit verdoppelri mufa, am
nicht i n dem Steingeriill einen Fehltritt zii thun b r
Eicht gefdirlich werden k8nnte. Abends 10 Ulir knmen wir zuriick nach Kongsvold, daa wir um 8 Uhr
Morgene urn den hochbbriihmten Colofs auf DovreField eu erlieigen, verlaITen hatten,
Hinter F e u e hrtten w i r bald Granit am Wege,
der Zuni Theil gneusariig wird : er h6rt auf, ehe man
Ydn-SCc komrnt und hier fielit kariiiger Gab&
bro a n , i n kleinen Felfenwanden am Seeufer dicht neben iier S t r a h D i e t r Gabbro befieht aim liiicIiII feinlrernigern, Llineeweifsem Feldrpatli niit ldlr vie1 Diallsge, welche meil) vorherrCclit rind felten weaiger als
die Hdfte der MaKe aiismacht dahqr das Gefiein ein
dunkles Anfehn hat, und er h z t uiiunterbroclien fort
bis stir halben Litnge des 'h'J-8ee. Hier folgt anf den
Gabbro laiiclrgriiner glimiiierreicher Schiefcr ( Einl'cli.
i n St. 2 70° S. 1, der lich weiterhin zu eiiier eignen Art
Glinimerfchiofer auebildet, befiehelid aus dicht d a m mengepacktem kleinen Qiiare und griinlichgrauen
Glimmertheilen von zerriuen bhiefriger Structur;
die Mare wiirde beinahe homogen erlclieinen waren
1liclit iiberall fcliwarzo Glimmerfchuppen darin zerfireut. So fielit dos Genein an vor Jerkin (Einl'ch, St.
1,5 in 7 0 0 N.). Die Verlitlltniflc der ParallelRriic+r find lo deiitlich ads die gleiclifiirmige Folge der
Gefieinsartcn yon Jerkin bis Dovrc unbezweifelt folgende in : Glimmerfchiefer Gabbro Granit Glimmerfcliicfer. Profdor E ei m a r k fand den Gabbro a u f
Trohn-Field in1 Thal des Glommen, nnd es ifi nicltt
nn~valirf~heinliclidaCs der Gabbro von Fogfiuc mit
diefiem in eiil urid dedelbeii Gebirgs- P ~ r a l l e l cliegt.
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Pi:!
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1
Hihter Jerkin bildet Gcli das glimmrige Gefiein au m e -
gezciclineterem Glimmerfcliiefer von fchmutz;g Celadollgriiner Farbe am, walcher viel Quarz in pnrallelen
Triimniern entliglt (fWt. i n- St. I + , 800 bis 850); 5
Meile vor Kongsvold wird es diinkel, den1 Hornblendfcliifer iihnlich inid es herrfcht grofse Verwirrung i n
deli Scliiclitnngs-Verharltnillkn, mit Cclinellem W e c l d e l
des GeReins - Habitus.
Aiif dern WeSe von Kongsvold nach Sn6hattnn
ordnen ficli diefe Verli~ltnillkwiedcr. Man gelit erfi
fiber eiii ige Lagen GlirnmerCchiefer mit langen Hornblend-KryRaIlen, dann trifi man gegeniiber dem KolnBerg (eiiier runden Kuppe En ORen Snohttttan~)
, aiti
linken R b l ~ a n g edes KnvilLn - ELv - Thnles, Glimnierfchiefer mil Cehr litinfig eingefprengten rrjtli1icliwei"sen
F'eldflx~tli- MaKen von Harehiif's - his Faiifi - Gr~l'se
( t:inl'ch. St. i o ? ; ~i,j " S . > Zulctzt his Snijliattan n i c l ~ t s
als eine &sene Art Cli~nriierfcliicfer Le&eliend atis
weifscni Cehr feinkrjrnigerri Qcarz u n d Peldi'ptli nijt
viel klciiien filberweifsen oder 6lgriiiien Glininicrbl~ttern. Diere bringen vollkomnine Paidlel- Striictnr zu
W e g e , imd d o s Ganze ~ l i n e l toft einem Ji;clirl fcinktirnigen graulichweifsen Sandfiein oder Dolomit mit
GlimmerCcl~uppen. (Einfcli. errt 7 0 0 S. in St. 10, 112h e r nach Snijligttans KiipPe5o'S. iii St. 120, dann 50"s.
in St. 2, his hiiiauf.) In der Ndhe der Kiippe find i n
den1 GeRein IisufiSe WeRer von ~~iuf'clilicheni
Qiiarz,
verflocliten mit rotlieni Feldfpatli, 11nd i n ilinen Mialiger EiCcn~$anzmitten i n des Qiiarzcs Snbftanz. Ue.
brigens ifi tlieres Gt.Reiii leicht zii feinerii weil'seii Sand
zcrfi6rbar, der aiicli die gan2G mit Weidengefiriipp,
Heclilen iind Mordt bedeckte Solile deo ijden Kavilla-
,
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,
[
'97
1
Tliale. rfiillt. Auf den kalilen Hiigeln find DinpenJia l r p p w i c n , Juncua Jtygius und andere nordikho
Alpenpflanzen niclit felten.
t
Mit ungiinliigem W e t t e r lktzten wir unfre Reih
von Kongsvold weiter fort nacli Trontlhiem. Der Somnierweg iiacli Drivfiun fiilirt hoch Iiiiiauf am Ab11,ang
dee engen Fellenlicl~lundes,i n deKen Tiefe die DrivO
rwft$t; VunrenJiige, des W c g e s li6cliller F'unkt,
lie@ 3044 Ftil'e hoch. Icli rali niir 'Tllon u n d QtiarzScliisfer, i m Mittcl in St.g i n SO ~~infcliiefsend.DriuJU ( 9 0 0 6 par. F.) liegt ip den1 liier etwas erweiterten
Tltale; aucll 1iicr.iG .nocli kein FeldLaii fondern wie
in Jerkin, F o g h e uiid K o n ~ s v o l ddie Oekononiie auf
Vieliwirtlifchaft eingdchriiiikt. W i r liatten fortwahrend llcgen u n d Sclineegefiiiber ; eo war ein fCliallrige8
Fortkomrnen, wid die leltl'ameii E ' e l C ~ w ~ n des
d c Drivthales, die oft in einer eiiizigen L'cliroffen lcliiefeii
ELene von 3 bis 4000 Fi& IIolie lierobfiiirzeti, prefsten
den lieftisen kalten W i n d ZLI einern waliren Sturm 211bmmen. Hinter DrivRun niir Quarz, Glimmerl'cl~iefer nnd Gneiis wecl~lelnd; dann bei Y o f t n n dalTelbe
glimrnerfcliiefe~artigeGefiein mit grolsen Feldfint!iAus~oiiderungen,wieruf demWegevon Kongsvoldiiach
Snoliattan (Iricr i n St. 1 1 S. fallend). Endlich zwifcliea
Ovne und Slue iind uber letzteres liinaus nacli SundJet Granit, ~ a n zdem hinter Fogfiue gleicliend, auf
welcliem dann Tlioii - Clirnmerl'cliiefer folgt , ziemlich
bie zurn Meerbideii von Trondhiern fortCetLcnd mit
wenig weclifelndeiri Habitue.
-
,
-
Btlege zu den HBhca BeRlmmuagen.
Da vide der voii niir gefundnen Hiihen verrchiedener Orte auffallend von friilieren Angaben obwei&en, fo mnl$ ich hier bemcrken, daf3 ich mich eines
bei dem Geh. Rat11 Pillor i n Berlin verfertigten fehr
genauen Gefds-Barometers mit feRem Null-Punkt der
Skale bediene, welclieo mit den Barornetern dee Profeflor
E s m a r k ill Chrifiiania, mid des Probfi H e r z b e r g
in Ulleiisvang fehr gut iibereinfimmte, von dem Barometer deu I-Ierrn B o h r in Bergen aber etwa urn
0, j
"' abwich. D a nun die Correction wegen der Doprefion an meinem Barometer =f 0,56"' iR, To habe
is11 fic in allen auf Hrn Bohr's I'ehr ziiverlnrsige Beobachtnnscn hczogene MeITungen LIUS der Acht gelall'en,
wcil fo diu Din'erenz ziemlich ausgeglichen wird.
Ich raclinc ncts nacli der lchiine11 Forinel von Gnzfi
(fiehe Bode's rff ronomilches J a h r b d i 1818 S. 1-70), die
ficli diircli Ccnanigkcit und Einfachlieit cmpiiehIt.
Fol~olidcsfind dic D3ta ZLI dell Hahen -UeRimmunge1~
auf &in W e g o voii Stordaleii Lie nacli Drivfiiie; dio
Bnrometerhnde 6 L I ~'Therinometerfirindc
J
t wio fie
in Bergen wni-en, verdanko ich 3er Giite des Hrn B o h 1.
in Bergen, wobei die Teniperntur des Qucckfilbers y'
L h a a anf Kill1 gebraclit ili. Hrii Bohr's Barometer
hgngt 25 PuL iiber der See bci Bergen. Alle Temperaturen find Ibaumur'lcho Grade, die Barotncter@nde
+
,
Parirer Linitn.
c
199 1
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