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Einige Bemerkungen ber Coulomb's Verfahren die Cohsion der Flssigkeiten zu bestimmen.

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74
IV. Einige Bemerkungen uber C o 11 l o m h ’s V e r fuhren die Cohiision der .I?fiissigkei/en zu bestimmen; oon A. IcZo r i t z.
( Ausaug
aus einer Disscrtation zur Erlnngung des
Candidatengrades
auf der Universitit zu Dorpat) ’).
-___
V o r w o r t v o n L. F. K a m t z .
D i e Untersnchungen , wclche von einer Zahl von Beobachtern iiber die Wirkong der Corpuscularkriifte angestellt
worden sind, haben uns zwar fur die festen Kiirper manche interessante Thatsachcn geliefert, die uns jedoch nocli
weit mehr von dein inneren Zusainmenhange zwischen den
wirksamen Kriiften ahnen, als diesen Zusammenhang sclbst
klar durchschauen lassen. Jedoch noch iibler steht es mit
der Cohasion fliissiger Kiirper; theils ist die Zahl der Versuche iiberhaupt klein, theils sind die Resultate derselbcn
durch anderweitige Umstande getrfibt. Und doch scheinen
gerade die fliissigen Kiirper geeignet, uns eine Menge von
Puukten erkennen zu lassen, welche hier eine Rolle spielen. Miigen wir aunelmen, dafs die Warme das rcpulsive
Princip sey , oder iniigen wir cine andere eigenthumlichc
Kraft substituiren, so ist so vie1 g e w i t , dafs diese nbstotende Kraft init der Tcmperatur iin holien Grade abgcZndert wird. Diesc Absnderungen selbst lassen sich weit
weniger bei festeii, als bei flussigen Kiirpcrn studiren.
Schon vor Jaliren hatte ich die Idee, d a t der Zusammenhang zwischen den Theilen der Fliissigkeiten oder die
Fluiditiit desto geringer wiirde, je niiher wir der Teinperatur koinmen, bei welcher diese Flussigkeiten siedeu ; ja
dafs die Fluiditlt verschiedener -Flussigkeiten eine Function
ihres Siedpunkts sey. Ich sprach inich daruber in einer
Recension der iieuen Ausgabe des G e h 1er’scheii Wortcrbuchs in der Allgeineinen Literaturzeitung, 1826, No. 270,
1) Uebersandt vom Hrn. Verf: aus dem Buffet. phys. muth.
lie St. Y e t r r s b u r ~ ~
T., V.
rile I’acird.
75
S. 501, aus, indem ich gegen M u n c k e die bekannte Ansicht von L a p l a c e uber die Identitat der WSrine uiid abstofsenden Kraft in Schutz nahm. Ich fulir d a m fort: 1)Aufserdem glauben wir, dafs ein anderes weniger beachtetes
Phanomeu die obige Hypothese bestatigt. W e n n wir namlich davon ausgehen , dafs die Fluiditat der tropfbar-fliissigen Korper ihren Grund darin habe, dafs sicli die Theilchen derselben gegenseitig von eiiiander abstofsen, so mufs
die Beweglichkeit dcr Theile bei denjenigen Fluidis am
grofsten seyn, bei welchen die Repulsivkraft vorherrscht.
Nehmen wir nun mehrere Fluida, z. B. Quecksilber, W a s ser, Alkohol und Schwefellither, giefsen jedes dersclben
in ein Gefafs, und setzeii sie sodaiiii durch eine mechnnische Erschutterung in Bewegung, so hiiren die Undulatiolien auf der Oberflache nicht zugleich auf; diefs geschielit
vielmehr in derselben Ordnung, in welcher die obigen Fluida
aufgezahlt sind, so dafs bciin Schwefelatlier die Fluiditat
am grofsteu ist. Zugleich ist diescs Fluiduin dasjenige, welches bei der niedrigsteu Temperatur siedet. Nehincn wir
a n , d a h das Princip der W a r m e dic Ursache der Abstofsung sey, so ist beim Aether, als dein flussigsten derselben, ein weit geringerer Zusatz dieser Kraft nothig, um
das Uebergewicht uber die Anziehungskraft zu bewirken,
um also das Fluidum zum Sieden zu bringen, als dieses
beim Quecksilber erforderlich ist, was auch die Erfalirung
bestatigt. ct
Obgleich ich hier ganz deutlich blofs von dem Zusaininenhange zwischen der Teinperatur des Siedens und der
Fluiditat gesprochen hatte, so waren zofiillig die als Beispiel angefuhrten Fliissigkeiten so beschaffen, dafs die oben
gcwahlte Reihe auch ihren Dichtigkeiten entsprach, an die
ich indessen beim Niederschreiben der obigen Zeilen nicht
im Entferntesten dachte. Allein, so deutlicli ich mich auch
ausgesprochen zu haben glaube , so hat doch M u 11 c k e im
hrtikel Flussigkeit ( G e h 1e r , Bd. 4, S. 494) gerade die Dichtigkeit aufgefafst und nur diese hervorgehoben. Er sagt
namlich: I< a 111 t z findet eincn Beweis fur die Richtigkeit
76
dieser (La p I a c e'schen) Hypothese auch darin , daL die
Fluiditit der tropfbaren Fliissigkeiten bei den leichtesten
an1 griifsten ist, der Siedpuiikt aber bei den letztereii am
tiefsten liegt. Als einen Beweis der ersteren Behauptung
fiihrt er an, dafs wenn Quecksilber, Wasser, Weingeist
und Naphta, jedes in einem besonderen Gefafse, gleich111bl'~iggeschiittelt werden, die Undulationen so vie1 spater
nufliiiren, je Zeichter die Fliissigkeiten sind. Nacli beiden
SYtzen inufs man also annelimen, dafs die Molecule der
leichtcren Flussigkeiteii durch den Warmestoff weiter vou
einaiider gehalten werden, uiid dafs eine geringere Vermehrung des letzteren erfordert wird , uin die gegenseitige
Attraction der Molecule bis zur Erzeugung der Dampfform viillig zu iiberwinden. Obgleich indefs beide durcli
K Sin t z nafgestellte Siitze in dem Verhalten verschiedener
Flussigkeiten eine auffallende Bcstltiguiig finden, so kiinnen sie doc11 auf Allgemeinheit keineswegs Anspruch machen. Die fetteii Oele z. B. sind sammtlich specifisch leichter als das Wasser, haben aber eine weit geriiigere Fluiditat, und in Reziehung auf den Siedpuiikt liegt derselbc
iiainentlicl~bei der wasserfreien schivefligen Ssure, nach
B u s s y , bei - 10" C., und dennoch ist ilir spec. Gewicht
=1,45, bei der SalzsYure aber liegt der Siedpunkt bei
48" C., wid doch ist ihr spec. Gewicht =1,1978, und andcre Anonialien mehr.
Iudein ich ganz mit M u n c k e darin einverstanden bin,
dafs Siedpuukt und Dichtigkeit der Fliissigkeiteii gar nichls
init cinaiider zu schaffen haben, glaube ich doch hinzufiigen zu miissen, dafs seine Einwendungen nicht die von mir
ausgesprochenen Siitze, soiidern vielmehr den Sinn treffen,
welchen er iu meine W o r t e gelegt hat, der aber nach meiiier h s i c h t keineswegs darin liegt.
Schon vor einer Reihe von Jahren machte ich eine Anzahl von Versuchen iiber Fluiditat des Wasser nach dem
Verfahreu voii C o u l o m b , welches so wenig bekannt ist,
dafs selbst F r a n k e n h e i i n in seinem so fleifsig gearbeiteten W e r k e iiber die Cohasion desselben gar nicht gedenkt.
Iiiilessen liefs der Apparat Vieles zu wuiischen iibrig, und
(I
77
mitten in der Stadt wohnend konnte ich es iiie verhindern,
dafs der Apparat zugleich pendelartig oscillirte. So weiiig
daher meiiie Versuche Anspruch a i d Genauigkeit machen
konnten, so iiberzeugtcn sic inich docli von dem grofsen
Einflusse dcr Teinperatur auf die Cohiision des Wassers.
Anderweitige Arbcitcn verhinderten inich in der Folgc a11
einer zwcckm;ifsigcren Wicrlcrholung dcr Versuche. Bcsonders nnchdem die Arbeit F r a i i k c n h eim’s erschicncn
war, nachdem H e Es und Anderc die Untersuchaugen iiber
die Wa rme bei der Bildung der Kiirper angestellt hattcn,
und K o p p nnd S c h r i i d e r init ihren Arbeiten auftraten,
schien es mir ein Bediirfnifs, den Gegenstand wieder aufzanehmen.
Unter diesen Uinstfinden forderte ich Mrn. M o r i t z , eilieu ausgezeichneten Zogling unserer Hochschule, auf, eine
Reihe von Versuchen iiber diesen Gegenstand zu inachen.
E r wahlte dieselben ziim Gegenstande seiner Candidatenschrift , welche er nach der Einriclilung dcr hiesigen Uuiversitat verfnsscn mufste. Es zeigtcn sich anf:inglich vicle
Schwierigkeiten bei der Erhaltung genauer Resultate, so
dafs die Arbeiten der ersten Zeit ganz verworfen werden
mufsten. Obgleich im physikalischen Kabinette mehrere
feste steinerne, in die Fundamente gemauertc Pfeiler sind,
so mufste cr doch hier die Versuche aufgebcn, da jeder
voriiberfahrende VVagen den Apparat in Unordnung brachte;
nicht vie1 besser ging es ihm in einein entlegenen Hause
der Vorstadt, bis endlich Hr. Prof. M i i d l e r ihin ein Local in der Sternwarte gab. Gern hatte er nun die Versuche noch weiter ausgedchnt, aber er inufste mit der Abfassung der Abhandlung eile?, da nach einer neueren Verordnuiig die Candidatenschriften iunerhalb einer gewissen
Zeit eingereicht iverden miissen , uiid der Termin in kurzer Zeit verflossen war. Durch diese fur experimentelle Untersuchungen etwas sparlich zugemessene Zeit ist es denn
geschehen, dafs das Endresultat keineswegs ein gaiiz allgemeines ist. - Der folgende Auszug atis der Arbeit enthfilt
die wichtigsteu Resultate derselben.
D o r p a t , den 13. (1.) Mai 1546.
I.
Der Apparat’).
Z ) Der zu nachstelienden Versuchen benutzte Apparat
ist im Wesentlichen iibereinstimmend init dem , welchen
C o u 1o in b gebrauchte ( M6m. de Z’lnst., T.Ill, p. 290);
besteht also aus einer Scheibe, die, init einer anderen getheilten fest verbunden, an einem Drahte dergestalt aufgehangt ist, dafs man erstere Scheibe in einem GefaCse init
Flussigkeit uin ihren Mittelpunkt Oscillationen vollfiihren
lassen kann, deren Griike sich an der zweiten getheilten
mittelst eines feststehendcn Zeigers beobachten liirst.
2 ) Aus den Abweichungen dieses Apparats von dem
C o u 1o m b ’schen inogen folgende hervorgehoben werden :
Die in die Flussigkeit tauchenden Scheiben werden ge$en cine feste Ansatzplatte von l’’7”’,’i Durchmesser angedruckt. Auker eincr Sclieihe von 4” Durchmesser (Scheibe I)
wird noch eine andere von der Griifse der Ansatzplatte
gebraucht (Scheibe 0), und die Anwendung des Apparats
mit dieser letzteren entspricht der des Coulomb’schen Apparats ohne Scheibe.
Das obere Ende des die Scheiben verhindenden Cylinders hat eine Durchbohrung von der Form L; das eine
Ende dcs Aufhzngedrahts wird durch das verticale Loch
und durch die Halfte des Iiorizontalen geschoben, in letzterem durch einen Stift festgeklemmt und in das erstere
clurch einen konisch durchbohrten kleinen Cylinder centrirt.
Auf ahnliche Weise ist das andere Ende des Drahts an den
Wirbel im Galgen befestigt.
Die zu untersuchende Fliissigkeit befindet sich in einem
1) Aus dem Titel der Abhandlung gclit suhon hervor, dafs es dcm Verfasser fur j e t z t IrmptsBclilich darum’ zu tliun w a r , den Apparat und die
Reubachtungsmetlrode Coulomb’s zu vcrrollkornmcnen, und d r f die
Iiinzugefiigten Versuclie iiber den Einflufs der Teniperatur auf die Coirision des Wassers nur einen Beleg fiir die Brauchbarkeit des Appacats geben sollen.
D a jedoch diese Versuclie zu Resultaten von allgemeinerem lnleresse gcfiihrt haben, w5hrend die detaillirte Beschribung
des Apparats nur f& Denjenigen von Wiclrtigkeit ist, der diese Experiso wird hier auch der Haupttheil der Arbeit,
mente fortsetzen will,
das lste und 2tc Kepitel, nur m6glichst knrz wiedergegebcn werden.
-
79
weiten Glascylinder (Durchmesser 13”, Hiihe 7”), der auf
einein Fufse in einein geraumigen hblzernen Kiibel steht.
Dieser dient zur Aufnahme voii Schnee oder siedei~dem
Wasser, wodurch die gewiinschten Temperatureti in der
Fliissigkeit des inneren Gefiilses hervorgebracht werden. In
dein Glascylinder sind drei Therinoineter angcbracht ; die
Kugel des eiiicii ( a ) liegt in der IIiilie dcr oscillirendeii
Scheibe, die des andereii ( b ) miiglichst nahe dein Apparnte
dicht unter dcr Oberflache dcr Flussigkeit, und die des
dritten ( c ) dicht iiber der Mitte des Bodens.
Der Zeiger mar fest ao den Band des Glascylinders geklemmt.
11.
D i e IMethoden, u r c h w e l c b e n d i e R e o b a c h t u n g e n
n n g e s t e l l t und b e r e c b n e t w n r d e o .
3) Der Apparat init der Scheibe 0 wird in die Fliissigkeit getauclit, nach etwa 15 Minuten werden die drri
Thermometer abgeleseii , uiid gleicli daraiif wird der Wirbe1 im Galgen gedreht. Die Sclieiben beginnen jetzt eioe
Reihe voii Oscillationen um ihre geineinsaine Are, und man
notirt sich die Angaben des feststehendcn Zeigers auf der
getheilten Scheibe bei dein Uebergange einer Drehung in
die ihr entgegengesetzte. Sind endlich die Scliwingungsbiigen sehr klein geworden (etwa S O ) , so sclilicfst inaii die
Beobachtung uiid liest abermals die Thermometer ab. Ganz
eben so verf3hrt man nun init Scheibe I uiid d a m nbermals mit Scheibe 0.
Wahrend solcher drei zusammengehoriger Reihen mufs
sich die Temperatiir der Fliissigkeit uiid des Locales infiglichst gleichfiirmig uiid miiglichst wenig geandert haben. Die
Temperatur dcs Locales liabe icli stets nahe gleich dcr der
Flussigkeit gebracht, uin Striiinungen in dieser zu vermeiden.
4 ) D a eiiie vorlaufige Uiitersuchung es sehr wahrscheinlich machte, dafs die erhalteneii Reihen zu den geo.metrischen gehiiren, so wurde eine in dem Tagebuche als von
mittlerer Giite bezeichnete Beobachtungsreihe mit Scheibe
0 der Berechnung nach der Methode der kleinsten Qua-
80
drate unterworfen, i d e m das Gesetz der geometrischeii
Reihe zu Grunde gelegt ward, von der erst zwei, d a m
drei Glieder in Rechnung gezogen wurden. Das Resultat
ist folgendes:
1
2
3
4
5
6
i
8
9
10
11
12
13
14
15
16
17
Beobachtet.
340,5
- 39,i
325,s
- 28,O
316,9
306,3
296,s
-
i,l
340,33
- 39,si
328,79
- 28,69
- 18,17
20i,i5
- 8,28
31784
+
289,14
298,lG
l1,l
259,l
25, il
34,O
32,98
40,6
25 1,53
53,O
238,3
52,28
233,lO
63,529
288,03
228,56
68.7
68,31
223,89
223,3
i3,6
219,31
218,s
i8,O
215,Ol
214,7
81,9
89,l
26,iG
33,98
47,08
53,02
58,61
63,84
G8,55
73,03
218,80
51,47
214,61
81,65
207,16
19,OG
223,2i
210,96
85,s
238,50
55,95
63,s
205,O
244,26
233,91
22i,9
1032
250,40
245.30
58,s
+ 2,02
4O,i4
39,81
239,44
233,O
256,94
46,23
46,s
38
39
263,93
258,15
244,2
28i.85
27 I ,29
2G5,20
250,3
296‘,95
li,9S
26,5
257,O
- 39,69
- 28,19
31i,O8
-IiJ3
306,68
- i.38
328;20
279,36
2i2,69
264,O
310,11
9,56
19,l
210,s
1,O2
280,G6
271,l
35
40
- 17,l
+ 292
287,5
22
23
24
25
26
27
28
29
30
31
32
33
34
35
36
A + B r + C.z!
~
It3
19
20
21
Beobaclitct nach der Formel.
AfBZ.
53,313
ii,69
81,’iG
210,67
85,57
89,26
206.97
85,55
89,17
Fer-
81
Ferner ergab sich:
wahrsclieinlicher Fehler eiiier Beobachtuiig
- 0,147
Nullpunkt der Torsion, d. h. der Punkt auf welcheii der Zeiger gewiescn hat, wenn die Torsion des Drahtes = U war
=ld7,lfi
mit deni wahrschcinlicheii Fehler
- 0,02.
Jede Beobachtungsreihe ist also voii der Form :
-
a+$
a-p;,
a+py2
a
a+py("-2)
-,2y1
i
a--py@
1)
woraus eiu angeniilierter Werth von n , dem Nullpoiilrte
der Torsion, leicht gefunden wird ; inaii nimmt nainlich drei
auf einander folgende Beobachtungen n + P y", a+py(m+'),
CL +p y("+*)
bildet ihre Differenzcn p y" ( 1 y) uiid
p y("+') ( 1 + y ) , dic, durch cinander dividirt, y gcben,
durch desseii Substitution man /3 und dann a erh3lt. So
geben z. B. die Beobachtungen No. 17, IS, 19 der obigen Reihe a=147,22.
Wenii n gefunden ist, so bestimmt man A und 3A,
ferner -Zog(l-m)
und eudlich ?n ( C o u l o m b a. a. 0.
5. 16. 32).
5 ) Die Entfernung der Tliermoineter vom Mittelpunk&
der Scheibe war fur a=d", b = 2 " , c=4".
Der Radius
der Scheibe O=O",8, dcr dcr Sclieibe I=2'',0.
Hieraus
folgt fur die Temperatur des Mittelpunktes :
+
-
t ' - 2b+c,
3
t"=
j
uiid fur die der Periplicrie:
4t'+n
5
fur Scheibe 0
t'+n
2
fiir Scheibe I.
t'+t"
Also ist die mittlere Temperatur der ganzen Scheibe t=-oder :
Poggendorfl's Anna1.-Rd. L X X .
6
2
82
( a+614;1-3e
__
=
I
fur Schcibe 0
fur Scheibe I.
Das arithmetische Mittel aus dein t fur den Anfang und
dem fur das Ende einer Beobachtung ist als mittlere Tempcrator dieser Beobachtungsreihe betrachtct worden.
6 ) Man habe gefunden:
..
y=m,
Scheibe 0. Temperatur t
.. .
Scheibe 0 . . .Ternperatur t ,
. . .d A
Scheibe I . . . Teinpcrator T
. ..%=M
*4
1st nun T=- t ' t t 2
2
A = ~ ~ i 2
und t , - t ,
(wo t ,
>
< T >< t , ).
klein, so hat man:
wo p, und p , die Gewichte von m , und m, sind, die voii
der Anzahl der Oscillationen abhitngen, aus denen m , und
912, bestimmt sind; c ist aber das Moment der Cohasion,
die die an dem Ringe Scheibe I - Scheibc 0 haftendcn
Wassertheilchen an das ubrige Wasscr bei der Temperatur T bindet.
tltt,
W a r T >___
oder betrug t , - t , mehrerc Grade,
<
2
so wurden nb,, m, u. s. w. fur die Temperaturen t o , t ,
u. s. w. mit in Rechnung gezogen, und aus ihnen das m
fur die Temperatiir T mit Berucksichtigung der haheren
Differenzen bestimint.
111.
Resultrte.
7 ) Da der ganzen Kechnung der von C o u l o m b
(Hist.
de I'Acad. pour 1784) ausgesprochene Satz zu Grunde liegt,
dak die Torsionskraft dem Torsionswinkel proportional ist,
so schien es nicht unwesentlich, die Wahrheit desselben
durch wiederholte Versuche zu prufen. Aus den angestell-
83
ten Beobachtungen die ihn slmmtlich bestatigen, werden
als Beispiel folgende hervorgehoben:
Scheibe 0. Aus vorlaufig beobachteten Ausschlagswin-.
keln wurde 200,O als Nullpunkt der Torsion bestimmt, und
dann die Zeit des Voriiberganges dieses Theilstrichs der
Scheibe am Zeiger beobachtet.
Zeit.
1
2
3
4
5
6
7
8
9
10
11
12
13
14
15
16
17
18
19
20
21
22
23
24
25
26
27
28
29
30
31
32
33
34
35
36
37
38
39
40
41
42
43
13’
13
13
14
14
14
15
15
15
16
16
16
17
17
18
18
18
19
19
19
20
20
20
21
21
21
22
22
22
23
23
24
24
24
25
25
25
26
26
26
27
27
27
3”,2
24 ,6
46 ,O
7 ,2
28 ,4
49 $3
11 ,o
32 ,1
53 ,3
14 ,6
35 ,9
57 ,2
18 ,2
39 ,6
0 ,8
22 ,1
43 ,2
4 ,6
25 ,8
47 ,I
8 ,2
29 ,5
60 ,6
11 ,7
33 ,I
54 ,3
15 ,5
36 ,7
58 ,o
19 ,2
40 ,3
1 ,6
22 ,8
44 ,I
5 ,3
26 ,6
47 ,2
8 ,9
30 ,1
51 ,2
12 ,5
33 ,7
54 ,9
Xffcrenz.
21,4
21,4
21,2
21,2
21,2
21,4
21,1
21,2
213
21.3
21,3
21,0
21,4
21,2
21,3
21,1
21,4
21,2
21,3
21,1
21,3
21,1
21,1
21,4
21,2
21,2
21,2
21,3
21,2
21,1
21,3
21,2
21,3
21,2
21,3
20,6
21,7
21,2
21,1
21,3
213
21,2
6 ”
84
8) Mit Ausschlufs der als unsicher bezeichneten Reihen
vurdcn aus den Eeobachtungen folgende Zahlcnwerthc nach
den in (11) angegebenen Mcthoden gcfundcn:
1.
I
3
3
4
2",58 8.
2 ,6:3
3 $3
G
7
3 ,I1
3 ,20
4 ,79
5 ,30
8
H $8
9
10
1132
ii
11
19,03
22,78
12
3 1 ,05
I
f
0,203
0,203
0,205
0,206
o,m
0,199
0, I97
0,186
0,173
0,150
0,143
0, I39
Mehrere diescr Resultate sind schon die Mittcl nus solchei~,
die bci schr nahc ail eiiiandcr liegendcu Tcmpcraturcn gcfunden mardcn.
9 ) Cci Eercchnung ciner allgeineincn Formel fur c a m
den gcfundenen Wcrthen glauhte ich No. 1 bis 4 ausschliefscn zu inusscn, da sic, zngleich von geringercm Werthe
als die folgenden , nuf ein zu kleincs Tcmperiituri~itervall
vcrtheilt sind, als dafs sic den in ihnen ausgesprochenen
zwciten Arm dcr Curve bestiinmcn kiinnten. Lafst man ferner No. 12 als Rcsultat einer durch anhaftendc Luftblascn
influencirtcn Deobiiclitung fort, so gcben dic iibrigcn folgcndc Formel:
~=0,2513-0,01118 t+0,0004335 t' -fl,f10000325St3,
init dem wahrscheinliclien Fehlcr von c=fl,0008.
10) Vcrgleicht man die oben erwllinten Werthe von
c mit der Diclitigkeit des Wassers hei den cntsprcchenden
Temperaturen, so findet inan:
Erstens: Die Cobasion des Wassers erreiclit ein Maximum bei eiiier Tempcratur, die ( wenigstens naliezu) gleich
der ist, bei welcher das Dichtigkeitsmaximum eintritt (3O,2 R.
=40,0
C.).
Zweitens: Die Cohdsion des Wasscrs niinmt zwischen
3",2 R. und 31° R. rascher a b als die Dichtigkeit desselben. Denn z. B. bei 22O,S R. ist die Cohasion 1,3916
85
Ma1 kleiner als bei 4",8 R., wahrend die Bichtigkeit cs
iiiir 1,0038 Ma1 ist ( D o v e , Repert., Bd. I, S . 141); folglicli niinmt in dieser Gegend die Cohlsion fast 1,4 Ma1 rascher ab nls die Dichtigkeit.
Diescr zweite Satz wird auch darch die von B e c q u e r e 1 verijffentlichtcn vorlliofigcii Resultate seiner mit Haarriihren an~estclltenVersuche bestztigt (Popnliire Natiirlehrc
init bcsonderer Riicksicht auf die Clieinie u. s. w., ubersetzt von K i f s l i n g , 1845, Bd. 6, S. 178). D a ~ n c hergiebt sich, dnfs die Aboahine der Cohasion zmisclien 1 2 O C.
uiid X 0 C. 1,3 RZal raschcr ist als die dcr Diclitigkeit.
w e n n man Ouecksilber als Elektroden einer Danic1l'schen Batterie gGbraucht, und die Kettc init irgcnd eiiieiii
inetallischeii Leiter schlicfst, so dafs das eiiie Encle dieses
Leiters mit der Anode in Verbindung steht, das andcrc
Endc aber init der Obcrflachc des Quccksilbcrs von dcr
Katliotie in Beruhrung gebracht wird, so wird diefs lelztcre Ende gluhend uiid schmilzt z n einer Kug.cl zusaininen,
was so lange dauert bis diefs Ende gznzlich ill's Quecksilbcr verseiikt ist. W e n n man aber diese Versuche in umgekehrter Ordnung anstellt, d. h. das eine Ende dcs Leiters init der Kathodc verbindet, und das andere Enrle init
der Oberfliiche dcs Quecksilbers an der Anode in Beruhrung bringt, so erscheint bei dicser Beruhrung nur ein blaiilicher Funl~e,wic er gewiihnlich bei Aufhebung dcr Schlicfsung bemerkt wird, ohne dns heftige Gluhen dcs Drahtendcs. Aufscrdcin verdunstet das Quecksilber iin lctztercn
Fallc mehr als im ersteren.
Diese Verschiedciihcit des Gluhens bleibt dicselbe, aus
welchcm Metall auch die Vcrbinduiigsdrahtc gebildet wcrden, und wcnn auch eiii und dasselbe Ende dieses Drahts
abwcchsclnd, bald a n dcr Anodc, bald a11 dcr ICathodc, in
Beriihrung gebracht wird.
Urn zu erfahrcn, wovon diese Verschiedenhcit abh%inge,
wicdcrholte ich die Versuche init anderen Elektroden, und
gebranchte, so wie zu den Elektroden, so auch fur die diinnen Verbindungsdrahte , eine Reihe VOII Metalleii in folgender Ordnung:
1 ) hits Jcm I?uJJ. p h y s . rirrr/lr r f e I'ucud. d e SI. P'ferJL., T. J,' p . 94.
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ber, cohsion, die, coulomb, der, verfahren, bemerkungen, einigen, flssigkeiten, bestimmen
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