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Einige Bemerkungen ber das elektromotorische Gesetz.

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305
eine Reihe von Mitteln, iinmentlich auch durch oxydireiide
wid desoxydirende , die bIaue Farbung der Indigotiiictur
sich wiedcr hervorrufeii lafst.
Woriii der Grund der zuletzt erwlhnten EntblIuung
der Indigolosung liegt , kaiiii ich ebeii so wenig angeben
als sagen, weshalb die schweflichte S;iure oder die Sulfite
die Farbung so vieler rothen und blauen Blunienpigmente
nufheben ; beinerkenswerth ist aber jedenfalls, dafs die sonst
so verscliiedeiiartigeii Verbiiidungen, welche solche Bleichwirkuiigen herv orbringen, alle Sclrwefel enthalten: die
schweflichte Saure, die Sulfite, der Wasserstoffschwefel
(H S,) und die braungelbe vorhiii erwahnte Fliissigkeit.
VII.
Einige Bemerkungen iiher (ins elrlrtrornolorische Gesetz; oon FV. B e e t z .
I n eiiier Abhandlung, welche im 103. Bande dies. Annaleii
erschienen ist, wendet sich Hr. W i l d S. 360 gegen einige
SchIiisse, welche ich an verschiedeneii Orteii aus meiiieii
Untersuchungen gezogen habe, oder gezogen haben soll.
Uin nicht den Schein der Zustiininung auf inich zu laden,
erlaube ich inir, hierauf in weiiigen Worten zu erwiederii.
.Beetz driickt sich,(c sagt Hr. Wild, 'jetwas ungenau
hinsichtlich des Spannungsgesetzes aus, indem er sagt, dafs
eine Reihe von Combinationen von zwei Metallen und zwei
Fliissigkeiten , deren elektromotorische Krafte er bestiinmt
hat, auch dem Spannungsgesetze gehorchen, wonach es scheilien konnte, als ware hierinit eiue Erweiteruiig des Spannungsgesetzes nachgewiesen, was llicht der Fall ist:
Die in Rede stehenden Rlessungen sind die, welche ich
in diesen Annalen Band 90, S. 47 mittheilte, und den Messuiigen der galvanischen Polarisation zu Grunde legte. Wenii
ich deiiselben nun die Bemerkung beifiigte. Im Uebrigen
PoggendorfPs Annal. Bd. CIV.
20
306
sind die Versuche init einander in hinreichender Uebereinstiininung, uin das Gesetz der elektro~notorischenSpannungsreihe auch fur Combinationen aus Metall und Flussigkeit
zu besMtigenc,, so habe ich nicht geiurcbtrt, in den Verdacht zn koiniiien, als hatte icli mir dic Elire anmahen
wolleii , hiemit eiiie solche Erweiterung des Spannungsgesetzes ausgesprochen zu haben. Ich brauchtc vidmehr die
Messungen selbst , und glaube durch das ')im Uebrigenn
jene Beinerliung als eine viillig beilaufige hinreicliend charakterisirt zu haben, welche vielinehr dazu bestimint war, durch
die beigefugten Beispiele zu zeigen, welcher Grad von Genauigkeit in ineinen Versucheii zu erwarten ist. Dagegeii ist,
jeiie von Hrn. W i l d bezweifelte Erweiterung schon friiher
von W h e a t s t o n e ') und besonders ron P o g g e n d o r f f * )
grgebeii worden uiid ich glaube nicht, dafs irgend Jeinanrl
diese Erweiterung verkeiineii wird, der die historischc Entwickelung der Theorie des Galvanisinus verfolgt, welchcr die
Elektrodynainik ihren jetzigen Standpunkt verdankt. W e n u
auch die Gegner der Contacttheorie das Spannungsgesetz, wie
es V o 1t a fur die Beruhrung inetallischer Leiter hingestellt
hattc, anerkannten, (und auch das geschah durchaus nicht allgeniein), so bestritten sie dessen Gultigkeit fur elektromotorische Krafte von Hydroketten, weil sie die Identitat beider
Elektriciiatsrjuelleii durchaus leugneten. Als 0hni sein Gesetz
fur die Elektricitatsentwickelung in der Kctte aufstellte, war
in der That iioch kein experimenteller Beweis gefiihrt, dafs
sich das Spannungsgesetz auch auf Hydroketten ausdehnen
lasse , und F e c h n e r zieht sogar aus seinen Messungen, die
jenen Beweis fuhren sollten, den Schlufs ">: die elektromotorische Kraft von Zinkkupfer ist gleich der Suinine der elektromotorischen Krafte fur Zinkzinn und Zinnkupfer, wenigstens in saurein Wasser ; Brunnenwasser und wahrscheinlich
noch andere Flussigkeiten bieten auch hier Anoinalieii dar.
Dieser, in dem storenden Einflufs secundarer Wirkungell
1) Phil. Trans. 1843, p . 315"; Pogg. Ann. L m , 5%.*
2 ) Diese Annaien LIV, 190' und LXX, 60.*
3) Maa~sbestin~n~~rngco
iiber die galvaniqrhe Keue S . 232 *
307
bcgrfindcte, Schlufs innfste zu Versuchcn auffordern, wclclie
das Spannungsgesetz auch nuf BJ Coinbinatiouen von Mctallen
uiid Fliissigkeiten ausdehnten, uiid diefs siiid die erwahnten
von W 11 e a t s t o n e uiid P o g g c II d o r f f, denen ich meinc,
wenii sic iioch nothig gewesen waren, hltte hinzufugen koanen. J h f s K o h l r a u s c h die Identitat von Spaniiung und
elektromotorischer Mraft dann auf noch directere Weise
nachwies, kann den Werth jener Versuche fur die Erweiterung des Spannungsgesetzes nicht herabsetzen. HHtte man
aus dem Gesetz fur die Spannuiigeii trockner Metalle auf
das fiir die elelrtromotorischen Krafte von Hydroketten
schliefsen wollen (ohiie die lefzteren direct zu niessen) wie
es Hr. W i l d gethan, so hatte F a r a d a y leiclit wiederholen
durfeii, was er im Jahre 1840 von dein Spannungsgesetz
sagte ’): This is a very large assumption, and that the
theory may agree with the facts is necessary; still i t is,
I believe, only an assumption, for I urn not aware of any
data independant of the theory in question, which prove its
truth.
Und solche Beinerkungen wurde unserer Theorie
um so mehr geinacht wcrden, wenn inan wie Hr. W i l d
u keine andere Annahme braucht als die, dufs die Fliissig(1
1)
(1
...
...
keiten CuS, S+aq, und
untereinander auch dem Spannungsgesetse gehorchen, dann aber fortBhrt *> diese Annahme
wird zwur, wie wir zeigen werden, durch die Erfahrung
widerlegt; allein die elektromotorischen Krafte zwischeii
deli Elektrolyten sind so klein gegeniiber denjenigen zwischen den Metallen und Elelitrolyten, da€s diefs auf die Messungen von B e e t z wenig influiren kann. Gerade durch ein
solches Schliefsen aus ziemlich , aber nicht ganz richtigeii
Annahinen , brachten manche Anhanger der Contacttheorie
dieselbe in geringes Ansehen bei ihren Gegnern, weil diese
sich selteii klar machten, wie sehr oder wie wenig die Abweichung von der vollen Wahrheit dem Endresultat schaden
konne. Uebrigens hatte Hr. W i l d fur dnsjenige, was icli
eine Erwe‘iterung der Spannungsreihe nannte, nicht eininal
((
1) Exper. Res. 1809.*
20 *
308
eine Annahine gebraucht, denn ich habe iiur von ~ ~ C o i u binationen aus Metal1 und Fliissigkeit I( gesprochen, wBhrend
er schreibt von zwei Metallen und zwei Fliissigkeiten. 0
Ich sehe die Erweiterung iiberhaupt schon in der Einfiihrung der Hydrokette statt der trocknen Metalle.
h i d e r s ist es mit dein Ejnwurf, den Hr. W i l d gegen
die Schliisse inacht, die ich aus ineinen Versncheii iiber die
elektroiiiotorische Kraft der Gase gezogeli habe ’). Er sngt :
Weiin also B e e t z aus diesen Beobachtuagen nnd eiiier
Zahl anderer den Schlufs zieht, dafs die Gase dein Gesetz
der Volta’scheti Spannungsreihe gehorchen, so dafs inan
z. B. habe
H CO,+CO, I O = H - Q
so ist das ein Irrthuin.(t Allerdings Iiegt hicr ein grofser
Irrthuin vor, er ist aher nicht von inir, soiiderii von Hrn.
W i l d begangen. Meine Worte sind: Aus dieseii Versuchsreihen geht deutlich hervor , dafs die elektroinotorischen
Krafte uon Gasen, welche durch platinirtes Platin und uerdiinnte Schwefelsuure au Gusbatterien verbunden sind, dem
Gesetze der Volta’schen Spannungsreihe folgen, wie die Metallc.
Aaf den Gedanken, inir den obigen irrthiimlichen
Schlufs unterzuschieben, komint Hr. W7iId durch eine gaiiz
unzulassige Aiischauung der Gasbatterie; diese zeigt sich
schon in der Art, wie er die von inir untersuchten Combinationen schreibt :
))
J)
I
((
Pt
I
H+H
IS+S
I
C+&
I Pt=21,88
u. s. w. Diese Schreibart verlangt, dafs inan sich eine Kette
vorstelle, deren Ieitende Bestandtheile nach der Rcihe Platin, Wasserstoff, Schwefelszure, Iiohlensaure, Platin, wlren. Ich habe aber gerade in der besprocheiien Abhandlung
S. 511, indein ich mich der Anschauungsweise Buff’s anschlofs, darauf hingewiesen, dafs eiii solcher Fall nie gedacht
werden kann, da€s vielinehr selbst in dein Falle, in welchem
die Platten am innigsten init Gas bekleidet sind, liainlich
iin Falle der elektrolytischen Polarisation, die Metalle, an
1) Diese Annalen LXXVII, 493.+
309
deneii die Gasablagerung geschieht , nicht gleichgiiltig sind.
Wenn Hr. W i l d sich deli von ihm gedachten Fall experiineiitell verscliaffen will, so braucht er nur eiue Wasserzersetzung durch eiiien ma€@ starken Strom an einer nach
oben gerichteten W o l l a s t o 11' schen Platinspitze vorzunehmen. Auf derselben wird sich eine Gasblase bilden, uiid
sobald dem Scheina, wie es vorhergedacht wurde, geniigt
ist, wird der Strom uiiterbrocheii seyn. Nimint man dagegenRiicksicht auf das, was ich, und vor mir Aiidere, iiber
deii Sitz der elektromotorischen Kraft in der Gasbatterie
gesagt habe, so wird man gewifs davon abstehen niussen,
dieselben in das von Hrn. W i l d gebrauchte Schema zu
bringen. W i l l man, was ich auch schon angedeutet habe I),
annehmen, das Gas als solches wirke garnicht elektromotorisch, sondern nur die an dcr Elektrodeiiflache mit Gas gesattigte Fliissigkeitsschicht, so la€st sich die vcn mir beobachtete Gesetzmafsigkeit in den elektroinotorischeii KrYften
der Gasketten nur dann als uninittelbare Folge des einfachen
Spannungsgesetzes nachweisen, menn gezeigt wordeii ist, dafs
die Fliissigkeiten, welche die Gase absorbirt enthalten, untereinander den1 Spannungsgesetze folgen. D a m reduciren sich
die Gasketteii auf gewtihnliche Hydroketten, uiid danii gilt
von ihrer elektromotorischeii Kraft, was ich obeii von der
der Hydroketten gesagt habe.
Bern iin Mai 1858.
1)
a . a.
0. S. 505."
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