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Einige Bemerkungen ber das Quecksilberthermometer.

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25 1
V11.
Ehiige Bernerkungen uher das Quecksilherihermorneler; von F. C. H e n k i c i ,
u n g e a c b t e t dcr grofsen Sorgfalt und Muhe, welche in
neuerer Zeit namentlich E g e n , B e s s e l und R u d b e r g
auf die Vervollkommnung des Quecksilbertbermometers
verwendet haben, ist dasselbe doch immer noch mit eincin Fehler behaftet, der es sehr unwabrscbeinlich macht,
dafs es viele Thermometer geben miige, deren Genauigkeit wirklich eiue solche ist, als denselbcn zugeschrieben worden. So vie1 ich weirs, hat zuerst E g e n )
auf die keineswegs unbedeutende Depression des Nullpunkts aufmerksam gemacht , wclche bei allen Thermometern durch eine betrachtlichere Temperaturerh6Lung
dersclben bewirkt wird. Da iodessen E g e n nur die
Wirkungen der Siedwarmc (mit einer einzigeu Ausnahme)
an seioeu Thermomctern beobachtct hat, so hat es mir
nicht iiberflussig geschienen , solcbe Beobnchtungcn einma1 mit ciner nicderen Tempcratur anzufangen, und sodnnn bis zur Sicdwarme fortzufuhren. Ich habe dieses
am 12. Jan. 1839 rnit einem feinen Thermometer von
L o o s in Darmstadt ausgefuhrt, und folgende Resultate
erlialten, zu deneu ich noch bemerke, dafs das Thertaometer (desseu Sullpunkt, wie sich von selbst verstcht,
vorher berichtigt wordcn war), in Wasser erwzrmt U I J ~
unmittelbar nach jedcr Erw;irmung in sebr langsain schmclzeiidcn Schnce eingcsenkt wurde.
ErwHrmung.
1)
50° C.
60
80
90
100
Iliac Aonrl. Bd. X I S.353.
Stand irn Schnec.
00,o
-0 ,I
-0 ,25
- 0 ,4
-0 ,6.
c.
252
-4us diesen Ergebnissen folgt, d a b die Depressionen
dcs Nullpunkts den ErwSrmungen nichfs weniger als proportional gccvesen siod, dafs sie vielmehr erst in hiiherer Temperatur bcgannen, und sodann in grofserem Verhtiltiiifs als die Telnperaturen zugenomincn Iiabcn. E i n e
Erkiiltuug des Thermometers vcrmittelst SchwcfclHthcr
unmittelbar nach dcm lctztcn Versriche bis auf -3OO C.
verandcrte dic vorbaudenc Depression nicht, aber ain
folgenden 2. Miirz betrug dieselbc nur noch Oo,l. E g e n
hat durch zahlrciche Bcobachtungen nachgewiesen, dals
die in Rede stehendc Depression sich allmSlig wieder
verliert, und dnfs diese nachfolgende Erhiihung des Nullpuiikts ganz unabhiingig von der andern schr langsam
erfolgendcn ErhGhung desselben vor sich gcht, welclie
wahrschcinlich dcin Einflusse des Luftdrucks auf luftlcere
Therinometer zugcscliricbcn werden i d s . Ich sclbst besitze cin luftvolles, jcdoch verschlossenes und deslialb
init eincm klcinen Luftbelitilter am oberen Ende dcr Riilire
rerschenes Thermolncter von I. o os, welches, da dessen
Sknlc nur bis zu +300 C. hinaufrcicht, niemals der Sicdw%rmc susgcsetzt worden ist, und dcsscn Nullpunkt binncn der nach der Gradiiirung desselben verflosscnen mehr
als drci Jnhre keinc V c r h d c r u n g erlitten hat, was daher die bezeichncte W i r k u n g des Luftdrucks bestiligt.
Aus dcin Obigen ergiebt sicli das unerfrculicbc Resultaf, dnfs die in Hedc stphendc Unrichtigkeit der Quecksilberlhcrinoine1er, welclie wohl ciocr unrcgclmiifsigcn
Ausdchnung dcr Thermometerkugcln i n hiihercn Tcinperntiircn ziigeschrieben werden mrifs, durch eine cntsprcclieridc Fiuiroits dcr fcstcn Skalenpunkte niclit bcseitigt
werdcn knnn, dofs niitliin Eg c n ' s hiernuf gerichtete Vorschrift nicht zuin Ziclc fiihrt. Sehr willkoinmen war mir
dabcr vorliingst eine uiitcr filiscellen in D i n gl e r's polyiccliiiiscbem Journalc befindlichc Notiz * ), nach welcher
1)
L e i d e r lmhc LIi dic f r n g l i c h e Stelle rnir 711 bcmerken v e r s i u m t .
b c h h sicli jcdocli, wenn ich nicht i n c , im Jalqaagc 1837.
Sio
253
es einem frantbsischen Kiinstler gelungen seyn sollte,
durch eine Verbinduog von KugeIn aus Email- und Krystallglas mit den Thermomcterrohreii jene unregclmzfsige
Ausdchnung des Quecksilberbchdtcrs ganz aufzuhebeii.
Leider aber siiid desfalsige Vcrsuche, welclie anf uicine
Bitte die HH. A p e 1 iu Gilttingen und L o o s in Darmstadt mit bcreitmilliger Gcfilligkeit unternommcn Iiabcn,
erfolglos geblieben , indem das Zusamuicnschtnelzcn der
verschicdenartigcn Glasmasscn entweder ijberhaupt nicht
hat gelingen wollen, oder, wenn es gelungen w a r , eiu
Wiederabspringen der Kugeln bci eiutrctender Erkaltung
d e r Masse zur Folge gehabt hat. Es wsre wohl unstrcitig fernercr Versuche werth, o b der Zweck iiiclit denrioch bei dcr Anwcndung eincs meniger strengflussigen
Glases, als das unserer gewilhnlichen Tliermomcterrilhren ist, zu erreichcn s e j n sollte. Am siclierslen diirfte
jedoch E g en's Vorscblag, das Quecksilbergefd's aus Platin zu vcrfertigcn, zum Zielc fiihreu, wenn dcrselhe nSmlich ausfiilirbar scyd sollte, was, wenu dem Dchiilter eine
cylindriscbe Forni gegeben wiirde, niclit umniiglicli zu
seyn scheint.
Sollte cs nirbt geliugen, von dem bezeichnetcn Fehler rilllig freie Tlicruiometer herzustellen, so wijrdc, uin
densclben wcuigstens inilglichst zu vcrinindern, kauin ctwas Andcres zu tliuii iibrig bleiben, als bei der Graduirung der Thermomeler ruersl deli Siedpuukt dcrselben
und unmittelbar nuch diesem den Nullpunkt zu bestimmen, sodann aber vor einer jeden wichtigeren Auwendung der Tbcrmornetcr. dieselben jedesinal a d looo C,
zu erwzrmcn, uin sie dadurch wiedcr in ihren ursprunglichen &stand zu versetzen. Aucli hicrbci wiirde es jedoch noch erforderlich bleiben, von Zeit zu Zeit den
Nullpunlit der Thermometer zu bericbtigeu, uin die alld i g e in Folge des Luftdrucks eintretendc Erhilliung
desselben unschadlich zu machen, was sich am bequemsten durch verruckbare Skalen ausfiihren Iafst. W i l l
254
man dieser Correction tiberhoben seyn, so mufs man die
Graduirung der Thermometer erst sinige J a h r e nach ihrer
Fullung vornebmen, oder, meiiier oben angefiihrten Erfahrung zufolge, die Thermometer nicht lultleer maclicu,
sondern dieselben am obercu Eude der Riihre (welche
zu dem Zwecke wohl ein wenig lznger, als gewilhnlich
gcschieht, genommen werden mufstc) mit einein gcschlosseiien Luftbch:iltcr von angeincssener Griifse versehen.
Beiin Zuschinelzen solcher Luftbehiilter wird die darin
enthalfene Luft sich von selbst so vicl ausdclinen, dals
sie spsterhin bci miifsigeu Erwzrmungeu dcm Zcrspringen nicht arisgesetzt aind; andererseits abcr wird cine
msfsigs Vcrschicdcnhcit iin Druckc dcr eiiigeschlossciien
und der Sufscren Luft die Erreicbung dcs bealsichtigten
Zweckes nicht hindern.
D ~ svorhiii vorgeschlagene Correctionsmittel wird
iibrigens nicht in allcn F d l c n den angegebcnen Zweck
crfiiflen, da E g e n’s Untersuchungcn es leider aufser
Zweifel gesctzt haben, dafs die durch Erwarinung der
Thermometer bewirkte Depression ihres Nullpuiikts sehr
wescntlich von der Gescliirindigkeit der Abkiililung derselben abhliugt. J e geringer dieselbe ist, desto geriuger
fiillt auch die fragliclie Dcpressioii aus, und nur bei einer raschen Abkiihlung erlangt sie ihre voile Grilfse. Bei
sehr langsauieii Abkiihlungeu verbirgt sicli also der Fchler mehr oder weniger.
Da maii, meinen neobachtungen zufolge, bci Therinometern, dereri Skalen nicht ubcr 50° C. hinausreichen, vor der hicr besprochencn Fehlerquelle zienilich
sicher seyn wird, so koinmt cs bei dieser nur auf eine
vollkoininen richtige Feststellung der Hauptskaleopunkte
a n , welche mit Hiilk eines nach der angegebenen Methode graduirten Thermometers zu erreichen seyn dtirfte.
h u f diese W e i s e wiirde man sich daher wenigsstens fur
die bei weitcm zahlreichsten der vorkolnmenden Tempe-
255
ra turbcst iinmuogeii zuverlassige Thermometer verschaffen
kdnnen.
Die im Vorigen enthaltcnen Bemerkungen fubren
zu der Frage, o b es m6glich scy, die Ausdehnungsgrbfsz
der Luft fur das Telnperaturintervall von 0" bis 100"
C., rnittclst glrseruer B e h d t c r mit volikoininener Genauigkeit zu bestititmen, oder o b nicht vielmchr die
unregelinafsige Ausdehnung des Glases, wclche schon
bci schr mKfsigcn Erwarmungcii begiunt, cincn inerklichcn Einflufs auf dic Rcsiiltate der uiit gkisernen BehYltern 211 jenem Zwccke ausgefiihrten Vcrsuchc ausiibcn
misgc? Es ist wohl knum glaublich, dafs die bctriichtliclie Diffcrcnz uiiter den von G a y - L i i s s a c und R o d b e r g erniittelten Luftausdehnungscoi3frcienten in Beobachtungsfehlern des einen von diesen bcitlen ausgezeichnet sorgfaltigen Experimentatoren oder gar beide sollte
begriindet segn kiinnen. Keue, mil inetallenen Gefiifscn
ausziifiihreiide Versuche ubcr den fraglichen Gegenstand
scheinen daber iiufserst wuuschenswcrtb zu seyo.
--
VIII.
1,htcr die aiffa//entIe Strornslurkc t h r ZiiikEt'sen - Krllr, rlerrn Lrrsuche urirl eitiigc cerwinrhe GrgensLcntIc;
con J. C. P o g g r n r l o r f J
( Naclrstehende, pus den Bericliten der K. Pwufs. AcaJemie cntnotrrnrcne
Notiz ist i n Berug auf dcn Hauillgcgcnstand our a l s einc vovljufigr
Mittheilung LU betrachten; eine genauere ourncriiche Bestirnmung dcr
darin behandelten Elerneotc wird in einigcr ZC;L nachgclicfcrt. )
D e r Verfasser las fiber die kiirzlirh von Hrn. M a r t y n
J. R o b e r t ' s gemachte Entdcckung I ) , dafs Eiscn, combi1 ) Siehc Aanal. Bd. XXXXlX S. 532.
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