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Einige Bemerkungen ber das unsichtbare Licht.

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V.
Einige Bernerkungen uber das unsichtbcrre
Licht; con L u d w i g M o s e r .
D a das unsichtbare Licht Iiitcressc zu crrcgen sclieiiit,
so lheile ich von nieinen dariiber gcinnchteii Erfabrungcn noch Folgendes mit:
1) Aufser den, in dern Arifsatz iibcr den Prozefs
dcs Scheiis u. s. w. ') genanuten Kdrpern, habe ich ferner
abbilden lassen: Gold, Kupfer, Neusilber, Wisrnuth, Antiuioii, Zinn, Blei, Spiegelinetall, Scliriftgut, Zink, weiises durchsichtip Glas, Holz, l'erliiiutter, schwnrze Pnppe,
schwvnnes Leder, schivnrzen Samrnct iiud Lainpmirufs.
Mit dcm letztereii lick icli eiiicn zwcckmakig geformteu
Kijipcr von Eisen rcichlicb sich iibcrzielien, uiid brachle
denselbeii i i i ciiiiger Eutfernung vou eincr reinen Silberplatte an. Als hicrnriE die Platte den Joddlmpfen ausgesetzt wurdc, entstaiid ein schr deutliches Bild. Es w\.lrc
sonach eine Entdeckung, wenn sicli, was ich nicht glaubc,
eine Substanz finde, bci wclclier kciu Selbstleuchten,
oder doch in so gcringein Grade vorlianden wRre, dal's
inaii es ljberselien k8nntc. Bis dnhin niuCs von inanchen
TJntersuchungen, wie ich nicbt weiter auszrifiihren brauche,
abstrabirt wverdcn.
Ich habe die Versiiclie iibcr das Selbstleucliten dcr
Kijryer, fast ohne Ausnahine, in der sogemonten Finsternifs angestellt, iiin das Bedenken. es sei hiebei freindes Liclit iin Spiel, cnlfernt zu halten. Allein diese Vorsicht ist nicht weiter uathig, weil sich charakteristischc
Kciinzcicben f ~ rdas unsichtbarc Licht ergeben habcir
(Siehe deli Aufsatz iiber das Latentwerdcn des Lichts) :),
rvoiiacli es nninoglicli is[, classelbe init dcin gcwoliiiliclicn
Lichtc zii verwechsclii. Beidc Artcii iiiiterscheidcn sich
jcdocll iiur, wic, pliysikaliscli gciiomincn, das Violctt voiii
1 ) Iru Hcli VI Jicses Jahrgaogs.
'1) Im nSch,tetr lldt.
.570
Rotli, und die Mcrliode, welche z. B. die Strnlilen dcr
beiden letztercn Farbeu zii uiiterscheideu lehrt, erstreckt
sich auch nuf die sichtbnrqi und iinsichtbaren Strahlen.
D i c k bei Scitc gcsetzt, gicbt es keinen Ej'ecf, den dar
eioe Licht n i c k so gill als das andere heruorzubringen
c*ermD'chle. J e n e cliarakteristischcii Keiinzeichen sind inzwischcn auch uicht einmal niithig, und inaii braucht bei
dcn Versuchen init dcii eiScotlriimlichen Lichtstralilen der
Kdrpcr das Tageslicht gar nicht aiigstlich abzusperren,
\veil dns letztere zu diesen Versuclien, weiin inan sie
iiur zwvcekm8fsig anstellt, niclits beizutragen vcrinag. Ich
linbe iiiiinlirli sclion friihcr nacligcwieseri, dafs wean uian
Rilder durch das gcwblrnliche I.icht (mozu ich aucli die
von R i t t c r entdcckten dunklen Strahlen rechne) nuf
rciricn Flachen vorl Silbcr, Kupfer (Xas u. s. w. bervorbriiigeii b i l l , die frcie Soniie dnzu 1 o d c r 2 Stunden bednrf, und icli kann hinziifugen, dafs wenn innii das Bild
einer Camera obscura, an einem giinstigen Tage auf sonuciibelcrichtete Hauser gerichtet, zwiilf Stunden und inehr
nrif cinc dcr gennnnten Platten wirken Ilifst, inan nachher iu dcn IXiiiipfcn knuin cinc S p u r eiucr stattgcfundencn Wirkiing wahroehinen wird. W s n n folglicll eiu
Korper durch drts ibm cigenthuioliche Liclit sich in 10
uud sogar in 2 Minuten auf reinen Metallen abbildet, so
hnun hierzu das gewiilinlichc Licht, und wSre es auch in
g d s t e r Intensittit vorhanden, nichts beigetragen haben.
2 ) Die uiisichtbaren Lichtstrnlilen habe ich bis jetzt
wirkeii lassen auf: (;old, Silber, Eeusilbcr, Kupfer, Messing, Eisen, Stahl, Zink, ferner auf gelb jodirtcs Silber,
rind voiii Tagcslicht geschwantcs Jodsilber, aiif puq'urn
aiigclassenes Kupfer, auf Glas, Porzellail, Glimmer, auf
gewiihnlich lakirtes Blech und soRar auf Quecksilber. 1)as
Ictztcre mandtc ich in der Art an, dafs ich ciiie reinc
uiid eine vcrsilberte Kupferplatte reichlicii -damit iiberz o so
~ dafs fliissigcs Quecksilber sich auf den Oberflachen bcfaud. Uic Kiirper, (lie ich darauf wirken lids,
57 I
wareu aus EiscD, Horii und der stiihlerne Sternpel einer
Medaille. Z)as Quecksilber zeigte nacligehends keiiie Spur
eines Dildes, welches jedoch so vollstlndig in dcu J o d dtimpfen entstand, dnfs die Schrift 2. B., woinit der Stern.
ycl bcdeckt war, aufs leichteste gclesen wcrden konnte.
Die genannten Substauzeii unterscheiden sich fur
d e n Versucli hauptsachlicli nur diirch den Grad der *Politur, den iiian ibneu gebeii kann oder den sie besitzeii.
Glimmer Iskt die Bilder selir schiln Iiervortrcten, cbcii
so Kiipfer, wenii inaii es gut polirt Iiat. Ich bcsitzc cine
Plottc, dcreu Oberllache ails dcu vier Metallen : Rlcssiii~.
Kupfer, Ziiih iiiid Eisen bcstclit, iiiid woraiif icli eiue gcschnitteiic ,?chotplalte wirken liels.
hi dcu UHulpfeo
zeigtcn nachgehcnds alle Metallc dcn iliocu zukoiiimcndcn Tlieil des kiildes, nur war dcrsclbc ouf dciii uicht
gut polirteii Eiscu wcniger deutlicli. l)a;cgen hat eiiie
schoii polirte Stahlplatte mir sehr gute Bilder Scliefcrt.
In allcn Fallen, w o es augjn;, Iiabe ich bei diesen Vcrsuclieu ziicrst den Quecksilberdainpf vou der ubliclicii
Spannung und dann dcn Joddampf wirken lassvn, eiii
Verfiihrcn, welchcs sicli selbst bciin lahirtcu Hlecli ols
bortlicilhaft bewiilirt hat ( Siehe liicrubcr dcn Aufsiitz iiber
das Latcntwerdeu des Lichts) I ) .
Hiernach kann inan wohl niclit bezwcifeln, Jars das
Licht auf alle Substanzen gleichmzkig ivirkt, und dals
feriicr je 7.w.ci Iiorper sicli auf cinandcr abbildcn wcrden,
so tlal's cs uur vou anderiveitigeu Urnstinden nbhangt, o b
ulau dic Abbilder werde walirnebmbar inachcn kbnucn.
3 ) %u dicsen aiidcnveitigen Umstsndcn gchiirt vor
Alleiii dic bivergenz der Strahlen, wclche bei dcrn rinsichtbaren, n i e bci dein sichtbaren Lichte stattliudct. Sic
\ crbictrt e s , die beideii Kiirper nllzusellr zu eutferneii,
u ciiii innn iiocli hiiircicllciid deut lichc Bilder crlialteii
\till. Friilicr Iiatte ich die Silberplntte von dein abzuhrlclcridcn Kijrpcr ; Linie eiitfernt; ich habe diese Entfcrnung spiitcr bis niif eine gaiizc Linie crivcitert. ludeui
I)
In1 oichrteo
lldt,
372
icli zwcckuisfsige Objectc wlblte, erliielt icli auch dauri
iioch deutliche, aber wie zu erwarten stand, Bilder, dcreii einzelne Theile venvaschen waren.
W e n u man die Bedinguiigen erwggt, unter welcheii
das Abbild der Ksrper durch ihr eigenthtimlicbes Licht
erhalten wird, so sieht inan ein, dafs gravirte Oberfliichcn diesen Bedingangen am besten genflgeii wcrdeu,
wghreud erhaben geschnittene weiiiger leisten. Eine eravirte Plattc von Achat, derglcichen von Holz, eiscrne
und messiagene Steuipel, die oft schbn geformten Typeu
der Buchdrucker, haben uiir dalier auch sehr ‘gute Dienste
gethan. Bei deli letztereii erweist eine passende Entfernung sicli sogar oft vortheilhaft, indein sie die scharfeii,
eingescliitteuen Liriicii in eineu inehr gleichmafsigcn Schattcn auf dein Bilde verwandelt. Schwarze Schrift auf weihem Papicr bildet sicli wolil auch so weit ab, dafs man
sie erkciineu kann; docli habe ich sie nie besonders gut
gcsehcn. Aehnlich verhalt es sich init Mosaiktafeln, dereii eiozelne Felder sich iiiit uberrascbcndcr Feinheit darstellen, wahrend icli die, blofs durch ihre Farbe untkrschiedenen Figuren nieinals detrtlich wahrgenoinmcn babe.
Icli maclie iiberhaupt darauf aufmerksain, dafs die Theilc
irgend eiiies Kfirpers, die sich, im erborgtcn Tageslicbt
deutlicli fur unser Auge innrkiren, daruin in dem Bilde
uoch niclit licrvorzutreten brauchen, w e l c h ihre eigeuthumliclien Strahlen entwerfen.
4 ) Endlich will ich hier uoch eine Methode angeben, sicli ron der Einwirkung der sichtbaren Lichtstrahlen auf viele Substanzen zu iiberzeiigen, eiiie Methodc,
die i i i m auf alle wurde anweudeu k6uiien, ivenn itian
niclit geubtliigt wlre, das gewiihnliche Licht iii grol’ser
Intensitat zu gebrauchen, wo d m n die Warme oft stiircnd
cinwirkt. Ich richte eiiie klcirie Camera obsciirn init citier I h s c von 13m1nApcrtur auf die Sonnc tind setzc
ciiic I’laltc aus Spicgclglas hinein, das Bild dcr Sonne
zii cmpfangcu. Saclidcut dieselbe hindurchgegangen, iichine
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i d die Platte heraus uiid beliauche sie; es zcigt sich daun
das deutliclie iind scliarfe Bild der Sonneiibahn. Denselbeu Versucli liabe ich mit YIatteu von Silber, Gold,
Iiupfer, Eeusilber, Eisen, Stalil, Messing, Zink; such
uiit der ad 2 beschriebeneii, BUS vier Metallen bestehentleu Platte aogestellt, kind iiiit deinselben Erfolg. Statt
dcr Wasserdsmpfe kaiin iiiaii aucli IXiinpfe von Quecksilber, Jod u. s. w. anweiden.
Uiii dein Einwande zu begegnen, als wenu bei Vcrsiichen dieser Art die Warine den Erfolg bcdingc, liek
ich das Bild dcr Sonne durch ein gelbes, lebhaft rothes
niid durch ein ziemlich helles violettes Glas gehen, und
rlann arif eine reiue Silberpla!te fallen. Als dieselbe
llachher in die Uiiinpfe gebracht wurdc, w a r a n der Stellc,
wo das gclbe Bild gewvirkt lialte, die Sonnenbalin zu
sehen, wiewohl iiicht stark. Sehr gut erscliien dieselbe
da, wo das violette Bild gewirkt hatte, und von deiii
rothen Glase war keine Spur oiner Wirkung zu selien.
niels voraussehend, hatte icli schon die Vorsicht gebraucl~t,
tfas rothe Glas in der Axe der Lime, also i n der giinstigsten Loge anzubriiigeo. Ein andcres Ma1 liek ich ails
Bild der Some durch ein rothes und blaues Glas gelien,
von deiien jedes die HVlfte des Gesichtsfeldes einnaliin.
Der Erfolg war, dafs uutcr dem blaucu Glase die Sonnenbahii deutlicli 'erschien, unter 'dcm rothen Glase aber
nicht walirgenoiiimen werden konnte. W i e man sicht
stiinincn diese Resultate geiiau rnit dein iibcrein, was man
anderweitig uber die Wirkung der verschiedenfarbigen
Strahlen weirs; lnit der Transmission fur die Warine
stilnmen sie dagegen nicht iiberein. Urn diek a n d i e r n d
zu ermittelu, lick ich hicfur, wie P o g g e n d o r f f vorgeschlageii hat, eine kleine Saule a w Pieusilber und Eisen aiifertigeii, die sehr einpfindlich war, wiewohl es einige Zeit erforderte ehc die Nadel sich ajustirte, was
inicli bewog nur auf die Richtuiig der Ablcnkong zu acliten. I n der Soniie operirend, zeigtc sich von den an-
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gewandten GlHseru das rothe gerade als dasjenige, welches die rneiste WSrine durchliefs, und doch liatte dasselbe, mie augcgeben, das Bild der Sonne iiicht erscheinen lassrn.
K l i n i g s b e r g , iin J u l i 1812.
VI.
Beobachlungen uber (lie Farbung der Nptzhaul unJ cler Krysfull- Linse;
con Hrn. M e l l o n i .
(Ein Schrcibeu
aii
Hrn. h r r g o .
-In
- Cwnpt. rmd.
T.XIY
p . b23.)
der letzten Februar-Sitzung habe ich in der K.
Acadcinic dcr Wissenscliaffeii zii Neapel eiue Abhandlung gelcseii, in welclicr cs mir, glaube ich, gelungen
ist, alle nciierlich entdechfen Thatsochen in Bezug auf
Transmission, L)iffusioii uod Absorption der wsrineuden und cheinisch wirkcnden Sfrahlen in sebr hilbscber
Weisc zu crklaren. Die Arbcit, welche inehre andere
Cegenstznde umfafst , und die Eincrleilieil der Agentien,
aus denen die dreierlei Wirkungen der Sonnenstralilen
cntsprinpen, beweist, hat mich allrnalig zuin Studium gewisser orgauischen Erscheinungen gefiilrrt , und diese ergabcn cine unerwartete BestBtigung der Priucipien, weld i e ich in Betreff des Scliens glaubte annehmen zu mussen. lcti werde lbneu in Kurzem die Ucbersatzung meiner Abhandliiiig ubersenden, die gegenwartig iu Genf geclruckt wird: fur jefzt crlaubc ich mir nur, Sie von meiiicn physiologischcn Untcrsuchuogen iiber clas Gesichtsorgan zu unterhalten.
Nnch den in eben erwahnter Abhandlung entwickelten Gruudsatzen geschshc das Sehcn veruiage Pufserst
rwcher Scltwinguiigen wclche (lie Serven- RIolecEile der
Sctzhaat iiiitcr dciii Einlliifs ciiier Sewissen Reihe von
.
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