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Einige Bemerkungen ber den Tantalit in Finnland und Untersuchungen ber dessen Krystallisation.

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Mit koblensaurem h’atron gescbmolzen, lost es sich
in Chlorwasserstoffs;3ure zu eiuer klaren gelblichen Flussigkeit auf. Die Auflirsung giebt, wit hlkohol und Platinsolution versetzt, keinen Niederschlag; mit Ammoniak
dagegen eineti schwach braunlich gelarbten flockigen Nicderschlag, der, iu saurem schwefelsaureu Kali gelirst, Octaeder von Alauo bildet. Oxalsaures Ammoniak fallt aus
cler von dcm Eiiederscblag getreonten Fliissigkeit oxalsaure Kalkerde, worauf phospborsaures Natron keinen
rveiteren Niederschlag hervorbringt. Bei dcr AuflOsung
des Minerals in Chlorwasserstoffsaure erbelt man nach
cler Fallung mit Aminoniak und oxalsaurem Ammoniak, und
tiacbdein inan den Rucksland verdainplt, gegluht und wietier aufgeliist bat, bci allm~ligerVerdunstung der Flussigkeit , HexaCder von Cblornatrium.
Hicraris folgt, dafs dns Mineral Tboncrde, Kalkerdc,
Katroo, etwos EisenoxJd rind Kieselsiiure , aber keinc
Flufsssure, Talkerde und kein Kali cntkilt.
W e g e n dcr blsttrigcn Structur und seiner gelben
Farbe schlagc ich vor, detn Mineral den oben atigclulrrten Namcn zu geben.
Chlorospinell und Xanthophyllit
linden sich in den Schischiinskischen Bergcn bei Slatoust.
[Baichiigung zu Bd. X M X V l l I S. 566 : Der Hydrargillil finch
sich nicht LU Achmrlowat, randrra in den Schirclimskiscben Bergm.]
VII. Einige Bemerkungen iiber cjen Tantold in
Finnlan d und LTnLers uciiungen iiber dessen
Krystallisahn; con N. N o r d e n s k i i i l c t .
(Mitgedeilt vom Hm. Vcrfauer.)
D e r ziemlich seltene Stein, in dem man zu Anrange dieses Jahrhunderts das Tantal entdeckte und den man Tantalit nannte, ist bei uns in den letzten Jahrcn, aufscr zu
Skogsbdble, Kirchspiel Kilnito, an sechs nrldereu Orten
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gcfundea, die icb aach der Zeit dieser Entdeckuugcu aulzahlen will.
Zu Katiala, Kircbspicl Kuortane, in einem Gang von
Albit-Granit bat man, obgleich sehr selten, Tantalit gefilnden, neben Lithionglimmer, schwarzem Turmalin und
farblosem Smaragd.
Zu Kiwiwuorenmehmais, in der Nacbbarschaft yon
Torro, Kirchspiel Taminela, giebt es einen Gang vou
gemeinen, sehr grobkarnigen Granit, wo sich grunc Smaragde in ziemlich grofser Mcnge bcfinden. I n odcr an
den Smaragdkrystallen hat nian dcu Tantalit in sehr kleinen Prisnicn gefundcn.
In dcr 6mgegcnd von HSrkSsaari, glciclihlls bci dem
Dorfe Torro, gieht es einen Gang voo Albit-Granit, worin
nian grofse Krystalle von Tantalit mit rosenrotliein Qiiarz
und ein mit dem Nanien Gigantolith bclegtes Mineral ')
gefuoden hat. Dort hat man sehr deutliclie Krystallc gcfundcn, die zur Bcstirnmung der Krysfallforin dicntcn,
die ich wciterhiu auseinandersetzen werde.
Zu Kavilaskallio, in einem schr stuinpfen Fcls, in
dcm grofscn Sumpf von Torro, hat man uoch eineii grok e n Tantalitkrystall enldeckt, eingewachsen, wic es schciut,
in eincm sehr feldspathreicheii Granit.
Zu BjGrkskYr, einer Insel unwcit EkenBs, Kirchspiel
Pojo, findet sich ein Gang voii Albit-Granit, wc1clrc.r
arich inehr odcr weniger ausgcbildete Tantalilkrystallc
enthiilt. Sie alle hnben cine grofse Aehnlichkcit mit dcnen von Hiirkasaari.
Die Quarzgrube Kaidasuo, bcim Dorfe Prnickoja,
Kirchspiel Somero, ist in einem Gang von Albit-Gmoit
nicdergetriebcn , dcr viele Turmaline und Smaragde cothalt, auf denen kleioe Tantalitkrystalle sitzeii.
Eine geologische Mcrkwiirdigkeit ist: dafs der Tantalit an sieben Orten, wo man ihn bisher bei uns cntdeekt hat, rnit Ausnahrne eines einzigen Orb, immcr in
1) Aonalen, Bd. XXXXV S. 558.
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(;sngcn von Albit-Cranit gcfuiiden ist, iiiid zwar geiilinlicli begleitrt vcln Sinarngdro, zwei Mineralien, dic
iibrigeos so wcnig Analogie besitzen. Sclbst zu SkogsLlihlc, dcr iilteslcn uiid om hsuligstcii aiiGgebeuteten Taut a l i t p b c iii Fiiinland, ist dcr Sinaragd vor eiuigen Johren yon Hrn. Y. W o e r t h gerunden. I n IJeutschland,
Schweden iind Nordameriko koinint der Tanfalit, gleicli
deni Srnnragd. auch rnit Albit-Cranit vor.
Dcr Tantalit, den ich vorzii;cwt.isc writerhin bcschreibcu wcrdr.
h e l t iin h c d s c r w vollhoiiiincii dem POD Kimito, n u r
vor deiii Lijthrolir Iassrn sirli bcidc untersclieiden, indcln
d c r erztcre keinc odvr f,~stheiiic S p r voii Zinn hinterhfst. Bei ciner von inir i. .I.Is32 gcmachtcn Aoalysc
food icli clnrin:
Talltal~xy4l
Eiscuoiydul
hlanganoxydiil
Zinuoxgd
Vcrlust
s3,rI
IS,75
1,lP
Spur
M Y
Uic Foriiid ist ( pc , 5111)'fii, \\uraus zii crsclicii,
c1,iIs cr voii dciii liiniito -Tanlalit niir durcli cine p i i hcrc Qiiaiitit8t Cisrii uiid tlciii MniigeI von Zinri ob-
wciclil.
L)ic IIIirtc ist diesrlbc wie bciin liiinito-'l'antnlit,
oder fast wic briin Fcld-paili. Spec. Gcwiclit =i,264.
Dic Kr-vstallfuriii gcliilrt zuin primati-cbcn Syctci~ic
\on hlolis.
Die KrJstallc htlben ciiic beaoiidcre Krigung ziir Bildun;; v'oii Zwilliiigeii, h e n Foriii oft SO
vcrwickelt is!, dots die Eutziffcruug s r h r SChWiCrig wird.
Obgleicli die F l ~ r l i c n iin Allgcioeincii glatt siiid, ohnc
zii spiegrlu. SO sinrl pie doch oft init Lleinvii Liirlicrn
besctzt, i i i i d sehcn ous wie zerfressen.
W c n n r's inir
iiiclit 6egluckt w i r e , eiiien hlciiicu Krystall zu fiudcii,
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dcr, obwohl einfach, so glsnzende Fllchen gehabt h%lte,
dab i m i ihn mit dem Reflexionsgoniometer messeu konote,
SO W r d c eiiie Bcstilnmung der genaueo Dimensionen
der Crundgestalt koum inilglich gewesen sejn.
Fig. i Taf. I stellt diesen Mrystall vor, ncbst der
durcli punktirte Linien angegebeuen Grundgestnlt, welche cr liaben wiirde, wenn alle ubrigen FI"ach cn vcrscliwundeu wSren. Die Buchstaben iu dicser Figur hezichcn sich lediglich auf die Griindgcstalt. Niuimt inan
A A als Hariptaxe an, die tnau gcwilhnlicb durch a bezeichnet, so wird B B die g r o t e Diagonalaxe =b, und
die klciiie Dingoiialaxe =c.
Die die Gestalt bedingendcn Winkel sind also: der zwischen den FlYchen
A B C und A B C = r , zrviscben den FISchen A C B
I J I I ~ ACB=y,
und zwischen C.4B und C A B = z .
Da icb den Winkel x cben so gut als und den completnentaren z durch Reflexion messea konntc, so habe
ich sie durcli melire Beobachtringsreihen bcstimmt, sowohl b t i Tagc, als beim Schcioc einer wcit vom Krystall aufgcstcllteo Locatellischen Lainpe, mittelst cines
kurzlich von Berlin angclangten Reflerionsgoniometer,
wclchcs utimittelbnr halbc Minuten angiebt, und mit einein vortrcffliclien Merhanisuius zur Befestigung und Einstcllung des Krystalls versehen ist. Nach jcdesmaliger
Bcfestigung des Krystalls am Instrumeut und mbglichst
genaucr Einstellung nalim ich das Mittel aus 10 bis 20
verschicdcnen Mcssungen, und jeder dieser MitteIwerthe
bildet die Zahleu dcr folgenden Reihe:
y= 112" 87',6
x=126O 3',0
z,=8S0 9',2
26,2
5,3
18,9
27,s
3,5
18,6
29,5
137
13 ,O
17,O
35,3
0 98
125 56.4
z'=SS0 15',3
30.2
cc
660
nercchnet inail nacli der Methode der klcinstcn Quadrate den wahrscheinlichen Fchler jeder Reilie, so findct inan :
y=l12O 31’,5+0’,95 : Z= 126O 1’,8*0’J81
2 =9 I O 4 1’,771‘,25.
Kach dcr Relation zwischen diescn W i u k e l n mufs scyn:
cosr+cosy+cos t=- 1.
Addirt wan die obigeii Cosinus, so findet man die
Summe kleiner als sie se5n uiiifs. Bezieht inan alle Fehlcr auf den W i n k e l t , so wiire dieser urn 6’,5 zu grots.
Dicser Febler verschwindet nicht, sclbst wenn man alle
iiach der Methode dcr hlciustcil Qiadriite gctuudeneu
Fclilcr ucgativ nlilmc, was also ciiicn allcn drci Wiokcln
angeliilrigcn constautcn W i u k c l aiizcigt. Lciclit siclil
nino, dais dein so seyu miissc, sobnld i n a i l cr\riiSt, dafs
wcnn der Krjstall niclit so bcfcstigt ist, ( I n k dic Iiaiitc
zwisclien zwci Flaclicn parallcl licfit dcr Goiiioinctcraxc,
Jaraus imrncr eiii g r i h r e r Wiiikel a13 der nalire Iiervargcht.
Da inan jcdoch in diescin Fall dic RIcssun;;
ciiics Winkels fiir niclit geiiaucr als die cincs andcrcii
halten kniin, so bin ich nuf folgeiitlc W‘eise vcrfahrcn.
1)urch die Versuclic fnud ich:
z=126O
1’,8
;-r=G3” 0’,9
y = l l 2 31,5 woraus :y=56
13,75
z c . 91 14,7
;2 =45 52 35.
M’enn aber das VerbSllnifs zwisclien besagten Axcii und
V’inkelu ist :
a : b :: cos : x : c o s ~ z:: 1 : 1,53513
u : b :: C O S ; ~ : C O ~ ; Z :: I : 1,23365
6 0 I1at mau:
a : h : c = l : 1,53143 : 1,25364.
Betrachtet inan diese Verbdtiiisse zwiscben den Axeu
nls richtig, und sucht dic W i n k e l , unter Voraussctzung,
dds der wahrscheinliclic Fchlcr von einer Abweicliung
iu d e r husbildung dcs Krystalles berriilre, so erhiilt man
661
fur x , y uud L die wahrscbeinlichsten Werlbe nacli deli
gewuhnliclien Formeln:
a' c2
a?6 7 b 2 cz
cos x=a' c2 +a1 b2 + b l c 2
a2 62 -a? cz - b J c?
cos y =
a' h? + a 1 cz + b J c'
6 7 c2
a' b? a2 c2
cus .?=
b 2 c z j - a 2 b ' + a d c d'
Diese Formeln, mittclst der schoii angegrbcneu Werthe fur a, 6, c entwickelt, geben:
.r= 1 2 6 O 0' 15" Erfrth- x= 126" 1' JR" , A=1' 33"
y=112 2 9 3 2 rung
=I12 31 3 0 " , A = l 59
t = 91 4 1 47
gab t = 91 1 1 12 , A=2 53
Gesammt - Uuterschiedc =6' 26".
Daraus folgt, dafs in dcm diirch Messuiig erhaltcncn
Werth vnn t der grijfste Fehler eiillialfcn is(, walirscheiolich wcpen der Schwierigkeit, dcn k;rystall zur Messung dieses Winkels genau zu befcstigen.
Fig. 8 Tar. 1 sfellt eincu Krystall vor ioit alleii vou
mir ain Tantalit gcfundeneu Flhcheii: Fig. 9 denselbcn
Krystall, von oben gesehen, um besser den Parallelisinus der Fllchen zu zcigen.
.
Die Flichen P gebilren der (hndgestatt an, bezeichnet nach der W e i Cs'schen Methode durch =(a : b :c).
Ohue Rechnung findet man durch den Parallelismus:
rn=(a: b : mc) ; s = ( m a : m 6 : c) ;
t = ( m a : b : mc).
Die iibrigen Winkel sind folgendermafsen bestimmt.
Die Neigung von r gegcn r uber t durch Reflexion
=122" 57', woraus r=(m a : 46 : S c ) , wonach der
Winkel r seyn mufste =122O 51'. Eine geniiherte Messung lnit dem Haiig'schen Goniometer gab die Neigung
von 9 gegen t ungefabr 150: 0 , wonacb q=(a: +6 : mc),
wobei jedoch fur den Winkel, der dann =152O 58 seyn
miifste, eine Abweicbuog vou mehr als zwei Grad erfolgt. Die Neigung der FllcLen n unter sicb ward bei-
-
-
-
-
1).
662
nahe =16B0. gefuuden, woraus n=(u : 6 b : acc) und
die Neigung von n zu n seyu miirde =167O 38’. Uurclr
eine- genSherte Messung fand sich die Neiguag yon u
gcgcn o fiber m ungcfahr 90°, und die von o zu o bcinahc 70’. Daraus O = ( U : b : 3 c ) und o = ( a : b : ic);
es i n i i h e also seyn die Neigung von v : v = 9 I o 50’ uud
die V O D o : 0=73O 37’.
In Fig. 9 is1 durch punktirte Liiiieu ciue Flichc x
angegeben , die iiocli niclit hinlanglich bestimmt wordcn.
W c n n jedoch der in dieser Figur angegebene Parallelismus, dcn icb bemerkt zu hsberi glaube, richtig ist, so
wiirde man sie bezeirhnen musscn durch =(a : + b r c).
DaG die Krystnllform des Kiinito -Tantalits Tiit dcr
so eben beschricbenen vollkoiiiii~eii einerlci ist, wurdc
schon angefiihrt. Vor allcn Iifiutig zeigen sic11 die Prismcn der Flichen r und t. Auch der Tantalit von Pojo
hat dicsclbc Krystallforin, do inan d a r t ciucn KrptaII
gcfunden hat, worau die Fl;iclrcn r und t sclir gut nusgcbildct sind. 13ci Kiwiwuorcnwchmais hat man klcinc
rechtwinkliche Tantnlifprisuicn gefundcn init Endlliiclicn,
die wal~rscheiiilicli zur Pyramidc o gehilren; indcfs sind
diese Krystalle voii so klcincn Dimcusiouen, d a k inan
sic nicht hat messen kilnnen.
VIII.
Untersuchung cles Pikrophyfl, eines neum
Minerals von &/a; von A. 7.: S v a n h e r g .
( Mitgclheilr aur den A-. Z i f m s X . Afhundling. )
D i e f s Mineral, welches vou Hrn. P. IS.S c v i n , Geschwornen in Sala, initgeheilt wiwde, kornrnt in der dortigen Grube, das Kabiuett, in ctwa 30 bis 40 Faden
T i e f e vor. Er gleicht im Ansehen dem sogenannten UDschmelzbaren Salit ; jedoch ist seine Farbe dunkler, nnd
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