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Einige Bemerkungen ber die Absorption von Gasarten durch Wasser und ber die Eudiometrie.

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111.
E I PI1G E B E M E R I< U N G E N
izber d i e ALIS o r p t i o n v o n G a s n r t e n d u r c h
W a J f e r , zrnd i i b e r d i e E u d i o n t e t r i e ,
von
Herrn
ANTONIO
DE hJAnTY
in Terragona;
a u s e i n e n a Briefe
Biot’s a n Berthollet.
Terrngona den zorten Dec.
1 ~ 0 6 .* )
I c h mache m i r das Vergnirgen , Sie mit ErIaubnifs
des H e r r n d e 31a r t y von den Refultaten mehrer e r Unterfuchungen zu u n t e r h d t e n , mit welchen
diefer vortreffliche Beobachter Gch lange Zeit befchaftigt h a t , ,da icli iiberzeugt bin, dars lie fur Sie
ein grofses Intereffe haben werden.
A.
Die erften diefer Verfuche bctreffen den Einfiufs d e r Ze it auF cliejenigcn chemifchen Wirkungen , welclie eine elaftifche Fliilfigkeit ihrer Elafticitiit zu berauben ftreben.
1. H e r r d e M a r t y bringt i n eine glzferne
Flafche mit eingeriebenern u n d voIlkornmen fchliefsenden Stijpfel, Regenwaffer und S a u e r - t o J ~ a s ,
*) Aus den Annal. do Chimie, Mars 1807, p.
271.
Gil.4.
c
418
3
gleich vie1 nach w e l c h e m VerhiltniCle, untl oh jea e s gekocht ift, o d e r niclit. Wir wollen fetzen, tles
Walfers fey n u r wenig. Sc!iiittelt m a n die Flakhe
einige Minuten lang, fo w i d eine gewiIle blenge
Gas verfctilucirt, w i e rnan iich iiberfiihren. kann,
w e n n man lie u n t e r Waller o f h e t . il'achdem m a n
wiederholilt gefchtittelt urid die Flalche linter IVaff e r geijffnet h a t , fo wird endlich clas Waffer in tler
FlaCche gda t t i g t , und verlchluckt k e i n Gas iveiter.
Hat inan clieles erlangt, fo lalf'e rnan die Flalctle vcrfchlolfen a11 eincrn O r t e f t e h e n , cler niclit v o n d e r
Sonne bercliienen wircf , uncl beinerke den Stand
des Barometers irnd cles T h e r m o m e t e r s . Nach 2
oder
3 Tagen
R u l l e f c h ~ t t l cman die Flafche a u f s
n e u e und ijffne fie u n t e r W a l f e r ; fo wird etwas LVaffer hinein tlringec.
M a n i'telle fie wieifer ruliis;
h i n , wiederhohle das Verfahren nach einiger Zeit,
und fahre fo f o r t ; iminer wird fich f i n d e n , dals ein
n e u e r AntheiI Gas verlcliluckt ift; und zw;it- tleiio
m e h r , je 1;inger man die F l a k h e uneroffnet h a t Ttehen
Idffen. Ich bin felblt hiervon Z e u g e gewefeo. H e r r
d e A1 a r t y hatte die.Gute, i n rneiner Gegenivart u n t e r Walfer eine Flafche zu ijffnen, die e r l e i t l i n g e r
als I: Jahren verfchloffen ftehen hatte, und welche
Sauerftoffgas untl etwas Wafler enthielt. Das i1-df e r ftieg beirn Erorfnen i n der \'{anne,
merklich i n
d i e Flal'clie, und die Xblorption fchien mir wenigfterik
d e s lfraJ2ruoZrcmens, welches fich in der
Flafche vor dem Oeffnen befunden hattc, gleich zu
fejn.
Barometer und Thermometer hatten fehr
t
419
1
nahe denfelben Stand als z u r Zeit, da die Flafche
verfchloffen wurde; auch war die Ternperatur des
Waffers in der Wanne diefelbe.
Each diefep Verfuchen kann diefelbe Maffe
Waffer, welche gleich anfangs n u r eine gewilfe
iVengc Sauerftoffgas zu abforbiren rermochte, mit
rl e r Z ei t ei n e an feh n li c h ere M e n s e
e r fchl u ck en.
Es fcheint daher, dafs gleich anfangs clas Gas nur'
fchwach gebunden und einjger hlafsen z w i f ~ h e ndie
iiTaffertheilchen eingemengt ift, dafs dagegen die
fortwahrende Einwirkung des Waffers die Elnfticitat des Gas mehr uod mehr vermincfert, es , fo zu
fagen, zufammen zieht, und tiefer i n die Anziehungsfph5re feiner Theilchen hinein bringt , \YOdurch das Waller ffihig wird, eine neue Quantitat
diefes Gas zu abforbiren.
2. Daffelbe findet Statt mit tVuJfirfcofi>as;
aucli hiervon hat mich H e r r d e M a r t y z u m Augenzeugen gemacht ; die Abforption war gleichFalls
fehr ftark. Herr d e M a r t y findet, dafs von die[ern Gas ein grijfseres Volumen als vorn Sauerftoffgas verfchluckt vvjrd, und tfafs r!ie Abforption
rchneller vor fich geht. [Vergl. S. 39s ] Nach 2 Jahren war das Volumen des abforbirten Gas noch nicht
dem Volumen des ablorbirendea CTaFfers gleich.
3. Mit Sauerftoffgas gefchwangertes Waffer iCt geeigneter, Waflerftoffgas zu verfchlucken, u n d fo u m gekehrt. Diefes entfpricht den Beobachtiingen dec
Herren y o n H u m b o l t l t und G a v - L u l f a c ;
der V e r h c h cles Herrn d e RII a r t y hat indel's, lo
11
wie die vorher gehenden, den VOTZUg, in verfchloffenen Gefafsen angeftellt z u feyn.
4. Die Abforption ift urn fo itarker, je grBker
das Volumen des Walfers ift, u n d diefern Volurnen
prop orti on a I.
5. Mit Stickgas finden diefe Wirltungen nicht
Statt. ITt i a s Warier damit einrnaL1 eine Zeit ~ a n g
gefchiittelt worden, fo verfchluckt es d a v o n kein
A t o m mehr, fo lange man es auch mit dieleni Gas
i n Beriihrung jarst.
6.. Mit Stickgas gefchwacgertes WaCfer verfclduckt Waiferftoffgas oder Sa uerftoffgas , womit
man es in Berilhruug bringt, ohne das Stickgas,
welches es enthalt, fahren zu IafEen. Z w a r eniweicht i m Aniange d e r Abforption des anderll Gas
ein wenig Stickgas, (welches einige auf die fileinung gebracbt hat , chfs hier ein Auctaufch vor Gch
gehe;) fchuttelt inan aber das W a l k und die Gasarten, fo tritt alles Stickgas, das i i c h zuvor zivifch en d e n W a Her t h e ilc h e n be fan d, w i ed er z w i fch e n
fio zurilck, uncl nirnrnt dort feinen alten Platz unabhangig von dem' Wafferftoffgas :oder dern SauerItoffgas e i n , welches das Waffer uber dies verfchluckt hat.
7. Diefes ift fo richtig, dars fich a u f die blofze
verfchluckende Eigenfchaft des Wafrers eine genaue
Zerlegung der atmofz'nlrifchen Luft griinden IaCst.
Es bedarf d a m l.veiter nichts, als dafs das Walfer
zuvor init Stickgas gefchwangert worden fey; es
verlchluckt d a m genau o121 des Volumens atmo-
Zpl~iirifclierLuft , welche man iiiit demfelben in Beriihrung bringt, genau fo wie es ein fliifhges Schwefel-Alkali gethan haben wiirde. H e r r d e M a r t y
VerGctiert, d a k 3uf diefe A r t Waffer, wenn inan davon eine verhaltnifsrnafsig grofse ILlenge niinmt um
den Prozefs abzukiirzen , ein vortreffliches eudiometril'ches Mittel abgiebt, und dafs er fich deffelben hlufig bedient habe. Hat man kein Stickgas
vorrathig, fo fchiittle man das Waffer eine Zeit
lang init atmofpharifcher Luft, und laffe es d a n n einige Zeit lang mit diefer Luft in Beriihrung; es verfchlnckt dann alles Stickgas, welches es zu enthalt e n vermag , und das Sauerftoffgas , welches es zugleich in fich aufnirnrnt , verhindert nicht, (nach
Beobachtuns I,) dafs es nicht rnit der Zeit alles
SauerTtolfgas d er Luft, die man analyfiren will, in
fich faugt. Herr tl e M a r t y bedient Gch ebenhlls
diefer ahlorbirenden Eigenfchaft des Waffers, urn
zu erkennen, ob ein gegebenes Sauerftoffgas rein
von Stickgas ift oder nicht; enthilt es Stickgas, fo
wird es von dem rnit Stickgas gefattigten Waffer
nicht vollftanilig abforbirt.
8 , Schon feit langer Zeit ift H e r r d e i l l a r t y
im BeGtze inehrerer diefer Thatfachen; befonders
kannte er fchon die 6te und 7 t e , als, e r feine Abhandlung uber die Eudionictrie fchrieb; e r erwahnt e fie d a r i n aber nicht, fondern deutete n u r mit einigen Worten auf diefe Kigenfchaft des Stickgas hin.
Was w i d aus detn Sauerftoffe, wenn das Wafl e t (nach I ) davon irnmerfort meh r verkhluckt ?
bildet er vielleicht eine Saure, und welche? H e r r
d e M a r t y hofft init d e r Zeit und durch Verluche
die Auflijfung diefer Fragen z u erhalten.
Xoch niufs ich hinzu fiigen, dafs alle hier beEchriehene Verfuche m i t der grijfsten Sorgfalt in
w o h l v e r f c h l o f h e n G e f a k e n angeftellt find; dafs
H e r r d e M a r t y fie auf hunclerterlei Art wiederhohlt uiid verandert h a t , und dafs e r uberall mit
d e r Icrupuldfdten Genauigkeit verfahren ill.
B.
D i e Abhandlung des Nrn. d e M a r t y iiber die
Eudioinerrie, von der ein Auszug iin J o u r n a l de
YI~jj'i.;ue, I'entofe an 9 , fteht, *) liegt vor m i r gedruclct, iin ilrlei7ioriaI li.terurio, and cle 1795, diciembre. I n dein franz6Gfclien Auszuge Grid mebr e r e Verfuche fibergangen, die wefencich waren,
urn d e n Gang des Verfarfers u n d die Enclrefultate zu
fiberfellen; Co ift es g e k o m m e n , c(ak man H e r r n
d e h l r t y bleinungen u n d Relultate beigelegt hat,
die den feinigen bersde entgegen gefetzt Gnd.
So 7 . U. k o n n t e es nach ihrer chernifchen Statil;
untl rnelir noch nach dem eudiometrifchen Auflatze
der H e r r e n v o n H u m b o l d t und G a y - L u l l a c
kcheinen, Herr d e M a r t y lchreibe den Schwe-
*)
Tome 52, p. 176, und daraus in diefen Annnlen,
X I X , 389. Ihre UeberCchrift i n : Abhandl. iiber
den Gehalt der AtrnoCphare an Lebensluft, und die
Nittel, ihn zu m e K e n , vorgelefen in der Akademie zu Barcellona am 22fien X a i 1790.
G iI b .
c
423
3
fel-Alltalien die Eigenfchaft zu, Stickgas, feeiner Nat u r zu Folge, zu verfchlucken. Diefes ift aber ein
Irrthum, durch jenen Auszug veranlafst. H e r r d e
M a r t y G g t in ieiner Abhandlung ausdriicklich,
das j n d e r Warme bereitete f l i r f f i p Schwefel-Al.
kali wirke hierin eben fo, wie es jede andere Flilffigkeit t h u n wiircle, d e r man das Stickgas entzogen
hat, welches fie ihrer Natur nach z u verfchlucken
vermag; und e r k l i r t daraus die Verichiedenheitcn,
welche e r erhielt, wenn er mit grijfsern orler geringern Meogen des fluffigen Schwefel- Alkali operirte.
Darauf fuhrt e r die Verfuche an, welche ihiii diefa
Meinung bewahrten.
Die Herren v o n H u m b o l d t und G a y - L u f f a c fagen i n i h r e r Abhandlung fiber die Eudiomet r i e , H e r r d e M a r t y beftimme den Sauerftoffgehslt der atrnofphZrifchen Luft auf 0,21 bis 0~23,
unrI folgern daraus, tlas eudiometrifche Vecfahren
init Schwefel- Alkalien fey weit minder genau, a l s
d a s mit Warferftoffgas. *) H e r r n d e M a r t y zeigt e fich inclefs nur bei den erften Verfuchen, die e r
i n feiner Abhandlung mittheilt, eine folche Unge\+ifsheit zwifchen 0121 und 0 ~ 2 3 ;und gerade diefe
Verfchiedenheit und d e r W u n k h , iie in engere G r h Zen einzufchliefsen, hat ihn darauf gefiihrt, d e n
Irrthum zu entdecken, d e r durch das Verfchlucken
des S:ic!cgas entfteht , wenn das flilffige SchwefelAlkali diirch die Warme feines Stickgas beraubt
*) Vergl. AnnaIen,
X x , 48.
Gilb .
c
424
3
worclen ilt. Nachiiem er feine N e t h o d e diefem .gemzfs verbeffert hatte, gelang es i b m , die Refullate
{tets zwifchen 0,21 und 0 ~ 2 2einzuichrinken. U n d
dariiber erkliirt e r Gch ganz beftimmt und cleutlich.
Ift diefes a b e r g e h o r i g dargethan, lo lehe icli
nicht ab, welchen Vorzug die Analyfe, d e r Luft
d u r c h Wdferftoffgas vor d e r Analyfe mit SchwefelAlkalien haben foll, w e n n lerztere mit gehoriger
Sorgfalt angeftellt w i r d , wie das irnmer voraus zu
ift. Sie erfordert weder weniger Zeit, noch
i[t fie einfacher, n o c h giebt fie eine grofsere Genauigkeit. D e n n verfahrt man nach tler A r t des
Herro (I e h I a r t y , fo ktimrnt man nach einiger
U e b u n g dahin, jede Zerlegung i n 5 plinuten zu
vo]lenden. A!les Gerath , defi'en marl bedarf, ift
eine eingetheilte K o h r e und eine Flafche mit eingeriebenein Stopfel, *) i n d e f s man rnit Walferftoffgas Zuni wenigften eiii kleines Eudiorneter und ein
Hlectrophor nothig h a t ; und zwar muls man letzteres i n einem Zuftande erhalten, tlais es Funken
zu geben verrnag, w e k h e s auf Bergen und aLlf Rei€en i n feuchter Luft nicht leicbt iit. Verfchluckt
encUicl1, \vie es hier dargctthan ift, das Schwefel.
d l k a l i a1s eine 17/iiJTghx7itnur eine gegebene hlen.
ge von Stickgas, und giebt e s , wenn man es geGttigt rnit Stickgas anwendet, h t s genau 0,21
Sauerltoffgchalt in d e r atmofpliarifchen Luft, w e n n
fetLep
man
*) Eine BeCchreibung diefes Eudiometers findet man
in den Annalen , XIX 385, '397.
Gilb.
,
man in verfchloffenen G e f a k e n o p e r i r t ; fo 13fst fich
gegen den Gebrauch deffelben weiter k e i n Bedenken von Gewicht ertieben.
Dagegen fccheint m i r die A n w e n d u n g d e s ele.
ctrifchen Funkens einer berleutenden Einwenclong
ausgefetzt ZLI feyn. Betlierit man Gch n i ~ n l i c l izutn
Sperren cles z u detonirenilcn G x g e m e n g e s Waffcrs,
aus dem du r c h Koclien d l e L u f t ausgetrieben ift,
fo wird ein kleiner Antlieif Sauerltoffgas von diefern WalTer f i h r Lpgierig verfchluckt ; nimint m a n
dagegen hierzu !nit Luft gefzttigtes Waffcr, fo wird
die durch die Comprefhon bewirkte Detonation imm'er einige kieine Gasblafen aus dein Wafler arisprcfi'en.
E i n e r diefer beiden ftorenden EiI1fltjC€e f~cheintmir unvermeitllich zu f e y n , untl 1Ptzte-
r e r i~isbefor:tlereift- rnir bei tlen zablreichen Verd
filchen, die ich iiber die h n d l y f e von Gasarteri iiiit
Hiilfe des electrjrchen Funkens, theils m i t T h e -
n a r d , theils allein i n d e n A l r e n a n z u f i d l e n Gelegenheit gehabt h a h e , gar fehr verdriefslich gewed
fen. *) Die Verfchieclenheiten, welche dadurch
i n den Rerultaten entftelien, fteigen z w n r , w e n n
m a n mit Sorgfalt operirt, n i c h t u h e r die Tdul'encliel
hinaus; doch ift h i e r tiberhaupt n u r von T a u f e n d teln die Rede. Giebt es claher einen andern Prozefs, d e r mit weniger M i h e z u e i n e r gleichen und
*) Man
fen
findet die Rerultdte dierer Analyren in die4
X X V I , 101.
GiLO.
A i i no le iz ,
Bnnal, d,PhyGt. B.28. S t . 4 . 1. 1808. Sthd.
Ff
E
426
3
vielleicht noch z u einer grijfsern Cenauigkeit fiihrt,
fo fclieint es niir , dafs er den Vorzug vor dern m i t
W a fler it offgas v e r 11i en e.
H e r r d e M a r t y batte, als er feine eudiometriEche A b h a n d l u n g fchrieb, fclioii die Luft i n T h e n t e r n und K i r c h e n , w o vie1 hlcnfchen v e r h m m e l t
w a r e n , unterfucht, und hatte i n i h r ftets denfelben Gehalt an S a u e r f t o f f p s als in d'er freien atmofphsrifchen L u f t gefunden ; ein V e r f u c h , den die
H e r r e n G a y - L u f f a c und v o n H u m b o l d t
ebenfalls i n Paris mit demfelben Erfolge angeftellt
haben. * )
*) Annnlen,
XX, 88.
Gilb,
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