close

Вход

Забыли?

вход по аккаунту

?

Einige Bemerkungen ber die physischen Ursachen der Gestalt der Isothermen.

код для вставкиСкачать
54
III.
Einige Bemerkungen iiber die physischcn
b%sachen der Geslrdt der Isothermen;
von H. Wy D o ve.
I - I a l l c p , welcher zuerst auf die MUglichkeit des Zusammentreffens eines Cometen mit der Erde aufinerksrrm
maclite, suchte die aullallcade Kdhe Nordamerika’s durch
die Annabme zu erklaren, dafs eiu solchcs Zusammentreffen wirklich in friiheren Zeiten stattgefunden Iiabe. Dort,
meinte er, habe sonst der Erdpol gelegen, und die niedere Temperatur jener Gegenden sey eine Nachwirkung
jener friihcren Verhaltnisse. Da es aber zwei nOrdliche
Keltepole giebt, dercn keiner mit dcm L)rcbungspole ZUsammenfdlt, so nllilsste cine solche Vcriiridcrung dcr Erdaxe zweimal eingetrekn seyn, welches eben nicht fur
jene Hypothese sprichl, indem schon die Wahrscheinlich~
lieit cines eininaligcn Zusammentrelfeus nach den Untersuchungen von 0 I b e r s sehr goring ist. W i r siud daher
auf terestrische Ursachen zuriickgewicsen.
Seirdem es durch unbestreilbare Thatsachen erwiesen zu seyn scleint, dals von der Oberflache der Erde
an die Temperatur nach der Tiefe zunimmt, kann die
Temperatur der OberllPche als durch terestrische und solare W3rme bcdingt angesehen werden. Denkt mau sich
nun das als ilussig angenommene Innere der Erde VOII
einer festen Scliale von ungleicher Uicke umgeben, so
wird der von der terestrischen W%me abb~ngigeTheil
der Teioperatur dcr Oberfleche nur in dem Fallc einc
Function der geographischeu Breite allein seyu , wenn
dio Dicke der Sclialc mit der Eutfernuug voin Aequator
entweder regeluiiifsig zu- oder abnimmt. Da nun der
von der solaren WBrme abhsngige Thcil uur eine Function
der Breite ist, so wurdea unter jener Voraussetzuug bei
55
einer gleichgestaltetea Oberfllche die Isothermen mit den
Parallelkreiseo zusammenfaIlen. Es ist leicht cinzusehcn,
wie bci einer unsymmetriscbcn Vertheilung der Dicke der
Erdrinde Erscheinungen entstehen wiirden, lilinlich denen,
welcbe wir jctzt in Bezichung auf die isothermische Vcrtlieilung beobachten. So lange aber nicht durch Beobaclitungcn
erwiesen ist , dafs die Temperatorzonabme nacll der Tiefc
an den convezen und concaven Scheiteln der Isotbermen verschieden ist, fchlt eincr solchcn Erklarung, wie
sie C o r d i e r gcgebea, alle empiriscbe Bewiihrung.
Es schcint daher zuniiclist am passendsten, auf der
Oberflscbe dcr Erde selbst die Ursache jener auffallciiden Abweichung der Isotliermen von den l’arallelkreiscn
zu suchen. Die unter dcm Aequator aufsteigenden und
iiacli den Polen abfliefsenden Luftstriime sind als Gruiid
jciier Verscbiedeuhcit angegeben worden. Da wo durch
eiii breiles Continent die Teinperatur der Linie unverhHltnifsm:ifsig erhBhl wird, wird nach dieser Ansicbt aucli
die Teinperatur der daruber licgendcri gdhifsigtcn Zoiic
gestcigert, iind dalicr contrastirt die W i r i n e Europa’s so
entscliieden gegcn die Kelte Aiiierikn’s, in dessen tropischen Gcgcndcn gerade das feste Land zuriickgedriiiigl
ist. In Asieii hingegen iiberschreitcn dic Acquatorialstriiinc
uicht das Hoclilarid , deswcgcn jene nierkwurdige Kdtc.
I m 11. Bandc dieser Annalen habe ich die Zuliissigkeit dieser Hypothese dadurcli gcpriift, dafs ich fur Paris
den Einflufs. der rnittleren Wiudesrichtuug auf die Ternperatur quantitativ zu bestiminen suchte. Ich werdc jetzt
:ihnliche Berechnungen fur Lotidon mittheilcii.
Hat man aus einer langen Reihe IOU Beobaclitungen nach Elimination dcr tligliclicn und jiihrlichcn Vcr:iiiderungen die mittlere Tempcratur der einzclnen Wiiitlc
bestiinint, von denen n verschiedene R i c h t u n p su dcr
Wiudrose uurerschieden s e p wiigcii, und bezcicliiiet mail
die inittleren Teinperatureu derselbeo wit t’ 1” 1”’ . . . P,.
ibre respective AnzaM
wit m’m”m”’
. . . UP,
56
so wird die mittlere Temperatur des Ortes
T=
2':
. . . . mntn
m' +- rn" + /n'" + . . , . m"
m't'+m"t"+m"'t"'+
WBren alle Winde gleich oft vorgekommen, batte
also keine Windesrichtung vorgeherrscbt, SO wiirde:
ni'=rn"=rn'"=
. mn.
Bezeichoen wir die Temperatur, welche unter dieser
Voraussetaung stattgefunden baben wiirde, mit T o , SO
word:
To= m'(t+"+P+ --=, P) t'+t"+P+ , . L"
n m'
n
1st T = P , so hat die mittlere Windesrichtung kcinen Einflufs auf die mittlere Temperatur, ist T gri)Tser
als To, einen e r w h w n d e n , ist es kleiner, einen crkdtendcn. Die Grirfse desselben mit W bezeichuet giebt also:
...
. ..
..
W = T- To.
Zur Elimination der tliglichcn VcrSnderung schcint
cs am passendsten, die Tempcratur eines Windes aus den
tiiglichen Ertrefien abzuleiten, wenn o5mlich in deu Bcobachtiingen der w;ilirend eines Tages herrschende W i d
angegcben ist. Dcnn da die Hirnmclsansiclit bei verscbiedencn Winden verschicden ist, so wird Bedeckung in
eben dem Maafse dos Maximum des Tages erniedrigen,
als sic das Miniinriin der Pr'aclit erliiiht, ein heller I-liinme1 hingegen fur beide Kxtremc das Gegentheil bewirkeii.
Die dcr Berechnung untervsorfenen Beobachtungen
siod die von H o w a r d in seinem Clz'mafe oJ London
bekannt gemachlen, 14 Jahre, 11306 bis 1815, an einem
I\e~istcr-'llicrmoineter,nacli Fahrcnhcit gethcilt, Die thermischcn Wintlinittel in Fabrenhcit'schen Graden siod in
der crsten Tafcl enthalten, in der zweiten die GriiLe
der tsgliclien VerBnderung, wclclie die Nothwendigkeit
der Correction fur die tligliciie Variation bei jeder eiueelnen Windesrichtung zeigt, in der drilten endlich die
Anzahl der einzelnen Winde;
MSn
Januar
1
1 W. I
KW.
1
N.
1 NO. I
9O,351 37O,628 33O,021 31°,239/290,71
, l d d l ,297 38 ,39 28 ,970133
,202 44 ,066 41 ,43734 ,844137
,918 48 ,541 45 ,468 40 ,598,45
,648 54 ,947 52 $5 53 ,625 52
,91959 ,961 58 ,63957 ,24 I58
,41762 ,30261 ,041159 ,00461
,21461 ,5 59 ,797159 ,117 59
SVV.
0.
M i t t l e r e Temperatur.
1VerPnd.IWindst
-
36°,1J3'410,4Ml32",133 31",25
,325 -13 ,441 36 ,28 43 ,5
.,G67 43 ,906 44 ,759 41 ,333
,014 51 ,75 4G ,547 51
,25 57 ,523 57 ,034 55 ,409
,311 (il ,23260 ,23 60 ,055
,44765 ,25 62 ,029
,28559 ,221 64 ,06661 ,916
I SO. 1 S.
UI
-3
1
W.
I
NW.
1
N.
I
KO.
1
0.
I
SO.
I
S.
I
I
Verind. Windst. MittI.VerTnd.
Januar
F e bruar
I
I
-
9,924
10°,42910°,282 11°,R17 IQ0;228 6O,895) 8O,237 7O,428 10°,039 10°,865 11 ,7
11 ,76 11 ,576 12 ,38 11 ,765 11 ,904,11 ,571 11 ,433 12 ,297 13 ,Q1 11 ,616 11,99
Miin
14 ,609 13 ,765 15 ,167 13 ,062 12 ,304,13 ,921 15 ,333 16 ,562 17 ,311 8 ,666 14,lHS
18,192
17 ,I1 IS ,323 17 ,231 17 ,592 17 ,933;21 ,364 20 ,853 17 ,35R 17 ,285 16
April
IS ,161 21 ,03320 ,3 18
,2 19 ,688 19 ,33320 ,386 18 ,818 19,941
Mai
21,21
27 ,861 20 ,22221 ,487 19
Juiii
19 ,19 21 ,307 20 ,927,18 ,21
19,611
,71521 ,63220 ,6 19 ,177
19 ,371 18 ,83l 19 ,636,19 ,654
Juli
$33 19 ,429 20 ,111 I9 ,733 20 ,167 18,552
August
18 ,082 16 ,77 1 17 ,718,20 ,353
18,142
September 16 ,06 18 ,019 IS ,361,17 ,693
,031 1s ,43 117 ,762 19 ,346 19
,26 116 ,037115 ,267 I 4 ,612 14 ,123 15,259
October
14 ,574 14 ,116 18 ,737,lS
Eovember I1 $9 15 ,75 13 ,39211
,111,lO ,414 I1 ,773 13 ,316 13 ,889 11,604
9 ,861111 ,769 10,128
December 11 ,152 10 ,152 11
6
,036'10 ,042110 ,2
SW.
Q,
~
59
A n z a h 1.
- - - - - - -- - iW. W. IW. N.
Jan.
73 39 60
Febr LOO 37 50
Marz 69 39 4 8
April 55 24 47
Mai
74 19 40
Juni 74 39 68
97 48 S9
Juli
Aug. 9s 53 96
Sept. 67 41 4 4
a7 J 3 38
Oct.
KOV. a7 44 51
99 46 55
DCC.
(0.0. 1so. S.
32
17
16
36
12
25
26
17
23
1s
29
3% 28 2 s
21 21 23
89 38 21
67 33 34
67 40 32
49 22 22
25 14 19
31 18 I 4
53 32 40
53 27 39
50 18 27
29 37 2s 24
:rind.
26 37
27 25
16 29
14 42
21 4 .I
9 39
20 34
1 s 13
21 26
30 28
22 19
10 26
Vindst.
10
13
3
2
11
9
6
9
a
9
13
Bei der Bestimmuog der mittleren Telnperatur T
sind die bei verlnderlich und wiodstillec aogestelltcn
Beobachturigen mit oufgenommcu , da sie allen Winden
gleichrnlifsi;; zugerechnet ncrden liihnen. Uicse ist in dcr
folgenden 'I'afel in der ersteu Columoe enlbalteo. Die
zweite, init F iiberschriebeo, giebt die rnittiere Temperatur unter der Voraussetzuog, dafs keiiie Wiodesriclrtung vorgeherrscht habe. Die dritte, den Uoterschied der
beiden ersten, oder den Eiuflufs W. dcr mittleren Windesrichtung auf die niittlere 'l'emperatur, und zwar positiv, weon dieser ernarmend war, uegaliv im entgegengesetzteii Falle. Die vierte Coiuinne enthYlt die mittlere
Windesrichlung seIbst nach der L a ui b e r t'scheo Fortriel
berechnet, den Wind von S. als Nullpuiikt nacb W. gczahlt, die folgende Columne dieselbe anojlherod in deln
cntsprechenden Windzeichen. Setzt man
a=W-O
a=S-N
b=N W + S W-NO -SO @= SW +SO-NW'--NO
so wird die Coinponeule der mittlereu Windesricbtung
wit C bezeichoet:
C = V [ ( a + b ~ o s 4 9 ~ ) ~ + ( u + P ~ o s450)2]
die Anzahl der Tage angeben, welche bei sonst herr)J
60
schender Wiudstille der mittlere W i d geweht liaben
wiirde; da aber nicht alle Monate gleich lang sind, zur
Vergleichung aber die gcfundcuen Werthe auf eine gemeinschaftliche Einhcit reducirt werdeil musscn, so habe
icli den unter C in der ersten Columne aogefuhrten Ziffern, welche die Dauer innerhalb jedes Monats angebcn,
noch beigefugt, wie viel unter 10 Tagen jcdcr rnittlercr
Wind weben wiirde. Diese sind in der zweiten Columue uuter C enthalten. '
I
T.
I T".
1
W.
IRiclrtung d. W i n d .
Jan. 34O,93 35O,032 -0",10.2: 94"
W.
Febr. 39 ,50237 , 5 6 1 t l ,815' 63 WSW.
Mnrz 4 1 ,291 10 ,913 +O ,335 160 ENW.
C.
J,9 I,%
8,5 3,06
2,8 0,YL
3,6,1,14
1,1;2,71
6,2,2,07
10,9,3,54
11,7G,H1
1 3!0,62
4,511,47
5,8 1 , Y l
7,2[2aa
Wir sehen also, dafs der Einflut der mittleren Windesricbtung auf die mittlere Temperntur in den einzelnen
Monaten sehr verschiedeii ist, im Wiuter uiid Friihling
bhfiger erwiirmend, im Soinmer und Hcrbst erkiltend.
Es kann natiirlich nicht ermittelt werden, in wicferu die
hier gefundenen Resultate fur das Klima von London
normal sind.
Urn die GraEse dcs Einflusses in Beziehung auf die
Jahreszeiten und das Jalir nliher zu untersnchen, habe
ich' die mittlere 'l'emperatiir der Wiode innerhalb derselben, wie friiher, aus den inonatlichen Mitteln bestimmt,
urn so viel wic miiglich die jahrliche Veriinderung zu eliminiren. Fur die Jahreszeitcn wiirde es noch passender
seyn, aw den zwvillf mooatlichen Mitteln jedes Windes
61
die Temperatur desselben als Function der SonnenlSnge
danustellen, und die so gefundenen wahtscheinlichsten
Werthe der monatlichen Mittel statt der direct beobachteten der Bcrechnung der thermischen Windrosen zuin
Grunde zu Jegen. Es bleibt aber Iiierbei unsicher, bei
welcher Annliherung der berechneten an die beobachteten Werthe man stehen bleiben SOII, und es scbeint daher passender, eine solcbe Untersuchung erst dann anzustellen, wenn man durch cine zweite kingere Beobachtungsreihe eine neiie Vergleichung mit den berechneten
Werthen erhalt. Dafs die Teinperatur der ilstlichen Winde
innerhalb der jlhrlichen Periode grilfsere Versnderungen
zeigt, als die der westlichen, habe ich schon friiher gezeigt, und diefs wird durch die oben angegebene Tafel
adfallend bestiitigt, ergiebt sich natiirlich auch, wenn man
nach den gegebenen Zahlen Formeln berechnet, aus dem
Verhaltnifs der Coefficienten der veriinderlichen Glieder
derselben. Unfer mittlerer Temperatur ist also die Soinme
der monatlichen Mittel durch die Anzahl derselben dividirt. verstanden.
Man erhalt dnnn die in der ersten der folgenden Tafeln eathaltenen Zahlen, welche, wenn z den von N a l s
Kullpunkt nach 0. gczahlteu Winkel, welcben der W i n d
mit dem Meridian inacht, bezeichuet, durch folgende Formeln annlhernd dargestellt werden , die CoElficienten in
Fahrenheit'schen Graden ausgedriickt:
Jahr
T=4S0,7219+3",25S s h ( ~ + 2 6 257')
~
+0°,4741 s i n ( 2 ~ + 2 6 9 14',)
~
Winter T=36O,G669 +5O,3775 d n (Z +24l 47')
+0°,1474 sin(2z+ 16O 52')
Fruhling 2'=47°,6601+30,1773 sin(z+260° 41')
4-0°,9389 sz'n ( 2 z 257 16')
Sommer T=61°,332 +2O,1755 sin(x+296O 30')
+1°,1837 s h ( 2 z t 2 2 7 O 43')
Herbst T=49O,2289 +3O,1485
z+27S0 52')
+0°,8463 ~ h ( 2 ~ 8"
- 31')
+
62
Eine Vergleichuag der Beobachtung und Rechnung
giebt d a m :
B e o b r c b tet.
1
Jahr.
31,993
50,832
49,771
46,884
48,661
46,411
48,779
50,414
S.
sw.
W.
NW.
N.
NO.
0.
so.
I
Herbst.
Winter.
Friihling.
Sommer.
42,573
4 1,103
3!.),312
33,568
31,064
32,293
34,156
37,274
51,059.
49,236
49,183
46,465
43,022
45,038
48,559
ti 1,898 52,439
61,517
61,254
59,826
58,754
59,815
62,901
48,637 64,691
51,651
49,334
45,666
45,605
48,598
49,499
51,039
I
Be r c c h n e t.
I
S.
sw.
W.
NW.
' 51,481
51,285
1
Friihling.
Winter.
Jahr.
49,696
46,725
N.
NO.
0.
so.
Sommer.
1
Herbst.
~~
41,448 49,850
41,957 50,034
39,167 49,090
31,973 46,Ol.L
43,609
4 4,872
48,062
49,721
62,404
61,224
6 1,236
60,065
58,510
59,847
63,177
64,192
52,215
51,923
48,869
45,449
45,993
48,209
49,589
50,935
Un t e r s c h i e d.
I
S.
sw.
W.
NW.
N.
NO.
0.
so.
Jahr.
-1-0,512
-0,453
+0,175
+0,159
-0,384
+0,294
-0,017
-0,318
I
Winter.
I
FrGhling.
+l,l79
-0,778
+0,143
+O,095
-1-0,585 +0,471
-0,587
-0,907
+0,633 +0,186
+0,.197
+0,074
-1,06A
-0,805
-I-1,127
-0,856
I
Sommer.
1 Herbst.
-0,506
to9224
+0,293 I-0,472
+O,Ol8 +0,465
-0,139
+0,217
+0,244 -0,IHH
-0,032
+O,BHS
-0,277
-0,090
+0,500 +0,104
63
An
63
272
122
16s
58
96
77
2h0
319
319
so.
ah
-
472
N 0.
0.
t
I.
I
Winter. Friihling. Sommer.
Jahr.
51
198
02
136
64
223
111
47
269
140
249
68
105
54
-
75
Herbrt.
73
24 1
128
133
70
156
77
102
Fiir den Einflufs der lnittlcren Windesrichtung auf
die mittlere Temperatur aber folgende Bestimmungen:
I
T
To
W.
Rich tung
dito
Cornp.
red. Conip
Jalir.
I+
I
Winter.
I Friililing. I Sommer. I
Herbrt.
48,801' 37,245 47,594 60,992
48,7221 36,G67 47,660 61,332
0,34
0,062 + 0,578 - 0,066
79"
169"
97"
730
92O
W. WSW. NNW. WNW. WSW.
5,s
28,5
ll,4
57,9
20,2
0,69
3,46
1,42
lJ79
235
I
I
-
1
Da Oo,08 F. eine zu unbedeutende GrNse ist, so
ist also das Ergebnifs der Untersuchung:
1) Die rniltlere Windesrichtung in London, welche
als vollkomrnener Westwind anzusehen id, hat
auf die miillere Tempera& uon London kehen
Einjufs.
2 ) Die Versndcrung der mittleren Windesrichtung inoerhalb der jYhrlichen Periode aufsert einen merklichen Einflub auf den Gang der Temperatur. Durch
die inehr niirdliche Richtung im Sommer wird die
Teuiperatur erniedrigt , durch die mehr siidliche im
Winter erhiiht. Im Friibling und Herbst sind die
Wirkungen unerheblich, doch schliefst eich der Friihling an den Sommer, der Herbst an den Winter
an. Die entgegeagesetzten Winde halten namlich
64
in diesen beiden Jahreszeiten wie im Jahre einnnder in dem Grade das Gleicbgewicht, dafs die mittlerc Componente gering ist.
Diese Resultate niit denen verglichcn, welchc ich
fur das Klima von Paris im 11. Bande dieser Annalen,
S. 583, gegeben Iiabe, giebt in Centes. Graden:
-
J a 11r
Winter
Friihliiig
Somnier
Herbst
Paris.
+0,2 17
+O,SSG
+0,622
-0,777
+0,500
1
London.
+0,0.45
+0,32 I
-0,036
-0: 1s9
+0,086
wsw.
Paris.
London.
W.
sw. wsw.
wsw. NNW.
W.
ssw.
WNW.
wsw.
Die Uebereinstimmuog der Wirkung der mittlcren
Windesrichtung. ist sehr auffallend ; die siidlichere mittlere
Richtung des Jahres bewirkt eine weit bedeutendere Temperaturerbtihung in Paris als der indiffcrente W e s t in
London, eben so sind die M'irkungen im Winter und
Herbst gesteigert.
Im Frtihling, wo die mittlere Windesrichtung in Paris auf der siidlichen Seite bleibt, ist die Temperatur erbsbt, in London hingegen, wo sie auf die nbrdliche Seite
fsllt, erniedrigt. Warurn in Paris der W. im Sommer
eine sttirkere Abkiihlung bewirkt als der NNW. im Winter, wird aus dem Uuterschiede der beiden thermischen
Windrosen klar.
Ist namlich
T=u+ u' sin( z+ u') u"sin(23+ u")
allgemein die Formel fiir die thermische Windrose, 60
e r b l t man in Cent.:
+
Jahr
Winter
Friihling
Sommer
Herbst
1,267
2,776
Jahr
Winter
Friililing
Soinmer
Herbst
0,191
1,249
0,227
0,317
0;257
0,341
1,81
2,957
1,765
0,263
0,093
0,522
0,658
0,470
232" 59'
214 38
263 37
359 39
233 53
2620 57'
2-11 47
260 4 1
296 30
278 52
168O 23'
263 37
30s 7
269" 1.1'
16 52
217 16
Die nahe Uebereinstimmiing der Constante U' in
allen Jahreszeiten, den Sommer ausgenomiuen, zeigt, daCs
die Temperaturvertheilu~~g
iunerhalb dcr Windrosen bcider Orte ziemlicli gleich ist, Iin Soinmcr aber ftillt der
Punkt der hilclisteri Kslte, welclier in Paris atif W.f:illt,
in London nocli uber N. hinaus, etwas auf die 6stlichc
Nilfte der Windrose, wie man durcli Diffcrenriiren der
obcrcn Gleichung crhAt, uiid dalier hat die inittlere Wiudcsrichtung iu Paris, welche W,ist, den EinfluL auf die
Erniedrigung der Temperatur, welchen in London einc
nOrdliclie haben wiirde; da wir sie dort aber NN W. fanden, so m u b die Wirkung in London grilker seyn als
in Peris,
,Es ist akiar, dals man auf aIle dicse Verhiltnisse
Riicksicht nehinen m u h , wenn inan bestilninte Resultate
erholten will, und es sclieint*mir daher die kwze Beinerkung des Hrn. Prof. S c h o u w , durch tvelche er meine
friiheren Untersuchungeh iiber das Klima von Paris zu
beseitigen suchte, ohne sich auf das Detail derselben einzulassen, sehr verfehlt.
Band 90 S. 544 lieifst es: Die TemperatucverhYltnisse Jer Ost; und Westkiistcn der Contineate lassen
sicli nicht fiiglicli erklsren, tvenii plan an den westlichen
A n d . d. PII) ,it.n.99. St. 1. J, 1831.St.9.
6
66
Seitcn sifdliche, an den iistlichen nifrdliche Stramungen
annilnint. Weliten niimlicli im Ostlichcn Asien und im
iistliclien Xordameri ka vorziiglich nordiistlicbe Wiode, so
wurden iiicht nnr die Winter, sondern auch die Soinmer
kalt seyn. ljekeiintlich abcr unlcrscheiden die Ostseiten
sich von deli Wcstseitcn nicht niir durch die niedere
mittlere M%rme, sondern auch durch den grofsen Urtterscliied dcr Jalireszeiten uud den warmeii Sommer. Diefs
erkl&rt sicli dagcgeii leicht, we~iiiinnn i t u r eine allgenteine
westliclie Strihiung annirnuit, denn auf dcn Ostkiistcn
der Contillelite kominen diese W i n d e vont Festlande, und
bringen folglich Couh-nlalklima (kaltc W i n t e r uiid wacme
Sominer) auf den Wcstkiistcn komincn aber die westliclien W i n d c w i n Mcerc, und bringeu daher Meeres- oder
Kiistenklium.
D c r Schlufs, wclcticii ich gemacht habe, war folgender: Sind kYltere Wiiide herrscbetid, SO wird die Tcmperatur ernicdrigt, wehen wiirmcre, so wird sic erhiiht.
Die Beobaclitungeu von Paris geben:
Winter.
Sommer.
NO.
-oo,(i~
+iao,ig
SW.
+ 6 ,31
+17 ,55.
Da also die NO. W i o d c im W i n t e r kilter sind als
die SVI’. Winde, so wiirden sic, wenu sie vorberrschten;
die ‘l’cmperatur ertiiedrigcn, hingegen ill1 Soininer , weil
sic warmer sirid als die SW. Winde, sie erhiilteii. Es
ist aufserdem liier von iriittlcren Windcsrichtungen, nicht
von eiiizelneii Wiuden die Rcde, und da e8 beka~tntist,
d a t die Linien gJeiclier W’interkiilte fast senkrecht auf
den Linicu gleicher Sominerwlirlne stehen, oder iu Bezieliung arif die thcrinisclie Windrose ausgesprochen, dafs
der Kliltepol der Windrosc im Sommer auf der westlichen Seite dcrselben ungefdir um 90° voii dem Punkte
absteht, wo e r im W i n t e r auf der Ostscite liegt *), so
*) Den Grund dieAer Erscheinuog baLc ich Bd. XI S. 576 niher
en t wick e f t .
67
ist kiar, d a f ~ dieselhe Windesriclitung in dcn verschicdenen Jahreszeiten cinen entgegcngcsclzten Einflufs. nicbt
niir haben kann, sondern liaben mufs. Dafs in Londo~idic
niedrigstc WArme im Somincr anomal ctwas auf die NO.
Seite ftillt, ist durch die Lage erkliirlicli, wcil NO. M’inde
das Meer uberschritten ltaben uud dadurch abgckiihlt sind.
Bafs die Sclicitel der Isothermen nicht auf die ilstliclicii
Kiisten sclbst fallen, ist bekannt, dalier mlisscn wir hicr
die VerhHlttiisse des Continentalklimn’s beibclinltcn, was
ich Bd. XI11 S. 596 deutlich ausgesprochcn habe: ~31iacL
der Kriimmung der Isothermen zu schliefsen und dcm in
einer frijhercn Abbandlung bewiesenen Einflufs der mittleren Windcsrichtung auf die mitllcre Temperatur, ist es
mir nicht unrrahrscheiiilich, dafs ubcr die bcidcn Continenlc dcr alten und necien Welt aiif der nikdliclien Halbkugel zwei nfirdlichc Strfiine gcheti, uber die zwischcnliegenden Mecre zwei siidlichc, die 5ich b b in eine gewisse Breile iiber die Contiricnte nusbreileri. Was aber
die Erk1;irung des Hm. S c h o u w betrifft, welche e r im
Gegensatz zu dcr mcioiien selir leicht nennt, so ist es
allerdiiigs leicht etwas dadurch zu erkllireo, dafs man das
zu ErklVrende als b e l i a n ~ ~voraussetzt.
t
Denn wenu man
anuimmt, dnfs der W. W i n d an den convexen Scheitcln
dcr Isothermen eiiicii crwarinenden Einflufs in Beziebung
auf die Tcmpcratur dcs Jahres hat, SO vcrsteht cs sich
vou selbst, dafs diescr Einflurs in dns Inoere der Continente hincin allm~ligabnclimen wird. Die Frage, welclie aber bei dein Problem der Isothenmn beantwortet
wcrdcu mufs, ist eben: warum hat e r dort diesen Einflufs?
Eiu begrlindelerer Einwiirf gegen die obige Untersuehung kotinte aber dadurcb gemacht werden, d a k man
sagte; wenn die verschiedene initllere Richtung det W i n d e
cinen von ihrcni thcrinischco W c r ~ l iablilingigcn Einflufs
auf die lnittlerc Teinperatur dcf cinzclnen Abscbnitte des
Jahres aufscrt, so inufs die Art der. Aufeinandcrfolgc der
cinzelncu Wiiidc iiberlauyt ebcnfalls lricrhei von IJedcu~
J5*
11
G8
tuog seyn. Dieser Einwurf wird bescitigt, weon sich aus
den Beobaclitungen ergicbt :
dafs die Art der Aifeinandeifolpc der W n d e in allen
Jahresteiten dieselbe, also unabhGllgi;: oon den glcicheeiiigen Veraiidcriirigen der mifileren Rickmng dersrl-
ben ist.
I n Band XI, XI11 uild XV habe icli fiir das jiibrliche
Mittel bcmiesen, chfs die Acnderungen iminer in dem
Sinne S W N . iin westlichcn Europa geschchcn. Dieses
Gesetz der Drcliung rand ich in den einzelneo Monaten’
ebenfalls durch l3cobachlungen und Rcchuungcn beststigt,
und ich glaubtc mich daher zu dcr dcufserung bercchrigt,
lid. XI S. 5 5 5 : *aucIi fiiitlcn sich in den monatlicheo
Mittchi, die hier anzufuhren zu weitlzufig seyn wiirdc,
sellen Ausnahmcn. 11
Dagegen hat Ilr. Professor S c l i o u w in Bd. XIV
S. 548 eine Zusainnienstellung cinjihrigcr Dcobachtungcn
von Dr. N c u b e r in Apenradc bekannt gcmtcht, welche
nicht nur die Unriclitigkeit des Gesetzes im Allgeineincn
zeigen sollcn, sondcrn in’s Bcsolldcrc die Ui~zuliinglicbkcit
dcssclben fiir cinzclnc Zcilabschnittc dcs Jahrcs. J h die
Beobachtungcn selbst weit spiitcr erscbiencn sind, so ist
es inir erst jelzt mi)glich, iililier zii un!ersuclicn, in wicfcrn
die aiif oben sich stiitzcnden Einwiirfe gegruodet siud,
odcr nicht.
Was das Allgcineine betrifft, so meint Hr. S c I i o u w ,
dals. die Winddrchung nach der Scite hzufiger ist, von
wclcher der W i n d am hiiuligsten weht. Diefs pafst zwar
nicht auf das Velhlillnifs von W. zii SW. und NW.,
d. h. auf die W i n d e , wclclic am buligsten vorkoinmen,
es wird diefs aber dort cladurch erklsrt, dnCs der N W .
W i n d eine grillsere Stsrke habe, als der SW, jener also
dicsen leichter vcrdrznge aIs umgekehrt. ,,Dove, heifst
es, schreibt den siidlichen Winden eine grufscre Intensitst zu; diises ist in Danemark bestimint nicht der Fall,
und wobl schwerlich in Europa und iiber dem atlanti-
60
scben Meere.* In' den Collect. mefeor I., wclcbe die
Apenrader Beobaclitungeii euthalten , findcn sich dagcgcn p. 227 folgendc W o r t e in der Zusaoiinenstcllung derselben von Hm. S c b o u w : ,$Iiicraus gcht hervor, dafs in
Bezichung auf die IntcnsitKt die Winde sich folgcnderLnaLen orduen:
I W.
IS".
I
S. IN".
I
N.
1 SO. 1 NO.
10.
Meinc Bchauptung, welche fur Diiiicrnark bcstiiniiit
unrichtig seyii soll, wird also durch Hrn. S c h o UIV sclbst
bestzfigt, die gegebene ErkIBrung desselben durch die
Bcobachtuugen selbst widerlegt, aiif welche sic angepaM
ist. Icli habe diihcr nichts hinzuzufiigen niithig.
\Vas nun die Veriinderungen in den einzelricn Monatcn bctrifft, so glaube ich durch folgende Talc1 zu zeigcn, dafs das Gcsctz der L)rehung in deli einzeloen Monatcn dasselbe ist, wie im jiihrlicben Mittcl. Sic entlililt
die Veriiutlcrung dcs Barometers innerlialb zwhlf Stundcii
fur die acht Hauptninde, corrigirt fur die t5gliclie Varintiou, dercn Griifsc in dcr letztcu Columne angcgebcn is[,
uud zwar bedeutet + Steigen,
Fallcu, in Milliinetcr
aus zchujiihrigen BeobacLhmgen zu Paris.
-
-1
--
Ot
71
Da also mit SO, und S. in allen Monaten das llarometer fallt, mit W. und NW. sleigt, iiberhnnpt auf
der Ostseite der Windrose fiillt, auf der Wcstscite stcigt,
niirdlicbe Winde aber stlrker driicken als sudliche, so
sind Ostwinde cin Ucbergaug dcr uiirdlichen Winde in
die siidlichen, Westwinde cin Uebcrgang der siidlichen
in die nordlichen. Dau Gesetz der Dreliung, S.,W., N.,
ist also zu alleu Zciteu des Jahrcs dassclbe.
W o h e r komint es nun, dals Hr. S c l i o u w aus den
Apeiirader Beobachtungen gain entgegengcsetzte Resollate
erhalrcn zu haben glaubt? Was zunSclist die Anzalil dcrselbcii beirillt, so koun icb zwar iiicht sagen, dals icli zu
zebu bestiinintcn Slundcn des 'rages regelmlilsig beobnclitct Iiabc, aber ich kann versichern, d a b ich mebrere Jabre
Lindurch, so olt ich es nur tliun konnte, WiudIichtung
und Barometer verglicben babe, wie man es so leicht an
einem lait Mikroskopen versebenen Barometer tliun kanu.
Ich weiL sehr rvobl , dals es cntgegeugesetztc Drebungen
gicbt, die oft inehrere Tage dauern, sie scheinen besondcrs die Ecbclbilduiig zu beguiistigen , wenn dcr Wind
von S. durcli 0. gelit, ich habe die Bedingunge~idicscr
Ausoalimen fruher nliher entwickclt. Gingc der W i n d
iniiiicr ununterbrochen im Krcisc heruin, so wiirdc cs niclit
niithig seyn, durch langwierigc l\cchnungeu Bcweise dafiir
2u suchen. Das Durchgeheude abcr durcli allc jeiie TJnregellniilsigkciten ist nach meiuer Erfalirusg, und zwar zu
allen Jahrcszeiten, jenes Gesetz. Dafs es im Soininer
lilufiger vcrdcckt wird, wo jede W-olke ihren Wiud erzeugt, verstelit sic11 von sellst, und eben deswcgcii ist
cs schr inilslicli, jedein einzelnen Ziipvinde, der ohne
barometrische Wirkuug ist, gleichen Wcrlli zuzusclirciben, besonders wenn dcr Ort , \vie Apenrade, unniittclbar an dcr See licgt. Da nun dort die VerhZlhissc der
Anzalil folgende sind:
N. pio. 0. so.
s. SW'. w. Nn'.
6 G
12 12 12 13 21 17
72
siebt man leicht, dafs der el8 0. eintretende ttiglicbe
Seemind (da in n3rdlichern Breiten e r noch merklich ist,
so mag er wohl aucli hier iiii Soinmer stattfindcn) haufiger auf siidliche als auf nilrdliche W i n d e wirken, uud daher eiue unregelmgfsige Schwauliung eneugcn wird.
Auf welche Art abcr die Beobachtungen gcgen lnicli
benutzt sind, will ich an dein Beispiel selbst zeigeu,
welches Hr. S c h o u w besonders hervorhebt, S. 515.
PNehinen wir Juli als Beispiel. I n dicsern Monat
gescbah dic Dreliung des Windes 4.1 Mal, also hiiufig
in der dein L a d e der Sonnc entgegcngesetzten Riclitting
(55 mit der Sonne); folslicli rnufste, nacli D o v e ’ s Ansicli, eiitweder Apenrade in dicsein Moiiat in dern EO.
Strome gewcsen scyn, ja s o p in der tistlichen Htiifto
desselben, ocler gleichzcitig iniiCsle iin atliintischen Meerc
ein NO. Stroui stattgcfundcn haben, denn r) o v e sagt:
~ ~ ~ o lder
l t eFall vorkomrncn, dafs der Nordstrom sich so
weit nach Westen zur Seih ausbreitet, dafs der Beobachtungsort jenseits der Mitte des Nordstroms licgt, so
werden die b e h u n g e n des Windes in deui den1 g e d w
lichcii grade entgegengesotzten Sinne stattlinden. Umgekehrt wird man aus dcin contitiuirlichea Durchgange dcs
Wirides dwch die Windrose im Sinne S., O., N.,W.,
S. schlieken kiinnen , dafs wustlich vom Bcobachtungsort
ein Nordstrorn existirt.s I n diesein Monat sind abcr dio
Wiudverhiiltiiisse in Apenrade in Beziehung auf Anzahl:
80
N. NO,
2
3
0.
3
SO.
S,
ST;\’.
W.
NW.
4
4
10
51
23
also ist kcin Nordstrom, dersclbe kaun eben so wcnig
53 Ma1 iistlicli voin Ucobachtuiigsorte, -und 44 Rlal westlich inncrbalb eines Monats gelcgen habeo, a140 ist jeno
Erkliiruug unrichtig (S. 5-17),
Dieses Haisonnement ist von der Art, dafs icli mich
mundern mufs, dals es in ein Handbuch der Meteorologie neuerdings adsenommen .wordep ist, Die Ansicbt der
73
Beobnchtusgen zeigt ein fortdauerndes Schwaakea der
Windfahne zwischen SW., V.uud N W . , denn unter
100 Beobachtungeii gehiiren diesen 84, dem N., KO., 0.
nur 8. Es ist, also von keinem einzigen confhuirlichen
Durchgange durch die Windrose dic Rede, vielmehr die
Erscheinung, melche ich Ud. XIV S. 317 beschrieben
babe: 33 daueriider Rcgeii ist nicht ein Niederschlag, sondern die lisuligc Wiederholung dersclben Erscheinun~,
die sich in Xezichbng auf die \Vindfalme darstellt als
eine coiitinuirliclie Abwechselung vbn W. und SW. in
I)ezicliung auf das Barometer als ' ein fortwiilirendes
Sch~vaiilien. Eeispiele dafur findet inan in jedem Beobachtiin~sjouriial. 18 Regentagc kornmen vor, diefs Bcispiel dcr zuriickspriugeiiden Wirbel(( kaiin also als eine
Bestiitigung meiner Ansicht angefiihrt werden. Ich glaube
daher, dafs ich den Vorwurf, den Einflufs der Luftstriimungen, welche die verschiedene Ternperatur des Meeres
und Continents veranlafsst, auf die Winddrehuogen in
Europa tibersehen zu haben, ahf sicb beriihcn lassen kann,
wenn ich zcige, dals er niclit exislirt, ich Lalte es abcr,
wenn man R C S U ~ behaupkt
I ~ ~ C hat, voo denen eigeiie Uiitersuchung spater zeigt, dafs sie irrig siud, d i e t anzufiihren
I i r billig. Da aber in einer untcr der Autoritit einer Academic erschiencnen Salnmlung wichtiger Ihobaclitungen
auf jene Bemcrkungen gegen micli vermiesen wird, ohne
irgeod daran zu erinnern , in wiefern die Bcobaclitungeu
selbst sic widerlegen, so habe ich die Discussion derselben selbst iibcrnehmen miissen, besondcrs deswagen, wcil
das, was nicht vcrtheidigt wird, als aufgegeben gilt. W a s
die Hypothese bctrifft, durch welche icli die Gesammtlicit dcr meteorologischan Erscheinungen abzuleiten suchte,
so kanii diese irrig se-yn, local bat sie sich bisher mir
bestatigt, in wiefcrn aber das, mas als Kampf zweier
Strdme an jedem Ort sich darstellt, sich an bestimmten
als Gegensatz im Mittel fixirt, kaun uur durch Beobachtungen, die ich oicbt besitze, entschieden werderr. Bei
((
74
dem durch neue Beobachtungen erregten Interesse flir das
Problem der Teinperaturvcrtheilung auf der Oberfllcbe
der Erde hielt ich die Bekanntmacbung dieser Untersucliungen nicht fur ganz unnfithig, deren Kesultat mir zu
scyii scheint:
daJs die Gestalt der Isothermen nicht allein durch
Luflstromungen bedingt wird.
IV. Betrachtungen iiber die Temperutur und den
hygrometrl'schen Zilstand der Luft in einigcn
Thden von Asien;
von A l e x a n d e r v o n Humbolrlt.
(Eine irn Ma; dicscs Jahrcs
vor dcr I'ariser Academic gclidtene
Vorlesung, entnominen aus Jes H r n . Vcrfasscrs s u eben erscliiencncn F r t y m c i r s dc C i 0 1 q i e r i dr C.Griiutulogie usiirliyucs, T.11.)
Da die Gestalt der Lsnder, die Unebenheiten des Bodens, die relative Lage der opakcn (contiuentalen) und
der darcbsichtigeu und fliissigen (pelagischeu) Massen,
die Richtung der grofsen Bergsysteme und das durch das
Wlrmc-Absorplions und -Emissionsvermi)geo der Erdkruste
bedingte Vorwaltcn gewisser Winde bei dein gegenwartigcu Zustande unserer Kenntnisse als die Hauptiirsaclicn
der Verschiedenheiten der Klimnte angeselien werden, so
ki)noeri iiur allgemeine geographische Ansicbten uns bei
cler Untersuchung iiber die 'I'eplperatur voii Asien leiteo.
Uie sclinelle Zunahme dcr Strenge der Winter, SO wie
inan im westlichen Europa auf einem L'arallelkreise uach
Oaten fortriickt, ist vor laugcr Zeit *) durch ein fortschreitendes Anstcigen des Bodens zu ungeheureo Jlocliilachen
erkllirt worden; inan hat bier einer einzigeo KSlteursnche,
die ma5 Cilschlich als in einer unermefslichen Ausdehnung
*) Nan relic die Meinungen von G m e l . i n , S t r a h l e o b e r g
M a i r a a iu den 171e'iii. dc I'Acod. 1765, p . 255.
und
Документ
Категория
Без категории
Просмотров
1
Размер файла
752 Кб
Теги
ber, physische, die, ursachen, gestalt, der, isotherms, bemerkungen, einigen
1/--страниц
Пожаловаться на содержимое документа