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Einige Bemerkungen ber die Yttererde.

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iioch schwcrcr nachzuwcisen ist, so liibt c's sicli iiuf bestitnmterc Weise bei den niedereii, den I'ilzen iiisbeson&re, z. 13. bei den Champignons, zeigen. Dcr Gahrungsprocefs bietet demnach ein vielfaches Iuteresse dar.
Durcli eine Contactsubstanz wird eine der wichtigsten
cheinischen Verbindungen zerlegt ; diese Contactsubstanz
ist ein organisches Wesen, es gehart zu den einfachsten
Bildungen, uud aiif eine leichte und klare Weise kann
man sciue Entwicklung verfolgen; aucli aufser diesem
ist noch seiti erstes Entstehen von Interesse, denn es
bildet sich zuerst in einer Fliissigkeit, in welcher es als so
kleiiie Piinktchen erscheint, dafs es sicli der Beobachtung entzielit.
Ueber die einzelnen Gahrnngsprocesse, wodurch
Wein, Branntwein und verschicdene Sorten Bier gebildet werden, behielt sich Hr. M. vor, in eiuer andern
Sitzuug seine Beobachtungen mitzutheilen, und er hofft,
dafs in Kurzem diese Abhandlung init den dazu nothwendigen Kupfertafeln gedruckt werden konne, da in.
dieseiii Bericlit viele Thatsachen nur unvollstandig angcfuhrt werden konnten.
VI. Eirtige Bemerkungerr iiber die Yltererik;
(ion H e i n r i c h H o s e .
B
e r z e l i u s hat bekanntlich vor Ianger Zeit gezeigt, daCs
die von G a d o 1i n zuerst dargestellte, und spater von
E k e b e r g genauer uutersuchte Yttererde nicht rein seg,
sondern oft betrachtliche Mengen voii Ceroayd euthalten
kiinue, welclie cr durch Behandlung mit schwefelsaurem
Kali von dcrselbcii zu trennen vorschlug. E k e b e r g
fand zuerst in den Gadoliniten Beryllerde, deren Gcgcnwart von spZteren Analytikern theils bestatigt, theils
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gelgugnet worden ist. B e r z e 1i us fand dieselbe, aber
nur in sehr geringer Menge im Gadolinit von K h r f vet; T h o m s o u , S t e e l e und A. C o n n e l l dieselbe
auch in andern Gadoliniten, wahrend B e r l i n aos dem
Gadolinit von Ytterby keine Beryllerde erhalten konntc.
S c h e e r e r , welcher sich zuletzt mit der Untersuchuug
eines Gadolinits von der Insel Hitter0 beschaftigt hat,
fand in demselben Beryllerde.
Ich hatte vor Iangerer Zeit durch Prof. K e i l h a u
in Christiania eine nicht iinbetrkhtliche JIenge dieses
norwegischen Gadolinits erhalten , fand indessen bei einer vorlaufigen Untersuchung darin wenig Yttererde, wohl
aber Thonerde, welche S c h e e r e r nicht darin angegeben hatte * ). Eine genauere analytiscbe Untersuchung zeigte indessen, dafs das untersuchte Mineral Orthit, und nicht Gadolinit sey, von einer shnlichen Zusammensetzung, wie sie von S c h e e r e r angegeben worden war, der sich spater iiberzeugte, dafs auf der Insel Hittcril, neben wahren Cadoliuit auch Ortbit vorkommt ).
Dafs das von mir untersuchte Mineral wirklich Orthit und nicht Gadolinit sey, ergab sicli schon daraus,
daEs es beiin Gluheu uicbt die merkmiirdige Feuererscheinung zeigt, wie der Gadolinit, und durch das specifische Gewicht. Ich fand dasselbe 3,450, iin Pulver
3,456. S c h e e r e r giebt dasselbe bei drin Orthit vou
Hitteriien 3,50 an. Nach dein Glulien, wolnit bei einigeu
Stucken ein Gewichtsverlust von 2,46 Proc., bei andcrn
von 3,90 Proc. verbunden ist, zeigte dasselbe ein spec.
Gewicht von 3,509; S c h e e r e r giebt das dcs gegliiliten
Minerals zu 3,GO an. Dieser Gewichtsunterschiede ungeachlet halte ich den von S c h e c r e r und deu von inir
untersuchten Orthit fur den nSiiiliclien ; cs ist miiglicb,
1 ) P o g g e n d o r f f ’ s Aaoelen, Bd. LI S . 4i.I.
2) Ebend. Bd. LVi S . 474.
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clafs e r in verschiedeiien Stuclten eine etwas andere Zusaiiiinensetzung und daher ein anderes specifisches Gewicht haben kiinne.
W a s mir aber besonders auffallend war, war der
Umstand, dafs die voii inir aus diesem Orthit ausgeschiedene Thonerde bei genauerer Untersuchung eine betrzchtliche Menge voii Beryllerde enlhielt, die S c h e e r e r nicht
darin angiebt. Die braune mit Ainmoniak gefdlte Erde,
welche bei der Untersuchung des Minerals erhalten wurde,
wurde zuerst auf die bekannte Weise mit schwefelsaiirem Kali behandelt, um die darin vorkoiniuenden O i y d e
des Ccrs, Lanlhans und Didyins daraus zu scheiden,
und danu lange mit kohlensaurein hlnmoniak digerirt,
welclies Beryllerde aiifliiste und Thonerde ungeliist zuruckliefs.
Uiese Auffindung der Beryllerde im Orthit fuhrte mich
zu Untersuchungen iiber die Anwesenheit oder Abwesenheit derselben in den wahren Gadoliniten. Ich untersuchte den Gadolinit von Ytterby, in welchem keine
Beryllerde angegeben wird. DerseIbe wurde auf die
beknniite Weise- durch Chlorwasserstoffsaure zersetzt,
und die von der Kieselerde getrciinte Flussigkeit durch
Aminoniak gefiillt. D e r Niederschlag murde in ChlorwasserstoffsYure gelast, und die IAsung mit einein Ueberschuk voti Kaliliydrnt verselzt, wolnit sie lange in der
K ~ i l l e in ~criiliruiig blieb. Das AufgeliTste, lange im
Koclien erhalten, lieh keine Spur von Beryllerdc fallen;
init ChlorwasserstoffsYure iibersiittigt, wurde aus der Aufliisuiig durcli kohleiisaures Aininoniak uur eine sehr geringe Menge von Thonerde gefAllt.
Ilas Unnufgcl-iisle wurde wit zweifach schwefelsaureul
Kali gescbinolzen , und die geschmolzene Masse init etwas
Wasscr behaiidelt, dns Unaufgeliiste getrenut und init
ciner Aufliisung von scliwefelsaiireu~Kali ausgesiifst. Das
dadurcli Geliiste wurde mit Ainiiiouiak g e f ~ l l t , der hiederschlag in Chlorwassers~offsauregeliist , dic Aufliisiiiia
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niit Weinsteinslure, uiid darauf mit Ammoniak und Schwefelamiiioninm im Uebcrinaafs versetzt. Es erzeugte sich
dadiirch allmalig ein starker, mehr weifser als schwarzer
Niederscblag, der nur zum kleineren Theile aus Scbsvefeleisen und groCstentheils aus Yttererde bestand, &ren Fallung durch Ammoniak nicht bei Gegenwart von
Weinsteinszure verhindert wird, was bei der Beryllerde
der Fall ist. Die Mengung von Schwefeleisen und Yttererde wurde in Chlorwasserstoffsaure aufgelost , in der
Auflosung durch Salpetersaure das Eisen zu Eisenoxpd
oxydirt und die Yttererde aus der mit Ammoniak neutralisirten, jedoch noch schwach sauren Flussigkeit durch
Oxalszure auf eine ahnliche Weise gefiillt , wie auch
S c h e e r e r vorschlagt , die Yttererde vom Eisenoxyd zu
trennen. Erstere wurde dadurch rein voin Eisenoxyd
erhalten, wiihrend letztcres noch Yttererde enthielt, was
bei einer sorgfaltigeren Trennung vielleicht nicht dcr Fall
gewesen wiire.
Die Flussigkeit, welche von der Mengung des Schwefeleisens und der Yttererde abfiltrirt worden war, wurde
zur Trockuifs abgedampft, und der Ruckstand beim Zutritt der Luft gegluht; er wurde darauf mit zweifach schwefelsaurein Kali geschmolzen. Die geschmolzene Masse
liefs sich etwas schwer im Wasser auflosen; die Auflosung gab mit Ammoniak einen bedeutenden voluminBsen
Niederschlag.
Dieser Niederscblag hatte viele Eigenschaften der
Beryllerde; doch unterscbied er sich von derselben besonders dadurcb, dafs er in dcr KYlte nicht vollstandig
aufliislich in Ralihydrat war. Seine Aufliisung in Ssuren liatte den merkwiirdigen zuckersulsen Gcschmack,
der den Salzen der Beryllerde eigenthuinlich ist.
Als ich indessen diesen Miederschlag niit Kohle
mengte, und uber das erhitzte Geinenge einen Strom vou
Chlorgas leitetc, erhielt ich cin fluchtiges Chlormetall,
das rcincs Chlorbcryllium war. Bei der Analyse cincr
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freilich kleinen Mengc desselben erhielt ich 87,23 Proc.
Chlor.
Eine gewisse Menge von Yttererde hatte der
Beryllerde die Eigenschaft ertheilt, in der Kalte in einer Auflosung von Kalihydrat unaufloslich zn seyn. Aus
diesern Grunde erhielt ich, wie oben angefiihrt wurde,
keine Beryllerde, als ich den Niederschlag, der die ganze
Menge dieser Erde neben Yttererde und den Oxyden
des Eisens, Cers, Lanthans u. s. w. enthielt, in der Kalte
rnit Kalilosung behandelte.
Es war mir auffallend, d a b die mit Yttererde verunreinigte Beryllerde, nach der Mengung mit Kohle und
Behandlung des Gemenges mit Chlor ein reines Chlorberyllium gab, das kein Chloryttriiim enthielt, welches in
den Lehrbuchern der Chemie als ein fluchtiges Chlorid
beschriebeu wird. Als ich aber die Yttererde, die ich
auf die oben erwahnte Weise von der Beryllerde getrennt hatte, auf dieselbe Art mit Kohle und Chlor behandelte, erhielt ich keine Spur eines fluchtigen Chlorids; die sanze Menge des gebildeten Chloryttriums blieb
mit der iiberschiissigen Kohle gemengt. Da das Chloryttrium- also gar nicht fliichtig ist, so ist das fluchtige
Chlorid, das man Lei der Behandlung mit Kohle und
Chlor aus ihr erhaltcn hat, offenbar Chlorberyllium gewesen. Alle Yttererde, welche man friiher dargestellt
hat, ist mit Beryllerde gemengt gewesen.
Diese verschiedeneii Eigcnschaften des Chloryttriums
und des Chlorberylliums kbnnen bei der Darstellung ei,
ner reinen Yttererde benutzt werden. Ich babe mir dieselbe auf folgende Wcise bereitet. Nachdem der Ga.
dolinit durch ChlorwasserstoffsYure zersetzt und die Kieselerde auf die bekannte Weise abgeschieden worden
war, wurde die Fliissigkeit mit Ammoniak gefillt, und
schnell filtrirt, damit der Niederschlag nicht such durch
etwas Kalkerdc verunrcinigt werde. I)ic Fiillung wurdc
nach dem Aussiifsen init Kohle geinengt, uud bd starker Hitze mit Chlorgas behandelt , wodurch vie1 Eisen-
-
chlorid, Chlorberyllium und auch selbst Chloraluminiiim
verfluclitigt wurde. Aber bei einer n u r einigermal'sen
griifseren Rlenge 'konnten durch eine Operation nicht alle
fluchtigen Chloride verjagt werden. Der kohlige Ruckstand wurde mit W a s s e r ausgesiifst, die filtrirte Aufliisung mit Ammoniak gcfallt und der Niederschlag wiederiim mit Kohle und Cblor behandelt. Es mufste diese
Operation noch zum dritten Male wiederholt werdcn, urn
die letzten Spuren von fliichtigen Chloriden zu verjagen.
D e r kohlige Ruckstand wurde mit Wasser niisgelaugt. W i r d die filtrirte Aufliisuug mit Schwefelsaure
versetzt und abgedampft , so schiefsen aus der Aufliisung
Krystalle von schwach rosenrother Farbe a n , dic im
W a s s e r sehr langsam sich auflosen und alle Eigenschaften der schwefelsauren Yttererde zeigen, wic sie von
B e r z e l i u s angegeben werden. Die rosenrothe Farbe
ist aber der schwefelsauren Ytlererde in sofern nicht wesentlich, als aus d e r sauren Mutterlauge ein beinahe ganz
farbloses Salz anschofs, das aber dieselbe Form wie jenes
rosenrothliche hatte.
Alles erhaltene schwefelsaure Salz, das rothliche sowohl, als auch die geringe Menge des farblosen, wurden mit zweifach schwefelsaurem Kali lange Zeit hindiirch geschmolzen, bis die schmelzende Masse nicht mehr
stark rauchte. Sie wurde nach dem Erkalteu mit W n s ser behandelt, indessen doch mit einer geringercn RIenge,
als zur ganz vollstandigen Aufliisung des schwefelsauren
Kalis erforderlich war. Das Ungeliiste,. in vielein \\'asser aufgeliist, gab rnit Ammoniak einen weifsen Niederschlng, der beim Gluhen braunroth wurde, und sich unter Chlorentwicklung in Chlorwasserstoffsliure auflijst.
Das im schwefelsaiiren Knli Aufgeliiste wurde init
eiiier geringen Meoge von Ammoiiiak versetzt , wodurch
ein brliunlicher Niedcrschlag eutstand, der niir init sehr
geringer Chlorentwicklung i n Chlor~vasserstoffsaure aufgelijst wurde. Als auf diese W e i s e die Yttererde von
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den Ozyden des Cers, Lanthans, Didyms u. s. w. getrennt worden war, erfolgte durch eineu Ueberschufs
von Ammoniak ein weifser Niederschlag, der aiich nach
dew Gliilien weifs blieb, wenn er aus der schwefelsauren Aufliisung erhalten worden war, und in ChIorwasserstoffsaure, zwar schwer und langsam, aber vollstandig aufliislich war.
Aber auch diese gereinigte Erde gab ein schwach
rosenrotli gefarbtes schwefelsaures Salz. Ich hatte zu
geringe Mengen davon dargestellt, uin noch fernere Versuclie damit anzustelleu, den roth farbenden Korper davon zu trenneu; aucli unterliefs ich diese Versuche schon
deshalb, weil ich vernoinmen hatte, d a h auch B e r z e 1i u s und M o s a n d e r ihre Untersucbungen auf die Yttcrerde ausgedehnt hatten.
Es mar niir auffallend, dafs die schwefelsaure Yttererde dieselbe Form bcsitzt, wenn sie farblos oder schwach
rathlich gefarbt ist, wenn sie ferner von dem Gehalt an
Cer-, Lanthan- und Didymoxyd getrennt worden ist oder
nicht. Man mufs daraus auf eiue Isomorphie nller dieser Oxyde irn schwefelsauren Ziistand schliefsen. Als
ich indessen CeroxTd, das i n fruheren Zeiten bercitet
worden, also lanthan- und didyuihaltig war, zuerst mit
Kohle und Chlor behandelte, dann den kohligen Ruckstaud
wit Wasser auslaugte, die Aufliisu~ginit Schwefelsaure
versctzte, erhielt ich ein scbwacli roseiyoth gcftirbtes Salz,
von derselben Farbe, wie die der schwefelsaurea Yttererdc, die Forin desselben war iiidessen eiue andere.
Dic schwefelsaure Yttererde, wie ich sie dargestellt
Iiatte, hatte vollkoiuineu die Zusaininensetziing, wie die
von B e r z c l i u s untersuchte, so dais ich die geringen
Abwcichungen auf Beobaclitungsfehler von, ineiner Seite
schiebe. W c n u auch die voii ililn angewandte Yttererde
beryllcrdehaltig gewesen seyn sollte, so kikt sich doch
die schwerliislichere schwefelsaure Yttererde leicht von
dcr wcit lcichtcr auflhlicben schwefelsauren Beryllerde
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trenneii. Durch eiri selir schwnclres Kotligliihen vcrlicrt
die scliwefelsaiire Yttererde ihr Krystnllwasser; durch eine
selir starke anhaltende Rothgliihhitzc, wcnn von Zeit zu
Zeit etwas kohleusaures Ainnioniak in den Tiegel gelegt
w i d , auch ilire Schwefelsiure, doch selbst nach sehr
langein Gliihen uicht ganz vollstiindig. - Wurde die
Yttererde aus der schwefelsaurcii Auflilsung durch Amrnoniak gefdlt, so enthielt der Niederschlng, selbst unch
dein vollstiindigsten Auswascheu, noch etwas, etwa T$
oder = I p , vom Gewichte an SchwefelsIure, wie diefs auch
schon B e r z e l i u s beinerkt hat.
Ich habe nicht niir die schwefelsaure Yttererde uutersucht, sondern auch das Chloryttrium, das ich 'crhielt
als ich Yttererde mit Kohle und ChIor behandclte. lch
habe schon oben angefiihrt, dnfs man auf diese Wcise
bei einer Yttererde, welche keine Beryllerde enthYlt, kcin
fliichtiges Chlorid erhiilt. Das Gemenge vou Chloryttrium
mit Kohle wurde mit Wasser iibergossen, wobei sich
das Cblorid wit Zischen aufliiste. Ich bestimmtc in dcr
fillrirten Auflilsung die relative Meuge von Chlor als
Chlorsilber uud von Yttrium als Yttererde. Ich erhielt
eine Zusammeosetzung ganz iibnlich der, wie sie sich der
Berechnuog nach ergiebt, doch etwas weniger genau, als
ich die Zusammensetzung des krystallisirten schwefelsauren Salzes fand, aber wohl nur nus dem Grunde, weil
das Chloryttrium sich nicht gut von der Kohle durcli
Wasser vollkomlnen unzersetzt trenncn liefs.
Die Auflosuugcn der Yttererde, wenn sie vou nller
Beryllerde getrennt worden sind, schmecken niclit rein
sub, wie die der letztern, soiidcrn siifslicb zusammenziehend. Wird aus Chloryttrium die Yttererde durcli Aminoniak gefillt, so ist der Niederschlng weirs; durch Iangcs Stehen erhalt er eiuen selir schtvacheu Sticli in's Riithliclie, wird nucb beiln Gliilicu nocli briiunlich , offenbar
durcb Auwesenheit dcs Kiirpers, der auch dic Krystalle
der schwefelsnureii Yttererde schwnch riithlich fiirbt, uiid
nuf wclclien schon Scli c c r e r ouf~~isrksam
gcmclit t i a t ,
109
Das bcincrkenswcrthestc Resnltnt, welches bei diescr Untersuchung erlialteri worden war, ist mohl das,
dafs aus der Yttercrde durch Behandlung init Chlor and
Kohle kein fliichtiges Chlorid erhalten werden kanu, wie
inan bisher annahm. Da man abcr das metallische Yttrium
aus dciii fluclitigen Chloride des Yttrium vemittelst Behandlung init Kaliuin eihaltcii hat '), so ist das dargeslellte Yttrium wohl offenbar nur Beryllium gewescn, da
friilier jede dargestcllte Yttererdc Beryllerde enthielt.
Ich habe aus der von mir dargestellten Yttererde
das Yttrium auf (lie Wcise darzustellen gesucht, dafs
ich dieselbe theils durcli reine, von Fluorkiesel ganz freie
Fluor~vnssersloffs~iire
in nnlosliches Fluoryttrium venvandeltc, theils d a m das saure Fluorkalium, odcr die Verbiudung von Fliiorkaliuln mit Fluormasserstoff anwandte.
Ich beliandclte dasselbe mit Natriuin. Bei der Zersetzung
konnte ich keiue dcutlictie Feuerersclieinung wahrnehmen. Die Masse wurclc so Innge n i t Wasser behaodelt,
bis dieses iiichts lnchr daraus aufloste. Ich erhielt ein
grauschwarzes Pulvcr von duuhlcrer Farbc als die des
Aluminiums. Dasselh enthielt indcsscn nur wcnig Yttrium;
es war ein Gelnenge von vicler Yttererde mit wcnig Ytt riiim,
Etwas mehr Yttrium erliiclt ich, als ich statt des
Fluoryttrium Chloryttrium anwandte. Ich stcllte dasselbc dar, indcin icli Yttererde in Chlorwasserstoffs~iirc
oufliiste, die Aufliisung durch Abdainpfcn conceutrirtc,
sodann, wslireud ein Stroin v o ~ Chlorwasscrstoffgas
i
durcli
den Apparat geleitet wurde, zur TrockniCs abdamprte, und
endlich die trockuc RIasse in der Atiilospliiirc von Chlorwasserstolfgns gliihte. Das erhaltenc Chloryttrium wiirdc
mit Natritiin auf dieselbc Wcise wie das-Fluoryttrium
behandelt. Xuch bei dicscr Zersctzung kouiite kcinc
Fcuererscheinung bemerkt werden. Die n i t MTasser viillig ausgelaugte Masse stellte ein ahuliches grauschwnrzes
Pulver dar. Es liiste sich unter Eiitwicklung von einem
I ) l'oggentlorl'f's Annnlen, Bd. Xi11 S. 550.
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stinkenden Wasserstoffgas in ChlorwasserstoffsHure auf,
wobei eine kleine Menge einer schwarzen kohligen Substanz upge!ost hlieb; mit Chlorgas behandelt gab es iiichts
Fliiohtiges, sondern eih weifsrs Gemenge VOII Chloryttrium uiid Yttererde, wclche schon rorller in dein grauschwarzen Pulver entlialten war. Durch W a s s e r koiinte
das Chloryttrium on der Yttererde getrennt werden. An
der Luft gegluht, wurde das grauschwarze Pulver weirs.
- Dak dieses Yttrium keine Feuerersclieinong beiin Erhitzeii in Cblorgas rind auch in atinosphiirischcr Luft, wie
es das Beryllium thut, gab, riihrt vielleicht von der Einmengung von Yttererde her.
Das dargestellte Chloryttrium zog aus der Luft Feuchtigkeit a n , doch erst nach langer Zeit, und zerflors endlich. Im Vl'asser liiste es sich auf, doch zu einer etwas
triiben Auflosung, weil das Chloryttriiim mohl eine sehr
geringe Menge von Yttererde als basisches Salz enthalten mochte.
B e r t h i e r ' ) hat vor Kurzem eine nene Metbode
angegeben, Yttererde von Beryllerde zu trennen. Z u
der Auflosring beider setzt m a n schmeflichtsaures Ainmoniak im Ueberschufs und kocht bis keine srhweflichte
Saure mehr entwickelt wird, wodurcli die Yttcrerde gcftillt wird, die Beryllerde aher aufgelast bleibt. Es ist
ihm auf diese W e i s e gelungen a m der Yttererde, welche
in der Pariser Bergschule aufbewahrt wurde, und die aus
Gadoliniteii erhalten worden war, eine betrachtliche Menge
von I3eryllerde zu scheiden.
IXe Yttererde, wclche Gadolin a m den Gadoliniten
ausgcscliieden hat, ist cin sehr geinengtes O i y d gcwesen. E k e b e r g fand darin Beryllcrde, aber in selir geringcr Menge, besonders da er den durch Ainmoniak erhaltenen Niederschlag von Eisenox!-d, Yttererde, Beryllerde u. s. w. uiit einer hufliisung von Kalibgdrat kochte ?).
1 ) Annulrs de clriniie c t d e p h y s i q u e , III. Sirie T. VII p. 04.
2 ) Sclreerer's Journal dcr Chemie, Bd. 1X S . 603.
111
B e r z e l i u s schied daraus Ceroxyd a b , das, nach M o s a n d e r’s Untersuchungen, immer von den Oxyden des
Lanthans und Didjins begleitet ist. Aus dem Vorhergehendcn ergiebt sich, dafs a11e Yttererde, aiicli selbst
nach der sorgfiiltigsten Behandlung mit Kalihpdrat, bedeutendc Mengen von Eeryllerde enthiilt. Gewifs ist in
der fruher dargestellten Yttcrerde auch wohl etwas Thonerde enthalten gewescn. Die fruher dargestellte Yttererdc ist daher ein Gemenge von vielleicht wenigstens sechs
Oxyden gewescn, zu welchen noch die Substanz hinzukomuien wird, welche die Ursache der rotblichen Farbung des scbwefelsauren Salzes ist.
VII. firwandlung oon Talg in Stearin;
uon W. B e e t z .
I n Gruben, welche lange Zeit unbearbeitet gelegen haben, und deren Bau sp2tei wieder a u f p o m m e n ist, finden sich zuweilen Stiicke einer weifsen, fettglanzenden,
im Uebrigeu aber kauin fettshnlichcn Substanz, die man
ihrein Aeufseren nach fiir Speckstein oder Talk halten
konnte. Es sind ohne Zweifel Stiicke Talg gewesen, die
in dieser Gestalt in die Grubenlampen gethan und durcb
die Hitze, welche das BUS einein Docht brennende Fett
selbst erzerigte, gesclimolzen wurden. Solche Lainpen
waren friilier sehr gebrzuchlich in Bcrgwerken, und sind
es am H a r z aiich jetzt noch I ) .
Zwei Stiicke dieser Art hatle Hr. Prof. M a g n u s
vow Hrii. Berghauptniann v o n D e c h e u erbalten, und
mir zur Untersuchung iibergeben.
Das crste war im alteu R’lauii der Eisensteingrube
1) IICron d e V i l l e f o s s e gicbt
in seincn Hichrsses minPrirlrs.
eine Ahlildung einer solclien Lampe
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