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Einige Bemerkungen ber meteorologische Instrumente.

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Illrein Verlangen gemars, leg8 ich Ihnen hicr die
Refultate der VerSuche vor iiber dos Quecklilber,
'rhermometer, das Barometer, und zur Auffiodung
eilles traospartabeln Hygrometers, denen ich irn
yergangenen Jahre meine Mufscltunden gewidmet
h;rl>e. Dab bei allen diefen Inhumenten ausfchlierslich auf ltnrkes Spiegelglas geilzte Skolcn von mir
gebraiicht worden lind, mub ich gleich vorliiufig
bemerken.
,
1.
L)ar Thermometer.
,
Auch ich war anfongs, wie KO viele der Meiauog, unter den genannten meteorologirchen 10ltrumenten Cey diefes om leichtelten zu verfertigen,
erknnnte eber bald, dnfs ich miclr hierin irre, in
i'crn nlmlich die To rchwierige Aufgabe nach
IniiglichRor Uebereinltimmuog aufgelofi werdeo
Toll. Nachdem mir die vou L u z uod andern angoiiihrten Hindernilre praktifch betannt geworden
[
waren fuchle ich
VOP
301
1
allem i n Richtigkeit zu koru-
men init
A. dem XnlL'Ler. Ich hatte mir von verfchiedan e a Verfertigerit hgenannter WettcrglZTer fur bedeutende Preife mit Kugelri verfeltene Kiihreti verIchafft die geoau kolibrirt feyn I'ollten ; bei der
U ~ ~ t e r l b c h u nderfelbea
g
ergaben fich jedach nicht
gcringe Dift'erenzea.
Uiefes veraolakte mich ZR
einer Reife nach der Glashutte Friedrichsthal, und
Jiier erhielt ich, was i n diefer Hinficht nur irnmer
erreichbar ifi, welclias ich dem rellnen wiaenkhafb
Iicben Eifer des dorligen Hiittenmeilters, H e r r u
K o f c h e r verdaolie, und hatte zugleicli Gelegenlieit, mich rollkomrneii zu uberzeugen, dafs hei
dern Verfahl.cn, \vie man Iblche Riibren verfertigt, s u c h bai der griibtea S o r ~ l ' a l t es. irnmer
utlzuverldEg, ja fan iinmoglicli bleibt matliematifch richtige Koliher PU erhaitcn. H e r r hl eifsi i e r hat d i e h i n h i n e r Ariiometrie I( W i e n 1816,
Tti. 1. S. 134.) fehr richtig ouseinandcr gel'etzt, und
durch cine A b l ~ i l d u n gaul'chaulich dargefiellt. Scitdern iti es mir ouch klnrgewordea, warurn man auf
iibereinJZimmende Thermometer einen To hohen
TIrerth legt. hlelir P I S 600 Fiilb Riihren wurdeu,
in StiicklSagen V O I ~etwa IO Klnftern gezogen; dennoch belief lich, noch forgfiltiglter Auswalil, rnaiue
Auaheute auf nicht mehr, als e l w a 4 0 Furs, iu
Stiickcn von I& bis 3 Fa& L h g e .
Die Unterfuchuiig der Kalibers food ich friilier
eben fa rcliwierig, als fie von derr MeiRcii gefchil-
,
,
[ 303 ]
dert wird. Nach vielfilligen Verfuchen hrbo ich
indeb folgendea lcichte Verfahren aut'gefunden, j e drt SLelle des inncrn Raumes suf dos genauefic zu
Ilriifen. Nachdem ich durcli gcringe Erwiirmuag
die Luft in dcr Kugel elmas verdiiont halie, fetze
ich das Eode der Kiilire auf die Oberflsclie des
Quccklilbers, und iiebe lie wiedcr fort, Ib bald dos
liiaauf geltiegene Quecklilber-Svulchert die Hohe VOI;
ungefihr I Yaril:Zoll crrcicht hat, und InUe dmrn dss
Siulchen in die Kugel gehen. Alsdoun briiige ich
durcli SctiuLteln dos Queckfilber auf die Munduiig
d e r Kugel, er\v?irrne diefe, IalIe dnsSGulchen his z u r
Oefl'nung der Rolire vorrucken, und verrchlierse dicfe
danri Cchnell und lultdicht mit dern Doumrn der
linken Hand.
Auf diefem r u h t nun das SGulclien
uirbeweglich, bis ich ihn lufte. Diel'es t h u e icli 1'0
utimerklich, Jars die Gul'sere Luft dns Queckfilber
nut- urn einige Liiiiun gegen die Kugel erhebt, und
di-iicke ihn damn lbgleich wieder f d i uuf, wodurch
Ich
dds Siulchen zum SLillRehen gebrocht wird.
iriellc d a m die Lhnge des Quecklilber -Siiulcheos
mitlellt cines feinen Federzirkels auf dos geuaueiie,
hflc aufs Neue L u l l eindringen, uud zwar nur 1L
vie1 als niithig ill, urn dns untere Ende des Siiulchens eicmlich o u f die o h e , durch den angehaltenen Zirkel hezeichaete Stellc longlbm zu treiben,
und vcrl'chliefse und tuclle wiederum. Durch Fortr
Iitzung dieIPs Verfahrens bis z u r Kugclrniiodung,
I i b t fich der g a m e Haum dsr Hohre genau unterluclien,
[
504 J
Hobe icli lnich auf diefe Art iiber die 13~fchaJj>n?reit den Kalihers einar Rohre belehrt, und finde
lie brauchbor, To viederhola ich dae ebeo befchrio
lieoe Veufahren fo h u g e , bir ein Stuck cler Rohre
ausgefunden in, a n wclchem Gcli aucb Iiicht die geringlte Abmcichung bemerken IhGt, und drs miudelierrs l o n g geoug in, urn fur diein unferm Klima
am hSutignea vorkommeaden Veriinderuogen von
5obC. iiber, bis 25°C. unter dem Eispunkte auszureichen. Icli bin desholt nicht feItcii genothigt, dieh n Yunkt aof eiue der Liioge der Riihre nicht reclit
entfprechende Stelle zu verlegen, woriiber ich mich
jadoch beruhigen zu diirfen glaube.
A u f d i e h ,4rt in den Befit2 von Rahren gefetzt,
derco Kalibar die erreiclibare Genauigkeithatte,t~lb
te ich einige derfelhen uod rnochte Gc luhleer. All e r Sorgfalt ungeachtet zeigten lie detinocli Dilferenzen, die alfo riicht dem Kaliber cugerechnet
werden durften wie man aus dew folgenden auffaIIenden Irerfucli erlicht. I c h Zullle meioe belle
Rohre bei 332,ol"' Barometerfi. geLorig mit Queckfilber, beftiinmte die Nornial Yunkte a u f dau geriauefie *) lie16 die Rohre OECO,und grnduirte
,
,
-
') In dem &ic#jihr. Jahrgrng der Gilkrt'fchcn Aau. (1817
10. S. 2 1 1 . ) finden w i r Char deo Eintlut der I d e r n und
fchlechtern WYbmclcitendm Slofle der Ccfihe auf die Bcfiirnmaag des SicIepunktr, cine Rcibe VOII 28 Verfuthcn i n
St.
14 rerfchicdcnca GefiLeo, von dm HH. Proff. N n n kc und
G m c 1 i n i n Haidclbclg an6dtelll. Ich belmnc, d r f mci-
nc bialrcrifirn Erfahruapen rand IieobacLtungr~i iiicht mit ih-
;
305
3
his f 25'. Ein gutes 'l'hermorneter ging i n
einern Glal; W a l h auf is0; in dieTes WalYer l'etzte ich meine Riihre, fie zeigte 15~4'. Hierauf fullte
ich diepibe Rohrc mit einern andern Quecktilber,
und verfuhr wie zuvor, nobei dcr Eispunkt urn
o,d" lioher zu liegen tom. L)er Barometerhind
hatte lich nur urn o,nf/', und der Stand des YrobeThsrmomelcrs i n Clem IYalTer gar oicht gelndert;
i n meiner Rolire aber h a d i n dem Walfer das
Qu66kfdber unbeweglich bei i6,i0! So oft ich such
mit diefen zwei, als defiillirt und gereinigt mir verkauften Arten Quecklilber den VerfucIi wiederholte, jcdes M n l bekam ich eine UiiYcrenz von 0,7'.
Diefes fuhrte meine Aufmerkfcrrnkcir auf
B. das QueckJlBer. Eincr meiiier Freunde noterfuchte dalrelbe chemifch und fand in demfelberi
fremtlartige l'vIetdle. Alle meiue Bemiihuogen, urn
durch denHande1 zu abrolut rcineluQueckfilber 211
gelangen, waren fruchtlos; ee lie6 Ech dazu alro nur
auTdern Wege der Chemie gelangen. Der giitigenBereitwilligkeit des BeGtzers der hiefigen Salomoaisl
Apotheke, Herrn L). S t r u v e , verdaake ich j e k t
ein aus Snblimat reducirtes Queckfilher
fpecifirches Gewicht ich = 13,567 gefunden habe,
von o
,
[ 3uS
3
alfo n u r urn O,OOL leichter, 01s Brilron doKeIbe 811giebt, und feitdem ich diefes bratiche, ill es rnir gelungen, UbereinRimmendere Thermometer 11s ZU7or zu erhalten. Bei bdiegenden 8 Stuck, welche
ich rdmmtlich in einem Gefifse mit zerflomenem
Schnee, i n welchem die Ternperatur durch Beimifchung erwiirrnten W a l k s von Zeit zu Zeit erholit
50° hinwurde, gleichzeitig, vom Eispunkt bir
auf gepriift habe, werden Sie die grol'ste Abweichung nicht 0,3" betragend finden.
+
3.
Das Rygrorncter.
Der Einflnb, den die Feuchtigkeil der atmoCphSriTchen LufL ouf dus HoheiimelIeri mit dern Barometer haben konu, iR, weau ich uicht irrr, nocli
vie1 zu wenigprakifcch beruckfichtigt worden, iind
Iclieint mir von grofserer Wichtigkeit e u 6 y n a h
es rnehreotheils eingeriiumt w i d . H e r r ProfeTor
M a y e r fagt im Anhaoge t u feiner prakt. Geom.
4. Aufl. Th. 2. S. 645. murtlich, es fey, i n Folga
yon SchluJen, ,,das Hygrometer bei den Hoheumcll'ungen vertnittelfi des Barometers ein gnn5 (?)
unniitzes W'erkzeug. dt
Vergleiche ich hierrnit
das, mas H e r r YroF. K r i e s i n feinern Lehrb. d e r
PhyT. Jena 1806 S. 4oG. uad $07. in der zweilen Aninerkung Cagt Lo mochte ich faR vermutlien, diefes
,,Werkzeug" werde iheils fo n u r abgefertigt, urn
die gefuclite Btrechnungsformel fellzufetzen theils
aus dem G r a n d e bei wirklichen HoIietimelTungen
nicht niit gcbraucht, weil dio bisher bekanntcn Hy-
,
c
307
1
grometer zu keinrr Ucbereinffimmuag zu bringen
gemefen und nicht recht tragbnr find.
Zu den brlrern Hygrometern der erltero Art
rechne ich das S n u rCu P 'fche Haar Hygrometer,
das in neuercr Zeit von w i 1fo n erfuodeoe fqggrometer yon Knttenblnk, und das von H e r r n F r.
M a y e r iii Verona e r n jetzt vorgel'chlageae neue
Ialtrurnent, welcbes er aus der diinnen Haul verfertigt, die das EiweiTu unmittelbar uoter der ZUI'sern Eierf'chale iimgiebt ; zu den Hygrometer11 der
anderri Arl aber das FiSchbein- Hygrometer des
Herra Jlc Ln c. W a s den Mangel der LJebereinRimrridng der I J a n t - fo wie der Fifclihein-Hypometcr betritft Co bexietie ich micli auf Itire eigeaeir
frcihern Erhhrungen. Aelinliche habe ich a n den
Hygrometern von Rattenblalk gemclcht , der gro&en
Schwierigkeit ihrer Verfertigung nicht zu gedenkea.
Auf dns Hygrometer von Eyer -Hiiutcheu bin icli
fehr begierig; ich werdc die nEchlten FreiRunden
ouf die Vwrertigung eines folchen oerwenden, und
Ihnen zu feiner Zcit meine fiefultate mitlheilen.
S e i der fo leichten Verletzbarkeit des hochlt zartetr
Hiutchens, dijrfie Iicli indcfs dolfdbe noch weaiger, als die andern fiir den'i'rausport eignen. Noch
moiiclierlei Verfuchen urn eirien recht traneportabeln FenchLigkeibmcKer eufzufinden giaube ich
nun endlich in tneiuem Ft.derL*ief-Hygrometer e i n
IriRrumcnt zu belitzcn, melches C'ebereioltirnmung
gamilirt, und an das Bret. des B3rometcrs hefeftigt,
lid1 eben L) leiclit wic diefeo foj,.lIwicygen ]ifst, Zirar
-
,
,
,
i
305
1
,
gehort die Idee micht rnir allein itti glaube Jer UrRe zu reyo, detn es durch eiae, in der That nicht
geringo Aozohl der verrchiedenfleu Verfuche mit
dierem IoRrument gelungen ill, dahin zu komrnen,
d a b ein Kenner, wie Sie, mit dem, was die Ihnen
vorgelegten ExempIare 'leifteten zufrieden reyn
koonte. Dennoch habe icli mir nicht eher erlnuben
wollen diere Art von Hggrometern anzurathen,
a h bis mich im verflonenen Winter die Erfnhrung
gelehrt hat, dab in einem folchen in freier L u f t
aufgeltellten Hygrometer eine KZtte von - 1 x 0 C.,
wie wir fio hier eioige M d gehabt haben, nicht den
geriogRen nachtheiligea Einflul's auf den prsparirten Federkiel iiufsert. l)ie Empfindlichkeit blieb
dierelbe nnd das Infburnent Rimm t aoch ilruner,
wie friiher, mit dem mihrend der Winters im
Ziinrner aufgchiingten gcnau ukrein. Sie waren
fchon friiher geneigt, dieres Hygrometer den anderu vorzuziehen, weil, ah Sie erR den Punkt der
volligen N X e , dann den der viilligen 'rrockenhcit,
und darauf nochmals den erRen Punkt befiimmten,
Sie haargenau die nimliche Stelle als zuvor erhieL
ten ; cine Eigenfcliaft welche obwobl bediogt,
denaoch an allen aadern mir hekannten Hygrometern, mekr oder maniger vermibt wird.
Daruni
fcheint mir nunmehr diefes Ialtrument, das ich io
gewiKemSinne wohl nicin nennen dad, doppelt empfehlungswertb. Auch' darf man auf eine mehrjihrige Douer derelben hoffen, noch der Natur des
Fedsrkiels zu urtheilcn von der Hr. Dr. T i e d 0-
,
,
,
,
,
r
h9
1
m a n n in feiner Anatomie andNatargefchichte der
Vb'gel, Heidelberg 1810 B. I.
101. E aurfuhra
lich handelt, und wofdr auch meiae nunrnehr Jalir
und Tag angeltellten Beohachtungen fprechen.
Lebhaft wiinfche ich daher dafs dieres Hygrolkop
allgcmein bekannt, und yon vielen vergleichend
Geobachtet wcrden mochte.
Jedem, der Hand an das W e r k legt, ohne MUh e und Geduld zu fcheuen, wird ficher die imNachOeKenden befchriebene Verfertigwg geliogea.
a ) Uer Federkiel, erfordert als die hygrolkopt
lche Subltanz, die mehrAe Aufmerklbmkeit Von
dcr forgramen Auswahl denelbcn h n g t die Genauigkeit und wohl anch die D m e r dee Ialbumentr
vorziiglich ab. N u r fogeoannte reife Kiele CSpuleo, Pofen), wie fie den Flugeln der Gaofe vou
k i h R eotfallen habe ich tauglich gefunden. Doch
ma& man auch ern diofe aufrnerkram prufen, und
diejetrigen als unhranchbar ausfchiefiea, an melchsd
6ch klebe, dem Beinglafe aholichd Flecken findeo,
dean an Stelleo diefer A r t ill der Kiel jedeneit uugnnz. Ich oehme den Gel, d. h. den hohien 'rhea
der Fetier, roh wie er iB, ohm ihn derZurichtungc
zu unterwerferi, die i h o zur Schreibfeder machv
uud die ma0 gewohnlich das Ziehen nennt, and
lchabc ihn ruod urn feine ganze Oberflache rnit einem Glasfcherben dclTen Bruch fix4 von Sclrartan
l i p mu&, bis er anfaogt, einem Aarken Druck
der Finger zu weichen. Dinn bediene ich-,mich
mit mehr Sicherheit des Schachtelbdmn (Gquzf&
x
Aiinrl. d. Phrfik. E. 69. st.3. J. ~ t l i h ' .st. ;.
65
,
,
,
,
t 310 1
turn.& ) ,dem sutor die Knoten gtaommen werden, und d u ina Innern mit WrITcr rurgefpritzt
wird. &tzt man damit drr Scbrban, unter fietern,
gleichmjiliigem Drehen ber Kisb, frnft ontl fanfter
fort, fo kaan man ihn endlich fo dunn erhaltm,
daG reine Kxeiswrnd dtm feinAen Papier gleicht ;
und daroruf beroht die Empfiodlichkeit der I n l h menu. Eben liegt ror mir ein fo rubereiteterKie1.
Nachdam dcr gcfiedsrta and der iibrige nick hoble
'fheil (Schrft ond BCrte) daroa getreaat, auclr
dar rellige, helbdarchfiahtige Mark (Seele, ilum)
bb auf den unterRen Grnnd rauber und zaPtt harm+
genommaa war, wog er r o r dem Scbrben 13a,5
and jrtzt wiegt er aicht mehr r L 33 Ciilla. Richt
pfennigtble., rllb nnr noch den vierten Tkeil der
rorigen Gewichtr.
b) Die Gkurohre und deren Bej$r'ipwrg. Die
Ghrriihre moIi rioe ruraichendcLiiage uod eia Kaliber wie die Spiritar- Thermometer, d. i von ungrfiihr o&"' Par, haben; ea wird drnn der AbRand
der Normalpunkte noch immer 13 bir x44' Par.
Dab d u ICaliber dcrfelben gepriift and richtig Zeyn
muG, bedart keber Erwghnung. Rrtbfam ifi er,
dnc Rohre von ltrrkem GI& t u wihlen. Nach
Abfiomphng dcr Rancia terjiingt man das untere
Ende denelban etwor 8"' hoch, dorch Schleifen i'o
lroge, bL er in die Oefiang der KieL LU briugea
ik Dam omwicUe ich den Kiel mit einem Faden
Sdda an der Stelle, welche r o a der Rohre ausge.
fat
doah fo, b G aru ihm die Luft gEnzlich
a,
entweichen haan. Nnchdeol ich dann nn das &ere
Ende eineo 'l'richter VOII Ifeifern, glattem Papier
befeRigt h h e , unternehme ich
C) die FiiUu~g,indern ich den T r i c h t e r i n gth&
riger Merigr mit reinem Queckfilber +errthe, Hat
fich der gaoze innare Rsum det~G e l s mit QueckfiL
ber gefullt, und man giefst aoch mehr nsch, fo
driogt die& endlich durch die Raume, die der
L i f t , welclie ein Hirldcrnifs der geoouen Usbereinltimmung k y n wiirde, den Ansgang rerRattcten,
Hatten fich dennoch kleine Lufthliircheo gefangen,
foiR es mir durch wiederholtesfelw behutfarnos AufBofsen aiif Filz gelungen, diere zugleich rnit d e m
u berquellenden Quecklilber herauazutreiben. Wab
rend letzteres noch iihertritt, bcwirkr ich
d ) die Yetfchliefiung durch Binden, indem ich
ein Streifchea meich geriebeae Blare urn den K i d ,
do wo er mit dom bidenea Faden umwickelt iR,
winde und es tnit Pla~itidralitoder rnit forgfiiltig
gegliihtem uud rein gerieheoem feioen EiGndrsht
fihr
ummickclo uod binde, uod im lelsterri Fall,
urn der Uxydation voreubeugen, iho mit gutem
und fchuell trockoenden Lack iibertirhe.
e ) Der finkt grbiter Naie ill a n einem folchen
Hygrometer lricht cu finden. Ich befeRige daflelbe, und rugleicb ein Thermometer, deaen HGlire
graduirt ilt, in einen Korkpfropfc, und feoke heide in eiii ClosgeGTs, welches der Korkltiiprel verfchlierst, in de/IiLlirfea Wall&, uud awar mein Hygrometer bir qn dio Biuduug. Nach 4 bir 6 SlmX a
f.Jt
[
31,
]
den hat bei Erbaltuog gleicher Temperatur (2. B.
if C.> der feingekhabte K i d das Maximltm
feiner durch Einfaugung erfolgten Ausdehnung erreicht, indem das QueckGlber i n der Rohrc niclit
mehr finkt. Urn jedoch lioher zit feyn, den Punkt
groGtcr N5Ee zu haben, lank ich das lnfirurnent
19 bis 14 SLundeo lang in diefern ZuRande.
f ) Uer PunEtgraJJtcrTrucknzji ffellt fich bei diefern Hygrometer weit langfamer eio. Ich beltirnme denlelben iiber nicht-raucheoder Schwefelfiiure, womit ich ein trocknes W a s , denen DurchmeL
rer am Boden-6" hilt, I" hoch anfutle. DPSIoltrument wird durch einen Kork in 5" Entfernurrg
vlon der Oberfliche der Saure gehaltco, die OeUnang de3 GeFirses aber, uod dcr hervorragende
Pfropf mit Bsumwaclis gegen den Zutritt der iiufqtrn L u l l gefichert, Nicht eher nlr noch 6, zuweilen auch ern tiach 8 'ragen, ill man der voftcgen
Austrocknung gewifs. So fchnell ee darnit die erllern 'rage geht, To iiulkerlt l a n g h n piickt Ee in den
folgenden vor, und zuletrt Reigt dos Quccklilber in
6 Stunden h u m urn die &cite cines Janrs. Man
hat Gch daher gar fehr vor Tiui'chung in Acht zu
nehmen.
Zugleich giebt diefer Austrocknungs.
Yrocefa den antruglichfien ProbirRein f u r die Gute
und Gefundheit des Kielr; fehlen fie, To Iiiilt e r zu.
verliflig die Probe nicht a w , wic bittre Erfahrungen mir bswiefen haben.
L(t das Infirumsnt To weit fertig A
o' wioderfiole
ich urn mich VOP der ZaverlPIligkeit delfelben zu
won
,
,
,
r
313
I
iiberzcogen die Befiimrnung drs Puriktei priitter
Nilre. Ati meiuem Exemplar fend fich diefer adf
das ReRimmtelie a n der bezeichneten Rille wicder bin.
Der uher dem QueckIilher befindliche Haum in
der Glacrohre Iiifst Ech iiiclit luftlcer mochen. Dena
wciin das Queclililber zur Miitdung vordr ingt,
und diere hierouI'verI'cliloll'en w i d , To wird der
Kiel on der erzeuglen leeren StelIe durcb die 5ufier e Luft fo nark zulhmmeiigepre6t, dors die Schwer e des Quecklilbers iliii nicht wieder auszudelined
vermrg.
lch begniige mich dalter, die Oeffnung
dcr Glrrrohre mit weichem Leder eu verfchlicrden,
J U S ich aufkiltc uird rnit einer feinen Nodel ein Pcrar
blal durchltechc, urn der L u f t freicn Austritt zu
J&n.
Doch habe icli auch I'clion andere, diefem
Zmecke eatfprechende EinrichLungen getroff'en, die
Jkh leicht von felbR ergeben. Urn deu K i d gegen
die Vorunreihigung durch Spinaen iiiid Fliegen u.
I: w. zu fcliutzen, unigebe ich ilm mit einem h o b
zeroen Gehh'ure, dcm ich rowoh1 V O ~ I I , ats an jeder
tier beiden Seileri, eine nuch oufsen fich erweilernde OeBnung gebcn l o l k , die ich durch binoe,
\veitl&horige Florltreifen verfchlicfse.
Uichtere
Stolfe ryerrcn und filtrireii ~ i a c hrueiucr Erfahrung
die otmofphirifche Veiiclrtigkeit.
Den Einwurf, da14 diclhr Hygrometer wcgca
der Aurdehnung den Queckfilbers "durch die W i r me nicht frei vori Itiireaden Z/wmorn&rifiken Eia-
[ 314 1
wirkongen 187, hobe ich mic gleich a n b n p gemacht, uod mich dariibcr nicht eher beruhigt 01s
bia ich oath manicherlei Verhcljen Polgender €and.
Allerdingn fiiidat eine blche, obwohl geriiige thermametrikhe Eiawirkung auf den Stand des Inftrumenla Qtait pter er iIt mir gelungen fie au rpenen,
und Ibmit zu berichtigen,
A h ich niimlicb den Puntt grobter NiNe zum
rwoilen Male bei einer ’hmperatur 5i 19”C. gec
fupdcn hotte,fie&erte icli diel’e urn 80”. Das Q u e c t
jilber is der Hiilire t r o t nuii etwcls Gler deri Puokt
griifater Niin’e berauf; und diefea Anltcigeri wurde
t o p rnir p a n u gerneuen. Hieraof vermindrrte ich
die Temperniur bia auF$” uud dab4 faud fich, doh
40s Quccktilher nua gerade urn eben So vie1 untcr
den Purikt griibter Nilk t n k , als eo auvor uber
depfel ben airgeltiegon war. Es Tchein t mir hierdurch die Uitti.reo4 wegen thermometrifcher Wir.
kung rnit SuverlEIIigbit I’eUgoltellt 8~11 werdcn.
Pie& Uilferenz aber ilk nicht lebr bedeuteod, und
wird, noch Verlcliictdenheit des Yotihers, Lltea
mehr ale oJP, hSchRemr i,t‘ der bunder~theiligen
Hygrometer-Skde betrogea! lndofs verdisat fie
dach Beruckfidiljgung, dohsr mnn ouf insincn Skalea, fawobl Tamperatuq, alc DiEereas, sngsgebea
fiodet,
W e l d eino j.pker4 cmnfindfiche hygrolkopi&he Subflpnp der Federkiel ill, damn iiherreugt
~ 1 6&
9 leicht, went) man ihn mit der Hand urn-
,
31s J
fnkt; d o t er nfrgends t o n ihr beriihrt wird.
Die
p r i n g c Au~diirtllung der Hniid rc'icht hin, das
(,)uccklilbei*in der U h r r urn mehrereGrndeJnken
EU I ~ P C ~ C I II~och
Verfchicdenlicit der EiupfindlichI;cit fchncllcr oder langfamor da doclr dos Tlierniometer unter glcichen UarHPtidcii l€etqen miilite;
Aehnlichc I3cweife erhielt ich lief der Brdbrctitung
clcs lnhuincnts in freier Luk: o h Jicg das Thermometer urn 6 biz.8", tvpjlhrend clas Iaygrometer feitieti Stand tiur uiimerklioh verliefa, oder I'ugar noch
h e r n h h k ; uingekehrt fdlt zuaeilen dar. erltere,
d i r e n d das letztere its Strigcn fft.
,
S. Dar Barometer.
I)ui.ch verglcichende Beobdchiung dcs Stroder
voti ausgekochlcii und nicht ausgekorhten Baromet e r n glaube ich den Grund gefunden sii haben, auf
\velchem l'ellifi untcrrfchteto blinner die felte &inung hauen, ,,die Unterlolltng des Auskochens fey
B e i n Hindernil's der Uebercinllimmung.~~ I n der
That bemerkk icli ouch iiilt Verwnnderun#, dah
Bworneter, die ich vorfichlSg gefiillt, urid ohnc
welteres oufgebdngt hatte iiiit ousgekochten Baremetern bis eul' die Zehntel- Littie iibereinkirmen !
Allein diefes lirlte nicht Iange Beltand. A h ich
iiach rorg%ngigcm, ?on L u a urid Andern empfoh:.
tiern Oscillircii, die rchte Heolochtu~ig,65 Stunden
riccch dem AufliSngcn irnhelltc, zctgte lirh Tchon eine b l i n u s - D i k e n a , und bei fedac nachfulgenden
,
c
316 I
,
Bcobochtung fmd fich wie ZP srwarten war, das
aicht auagekochto Barometer niedriger Behend.
Der Uoterhhied rom Stande s i w i gekochten Barmeters war, wenu das Queckflber Aieg, allezeit
grij/ier, und gewohnlich gegen 4 Skrupel, dageg e n g e r i q p r , und nur etwa 9 Skrupel, wenn do5
Qucckfilber im Fallen war; und devon log der Grund
UnRreitig darin, d a b fich i
n latztern Fdle der Widerhnd dez Luft, die fich im obern Kauma nach
and nach aogehiuft halte, beim Sinken weaiger
als baim Steigen der Queckfilbers auherte.
Es
fcheiiit daher, dab fich die Vertheidigcr der niclit
aasgckochteu Barometer nets mit Einer und zwar
am Tap der Auf%llung gemachten Vergleichung
defI'elben mit eincrn aurgekochten Barometer begniiRt haben.
Jm Laufe der Sommcrm hoffe ich mir eio Reifc Barometet i n Stand zu Liken, welches ich aufsor mit einem gewohnlicben Kugel-'l'hermometer,
anch mit einem yon Herrn Fr. P a r r o t fur das
Barometer rorgel'chlagenen Cylinder Thermomcter (f. Schweigger's Journ. fur Chem. und PhyEk
B. ig. H. 4. S.4r4. f.), ferner mit einem FederkielHygrolkop and mit einem, ron mir zum 'l'ranaport eingerichteten, klsiiien B e nn e t'fchen Elrktrometer zu rerfehea denke. Fur diere Inhumen.
tc iR nu€ ciaem fchmalen Brette R a m genug, weon
man die Skalen der drei erRern unmittelbar auf die
Glasrohrcn iitzt. Statt einer Vernierr rerfehe ich
,
,
,
I 317 1
meine eiogeitzten Bsrometerlkalen mit Tramvert l = L i n i e n , nnd gebe ihnen, zu Vermeidung der
Parallaxe, cine Unterlage von Ichwarzsrn Sarnrnt.
Unltreitig wiirde man allgemein die geatzten G l a r
lkalen, urn ihrer antfchiedenen Vorzuge willea,
allen andern vorziehen wenn ihrc Verfertigrcog
wenigcr muhfam und fcbwierig wire. Ich hobe
Ihnen von Zeit zu Zeit Beweife meiner l!ortfchritte
in dcm Aetaen von Skalen ouf Glasrahren vorgelegt, und ich habe dariiber wciter nichts zu be.
merk en.
Gefchrieben Dresden irn April 1818.
,
Xumnasr.
Nachfchr&!t. Einer ungcw6hnlichen Erfcheiuung mdr ichaoch
gedenken. A h drr Gbfuittm, welcber r i r in den hachmittopfianden des g. d. M. hattea, voriibmog, verbreiteke 6ch
+om Seerhor bis hinein in die Breite GolIo ein Rarker &hwufcigcruch, fo daG er f * d m auffiel, der tie6 diefem Tbcile
n a * Barometer war fait friib 7 uhr n u t
nmo,59) gefallen. Wihrencl da Genitterr fond jch &s
Barorqetqr, 331,ltr"~; daa Hygromclar 35,g0 C. ; das The+
d a Strdt olherte.
mometer x , i OC.
K.
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