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Einige Bemerkungen in Betreff der Arbeiten des Hrn. Martens 1ber die Passivitt des Eisens

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I -Is
Vcrbindungen bewirkt wird. Das geuaue Einstellen geschieht nni besten durch den Beobachter der Bussole.
und zwar auf die oben angegebene W e i s e diirch c?ie
Hiilf.jtange. Ich bedienc rnich bci solchen Mesaungen
gewijlinlich eincs grofsen, etwa 90 Quadratzoll OberflSchc darbietenden uiid cylinderfijrmigen Platinpaares nach
Grove’scher Combination. E s liat deu Vortheil, nur
cinen geringen Lcitungsmiderstniid in die Keltc einznfuhrcn, und ist nirht niir wshrentl der kurzen Dauer eiucr
Opcrntion, sondern mehrcre Stunden hintlurch absolut
constant. Nichts dcsto weniger Iiaher! bei iiiehrercn Ceobnchtungsreihen, die ich durchgemacht habe, die eiiizcllien Bcobachtungen unter sich Unterschiede gezcigt , die
zwar im Vergleichc mit dein, mas solclie Messnngen friilier leisteten, vijllig unerheblicl: sind, die aber bei der
Genauigkeit, init welcher inan mit detn Voltagometer zu
mcssen vermag, nicht mehr vorkoinmen diirfen. Die Sorgfalt, mit welcher diese Reobachtungcn angestellt morden
sind, lafst keineswegs die Annabme zu, daEs diese Uoterscliiede von Beobachtongsfchlern hcrriihren hiinnen.
Es iniigen vielmehr, wnbrscheinlich aus dcn tliermischen
Wirkungen der Slriime hecvorgeliende Fehlerquellen TOPhanden seyn, die ich in der Folge aufzusuchen inich bciniihcn werde.
X V.
Eittige Bemerkungen in BetreSJ’ dt.r Arheiten tles H ~ RM. a r t e n s iiher die Passivitci’t
des Eisens; con C. F. S c h G n h e i i i .
Hr. M a
I’ t e n s aiis Brijssel liat sic11 in der ueuesten Zeit
zicinlich ~ i e wit
l der Passivitat des Eisens beschiiftigt, und
iiber diesen Gegenstand einige hbhandlungeii gcschrieben,
aus welclieii zii erliellen scheiut: nls wolle der Briissc-
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ler Physiker die Prioritlit der Ermittlung einer Reihe von
Thatsachen, welche sich auf den aufsergemdhnlichen Zustand des genanuten Metalls beziehen, fur sich in Anspruch nehmen. W e n u Hr. M. sich die Muhe geben
will, die Abhandlungen anzusehen, welche ich uber den
fraglichen Gegenstand in den Jahren 1836 und 1837
in P o g g e n d o r f f's Annalen , der Bibliothkque uniuerselle und in dein Philosophical fllagatine veriiffentlicht,
so wird er finden, dafs alle seine, vom Jahre 1840 her
sich datirende, die Passivitlit Jes Eisens betreffende Entdeckungen bereits aiif das UmstYudlichste in den genannten Zeitschriften beschrieben sind. \\'ill Hr.' M. iiberdiefs noch von meinein Werkchen: 'JDas Verhalten des
Eisens zum Sauerstoff, welches ebenfalls im Jahre 1837
erschien, genauere Kenntnifs nehmen, so wird ilim nicht
entgehen, daCs darin nicht allein die von ihm in Anspruch genommenen Entdeckungeu niedergelegt, sondern
auch Passivitatserscheinungen besprochen sind, von denen
bis jetzt in seinen Abliandlungen noch gar nicht die Rede
gewesen ist. Hr. M. kann sich beim Durchlesen des angefiibrten Schriftchens auch nainentlich davon uberzeugen, dafs ich den Einflufs , welchen Volta'sche Strorne
auf das chemische und Volta'sche Verhalten des Eisens
ausiiben, lange vor ihm zuin Gegenstande meiner Untersuchungen machte, und dafs in dieser Eeziehriug durch
seine Arbeiten nichts Series zu Tage gefijrdert wordeu ist.
Obgleich Hr. M. in einern seiiier dIemoiren die Reobachtungen aufuhrt, welche K e i r , W e t z l a r , H e r s c h e l
und F a r a d a y iiber die Passivitiit des Eiseus geinacht
haben, so wird in demselbeu den ziemlich zalilreiclien
Arbeiten, die ich uber deh gleichen Gegenstand aosfiihrte,
nicht die Elire zu Theil, anch nur iin Vorbeigehen ermiihnt zu werden. Diese Vergcfslichlieit mufs um so auffallender erscheinen, als Hr. M. selbst die Termen gebraucht, welche ich zuerst fur die Bezeichuung der verschiedenen Zustinde des Eisens in Anwendung brachte,
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illid nus den eigencn Angaben des belgischeu Naturforschcrs crliellt, dafs er cin regelmafsiger Leser dcr P o g g c n d o r f f'schen Annalen ist.
Uin jedoch nicht ungerecht gegen den Brufsler Acaclciniker zu seyu, mufs ich bemerken, dals derselbe allerdings einc neuc, die Passivirung des Eisens betreffende
Thatsaclie ermittclt hat. Seiner Angabe gem:ifs, Ton dcren
Richtigkeit ich niich jedoch noch nicht durch ciiien Versuch iiberzcugt habc, wirken wasscrfrcier Weiiigeist und
conccntrirte Essigsaure gerade so, wie starke Salpetcrs:iurc; jene Fliissiglieitcn n6mlich machcn das Eisen durch
blofse Beriihriing passiv. Diefs ist aber, so meit ich die
Arbciten des Hrn. M. kcnne, auch die einzige Thatsache,
urn welche dersclbe den Kreis dcr Passivitztserscheinungen erweitert hat. Siizrm cuique. W a s nuu die theoretischcn Folgerungen bctrifft, die Hr. M. aus den fraglichcn Phlinorneneii ziehen zu diirfeu glaubt, so sind dieselbcn dem griifseren Theile nach von so aufserordcntliclier Art, d a h ich mich vcrsucht fiihlen kiinnte, dieselbcn einer uinstlndlicheren Erortcrung zu unterwerfen,
wcnn mir zu einer derartigen Arbeit die niithige Zeit zu
Gebote stsnde. D a diefs uicht der Fall ist, so muls ich
inich fur jetzt mit der allgeincincn Bemcrkung beguiigcn,
dafs inir die Schliisse des Hru. M. als durchaus unzulassig erscheinen, iind nainentlicli dessen B c l i a u p t u i ~ :als
kbnue cin Strom durch eine hydroelelitrische Kctte oder
durch cine elcktrolytische Flussigkeit gelien, ohne in denselbcn cine clieinische Zersctzung zu veranlassen, viillig
unbcgriindct ist, und init ciner nicht geringen Auzalil
voii mohl bekanntcu Thatsachen iiii offenbarsten Widerspruclie steht.
Nachschrz'ft. Icli war eben iin Begriff Voranstehendcs an Hrn. P o g g e n d o r f f abzuschicken, als luir die
lelzt erschieueiie Pr'ummer des lnslitul cg (484) zu HZn))
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den liam. Die in diesein Blatte enthaltene Abhandlung,
welche Hr. M. der Briisseler Academie im vorigen December einreichte, veranlafst mich, dem bereits Gesagten noch einige weitere Bernerkungen beizufiigen. Der
belgische Physiker nennt in dem erwahnten Memoir meine,
iiber die Ursache der Volta’schen Polarisa[ion aufgestellte
Ansiclit eine inussige (grafuife) Hypothese, uud stellt
dic Behatiplung auf, sowohl die besagte Polarisation als
m c h namenllich die Passivitit des Eisens sey in eincr
PolaritSt der Metalle begriindct, welclie in denselben hervorgerufen werde entweder durch eiuen Voltn’schen Strom,
oder in gcwisscn Fdlen durch die W i r r n e , Qder auch
durch den Contact gewisser Substanzen mit nietallischen
ICijrpern.
Aus der ganzen Abhandlung des Hrn. M. erhellt,
daCs derselbe die Untersuchuiigen, welche icli und andere Physiker iiber die Volta’schen Polarisationsphsnoinene angestellt haben, entmeder nicht genau keunt oder
unriclitig aufgefafst hat, sonst wiirden dariiber seine Urtheile wahrscheinlich etwas anders , als wirklich geschehen, ausgefallen seyn, nnd e r halte namentlich nicht die
Behauptung anespreclien kiinnen: dafs Volta’scbe SLrijme,
wie auch die WYrme, uninittelbar uud ohue Mitmirkung
fremdartiger Substanzen eine Versiiderung in der naturlichen Volta’schcn und cheinisclien Beschaffenheit eines
BIctaltcs zu bewerkstelligen vcrmiigcn. Bei dein dcrinaligen Staade unscres Wisseus ubcr die nicbste Ursache
der Voltn’schcu I’olarisation ivi.il.de es eine uberflussige
Arbcit seyii, i n cine uinsthdliche W iderlegung dcr Ansichteu des Briisscler Gelehrten einzutreten; ich nehine
uiir aber die Frcihcit, demselbcii nichts destowenigcr folgende Thatsachen in Erinnerung zu bringen.
Schon im Jahre 1836 habe ich gezeigt, dafs die
ndchsie Ursache der Passivitst, welche gegeii gewijhnlichc Salpetersiiure ein Eisendraht annirnmt, dessen ciues
E n d e stark erhitzt worden, in einer diiuneii Hiille roil
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Eisenoxyd und niclit in der Erhitzung des Metalls gesucht Iverden darf, dafs, mit andern Worten, das Eisenoxyd in ahnlicher Weise passivirend wirkt, wie Bleihyperoxyd, Kohle, Gold, Platin und viele andere Stoffe
mehr; denn yvird der Eisendraht lnit gegliihtem Ende i n
eincr RiSlire bis zur Rothglutb gebracht und iiber denselben einige Zeit ein Strom von Wasserstoffgas geleitct, so verhdt sich der s o bchandelte Draht ganz mie
gcwijlinliclies Eisen und b e t sic11 lnit Lebhaftigkcit in gewijhnliclier Salpeterszure auf. Eben so lelirt die Erfahrung, d a k gewiihnliches Eisen in einem Medium, in welchem sich das Rletall nicht oxydiren kann, auch noch
so stark und langc erliitzt, nnch seiner Abkiihlung nicht
die geringste Abweichiing vou seinem gewiihnlichcn Verhalten zeigt. Aus dieser Thatsnche erliellt zur Geniige,
dafs die VV5nnc als solche weder auf die chemischen,
noch aucli auf die Volta’schen Eigenschaften des Eisens
irgend
einen versnderiidcn Einflufs auszuubeii verinag.
.
Dafs ein Volta’scher Strom eben so wenig als die
W a r m e im Stande ist, eine derartige Veranderung zu
bewerkstelligen, geht BUS dem Umstande bervor, dafs
ein Eisendrahf den man in Quecksilber als positive Elektrodc eines beliebig starken Stroines kurze oder lange
Zeit functioniren Isfst, nach einer solchen Operation i n
clicmischer und Volta’schcr Hinsicht ilicht anders sicli verhiilt als er es rorlier gcthan. Wiirde nun ein Stroin
daclurch allein, dars er (Ins Eisen in einer bestinlinten
Richtung durchlauft, dieses Metal1 passiv machen, so miifste
es offenbar in dieseii Zustand treten, wcnu dasselbe kurz
oder lang in Qiieclisilber als positive Elektrode gedieut
hiitte. Viellcicht wird aber Hr. M. entgegnen, dafs die
Picriihrung des Eisens mit dem Quecksilbcr a’ie Paesivirung des letzteren Metalls oder die Errcgung s&ner auCscrordentlichen Polaritat verhindere. Auf eine derartige Einwendung .wufste ich freilich niclits zu erwidern.
Schoii vor gcraunicr Zeit haben D e l a K i v c und
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ich selbst nachgewiesen, d a k die Elektroden, aus mclchein leitenden Stoffe sic aucli bestelieu mogen, sich nicht
polarisiren, falls dieselben in Quecksilber eintauchen, und
ich habe ferner gezeigt, dafs diese Polarisation n a r danu
stattfinde, wenn die Flussigkeit, von mclcher dic Elektroden uingeben sind, elektrolytischer Natur ist. Auch
habe ich dargethan, daCs die fragliche Polarisation, in
festen wie in flussigen Kiirpern, ganz unabhlngig von
eiuein Stroin, und durch rein chernische Mittel hervorgerufen werden kann. Each meiueln Dafiirhnlten sind
die letzt erwahnten Thatsachen von einer solchen Art,
dafs sie wenigslens dein Unbefangenen keinen Zweifel
iiber die ndchste Ursache des in Rede stehenden Phanoinens ubrig lassen. - W a s iibrigens die Ideen betrifft,
welche Hr. M. uber die Volta’sche Polarisation jiingsthin eiitwickelt hat, so gehiiren dieselben ihin eben so
wenig an als die Fundainentalversuche fiber die Passivit;it des Eisens.
Ich selbst. habe iiber die fraglichc E r scheinung schon vor sieben Jahren, wie sich hievon Hr.
M. leicht uberzeugen kann, gaoz ahnliche Ansichten ausgesprochen, bin aber von denselben durch die Resultate
meiner sptiteren Untersuchungen uber die Volta’sche Polarisatiou gsnzlich zuriickgekoinmen und zu der Ucberzeugung gelangt, dafs die Polaritit der Elektroden ihnen
nur scheinbar aiigehirre, und dieselbe keine unmi~telbare,
sondern n u r eine secundiire Str oinwirkung sey. Dieser
Aiisicbt sind, wenn ich inich anders nicbt selir t;iusche,
die meisten Physiker, und ich zweifle deslGlb stark daran,
dafs die Beiniihungen des Hrn. M., dieselbe zu widerlegen, init eiiiem baldigen Erfolg gekr8nt seyn werdcn,
falls er nicht ganz audere tliatslchlichc Grunde zu Gunsten seiiier Meinung vorzubringen meils, als diejenigen,
init welchen er bis jelzt das wisscnscliaftliche Publicurn
bekannt gemaclit hat. Was die Ursache der Passivitzt
des Eisens betrifft, so wage ich irnlner nocli nicht, mich
bestimint dariiber auszusprechen, und halte dafiir, d a k
155
die bekannten Thatsachen nodl nicht geniigen, uin uns
das so rztbselhafte Phanomen verstandlich zu machen.
XVI.
Ueber (lie sogeriannten T/YirmeLifdcr;
aon L u d w i g M o s e r .
Es hat mich nicht wenig befremdet in diesen Annalen,
Bd. LVIII, einen Aufsatz von Hrn. R o b e r t H u n t in
Falinouth uber Ttiermographie und einen uber Wiinnebilder voii Hrn. K n o r r zu finden, worin Thatsachen
als Entdeckungen mitgetheilt werden, die ich fruher in
denselben Annalen ausriihrlich beschrieben habe. Hr.
H u n t namentlich geht r o n meinem ersten Aufsatze, iiber
den Procels des Schens, worin ich das Vorhandeoseyn
von unsichtbarem Licht nachgewiesen, aus; er wiederholt die Versuche, die, er darin gelesen, und giebt sie
fur eigene Entdeckung aus. Ich kann nus dem, was beide
Autoren mittheilen, keinen eiiizigen Versuch namhaft
marhen, den ich nicht friiher angegeben hatte, es sey
denn, dafs der eine einen Jaspis angewendet, IVO ich eineu Achat, oder eine Broncemedaille fur eine kupferne
RI u n ze.
In meinem Aufsatze uber den Procers des Sehens
u. s. w. voin R’Iai IS42 (diese Annalen, Bd. LVI) theile
ich, S. 206, das Factuln mit, dafs, wenn irgend ein Kiirper erwiirint wird, er sich auf Platten von Metall oder
Gins abbilde, und dafs dasselbe auch dann eintrete, wenn
statt des Kiirpers die Platte erwsrmt worden. Diese
Versuche machten mich anfangs glaubeo, dais die IWirine
bei dicsem Ahbilden eine Kolle spiele, und Hr. H u n t ,
so wie Hr. K n o r r , welche sie wiederholt haben, sind
auch bei dieser nicht richtigen Ansicht stehen geblieben.
Ich jedoch nicht; denn eiu Paar Seiten darauf theile ich
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