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Einige Bemerkungen zu dem Aufsatz von E. Budde 1ber den Leidenfrost'schen Tropfen

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ein zweiter, dritter usw. Dafs der Vorgang wirklich dieser ist, davon kann man sich bekanntlich auch durch das
stroboskopische Verfahren iiberzeugen.
IX. Eiaigs Bemerkungen
mi clem Aufsatr,
aon
E. Eludde iiber den Leidenfrost'schen Tropfen;
oon D r . B e r g e r .
I m 142. Bd. S. 158 u. f. dieser Annalen hat E. B u d d e
einen interessanten Versuch mitgetheilt , der eine Frage,
tiber welche, wie ich glaube, durch meine Versuche (d. Ann.
Bd. 119, S. 594) vollstandig entschieden ist, auf einem ganz
andern Wege beantwortet.
Wenn aber Hr. B n d d e in Beziehung auf die Entstehung der Sternform sich meiner Erklarung anschliefst,
80 ist es meines Erachtens f i r ihn nicht zultissig, die
Wellen, welche die Oberflache des Tropfens krauseln,
durch den seitlich entweichenden Dampf zu erkliiren, wie
dies schon friiher geschehen ist. Die Sternform geht aus
der Wellenform hervor und ist die vollstandige Entwicklung derselben. Sol1 der Dampf die Unter- und Seitenfliichen des Tropfens wie der Violinbogen eine Saite anstreichen und dadurch jene Wellen hervorbringen, so
mtifsten doch wohl die Seitenflachen dieselben sunacbt
heben. In der Regel aber ist dies nicht der Fall. Die
ObedlBche ist gekrauselt, wiihrend die Seiten ein vollstiindig glattes und glfinzendes Aussehen hahen. Sehr
haufig bilden diese Wellen sich gegen den Rand hin zu
feinen und starker gezackten Zahnchen aus, ohne weiter
an den Rand und in denselhen herab zu dringen. Wenn
sie jedoch weiter herabdringen, so entstcht die ausgebildete
Sternform von der Oberflache aus, was jener Annahme
entgegen steht und sie unhaltbar macht. Arif einer sehr
eingetieften Schale kann man die Sternform sehr leicht
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erhalten, auch dann wenn sie fein und vielftiltig durchlbchert ist, so dafs der Dampf allseitig entweicht.
Die Ursache der eigentlichen Sternform sowohl als
dieser Wellen auf der Oberfliiche ist nach meiner Ueberzeugung ein und dieselbe: die Strbmungen im Innern des
Sphiiroids. Und diese werden in erster Linie veranlafst
durch die Temperaturdifferenz zwischen den unteren und
oberen Theilen desselben , wie ich in meiner Abhandlung
nachgewiesen habe. Der Dampf spielt dabei nur eine
secundiire Rolle. Indem er die Leitung der Warme von
der Unterlage zum Tropfen sehr verlangsamt, werden diejenigen Theile der Unterfllche des letzteren, an welchen
die Dampfschicht auf irgend eine Weise verringert wird,
der heifsen Unterlage sich niihern, stgrker erwilrmt werden
und emporstromen , kaltere Theile werden dafir niedersinken. J e mebr derartige Stellen vorhanden und je sUIrker
die Unterschiede ausgebildet sind, desto manichfaltiger
und energischer wird das Spiel der Auf- und Abstrbmungen,
desto leichter geht die Wellenform in die Sternform fiber,
desto leichter wird die Gleichmafsigkeit der Spanaung,
welche an den Seiten des Tropfens herrscht , iiberwaltigt.
Mehrfache Methoden, die Bedingungen herbeizuftihren,
habe ich in meiner Abhandlung (IX) aufgefihrt. Eine
derselben ist auch von B u d d e angegehen. (nicht glatte
kupferne Schale.)
An einer grofsern Quecksil berinasse kann man dieselben
erst Wellen auf der Obertliiche, d a m
Erscheinungen
Sternform
dadurch hervorbringen, dafs man regelrnilfsig
mit einem Stab in dieselbe hineinstblst.
1st der Vorgang bei dem Sphiiroid einrnal eingeleitet,
ist die Unterflliche desselben einmal zu einer mehr oder
weniger energischen Wellenbildnng gebracht, so wird diese
selbstverstiindlich leicht fortdauern.
Der durch das Sphtiroid entweichende Dampf kann
auch eine Art von Sternform veranlassen, welche aber
durch Schlaffheit in Auszackung und Beweguug sich sehr
wesentlich von der eigentlicben Sternform unterscheidet.
-
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In sehr grofsen SphhoYden (von 1 Pfd. Wasser u. mehr)
sieht man die Blsaen des splirlich sich entwickelnden
Dampfee langsam aus der Mitte emporsteigen , wlihrend
zahlreiche Zacken am Rande und zahlreicbe Wellen-Berge
und Thbler auf der Oberfliiche, offenbar unabhiingig von
jenen Blasen, im lebhaftesten W echsel begriffen sind.
Es ist, ganz abgesehen von den angefihrten Thatsacben,
nicht leicht erfindlich, wie Dampf von zwar hoher Temperatur, aber nachgewiesenermafsen sehr geringer Spannkraft jene Wirkung hervorbringen sollte.
x’.
R. C o l l e y iiber daa
Leidenfrost’sche Phanonc en;
@onDr. B e r g e r .
X u &r dlbhnadlung von
R.C o l l e y
hat im 143. Bd. d. Ann. S. 125 u. f. eine
sehr fleifsige Arbeit Uber das L e i d e n f r o s t ’ s c h e Pbiinomen verbffentlicht , in welcber gleichwohl das Richtige
nicht neu und daa Neue nicht richtig zu seyn scheint.
Richtig ist, dafs die Temperatur des Spharonds nicht
constant iet, Aber dasselbe habe ich schon im 119. Bd.
derselben Ann., B o u t i g n y gegenaber, durch zahlreiche
Versuche nachgewiesen.
Nach C o l l e y wiichst die Temperatur des Sphsrolrds
hauptalichlich mit der der Schale und mit seiner Grbfse.
Der Einflufs der ersten Ursache ist nach ihm gering, ilir
gr6fsere Tropfen sogar zweifelhaft, der der letzteren bt
bedeutend. Aus meinen Untersuchungen ergiebt sich,
dafs jene Temperatur abhbngig ist: 1) zwar nicht von der
Temperatur der Schale, wohl aber von der Quantitgt der
derselben zugemhrten Wilrme, 2) von der GrBfse des
SphtlroIds, 3) von der Temperatur des zur Darstellung
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