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Einige Bemerkungen zu den Mittheilungen der Herren Hasselberg und Goldstein.

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A. Fviillner.
587
Der grijsste Unterschied zwischen Beobachtung und Rechnung sind 2,5 Einheiten der vierten Decjmale. Man kann
demnach auch die Brechungsexponenten dieser Losungen
durch die Lommel’sche Naherungsformel mit zwei Constanten, also auch durch eine Reihe mit nur fallenden Potenzen
der W ellenlangen darstellen.
Milnster (Westfalen), 6. Sept. 1882.
IV. Einige Bemerkwngem x u den Xitthdlungen
deT* Hwreit Hamelberg’) und Goldstein 2);
von A. W+hllwer.
~~
I. Hr. H a s s e l b e r g weist zunachst mit Rilcksicht auf
meine Notiz in diesen Annalen3), in der ich das fruher4)
in Wasserstoffrohren erhaltene und fur ein Spectrum des
Wasserstoffs gehaltone Spectrum als ein von verdampftem
Glase iierriihrendes Spectrum erklart habe, auf eine vor
kurzem von ihrn veroffentlichte Arbeit hin, in welcher er
schon zu demselben Resultate gelangt sei. Ich bemerke
d a m , dass mir die Arbeit des Hrn. H a s s e l b e r g nicht bekannt ist, da mir die Bulletins de l’Acad. de St. Pktersb.
bisher nicht zuganglich sind. Ich wurde mich sonst auf
Grund der in meiner Notiz mitgetheilten Beobachtungen
darauf beschrankt haben , einfach mein Einverstandniss mit
Hrn. H a s s e l b e r g in diesem Punkte auszusprechen. Betreffend der von E r n . H a s s e l b e r g erwahnten Discussion
zwischen A n g s t r o m und mir muss ich indess hervorheben,
dass A n g s t r o m behauptete, die Gase seien unrein in die
SpectralrGhren gefuhrt ; davon, dass das Spectrum von verdampfendem Glase herriihren konne, war damals nicht die Rede.
Hr. H a s s o l b e r g wendet sich d a m gegen eine vermeint1) H a s s e l b e r g , W e d . Ann. 15. p. 45. 1882.
2) G o l d s t e i n , Wed. Ann. 16. p. 280. 1882.
3) W t i l l n e r , Wied. Ann. 14. p. 355. 1881.
4) IViiIlner. I’ogg. Ann. 136. p. 497. 1868.
,
588
A. Wiillner.
liche Behauptung von mir, dass dieses Spectrum nur in
Wasserstofirohren vorkommen konne. Ich habe das nirgendwo behauptet; die von mir ausgesprochene Vermuthung, dttss
nur in Wasserstoffrohren die Temperatur hoch genug viel.de,
um das Glas zum Verdampfen zu bringen, hatte ihren Grund
nur darin, dass ich bei Anwendung derselben Rohren und
bei der gleichen Behandlungsweise derselben das fragliche
Spectrum immer nur bei Wasserstofffullung gefunden hatte,
nie bei Fiillung mit einem anderen Gase. Sobald dasselbe
Spectrum auch bei Fiillung mit anderen Gasen beobachtet
ist, wird diese Vermuthung naturlich hinfallig.
Dagegen kann ich der Behauptung des Hrn. E a a s e l b erg,
dass das friiher von mir dem Sauerstoff l) spSlter der Kohle 2, zugeschriebene Linienspectrum, wie schon friiher A n g s t r iim vermuthet habe, das des Chlors sei. nicht beipflichten. Das
Spectrum erhielt ich zuerst mit Sauerstofffiillung in denselben
Rohren, welche mit Wasserstofffiillung das oben erwahnte
Spectrum jieferten ; es entstand, wenn eine Funkenentladung
durch die Rohre gesandt wurde, sobald dieselbe die spater
als der Kohle angehorig erkannten Cannelirungen zeigten.
Die Cannelirungen zerrissen, und an Stelle derselben trat das
Linienspectrum auf. Das Spectrum zeigte sich in allen
kohlehaltigen Gasen, und wo ich es beobachtet habe, war
die Anwesenheit der Kohle durch das Bandenspectrum derselben nachzuweisen. Ich glaube daher, bisher noch zu dem
Schlusse berechtigt zu sein, dass diese Linien irrthiimlich
dem Chlor zngeschrieben werden, dass sie in Wirklichkeit
der Kohle angehoren. Ich behalte mir indess vor, durch
neue Uersuche die Frage noch weiter aufzuklaren.
11. Hr. G o l d s t e i n kommt in seiner Mittheilung iiber
das Bandenspectrum der Luft auf meine Arbeit Uber die
allmaihliche Ueberfuhrung des Bandenspectrums des Stickstofis in ein Linienspectrum zuriick und beschwert sich zunachst, dass ich eine Arbeit von ihm aus dem Jahre 1876
nicht erwahnt habe. Dem gegeniiber kann ich nur bemerken,
11W ul l n c r , Pogg. Anu. 135. p. 497. 1868.
2) W u l l n c r , Pogg. Ann. 144. p. 481. 19i1.
d. Wulhier..
589
dass ich in den Arbeiten des Hrn. G o l d s t e i n weder eine
Anregung zu jener Untersuchung, noch eine Beziehung zu
der dort behandelten Frage gefunden habe; auf die Variabilitat der Spectra brauchte ich doch wohl nicht durch die
kurze Bemerkung iiber das Spectrum des negativen Lichtes
und die Ueberflihrung des Spectrums des positiven Lichtes
in dasselbe aufmerksam gemacht zu werden, da ich seit
meinen ersten Spectralarbeiten, und langere Zeit gegen
manche WidersprUche, dafiir eingetreten bin, ehe die Thatsache der VariabilitSit allgemein anerkannt wurde.
Am Schlusse seiner Mittheilung wendet sich Hr. Go l d s t e i n gegen meine Arbeit selbst, bemiingelt die von mir angewandten engen RBhren und bemerkt:
,,Der Erfolg seiner Wahl war dann eben der, dass er
die Verknderungen des positiven Spectrums unter dem Einflusse variirender Gasdichte iiberhaupt nicht beobachtete,
sondern , dass ehe die hier beschriebenen Aenderungen des
Bandenspectrums bemerkbar werden konnten, die intensiven
Entladungen einsetzten, wehhe das Bandenspectrum zerstarten und dafiir das Linienapectrum hervortreten liessen."
- - - ,,Jene Versuche beweisen in Betreff des von
Ern. W i i l l n e r von neuem daraus erschlossenen Einflusses
der Schichtdicke auf das Spectrum durchaus nichts, sie zeigen
nur die lange bekannte Thatsache, dass ein Gas, welches
ein Bandenspectrum liefern kann, bei erheblicher Vermehrung
der auf einmal iibergehenden Electricitiltsmenge statt dessen
ein Linienspectrum rtufweist. Von der Existenz der intensiven Momentanentladungen bei Anwendung so enger Riihren
wird derjenige, der diese Versuche von neuem ausfuhrt, sich, sei es durch den Anblick der Entladungen in
den weiten Theilen der Gefasse, sei es unter Anwendung
des Drehspiegels, leicht iiberzeugen kijnnen.''
Aus dieser Aeusserung des Hrn. Dr. G o l d s t e i n muss
man i n der That zu der Vermuthung kommen, dass er meine
Arbeit g m nicht gelesen hat. Denn zunilchst habe ich in
meiner Abhandlung 0 12 stuch die Veranderungen in einem
Rohre, dessen capillarer Theil einen Durchmesser von etwa
2 mm hatte, beobachtet und gezeigt, dass sie qualitativ ganz
590
A. Wullner.
mit den in den engen Rohren beobachteten ubereinstimmten,
dass sie nur nicht bis zur Entwickelung der scharfen Maxima
der Linien vorschritten. Dann aber besteht ineine ganze
Arbeit in dem Nachweis, dass der Uebergang aus der einen
Form des Spectrums in die andere ein ganz s t e t i g e r und
a l l m a h l i c h e r ist, dass die Linien des von mir beschriebenen Linienspectrums eben die R e s t e d e s B a n d e n s p e c t r u m s sind, dass von einer Z e r s t i j r u n g des Bandenspectrums und einem H e r v o r t r e t e n des Linienspectrums dafiir
gar nicht die R,ede sein kann. Mit Ausnahme der auch von
Hrn. G o l d s t e i n erwiihnten beiden Linien im Gelb, Wellenrangen 568,4 und 567,6, die sich an Helligkeit wachsend auf
dunklem Grunde allmahlich entwickelten, bildeten sich an
den Stellen der iibrigen Linien allmahlich Maxima im Bandenspectrum aus; diese Maxima traten nur deshalb schliesslich
als Linien auf, weil bei wachsender Verdiinnung die zmischen
ihnen liegenden Theile des Bandenspectrums rascher an
Helligkeit abnahmen.
Ich habe das auch mit einer jedes Missverstandniss ausschliessenden Deutlichkeit ausgedrackt; ich weise z. B. auf
0 11 meiner Abhandlung hin, wo ich gesagt habe: ,,Eben
weil der Uebergang von dem vollausgebildeten Bandenspectrum zu dem Linienspectrum ein so allmahlicher ist, erscheint es auch ubertlussig, anzugeben zwischen welchen
Linien das Gesichtsfeld noch hell, zwischen welchen es ganz
dunkel ist. Denn es hangt das wesentlich davon ab, bis zu
welcher Verdiinnung man vorgeschritten ist, und weiter auch
von der Weite der angewandten Rohre. Die Linien bilden
sich um so eher, das heisst bei um so grijsserer Dichte, je
enger die Rohre ist. Bei dem kleinsten Querschnitte war
deshalb noch mehr neben den Linien zu sehen, als bei
grosseren Querschnitten."
Vergleichen wir nun die ,,hies b e s c h r i e b e n e n A e n d e r n n g e n d e s B a n d e n s p e c t r u m s " , die ichangeblichnicht
beobachten konnte, mit meiner Beschreibung, so entsprechen
sich dieselben sehr genau; die Aenderung des Randes der
von Hrn. G o l d s t e i n als fiinfte bezeichneten Cannelirung
entspricht ganz der von mir beschriebenen Aenderung des
,
A. Wullner.
591
RLtndes der grunen Cannelirung, Wellenlange 507,l; und die
Aenderung der von Hrn. G o l d s t e i n als violettes Hauptmaximum bezeichneten Cannelirung so genau der von mir
beschriebenen Aenderung des Beginnes der von der Wellenlange 465 bis 453 reichenden Cannelirung, dass lediglich aus
diesen Beschreibungen geschlossen werden kann , dass es sich
hier um dieselbe Stelle des Spectrums handelt. I c h setze
die beiden Beschreibungen neben einander her:
Wullner.
Bei abnehmender Qasdichte zerfallt die breite, das
Feld beginnende Linie in eine
Doppellinie, respective es entwickelt sich, unter Verdunkelung der Linie, vor derselben bei 65O 5 2 46”, also etwa
eine Minute nach der weniger
brechbaren Seite verschoben,
eine helle Linie. Die breite,
die Cannelirung beginnende
Linie nimmt dann zunachst
an Helligkeit ab, sodass sie
nu- wenig heller ist, als das
Feld, dessen Beginn sie bildet;
schliesslich verschwindet sie
fast vollstandig und lasst nur
als Rest eine schwache, feine
Linie bei 65O 52‘ 56”, wenn
die Dichtigkeit des Gases hinreichend vermindert ist.
G o l d s t ein.
Wird nun aber weiter
evacuirt, so erhebt sich aus
dem zarten Nebel vor dem
Rande der Cannelirung ein
mehr und mehr an Helligkeit
zunehmender schmaler Streif,
dessen Lage genau dem Rande
der Eathodencannelirung entspricht; wahrend die Helligkeit dieses Streifens wachst,
nimmt der friihere Rand der
Cannelirung an Lichtstarke
ab, und das Gefalle der Helligkeit gestaltet sich so, dass
schliesslich der neue Streif
als B e g i m der Cannelirung,
der fruhere Rand aber als Anfang des Cannelirungsfeldes
erscheint. -
Ich habe, weil ich engere Rohren benutzte, die Aenderungen des Spectrums nur erheblich weiter und detaillirter
verfolgen konnen, als Hr. Dr. G o l d s t e i n ; in meiner Abhandlung 6 11 sind die sammtlichen so allmahlich auftretenden Maxima angefiihrt zwischen den Wellenlangen 568,4
und 451,6, und angegeben, wie weit sie den Maximis in dem
vollausgebildeten Bandenspectrum entsprechen, wie weit nicht..
592
A. Wiillner.
Ich weiss nicht, ob Hr. Dr. G o l d s t e i n mit seiner
Schlussbemerkung sagen will, dass er meine Versuche von
neuem wiederholt und zu einem dem meinigen gerade entgegengesetzten Resnltate gelangt sei. Ich habe 0 13 meiner
Abhandlung ausdriicklich erwghnt, dass die ganze Erscheinung
ohne Funkenentladung verlaufen sei; ich habe es nach meinen
friiheren Arbeiten nicht fur nothig gehalten, hervorzuheben,
dass sich diese Aussage sowohl auf d e n A n b l i c k d e r E n t l a d u n g i n den Theilen d e r Gefiisse a l s a u c h unter
A n w e n d u n g d e s D r e h s p i e g e l s stutzte. Ich habe die
Versuche seitden: und noch kiirzlich ofter wiederholt, und
gerade wegen der interessanten allmiihlich eintretenden Verschiebung der Maxima anderen gezeigt. Jeder Versuch
lieferte eine neue Bestatigung , dass die ganze Erscheinung
ohne Eintritt der Funkenentladung verliiuft. I n dem von
der Pumpe entferntern weiten Theilc der Rohre ist noch die
von mir im Jubelbande cler Annalen beschriebene Schichtung
vorhanden, wenn der enge Theil der Rohren nur wenig mehr
als die das Linienspectrum darstellenden Maxima zeigt, und
der rotirende Spiegel giebt stets das in die Breite gezogene
Bild des positiven Buschellichtes, ohne irgend eine Funkenentladung, sowohl in dem weiten als engen Theile der Riihre.
I m 13 meiner Abhandlung habe ich das von mir gemessene Funkenspectrum mit den Messungen T h a l 6 n s zusammengestellt und gezeigt, dass von den von mir gemessenen
45 Linien, 19 Linien mit den durch allmahliche Verschiebung
entstandenen Maximis ubereinstimmen, wahrend ich 52 solcher
Maxima messend bestimmt habe. E s gehijrt in der That
darnach eine grosse Phantasie dazu, das aus den Maximis
des Bandenspectrums entstandene Linienspectrum mit dem
schon lange bekannten Linienspectrum des Funkens zu identificiren.
M i i n s t e r (Westfalen), 4. Sept. 1882.
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