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Einige Bemerkungen zu der Abhandlung des Hrn. Heintz 0ber die Zusammensetzung des salpetersauren Harnstoffs

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kleine Menge, die inir zu Gebote stand, nicht erlaubte
die Erde diirch wiederholtes Krystallisiren ihres schwefelsauren Salzes vollstandig zu trennen von der zuvor
genannten Erde, die ein hiiheres Atomgewicht besitzt.
Endlich mufs ich mich noch aufsern iiber die Abtheilung der Bestandtheile des Eudialyts, welche sich der
eigeutlichen Zirkonerde am nachsten anschliefsen. Ich
habe indefs dabei nicht sonderlich mehr anzufuhren, als
dafs es rnir bisher noch nicbt gegliickt ist, weder diese
problematische Zirkonerde so rein von einem damit gemengten neuen Metalloxyd darzustellen, noch dieses Metalloxyd so von der bisher fur Zirkonerde angesehenen
Erde zu reinigen, dafs ich mich bestimmter aussprechen
konnte. Denn die sogenaniite Zirkonerde hat sich, nach
Ausfalluog als Hydrat, noch iinmer mit diesem Metalloxyd verunreinigt erwiesen, was sich dadurch zu erkennen giebt, dni’s sie stets einen schwachen Stich in’s Urangelbe hat, und beim Kochen duiikler wird. I)as farbende
MetaIloxyd ist als Oxydul dunkelgelb, und liist sich mit
gelber Farbe in Sauren; aber als Oxyd wird es braun,
uud giebt iiiit Sluren eisenrothe Liisungeu, welche mit
Salzsaure in der Warme Chlor entwickelii. Eine Spur
dieses Metalloxpds habe ich auch in gewissen Zirkonarteii gefunden; und aus der Zirkonerde kann sie zum
Theil ausgezogen werden, wenii man die Erde in einem
Stroin von Wasserstoffgas heftig gliiht und darauf mit
Salzslure behandelt, wo sicli dann das Metallchlorur Iiist.
X1II. Einige Bernerkungen zu der Abhandlurig
des H m . H e i n t z uler die Zusurnrnensetzung
des sulpetersauren Hamstoffs ‘>;
von R. F. M a r c h a n d .
Hr. H e i u t z sucht
in der angefiihrten Abhandluog zu
zeigen , dafs die Zusammensetzung des salpetersauren
1) Annalen, Bd. 66, S. 11-4
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Harnstoffs allein C , N , H , O , + N O , + H O
sey, und
dafs nieine hngabe, eine saure Verbindung erhalten und
analysirt zu habcn , a i d einem Irrthum beruhen miisse;
eben so halt er die wasserfreie Verbindung, welche IOU
P r o u t , L e h m a n i i uiid aiich mir analysirt wiirde, fur
nicht existireud. Gegen die erste Metliode der P r o u t ’ schen Uotersuchung, die Salpetersiiure - Mengen durch
die Quantitat des kolilcnsauren Kalks zu bestiinmea, welche diirch den snlpetersauren Harustoff gelirst wird, 18fst
sich nichts einwenden, uin so weniger, wenn inan die
Genauigkeit, init welcber P r o u t seine Untersuchungen
anstcllt, in hnschlag bringt. L e 11 in a n n hat bei seiner
Untersuchuiig sich nicht darauf beschriinkt die Salpetersiiurc-Menge zu bcstiiniiien; er hat auch den Harnstoff
abgeschieden uiid gewogcn, welclier mit der Salpcterszure verbunden war. In dieser doppelten Gewichtsbestirnrnui~g lag ohnc Zwcifel die bestc Controle, und es
ist daher eiri Irrtliiim, wcnn gesagt wird, es fehle die
Coiitrole ftir die Riclitigkeii dcr Analyse. Ich selbst
habe eininal einc Vcrbindung der Salpeterszurc mit dein
Harnstoff erhalten, wclche 47 Proc. Salpelcrs~ureenthielt, ohne dafs ich die Verhiiltnisse angebcii kann, unter denen sich dieselbe bildete. Ich glaube dalier die
Existenz dieser Verbindung annebinen zu miissen.
In ciuer Nachschrift zu der vou Hrn. H e i n tz angefiihrten plr’otiz von mir, im Journal fur pract. Chemie,
Bd. XXXV, S. 481, habe ich gezeigt, dafs die gewbhnlich sichbildende Verbindung von Salpetersiiure und Harnstoff die ist, deren Zusammcnsctzung R e g n a u I t zuerst
angegeben hat, mit 1 Aeq. Wasser und 1 Acq. SBure
auf 1 Aeq. Harnstoff; diese Verbindung haben W e r t h e r ,
F e h 1i n g , H e i n t z und ich sehr haufig analysirt. Sie
bildet sich ohne Zweifel am leichtesten und unter den
gew6hnlichen Umstiinden.
Hr. H e i n t z hat sich bemfiht ein Mittel zu finden,
11 Die Unrnog&Aked
der Exislenz einer Verbindung aom
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Salpetersiiure ml Harnstofi die mehr als 1 Alom Sawe
auf 1 Atom Ilarn enihielte, bei mehr als 1000 C. direct zu beweisen. Er ist der Uebeneugung, dafs ihm
diefs dadurch gelungen sep, dafs er Harnstoff bei 60'
bis 80" C. mit uberschiissiger Salpetersaure eingedampft,
den Rtickstand bei 1000 getrocknet und gewogen hat.
Unter diesen Umstanden hiitte sich die von mir gefundene Verbindung, wie Hr. H e i n t z meint, bilden iiiiissen. Er erhielt sic nicht, folglich waren meine zahlreichen Analysen faIsch, oder ich habe eiue aufserordentlich unreine Verbindung untersucht. Es scy mir erlaubt,
diese Schlusse etwas in Zweifel zu ziehen. Die Art und
Weise, die Salpetersiiure quantitativ zu bestimmcn, ist
so einfach, dafs es nicht wohl mbglich ist, anslatt 4 4
Proc. derselben 61 Proc. zu finden, und diefs niclit ein
Mar, sondern mehr als vier Mal; sollte inechanisch Salpctersiiure angcliangen habeii, so mufste diese, nach Hrn.
H e i n tz's eigenen Versuchen, entwichen seyn bei dem
Trocknen der Verbindung; endlich liiitte die uinkrystallisirte Verbindung diesen Ueberschufs uicht wohl mit
sich fuhren kbnnen. Der Schlufs, dak die Verbindung
nicht existire, welche Hr. H e i n t z unter den Umstauden
nicht hat hervorbriiigen kl)nnen, unter denen sie sich,
seiner Meinung nach, hatte bilden miissen, scheint etwas
gewagt. Ich FLirchte, die Chemie wlirde eine Anzahl von
Verbindungen eiobufscn, wenn sie aIle diejenigen verlieren sollte, deren Darstellung Hrn. H e i n t z nicht gelaoge. Die giinstigsten Umstande zur Darstelluug des
anderthalb-koblensauren Natrons scheinen z. B. die gleichzeitige Auflissung eines heq. des sauren uud eines Aeq.
des neutraleu Salzes zu seyn. Aus einer solcheu Auflbsung erhtilt man jedoch bekanntlich niemals das Sesquisalz. Hr. P d l o u z e hat die Bildung der Aetherphosphorskre beschrieben, indein dickfliissige Phosphorsaure
mit ~4lkoholzusammen gekocht wird. Dieser Versuch ist
von einer sehr grolsen Anzahl von Personen wiederholt
320
worden; es ist Keinein gelungen die Verbindung wieder
dnnnstelleii, aber icli weifs nicht anders, als dafs keiner
diiser Personen eingcfallen ist zu zweifelo, dafs die Aetherphospliorsaure existire. D'A r c e t's hetlierarseoiksliure
hat mau gleiclifalls nicht wieder erhaltcii kijiinen, nach der
von ihm angegebenen Methode.
Beidc Verbiudungen
sind auf andere W e i s e sehr leicht Iierzustelleii. Es wurde
sehr iiberflussig seyn, diese Beispiele vermchreri zu wollen.
Scllliefslich inufs ich riocli die Erkkirungsweise betrachteii , welclie Ilr. A e i ii t z fur die Abweichung ineiner Analyse von dcr sciiiigen arifuhrt. Er farid, dafs
tler salpetersaure Harnstoff bei 1-20'' C. zersetzt werde,
und d a m Alninoniak en~liielte. Iih's ist also gewJp,q
sagt er, ~ d a f s M u r c h a n d durch die Skigerung der
Terriperalur bis 120° C. eine Zerselzuiig einleilele, wo-
dirrcfr ich die Verscfiiedenfieil unserer Resullaie erklidreii 211 kbiuien g l a u b l e . ~ ~Hr. H e i n t z hat jedoch selbst
gefundcii, dafs der durcli Hitze zersetzte salpetersaure
Hamstoff weiiiger S a l p e t e r s k m als 4 1 Proc. enthielt,
w o r m s mir zieinlicli deutlich hervorzugeheu scheint, dafs
ich eleri riichl die Verbindung vor mir gehabt habe,
welche sich bei 120" zersctzt, uiid Salpeterssure verliert.
Dak ich aber wirklich eine saure Verbiiidung uritersucht
habe, geht Iiioreichend daraus Lervor, dals ich durch
Zusatz voii Harnstoff zu derselben die neritrale Verbiadung erhaltcn habe. ( A . a. O., Bd. 34, S . 251.)
h u s den Untersucbungen iiber diesen Gegenstand
mochte sich daher ergeben, d a h der Harnstoff mit der
Salpeterssure in mehreo Verhdtnissen sich verbinden
k a m e ; dafs die neutrale Verbindung erhalten werden
konne, sich jedoch unter den gewbhnlicben Umstanden
wasserhaltig bilde, wic sich namentlich aus deu Untersuchungen des Hrn. H e i n t z ergiebt.
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