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Einige Bemerkungen zu der Abhandlung des Hrn. Siemens Ueber Widerstandsmaasse und die Abhngigkeit des Leitungswiderstandes der Metalle von der Wrme

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310
Talg, felte Oele, Stearinsiiure, Wachs verhalten sicb alle
sanz Hhnlicb. Bringt man etwas davon an den negativen
Draht, so sieht man anfaogs die eingefettete Stelle roth,
wlhrend der Qbrige Draht in blauem Licht erscheint. Gleich
darauf umgiebt sich dieee Stelle mit eiuer rbthlichen HUlle,
die allmlhlich wieder verschwindet. In demselben Maafse
als diefs geschiebt wird das blaue Licht an den Ubrigeti
Stellen des Drahtes weifs und das rothe Licht zwischen
beiden Drabten geht durch braun ebeofalls in weifs fiber.
Wahrscheinlich zersetzt sich das Fett, doch war es nicht
lnilglich die Zersetzung nachzuweisen, da die Menge, um
die es Ricb hier handelt, zu gering ist.
X11. Einige Bemerkurigen zu tier Abhanillung rtw
Hrn. S i e m e n s : Ueher Wiiitrstnnitsmtlajie und die
Alhangigkrit rlrs Leitungswii frrstnni~esilvr Mtlnlfe
lwii
con
TI.
rlvr W i i r r n e ;
A. MiItthipJspri.
I. 1 1 1 obiger Abhandlung') sagt Hr. S i e m e n s (S. 92)
uEs kano wohl wit Bestilnmtheit behauptet werdeu, d a b
die getibtesten und mit den vollkommensten Instrumenten
und Localitlten ausgertisteten Pbysiker nicht im Stande
seyn werden, absolute Widerstandsbestimmungen zu machen, die nicht um einige Procent VOD einander verschieden waren. Ein MaaCs, welches so wenig genau ist, wQrde
nicht einmal den Anforderungen der Technik genugen. (e
Hr. S i e m e n s giebt jedoch keioe GrUnde far diese Behauptung.
Prof. W. T h o l n s o n gufsert sich Uber diesen Gegenstand folgendermafsen:
1) P o g g . Aoo. Bd. 113, S.91.
31 1
~ B Eist
S unmoglich den grofseii praktischen Werth die
ses Systems des absoluten Maahes zu iiberscbstzen, welclles W e b e r in das ganze Gebiet der Elektricitat eingefiihrt hat,,’). lch war iinmer der Meinuug, dafs die absolu.
ten Widerstaiidsbestiiiimuiigen , nnch der W e b e r’schen
Metliode ausgeffibrt, hOclist genaue Resultale lieferu; uui
aber den Ansichten des Hrn. S i e m e u s iiber dieseu Gegenstand besser entgegeiitreten zu kihinen, schrieb ich an
den Hrn. Prof. T b o m s o n , antiehinend, dafs das Urtheil
eines so bertibniten Physikers die Sache entsclieiden wiirde.
Die Antwort des Hrn. Prof. T h o m s o n war folgeude:
IJESsteht wohl aufser Zweifel, dafs die absoluten W i derstandsbestimmungen von W e b e r (Pogg. Ann. 1851.
No. 3) wahrlicb betrachtlich genauer als ein halbes Procent
sind. Er gebraucbte zwei auffalleud verscbiedene Methoden und erhielt mittelst derselbeu fur einen uud denselben
Leiter die Werthe 190,3 uiid 169,8 uach absolutem Maafse.
Die EinzeIheiteu in der Auwendung jeder dieser beiden
Methoden bieten eine solche Uebereiustimuiung dar, dafs
die Miiglichkeit eines lrrthuins von einem halben Proceiit
als Rlittel der Bestimmungen bei einer dieser Mclhodeu
nicht zulassig ist, durcli eiueii Irrthum in den angebrachteu
Correctiouen. Eiiie solche Aunnhme scheiut aber gauz unhaltbar durcli die nahe Uebereinstimmung der Resultate,
welche durch die beideu Methodeu mittelst verschiedener
Instrumente , ganz verschiedener experimenteller Operationen und verschiedener Reductionen und Correctionen
(urn sie auf das absolute N a a b zu reducireu) erhalten wurden. Das Mittel der oben erwiihuten Zalilen 190,05 weicht
von jeder Bestimmung weniger als 0,14 Proc. ab. Es ist
nicht unwahrscheinlich, dafs dieses Mittel innerhalb 0, I Proc.
der Wahrbeit nahe ist; es ist unwahrscheiulich, dafs es 0,2
Proc. von der Wahrheit entfernt ist, es ist beinahe uumdglich, dafs es urn eiu halbes Procent falsch ist.ct
11. Hr. S i e m e u s Sagt ( S 93): *Da die Abweichungeu in den Lcilungsfa~ligkeitcii rneiner an vcrschiedeiieu
1) Prucerdings of the R o j u l Sucic/y T.VllI, p 555.
3 12
Orten dargestellten Gold -Silber-Legirungen 1,5 Proc. betragen, so seyeu dieselben unbrauchbar zu dem vou mir
vorgescblageneu Zweck I ) , nlmlicb zur Reproduction von
Widerstmdsmaafsen , mittelst welcher die Beobachtungen
der verschiedenen Experimentatoren mit eiuander verglichen werdcn kiinuten, oder zur Reproduction eines Widerstandes in absolutem Maafse. u W e n n man aber zwei
Legirungen von verschiedenen Leuten bereiten Iafst, und
die Widerstande derselben bestimmt, so wtirde man sicherlich nicht ein balbes Procent VOII dem wabren Widerstaude entfernt seyii: sechs von den acht von mir gepriiften Legiruugen stimioen innerhalb dieser G r h z e . Hr. S i e m e n s giebt in seiuer ersten Abhaadluiig ') eiue Tabelle
von verschiedeuen mit Quecksilber geltillten ROhren Seine
Werthe flir
z,
wenn
WI
w der berechnete und
50,
der ge-
fiindene Widerstand ist, so wie die von mir fiir die Leitungsftihigkeiten der Gold- Silber- Legirungen gefuudenen
sind in Tabelle I zusammengestellt.
T a b e l l e I.
-
Rohren W e h e fur
1
2
3
4
5
6
20
201
Leitung&higkeit f i r die
Legirung, barl(C20gen.
1
1,008
1,000
3
1,001)o
0,992
5
6
7
8
0,991
1,005
1,003
1,002
0,988
1,001
0,997
1,001
Hr. S i e m e n s vou den von ihm gefundcnen Differenzen sprechend sag!:
dieselben seyen nicht gr6fser als man
erwarten k6nntea und h h r t fort #)dieTemperatur des EtaIons (Kupfer) und des Quecksilbers schwankte 2 bis 30, wshrend der Beobachtungen. Derselbe giebt aber nicbt an,
welche Bestimmungen bei der bohcren oder niederen Tem'3
1) P o g g . Ann. Bd. 112, S.353
2 ) Pogg. Ann Bd 110, S. 1.
313
peratnr gcmacht wurdeii, so dafs die von ibin gefundeneii
Differenzen grbfser oder klciner seyn kiiiinten. Vergleicbt
mail die beideu Reiheu obiger Tabelle, so fiudet man die
grafste Differeuzen in beiden Reihen gleicb. W e n n daher,
iiach der Ansicht des Hrn. S i e m e n s , die Gold-Silber-Legirung nls Normalmaafs unbrauchbar ist, wie vie1 mehr gilt
dieser Ausspruch fur das Quecksilbermaafs, da Hr. S i e m e n s
mittelst seiner eigeiien Besliiiiinungen wit deinselben Quecksilber in Rbbren, die aus eiuer grofsen Auzahl sorgfaltig ausgewahlt, keiiie grofsere Geiiauigkeit erreichen konote, nls wie mit
Legiruugeii an verschiedenen Orten, voii verschiedenen Leuten, mit verschiedenem Gold und Silber dargestellt und
von verschiedenen Drahtzieheru zu Draht gezogen. Hiitte
ich rneiiie acht Legirungen aus demselbeu Gold uud Silber
dargestcllt und gczogeu, so wiirde ich unzweifelhaft Resultate erhalten habcn, die uoch nicbt UUI 0,1 vou einandur
abwicheu. W e n n verschiedene Beobachter die Leitungsfiibigkeit des Quecksilbers bestimnmen wurdeii, ware es da
nicbt wahrscheiiilich, dafs die voii denselbeii gefundeueu
Resultate grbfsere Unterschiede zeigten, als die vou Hru. S i c in e n s selbst Sefuudenen? In der That habeu verschicdene
Beobacliter bereits die Leitungsfahigkeit des Quecksilbers bestiinmt und wir wolleii die von denselbcn gefundeueu Werthc
fiir die verscbiedeneu Metalle vergleichen und zwar so, dnfs
wir einmal die Leitungshbigkeit des Silbers = 100 uud
das andere Ma1 die des Quecksilbers = 100 aniiebmeu.
Ich behaupte nun, dafs wenn die von den verschiedenen
Beobachtern gefuiidenen Wertbe fur die Leituugsfabigkeit
eines und desselbeu Metalls bcsser ubereinstimmeo, falls sie
wit Silber als falls sie mit Quecksilber als Einheit verglicheii
werdcu, die vou Hru. S i e 111 e II s vorgeschlagciie Quccksilbcr Einheit als solche unhrauchbar ist.
314
T a b e l l e 11.
Leitungsfiihigkeit der Metalle, wenu Silber
Siemens ').
Leo;.
Bccquarel.
= 100,
MattlrirGeo.
Silber ')
100
100
100
Kupfer ')
96,92 73,4
93,3
Gold I )
- 58,5
68,9
Kadmium
26,3
Zink
- 23,7
Ziun
22,6
15,O
Eisen
- 13,O
13,l
Blei
898
10,7
Platin ')
14,2
10,4
8,6
Quccksilber
1,72
3,42 bei18",7 1,86
100
-
99,5
78
23,8
29,2
12,3
-
11,4 bei20",4
893
10,5 bei20",7
1,65
T a b e l l e 111.
Leitungsfahigkeit der Metalle, wenn Quecksilber
Siemens.
J.eoa.
= 100.
Recquerrl. Malthielsen.
Silber
5820 2924
5376 6060
5630 2146
6123 6030
Kupfer
Gold
1710
3704 4727
Kadmium
1414
1.142
Zink
1382
1770
Zinn
659
810
745
Eisen
- 380
701
878 bei 2 0 ' 7
Blei
312
473
803
304
Platin
025
462
636 bei20",9
100
100bei8°,7
100
100
Quecksilber
Ein Blick auf obige Tabelle ist genligend, UUI zu zeigel), wie schlecbt die Beobachtungsreihe von L e n z mit
den andern stimmt, wenn Quecksilber als Einheit genommen wird; und wenn man die von B e c q u e r e l litit derten
von mir gefundenen Wertheu vergleicbt, so ergebeu sich
folgende Unterschiede.
-
-
-
I ) Hartgerogen. Alle Ternperrturcn
grgeben wird.
2 ) Obige Abhradlung Seite 18
C=
0'
C., wenn
nicbt eiuc rollere an-
31 5
T a b e l l e IV.
= 100 W’enn Qocckiilber = 100.
Kupfer
4 3 Proc.
15,O Proc.
11,6
Zinn
21,6
9,0
2,o u
Kadmiuin
Zink
11,9
22,l
Zinn
18,O
8,O D
Eisen
9,0
19,2
BIei
5,9 ”
5,9 I8
Platin
18,l
27,3
Diese Data beweiseu die Unbrauchbarkeit der von Hru.
S i em e n s vorgeschlagenen Quecksilbcreinheit, denn wir
erhalten in der That besser iibereinstimmende Resultate,
wenn wir in obigen Reihen irgend ein anderes Metall als
Quecksilber zur Einheit nehmen. Drei der obigen Beobachter geben das voti ihnen gebrauchte Qriecksilber als reines
Metall an.
111. Hr. S i e m e i i s sagt (S. 93): jINeusilber eignet sich
zur Anfcrtigung von Widerstands-Etalons jedenfalls weit
besser als die kostbare Gold-Silber-Legiruii~. Ich stilnuie
tnit ihm hieriii ganz uberein. Mein Vorscblag ging nur
dahin, die Gold- Silber -Legirung als vergleichendes Normalinaafs zu gebrauchen. Hni. Si em e u s ’ QuecksilberEtalons dienen wohl fur denselben Zweck.
IV. Hr. S i e m e n s sagt (Seite 93): USelbst wenn die
Leitungsfabigkeit der Legirung stets vollkommen dieselbe
bliebe, so wiirden sich kleine Widerstande doch nicht mit
Genauigkeit mittelst derselben herstellen lassen, da in den
Beruhrungsstellen der Drahtendeu mit den Zuleituugsdrahten
immer noch variabele Widerstaude von wesentlicher Griifse
auftreten.. Ich will jedoch erwlhnen, dafs icb die Enden
des Norinaldrahts immer a n zwei dicke kupferne Drahte
(voo 2 bis 3”” Durchmesser und ungehhr 38- Liinge) lilthe.
Die beidcn freien Enden dirser Drahte, sorgfdltig weich
gemacht, tauchen in Quecksilbernapfe, deren Boden aus
ainalgamirten Kupferplatten bestehen. Dieae Napfchen stehen auf 3huliche Weise init dem Apparate in Verbiudung.
W e n n Silbrr
1)
1’
’J
JJ
’1
*J
J’
11
(1
316
Diese Anordnung giebt sehr befriedigende Rcsultnte ;
nicbt der geringste Unterscbied in dein Widerstand wird
beobacbtet , wenn der Eormaldraht aus den Quecksilbernapfcn herausgenommen und dann wieder eingesetzt wird.
Weiin aber ein Draht der Gold-Silber-Legirung flir den
Gebrauch eiurnal hergerichtet norden ist, so kann man denscl ben immer wieder gebrauchen ; nur miissen die Endeu
jcdesmal frisch amalgamirt werden, was leicbt und ohne
grofsen Zeitverlust geschchen kanu. Beim Gebrauche des
von Hrn. Si em e n s vorgeschlagenen Einheitsmaafses mufs
das Quecksilber uad die RUhre jedesnial sorgftiltig gereinigt
werden, was (abgesehen von der Gefabr die Rbbre zu
zcrhrechen) nicht obne grofsen Zeitverlust geschehen kana.
V. (S. 9 5 ) . Hr. S i e m e n s giebt eine Tabelle, mittelst
welcher er zu beweisen sucht, dafs er Widerstauds-Etalons
nach seiner Methode bis zu jeder erforderlicheu Geaauigkeit darstellen kann. Er beweisl aber nur, dare es ihin
mbglich ist , dieselben Rbbren mit verscbiedenem Quecksilbcr zii fallen und dafs dic Widerstande dieser Ri)hren nur
0,05 Proc. differiren, deun er vergleicht drei uubekanntc
Widerstaude mit zwei gleichen (reducirt auch gleicbe Laiige
und Durchmesser) und erhalt beiuabe dieselbe Werthe. Hatte
derselbe statt der mit 3 und 7 bezeicbneten NormalrUbren,
die mit No. 1 und 4 bezeichncten beniitzt, wtirde er wobl
auch dasselbe Rcsultat erhalten baben? nein, sondern eine
Differenz von 1,5 Procent (man vergleiche seine Resultate
in Tabelle I).
VI. Hr. S i e m e n s sagt (S. 9 6 ) : .Die von rnir aufgestellte Behauptung, dafs Spuren fremder Metalle eine Abnahrne in den Leitungshliigkeiten des reinen Querkailbers
verursacben und nicht wie S i e m e n s sagt eine Zunahme
sey falscb..
Hr S i e m e n s bat hieriu vollkommen recht.
Ich war durcb die Tbatsacbe irre geleitet, dafs Quecksilber
in Verbindung mit mebreren Procenteu anderer Metalle eine
schlechtere Leitungsfahigkeit besitzt als das Mittcl der Leitungsfabigkeit der Volumina angewandtcr Metallc, und da
ich in allen meinen Versucbeu nie eine Zunahme in der
317
Leituui;sfshigkcit
eiues Mctalles gcfunden hatte wenn cs
uiit Spureu anderer Metalle legirt war, so kalu ich zu ilein
Schlusse, dafs Spuren (0,l bis 0,2 Proc.) freuider Metalle
ouch ciue Veriiiiiideruiig der Leituugsflhigkeit tles Quecksilbers verursacheu iiiufsteu.
Da Quccksilber sich in diesel Deziehung anders als dic
iibrigeii Metalle verliiilt, so rniisscu wir statt der von mir
iu irieiner Abhandluiig ) iibcr die Leitungsfahigkeit d c r
Legirungcn far die Metalle vorgcschlagenen zwei Klassen,
n 3 lnli ch :
I. Dicjenigeii Mctalle, welche, weon mit einander legirt, die Elektricitlt iu dew Verhaltnils ihrcr relativco Voluinina leiten.
11. Uiejeuigen Metallc, welche, weiin legirt wit eiuein
Aletall der Klasse I oder niit einander, die Elektricitat nicht
iu dcm Vcrh.5ltniL ihrcr Voluiiiiiia Iciku, souderri stets
sriilechter nls das llilittcl ilirer Voluiniua, jetzt einc dritte
Klassc auiiehiiicn, welclie wahrscheinlich durch dicjeoigcii
hIetalle gebildct wird, welche legirt wit Spuren aiiderer
AIctalle eine grii/%ere Lcitungsfaliigkeit , weiiu legirt mit
griifseren Quautitiiten anderer Metalle, eitie geringere Leitungsfahigltcit besitzt als das Mittcl der ilirer Volumina.
In wiefern diese hoiiahmc wahr my, bin ich so ebeii
beschaftigt zu untersuchen, und es wird sehr ioteressant
sepn zu sehen, o b reine Metalle, wie Wisniuth, Zinn etc.,
i u i Hlissigen Zustandc sich wic Quecksilber verhaltcn, d. h.
o b wenn zu dem geschinolzenen Metal1 Spureu eiiies andereu Mefalls hinzugefugt werden, eine Zrrnahme in der
Leitungsfahigkeit bcobachtet wird. Ich babe weiter nun
zu versuchen, o b die Leitongsfahigkeit von Quecksilber iin
festen Ziistaiid durch die Zugabe eine Spur eines frelnden
Metalles vergriifsert oder verringert werde.
Als Beweis d d s ineine Aniiahlne in Beziehung auf das
Verhalten der Metalle der dritten Klasse h6chst walirscheinlich richtig sey, gebe ich in Tabelle V einige sich
tlaraiif bezicheiide Versuclie.
I)
Pog;.
Anu. IIJ. 110,
s. 190.
318
Tabelle V.
Leitungsfihigkeit der Gold-Silber- Legirung
bei Oo C. = 100 gesetzt.
Reines Quecksilber leitet 24,47 bei 1 8 O .
Leitun(rf%~gkch
Quecksilber
legirt mit 0,l Proc. reines Wismuth
8,
0,Ol
Y
Zinn
* ($02 *
Y
11
J,
e
u
0,05
n
8
I,
0,lO
0,20 *
rn
n
)I
U
0,50
1)
Y
I1
I1
D
I,
)I
#,
I,
u
))
y
88
u
11
I,
n
1
2
Y
,I
4
*I
n
I,
bcobrchtet
bcrwhnet
2458 bei 18,6
24,51 bei 18,4
2454 bei 18,O
24,63 bei 18,2
24,76 bei 18,8
25,81 bei 19.0
23,86 bei 18.4
26,62 bei 18,6
27,66 bei 18,8
29,69 bei 19,O
2416
34,50
24,52
24,61
21,75
2502
25,83
27,19
29,19
35,09
Bei den Berechnungen wurde die Leitungsfabigkeit des
Zinus = 172,09, diejenige des Wismuths = 17,88 augenoinmen. Das specifische Gewicht des Quecksilbers = 13,573,
das des Wisuiuths =9,029 uud das des Zinns = 7,294.
Die Widerstaude der Amalgame wurden in derselbcu
Hohre bestiinmt, welche fur das Quecksilber benutzt wurde,
so dah eiu Fehler in der Messuug der LYnge und des Durchmessers keineii Eiuflufs auf die erhaltenen relativen Werthe
ausiiben konnte.
W i t 'erseheu aus obiger Tabelle, dafs sogar Wisinulh,
eiu schlechterer Leiter als Quecksilber, die Leituugsfahigkeit
desselben erhlrt, wie ja auch aus obiger Annabme zu erwarten steht. Die Versuche mit den Amalgamen zeigeu, wie
wichtig es seyii miifste, weun Quecksilber als Widerstandsmaah angenommen wiirde, dah dasselbe absolut chemisch
rein ware. W i r kiiuueu keine bessere Uebereiiistilninu~~g
ill
deu vou verschiedeuen Beobachtern gefuudeiieu Werth fur
Quecksilber erwarteu, wenii Spuren freinder Metalle dessen
Leitungsfahigkeit so betrachtlich verlndern.
319
VII. (S. 103) Hr. S i e m e n s giebt eine Tabelle, aus
welclier er schliefst , dafs die Zunaiirne des Widersfaiides
des Quecksilbers zwischen 0" uud 100° als constaut zu
betrachten sey. Mit auderu Worten: Hr. S i e m e n s niinuit
an, dals die Formel W = l + a t deu Widerstaud des Quecksilbers fur irgend eiue Temperatur zwischen On uod 100"
ausdrucke. Wollen wir jetzt BUS Hrn. S i e m e n s Resultaten
tleii Werth yoti JJaSberechueu uud zwar fur Temperaturen,
fur welche der Widerstaud beobachtet worden ist. Mali
erhiilt dieseo Werth durch deu Gebrauch der Formel
a=-.
rv-
1
t
In Tnbelle VI gcbe ich Hro. S i e m e n s Tnbelle fiber
den Widerstand des Qiiecksilbcrs fur verschiedene Teni perntriren zugleicii mit dem Werth des CoCfficenten **arc
fur jede Reobachtuog. Der Widerstand des Qucclisilbers
hci 0" ist = 1 gesetzt.
Tabelle VI.
1.
0
gefundroer Widerstand
Briwltnetor Wcrilt
fiir ~~a~~
1,000
lfi,51
1,0166
0,000899
20,19
1,0262
0,000933
41,29
1,039 1
0,OIlOS47
57,:34
1,0548
o,noog~
99,29
1,0959
0,000986
W a r e die Formel W = I + a t die richtigc, so miifsfell
die fiir JJU<Igefrindenen Werthe alle gleich seyn; da aber
eine allmahliche Zunnhme des Werthes vou a stattfiudct, so
steht es nrifser Zweifel, daCs eine Formel mit zwei Gliedern wie W = 1 + a t + b t 2 die Widerstande fiir die verschicdenen Temperaturen richtiger ausdrucken wiirde.
L)ie Zunahme des Widerstandes des Quecksilbers zwiwhen 0" und l U O o betragt iiach
Matthiefsen und
BrcqucreI
Sieniens
10,8 Proc.
9,U5 Proc.
S. 452.
1 ) Pogg. Ann. 110..
voo
Bore
9 Proc.
SchrAder van
der Knlk ' )
8,6 I'roc.
320
Der von Hrn. S i e m e u s angegebeue Werth ist aus 12
Beobachtungeu abgelei tet , der von S c h r b d e r v a n d e r
K o l k angegebene aus 25 und der von v. B o s e und mir
aus 36. Ferner schliefst Hr. S i e m e n s aue 14 Beobachtuugen, dafs die Widerstandszunabme des Kupfers zwischen 0" und loo constant sey, wlhrend v. B o s e und ich
gestlitzt auf 332 Beobachtungen fiir die Widcrstaudszunabme des Kupfers die Formel W = 1 + at + bt' herleiten. Unsere Versuche siud beiuahe vollendet und wir
hoffen dieselben vor Ende diescs Jahres zu verdffentlichen.
VIII. Hr. S i e m e n s sagt (S. 105), # W a s Hrn. M a t t hi c f s e n zu der am Schlusse seines Aufsa tzes gernachten
Aeufserung: dafs die gewiihuliche Annahrne, die Leitungsf2higkeit des reineu wie kauflicheu Kupfers Budere sich in
gleichem Maafse init der Temperatur, weit VOD der Wahr.(a
Zwei Grunde, welheit entfernt sey, veranlafst lint
che micli zu dieser Aeufserung bewogeu, sind:
I. Hr. S i e m e n s selbst niinmt an (s. d. Abhandlung I ) ) ,
d a t die Leitungsftibigkeit seines Kupfer Etalons durch Er-warinung uin 1" C. ullt etwa 0,4 Proc. vermindert wird.
11. Hr. C. W. S i e m e i i s kommt zu derselben Annahuie,
bei der Bescbrcibung seines Widerstands - Thermometers '),
stiitzt sicb bci seinen Berechnungen auf A r n d t s e n ' s gefuiideuen Coefficienten, oboe die voii ihm gebrauchte Kupfersorte niiher zu bezeichnen. Dafs mciiie Behauptung, in Beziebung auf den Unterschied in den Coefficieuten fiir die
Zunahme der Widerstlnde fiir verschiedene Temperalur,
fur verschiedene Kupfersorten richtig ist, wird durch folgende Data bewiesen.
Hr. S i e rn e ns (S. 103) fiudet die Widerstandszunahrne
eiiier kauflichen Kupfersorte zwischen Oo und looo = 32,9
Proc. A r n d t s e n fand die Zuuahme fiir eiu Kupfer, das
Spuren von Eiseu entbielt, = 36 Proc., v o n B o s e und
ich fanden diese Zunahme fur reines Kupfer = 42 Proc.
..
~
1 ) Pugg. Auo. 100, S. 14.
2 ) Phil. Mag. Januar 1861.
321
uiid eutllich zeigte ein VOII inir ualersoclites kiiufliches K o pfer eine Zunahme von ungefiihr 8 Proc.
London dcu 8. August 1861.
U i i t e r Zuiigenpfeifen verstehe ich alle solche Blasinstrumente, in denen dem Luftstrom der Weg durch einen
schwirigendeii clastischen Kbrper bald geiiffnet, bald versclilosscn wird. Die erste Arbeit, welche die Mechanik der
Zungenpfeifeu verstandlicli machte, war die von W. W e b e r. Er experimentirte aber hauptsachlich mit metalleuen
Zungen, die wrgen ihrer grofsen Masse und Elasticitlt nur
d a m von der Luft krsftig bewegt werden, wenu sich det
von der Pfeife angegebene Ton uicht zu schr von dem Ei
geiitou der freien Zunge uuterscheidct. Daher sind die
Pfeifen mit metalleneii Zungeu in der Regel nur ftihig einen
einzigen Ton anzugeben, nsmlich nur denjenigen uuter den
theoretisch miiglichen Tbnen, wclcher dern eigenen Ton der
Zunge am nlchsten liegt.
Anders verhalt es sich mit Zungen von leichtem, nenig
Widerstand leistendem Material, wie es die Rohrzungen der
Clarinette, Oboe, des Fagotts, die menschlichen Lippen in
den Trompeten, Posaunen, Hiirnern sind. Sehr geeignet
fur die Versuche sind aueh membran6se Zungen aus vulkanisirtem Kautschuk, ahnlich den Stimmbiindern des Kehlkopfs gestellt; nur mufs man sie, damit sie leicht und gut
ansprechen , schriig gegen den Luftstrom stellen.
Die Wirkuug der Zungen ist wesentlich verschieden, je
nachdem die von ihnen geschlossene Oeffnung sich dffnet,
Poggendorffs Anoal. Bd. CXIV.
21
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