close

Вход

Забыли?

вход по аккаунту

?

Einige Bemerkungen zu Hrn. Prof. J. Mller's optischen Versuchen

код для вставкиСкачать
41'7
VI. Einige Bernerkungen
z u Hrn. Pro/
I e r 's optischen Vcrsiichen ');
J. M i i f -
aon A. E r m a n .
Es
beruht wohl nur auf einein Schreibfehlcr, dafs Hr. Prof.
M i i l l e r die erste Eintrittsspalte die er benutzte, iiin die
Fraunhofer'schen Linien danustellcn uiid sie auf einen Papierschinn zu projicireii, durch das Beiwort ,,eine breile"
bezeichnet, und clafs er dann von der zweiteii, diirch welciie das Licht hindurchging, nachdein es das Prisina passirt hatte, iiur aiigiebt sie sey noch breiter als die erste
gcmesen. W a s aber dann iiberhaupt die in jenem Aufsatze,
fur Versuche iiber die Refractionsindices, vorgeschlagcnc
Substitution eines getheilten Schirins austatt eines optischen
Theodoliten betrifft, so geht BUS Hni. R I u l 1 er's Zahlenresultaten eben so deutlicb wie aus der Katur der Sacbe
hcrvor, dafs inan diidurch an Genauigkeit des zu Leistcnden bccleutend einbiifst. Namentlich d a m , wenn man, wie
cler Hr. Verfasser, nicht einnial die Neigung cles Schirines
gcgen einen der auf ihn auffallendeii Strahlen angicbt, durch
dereii Vcriinderlichkeit doch vielleicht die starke Incoiigrucnz seiner einzeliicn Versuchsreihen zu erkliiren gewesen ware.
In seiiiem zweiteii Aufsatze, iiber diejeiiigeii Streifen oder
Liuien im Spectrum die durch Interferenz entstehen, aufsert
Hr. Prof. M ii I1 e r, dafs die Beobachtungsart init einein Pa.
pierschirin , der von mir angewaiidteii mit eiiiern Theodolitenferiirohr, dcswegen vonuziehen sey, weil inan bei ersterer alZe Streifen odcr. Liuien iin Spectruin zugleicli vor
Augeii habe, bei der zmeiten aber dieselben nur nach einnnder siihe.
Diese Behauptung ist mir deswegen nicht verstandlich,
\veil 1 ) trotz dcr gleichzeitigeii Sichtbarkeit , inail, iiberall,
wo es sich urn Messungen handelt, doch nicht unterlasscii
wird sich nur init einein Streifen nach &in nndercn, nicht
1) Ditsse Annnlcn, Bd. 69, S . 93 irnd 98.
PoggendorlFs Annal. Bd. LXIX.
27
418
abcr init inclircrcii oclcr gar i i i i t alleii zuglcicli zu beschzftigcii, uiitl wcil iiiii' 2 ) i i i tlicscr siiccessiven Beobaclituiig
tler eiiizeliieii Streifeii iiiclit cler geringstc Nachthcil zu lieget1 scliciiit, i i i sofcrii i n m i iiiir, w a s sicli tori sclbsl verstelit, fur dic niilhigc Fcstigkcit tlcs Appnrntcs Scsorgt uiitl
dieselbe, durch \\-ictlei Iioluiig dcr nuf ciiierlci Puiikt dcs
Spectrums bczugliclicii hblesuiigcii controlirt hat. Aufserdciii liat jn aber selbst Dejeiiigc, wclclicr auf die glcichzei~igc Siclitbarheit cincii \Vcrlli lcgt , tlcsscii Grund iiiir
iiiclit ciiilcriclitct, hri Aiiwcntluiig cines Miincliriier Tlicodolitcii €criirolirs tlic Iicruliiguiig: dnl's c r voii 1 bis zii 4 dcr
gc\iiininIcii i i i Iictrncli t hoiiiiiiciitlcii Aiisdclinuii;; tics Spcctruins iri tleinsclhcii glciclizciti;; crhlickt.
Da wyo Hen.
Prof. hl iillci. nuf dic, wic cr sclbst sngt, liiichst ciiifiiclic
uiitl i i i friilicrcii Abhniidluiigcn, wic iiiicli diiiikt, dcutlicli
nusgc~spi.ocliciie, Tlicoric der durcli Iiitcrfcrciiz ciitstclicndcii Slrcifcii i i i i Spcctruin zir sprechcii hoiriint, sagt cr (a.
a. 0.S . 105): ,,Die Brcckingsexponenten der vcrschiedenfnr6igcn Strahlcn sitid beknnntlich niclit dcm umgekehrten
Verltufhtils iler enlspreckendcu Brcchungscxponenten proportional" - uiitl cs gcliiigt niir iiiclit, trotz dcsseii Einfiihriiiig diircli tlns W o r t ,,6ekanntfich" irgend cinen Siuii in
dicsciii Sntzc zu fiiidcii. Es schciiit indcsseii als linbe dersclbc init tlein cigcii~liclieiiIiihalte voii Hrii. MU 1 l cr's .4ufsatz iiichls weseiitliches geincin, uiid 31s licfse sicli dalier
dicser Iiihalt iiiiabhfiiigig voii jcnein Satze in Bctrnchtung
zielicii. Hr. Prof. Mu I I e r Kufsert iirimlich bald tlrtrauf, dafs
sich die hbstsiidc ( Winkclabstautlc) der durch Interferenz
entstandencii Linicii otler Streifcii im Spectrum nur durch
Vemuche finden lassen. Hattc er zu iiiehrerer Deutlichkcit
hinzugcfugt: in dcin Fall wo i n n i i eiitweder das zu deren
Erzeugiing gcbrnuditc P r i m a zuin erstcii Male bei deli Messriiigeii iiber eiii aiinlogcs Phanomen anwetidet , oder noch
nicht weirs durch welchcii Gniiguuterschied (Retardationsintervall) die eben zu uiitersuchenden Linien oder Streifen
entstaudcn sind, so warc gegen dicse Beliauptung nicht das
Miiideste eiuzuwendeii. Sohald hiiigegeii jene beiden Data
-
419
vorhanden siiid, und dns zweite von ihnen naiiientlich durch
irgend eine der dahiii fuhrenden Messuiigeii, so lassen
sich naturlich die Winkelabstlnde aller einzeluen Streifen
( w e n n sie wirklich durch Interferenz entstandcn sind) a u f s
scliarfste vorausberechnen. Die Abhzngigkeit oder das Gesetz zwischen diesen einzelnen Abstiindeii ist dann eo ips0
etwas vi)llig Gegebenes
welches aber auf eben so tinziihligc W e i s c n verschieden atisfallen knnn als die Sobstanzen unzalilig sintl, aus denen sich Prisinen verfertigcii Inssen. Hrn. R.1 u 1l e r’s Behauplung, d a k die geornetrische
Reihe, welche ihin in eiiicin bestiininten Falle eine ertrjiglichc Anniihcrung ;in jenes Gesetz gew8lirt hat, nuch in den
ubrigen I:allen pnsscii werdc: wcil e r sic ja clurcii reine
Erfaahrting ~ C f i l l i d C l l liabc, sclieiri t inir dciniincli durchaus
nicht haltbar. Aucli wird tler Ilr. Verfnsser bei iijilierer
Ueberlcgung leiclit tintlcn, (Iak jene Bcliauptuiig init derjenigcii einfnclicn Thcoric der Iiiterferciizstrcifeii die e r
sclbst in scinan Aufsolzc anerkannt hat, iin dircctesteri Wi
derspruche ist. Man hat sicli, um diek zu bemerkcn, n u r
z u erinnerii, dafs der Ausdruck der die Wellenlangen mit
den Ableiikungeu verbindet welclie die ihncn entsprechenden Stralilen crleitlcii, fur jedes iiidividuellc Prisinn ein
gaiiz anderer ist, auch wird man dann ,wohl, zu iiHlicrer
Einsiclit, irgcnd so etwas wie dicjcnige algebraischc Bezcichnung aiiweiiden, welclie Hr. Prof. M iill e r eineii uiriiiitzeii
Aufwand von matlieinatiscliein Apparat geuaiint hat. Setzt
inail z. B., so wie icli es in diesen Annalen, nd. 63, s. 538,
gcthaii Iiabe, die zu eiuer bestiininteii Ablenkung D+ w
gehi)rige Wellenlunge =A und fur w = O , A=L, SO ist
allgenieiii nur h =L [ Z +a. w +,9 w *
. ] aiizuuehmen,
woraus d a m folgt , d a k , wenn die Wellenl#nge L,,
2 n+ 1
Mnl in tlein Doppelten des Verspatungsiiitervalles, welches
die Streifen erzeugt, enthalten ist, und wenn e, die Ordnungszalil des Streifens ist, fiir welchca die Ablenkuiig w
betragt :
(2n+l)-(2n+’Lo+
I ) ( l+ccu,+;lc‘+.
...)=O
stattfiiideii werdc. Sctzt inail hierin fur e, sticcessiv: 41, I ,
27 ‘x-
-
+ .. .
.
420
.
2, 3 . . . und Iiist nacli w auf, so ergcbeii sich fiir w successiv Werthe: 0, w ' , w", w"' . . . voii deiieu sich kcincswegs behaupten lafst, dafs ihrc Differcnzen eine geotnetrischc
Reihe bilden. Diels ist cs docb aber was Hr. Prof. M i i l l e r nicht blofs in einem bestimmten Falle gerunden haben,
sondern auch als eiite a llgemeine Regel belrachtet wissen
will. W i r wollcii beispielswcise iioch spcciell das Vorkomincn dcr rnfiglichst cinfachcn Umsthdc voraussetzcii,
indcin wir aiinehmen, d a k fur dns aiigewandte Pristna iiur
a alleiu cincii incrklichcii iicgativcii WertIi habc, clagcgeii
abcr p=O
scy, ebcii so wic die CoGfficientcii dcr 3 e n
iind hiihereii Potciizcti son 10. Es wird danii, wcnii iiinii
2
cler Kiirzc halbcr - - = p schrcibt:
.,
C<
iind
die successivcn Quoticnteii ihrer Intervalle:
-
2n+l
2n+5
2-n+3
' 2n+i
2n-l-5
' 2n-t-9
' " * '
2n+2mI
-~
2n+21n+s '
welche voii dcr behauptctcn Gleichheil dcutliclist entfernt
sind. Sie sitid cs aber in den von Hrn. M u 1 I c r vorzngsrvcise
utitcrsuchtcn Fallen von kleinen Vcrsp~ituiigsintervaIlen,d. h.
eiitcs kleinen Wcrllics von n, offenbar gernde am cntschiedcnsten. So sey z. B. n = 3 : man crhiclte danii fur
jene angebtich einander gleichen Quotienten die dcutlich
geiiug verscbiedciieti Wcrthe: 0,6364 ; 0,6923 ; 0,7333;
0,7647..
Bei Anwendung von irgcnd cincm dcr mir in
der Praxis bisher vorgckominencn Prisinen wurde aber dicsc
Vcrschiedenheit deswegcn nocli etwas inerklichcr gewordcn
seyn als bei dem hier fingirten, weil fiir diesclbcn der Coefficient p keineswegs uninerklich war, sondern zur successiven
VergiHserung des, bisher constant vorattsgeseiafen Werthes
ron p beitrug.
..
Документ
Категория
Без категории
Просмотров
1
Размер файла
183 Кб
Теги
prof, versuchen, optischen, bemerkungen, hrn, einigen, mller
1/--страниц
Пожаловаться на содержимое документа