close

Вход

Забыли?

вход по аккаунту

?

Einige Beobachtungen ber das Absetzen aufgeschlemmter pulverfrmiger Krper in Flssigkeiten.

код для вставкиСкачать
419
VIII. Einige Beobachtungen iiber das Abseizen aufgeschlemmter puluerfiirmiger Kiirper in FiussigkeiLeri ;
uon T h e o d o r Scheerer.
AIs ich vergangeneu Herbst mit Hrn. S c b l e i d e u , Bergwerksbeamten aus Mexico, eine Reibe von Versucben iiber
die Ainerikanische Amalgamatiou anstellte, rand sich hiebei eiue Veranlassung, die Ursachen des schnellereu oder
langsaioeren Absetzeiis aufgeschwemmter pulverfthmiger K6rper in nabere Betrachtung zu ziehen. Bei mehreren technischen Processen wiirde es nzmlich keineu uuerheblichea
Vortheil gewahren, wenn mail Mittel kennte, dieses Absetzeu zu beschleunigen. Bereits wahrend uieines Aufentbaltes in Norwegen babe ich Versuche angestellt, welche
die beschleunigte and vollkommene Klarung der (bei der
Blaufarbeti-Fabrication) in den Miihlensiimpfen befindlichen
Eschel- Triibe zum Zwecke hatteu. Icb gelangte damals
zu dem Resultate
auf dessen tecbnische Braucbbarkeit
d d s sich eiue solche K19ich bier nicbt weiter eiugehe,
rung am scbnellsten durch Hervorbriugung eiues cbemischen
Niederscblages in der zu kliirenden Fliissigkeit bewirkeii
lasse. Setzt man zu letzterer z. B. eine Quantitlt Alauusolution, welcbe verhlltnilmlCsig nur sehr gering zu seyii
braucht, und fagt d a m eine eutsprechende Menge Ammoniak oder koblensauree Ammouiak hinzu, so reicht die ausgefallte kleine QuantitHt von Thonerde hiu, das Aufgescbweinmte innerbalb weniger Stuuden zum Absetzen zu
bringeu, wahrend aufserdem viele Tage, ja selbst Woclieu
uud Mouate dazu erforderlich gewesen waren. Hr. S c h 1 e i d e n theilte mir nun mit, dafs er in Mexico zuf2llig eiumal
beobaclitet habe, wie eine Vitriol-Solutio~l ( o b Kupferoder Eisen-Vitriol, eriunere ich mich nicht mebr genau),
welche in eiue voii der Amalgamatiou herriibreude triibe
Fliissigkeit gegosseu wordeu sey, biuueu kurzer Zeit die
27 *
-
-
420
Klaruug der letzteren bewirkte. Aufaugs glaubte ich, d a k
der Grund hievou ebenfalls iu der Bilduiig eiues chemischen Niederschlages Iage, fand aber spater rathsam, genauere
Untersuchungen hieriiber aiizustellen. Dieselben babeu dns
Resultat gegeben: daCs gewisse Solutioneu, ohne Erzeugung
eines chemischen Niederschlages, allerdiugs eiuen sehr entschiedeneu Eiufluh auf das Absetzen suspeudirter Pulver
ausiiben. Folgendes ist das Naliere hieruber.
1. Versuche mit Pochtriibe von der Grube Eirnme1fab.t
bei Freiberg. I)as ails dem Aufbereitungs- Gebaude ( dein
Pochwerke uud der Erzwasche) dieser Grube kommende
triibe Wasser geht in einen, im Freien befindlichen grofseu Sumpf, aus welchetb es durch eineu Abflufs in die
Mulde geleitet wird. lo diesem Sutnpfe setzen sich, durcli
das laagere Vcrweileu des Wassers dariu, sehr silberarnic
SchlHmme ab, wahreud die nus deiii Sumpfc fliekendc
Triibe noch silberarmere Partikel (besondcrs Gang- uud
Gebirgsarten ) aufgeschwemint errthalt. Eiiiige Flasclieti,
welche mit der unmittelbar von der Aufbereitung kommeudeli Trubc angefiillt waren, wurdeii gegeu vier Tage hiugestellt, uach welcher Zeit die iiber dew Absatze befiiidliche, immer iioch triibe Fliissigkeit abgegosseu uud zu
Versucbeu augewendet wurde. Zwalf Becherglaser von
gleicher Form iind G r d h wurden uiit gleicheu Mengen
der Flussigkeit gefullt, und jedes Becherglas, mit Ausnabloe
eiues derselben, erhielt eineu Zusatz von einer der iinten
bcnannten conceutrirten Salzldsungen oder Ssureu. Von
den conceiilrirteu Salzlbsungen betrug der Zusatz etwa
1 Volum-Proceut, von den Sauren die Halfte. Iu das Becherglas, welches keiiien solcheu Zusatz erhielt, wiirde dafiir 1 Voluln-Procent reines Wasser nachgegosseu. Hierauf wurden alle Flussigkciteu gleichzeitig umgeriihrt und
alsdanii in Rulie gelassen. Hinsichtlich einer friiher oder
spater eiugetrelenen KlSruug ergab die Beobachtuug folgende Resultate.
Unverandert
3. Phosphors. Natron
Kochsalr
Salmiak
4.
5.
Vie1 Absate
Viel Absatz
Vie1 Absatz
Vie1 Absatz
Viel Absatz
Vie1 Absatz
7. Alaun
8. Kupfervitriol
9. Eisenvitriol
10. Salpetersfure
11. Salzssiure
12. Schwefelsaure
Fast klar
Fast klar
Fast klar
Fast klar
Fast klar
Fast klar
Fast ganz klar
do.
do.
do.
do.
Fast klar
Sehr wenig
Abratz
Sehr wenig
Absatr.
Sehr wenig
Ahutz
- ’1
-
Fast ganz klar
Fast ganz klar
Fast ganz klar
Fast ganz klar
Fast ganr klar
do.
do.
-
-
-
do.
do.
do.
-
do.
Selrr wenig
Absatr
do.
Sehr wenig
Absatz
do.
Noclr triibe
Noclr triihe
Noclr triibe
-
Noch triibc
Januar noch
triibe
25. October
8 Uhr AIorg.
15. October
8 Ulrr Morg.
16. October
8 Uhr Morg.
Beobrclitungr - Zeiten.
15. October
L Uhr Nachm.
Sehr wenig
Abratr
Sehr wenig
Absatz
1) Die Striche deuten die eingetretene vollkommene Klarung der Fliissigkeit an.
UnverBndert
6. Schwefels. Natron
Unverandert
Fast ganz klar
Viel Absatz
Spur von
Abratz
Spur von
Absatz
Spur voo
Absarz
Spur vnn
Absatz.
Kohlensaurem Natron
Unverindert
‘PA”;;,z”
2.
I
Unverandert
1
14. October I 15. October
1 Uhr Nachm. 8 Ubr Morg.
1. Wasser
Pochtrube
mit Zusatr yon:
Art der Fliissigkeit.
Erster V e r s u c h :
(Anfang des Versuchs: den 14. October 8; Ulrr Morgens.)
L
422
Obgleich sich auf diese Weise die eigenthiimliche Einwirkung rerschiederier Solutionen auf die Pochtriibe in ganz
unerwartetem Grade zu erkennen gab, hielt ich es doch fur
nothwendig, eine Widerholung des Versuches anzustellen.
Diefsinal bediente ich lnich der aus dem gedachten Sumpfe
abfliefsenden , also bereits geklfrteren Trube. Eiue Quantitat derselben, in Flaschen gescbdpft, wurde 14 Tage aufbewahrt, uiid darauf vorsichtig von dein entstandenen Bodensatze abgegossen. Sie bildete eine stark durclischeinende, einulsionartige Fliissigkeit, von solcher Feinheit der
dariii suspendirten Partikel, dafs dieselben durch ein Fib
trum voti Schwedischem Filtrirpapier gingen. Neuiizehri
Becherglaser wurden init dieser Trube wie beiin vorigeii
Versuch gefiillt, u'nd erliielten Zusltze verschiedener Solutionen. Von den coucentrirten Salzliisungen wendete icli
diefsmal aber 4 Voluin-Procente, und von den Sauren 2
Voluin- Procente an. Ein Dccherglas erhielt, wie das vorige
Mal, einen entsprechenden Zusatz von reinem Wasser.
-
10. Salpeter
9. Schwefels. Natron
Unverhdert
8. Salmiak
Kaum merklich
vergndert
Kaum merklich
verbndert
Unverindert
Starker Absatr
7. Kochsalz
6. Phosphors. Natron
6.
4.
3.
2.
UnverZndert
do.
do.
do.
do.
do.
do.
do.
-
do.
do.
do.
do.
do.
do.
30.October
8 Uhr Morg.
1. November
do.
do.
do.
do.
do.
do.
do.
do.
-
do.
Wenig
verbndert
-
do.
do.
do.
do.
9 Ulir Morg.
do.
do.
do.
do.
31. October
Uhr Morg.
!)
Beobachtuogs - Zeiten.
do.
Etwas klarer
Etwas klarer
Etwar klarer
:aum verbndert
29. October
8 Ulir Morg.
28. October
1 Uhr Nacbm.
Gerioger
Kohlens. Natron
Absatz
Geringer
Dopp. kohlens. Natron
Absatz
Geringer
Oxals. Ammoniak
Absatz
Kaum merklich
Dopp. chroms. Kali
verhdert
1. Waaser
Pochtriibe
mit Zusarz von:
Art der Fliissigkeit.
Z w e i t e r Versuch.
(Anfang des Versuchs: den 28. October 9; Uhr Morgens.)
Noch nicht klar
Noch nicht klar
Noch niclrt klar
Noch nicht klar
-
Noch nicht klar
Noch nicht klar
Noclr niclit klar
Noch nicht klar
Noch nicht klar
20. November
9 Uhr Morg.
tu
e
Ziemlich klar
Ziemlich klar
Ziemlicb klar
Ziemlich klar
Etwas klarer
Etwas klarer
Etwas klarer
Etwas klarer
Etwrs klarer
Etwas klarer
Etwas klarer
Etwas klarer
12. Kupfervitriol
13. Eirenvitriol
14. Dopp. schwefels. Kali
15. Phosphorsiure
16. Weiosteinsbure
17. Salzsbure
18. Salpetersiure
19. Schwefelsbure
Fast klar
Ziemlich klar
Ziemlich klar
Ziemlich klar
Ziemlich klar
29. October
8 Uhr Morg.
Etwas klrrer
28. October
1 Uhr Nachm.
11. Alauo
Pochtriibe
mit Zusatz yon:
Art der Fliissigkeit.
30. October
8 Uhr Morg.
31. October
9 Uhr Morg.
Reobachtungszeiten.
1. November
9 Uhr Morg.
20. November
9 Uhr Morg.
425
Die flockige Beschaffenlieit des Absntzes i n den beiden
Fliissigkeiten, welche phoshporsaures Natron uud Phospliorsaure enthielten, liefs mich vermiithen, dafs das Wasser
der Pochtrlibe eiue geringe Menge eines arifgellisten Kalksalzes enthalte, wodurch alsdann die schuelle Kllrun;; dieser beiden Fliissigkeiten leicht erklarlich war. Mittelst widerholten Filtrirens der Pochtriibe durch ein doppeltes
Filtrum gelang es, die suspendirten Partikel der Pochtriibe
abzuscheiden. Das erbaltene klare Wasser ward eingedampft und in der That kalkhaltig befunden. Mithin miissen iiicht allein die Versuche mit phosphorsaurem Natroii
uiid Phosphorsaure, sondern auch die mit kohlensaurem
Natron, doppelt kohlensaurem Natron riud oxalsaurein Ammoniak fiir unseren Zweck aufser Betrncht gesetzt werdeu.
Dafs der sich bildende kohlensaure uiid oxalsaure Kalk keiue
so schnelle Klarung zur Folge hatte wie der phosphorsaurc
Kalk, liegt ohne Zweifel dariu, dafs die ersten beiden Niederschllge pulaerformig sind , wahrend sich der phosphorsaure Kalk als eine schleimig -aoZuminose Masse absclieidet.
Bei den iibrigen Salzen uiid Sauren ki)oueii wohl schwerlich derartige chemische Einflusse auf das Absetzeu der
suspendirten Partikel ausgeiibt worden scyn. Die schnellere
oder langsainere KItirung ist hier offenbar die Folge eines eigenthiimlichen Processes. IJm jeden mliglichen Zweifel Iiieriiber zu heben, der in der chemischen Einwirkung der Salze
uud Saiiren auf die feinen Partikel begrhdet werden klinnte,
stellte ich noch folgenden Versuch au.
2. Versuch mit aufgeschwmmtem Quarspuker. Sehr
fein gepulverter Quarz wurde mit coucentrirter kocheuder
Salzsiiure behandelt, gut ausgesiibt und danii gegluht. Das
so erhaltene Pulver wurde mit destillirteln Wasser angeriihrt. Nach Verlauf von zwei Tagen hatte sich eine durchscheinende Triibe gebildet , welche vom Bodensatze abgegossen, umgeschiittelt und zum Versuche verweudet wurde.
Der Zusatz von den Salzl6sungeu betrug diefsmal 8 Volum-Procente, und der von deu Siuren 4 Volum-Procente.
426
D r i t t e r Versuch.
(Anrang des Vcrsuclis: den 22. Nov.
_-
Bcobaclrtungs Zeiten.
23. Novcmbcr
8 Uhr Morg.
1. Wasscr
Unverjndert
2.
Unverindert
Kolrlens. Natron
3. Plrosphors. Natrnn
4.
Koehsalr
5.
Alaun
6.
Kupfervitriol
Morgens.)
-
A r l dcr E’llissigkcit.
Qoarztriibe
rnit Zusatr von:
94 Ulrr
Unverindert
Klarer geworden
4. December
8 Ulir Morg.
Fast unverjndert
Fast unverindcrt
Fast unverBndert.
do.
15. December
8 Uhr Morg.
Noch nicht
klar
Noch niclit
klar
Noch nicht
klar.
Noclr nicht ganr
Har
-
-
-
7. Eisenvitriol
-
-
8.
Salzsjure
-
-
-
9.
Sclrwefels~ore
-
-
-
-
Hieruacli hat es den Anschein , dafs vorzugsweise die
sauer rengirenden Lijsungen den Absatz von aufgeschwemmten Pulvern beschleunigen. Es entsteht nun die Frage:
auf welche Weise diese Wirkung von ihnen ausgeiibt werde?
Uiiter den mancherlei Umstlnden, welche bei einer solchen
Prlcipitation von Einflufs sind, spielen besonders das specitische Gewicht und die Synaphie (CohBlsion ) der Fliissigkeit wesentliche Rollen. Da das specifische Gewicht des
reinen Wassers geriiiger ist, als des mit Salzen oder Sauren gemischten, so lnufs
wenn wir uns diesen Umstand
ein und dasselbe Pulver sich im
alleiu wirkeud denken
reinen Wasser eher zu Boden setzen, als in dem salzoder saurehaltigen. Uie obigen Versuche stimmen biermit
durchaus iiicht iibereiu; folglich muL es einen anderen
Ulostaud gebeo, welclier dem Einflufs des specifischen Gewichtes mehr oder weniger entgegenwirkt. 1st dieL vielleicht
die verschieden starke Synaphie der verscbiedenen Fliissigkeiten? Es ist bereits bekannt, dafs alles mit Salzen oder
-
421
Sauren versetzte Wasser eins geriugerc Synaphic besitzt,
als das chemisch reine. Obwohl ich den lrieriiber vorhandenen Versucben keinesweges mifstrauie, wiinschte ich doch
mich hiervon durch eigene Erfahrung zu iiberzeugen. ZUerst bediente ich mich zu diesem Zwecke einer au eineoi
Waagebalken aufgehangten borizoutalen Glasplatte, welche
mit h e r uuteren Flache in die betreffende Fliissigkeit eingetaucht, und deren Abreifsungs- Widerstaud durch Gewicbte auf der freien Waageschale gemesseii wurde. Icli
macbte aber bald hierbei die Erfahriingen frijherer Experimentatoren, d a t ualnlich diese anscheineud so einfachr
Mcthode mit vieleii Schwierigkeiten verkniipft ist, welche
die Resultate oft iu holiem Grade schwaukeiid machen I ) .
Nach maucheu vergeblichen Versuclieu gelang es eiidlich,
folgendes Resullat zu ermittelu. Wasser , iu verschiedenem Grade mit Schwefelsaure versetzt, zaigte folgende Sy
naphie- Verhaltnisse :
-
hbreilsungs Widerstand
in Granirnes.
1 Volthl. Srhwefels. und 96 Volthl. Wasser 13,746
1
,>
48
>
13,554
1
,
24
12,831
11
11
11
1
'2
2)
))
>>
>,
12
IJ
,I
>,
11
11,127.
Bei loehreren auf gleiche Art augestelltcii Versucheii
Die Schwierigkeiteu dieser Methode bestimloteu mich , eiiieii audereii
W e g zur Erinittluug der relativen specifischeii Krafte einzuschlageri. Icli wahlte dazu die Bestiminuiig der bei den
verschiedeueu Fliissigkeiteu stattliudeiideu Griifse ihrer
Tropfen. Ein Tropf - Apparat wurde ganz eiufach aus
zwei gebogenen Glasriihren construirt, welche, durch Kautschuk u - fiirmig verbunden, mit einer Stell-Vorrichtun;;
so combiiiirt wurdeii, dafs inan die Schnelligkeit, mit welkamcii Schwaiikungeii bis zu 0,100 vor.
l)
Uotcr Aoclmem f a d ich auch die paradore Ersclicinung, ouf wulclre
zoerst F r a n k e n 11 r i m aufnierksam gemacht bat, vollkommeo bestitigt,
dal's der Abreifauogs- Widerstand dumb Lufiblaseo, welcbe sicli uoten
a i l die Glasplatte legen, uielil etwn nhnimmt, sondern wiichsl.
428
cher die Tropfen aus dem etwas zugespitzten Ende der
freien Riihre hervordrangen, inittelst einer Schraube, welche dieses Riihrentheil liob oder senkte
willkiihrlicli
verandern konnte. Bei einem Tropfeofall, der den PendelSchwinguugeu eiuer Wauduhr entsprach, besafseu 100
Tropfen der folgeuden Fliissigkeiteu die angegebeneu Gewichte.
-
100 Tropfen
wogen in
Grammes:
von :
Reinem Wasser
1 Volthl. Soda-Solut. and 12 Volthl. Wasser
1
Schwefelsaure 31 24
'J
')
5,106
4,928
4,915.
Unter gleichen Umstiiuden angestellte Versiiche wichen
kaum mehr als eiuige Milligrainmes von eiuander ab I ) .
Um das relative GrBfsen-Vcrhaltuifs der Tropfen zu erfabren , uiiissen die angefuhrten absoluten Gewichte durch
die betreffenden specifisclicn dividirt werden. Das specifische' Gewicht der SodalBsung war = 1,007, das der verdiinuten Scbwefelsaure = 1,051.
Relativ. Grijfsen VerhBltnifs der
'I'ropfen.
Reines Wasser
1 Volthl. S o d a - S o h . und 12 Volthl. Wasser
1
Schwefelsaure
24
n
JJ
JJ
5,106
4,894
4,677.
Folglicli hat von diesen drei Fliissigkeiteu das Wasser
die starkste Synapbie, darauf folgt die Soda-Solutiou und
dauu die verdunnte Schwefelsaure.
Man bat bekanntlich friiher angenommen, ( F r a n k e n h e i m ' s Lehre von der Cohssion, S. 2.27) dafs das Ab1 ) D u d Besdrleunigung des Tropfenfalles wurden die Tropfen nicht unbedeutend grcirser, wie sich aus dem Gewicht denelben ergab. So
z. B. wogen 100 Tropfen der Sodasolution, welche so achnell gefallen
waren, aIs ihre genaue Zlhlung zuliels, 4,984 Grm., und 100 Tropfen
der verdiinoten Schwefelsiure uuter gleicben Umsdnden 4,960 Grm.
Bei versijgertem Tropfenbll (bedeutend langsamer als der Schhg der
Wanduhr ) betrug dagegen das entsprechendc Gewiqht bci der verdiinnten Schwefeldure nur 4,836 Grm.
429
setzen pulverfbrmiger Kbrper iii einer Flussigkeit von starker
Synaphie schneller vor sich gehe, als iti einer von schwacherer; iin Wasser also schneller, als iu verdunnten Sauren oder SalzlGsungen. Dieser Annahrne wird durch die
augefuhrten Versuchen vbllig widersprocheu , wlhreud es
sich zugleich herausstellt, dafs das Absetzen aufgcschweminter Pulver
aulser von den bereits ziivor bekaunten VerIi~ltiiisseo - von einem Umstande abhiingig seyn iniisse,
welcher init der elektro-uegativen (sauern) Reaction der
Flussigkcit im Zusammenhange zu steheu scheiut.
W e i t davon entferut zu glauben, eine griiudliche Uarleguug dicser Thatsache gegeben zu haben, ist cs blok
meiue Ausicht, die Phgsiker auf ein Pliiiuoluen aufinerksaui
zu maclren, welches, eiuer geiraueren Untersucbung und weitereu Verfolgung nicht unwcrth seyn diirfte.
Freiberg, den 8. Januar 2851.
-
IX. Beohachtungen an pleochromatisschen Krystallen; aon B e e r in Bonn.
U n s e r e Kenntnifs vou den Gesetzeu des Pleochroismus
krystallisirler Kbrper ist trotz der Arbeiten cines I3 r e w s t e r , n a b i n e t , und H a i d i u g c r unstreitig uoch als mangelhaft zu bezeichuen. Abgeseheu davon, d a t wir arich
nicht fur eineu einzigen Korper eine hierauf beziiglicbe photoinetrische Bestimmuug besitzen, ist bisber nicht einmal das
Verhalteu pleochromatischer Krystalle gegeu verschieden gefarbtes homogenes Liclrt usher betrachtet worden. Deshalb
hoffe ich, dafs die Beobachtuugen, welclie ich hier mittbeile,
und bei welcheu ich insbesoudere auf jenes Verhalten mein
Документ
Категория
Без категории
Просмотров
1
Размер файла
366 Кб
Теги
ber, absetzen, pulverfrmiger, aufgeschlemmter, das, krper, einigen, flssigkeiten, beobachtungen
1/--страниц
Пожаловаться на содержимое документа