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Einige Beobachtungen ber die flssige schweflige Sure.

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V k T i l l man schweflige Saure in den flussigen Zustand
versetzen, was sich, mie Hr. Bussy znerst gezeigt hat *),
ohne Zueammendruckung blok durch Erkaltung bewerk
SteIIigen IaTst, so mufs man sie vor der Verdichtung mdglichst austrocknen. Zu dem Ende leitet man das Gas,
welches man durch Erhitzung von ,Quecksilber mit Schwefelsaure entmickelt, zunachst in eine :nit einer Kalteinischung umgebene Flasche, dann, durch eine mit trocklien Chlorcalcium gefullte KBhre, in eine zweite Flasche,
melche ebenfalls von einer Kaltemischung umhiillt ist, und
endlich den nicht verdichteten Best auf gleiclie Weise
fiber Chlorcalcitim in eine dritte Flasche, wo dann die
Verdichtung vollsthdig ist, oder, wann nicht, sich durch
den Druck, den man mittelst einer in Quecksilber hinabgebenden Riihre erzeugt, vervollstandigen lafst. Die
Pfropfen und Riihreu mussen iiberall w oh1 schliefsen,
darnit kein Gas cntweiche.
Oeffnet man die Flaschen, nachdem die Gasentwicklung acht bis zehn Stunden gedauert hat, so findet man
in der ersten w e i h Krystalle, die eine Verbindung von
schwefliger S&ure init Wasser sind, und in den beiden
andern wasserfreie flussige sclirveflige S u r e . Letztere
lnuk man in einer wohl verschlossenen und in eine Kaltemischuug gestellten Flasche aufheben, weil sie sonst leicht
mit der Zeit verfliegt.
KrystaIZe uon schweyiger Siiare urzd Wasser. Die
in der ersten Flasche abgesetzten Krystalle, die bisher
noch in keiiiem chemischen W e r k e besclirieben wurden,
*) Dies. Ann. Bd. 55. S. 235.
P.
524
sind schan weirs, haben einen sarireq nicht nnangenehm
liiihlenden Geschmack , und erscheinen als diinne BlSt~er,
die ganz die Struktur der Krystalle voii ChIor und Wasser besitzen, mit denen sie uberhaupt vie1 Aehnliclikcit
haben. Bis zu einer Temperatur von +4 oder 5" C.
bleiben sie starr; bei dicsem Yunkte aber Inssen sic? eineii
Theil ibres schwefligsauren Gases fahren, und diefs ist
in einer hohern Temperatur noch mehr der Fall, wo sic
dann bald in detn Wasser. zerflieben.
Each einer beilaufigen Analyse, bei welcher eine
gewogene Quantitht m6glichst getrockneter Krj-stalk erwarmt, das entwickelte Gas gernessen und das zuriickgebliebene Wasser ge\Togen wurde, bestehen die Krystalle
aus eiiiem Gewichtstheile des ersten und vier Theilen des
lefzteren. Sie wiirden also eine Shnliche Zusaminensetznng
haben, wie die Krystalle des Chlorbgdrats, und in Hundert ungeftihr aus 80 Wasser und 20 schwelliger SZure
bestehen *).
W i e der Verfasser vermnthet, sind auch andere, iu
Wasser losliche Gase, wie z. B. das Arnrnoniakgas nnJ
S c ~ w ~ e ~ ~ a s s e r s t iin
o a Stande,
s,
solche krystallisirtc
Verbindungen mit Wasser einzagehen; doch hat er sicli
nicht durch Versuche davon vergewissert.
Wasser-freie fliissige schwejke Sdure. Die Eigenschaften dieser Flussigkeit sind grolstentheils schon durch
Hm. F a r a d a y und Hrn. B u s s y untersucht. Man weirs,
')
Hr. D c L a R i v e giebt diesc Resultate nur als i~nn9lreruriger1,
w e 2 er den Versucti nur eirimal anstelleu konnte. Er rnscht
indefs bemerklich, dafs die Zusanimensetaung der Farmel:
S= 401,165
10€i.I=112.~,SOO
entspreclieu wiir.de, 3rnliclk wie die C I ~ I ~ ~ r l r ~ J r a t k r . ~u.tt,It
~~aII~,
Hrn. F a r a d a y ' s Analyse, gtmil's cler Fol-rnel:
c1=
442.650
10 €& =1~2.1,SUO
Y O I I 1. i; w i y
siiiJ.
[0 1 3
u r t d c c h ~ eL)r,mizusa1ufriengesetLt
~ l i i i l i c l i eZtrsaItrrliensctcurrg I r d ~ e , bl&Lt noclr zu uu/ryrlmt
tersuchen
(d. Ann. Bd. 90.
s. 11-1. ,187.
I'.]
525
daCs sie farblos und durchsichtig ist, ein specifisches Geivicht von 1,65 besitzt, und unter dem gewahnlichen Druck
der Atmosphare bei -110'
C. in's Sieden gernth. Sie
verdampft ungemein rasch und eneugt dabei eine grofse
Kalte. Einige Tropfen vou ihr auf Wasser geschiittet,
bringen sogleich eine Rinde von Eis auf demselben herTor; und wenn man zu einer geringen Menge Wasser
in einem Uhrglase ein wenig schweflige Saure hinzusetzt,
gefriert sogleich das Ganze, und es bildet sich eine schneeartige Masse, die iihnliche Krystalle wie die vorhin erwshnten einzuschliefsen scheint. Es bleibt also ein Theil
der S 2 u r e . h Verbindung mit dem Wasser, wahrend ein
anderer l'heil verfliegt, und die zur Erstarrung des Gemenges niithige Knlte hervorbringt.
Nicht blofs Wasser, sondern auch Quecksilber kann
durch die schweflige SHure zuin Gefrieren gebracht werden, vienn man 'die Verdampfung derselben unler einer
evacuirten Glocke vor sich gehen lafst.
Der Verfasscr hat dieses Mittel zu einigen Versuchen iibcr die Elektricitatsleitung in starrem Quecksilber
benutzt. Er brachte zwei Qiiecksilberkugelcheii von ganz
gleicher Grafse, zwischen Platinspitzen, in einem Galvanometer mit doppeltem Draht, und iiberzeugte sic11 zuvor,
dafs sie genau dasselbe Leitungsvermogen besafsen. Wiihrend nun in beiden Bogen, in welche sich der elelitrische Strom zu gleichen Theilen zertheilen mufste, Alles
gleich war, wurde eins der Kfigelchen mittelst schwefliger
S h r e zum Erstarren gebracht. Sogleich leitete dieses
riel besser als das andere, flussig gebliebene. Es scheint
also, dafs das Quecksilber durch seine Erstarrung sehr
l~~erklichan Leitungsftihigkeit fiir ElebtricitGt gewinnt.
Ob aber diese Erscheinung mit der schuellen Zusaminenziehung des Metalls bei der Gestarrung in Verbindung
stche, hfst sich fur jetzt nicht elitschicden beantn-orten;
der Verfasscr denlit illdcls sich in Zuliunft mit dieser
Frage nzher zu befassen.
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Die durch Verdampfung d c r schwefligen !%tire hervonubringende Kalte ist betraclrtliclier, als ziir Gefrierung des Quecksilbers erfordert wird. Das Quecksilber
erstarrt namlich bei -40° C., und.Hr. B. hat eine Iililie
v o n -60" C. hervorgcbracht; docli ist es deinsc!ben niclit
gelungen, Aether und absoluten Alkolrol zum Gefriercli
z u bringen.
Eine merkwurdige Thatsache, welche auch die C ~ a n wasserstoffsaure zeigt, ist die: dafs, bei der Verdarnpfii1lug
einer etwas betrrchtlichen Menge von scliwefliger SSure,
ein Theil dcrselben durch die Kalte gefriert, wclche der
andere bei seinem Verdunsten hervorbringt. So sietit nian
in eiiiem Uhrglase, worin man schweflige Ssure geschiittet, sehr deutlich klcine Krystalle nach der Verdampfung
zuruckbleiben; dime Krystalle bestehen aber iiicht blos
atis erstarrter Siiure, sondern aus eiiiem Geinischc von
Saure uud Wasser, das sich durch die Verdampfungskalte aus der Luft niedergcschlngen hat.
ELek/n'ciiatsltiluiig dcr schwefigen Sciure. Bekanntlich sind, linter den nichimetallischcn Fliissigkriten, die
Siiuren im hllgemeincri die besteii Elektricit~itsleiter;aber
ich habe schon Gelegenlieit gcliabt zu beinerlien, sagt Hr.
D e L a R i v e *), dals der inehr oder meniger betrachtliche Wassergehalt 'dersel bcn eineii betleutenden Einflufs
auf das Leitungsvermiigen ausiibt. Die Schnefelsiiure z. 'B.
wird, von einem gewissen Punkte a b , ein desto schlechterer Leiter, je conceiitrirtcr sie ist. Das Brom, eiiic
Fliissigkeit, die viele h a l o g i c mit den Szuren hat ( ?P.),
ist im liatiirlichen Zuslande kein Leiter, wird es a b e r
durch Vermischung mit 1Vasscr. E b e n so verhslt sich
das Jod.
Es war daher voti Interesse zu untersuclien, ob die
fliissige schweflige Sliure eiu Elektricitlitsleiter sey. Der
Versuch wurde iniltelst eincs eiiiptindlichen Galvanoineters uiid einer stark geladenen S i d e von 40 I'lattenpaa*) Dies. Ann. Bd. 66. S. 305.
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fen angestellt. Die schweflige Slure befand sich in einer
gut verschlossenen Flasche, und zwei Platinspitzen waTen, sehr nahe aneinander, in diesclbe eingetaucht. ungeachtet dieser gunstigen Verhaltnisse war dennoch weder die geriiigste Spur einer Zersetzung der Fliissigkeit,
noch die mhdeste Ablenkung der Magnetnadel des Galvanometers zu bemerken. Als aber ein wenig Wasser
zu der schwefligen Saure hinzugesetzt wnrde, trat sogleich
eine rasche Zersetzung ein; der Schwefel der S u r e und
der Wasserstoff des Wassers schieden sich am ncgativen
pol aus, und der Sauerstoff am positiven Pol. Mithin
macht das Wasser, welches fur sich im Zustande der
Reinheit kaum die Voltaische Eleklricitat leitet, einen
ebenfalls nicht leitenden Karper, dilrch seine Vermischung
mit ihm, zu einem schr guten Leiter dieser ElektricitU.
~
L i c h t b r e c h u n g s v e r m ~ g e n d e r s c h w e f l i g e n SBure u n d
einiger andern fliiszig gernachten Gase.
W i e N e w t o n zuerst gezeigt hat, ist eine der
nothlveudigeu Folgerungen aus der Emissionstheorie des
Lichtes die: dafs, bei Korpern gleicher Art in verschiedenen Zustiinden der Dichtigkeit, das Lichtbrechungsvermogen dieser Dichtigkeit proportional seyn mufs. Das
Verhaltuifs zwischen der (absoluten) Brechkraft und der
IXchte, welches man fur die nHmliche Substanz als constant betrachtet, heifst man in der N e w t o n'schen Theorie
specifische Brechkraft. Schon Ara g o und P e t i t haben
gezeigt, dafs einige Karper eine Ausnahnle von dem erwahnten Gesetze machen, dais SO z. E. der Aether und
Schn efelkohlenstoff in Dampfgcstalt eine Brechkraft besitzen, die verglichen init der, welche dieselbeu Kiirper
iin flussigen Ziistsnd ausiiben, virl schwscher ist, als sic
iiach dein Verhsltnifs der Dichte dieser Korper in beiden Zustanden seyn miifste "). Uiese Kesultate, melche
*) Ann. JL:chirn. e t dephy;ys. T. L p . 1. (dies. Ann. Bd. 81. S.250.)
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mit dcr Emissionstheoric im W'iderspruchc stchen , verdienen Deachtuiig, und es wird dalicr niclit nutzlos fur
die W'issenschaft s e y i , zii seheo, ob es niclit uoch mchrcrc Beispiele solchcr Atiomalien gcbe.
D a es jetzt mijglich ist, eiiiigc tler gcwijlinlich in
Gasforin auftretenden Korper troplbnr- Iliissig zu mnclen,
so hat man dadurch eiu Mittel, die Brcchhraft cines und
dcsselben Kilrpcrs, in seinelu Iliissigcu iind gasigen Zustand, zu untersuchen. Bis jetzt habe ich die Breclikraft
d e r flussigen schwelligen SYure noch nicht genau untersucht, sondern inich blols iibeneugt, d a k sie e t n a s griifser ist als die des Wasscrs, vielleicht ihr gleich konimt,
ilir aber gewils nicbt naclistcht. W-ciiii nian dagrgen die
Brechkralt der tlussigcii S i u r e uach dcr der gasigcii, wic
sic D u l o n g bestiinmt hat *), und nach dern Verhdtiiisse der Dichte dicser Siiure im llussigcn uiid gasfiirinigen Zustande bcreclmct, so findet niaii sic 0,661, wahrelid die Brcclikraft des Wassers O,iSd ist.
Diefs von dern bcobachtctcn giiw a b n eichende Resultat bctrcist, sngt Hr. I\., dals dcr unserer Rrclinung Ztnn
Gruode gclcgte Sntz tiiclit Iiclitig ist. Durch einen Z h i i l i ~ h r \
Gong liabe icli, mit Hiilre dcr von D o l o n g bcstiinintcn
Erechlirifte der Gase, gcfundcn, dnfs die Brcchkraft des
jlissigcn ArnmoniaAs 0,752, uiid die desJ7iiss;gerr SchweJ~~1wasserstoJ.s 0,567 s c p inufste **). h i d e Zahlen sind
gcringer als 0,78-i, wzhrend doch Hr. F i l r a d a y in sciner iilhandlung sagt, dak beide Flussigkeiteu, und beson*)
A n n . de
Bd. 8 2
chim. et de phys.
T. X X X f . p . 154. (dies.
Annalen,
S. 393.)
*') Die der Reclinung rum Grunde gelegten Zalilen sind: ftir schwcJ&,. Siiurc. Brcchlraft der g a s i g r n O , O O l ; ) ~ l , Diclrtc J e r gasigen
2,?ii, D;clite rlcr flii~sigeii ],-IS;fiir das A r / ~ r r / o n i dBrcrlikraft
,
tles
gzisigen 0,0007i1, Diclite deb gasigro 0,591, Diclire des fliissigcn
0,;ti ; f i r den S L . l r r t c ~ f c v , , s s c r s / ~ / nrcclikraft
~;
iles gasigcn 0,001298,
Dichic dcs g3,igen l , l i & ,l)ichie dcs fliissigeo 0,9. L)ic l)iclrtcri
der Gn,e beielrcn sir11 airf die atnrosplirisclie L u l t , d i e dcr
Flussigteiten auf das Wasser.
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sonders die erste, ein starkeres Brecbungsvermagen aIs
das W a s s e r bcsitzen *).
Wir sehen also in diesen drei Beispielen beststigt,
was die HH. A r a g o nnd P e t i t gefunden haben, dafs
die Brrchkraft cines Karpers, bei dcsseii Uehergang aus
dein fliissiEen in den gasigen Zusland in einciii gtiifseren
Verll:;ltnisse wie die Uiclite abiiiinint : ein R c x l t a t welches mit der Emissionstheorie in1 Widerspruclie steht,
denn nach dieser diirfcn die heidcn Ver1i:iltnisse sich nicht
verzndern, sondern mussen fur jcdeu Zustand, den der
Kiirper ohne Aeiiderung seiner chcmischeu Natur anniinmt, constant bleiben.
XVII. Bildung von Harmtoff uus Hurnsuure.
P r o f e s s o r W i l l i l e r hat gefunden, dars bei der Destillation von Harnsaure eine bedeuteiide Menge Harnstoff
gebildct wird, dcn man aus deni Subliniat von sogcnannter brenzlicher Harnsaurc mit kaltein W a s s e r ausziehen
kann. Es entsteht namlich bei dcr Zerstiirung der H a m saure auch cyanichtc SIure, die mit dein zugleich erzeugten Amlnoniak Harustoff bildct.
P.
XVIII.
1,7Pbur eine unnusliischliche Dinte;
con Hrn. H. B r a c o n n o t .
(Ann. de
rhim. ri dr phys. T. LX.p, 219.)
D i e lcichte Zerstiirbarkeit aHcs dessen, was mi; gewahnlicbcr 1)inte geschrieheii ist, hat schon lengst den W u n s c h
* ) Annal. de chim. r t dc phys. T. X-YIV. p, 403.
Annal. d.Physik. B.91.St. 3. J. 1829.St.3.
LI
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