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Einige Beobachtungsweisen der Luftschwingungen.

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468
iind bezieht man auch die Gleichung (15) auf den Gefrierpunkt des Wassers, so ist auch
Aus den beidcn letzten Gleichungen erhiilt man zur
Berechnung des meclianischen Aequivalentes der W iirmeeinheit den Ausdruck
4851
A
=
Ling
(17)
3,) To9
. . . .
Dieser Ausdruck kann nooh dadurcli vereinfacht werden,
dafa man anstatt der Grofse p, welche die Gasdichte beziiglich der Lufk angibt, den in der Gleichung (12) d a k r
gefundenen Werth 0,06926 nag setzt. Man erhalt dadurch
A=
485’I
Q.2O778T0g’
daher
A = 423 . 22 Kilogramm-Meter.
Die durchgiingige Uebereinstimmung der in den vorstehenden Anwendungen der Temperatur- Constante berechneten Werthe so verschiedenartiger Gr8fsen mit den
Versuchsresultaten diirfte wohl hinreichend seyn , urn far
die Richtigkeit meiner die Temperatur-Constante betreffenden Bestimmungen die gewanschte Bestiitigung zu geben.
VIII.
Einige Ueobachttcngsweisen der Ltiftschwingungen; eon J o S; J u n o u s c A e k.
1.
7
12s sollen hier einige zwar sehr nahe liegende, aber so
vie1 ich weifs doch noch nicht angewandte Mittel zur
Beobachtung der Luftschwingungen besprochen werden.
Die betreffenden Versuche wurden im Prager physikalischen
Institnt auf Anregung des Hrn. Prof. E. M a c h ansgahrt.
469
Eine 4 fifsige Labialorgelpfeife war im Knoten des
Grundtoiies qiier durchschnitten. Durch diese Knotenflhche war eine leichte Membran gelegt und die Pfeife
alsdann wieder schalldicht zusammengeftigt worden. Eine
solche Membran hindert das Tonen der Pfeife nicht, vernichtet aber den Luftzug, der sonst vom Mundloch der
Pfeife aus durch dieselbe hindurchgeht. Diese Pfeife lag
rnit ihrer Liingenrichtung horizontal und war mit verticalen
Glaswiinden versehen. Auf die obere holzeriie Seitenwand
der Pfeife war im Innern etwas Kieselslurestaub aufgeschtittet worden, welcher daselbst haften blieb. Kam die
Pfeife zum Tonen, so fie1 der Kieselsaurestaub ron der
oberen Wand in das Innere herab, was man noch durch
einen Schlag auf die Pfeife beschleunigen konnte und blieb
in der Luft der Pfeife schweben. Diese hellen Kieselshresthubchen , welche bei Beleuchtung mit Sonnenlicht
als gllnzende Punkte erschienen, wurden beim Touen in
feine helle der Pfeifenaxe parallele Linien ausgezogen.
Die Linien waren am liingsten am offenen Ende der Pfeife
und nahrnen gegen die Mitte zu stetig an Lange ab. Fafste
man ein Strick Spiegel mit beiden Handen und dreLte
dasselbe mit den Fingern urn eine der Pfeifenaxe parallele
Axe, so wurde jedes Staubchen sofort in eine schiine
Wellenlinie ausgezogen. Dieses einfache Mittel eignet sich
vorzttglich zur Demonstration der Luftschwingungen. Hr.
Prof. M a c h hat frriher auch Rauchflocken von Salmiak,
die in bekannter Weise erzeugt werden, in die Pfeife gebracht. Man sieht auch an diesen die Verbreiterung beim
T h e n sehr scbiin. Zum Curvenziehen eignen sich aber
diese Flocken, ihrer schwachen Begriinzung wegen, nicht.
2.
Man denke sich eine vierkantige hohle abgestutzte
Holzpyramide von etwa 4Ocim Basisfliiche und 2"" Hahe.
Die Basis wird mit einer Membran geschlossen, in die
Oeffnung des abgestutzten Endes aber eine Glasrobre eingekittet und an letztere ein Kautschukrohr gesteckt. Ftihrt
470
man das freie Ende des Kautscliukrohrs in das Innere
einer tonenden Pfeife, so beginnt die Membran sofort lebhaft zu schwingen. Nun lege man auf die Basis der Pyramide noch eiii leichtes Spiegelchen (ein versilbertes Mikroskop-Deckglaa), dessen Rand man an die eine Basisseite mit dlinnem Papier anklebt, wahrend man die Mitte
durch ein untergelegtes Holzsplitterchen und etwas Leim
mit der Mitte der Membran verbindet. Das Spiegelchen
dreht sich heixn Tonen um den festgeklebten Rand und
zieht alle hellen Punkte senkrecht zu diesem Rande in
belle Linien aus. Dreht man die Kapsel sammt dem
Spiegelchen zugleich um eine zweite zur Schwingungsaxe senkrechte Axe, so werden alle hellen Punkte zu
schijnen Wellancurven. Man kann das ganze Verfahren
beibehalten, nur dafs man von der kleinen Oeffnung einee
Fensterladens Sonnenlicht aiif den Spiegel fallen liifst und
vor diesen noch eine Linse setzt, welche durch das reflektirte Licht ein scharfes reelles Bild der Fensterladenoffnung auf einem Schirm entwirft. Dann erhiilt man alle
Erscheinungen ohjectiv.
Ltifst man dieselbe Membran- oder Spiegelkapsel mit
awei Pfeifen communiciren, so zeigen sich auf die schbnste
Weise die Combinationen von harmonischen und unharmonischen Tonen, die Schwebungen usw. Ebenso leicht
erhiilt man L i s s a j o u s ' s c h e Figuren, wenn man zwei verschiedene Pfeifen mit zwei verschiedenen Spiegelkapseln
rerbindet, dereii Schwingungsitxen zu einander senkrecht
stehen und wcnn 'man das vom ersten Spiegel reflektirte
Licht nochmals vom zweiten reflektiren liil'st. Dies Demonstrationsmittel ist nicht nur sehr bequem, sondern
lraiin auch mit geriiiger Muhe und kostenfrei von jedem
Experimentator hergestellt werden.
3.
Statt einen Spiegel an die Membrankapsel zu setzen,
kann man ein Stiiukcheii steifes Kartenpapier in ganx
gleicher Weisc hefestigen, an welches man noch eine
471
Borate klebt. Mit letzterer kann man sofort auf der Phonautographentrommel schreiben und erhiilt auf diese Weise
sehr hiibsche Curven. Leider sind bei diesen und bei den
vorigen Experimenten die Eigenheiten der Membrane nicht
gut zu eliminiren, so daCs sich diese Hilfsrnittcl mehr zur
Demonstration als zum Studium eignen.
Ich konnte nur selten zwei Membrankapseln herstellen,
welche gleich schrieben. Kijnnte man mehrere gleiche
Kapseln anfertigen, so lieken sich ebensoviele gleichzeitige
Phonautogramme von verschiedenen Stellen der Pfeife erhalten und man wiirde damit ein unmittelbares Rild des
Schwingungevorgangee gewinnen. Vortheilhaft ist es , an
der Membrankapsel einen Draht anzubringen, durch welchen
man den Spiegel andriicken und die Membran spannen
kann.
4.
Endlich sey hier eine hilbsche Combination der erwkhnten Spiegelkapsel mit den t h e n d e n Flarnmen erw h t . Man versorge die Spiegelkapsel und die Flarnme
durch dieselbe Pfeife mit Schall. Schr instructiv ist der
Anblick einer Kiini g’schcn Flarnine
im schwingenden Spiegel, wenn man
die Schwingungsave des Spiegels parallel zur Flamrne stellt. Die Flammentbeile steigen aufwRrts , wiihrend
sie durch den Spiegel horizontal hinund hergefiihrt werden, wodurch man
einen Einblick in den Vcrlauf des
Processes bekommt. Die Flarnme sieht
aus wie das spiralfirmig eingerollte
Blatt einer Schwertlilie mit dickerem
helleren Rand. Man sieht hieraus,
dafs ein leuchtender Gasklumpen in
der K 6 n ig ’ schen Flamme aufwiirts
steigt, der sich allm8lig vcrzehrt ; diesem folgt periodisch und regrlrnafsig
472
ein zweiter, dritter usw. Dafs der Vorgang wirklich dieser ist, davon kann man sich bekanntlich auch durch das
stroboskopische Verfahren iiberzeugen.
IX. Eiaigs Bemerkungen
mi clem Aufsatr,
aon
E. Eludde iiber den Leidenfrost'schen Tropfen;
oon D r . B e r g e r .
I m 142. Bd. S. 158 u. f. dieser Annalen hat E. B u d d e
einen interessanten Versuch mitgetheilt , der eine Frage,
tiber welche, wie ich glaube, durch meine Versuche (d. Ann.
Bd. 119, S. 594) vollstandig entschieden ist, auf einem ganz
andern Wege beantwortet.
Wenn aber Hr. B n d d e in Beziehung auf die Entstehung der Sternform sich meiner Erklarung anschliefst,
80 ist es meines Erachtens f i r ihn nicht zultissig, die
Wellen, welche die Oberflache des Tropfens krauseln,
durch den seitlich entweichenden Dampf zu erkliiren, wie
dies schon friiher geschehen ist. Die Sternform geht aus
der Wellenform hervor und ist die vollstandige Entwicklung derselben. Sol1 der Dampf die Unter- und Seitenfliichen des Tropfens wie der Violinbogen eine Saite anstreichen und dadurch jene Wellen hervorbringen, so
mtifsten doch wohl die Seitenflachen dieselben sunacbt
heben. In der Regel aber ist dies nicht der Fall. Die
ObedlBche ist gekrauselt, wiihrend die Seiten ein vollstiindig glattes und glfinzendes Aussehen hahen. Sehr
haufig bilden diese Wellen sich gegen den Rand hin zu
feinen und starker gezackten Zahnchen aus, ohne weiter
an den Rand und in denselhen herab zu dringen. Wenn
sie jedoch weiter herabdringen, so entstcht die ausgebildete
Sternform von der Oberflache aus, was jener Annahme
entgegen steht und sie unhaltbar macht. Arif einer sehr
eingetieften Schale kann man die Sternform sehr leicht
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