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Einige industrielle Anwendungen von Silica Gel.

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36
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Meyer: Einige industrielle Anwendungen von Silica Gel
__
-
.
-.
unter Oberdruck, bei dem hochmolekulare Ketone nicht unzersetzt
destillieren. In dieser Hinsicht ist lehrreich ein Vergleich des Ketongehdtes der aus Erdol und der aus Braunkohlenteer gewonnenen
Mineralole. Letztere, l i e bei gew6hnlichem Atmospharendruck entstehen, sind weit reicher an Ketonen, wie aus einem Vergleich der
'Tabellen 2' und 3 hervorgeht.
Tabelle 2.
Acetvlzahlen von ErdolDrodukten vor und nach
dem Hyhrieren.
-.
Acetylzahlen
Material
a) ursprilngliches
Produkt
I
Differenz
b-a
b) hydriertes
Pmdukt
.
.
. .
. . .
. .
. . . .
.
.
. . .
Galiziecher Oaokerit
.
Tscheleken-Ozokerit
.
Hartparallin S.P. 60/61 Co
Wietzer Rob6I.
.
Lima Rob61 (voo Leicht6l
befreit)
. .
Gasol aus columbiechem
.
Roh81
Maschinen61
. .
.
Zylinder6l
. . .
desgl..
.
desgl.. .
. . . . .
. .
. .
.
. .
. . .
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[ a n gZcitschrift
flir
c w m l t e Chcmin
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ind W i r t h 6) beini Destillieren von Pentatriakontanon unter Atmo;ph#rendruck lediglich flussige Kohlenwasserstoffe. Eine weitere Be:
statigung bieten die beiden nachfolgend beschriebenen unter Verwendung von Katalysatoren vorgenommenen Versuche:
Steiron wurde unter Zusatz von 33 % Kieselgur (ungegliiht) zehn
Stunden am Dephlegmator zum Sieden erhitzt. Das weiche Reaktionsxodukt wurde mit kaltem Aceton digeriert, wodurch mineralolartig
nssehende Ole in Msung gebracht wurden. Im Ruckstand fand sich
neben Kieselgur Stearon, Paraffin war nicht entstanden.
Eine andere Probe des Stearons wurde bei Gegenwart von 10 70
ron unter Atmospharendruck destilliert. Die Destillate bestanden
rviederum nur aus Ulen und unzersetztem Keton.
Wahrend also die Ketone zur Bildung von Protoparaffin unter den
ingegebcnen Redingungen nicht befahigt sind, 1aBt sich Montanwachs
unmittelbar durch Erhitzen mit Kieselgur in erdaachsartige Kohlenaasserstoffe uberfiihren. Hieruber wird spater berichtet werden.
[A. 182.1
Einige industrielle Anwendungen von
Silica Gel.
Von Dr. F. MEYEH,Heidelberg.
(Eingeg. 21.19.1923.)
Eine unter diesem Titel von der Silica Gel Corporation in Baltimore im September 1921 veroffentlichte, schon ausgestattete Broschure
enthYlt bemerkenswerte Angaben iiber dieses neue Produkt, das beK u n k 1 e r und S c h w e d h e 1 m sind zu ihrer Theorie dadurch
rufen scheint, in der chemischen Industrie eine Rolle zu spielen. Ich
gefuhrt worden, daB sic sich sagten, Fette und Fettsiiuren seien keine
gebe daher im Interesse meiner Fachgenossen den Inhalt der BroDauerstoffe, wohl aber die fettsauren Kalksalze. Folgerichtig muBten
schure im Auszuge wieder unter Benutzung eines von derselben Firma
sie dann diesen Knlksalzen sowie den weiterhin aus den Kalksalzen
im duli d. J. herausgegebenen Sonderabdrucks eines von Ernest R.
ableitbaren Ketonen eine wesentliche Roue bei der Erdolbildung zu- M i 11 e r vor dem ,,American Institute of Chemical Engineers" geschreiben. Tatsachlich sind die zur Erdolbildung in der Natur behaltenen Vortrags iiber das Iiaffinieren und die Gewinnung von
fahigten Dauerstoffe hochmoleknlare Wachse, wie sie sich z. B. im
Petroleumprodukten mit Silica Gel I ) .
Faulschwamm und den Supropeliten vor6nden. Diese Wachse durften
Silica Gel ist eine harle, glasartige Kieselsaure, die wie reiner
zum Teil aus Glyceridfetten wahrend des Faulnisprozesses entstanden
Quarzsand aussieht, sich aber von diesem durch aui3erst porose
Struktur und besonders durch die GriiBe und die gleichformige AnTabelle 3.
ordnunq der Poren unterscheidet.
-4cetylzahlen von Braunkohlenteerolen und
Es wird durch Mischen von molekularen Mengen einer NatriumSchwelparaffin vor und nach dem Hydrieren.
siliratlosung (Wasserglas) und Schwefelsiiure hergestellt. Das Ge. ..
...
. -.
- -niisch gerinnt nach mehreren Stunden zu einer Hydrogel genannten
I
Acetylzahlen
Gallerte, die i n etwa zollige Stucke gebrochen und griindlich ausI
i
gewaschen wird zur Entfernung von Na.triumsulfat und iiberschiissiger
Herkunft
a) uraPfiW- b) hydriertes Differenz
Material
Schwefelsaure. Sie wird darauf vorsichtig bis zum konstanten Volumen
lichee
Pydukt
b-a
Produkt
getrocknet, das etwa 10 % des ursprtinglichen betragt. Dieses Silica
I
.
Gel wird dann dadurch aktiviert, dai3 seine Poren von ultramikroRiebecksche
skopischer GroBe, die etwa 41 yo seines Gesamtvolumens betragen
Yontanwerke
16
8,6
und bis zu 41 90 seines Eigengewichtes Wasser enthalten konnen,
4
Brannkoblendurch weiteres Erhitxen evakuiert werden.
unbekannt
I
10,s
24,6
13,7
teerole
Da die Poren im Ultramikroskop nicht sichtbar sind, laBt sich
Riebecksche 1
ihre GroBe nicht bestimnien, man kann aber berechnen, daB 1 g
Montanwerke ,
13,9
20,4
7,5
Silica Gel eine innere Oberflache von annahernd 450 qm darbietet.
Messel
14,6
22
I
7,4
Scbieferol
Auf diese grol3e Oberflache und die Capillarwirkung der I'oren siud
Schwelparaffin
Zeitz
o
316
j
3,6
S.P. 40 C o
die charakteristischen Merkmale des Materials zuruckzufiihren, und
I
i
es ist ein gliiclilicher Umstand, dai3 es gleichzeitig gegen die meisten
Chemikalien und gegen hohe Temperaturen so widerstandsfahig ist,
sein. Die Zersetzung der Wachse kann in der Natur, je nach den
daf3 es fast allgemein gebraucht werden kann ohne Schaden fur sich
Redinyngen, in verschiedener Weise erfolgen. Entweder je ein
nder fiir die Produkte, mit denen es in Beruhrung kommt. Man kann
Molekul Wachsester spaltet Kohlenslure a b unter Bildung von gedaher vorliiufig auch noch nichts uber seine Lebensdauer im Betrieb
sattigten Paraffin- bzw. Naphthenkohlenwasserstoffen, oder zwei
Molekule Wachsester liefern ein Molekul Kohlenslure unter gleich- sagen, obgleich die erslen Versuche zur Verwendung von Silica Gel
als Adsorptionsmittel schon im Sommer 1918 stattgefunden haben.
zeitiger Hildung von Ketonen und Kohlenwasserstoffen der Reihe
Nach d t n bisherigen Erfahrungen scheint es sich im Gebrauch nicht
CnHSn entsprechend der Gleichung:
zu veriindern.
2 R. CO. 0. CnH,n
= RCOR CnH,n
Silica Gel kann fur folgende Zwecke Verwendung finden:
HSO
CO,
I. Fur die Adsorption von Gasen,
11. fiir die Adsorption von Flussigkeiten,
Letztere Reaktion tritt bei Estern nach S a b a t i e r und M a i 1 h t?
111. als Katalysator,
besonders in Gegenwart katalytisch wirkender Metalloxyde ein.
In beiden Fallen entstehen also u n m i t t e 1 b a r KohlenwasserIV. als Trager fiir Katalysatoren.
Wenn Luft oder ein ahnliches Gas, das Diinipfe einer fluchstoffe. Der Reaktionsverlauf wird sich noch mehr zugunsten der
tigen Flussigkeit enthllt, wic z. H. Wasser, Ather, Alkohol, SchwefelKohlenwasserstoff bildung verschieben, wenn die Heaktion unter Druck
dioxyd usw., mit Silica Gel in Beriihrung kommt, so wird der Fliissigrerlauft. Es erscheint daher bedenklich, anzunehnlen, dai3 allgenlein
keitsdampf von ihm selektiv aufgenommen oder adsorbiert, wahrend
die. Erdolkohlenwasserstoffe erst sekundar aus Ketonen hervordie Luft, aus der die Dampfe entferut sind, unverandert durch das
gegangen sind. Kohlenwasserstoffe und Ketone bilden sich vielmehr
Gel hindurchgeht. Die adsorbierten Stoffe konnen aus dem Gel leicht
neheneinander, letztere als untergeordneter Beshndteil. Bei fortund billig ausgetrieben und in reinem Zustande gewonnen werden.
schreitender Druck- und Temperatursteigerung zersetzen sich die Ketone mehr und mehr, indem sie in flussige, niedriger molekulare
Kohlenwasserstoffe iibergehen, die hochmolekularen Paraffine des
8 ) I3erl. Ber. 63. 1301 119201.
Erdols (Protopnraffine) entstehen nicht aus Ketonen, bilden sich vielI ) Der sich auf die Petmleumraffinerie beziehendc Tcil wird auszugsweise in der Zeitschrift ..8rennstoff-Chemie" erscheinen.
mehr unmittelbar aus den Wachsestern. DemgemaD erhielten G r u n
1
1
1
'
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I
+
+ ++
1
1
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31. Jatirgaim 1924
- ..
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Meyer: Einige industrielle Anwendungen von Silica Gel
...
-~
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~ - _ _.____.__
Das Silica Gel ist darauf fur eine neue Operation wieder bercit, und
es scheint eine praktisch unbegrenzte Lebeusdauer zu haben.
Diese Eigenschaften mnchen es fiir die folgenden Industrien wertvoll :
In d e r Eisenindustrie zum Trocknen des Geb l a s e w i n d e s f u r H o c h 6 f e n.
( i ;i y 1 e y und seine Milarbeiter hnben gezeigt, dal: beim Arbeiten
mit einem Geblasewind, der nur 0,7 grains Feuchtigkeit je KubikfuD
enthiilt. die 1,eislung des tlochofens um etwa 10?6 steig1,und daB gleichzeitiq der Koksbedarf um denselben nelriig sinlit. Sie lrorltnen die
Luft durch Abkiihlung, aber dies Verfahren ist besonders durch die
kohen Abschieibungen auf die ltostspieligen Gefrieranlagen leider so
teuer, dnB die Ersparnisse durch die hohcn Kosten der Windtrocknung nufgebraucht werden. Mittels Silica Gel IiiBt sich nun ein
trocliner Gebliisewiiid uiit viel geringeren Kosten erzeugen.
Dnssclbe trifft zu beim l'r o c k n e n v o n L u f t z u T r o c li e 11 z w e c k e n oder zum R e g e l n d e r L u f t f e u c h t i g k e i l fiir
Fabrilien, Bureaus, Theater USW.
1) i e G e w i n n u n g v o n E i s o d e r K B 1 t e 'geschieht nllgerncin i n der Weise, dnB eine bei niederen Temperaturen fluchtige
Flijssigkeit, wie 2. 13. Animonink, schweflige S u r e oder Kohlensiiure,
so schnell zum Verdanipfen gebracht wird, daB die groDe W l r n i o
nienge, die fiir diese Verdampfung erfordcrlich ist, deni Wnsser, dns
ninn gefriercn. will, oder der I{altelosung, die man nbltiihlen will,
cntzogen wird, und daB darauf die Danipfe durch Druck wieder zu
Fliissigkeil verdichtet werden.
Einfacher und billiger nls das Konipressionsverfahren ist das
Vakuuniverfnhren, wobei Wasser in eine Kamnicr eingespritzt wird,
iii der ein hohes Viikuum dadurch aufrecht crhalten wird. d:ifJ der
Wnsse1d;inipf niitlels konzenlrierter Schwefelsiiure absorbiert und die
in1 Wnsser enthnltene geringe Luftnienge mittels einer I'unipe nbge.s;:ugt ivird. l)a die Schwefelsaure von Zeit zu Zeit konzentriert
' wcideii
mull, iet eine Anlagc hierfiir ein Teil jeder Vakuumkalteanlnge, und die mit dem Betrieb einer Sch\vefelslurekonzentrationsanl;ize in den Hlnden ungeiibter Arbciter verltniipften Unannehnilichkeiten haben die Einfuhrung dieser Anlagen sehr behindert.
1)urch Silica Gel lafit sich die Schwefelsaure vorteilhaft erseizen,
so dnfj die Vakuumanlagen nunmehr in den Bnu- und Iietriebskosten
den Kornpressionsanlagen uberlcgen sind. Wegen des einfachen Betriebes sind erslere besonders fiir Ilaushnltungen gecignet.
Die Gcwinnung von Benzin a u s Gasbrunnen,
0 1 b r u n n e n u n d D e s t i 1 1 i e r b 1 a s e 11.
Ein sehr groBer Anteil des in den Vereinigten Staaten vorkoinnieiidcn Naturgases enlhiilt Benzin in Mengen von etwa 0,l-4,O Gallonen auf je 1000 KubikfuD Gas. (ins init iniiidestens 0,5 Gallonen
Renzin wird fiir die Gewinnung des Ilelizins fast allgeinein n:irh
dein 1)ruck- oder dern iilabsorptionsverfahren behandelt. Ersteres
kanii wirlschiftlich nur bei rertilltnismiilJig reichem Gas niit niindcslons 1 Gallone Renzin je 1000 Kubikfuij angewendet werden, wiihrend fur das Olverfahren Gase mit nur 0;2-0,3 Gallonen noch geeignet sind. Zuweilen werden auch beidc Verfaliren nacheinander
ilngrewendct, zuniichst das Druckverfahren, das niit einem Druck von
ctwa 17 Atm. und niederer Temperntur arbeitet, und daran nnschliefJend das Olverfahren, bei dem das ganze Gasvolumen in innige
Reruhrung mit einem Schwerol gebracht wird, welches das Benijn
absorbiert und bei der nachfolgenden 1)estillation wieder abgibt.
bas Silica Gel-Adsorplioiisrerfaliren ist beiden Verfahren iibrrlegeii. F% eignet sich sowohl lur reiche wie fur iirnie Gasc, untl
es ninimt, nuf die Gewichtseinheit berechnet, vier- bis funfmal soviel
Denzin auf als das iil. Dies trifft auch fur die Gnse von Olbrunnen
und von Destillierblasen zu, deren Benzingehnlt hiiher ist ills derjenige der Gasbrunnen.
I) i e W i e d e r g e w i n n u n g o r g n n i s c h e r L o s u n g s ni i t t c 1. Bei der Herstellung von kiinstlichem Leder, Gumrni,
Nitrocelluloseprodukten, photographischen Films und in vielen anderen
Indiisttien werden groBe Mengen wertvoller fliichtiger organischer
Losungsniitlel, wie z. 1%. Alkohol, Benzol, Aceton usw. benutzt. Fur
die Wiedergewinnung der Diinipfe dieser Losungsmittel aus ihrem
Geniisch niit Luft ist Silica Gel. ein idenles Mittel.
Dasselbe gilt fiir die G e w i n n u n g v o n B e n z o 1 a u s K o k s o f e 11 g n s e n.
N i t r o s e G a s e konnen rnit Silica Gel bei den folgenden Vcrfahren wiedergewonnen werden:
1. hei der Herstellung von Salpetersaure aus Salpeter und Schwefelsiiure,
2. hei Nitrierungen in1 der Erzeugung von Dynamit, rauchlosein
l'ulver, SchieBbaumwolle, Celluloid usw., wobei heute noch groBe
Mengen wertvoller Stickoxyde verloren gehen,
3. beim Bleikammerverfahren aus den vom Guy Lussac entweichenden
Endgasen.
37
_ _ _ ____
S cjh w e f e l d i o x y d - L u f t g e -
K o n ze n t r a t i o n v o n
ni i s c h e n.
Silica Gel wird voraussichtlich bei der Erzeugung von Schwefelsiiure nach dem Kammer- und den Kontaktverfahren sowie bei der
Herstellung von wasserfreier fliissiger sehwefliger S l u r e eine groBe
Rolle spielen. Seine Fahigkeit, Schwefeldioxyd selektiv von Hijstgnseii mit 0,5-5 Vol. % Schwefeldioxyd zu adsorbieren, und die
atlsorbierte schweflige Saure in konzentrierter Forni oder, falls gewunscht, in re im m Zuatand leicht wieder abzugeben, niachen es fur
dic-sen Z \ ~ w l cselir wcrtvoll. Arrne Rostgase rnit nur 1-4Vol.% Schwefeldioxyd liiinnen z. B. in einer Operation leicht auf 8 yo und mehr
Scliwefeldioxyd angcreichert werden, und durch geeignete Regelung
der Ternperaliir uiid der Luftnienge beim Abtreiben des adsorbierter.
Gases kiinn ein mmes Rostgas auf irgendeine gewiinschte Iconzenlration bis zu 100 % gebriicht werden.
Diese Eigenschaft des Silica Gel wird die Zukunft des' Illeiltamrnerverf;ihrens in mehreren Richtungen stark beeinflussen. Sie
wirti groBe !dengen billiger Rostgase, die jetzt nutzlos entweichen
untl die Vegetation schiidigen, wert\oll machen. Man nimrnt an, dnB
in den Vereinigten Stanten die Menge Schwefeldioxyd, die in Forin
von nrnien 1-4 Yhigen Roslgnsen verloren geht, groBer ist als die ir.
R1eik:iinmern nutzbar gemachte Mengc. (Ich war Endc der 9Oer Jnhre
iils Sachverstandiger in einer Schadencrsntzltlagc Wig, welche die
IAandwirte de$ Salt Lake Valley in IJtah gegen die in dem Till gelegencn Blei- und Kupferhiitten ilnhiingig gemacht hatten, u i d ich
konnte festslellen, dnli man aus dell dainals von den Schrnclzhiilten
in die Luft entweichenden sauren Gasen iiber 2CO Tonnen Schwefelshire taglich hatte herstellen lionnen. Der C'bersetzer.)
Soch grol3ere Xlengen diescr armcn Rostgase konnlen als flussige
schweflige Saure gewonnen werden, die an Sch\\.efel~urefnbrikcn
gesandt werden oder fur andere Zwecke gebraucht werden konnle
(z. B. in der Cellulosefabrikation oder in Riibenzuckerfabriken. Iler
Obersetzer.).
Das heute im Kammerverfahren benutzte Roslgas enthalt durchschnittlich 8 % Schwefeldioxyd. (Dies trifft wohl nur fur die Vcreinigten Staaten zu, wo gr6Btenteils Schwefel verbrnnnt wird. In
1)eut:;cliland und anderswo, wo man rnit Schwefelkies oder Zinkblende
Vol. %
arbeitet, enthalten die Gase durchschnitllich nur 5-7
Schwefeldioxyd. Der Obersetzer.) Der theoretische Iiochstgehnlt der
(iase von Schwefelofen ist 13,3 yo Schnefeldiosyd; nach Einschaltung
einer Silica Gel-Adsorption ist der theoretische Hochstgehalt 28 yo,
untl diese hliiglichkeit eroff net Verbesserungen von grundlegender
Bedcutung fiir das Kaninierverfahren.
Rein) Arbeiten rnit eineni derartig hochprozentigen Gas und niit
einer viel hoheren Konzentration von Sticltstoffoxyden in den
Kiailmern, nls heuto iiblich ist, wofiir die Wiedergewinnung der GuyLusaac-(iase niittels Silica Gel die llandhabe bietet, 1aBt sich die
Leistung des Kammerraums ganz erheblich steigern, was sich in
billigeren Bau- und Betriebskosten ausdrucken m u 6
F u r S c h \v e f c I s a u r e - I< o n t a k t a n 1 a g e n i s t S i 1 i c n
Gel wcgen s e i n e r S t r u k t u r e i n i d e a l e r T r a g e r fur
P l a t i n . Auch fur andere I<atalysaloren ist es aus demselben
Grunde sehr geeignet.
Gegenuber Asbest oder Magnesiunisulfat bietet Silica Gel als
I<ontakttrlger die folgenden Vorleile:
1. l ~ a sPlatinieren ist einfacher.
2. Es ist hart und bcsteht aus gleichgroflen Kornern, 80 daB die Case
durch Schicliten des platinierten Silica G e l gleichmaBig hindurchziehen.
3. Es leidet in den Konvertern weit weniger leicht %haden nls
plntinierter Asbest oder plaliniertes Magiiesiumsulfat. Eine Fcuchtigkeitsnienge, die letztere beide vollstandig zerstoren wiirde, verursacht bei Silica Gel nur ein vorubergehendes Nachlasscn seiner
ITnisetzfiihigkeit .
4. Die erzeugle Sluremenge fur die Einheit Platin ist die vielfache
dcr nach der heutigen besten Praxis gewonnencn hlenge.
Diese Angaben griinden sich auf einen dreinionaligen Retrieb
ciner Schroeder-Anlage.
Die Herstellung von wasserfreier fliissiger
s c h w e I 1 i g c r S a u r e kann mittels Silica Gel als Adsorptionsmittel a n Stelle des jetzt hierfilr benutzten Absorptionsmittels Wasser
bedeutend verbilligt werden, da die spezifische Warme des Silica Gel
nur ein Funftel von derjenigen des Wassers betragt und da unter
gleichen Bedingungen Silica Gel fiinfmal soviel Schwefeldioxyd als
dieselbe Gewichtsmenge Wasser aufnimmt.
Eine G a s a d s o r p t i o n s a n l a g e f u r S i l i c a G e l besteht
im wesentlichen aus drei Adsorbern, vier Cyklonen, drei kurzen
Transportschnecken, einem Aktivator mit Ofen, einem Kiihlbehalter
fiir das aktivierte Gel, einem Ventilator und, falls es sicli um die
Wiedergewinnung von Dampfen handelt, einem Kondensator iriit
einem Gefiil3 fur die wiedergewonnene Flussigkeit.
Die Adsorber sind aufrechte Zylinder mit Rohrbundeln, ganz
ahnlicli wie Oberflachenkondensntoren, der Aktivator ist ein Apparat
narh Art des Herreshoff-Rostofens mil zehn ubereinanderliegenden gemuffelten, heizbaren Herden. Er ist ganz aus Metallen angefertigt, da
die benotigte Temperatur feuerfestes Material uberfliissig nincht.
Das so fein gepulverte Silica Gel, daB es restlos durch Sieb 200
(200 Maschen auf den laufenden Zoll) hindurchgeht, wird mit den^
Gnspcmisch niittels Transportschnecken in Beriihrung gebracht, die es
an1 Fu5e der drei Adsorber in den aufsteigenden Gasstrom einfiihren.
Die Gnsgeschwindigkeit ist eine solche, daIj das Gel durch die drei
Adsorber hindurchgefuhrt wird. durch deren Rolire Kiihlwasser flie9t.
Die Kiihlrohre dienen nicht nur zur Abfiihrung der von der Verdichtung des Gascs in den Poren des Gel entstehenden Warnie, sondern auch Zuni Mischen des Gel mit deni Gas.
Das Gasgemisch niit dem darin suspendierten Gel tritt durch ein
Rolir vom oberen Ende eines jeden Absorbers in einen Cyklon, in dem
sicli das Gel von dem Case trennt, und einer Schnecke zufallt, die
es dem nachsten Adsorber zufuhrt. Gas und Gel gehen also durrh
jcdeii Adsorber ini Gleichstrorn, durch das ganze System jedoch im
Gegenstrorn zueinander. Das gereinigte, d. h. von seinen mertvollen
Beslandteilen befreite Gas verla5t die Apparatur also aus dem Cyklon,
in der das nktiviertc Gel von dem ersten Adsorber eintritt, und nachdem es noch durch einen Staubsammler gegangen ist, um dnrin von
den letzlen Anteilen Gel befreit zu werden, tritt es aus in die Luft.
Das gesattigte Gel fallt von dem Cyklon an dern entgegengesetzten
Ende der Apparatur dem obersten Herd des mil Riihrern ausgestalteten Aklivators zu, die es iiber die geheizten Ilerde nach unten und von
der untcrsten Sohle eineni Ventilator zufuhren, der das aktivierte
Gel in einen hochstchenden Cyklon schleudert, von dem es in einen
gekiihlten Lagerbehalter fallt, um ron dort seinen Kreislauf aufs neue
zii beginnen.
Dns in dern Aktivator in Freiheit gesetzte Gas wird seiner Verwcndungsstelle zugefiihrt. Handelt es sirh um Dampfe von Fliissigkeiten. so werden sic in einem Kondensator zu diesen verdichtet.
Die Broschure bringt noch das Lichtbild von einer ausgefuhrten
Anlage, die eine Leistung ron 150 OOO KubikfuIj G n s tiiglich hat.
Bei der A d s o r p t i o n v o n F l i i s s i g k e i t e n findet Silica Gel Verwendung fiir das Raffinieren von Benzin, Leuchtol, Benzol
von Kokereien, Schmierol und Paraffin. Wegen der ausfiihrlichen
Veriiffentlichung an anderer Stelle iiber die Reinigung von Benzin und
Lenchtol sol1 hier nur die R a f f i n a t i o n v o n P a r a f f i n
beschrieben werden.
Die Ausbeute an Paraffin ron leirhtem mexikanisc-hen Petroleuni
ist ungefiihr 1 f/2 oh des Rohols; bei amerikanischen Roholen ist die
Ausbeute manchmal erheblich hoher.
Das jetzige Verfahren der Raffination des rohen Paraffins ist
konipliziert und teuer, und es besteht aus folgenden Operationen:
a ) Dns Ausschwitzen. Hierfur wird das Paraffin in flarhen
Pf:mnen in einem dicht abgeschlossenen Gebaude rnit Dampf behandelt. Das 01 wird solange ausgeschnilzt, bis dns Paraffin den gewikwhten Schmelzpunkt hat. Die Pfannen sind so eingerichtet, da13
dns Oel ablnufen Itann.
b) Das Paraffin wird geschmolzen und rnit konzentrierter
Schwdelslure gewaschen.
c) Es wird darauf mit Wasser gewaschen.
d ) Das Paraffin wird wieder geschmolzen und heif3 durch Fullers
Erde filtriert.
. .
Dns Erzeugnis ron diesem Verfahren ist nahezu rein weif3 und
wird als raffiniertes Paraffin verkauft.
Durch einmaliges Filtrieren des rohen Paraffins iiber Silica Gel
wild ein Produkt erhalten, das deutlich weil3er als das beste Handelsprodukt ist. Manchmal entsteht beim Kiihlen eine Lage von weifiem
Paraffin und dariiber eine Schicht eines wasserhellen SchwerGls, das
Nu jol, amerikanischem 01, russischem 61 usw. sehr Hhnelt.
Die Behandlung von Fliissigkeiten rnit Silica Gel geschieht ebenfalls nach dem Geeenstromprinzip. An Stelle der Adsorber in der
Gnsmlage treten GeflIje rnit Riihnverken zum inniaen Misrhen des
fein gemahlenen Gel mit der zu raffinierenden Flessigkeit, und an
die'enige der Cyklone Tauchsaupfilter, um das Gel yon der Fliissigkeit zu trennen. Fiir das Anheben der abgesnueten Fliiseiekeit in das
nachste Riihrwerk dienen Zentrifugalpumpen. Das Gel wird in einem
Armrat derselben I?aunrt \vie in der Gpsanlace zktiyiert, die nbdesfillicrten nampfe werden in einem Kondenwlor niedereeschlneen. Rei
Beli.?ndlung von Petroleummodukten, die narh dem .,Crack-Verfnhren"
gewonnen sind. geht das Gel von dem Aktivator noch in eine liccende.
VOi1 au5en geheizte Trommel, in der anliangendes Harz rnit einer
ltleinen Luftmenge verbrannt wird. Das Gel wird in eineni \'entil a t x ausgetragen, der es in einen Cyklon schleudert, von tlcni es
eineni Vorratsbehalter zufallt, wiihrend die Verbrennungsgase ins
[A. 168.1
Freie entweichen.
Zur Chlorbesfimmung im Chlorkalk.
Von V. RODT.
hlilfeilong auR den1 Slaatlicben Malerialpiiifungsamt in Dablem.
(Eiogeg. 2L9. 1923.)
.
Zur Bestimmung des aktiven Chlorgehaltes ist die Methode von
P e n o t ') sehr geeignet und hat aurh wvhl die meiste Ann endung gefunden. Sie besteht bekanntlteh darin, daD die mit Wasser gut angeriebene Prohe rnit arseniger Shire in iihersciiiissiger Natriumbicarbonatlhung titriert wird. Der Endpunkt wird durch Tijpfeln auf Jodkaliumstiirkepapier f c stgestelit, auf welchem Chlorkalk Jod ausscheidet
und Rlaufiirbung erzeugt. Diese Feststellung des Endp anktes dar Titratinn list der einzige wunde Punkt dcr P e n o t s c h e n Methode. Es ist
nlmlich hier auIjer den jeder Tdpfelrnethode anhaftenden Schwierigkeiten der Umstand hervorzuheben, daB Jodkalium.it8rltepapier nicht
sehr empfiudlich ist und bei Anwendung verdunnter JodkaliumlBsungen
sogar bis auf einige zehntel Kubikzentimeter unsichere Ablesungrn ergeben kann. Pie Steigerung der Empfindlicbkeit der Jods.iirkercaktion
durch die Gegenwart gr6Berer Mengeo von Jodkaliurn ist auch von
T r e a d w e l l ?) beobachtet worden.
Die Methode VOIT P e n o t gewinnt daber durch folgenden praktischen Kunstgriff wesentlich an Genauigkeit und Sicherheit:
Man titriert wie gcw8linlich unter Anwendung von TUpfelpapier,
bis auf diesem kcine Hlaufilbung sichtbar ist. Dann setzt man l r c m
der JodknliumstiirkelBsung, die zur Triinkung des Tiipfelpapieres gedient ha te, zu und titriert die auf diese Weise stets blau werdende
LBsung bis zur Eotffirbung zu Ende,
In Lnsungen mit einigermaDen erheblicher Chlorkalkkonzentration
tritt keine Hlauf2rbung der Jodkali~imst~rkelS-ungein. A u s diesem
Grunde kann man diese Ltisung auch niebt ohne weiteres bei der
Titration als Indicator bevlutzen. In der anvegebenen Weise aber reagiei t die JodkaliuinslarkelSsung rnit deu letzten Spureo von Chlorkalk
sehr scharf und 1st zur Steigerung der Genauigkeit der Methode sehr
[A. 189.1
brauch bar.
I '
Neue Biicher.
Anorganiscbe Cbemie. Ein
Handgebrauch. Von F r i t z
bildungen und 3 Tafeln.
und Leipzig 1913. Verhg
Lehrbuch zum Weiterstudium und zum
E p h r a i m . VlII und 742 S. mit 55 Ab2. und 3. vermehrte Auflage. Dresden
Theodor Steinkopff.
Geh. G.-M.10, geb. G.-M. 12
Dern Bucbe von E p h r a i m , das an gleicher Stelle im vorigen
Jahre angezeigt wurde, ist der verdiente buchhhdlerische Erfolg zuteil geuorden. Da dem Referenten die erste Auflage nivht zur Hand
ist, so kann er im einzelnen nicht prUfen, wo d r r Verfasser Neues
hinzugeftigt hat. Naeh einjtihrigem Ciebrauch des Buches aber kann
e r fest3tellen, daB die ,,Anorgtlnische Chemie" sowohl dern Weiterstudium wie dern Handgebrauch a d s beste dient. Bedauerlich ist
nur, daD die luf3ere Ausstattung eines so wertvollen Buches unter
der Not der %eIt gelitten hat - freilich ist daflir der Preis auch v e r Sieverfs. [UU. 71.1
h l l t n i s m l i f i i g niedrig gehalten.
Lehrbuch d e r Chemie. Von M a x T r a u t z . XI. Bd. Z u s t h d e . XXXIV
u. 634 Seiten. Perlin und Leipzig 1922. Vereinigung wissenschaftlicher Verleger, Waiter d e Gruyter & Co. 17 x 25 cm.
G.-M. 20
In diesem Band seines Lehrbuches, der nach den ,,Stoffen" die
,,ZustBnde" behandelt, fUhrt uns der Verfasser im wesentlichen in
Feine ureigenste Domlne, in dws Gebiet der physikalischen Chemie.
Der durch die diskrete Mannigfaltigkeit der Stoffe bedingte monographische Charakter des I. Bandes i+t hier zugunsten einer durch
das Hauptthema ,,Zustande" gelorderten kontinuierlichen, flieBendeo,
aufbaueild entwickelnden Darstellung aufgegeben worden. Der Band
ist zu einem anziehmden und anregenden ,Lesehuch" geworden. Mir
ging es heim Sludium des Buches nacli des Tages Berufaarbeit so,
da5 es mich durrh d i e A r t seiner Deistellung oft vie1 llogere Zeit
fesselte, als ich dafIir vorgeseben hatte.
I ) P e n o t , Journ. prakt. Chem. 54. 69 [1861]. Die Methode ist wiedergegeben in Lunge-Be t I , Chern.-techn. Uoterauehungsmelboden, 6. Aufl.; I. Band,
s. 593.
2, Treadwell, Kurzes Lehrbuch der analyliscbeu Cbemie, 6. Aufl; 11. Band,
S. 649.
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