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Einige meteorologische Untersuchungen ber den Wind.

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f 545
I
Die
VerSnderungen in der X c h f n n g des W i n d e r
fclleiiien i n 1 d e r l l Breiten To willkiirlicli, dafs m a n
es aufgegeben l i n t , i n ilinen etwas Gefetzmal'siges aufeufiiiden. Aber es verftelit fich von felbfi, dab jene
W i l l k i i r n u r fcheinbiir ifi, dak aucli i n den Anemometeoren Iicli allgemciiiere Beziehiingen miiffen njcI1weiren laKen. Folgender verfiich, eine folcl~e211 zeige", wird dalier iiin To eher auf eine naclificlitige A&
n&mo Anl'priiclt maclien diirfcn, je liickenhrfter tinfere bisheriget~KenntniKe i n diefem Theile der Meteorologie find.
icli vom September 1826 an in Kiinigsberg
die Riclitun8 dce W-indes mit dem Barometer verglicli bcmcrkte ich fogleicli ein aiiffallendes Phnnomen. Ich fah namlicli auf ioo A. reducirt
,413
,
1
335.35
337834
H;mmrlrrnficht
-cuinuli
- w bedcckt
hell
,-
IOU.M. \Wind
338"',53
342.11
W-N
342.11
NO
341.22
0
340.67
0
340.53
0
340,21 OSO
310100
SO
j37.4j
S
33js69
S
335.39
S
333.13
w
--
cirrt
rein b t z o p
Rcgcn
bedcctt
Wahrciid d o das Barometer eine ~ c l l bae
fchrieb, Iiotte fich der W i n d vollkommen regelrnlliig
I
[ 546
durcli die ganze W i n d r o f e gedreht. Drehungen i n
deml'elben Sinne, nlimlicli
S. W. N. 0. S.
Iiabe ich fppatcr zu allen Jalrreszeiten heobachtet aber
am auffalleiidfieii zeigeii fie Gcli im Winter. W c i i n
der SW, inimer Ilcftiger weliend, endlicli vollkommen
durcligedriinaen ift erliiilit er die Temperatur bis
fiber den Tliaupiinkt, es kann dalier nicht mehr
fclineien Conderii es regiict w h - e n d das Barometer
feirien niedrigfien Stand crreicht. N u n dreht ficll der
W i n d nacli Wen, und d e r dichte PlockeilIbIinea beweiR eben To gut den einfalleiiden kalteren W i n d , als
das rafcli aeigende barometer, die Windfaline und
Tliermorneter. M i t Nord lieitert fich der Himmel mf,
und mit NO tritt das Maximum der Ktrlte nnd des Barometere ein. Aber allmalig beginnt diefs ZLI fallen, und
feine Cirri zeigcn diirch die niclltiing ilires Eiitfieliens
den oben eingetrclenen Ciidliclier~iW i n d , den dns Barometer fclion bemerkt, wenn aiicli d i e w i n d faline nocli
niclits davon weifs u n d nocli riihig Olt zeigt. Doch
inlmer beltimmter verdrstngl Jer I;'idlicliere W i n d den
OR yon oben hcrab, bei eiitfcliiedenem Fallen des
Qiieckflber's wird die W'indfoline So, der Himniel
beziellt fich allmalig immer melir, u n d mit aeigender
W a r m e verwandelt fich der Sclinee mit SO und S bei
SW wieder in Regen. Nun geht es von Neiiem a i l
ulld lliichfi cliarakteriftifch iB der NiederCclilag aiif
der ORfeite yon dem anf der Wefifeite gewiilinlich
diircli eine kurze Auflielliiiig getrennt. Einmol bekaniit mit der Erfclieinung, wenn fie am reiiifien hervortritt, ward es m i r leiclit, fie aiich i n den unregelmafsigReri Veranderuiigcn wierler zu erkenncn ja
,
,
,
,
,
L
547 1
felbfi, ein JiniiGges Znriickl'pringen des W i n d e s
b&nders aiif der wefifeite einfach abzuleitan. IIieraus erg& ficli ali'o, d a k hier wenigfiens a h W i n d e
w-irbeltviide ir.1. Grol'sen find (icli liabe Drehungen
yon I
23 T a p t i Sel'elierl 1, dafs die Drehung innerha\b dieCes W i r b e l s Liar i m Mittel immer in demfel)en Sinne gercbielit.
IcIi l'uclite n u n nacli, ob dierelbe ErTcheinuiig
atlch an anderii Orten beobaclitet fey, u n d fand, dare
fcllon B a c o n fie kaniite. , , W e n n der W i n d , fagt
i n reinem Boche de vento, fich der Beweguiig der
Soniie gemds dns in, yon Morgen gegen Mittag,
von Mittag gegen Abend u. C w. veraIidert, To gelit er
felten znriick, oder wenn er es thiit, Co gelcliieht eo
niir auf kurze &it.
W e n n er h h abar i n der entgegengefctzten Richlung, n3mlich von Morgen Begen
Mitternacht von Mitternaclit gegeii Abend IK. I: w.
verindert lo kelrrct er immer gern zii dem yorigen
Punkte zuriick 9 weni&ne tliut e r es, elie er ganz in
dem Kreil'e lieriimpgailgen i k w e n , der Siidwind
zivei oder drei T o p gewelit hat, To wird jghlings nach
i h m der Nordwird welien aber wenn der Nordwind
eben lo viele Tap hinter einander weht, fo wird
der Siidwind n i c k eher entfiehen, ale bis der Ofiwind
vorlier eine W e i l e geweht I~at." Aber am geliaueffen
belchreibt L a m p a d i us in Ceiner Atmofpliiirologie
die Erfcheinung, er nennt lie die regelmlf'eige Periode
u n d griindet daraiif i n feinen Beitragen lhine meteoromentifchen Befiimmungen, die wohl das B e h find,
was je i n diefer Hinficht gerclirieben worden ifi. Mit
einer liebcnswiirdigen Naivittit maclit e r fich jeden
Abend aus den Beobaditungen des Tages das Wetter
-
,
,
,
f
548
I
fiir die folgenden, wundert f c l i , wenn er fich geirrt
hat, aber freut fich gewijhnlich, dals ee eingetroffen
ill.. Diefe Uebereinliirnrnung an fo entfernten Orten,
deren phyfikaliiche Lage oufserdem fehr verrcllieden
in, fcliien 211 bewoifen dafs hier von keinem localen
Piidnomen die Aede fey. Die Aufgabe war aIfo cine
,
doppelte, e m p i d c h z u zeigen, dare diefe Aenderung
die durcli alle Erfclleinungen durchgreifende fey, u n d
dann tlleoretirch zu erweiren, wariini fie an einem befiirnmten Orte diere i d keiue andere feyn kiinne.
E i n e directe AuflGfiuig der erfien Rufgabe kiinnte
nur aine langweilige Aufzdilung einzclner Fiillc feyn.
Jlir Refultat ware, da docli niclit alle FYlle beobachtet
werden kannen, ein triiglicliee Mehr odor Minder,
u n d es wiirde eine eigiie SagacilXt erfordern, wenn
icll i n einem fremden BeobaclitunSsjournale Iieiite Siid
und .Morgen Nord angegeben iinde, unmittelbar zii
WiEen, ob der Wind durcli Weft, ob er diircli Ofi
nach Nord gegangen fey. Die Riclltigkeit der Thatla&e wfirde alfo haiiptftichlicli auf der Verficheriing des
Beobaclitere, dafs ea fo ley, beriillen, u n d wie wenig
m a n darruf in der Meteorologie giebt, zeigt ficlr
fcllon d a n u e , d a b , To vie1 man alich liin und wieder
yon deli Aenderungen i n der Windesrichtung geredet
haben mag, fo klar fich aucli L o m pa d i U S iiber ilire
Gefetzmltfsigkeit auegefprochen hat doch naoh Jahrhunderten von Beobachtungen mit den W o r t a n ,,Vera
anderlicli wie dar W i n d " , immet noch alles Regallore bezeichnet wird. Vermittelfi der Barometers glaube icli, das Plianomen lelbfi evident erweifen 211 k h nen. Icli walile liierzu die i n den Annales de cliimie
et de physique mitgetlieilten Parifer Beobachtungen,
,
C 549 J
theils weil fie, iintcr B o t i v a r d ' s i d A r a S o ' s Leit i i n s anyefiellt w o h l vorziigliches Vertraiien verdien e n ,ilieils weil d i e . Darfiellung eiiier ThatIaclle an
,
,
fremden Beobaditiingen den Vrrdacht einer Priioccnpation uiimoglicli niucht. Die einfaclie Ableitling ein e 1- M e n ge ni e t e o r o I o 6 i I'c 1t e r E r IE 1 I e i nun gen a 11s d i e [er
Betrnclitnrt~wirtl dabei zeigcn, wie nolliwendig illre
~eriickficlitjStingbci Jer Beurtlieiliing jeiier fey, u n d
die Leiclitiglieit, mit welclier man atis der Bereclinullg
weniger Beobachtuiigen die Riclitting der Aenderiuig
a n riiieiii gegebeneii Orte fiiiden kann, wird z u ~ l e i c l i
eiii I'riifiing9rnittel fiir die Riclitigkeit d e r Tliatfache
aii die Harid geheii, u n d die aiigeweiidete Metliode
r ecli t fe r t i gcri.
D i e AbliSngigkeit des Barometerfiandes von d e m
ziir Zeit der ~ e o b a c l i u u gIierrl'chendeni W i n d e hat
fich To oline Ansnahme b e h t i g t , d a h es 1iaITend
fclleint, den BrlronietrrfLiiid als eine Function d e r
Wiiidesrichtuiig anzufc1ir.r. Bezei'chiiet man alfo m i t
deli Barometcrfiund, welcher einem W i n d e entf'riclit, der, voni N d l p u n k t e der Tlieilung der W i n d -
&m)
rare gezrlilt,
voii diel'ern iini den Bogen m.?
ifi, fo wird dlgeiiiein
enifernt
f 650 I
man die fur fie gefiindenen barometrirclicn Mittel mit
0.1,.3...7,
la w e r d e n nacli dcr Eesscl'l'chen Interpolntionsformel *) d i o nach d e r Thcorie der klcinfien
Quadrate b e f i i n i m t e n Coiifianlen durch folgende Gleicliungeii gegeben :
u =
O+Y
+2+.
Y
. .7
uJsiiiU'= f [ 0 - 4 + ( ( 1 - 3 - 5 ~ - 7 ) ~ 0 1 4 5 ~ ]
U ' C O S U=
' f[2-64-+f+3-5-7)
U" sin U = $ (0-2 f 4
6)
C O S + ~ ~ ]
. . . .= . . . . . . . . . . . . .
= u + sin 4j"f U') + u" sin 90' + W ) + : :
eine Formel, welclic fiir n =
m = . . . m =7
14''
cos
u.' =z f
(I
- 5 + j -7)
etc.
UmI
PJ
(ng
(ni
0 ,
1
xvicder dic BcoLaclitunScn g e i i a u darficllen wiirde,
\yenil alle periodililien G l i d e r bis z n r Wiedcrkelir
entwicltelt wiirdeii, was uiimBglicli ulrl're Ablicllt feyn
kilntr da wir ja das deli U e o L a c l ~ ~ i i i i ziini
~ e ~ i Griiiide
liegeride einfilchere Gel'etz f i t i d e l l , nicllt aLer die Un-
,
r e g e l ~ d ' d g l t e i t der e i t i z ~ l i i e i i lkohaclitiingcn wieder
dariiellerl wollen. D i e grijlsere oder ~ e r i i i g e r eAbweiclliiiig der durcli die F o r m e l Lerecliiictcn WertJle YOII
dell b e o b d i t e t e n , wird dabei zeisen, ob d i e h Gch ei') Altronomifche Beobacfitungcn auf der Stcrnw3rte zn Kiinigrberg Ud. I. Ein!eit. p. 9. Diefer Formel Iiat M I I I s t r 3 m bereits a i r Bellirnmting d e r tdglichen V a r d o n e n dcs Barometori fich bedient. W e m i icli iiiclit irre. hat L a rn b e r t, Pyrom.
p. 347, zuerl! meteorologifclie Erfcheinunpm durch periodifche Functionen dargtfiellt , und cs i l l auffallen4, dafv man
diere fiit die Mettordosit Fo wichtige Art der Darfiellunp f&
50-Jaliro unbrschtet gelafTen hat.
c
551
3
iieni einfaclieren Gefetzc bereite nXIiern, odcr, ob langero
Beobachtungsreilien dozu erforderlicli find. Schaffen
dick die griirscren Abwcichungcn nocli nicht Iiinwes,
fo w i d diefs zcigen, d d s Zwirchenbeob~clitiiiigenin
klcineren gleiclicn Intarvallen der Wi ndrof e n6tliig
Gnd, urn diel'c Abweicliiingen a h locale Eigentliiimliclilteiten 211 rcclitfertigeii u n d den Gang derfelben
d i e r zu bcfiimnieir. Zll ~l e i c l i wird man Iicli ziir
Bereclinung folclier Formeln niir IlnSerer Beobachtiingsreilieii bcdienen diz die gefiiiidencii R d X t a t e
niir danii die ~r~alirCclieinli'clirten
Gnd, wenn der d e n
einzclnen Windrnitteln bcizulcgende Ylrcrtli derfelbe
ifi. Dids wird aber nur daii:i S!aLt finden, wenn die
A~izalilder Ucobaclitnngen, atis dencn die Mittel 6eZOgCll find, frir a!le W i n d e glcich ifi. Da aber e i n
W i n d vie1 I i ~ u f i ~ evorkon~mt,
r
als ein andrer, To konn
dieler Anfordernng nicllt geniigt werden. J e gr61ier
abcr die Anzdil aller eeobachtungen ifi, dcfio weniger werden die den ciiizelncn Mitleln b-eiziilegenden
W e r t l i e diIFerireii, d d o Gclicrer a110 dar ReCu1ta.r
werden.
,
Znr Befiimmnng der Maxima u n d M i n i m a erhalten wir die Gleichung
. =o =
3m
d h!4
Y'
COI (m45O+
W)
+ 2d' cos (rn 90°CUs)
Dcr leichtern Ueberficlit wegen werde icli die aue
d en verfcliiedcneii Formehi abgeleiteten W e r t h e der
Extreme weiter nnten ru~arnmenliellen.
Die von L e o p o l d V O I I B i i c h OPS den E e g u o 1i n fclien Beoboclitiiiigen bereclineten Miitel geben,
V e n n m an namlich fiir Nord m = o fiir N O rn = L
PP =
Wind
bcobacht.
N
NO
336"',31
336,62
536.36
334.55
333,06
335.61
0
so
S
sw
W
NW
N
NO
0
SO
S
-l
336"'.237
336,691
536,325
33b316
333,083
533,599
33510;
335.13
335~85 335,914
-Wind
berechn.
beobacht
UnterT.
+0"',05
-0.07
$:
%
-om
+o,QI
I
-I
Anrrhl
429
576
6; 5
460
398
935
+0.02
IOVL
-Co,O6
862
Anzali I
33 ?"'.a
1559
537.28
336.6 I
33 j.73
1170
9432
735
sw
334992
1319
5630
N W
3.359 5
gS6.71
126j
1j 6 ~
W
331.72
f 553 J
liier Iid die Dilfereitzen bedentender, 0°t',0625
drr ittittlere Felder bci Berlin n u r 0",038, aber die
rLwccltlLlrtdoti Zeiclteti zeigen, deli von keiner 10~8loti S!iirttiig di6 lleds feyn kaiin; dd's lie niir entfianJ w t i i d diircli dic
ungleiclic: Aiuald der Be&
o c ~ t t u i i ~ e auf
ti
drr Ofil'eite der WindroG. 013;nbar
lind 211 w a i t i s Oli nrtterl'cltieden, dtnn fiir die JrIIre
~8iCi-~rU25 arliielt iclr il 500, NO 329, 0 170. Auffaileiid ober ili die nnlv Ueber~in[iiiiiiiillngder COII i d e Cr', ruf diu icli fpiiter zuriickkomiiteii werde.
Gelit n i t n nits d i c h r Fortiieln lrervor, dars vain
iiiedrigl'tenStrndo des Barometers iniierhdb der W i n d rol'e bis mni Iiiiclil~endiu U ~ ~ i i i e t e r l i i i ~ taiif
d o beiden
St!iteri drrLlbrit zitrielinten, fo wird tnaii Ccli des Borotiiettjro bdit*rirti k i j r ~ t t ~ rdie
~ , Ilicljtiirt~dor Aenderiliig dtts Witides 211 litiden, 111 den Zn den Ann. de
C I ~ ~ IeIlIdo
. llliys. tnitgetheilten Paril'er Beobeclitiiiigeir
ifi ljarotrtetcr , Thermometer, f l y p n i e l w tii$ich 4
M a 1 beohaclttcl, ribntlicli: Morgens 9 UItr, Mittags,
Raclti#1i!tiig55 Ulir ond Abenjs g Ulrr, die ongegebene
~~itidesriclttrtcig
clbervoii 1816- 1811 die mittlero a m
allcr~detr Tag tiher beobaclituteti Riolituii#ea. Nennen
wir t i i t n d e a welilicbeti T J d Jer Wirtdrofe vom barunictri Iklirii hli ai ti1ti ni bis znm bsromeiri rcl ten Moxin~um: die fiFeJf&'ledur "indrof8, duii iibrigbleiI C I I Tlreil
~ ~ I derlhlban:
I
die OJveite, fo wird, wenn
der \Tirid im
fich in dew Sinna
,
s.
w. N.
,
0. s.
durcli die \Wttdrol'o dreht unter den Windesriclit i i n p i atis delien das Mittcl genotnnieit i6, auf der
Wcfi!cite die Abetidbeob~clrtutig Jeia ineltr nardlicIron Wijtde entlpreclien auf dor Olifeite dean fiidli-
,
[ 554
3
clieren. AbRrahiren wir d o von den tflgliclien Variationen, fo wird auf der WeJfeeite der ttindroJc
d.ae Barometer von Morgen his Abend continuirlich
Jeigen mughn, aufder OJ7Seitefallen. Dafs aber die
t ~ g l i c h e nVnriationen von den fibrisen Versiideruiigcii
unabli3ngig find, dafs alfo VOII ihiien nbfirahirt werden darf, etgiebt ficli fclion daraiis, dafs fie Clbfi in
den Extremeti IIOCII fehr merltlicli find. Denii von
den i n 10 Jahron 181G 1825 bcobncliteten monatliclien Extreme11 fielcti
-
Morgeos 9 Ullr Max. 8 j
Mit tag
7
Naclimittags 3 U.
I
Abeods 9 Uhr
-
29
Mln. 17
16
i4
33
-
Icli hate daher die Beobaclitiinacn von 18161820 bereclinet iind fiir Jiel'elbcii die aiis diercn 5 Jailreti Iicli ergebeiiden Gr6l'san fiir die t ~ g l i c l ~Variatiotl
c
01s Corrcclioiien niit CIil~egCI1~~felZtcn
Zcicllen angebraclit, namlicli :
q Uhr V.
c-,336
-
Mittag
-GO8
3
u. Nscllrn.
+
0,425
9
U. Ab.
- 0,or
Der To corrisirte ,Caiig dee Barotnctere gab fol-
gende Tarel:
cI
3
u
WIn I
w
oso
so
sso
S
ssw
0
ON0
NNO
NO
I
_
%
I; ,
WNV
Nw
N
NNW
c
felten Ausnahmen.
556
3
Von d e n E x t r e m e n
BLIS
ficigoil
un3 fallen die poEtiven iind negativen Differenzen
fclioii felir re~elmsl'si6. Nnr zeigt fich auf d e r Ofifeite eiri ZLI geringes Fallen bei SSO, eiiie S t a r ~ i n g ,
die i m Mittel nocli Ccllarfer Iiervortritt. Der regelmafsige Gang d e r DiKerenzen maclit dalier die grofsen
u
m'
ii regeI ni % 1s i 6 k e i t e i i d e r bar o m e t r i Tc I1 en
i n d m i 1t e 1
felir y e r d ~ c l ~ t i g .Aiifserdeni fdle ti die AbweiclianSen
i n i m e r aiif dio Zwil'clienwitlde, die niir l'eltrii beobaclitet find, w a s wolil daviii licgt, dars die W i n d c s riclitung niclit niit lriilreiclienrler SclrJrfe unterl'cliied c n ifi. D e n n m i r k l i c i n t e3 phyfikalil'cli iinrnijgliclr,
d a h w e n n s 213 M a 1 6 e \ V C l l t Iiat,
513 Mal, der
SSW ntir 38 Ma1 vorgeliommen fey. Aticli wiirde
d e r regelmrrsige G a i i ~d e r DilTereiizrii eiii uiierlclarliches Plianonien feyn, wenii w i r die gefti~idciienMiltel als richtig anfelien. Uiii diel's a t ~ c l i einpiril'cli
sw
naclizuweifen, wiirdcn nocli 5 Jalire berechilet. Abcr
1 8 2 1 a n ift die niil;rgebetie Vl'iiidcsriclitiiiig
niclit die mittlere, foridtwi dic ~ I i l t a ~ s h o o b J c l i t i i i l ~ .
vom Jaliro
Fiir diel'e gilt aber daITclbc l\aiforiiien~ent. Die t3t;liclien Variatioiien ergabcii als Correction
-0.278 j
-
0 8 1 I75
3-0,3885
+
0,0075
Daraus ergiebt fich ale niitllerer Gang dea Barometers in den 10 J a h r e n 1816- 1825
Wind
NO
NNO
ON0
0
so
oso
sso
S
ssw
sw
wsw
n-
NW
WNW
N
NNW
I
Mittel
I Aiizahl
U.Naclirn.
I
U.Ab.
c
,
558 I
mngen antlien diirfen fondern a h fohlerliof)e RdUE
$ate eincr zit knrzcii Reilio von Beobaohttingen. Kiinnto
nail11 innerliolb jades Ganged dnrcli die Windrofe die
baromatrifchen Wertlie der einzelnen W i n d e beaimmen, To wiirde ouclr i n den Mitteln drrs Gefetz der
Ablibngigkeit des Barometora vow W i n d s eben fo klar
]letvortrcte.n, 01s es ficli in1 Ucl)ergan~ederrelben i n
ei:londer zeist. h a Aniitilicrung an diefen ainfaclieren Gang erliolten wir rber durclt die Bcrrchnrmg der
Formeln 1119 den diractan Beobaclitiingen, und ~oolllcii
die Differeiizen der bcobrclitelell tind bercclineten
Wertlio wirklich von Unrcgelnidsigkeitcn die i n der
LoCalitiit odcr i n etwos Andercrn begrfindct fiad, hei*rfilircn, l'o wird wenigllcris dic Formel den Sinn, iii
wcIcIiein dic Al~neicltiriig~
Statt findct, iind iliron
quatiiitativen W e r t h anScbcn. Eino aaitaru Unterbclinng i R doiin , den Gruiid lilcliur Ab:veichungeii
plryGka1il"ci iiaclizi1weil;tii.
I n IlcziaJiuitg auf Jas h o i i i c t e r aasgefproclten,
h e i t t alfo die rcpliid'sige J ) r ~ h ~ idcs
~ i g)l.'inded :
D a r Bamnielcr Jlc@ mit roe/llictien FFinden,
fXtt ntit ii/llicherc.
Ifi iinii die I\iclitung dcr Aeiideriiiig clee W i t ~ d o s
bekaiint , lo \+orden, wciiii aulkerdrni die Loromotrifclian riii11IIiermifclieii Mittel fiir die cinzeInen W i n J e ge3eLen litid! irrid die Vertlieiluns der Elorticitit
d es \Va &!ru i~.~iiji!i
s i n ii.*r ! d ! ~ ci er TYi n d r 0 Ib bekailnt
ill, alls D J I vorlinnden
~
LLYIJ~uin den Ziilh~nmcnbang
dcr rnct~orologil'clteii Br!'clreinun~eii iriit dein Gang0
d i c h I i i h t i i e n t e abzuleiteri. Uoch l i d , &iibo icli,
nocii rime VeriiicJie niitliig, nm acts deli Ansabeii deo
Sauuurelchezi Elygromelera die Elofiicitat des WaBar-
,
r
559
1
dampfes genau bcftimmen mi kijnnen. Ifi cliefe Liiclce
ergflnzt, fo m i i h n fich dann die hierlier gehsrigelr
meteorologifclien Erfclieinungen vollkomnien ableiten
lalTen.
Hat man 16 W i n d e unterfcliieden, fo tverden,
w e n n man das fiir Nard gefiindene Mittel mit 0 , d3e
fiir NNO mit I
das fiir K N W niit 15 bezeicliiiet die Gleichungen ziir Befiimmung dor Confianten der Forniel folgende:
. . . .,
,
-
u,0+r+2+'.''
16
15
M i t t e l
-WindPj NO
h'0
ON0
I)
oso
SO
sso
S
SSW
sw
wsw
W
WNW
NW
NNW
N
heobacht.
L?n ter fclt
I:
o b o e
Wiod
'
bcobrclit.
561
3
R c g e n
1 brrichn.
Unterfcli.
Anzahl
4
NNO
64
NO
ON0
0
327
85
161
oso
so
sso
49
2cl3
52
S
36
sw
54
J 29
478
104
256
ssw
118
wsw
W
WNW
NW
NNW
53
N
282
W i n t e r
Wind
EN0
NO
ON0
0
0s0
so
sso
S
ssw
sw
W
WSW
WNW
NW
NNW
N
beobacht.
. .
[ 562 3
S o r n m e r
Wind
I_L_
"0
NO
OX0
0
oso
SO
sso
S
ssw
sw
wsw
W
\V N \V
Isw
K'NW
N
F r tf
Wind
"0
NO
ON0
0
oso
so
sso
S
beobacht.
h 1 1 n g.
berechn.
Anzalil
32
94
32
39
22
47
8
IC6
31
I42
38
'27
29
7r
10
48
[ 565 J
Wlnd
N NO
NO
ON0
0
oso
so
sso
S
ssw
s \v
wsw
W
wNw
N W
NNW
N
S o grofs aiicli die Differenzen i n den verfcliiedenen ,Iahreszeiten find, fo zeisen doch die Lcreclincten
W e r t l i e , daCs dic Gelhrnnitlieit der beobacliteten Mittel, d e r Unrege1miil'sit;keit der einzclnen uiigcaclttot,
fiir ein conti~iuirlicliesAbnelimen der 13nrometerkind c voni liiiclifien Sthnde PUS iiacli dem niedri;fien liin
auf beidrn Seiten der Wiiirlrofe rpriclit. Diele DiEereiizeii wiirden kleirier I'eyn wenn fiir jerleii der 4
t ~gI i ch be o b a cl i t e Ie n B a ro 111ct e r fiiin d e a ucl I die dab ei
beobaclitcte Windesriclitulig aiipgebell wtire, nber
fie werden dennocll bleibeii, clenri die iingleiclie Vertlieilun3 d e r -Anzalil der '$7'indc i i i den einzelaen
Jslireii, illis denen Jas Mittelvon 1 0 Jalireii abgeleitet
ift die iinsenauc Unterlclieidl~ngder W i n d e relbfi,
die Unniiigliclikeit an dcr W i n d h l t i i e , wclc!ie iiur
die u n t e r e StrGinung d e r LnCt a n g i e b t , die zur Z e i t
d e r Beobachtung Ilerrlcliende ~ i i i d e s r i c ~ l t l l nz ug beobacliten, Grid liinreicliende Griiiido dafiir, das einfacIie IKoturgeLtz ZLI verdeckcn, uiid i n dem abgelei-
,
I 5134 J
leten Reftiltate W'illkiirliclikeiten zu zeiger~,y o n Jenen Jie Njtur felbfi niclits weilk
Setzdn wir in den Beobachtiingen fiir das $hr]i&e Mittel Aatt der offenbar unrichtigen Wertlie
von OSO, SSO, N N W d i e verbererten Wertlie der
Formel
oso
sso
NNW
54194G
52,1207 1
58,6323
fo erlinlten wir als verbererte Formel fiir das jdllrliche Mittel
L(4 = 756,0209
+ 3,6686 sin (m
22'
+
3ot f 79'
0,2325
27')
sin (m 450
+ 3290x8')
Verglichen niit den Beobachtnngen :
-
Wind
NNO
NO
ON0
0
oso
so
sso
S
ss w
sw
WSW
W
WNW
&W
"W
N
bcrechn.
1 Untcrfch.
I: 565 3
~0 c a i m Conffante ifi, die mit der geographifcllen
Breita ~ S c l i f i( d e barom. mutnt. p. 17. 18).
Wie verhsh fich n u n die Vertheilung der War.
nie zq der dee Druckes? Bekaiintlich fielit das B ~ rometer bei den W i n d e n am hGchften, die aiIs kalteren Gegenden welien, dalier auf der iiardliclien &]bkugel mit niirdlichen, auf der fiidliclien mit fijdliclien. Aber die directen Beobachtungen eeigen fiir
einen iind Jenrelben Ort die gegeiireitig~Abl~811G;glreit der bnrometriMien a n d tliermifclien Wertlie der
W i n d e To nndeutlich, dars R a m o 11 d (Me'm. Je 1'
Instit. 1808. p. 126) das Paradoxon auffiellte: on peub
dire, que le bnrometre est plus thermometre, que le
iherrnomelre mdme. Natiirlich ifi diel'em vortrefflichen Pliyfiker der Grund niclit entgangen, woriim
die tliermirchen : Windmittel den bnrometriCchen
fclileclit entfprechen. D e n n jede Temperotur ifi bedingt durch die Windesrichtung die Tages iind
Jalireszeit, iind eliminiren wir ouch darch ZiehunB
dce Mittels aus 2 4 Stunden die taglichen VerYnderungen, fo bleibt fie nocli abliangig von der Windesriclitnng und Jalireszeit.
Die Confianten der Formeln
find alfo abllangig von der S o n n e n l ~ i ~ ~fio; efind
,
periodirche Functionen, fiir welche die Periode das
Jallr ifi. Sind n u n die VerYiideriingen, welche die
Ternperatur innerlialb diefer Periode erlcidet, grijfser
a]s die yon dcr L n g c i n der W i n d r o t e ab119ngigex1, fo
kznn cine llngleiclic Vertheilung der Anzalil der W i n de i n den einzelnen Zeiten des Jalires die wirklicli
Stntt fiilde11den Temperuturdifferenzen der W i n d e in
den
allell B ~ o b a c l ~ t u a g gezogcnen
ei~
Mitteln voll-
,
Aond. d . I'hyliL. 6.87. St.4. J. 1827. st- 12.
-
QS
I 566 J
kommen verdecken. Bei der BerechnuAg derfelben
Riickficht genommen werden anf die
im Jallre zu welcher die Beobaclitungen angefiellt
find, und da wir die Vertheilling der W i n d 0 in den
mil[j
,
verfchiedenen Zeiten des Jalires nicht gleiclifiirmig
nlachen kannen, lo werdeii wir niis doch der Wohrlieit mellr n d i e r n wenn wir innerllalb kleinerer Intervallen als das Jahr, z. B. der einzelnen Monate,
dic Temperaturverhzrltni~e der W i n d e beffimmen,
,111d Jos a119 den 1 2 monatlichen Mitteln eines WinJ e s bertimmto jXlirliclie Wtirmemittel a13 die dicfern
T'Viiitlc eii:fprecheiide Temyeratur anfcllen. Dabei
i>cgclieii wir nnr den FclJer, d d s wir innerlialb cines
nTonais die Temperntiir a19 unveranderlicli fetzen, da
w i r I'oiifi die Tcrnperatur als durcli das ganze Jalir
unver~ndcrliclianfelien. h b e r cln nencr Grund iler
Stiiriing licgt darin, dofa niit Wefic-inden der Himmcl' gewSlinlich bedcckt ill, mit Ofiwindeii lieiter.
Die gleichzeitigen Earonictcr iind Tiierrnomcter-
,
-
beobaclitungcn find aber bei Tap anScRellt. Vergliclien wir diefe mit e i n m d e r To wiirdeii wir Tcmperaturen e r h l t e n in dencn fich die Unterfcliicde geltend Semaclit IiaLcn, wclclie B:cdecLung u n d Helle i n
den Gang dcr Temperatur bei Tage hineinbriiigen.
Bekanntlicli ifi aLer die V"Jirkung cines bedccktcn
Hiinmels in der Naclit gerade die eiitgegengefetztc.
Wir werden alfo diere Storimsen eliminiren wcnn
wir a u 9 dem tagliclien Maximiiiu u n d M i n i m u n i dio
,
,
,
Teniperatnr eincs W i n d e s beff immen. Wie natilwendig diefe Riickficliten find , Xqird dnrnus Iievor,g:c?lien dafs die To bert-clineten Temyeratnrverlirltni
9 j
fic!i a i l die baronictri!'clicn I'chr gut anfcIiliel'9en, IIW
c
567 I
in ihrem gefetrmlrsigen Gnnge wenig zu wiinfchcn
tibrig loren. Aiicli fiir die barornetril'clien Mittel
miirste dio Vertlieiliing der W i n d e irn Jalire beriickficlitigt werden, aber die monatliclien Mittel ZeiSen
hocli fo grofse Unregehn3fsigk6~ler1,oufeerdem find
die geretzmrtCsigen periodifclieri Verrtnderunsen we]clie der baronistril'che W e r t l i eines W i n d e s innerlialb
dcs Johres erleidet, vergliclieii mit denen des thermifcLen fo Itlein, dab, \vas man durcli diefe Art der
I3erecliniing gewinnen wiirde, aafgewogen wird durcll
die Unficherlieit welclie die i n kleineren JntervaIIen
geringere Anzalil der Beobaclitungeii i n die barometri Cchen Wer t lib 11i ne i i i b r i ngf. Die m it t 1e rcn Sts 11d 8
beider Inlirumente habe ~ C I I fiir die einzelnen Mofiente fiir 1816-1825 i n den bcidcn folgenden Tafeln zufammengcftellt u n d ztir Beartl~eiliingder den
Beobaclitiingen beizulegenden VVertlie die Anzald der
Win& beigefiigt. Die darunterhllenden ZaIilen bezielien Gcli auf die Regenwinde deren refpective Anzalil durch die eingeklarnrnerted Zalilen angege-
,
,
,
bell ifi,
I 568 I
Febi
MBrz
Aprl
Ma1
JUI.
Aug.
M!Wz
e _ _
NNO
NO
ON0
0
oso
so
sso
S
ssw
sw
wsw
W
WNW
NW
NNW
N
Dec.
T e m p e r r t u r
NNO
NO
ON0
0
cso
SO
sso
S
ssw
sw
wsw
W
WNW
NW
vN W
N
1 573 3
C
n t t gr
I d a.
Doc.
Jan.
i 1 1
Febr. iM5rz April
Mai
Jua.
I
Maxima 71,488 69.914 67,bzc 65,898 64,98c 6 3 . 8 ~ 7
hllnim?
36,071 37,413 3 6 . 1 4 ~39.081 4 3 , l q 46,035
Unterfch. 35,417 32,51131,480 25.899 20,113
17,781
I 575 3
Wind
Winter
NNO
NO
ON0
0
oso
so
sso
S
ss w
sw
wsw
W
WNW
NW
N
NNW
Sowohl im jdirliclien Miltel, a19 i n den einzelnen. Johreszeiten den Sommer a11sgenommen zeigt
ficll eine auffdlelide Uebereinflimn~ung des Ganges
dor Temperatur und der Vertlieilung Jee Druckes i n
der Windrofe, Die katlteren W i n d e erheben das Barometer fiber Jas Mittel, die warmeren erniedriyen es
unter didelbe. Im W i n t e r , wa die Temperaturdifferenzen am grijfsten find, find e3 aucli die der barometrirclien W e r t l i e der W i d e (de bar. p. ig, 361, MbIt
iii den einzelnen Monaten 151'st licli diers verfolgen.
Ja was a h Unregelmdsigkeit bei oso uiid SSO hervortrat, erl'cheint nun bedingt durcli die Stiirung des
thermirchen Gmgee, die wir aber da fie auf die an1
I'eltenaen beobacliteten W i n d e fdlt, nur als zufiillig
anzufelien haben. Niir im Sommer vermag dio durcli
den directen Sannenfciiein am Boden erregte WYrrne
jenen gefetzmitfsiger~ Gang zu verdeckeii das nacli
Siiden liangende Tlierrnoineter wird dnher, aufserdem
gefcliiitzt vor dcin kiililenden Einflde der rl6rdliclieii
Winde aber voilkotnnien ousgehtzt dcr Verdaiii-
,
,
,
,
c
576 3
pfungskalte der hatifigen Kieded'cliltige auf der WeRf'eite auf der SO -Seite am hiiclifien fielien, i l t ~ fder
W-Seite a m niedrigfieg. Dial's aber diel'e Erfclleiiiuny
ilur in der Nilie des Bodeiis StnIt findet, d d s in Beziehung auf die mittlere Ternperatttr der AtrnofpIi~i*e
das Barometer RecIit h a t , inden1 es bei NO an1 ItSclilien Relit, zeigen die ReobaclitunSen auf liiihereii Bcrgen. Den11 fur eiileii eiitl'cbiedenen Sommernioiint,
den Julius, erliielt ich iaue den Beobaclitungeii a d
,
dein St. Uernliard
1823
1823
1824
Die
clirii
Sonnenaufgang
SW
NO
4O,85
30DOl
Nachmittag
SW
9O,12
4,IZ
0,62
8.09
5.85
3t76
11,12
Ubr
NU
2
5O,S6
441
8,Sj
drraus berecheten W e r t h e ergeben,
mil dcn beobacfitefen:
Rfaum.
vergli-
c
Ja h.r.
577 1
W i n t e r.,
Herbff.
Sommer.
Wind I bcrechn.
Fr il h I i ng.
bcrechn.
"0
NO
ON0
0
oso
so
sso
S
ssw
sw
\VSW
W
WNW
NW
NNW
N
Fafi in allen Formeln Gnd die Differenzen oon S
iind SW fiilrk pofitiv, die Temperatur diefer Winde
ifi alfo hijher, als fie nach den i i b r i p n thermircllen VerlinltniITen der fibrigen W i n d e feyn follte.
Es fclieiii t alfo dnrch fudliche W i n d e eitie fremde
WPrnie Lerbeigefiihrt ZLI werden. Da fiir das j&-
liclie Mitt01 der CoGf6c;ent des zweiten periodifchet~
Gliedee rehr klein ill, To erli!h man fchon eine grofse
Annulierung, wenn man Ech bei dem erlten begtriigt.
Ee wird dann
Fiir das Barometer fanden wir a t e r nacli der erj
lien Formel
tc-i
Y, t i
+ c sin (m
220 30'
+ 800 9')
Es wird alro,
da ein Unterfcliied von 70 Iiier felir
iinbedeutend ill, nSlieruapweil'e onziinehmen feyn,
d d 3 , wenn
t(=) = 0 1
dam
b@)= u
+ c sin (z:+,a),
-
c
sin (tf a),
dare alfo der Druck nach dcrnfelbeii Gefetze abnimmt,
nacli weIchem die Tempe fatuf ificli erlitilit.
I n der Beliimmnng der Lage
M i t t e b innerl i d b der W i n d r o r e lie@ die Aiiflijfung einer der intereranlefien Aufgilben der Meteorologic. DurcIi A 1ex.
V. H II m b o 1d t's Ifothermen wilTen wir z. B., dare bedeutend k e n d o Urfachen eine regelmafeige VertJiei.
]ling der W a r m e mf der Oberflblie der Erde hindern.
Die Gr&e diefer Stiirunaen lernen wir dadiirch kennen, dafs wir ohne Riickficlit a d die Ifothermen ails
einer hinreiclienden Anzalil beobachteter Tehperatiirmittcl fiir beliebig aiif der Oberflaclreder Erdeverthcilte
Orte die walirl'cheinliclifie Vertlieililng der Warme
n l s Function der Breite bcftinmeil. Da3 hot ~ ~ e i ~ e r d i n g r
de9
r
579
1
A t ki n s o n 9 getlian. D i e Unterfclliede der bere&neten und beobachteten WertJie eeben nacll E)iminntion lokaler Starlingen die griil'seren StBriingen,
welche die Abwcichung der lfothermen. von d e n Breitengraden erzciigen. Eine meitere F r a p ifi nun, den
Gtiind diofer Abweichnngen nachzuweifen. Leopold
von Bnch nnd Dalton liaben diefs verfucllt.
Dalt o n. Ciicht in der freiwerdenden WBrme des ens tropil'chcn Gegcnden herbeigefiilirten u n d on den We&
kiifien licli nie2urfchlagenden WaITerdampfes den
G r u n d davon, dafs alle Ilothernien fich von diefen ails
iiacli dein.. Infiern der Continente zit neigen u n d
B r e w s t e r 11nt diefe DiRerem zwifchen Ofi tiud
Wefikiifien aucli fiir kleinere Infeln enipirifch nacligewicfen. L e o p o 1 d V. B u c 11 erklgrt die TemperatnrerIiiihung in Europrr iiberhaiipt U S dem herrI;.,lienden S W - W i n d e , iiiid leitet davon aucli den .nitJrigen Stand des Barometers iiber der Nordfee
A c 0 9 t a fucl:t I i i n g e ~ e ndie nnffallende Kdte America's durcli die dort 1iVufiger fehr. kaltcn n6rdliclien
W i n d e zii erlsntcrn. Alle hiinmen alfo darin iibereiii, dafs fie i n der mittleren Windesriclitiing den
Grund jener Stiiriingen fuchen.
,
-
&.
Die D a1t o n Cc l i e Hypothere k i h n t e man dadu;.cb priifen, dafs man an eineni gegebenen Orte die
Y e r d ~ ~ n f i u n g s r n e nmit
~ e der Menge des Niederfchlags
vergleicht aber die Refultate diefer Priifung werden
,
* ) On Astronomical and other refractions with a connected Inquiry iuto the Law of Temperature in different Latitudes snd
of different Altitudes. Astron. SOC. of Loud. Vol. 2 .
I 580 I
immer unGcher bleiben, To lange wir die Quahtitat
dea als T h a u fich niederfchlagenden WalTerdampfes
liicht mit beriickficlitigen. Anreedem h g t die
Meage der wirklichen Verdiinfiung von der griifeer e n oder geringeren WalIkrniaKo am Ueobachtungebrte ab, Iiingegen die Mange des Niederl'clllage yon
der H s h e der W o l k e ; diere f'elbfi ifi dolier eine
VerHnderliche Grtifae, d a b wenig Anfl'clilufs davon. z d
]]offen ifi. Fur die B u c l i Cclie E r k l h i n g fclilte 89
aber bis jctzt an a l h Pr~ifiingsmitteln,und wexin 8 s
allc~l das ScliicIdd dierrs Srofsen RT>teoroIoScn zit
r c h e i ~ ~iiberall
t,
dils Reclite zii Giiclen, To i n e j
doc11 miiglich, dal's der Eillflufs der mitileren Windesrichtung nicht genuge, das P1iPnomen zu erkhreh,
&rs noch andere Bedingiinscn eintreten, deren GcIammtrefultat die Ifothermen beliimmen. Befzfseii
wir ein Mittel, a m den Beobacl~tiingenf'lbfi den Einfl& der mittleren Windesriclitiiiig 211 befiimmen,
fo wiirde darin eine Priifiing jcner Hypotliefen liegen
iind diel's ziigleich dariibcr entlclieiden, ob fie Iiinreichen. Es ifi m i r gelungen, dieli fur den erfien Anblick fcliwierig bheineiide Aufgabe Cekir einfacli zu 16[en. Da .&or fowohl diere, 01s aucli die folgenden
Unterfiicliiingen iiber die Hygrorneteore mit den von
3'I 11 n c k e neuerdings im pliyfikalirchen Wiirterbuche
anrgefiellten Hypothefen i m Widerrpruche fiehen, Jo
mds ich vorher eiiiige W o r t e iiber diefe l'a_ceir.
M u n c k e Tagt nxmlicli (Phys. WBrterb. 3. 1). I O O ~ ) ,
d d s er geScnwsrtiS die Ankclit liege, dads die grbfsere
Kalte Americas nnd Siberieiis niclit als otwae A u s p zciclinetes bctraclitet worden diirfe , rondcrn die Hegel
fry, welclie die dcr E r d e im Allsenieinen zukommende
rep
1 581 1
W a r n i e .ongiebt. Er' neniit diefs einen ;Ln &.Il 1inbefireitbarcii Salz dnrch welcllcn aiirserdenl die
p b e bcdciiicnd lcichter werdc. DLIabcr keirl Bc\\ceis
dafiir gegebeii w i d , Ibiiderii niir dic Pflyfik entrcll&
dig', daf9 fie i l l 1 1 nicht f r d i e r gcfiinden Iiabe, 10 mlirs,
Ieine ~ e w ~ h r l l inng dcr 13enrilreilung anderer Aillicllten gefiicllt werdeii, p. 1002 lieifst es: ,,Der Spanicr
A c 0 9 t.a leitct die grarsere K d t e i n America von dent
Einfliifle der W i i i d e ab, olleiii diefc -1-Zypotliefe ver-
,
dieirt gar k e i n e ernftliclie Widerlegung."
p. 1005:
,,Es ill niclit 211 verkeniien, d a b die von Africas brenncriden Sandwiifien niiffieigeiider: und lkit wsrts ahfliekenden. L ~ ~ f r r l l d T ~zur
t 1 Erwrrmiuig des nrjrdliclicii
Eiiropas vieles bcitrogcn miiKen." Ich gCftelle, dafs
xnir die Griinde, welche Hrn. M l l i i c k e bewogen haben, nnziiiielirncn, dofs warnie W i n d e die L u f t crwj;rmen, kalto fie aber iiiclit erkalten, eben To iunbeqreiflich find, a h die gnnzo Mypotliefe. Denn wenil
wir ancli z u ~ e b e nwollten, cs liege am Tage, daCs
diircli den Golffirom-die T e m p e r a t i ~ r ~ r h a h u nEiiroS
pa9, dio vielen Stitrme, lauen W i n d e , warmen W i n terregen und Winterge\vittcrj der riiedriae Borometerftand a n den n o ~ ~ e g i f c l i eKiiftcn
n
enthehen, To
fielit man doc11 nicht ein, anrum diefer Strorn d q
e r friiher iind m i t hijhcrer Tellipcratiir flierst,
namlicli von der Bahama Strake bis nacli New4
Foulldland hinanf, alle dicfe wunderbaren Eigenfchaften nicllt befitzt. W e n n es aber einfeilig ifi, P I I S dert
in Ellropa b e o b a c l i t e h Teniperatiiren die miltlerd
Vertheilung der W'srme aiif dor OberflYclie der Erde
211 befiimmeii
To ill es eben fo einfeitig, fie gar nicllf
Ar
Ann;ll.d,Ph~LiL.B. 117. Stsh J. l b 7 r SL 124
-
,
[ 582
J
&bei 211 b8i.iickficliIigey-. Das r i c l d i p Verfalircn ifi
dae von A t i n s on, der I'ewoIi1 a n f dem enropaifclieii
allf den1 ornerikanifchen Meridiailc fortging urn
&ratis die niittlere Vertheiliing zu erhalten, und a u f
diefern W'ep werden wir irnrner pofitive n n d negative Differeiizcn erhalten. Da niiii aber die Beobachtiingeii dei. mitileren VVindesriclititiiS ergeben, dars
uber Enropa ein Lnfthrorn llacli dein Pole Statt finifi es wahrfcheinlicli, dare irgend \yo anders
det,
diefer Lufifironi zuriickkelire, und da F r a n k 1i n 011sdriicklicli der Iiaiifigen lehr kaltcii NO Stiirriie i n
America erwplint fo glicube icli dafe A c o e t a's Anficht wenigfieiis eine VlriderleSiing vcrdient. Beobaclitiinaen a u s Nordanierica die icli niclit befitze,
k6ii i i en da riibe r en t fcl iei den.
Das i~iivcr$nderliclieGlied iinferer Foriiiel u ih
die Siimiiie der refpectiveii tlierniifclien oder bhrometrifclien Windmittel, dividirt durcli ilire Aiizalil. Ee
wiirde die ails allen Beobaclitungeii abgeleitete walire
niittlcre Temperatur fey11 der wahre mittlere Emometerhand, wenn alle W i n d e gleicli oft geweht hatten oder wenn Iteine WindesrichtiinS vorgelierrl'cht
lirtte. Der Unterfcliied des aiis allen Beobaclitungen,
abgelkhcn von dcm ziir Zeit jeder einzelnen Beobachtung welienden W i n d h , befiimrnteri Mittels iind der
Confiante
ill olfoder Einflufs der mittleren W i n desrichtung allf die mittlere -Temperatar u n d den
mittleren Raronieterffaiitl, die Confiante 21 die van
den1 F,infltiITo dcr ?Viiide befreite Temperatur iind
das davon niiahhxn$f;e barornetrifclic Mittel. Bezeicliitnii w i r dns -Mittel fiir die Teniperntur niit rn(+),
fiir das Lironieter niit n ~ ( h )To
, wircl das Zeichen v o i ~
,
ro
,
,
,
,
,
-
(5831
-
n&t)
u<+) angebea, ob die Temperattir dlircl, die
WindeericlitiinR crlrdrt oder crniedrigt fey, der
wert It titgleiclr angeben, iini wieviel. EbenJ'o, ob
Barometer wegen dee Windes im Mittel zu lief oder
zii liocli llelte. Dabei kommt es notiirlich niclrt darauf an, ob der fiidlicbe Luftarom; ehe er fiber meinen Beob~clitungsortflierst, bhon einen Tlieil &tier
W a r m 6 abgefetzt liabe, do wir niir wXen wolfen, wio
vie1 W a r m e er hicr nocli mitbkin6t. Die Znverla@kcit deo fo gefiindanen EinfliiCTes wird dobei t1b1~etngetl
von der Sicherheit der einzelnen Vl'indmittel.
zsfI]-
Fiir Paris erltiolt ich a1s mittlore Windesricli tun8
nacll der La m b e r t f c 11 e n Forrnel, \Venn fitimlicli
die Intenfitaten gloichgefetzt werden (da icli nicht
weirs, welclie quantititiven Wertlie unterfork, f i &
verRanden werden)
FrGhlini
S o I n ~ ~ HerbR
Winter
Jahr
79"37'
8 8 O 33'
38" '
7
480 1'
64O
wenil ntimlicli S = o0 W = goo
gefetzt wird,
a1fo swil'clren W S W rind SW im Mittel; izn W i n ter swj FrfiIiling WSW, Sommer Wj kerbfi
..
..
ssw;
Aus den Beobachtunpn erhalten wir ober fiir
Mittel
Winter
Frtlhling Sommcr
HerbR
(5831
-
n&t)
u<+) angebea, ob die Temperattir dlircl, die
WindeericlitiinR crlrdrt oder crniedrigt fey, der
wert It titgleiclr angeben, iini wieviel. EbenJ'o, ob
Barometer wegen dee Windes im Mittel zu lief oder
zii liocli llelte. Dabei kommt es notiirlich niclrt darauf an, ob der fiidlicbe Luftarom; ehe er fiber meinen Beob~clitungsortflierst, bhon einen Tlieil &tier
W a r m 6 abgefetzt liabe, do wir niir wXen wolfen, wio
vie1 W a r m e er hicr nocli mitbkin6t. Die Znverla@kcit deo fo gefiindanen EinfliiCTes wird dobei t1b1~etngetl
von der Sicherheit der einzelnen Vl'indmittel.
zsfI]-
Fiir Paris erltiolt ich a1s mittlore Windesricli tun8
nacll der La m b e r t f c 11 e n Forrnel, \Venn fitimlicli
die Intenfitaten gloichgefetzt werden (da icli nicht
weirs, welclie quantititiven Wertlie unterfork, f i &
verRanden werden)
FrGhlini
S o I n ~ ~ HerbR
Winter
Jahr
79"37'
8 8 O 33'
38" '
7
480 1'
64O
wenil ntimlicli S = o0 W = goo
gefetzt wird,
a1fo swil'clren W S W rind SW im Mittel; izn W i n ter
FrfiIiling WSW, Sommer Wj kerbfi
..
..
swj
ssw;
Aus den Beobachtunpn erhalten wir ober fiir
Mittel
Winter
Frtlhling Sommcr
HerbR
I 585 1
Dia miltlere Ehfiicildt des WalTerdanlpfps ifi nlfo
duroli die M'indesriclitmg
0,165 er]iG]it, D a]t o XI'S Anficht alfo obenfnlls den Geobaclltiinpn elitlprecliend. Bei barometrifclcllen NivelleineiiIs voii Orten d e r Ebeiie, deren Niilic diirclr V c r g l c i c h i i i i ~jnlirJiclier M i i t e l mit Mitteln a m M e e r c befiinirlit wird,
wiirde d i e k i i i i r eine Correction daiin n o t h w e ~ l d i gnia-
,
dcr E i n f M u der mittlereit W'indesricliden vcrgliclieneii bcideii Orten vcrfclrieden
~ 9 1 - t . .Uei Orten, an ~velcliendie Riclitiit~gdos Windtas iinver3iitlerlich ware, findet riatiirlich das angeseh r n e Vtdalireii lteine A n w e n d o n g , fiir die Ul1ttdt1cliliug des iiiiitleren Driickes iiber den verfcliiedcneii
Meereii ifi es aber nicIit zii vernachlnffigen. Hat n i ~ n
Jiircli 1Yngere ~ ~ e o b a c ~ i l u r i g s r e ~ ldic
i e r i trioiinlliclieir
Miitel fclcller lefiimmt fa. ?-ani t niaii fiierdurcli ebcnf d s priifen welchm Einfluf.5 diz Windesrichtllflg
cluf d e n Gang der monatliclien lMittel aursert.
Diirfteli wir uns bei deni crficn periodifclieu GlieJ e besniiSen, lo wiirde die Coilfiniitc ?Punmitfelbar
die Lase d e r geradcn Lillie voni Maximum-ziinl Mi~iimurnder W i i i d r o f e beliirnnien, auf dereii beiden
Seiten die Baronirter urid Tlierrnonicierfisrlde v0Ukommeii fynlmetrirch veriheilt werden. Die Notllclirn
tring
weiiii
311
,
,
-
wendigkeit folgeoder Glieder zeigt, dafs ielkc Sytn;
instrie niclit Slatt fi-ndet, aber die fiarke Divergeriz der Coefficienten der gweiten Gliedel. beweifi,
dafs lie ~ ~ ~ I ~ c r t i i i ~ aiizunelirneil
wei!k
ifi. Icli werde
jcne gernde Linie den m e t e o r o l o g i f c l l e l J . ~ ~ ~ e r incn~j~l.l
lien I llrld wir I i a l e n obcii gelellell, dafs d e r tliermifclic und barometril'clie iiacli deli Ueobaclitnngen 11111
2" VQII eirirtuder ;zbweiclien d o x d l e zul'arumer1fal
,
t 586 I
Ebeldo wird d e r W i i i k e l , welchen noclt der
ein -glie'drigen Formel das therrnirclie Mittel rnit dcr
Lillie WC, inaclit, d e r W i n k e l der [l'otlierme clin Ueob~clitiiirgsorte niit dern Breitenkreile k y n , deli11 die
W i n d e , deren mittlere Temperattlr der des Beobaclitnngsortes gleicli ifi, miiKen notiiwendis iiber Orte
fliersen, dereii niittlere Temperatnr slcicli Jer dcs Beobaclitungsortes in, oder fie rniiKen der Riclituiig der
Ifotliernie folgcn. Abfiraliiren n i r liierbei von deni
EiiifI uITe der Windesrichtnng unf die Teniperaturerliiihiing des Beobochtiingsortes, oder nelirnen wir an,
dal's dierer Einflal's fiir nillie nn einpnderliegciide Orte
derl'clbe I'ey, Ib wird iener W i i i k e l derlblbe l'eyn als
der, den der meteorologirclie Meridian rnit dern aftronornifclien mclclit beide nnrnlich gleicli dern Complem e n t d e r Confiante U',alCo fur die Il'otliarme i i i PPrie .'71
Fiir Orte, deten geograpliil'clie Ureite und
Lange niclit fehr verl'cliieden i l l , wird aber die I ,aSe
des rnetcorologi~clienMeridians in der tlierniil'clieu
W i n d r o f e nahe dierelbe [ern, iind ebeii deswegcii
aucli die Vertlieilung der Barometerhiide nolie diel'el-
Jen.
,
be. Denn walilen wir fiir die Vertliciluii~der W a r m e , des Druckes dcr trocknen Luft iind der Elafiici-
tat dea W d e r d a r n p f e s die einfaclifien Aiiedriicke, indem wir uns bei dem erfien Gliede begniigen, fo wird,
wenn wir fie m i t t, p u n d 6 bezeichnen, uiid ficll au9
den Beobnchtnngen ergiebt dafs
ict) =
c sill ( X 0 )
anziinehrnon fey, dare p(z)=n'-c'siri(r+a)
(debar.
,
+
+
miit.
e ( r ) =a
''+
alfo 6 W =p(q)
+ ~(3)= a' f
0'')
C"
si II (x
p. 41 -44)
+
C~J
+ - c') sin (s+
( ~ ' 4
LT)
c
587
I
Da nun cJ'-c' ininier eine negative Cl-alir ifi,
wenigffens in Gegenden a t d s e r l d b der T 1 e O p e i l , I;
\v tird e u n t er d i ere 11 VOlp 119 re 1z11 I- 2e 11 d P s RI a xi 111 LIni
des Druckes niit dem Mininiuni dur Tenipernttir Reiiaii ~ ~ i r ~ ~ ~ ~ l ~ l ealfo
~ l f bei
i ~ l lj eei ine i,i Ortell otccfl die
Vertlieiliing dc3 Druckes i i i tier Wiiidrol'e iialie fibereinfiiniiiiend. Uerlin ~ i i i d['aris zeigteii iiacli den frGheren ,Rco\~ucli~iingeil
eine l'olclie UeLrreiii~iinniiiiis.
VI'Yre die Vertlieilnng des IYaKerdanipfs l'o wie die
d e r Temperator verl'chicden, To kijiineri wir lctzeii
p(r) = a*
e(x) =a
'
'
- cf sin + a + 8)
(JC
+ c"
sin (x
+a + J'?
\ y o 8' u n d 8
' Gidrsen find, die fiir die zii vcrsIeicIieiia
deli Orte iiiclit bedeuteiid differiren. Es wiirde d m i i
&I)
= aft + a4 + r sir1 (x +a +p)
\yeiin nanilicli F cog @ = c'f cos 8'
f
siii ,4 = df sin Sf#
- c' cos 6'
-
C'
sin.'J
D e r Unterl'chied p , dcr ficli in den Coiiliaiiten
U' fiir die Barometerforrneln verfchiedener Orte, deren geographilclie Lage iiiclit bedeiitend verfcliieden
ifi, zeigt, kilnii alCo niclit Telir grofs reyn, u n d
liangt all'o ab von Verlchicdenlieiten i n der Vertheilung des Driickes iind der Elafiicitzt dus WaCTerdampfes. Aucli zeigten einise naclr den von L. v.
Biich, Scliouw iind Buek a n g e ~ e b e n e nMitteln bereclineten W i n d r o l e n fiir dio bcKer befiirnniten Orb,
iiSiiilicli M i d d e l l u r g iind Copenliagcii, eine nalie Uebereinliimniuiig niit Berlin u n d Paris. Icli erliielt
nnnilicli fur
Aber sine folclie Vergleichung nird nur fiir gleichzeitige Beobaclitungeii ent rcheidende Refultate geben,
dciiii fiir Paris gaben die Beobaclitungen der 8 Hauptwinde iiacli deli BeobacLtugen von M e g s i e r
Der Wertli dcr ConRante ?Pfclieiiit alfo immer
augenommen zii liaben, das Maximum von NO nacll
N znrfickzugehen wahrend die nardlichen W i n d e
aaf Kofion der nord6filichen irnnier mehr dae Uebergewicht gevonnen Iiqben,
,
Aus deli Parirer Beobachtungen erliolten wir fur
die Lase bind den Werth der Extreme
S
oso - 0
AS-MSS
MSM-AS
S
UJl[Jj!Al\Z
1 590 I
Auf Jer Weltfeite der W i n d r o f e fsllt alro das
tliermirclie iiiid barometrifche Mittel bis aiif eiiieii
Unterfchied von einigen Minnteii ziiLmmeii. DaITeL
La silt fiir das tliermifclie hIaxiniun1 und barometril'clie Minjniitrn. Das therinifclie Maximnm , das iiii
W i n t e r WSW in, wird im FriifiIiiis SW, ini Sonitiler OSO beindie 0 , nnd gelit irn tlerbfi bis S zuriick, Hinyegeii fSllt dic SrBCete Krlle ini W i i i t e r bis
u n t e r KO, i m FriihliiiS bei NN W, in1 Somiiier bei
, Hcrbfi wieder ONO. D e r Einflufs
reinem W ~ f iin1
der Differeiiz zwifclien Laiid u i d See ifi niclit zu verkenrleii. Analoge Verbnderungeii zeigen fich fiir die
baronietrifchen Extreme, w e l c h die gegebeiie Tofel
beurtlieilen lnrst, und die die gezeiclineteii Wiiidroren noclr anTcliaaliolier macheii. Ziir Beurttieiliing
cles Ganges des Barometers i n der Windrofe ifi es gilt,
die Differenzen dcr auf einander folgeiiden W e r t l i e
Z L bereclineii
~
oder nacli deli berecliiieteii W e r t h e n
L l b R ficli Ciirven zu zeiclineii. Fiir d a s Bironieter
kaiiii riiaii fit, als Ordiiiateii aiif*deii Krcis ti*ngen,
lkii Radius Jie niitllere Bororneterliiilie des C)rtes ifi.
,
reniperatur Naciiiiittigs
2 Uhr
Tage
im Jahre
Entwicklung"der Pflanzen.
n der Luft
I825
Daphne Mezereum, Viola odorata und Leu.
-cojum vernuni bliihen
Ribes G r o f s u l a x und riibruni fchlagen aus"),
Scilla bifolia bltilit
Sanibucus nlgra und racernosa, Loiiicera tar.
tarica, Ribes n i g r w i fchlagen aus, Ulmu!
. . campestris und Populus tremula bluhen
Pinus L a r i x . Prunus Padus, Lonicera Xy.
losteum, Corylus Avellaua fchlagen aus
Pulmonaria officinalis und Anemone ne.
morosa bliihen
Evonymus enropaeus, Viburnum Opulus, Ber.
beris vulgaris, Aesculus Hippocastanum
n n d S a l i x fragilis fchlagen a u s
_ _
P i n u s L a r i x und Salix fragilis bliihen ,
_ _ .~
~ ~ ~
Carpinus Betulus fchlagt aus; Buxue sem,
pervirens und Ribes alpinum bliihen
'Pyrueconimunis und Prunus domestica fchla.
g e n aus; Alnus glutinosa bliiht
Acer pseudoplatanus und Vitis vinifera fchla.
gen aus; Ribes rubrum, Cardamine pra.
tensis bltihen
den
28, MSri
-2,o'R.
-o,IOR.
5. April
-2,j
- cs5
--
______-
10.
16. Apri
17. Apri
18. 'Apri
12.5
-
F a g u s sylvatica und Acer cmipestre fchla,
gen ails
-2,0
f517
20
+9!5
26
--
+
24. Apri
+
25. Apri
C 7.8
+
+ 6,o
+
295
27
--
29. Apri
+
4.6
57s
395
35
420
36
40
41
I. Mai
hlai
+6*9
4. Mai
+ 391
~~
2.
+ 583
39
12,G
0>6
30. Apri
+5 4 6
as
9.0
-.
von diefem
kitpunkte a
'3
-
f9.6
Tilia europaea und Sorbus aucuparia rchla.
gen aus;
Acer platanoides und P r u n u s Padus bliihen
~--.Ulmus carnpestrls und Rhamnus cathartic~!
fchlapen aus j
Prriiius f i r a s u s und avium bliihen
--
Mittlere
rein pera tu 1
4': Grade
+9,6
815
26. Apri
-
Zahl d e r T a g
477
Apri
21.
S II m ma
--
~
-
~
+
+
t
Warmegrade vom
, P I . M:irz a n
-t4,9" R.
--
-
---
+ 11,oD R.
Apri
-
Rhainnus Frangula, Populus alba und italic;
fchlagen aus
Pyrris cominunis, Uetula alba und Sanibiicu!
raceniosa bluhen
Quercus Robur, Rhus'Typhinum und Juglan!
regia fclila~eiiaus
im Baume
1
Mittlere
remperalur
er 5 vorher
gelienden
Taae
~
Robinia Pseudacacia rchllgt
RUS
_
"
.
5. Mai
.
RoLinia inermis und hispida khlagen aus
Acer campestre urid Viburnum L a n t a n a bliis
lieq
45
6. Mai
---
Fraxirius excelsior fcllllgt aus;
]uniperus comniunis bliiht
Pyrus &ialus und Acer pseudoplatraus bliihen ;
Morus alba rchls'gt aus
Syringa vulgaris und Lonicera xylosteum
bliihen
Crarasgus Oxpacnn:ha, Barberis vulgsris u.
Plantanus orientalis bliihen
-t---Aesculus Hippomstanum, Lonicera tartarica
und Pyrus Cydonia bliihen
_-Viburnum Opulus und Secale cereale bliihen
Lonicera Caprifolium und Hordeum vulgare
hyberhum_bluhen
Viiis vinifera,Rubus fruticosus und Sambucus nigra bluhen
-Rosa caniiia und Triticum Spelta hjbernum
bl ii h en
Taniarix germanica und Hordeum disticlium
aes t i v. b liihen
...
8. Mai
-
9. Mai
-
-
11.
Mai
13. Mai
. . .
t:
595
16. Mai
27.
Mai
Jun.
+
7.5
15. Jun.
+
IOlO
20. JUII.
+3,7
I.
-
+
+
~
Tilia europaea, Acorus Calamus und Avena
sativa bliihen
Heifielter T a g d i e k s Sommers ;Linum usitatissimum, Spiraea Ulmaria, Solanum tuberosum. Melilotus officinalis blnhen
Anfang der Ernte von "kiticum S p e l t a ;
AtroDa Belladonna bliiht
-
-
Panicurn Milium , Vicia F a b a , Portulaca
oleracea bliihen
V i d e ObRarten reifeii, Tanacetum vulgare,
Coriandrum s a t i v u p , Phaseolus vulgaris
b 1LI h e n
I
I
I.
Jul.
10.
Jul.
20.
Jul.
12,
21.
Streiigste Kliltedes Winters von 1825 - 26.
II,O
9,13
'+9139
1195
+ I6,Z
+2475
...
2355
...
25-16
!
l2I
127
'33
I
_
-
...
Aug.
Vitis vinifera reift, Tagetes patula bliiht
-
-_
+
Aug.
I.
16. Sept.
-
-
+'8,83
'44
~
-
Allgemeine Weinlese, Helianthus tuberosus
bliilit .
BPume fangen a n fich zu entblzttern, FpZte
Weintrauben -Arten hatten noch bis jetzt
a n Giite zugenomhen, lledera Helix bliiht
-
+
+
26. Jul.
Aconitum Napellus und Nicotinna rustica
bliihen
'
Datura StramQnium, Centaurea Benedicta,
Cicer arietinum u. Artemisia Dracunculus
b I ii !I en
Aster chinensis, Dahlia pinnata, Poljgonum
, orientale bliihen
-
I7,7
. . .
-
-
91.5
I
3112
16.
I.
+597
Sept.
+
3558
+
+
I2,O
...
Sept.
9. Novbr.
15,s
~
Octbr.
4-7.7
+7 s
- 1,o
36. Jan.
') Unter Ausfchlagen i R hier immer das erfte Entfalten der Blatter zu verftelien.
- 6,2
- 792
4553
+
5 9 3
-7 P
20 I
222
--
...
...
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