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Einige Nachrichten von den drei neuesten Steinregen und von drei Meteorsteinen aus Russland.

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VIII.
E i n i g e N a c h r i c h t e n won d e n d r e i neuef t e n Steinregen, U
*
t e o rf t e i n e n a u s
1.
R V~O R
drei Me-
Ru f s l a n d .
S t e i n r e g e n b e i S t a n n e r n in M i i h r e r t .
Aur eincm ScLreibcn dea
Herrn Commillionsraths B u f f e in
Vreiberg an den Prof. G i l b e r t .
Wien den 8ten Junius 1808.
V o r g e f t e r n karn d e r H e r r v o n S c h r e i b e r s ,
D i r e c t o r des kaiferlich -1ciinigl. Naturalienkabinetts,
V O n ieiner Unteriuchung des Acrolithen Phanom e n s bei Stannern zurilck. E r war vom Kaifer
felbrt auf clas eiligfte 'gehorig bevollmiichtigt, u n d
h a t alles, was zu erfragen w a r , fo genau conftatirt,
d a k e r den Dank d e r Xaturforfcher daflir verdient.
F r e u e n Sie Sich auf feincn Bericht von cler Sache,
d e n e r mir giltigft vorgelefen hat. Noch kein Ph&
n o m e n diefer A r t ift fo fruhzeitig und vollkindig
von eineni SachverftCndigen erfragt worden. Einige 20 Pf. d e r Aerolithen fncl bereits gefunden, u n d
auf kaiferlichen Befehl for das Naturalienkabinett
r e q u i r i r t worclen. Ich habe fie fo eben fammtlich
bei einander gefehen, und fand auch den Hrn. Prof.
S c h e r e r dabei bekhaftigt, genaue Bemerkungen
dariiber aufzufetzen. Auch er ift d e r Mann da2ug
-
aln neue und wiclitige Beobachtungen d a r a b e r zu
liefern.
\ 4 l ~ sman g a m e Stdcke n e n n t , find folche, die
u n d urn inkrurtirt, nicht [chon von den Findern
zerl'c;blagen Gncf. .Die g r o k t e n wiegen etwa .j. Pfund,
find a b x offenbar lelbft Ichon Brucliftdcke einer
grijfsern N a f l k , und nach ilirem Z e r l p r i n g r n erlt
jncruftirt worden.
Dieles leuchtete inir foSlerch
aus der Bruchform e i n , indern ich die Gtnmtlic.hen
theils inkru l t i r t e n , theils nicht - i n k r u f t i r t e n Stiicke
neben einander i i n Ganzen ilberlah. l m Einzelnen
freilich ilt (lie B r u c h f o r m diefer ziemlich J o c k e r n
und zzrreibbaren & I d l e nicht genau bertinimbar.
Selir richtig h e m e r k t H e r r S c h e r e r , Jars man
aus der FLchtung d e r geftreiften Inkruftation u n d
ihrern merkwiircligen Ueberfliefsen tier Kanten, auf
die Richtuiig im Fallen d e s Steines w i h r e n d leiner
In kr u TI i r u 11g a u sge ma ch t fc h 1i e Cs e n k o n n t
D i e le
Riclitung war iiberdies eben diejenige, in d e r e r
5vegeii feincr Form u n d ihres S c h w e r p u n k t e s mechanikh aeroftatifch fallen mbfste. Ebenfalls m i t
Reclit fclieiiit m i r H e r r S c h e r e r zu bezweifeln,
daCs die Inltruftirung cine Verglafung iCt. Einige
inkrultirtc Kanten Gnd LI't fchneidend lcharf. Ich
m6chte vermutlien, d a b die (fchrvarze und b r i u n liche) Inltrultirung ein KicderTchlag aus unrrer At-
.
-
mofphzre fey. Obgleich diele Aerolithen d e n e n
zus Uijhrnen Franltrelch, Italien, Hindoftan, u. f.
w., ziemlicli Shn!icli l e l ~ e n ,fo Gndet doch die rnerk-
fvilrdige Verfchicdenheit Statt, dais durch jene alle
die Msgnetnadel feht ftark, und durkh diefe gar
aiclit alterirt wird.
Koch ein hlahl g e h g t , theuerfter F r e u n d ,f r e u e a
Sie Sich auf den umitandlichen Bericht nher tliefe
S a c h e , die hier von fehr eifrigen und fcharfljnnigen Sachverftiincligen unterfucht und bearbeitet
wirct. Ich reife in den niichlten Tagen weiter aus
dem fchijnen , kijrtlichen Wien., vertiiuthlich ilber
T r i e R u n d Venedig, d u r c h T y r o l , u. 1: w . , nacli
Freiberg zurilck. Bei cfer Eilfrrtiykeit, mit tier ich
reiien m u f s , wertle ich wohl errt I U S Freiberg Ih-
nen wiederum Cchreiben kiinnen.
2.
Steinregen
irn P i a c e n t i n i f c h e n am 1 9 t e l :
A p r i l 1008.
einem Srlireiben Je, I I e r r n C. A r n o r e t t i
Sc. Excrllcnz d a i-lcrrn ILittcr L a n d r i a n i .
Aus~.ug nu,
M
3i.irlarid c l c n 7ten JIai 180s.
Ich benutze die Gelegenheir, * ) Ihnen eine Abh a n d l u n g de s H r n . C o r t e f i iiher die grofsen Skelette, welche man a u f den I-Iilgeln i m Gebiete von
Piacenza zefunden hat, zu tiberlcliicken. ZugIeich
mufs ich lh n e n d e n Bericht v o n d e n AeroliclietL a h itatten, welche a u f dierelben Hugel, 30 i t a l . >lei,
len weiter ijrtlicl: herab gef.illea find.
Ich Ilahe
fiber diefes PhZnomen mehrere Briefe erhalten, vun
einern Profelfor d e r Phyfik und einem natorl'or* ) Siehc Opuscolij'celti. t . 2 2 , p. 244.
Annal. cl. PhyGk. E.ag. Sr. 1. J. 180s. Sr.6.
0
fchenden A n t e aus Borgo a S t . D o n n i n o ,
einer Stadt, die nur 10 bis 12ital. Meiten von cIetn
O m , wo lich das Phanomen zugetragen h a t , tlach
Nordwelt tntfernt ift. Aus ihren biachrichten ift
folgendes das Refultat :
A m rgten April 1 8 0 8 ~urn I Ulir R’achmittags,
als nur einige zerftreute Wolken am tlimrnel ftanden, horte man zwei MahJ einen ftarken Knall, wie
zwei Schtiffe aus grobem Gefchiitte; der Scliall verbreitete lich und hallte wieder i n den hohen tlfigelo, die nahe bei der Gegend liesen , wo die k h r
reichcn Steinohlquellen find. Sia werden clirfen
( j r t auf der topographifchea liarte f i t d e n , welche
Z L ~der Abhandlung des IIerr:) C o r t e Ci iiber das
Elephanten- und das Uelphin - Skelett gehort. Man
nahm kcine’Blitre wahr, h h 3her voiii Scl)loffe von
Fa r3 n o einen Wirhel von Rauch fich erheben, dcr
iich in der tliihe zerftreute; zugleich fdh man klei.
ne brennende K6rper die Luft diirchziehen, uric1 a u f
einen Berg, den man G r o I o nennt, herabfallea.
Er fchwebt mir; fo 211 fagen, vor Augen, denn icL
bin im Herbfte 1806 dort gcwefen.
Die Landleute, welche Zeiigcn diefes Ereigniffee0 gewefen waren, und den Ort fich gemerkt hatt e o , wohia die Steine gefatlen waren, eilten fogleich hinzu, urn Ge zu fuchen. M a n fand einen,
der fch in die Erde, (einen blaulichen rtlersel,)
ungefshr I Fufs tief eingefenkt hatte. Als man ihn
aufheben wollte, war e r brennencl hrifs, und n i m
mulste iho rnit dem Spaten heraus hoben, Er hatte
die Geftalt eines Eies, dern die Spitze fehlt, fchwHrz.
t e die Hiride, war rnit einer Art von k h w a r z e r
Glalur umgeben, die fich felbft m i t einern Melfer
niclit aljtrennen liefs, u n d wog 33 Unzen. Ich
hoffe einjge diefer Aerolithen zu erhalten, und fie
lollen dann hier chemifch unterfucht werden. In
Franhreich wird diefes zuverliiffig gefchehen, da
das Gouvernement von Parma die grijfsten diefer
Steine nach Paris gefentlet hat.
I n dein namlichen Uriefe [ fugt H e r r F r e i h e r r
v o n J a c g u i n , dern ich tliele Kotiz verdanke, hinz i i , J e r z j h l t H e r r A m o r e t t i , V o l t a habe gef u n d e n , rlnfs cine galvani’fche S i u l s fehr anhaltend
w i r k t , wenn man als feucfiteo Leiter Honig nimmt.
Votn Hrn. Director v o n S c h r e i b e r s erhalten S;e
f&r t d l umCtiintlJiche Nachricliten iiber den Stein.
regen von Stannern.
3.
i m D e c e m b e r 1807 in M n f J a .
chujcts i n N o r d
Amerikn.
Steinregen
-
A m x4ten December 1807 i f t nach d e n amerikaniichen Zeitungen i n verfchirdenen ’Gegenden von
?/J a f f a c h 11 f e t s ein Steinregen gefallen. Die
grijfsten Steine darunter wogen 36 Pfuntl. ( A u s
franzijfifchen Zeitungen v. s t e n Marz 1808.)
Aus \ V a i h i n g t o n fchreibt man u n t e r dern
x5ten M i r z : H e r r B r u c e , Profelfor d e r Mineralogie in New-York, befitzt ein Stuck von dem Stei0 2
no, der 1492
US
d e r LuEt fiel. * )
Er hat ihn mit
den neuen nileteorrteinen verglichen ,und unter beiden eine groke Aehnlichkeit gefunden. (Berliner
E;niJJdire Zeicung, St. 6 6 , 1808.)
4..A u s
d e n Berichten der Gelehrten, welche
d i e n e u e f t e rufJ'Ji,Jche C e J a n d t J c h a f t nacli Chin a b e g l e i t e n / o i l t e n , a n die P e t e r s b u r g e r
A k ~ d e m i ed e r W i/ r e n f c h a f t e n
.
GrCmorc Kiachta.
A m 25. MPrz rsog find unweit D o r o n i n s k,
einer ehcmahligen Kreisltaclt des Gouverneiiients
I r k 11 t s k , einige Meteorftcine gliihend aus einer
cll;nkeln Wollte gefallen, welche clonnernd fiber
den O r t hinzog.
D i e Hirten Callen den eineri
Stein fallen, hatten aber erft nach
Stunde den
SIuth, t c h ihm zu ni he rn. Sie fantlen i h n norh To
heirs, dafs er kaum iri d e r blofsen N a n d Selialten
wverden konnte.
Nach dem Berichte cles Majors
W-I it lfo w , d e r 2 Stunden lpiitkr clahin gefiihrt
w u r d e , h o g de r Stein 7 Pfuncl, war von a n k e n
fchwarzlich, wie von Rufs, nach dem Abwifchen
dunkelbraun, irn Bruche bliiulich. Er hatte einen
Schwefelgeruch , fchmeckte falzig unci ltlehte a n cler
Zunge. D i e E r d e , ungeachtet fie noch ziemlich
gefroren w a r , fand fich, d a ; w o der Stein gefallen
*) Den beriihmtcn Enfislteimer Donnerfiein, von dern
m a n in dielen Annalen. X V I l l , 2 8 0 , umfiindlichere Sachrichten finder.
Gilb.
war, zwei Werfchok tief eingedriickt. Eincn diefern abnliclien Stein entdtckte man den T a g nacb-
her, 100 Faden ijftlicher.
Von P e r m an bis I t k u 1's k fanden diefe Gelehrten fiberall, wo beobachtet wurde, die Abweichung der Magnetnaclel oJlich.
5 I n den
Jabrgmg 1804;
fiiidet 6cb folgende Anzeigc des berilhmtcn Chernikers Etatsrath L o w i t z , (der in tlerMitte des Jahres 1804 ftdrb,) ail die kaiferl. Akademie der \\.'iffenlchaften t u Petersburg: ,,lch habe die Ehre, der
Alcadernie vorliufig antuzeigen, dafs ich die mir
zur Unterfuchung ilbergebenen aus cler Luft gefallenen Steine, dic einen aus C b a r k o w , die andcrn aus 1 ' A i g l e io Frankreich, fowohl in Anfelbung ihrer Beftandtheile, als in Hialicht mehrcr e r anderer Eigecfchafteti vollkommen i'hnlich gefunden habe. Aufser Eiren, Nickel, Scliwefel
untI Kiereltrde, eothalten lie ruch Chromium und
Braunftein. " *)
RuJ>J%eJz i'iscclleir,
6. Aus iiieentliclieit B l ~ t r e r n im M a i 1808.
,,Die ltairerliche Akademie der WiUenlchaften zu
Sr. Petersburg hat nun das Relultat der Verfuclie
bekannt nixhen Idfen, welche mit dein bei S m o
1 e n s k gefunclcnen Meteorfteine, [tler den r3ten
N J r z 1807 herab gefallen i f t itncl 160PFund wog,
A.vr;:tlem, SX V I , 2 js ,) find angeftellt worden.
-
Nach dem, von dem aukerordentlichen Akademlker, Herrn Hofrath S c h e r e r eingereicbten Berichte enthllt clieler Stein in xoo Theilen:
an Erden : Kielelerde
39 Thcile
MagneGa
20
an Metalleo : Eifen, metallifches
17r75
ox ydirtet
17.50
Sickelmetall
l,25
811 Schwefel, Mangsnesoxyd U. VcrliiR 4 5 0
100
Z u dem Verlulte ilt eioe Spur von Clironiium tu
rechnen. ''
,,Dieler Uoterfuchung zu Folge ift der Meteorftein von Smolensk nicht allcin in Riickficht leiner
Bertandtheile iiberhaupt den bisher chernifch unterfucliten Steinen dieler Art anzureihen, welche aIs
Hauptbeftandtheile Kielelerde, Mlagnefia , regulini.
fches und oxydirtes Eilen und Nckelmetall enthalten; fondern er nahert Gch auch unter allen bis
jetzt analylirten i n quantitativer Rfickficht am meiften dem Mcteorlteine von Aichfr5llt nacli K I a pr o t h *s Unterfuchutrg. [ Vergl. Aianalen, xilr,
339.I
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