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Einige Nachtrge zu den historischen Notizen in dem vorstehenden Aufsatze die Theorie des Erd-Magnetismus betreffend.

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111.
, Einige Nachtrlge
hzporiJchen Notieen i n dern vorJelaertden Auffatze, die Theorie des Erd-magnet ismus Betrefend;
cu den
voii G I L B B R T .
1.
D e r grofse und lichtvolle Matliematiker L eo n h a r d
E nl e r deien unfterbliche Verdienfie urn die mathtmatifchen nnd die mathematifch phyGkalifchen WiE
Ienfchaften, in den Augen Uneingeweihter durch Hm
Biots Aeufserung S. 4. vie1 zu tief herabgefetzt werden
diirfte, obgleich fie in gewilrer HinGcht wahr ift, h a t
fich um die Lehre von dem Erd- Magnctismus nicht
blos durch feine Abhandluns vom J. 1757 verdient 8emacht. Um zu zeigen, dab Gch die Abweichungs-Linien Halley’e durcli Annahme zweier maSnetifcher Pole
auf dem Erdkiirper erklaren IatTen, hatteer i n ilir, und
ewar zuerft, mit einer ihm ejgnen Gewandtheit und
Feinheit i n den trisonometrifchen Berechnungen, eine
Formel entwickelt, welche fur jede Stelle der Erde, die
Abweichung, jedoch unter einer cum Gruhde ~elegten
Vorausletzung giebt durcli die fie auf diejenigen Oerter bebhrrnkt wird, wo die in ihrern Schwerpunkt
unterfiiitzte Magnctnadel in der Horizontalebelie
Miwebt die N e i p n g alfo null in. Naclidem Euler
ails den Ciittinger Gelelirtcii - Anzeiaen Kcnntnil‘s
von Tobias Mayer’s, in der Gattinger Gel’elld~aft
,
-
,
,
c
26
I
der Wiflciifchaften iiii Jalir 1760 ~ehalteiienVorlcrl;lnSfiber den Erd-Magnetismus erlialteii liatte, nalim
,-,I- Seine Arbeit wieder auf, u n d lofie die Aiifgabe un&11&11gig von jeiier Voraiisfetzuiig unter eiiicr Hypotliefe, welclie auf eine der Mayer’fchen aiialose Vorlielliingsart van dem Erd-Magnetismus zuriick k6mmt;
t;l~lddiel‘e Seine wichtige Arbeit ifi i n den Schriften der
Rcrliner Akademio vom J. 1766 erlcliienen. Sie hat
Hr. Biot ganz iiberfelin,
,
-.
3
Die Unterfuclianpn iiber den E r d - Magnetismus
der HH. voli Hiiinboldt iind Biot, welche icli iin Jalire
1805 St. 3. dider Annalcii frei iiberfetzt liatte gaben
nieineiii Freuiide iind Kollegen, Hrii Prof. M o 11w e i d e,
der d a d s wic icli in Halle lebte, die VeranlaKunS zii
einer Arbeit, von der er den crfien theoretilclieii Tlieil
linter der UeLerSclirift : Theorie der Abweiclzung und
Neigung der Magnetnndel, i m Jahrgange 1808 diclkr
A1inalcii *) belraunt goniaclit Iiat. Er entwickelte in
i h r vorziiglicli nach Eider, Schritt fiir Schritt riif
oine A r t , die fur jeden, der von der lp’phtirifchen Trigonometrie Kenntnil‘s befitzt, verftiindlicli ifi, l i d in
fitter Bczieliiing aiif Mayer’s Wilke’s iind Biot’s Beftimmiingerl die Folgeriingen welche aus Mayer’s
und Euler’s Hypothefe von dem Erd Magnetismus,
fiir Neigung u n d Abweichung an allen Piinkten der
Oberflache der Erde hervorgehen. Dem zweiten Theile
war die Benrtheilung und Verbeflerung der Hypothefen,
diircli V q l e i c l i u n g der bekannten Bcobaclitiingen mit
den Folgerungea ail8 ilineii, vorlelialtcn. Da d i d e
,
,
,
,
*) i d . 5 und 7. oder Bd. 29. S. I
,
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- 35.
-
111;ld
S. z;x
-
267.
t
27
3
Lhlitzbare Arbeit weit wcnigsr bekannt geworden ifi,
ah fie es verdiente, Ib verweile ich hier etwas bei ilir.
Hrn Biot’s Entihliing I& Iich aus der hifiorifchen
Einleitnng vervollliiindigen. Dadurch dab Hr. Biot
den magnetifchen Kern der Erde in den Mittelpunkt
des Erdkorpers fiellt, wird zwar die Rechniing abgei
kiirzt u n d die Vorfiellung fehr erleichtert, die Hypothere aber weit eingelchrankter als die Mayer’s u n d
Enlcr’s fiir welche Hr. Prof. MollmeiJe die Fornieln
entwickelt h a t ; u n d ware es nicht i n phyfikalilclien
Unterfucliungen manchnial vortheilhafter, in der Vergleicliung mit den Beobaclitangen zuerfi von der einfacliften Annahme auszngehn To wiirde die Annalirne
Biot’s fur die ErforCchunS der Natur des Erd-Magnetis8
mus viel minder brauchbar ale diefe viel allgemeinerc
r e p . Nimmt man aber einen excentrifclien magnetiMien Kern der Erde an, To iTt deITen Axe zugleich die
mapetifche Axe der Erde, folglicli diere eine Sehne
iind kein DurclimelTer der Erdkugcl iiiid die beiden
mngnatfchen Erdpole, i n denen lie die Erdoberfliiche
durclibhneidet liegen niclit einander diamctral entgegen, wie das in Hrn Biot’s Hj-pothefe der Fall ifi.
Zur Erleichternng der Rechnung beTchrankt Hr. Prof.
Mollweide die miiglichfie Allgemeinheit der Hypothel’e
Yon zwei magnetilcken Erdpolen daliin, daL er 84nimmt der Mittelpunkt des excentrilclien Magnetkerns bcfinde lich i n dem die magnotifclie Axe der Erde
halbirenden Punkte. Ifi diebe der Fall, fa larst Gch
immcr dnrcli den Mittelpiinkt dcr ErJe, und durcll
den Mittelpunkt do8 MaSnetkeriis einc Ebcno Ib 1cgen, dafs Ge bnkrecht aiif der magiic.tiL‘chcn Erdaxo
ifi, u n d der griilste Kreis ~JI welchern lie die Erdobar-
,
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c
28
1
, ;R der mngnetfche
Aeqmtor.
111 diefer Hypothele iR die Axe des mngnetifcchen A e p a t o r s , (das ih, die durch den Mittelpiinkt der Erde
auf jeneEbene Gnkrecht ftehende Linie), von der magnetifclien Erdaxe verfcliieden, i h r aber parallel, nnd
es liegen die Pole derfelben von den magnetifclicii Erdpolen gleich weit und nach einerlei Seite ZU entfernt.
Alle durch die niagnetifche Axe der l h d e gelegte Eblien d~irchfclineiden die OberflBche der Erdkugel i n
mngnetijicchen Meridianen ; nnter diefen iTt n u r ein
cinziger grarster Kreis der e r - e niagnetifche Mcrid i m , welclier zugleicli d h c h die Pole des magnetirclien Aequatoro gelit. Die magnetgchen Breiten
Ktezfie gehen dagegcn alle dnrch die Pole des magnotifchen Aeqnators, mid find grafste KreiCe, und der W i n kel, den fie mit dem erfien magnetifclien Meridiane machen, iTt die mngnetfcche Lange, welclier Bogen des
magnetifchen Aequators Zuni MaaIke dienen.
Im Sinne dieler Hypothere lofet nun die Abhandluiig des Hrii. Prof. Mollweide folgende Aufgaben anf:
ErJtens, menn die Lage der mapetifchen Axe der
Erde bekaniit ifi, die Lage der niagnelilchen Pole iind
des magnctifchen Aeqnators zii iinden. Uie einfachen
Formeln geben auf Mayer's Annalimen aIi&?\VCndet,
fiir den ma~iietifc1ic.n Nordpol 75" 38' Br. u n d 3280
17' 6fil. Lpnge von Ferro , und fur den niagnetifchen
Sfidpol 6 2 0 31' Br. iind 1 7 5 41'
~ iifil. L h g e . Jener liegt
alfo in der Baffinrbay, und diefer Cudlich vom weftlid i e n Thcile von Nen- Seeland; wovon Wilkc's Hehimrr\ungcn n n r bei clem Siidpdle alweiclwn, den er etw a s I'iidijfiliclier Ltzt. Des mngnet$Aen Aequnlors
Xeigung gcgen den ErdXqliator gebeii die Fornie111, ZU
flYche diirchblineidet
,
-
,
Folge Mayer's Annahmen, PO' 25' 40", u n d feine Knoten in 76" 10' nild 256" 10'6Ctl. Lange von Ferro +I. Auf
Wilbe's Neigiings - Karte i n den Abhandl. der Schwedifclien Akadeniie ill der magnetirche Aequator k e i u
gral$ter Kreis weicht vom Erdiiquator nardlich 190,
fudlich 1 4 i o ab, zind hat einen feiner Knoten i n 540
,
La11ge.
Es werden ferner folgende Aufsaben im GeiRe der
angenommenen Hypothere kurz u n d lichtvoll aufgelbl):
&eitens, wenn die Lage des magnetifchen Aequators
unJ des erRen magnetirehen Meridianti bekannt ill,
nus der geographifchen die magnetifclie Lange und
Breite, u n d umgekehrt, u n d den W i n k e l zil finden,
den der magnetifche Breitenkreis mit dem Meridiane
des Ortes macht.
Drittena. Aur der magnetilchen
Lgnge und Breite eines Ortes, die Grsfse des an8 dem
rnagnctifclien Mittelpiinkte nacli dem Orte ge~ogenen
mqpetil'clien Halbmeflers, und des Winkels, deli derfelbe mit der magnetifchen Axe maclit zii finden.
Piertens. Ans die'en beiden letztern Stucken, u n d
aus der Entfernung der beiden Pole des magnotifchen
Kerns von reinem Mittelpiinkte u n d dem Gefetze der
Totalkraft dieles magnetifchen Kerns, die Richtung
al1sznmitteln, welclie eine i n ihrern Schwerpumkte aufgehangeneMagnetnade1an einem gegebenenorte annimmt.
Endlich, zu finden aus dem W i n k e l dierer Richtung
b t dem magnetifchen Halbrneser dea Ortes, finftenr
die A'eigung der Magnetnadel ddelbfi, fecliJens die ALP-
-
,
-
,
-
*) Nach Hrn B i o t'r BeRimmung follte die Neigang Byn 10'581
56" irnd die L h g e der Knoten 79" , 5 7 4 55'' und 359O 57' 5511
6N. LPnpc von Ferro.
t:
30
I
Neichung der horizontal fchwebendcn Abweichung9iiadel, undjiebentena die Oerter, wo an der Oberflticlie
&r Erde die Neigiing goo ifi. Ihrer find zwei , beide
ill dem erfien mapetifchen Meridian; bei eineni excentrifclien Magnetkern giebt es aber auf der Erde keine
Keniizeiclieii i n AbIicht der Ncigiiiig oder der Abwei&iing, worauc man auf die Stelle der magnetifchen
Pole rcl~liefsen kiinnte ; nur wenn der Mittelpiinkt
&s Map&mis iiii Mittelpiinkte der Erde liegt, fielit
die Neigiingsnndel in den magnetifchen Polen 10threcht. Dars i n H r n Biot's Hypothefe die Tangentc der
Neiguiig nets das Doppelte ifi von der Tangente der
magnetifclien Breite, diere aufserordentlicll einfache
.Abl18ng;gkeit hatte fchon Hr. Prof. Mollweide aufgefiiIiden, iind machte darauf, als bei Hrn Biot fehlcnd,
nnfnlerkfam (Ann. 0.29. S. 29.1, elie als Hrn. ProfeITor
]iraft'e i n Petersburg (oben S. 1 1 1) Abhandlung erfchielien war 3.
D i e Befiiinniung der Abweichung ifi h i weitem
das Schwierigfie; doch fiihrt die Rechniing zu ciner
branchbaren wenn glcich l'eh zafanirnengelktzten
Formel fiir diefeelbe, yon welcher der Verf. melirere
Anwendungen, insbefondere auch znf die Hrpotliefen
Eider's, Mayer's u n d Biot's gemacht hat. Niinmt die
Totalkraft des excentrifchen Magnetkerns bei zunehinender Entferniing in dem umgekehrten einfachen
Verhtlltnifle der Entfernungen ab, wie Euler e9 fich
daclite, To Siebt an jedem Orto der Erde, der Kreis,
der durcli iliii iiiid die beiden Stellen gelit , wo die In-
,
,
*) Daf.. dort die Jahrszahl 1809 ein Driickfehler Ratt 1804 iA,
allr aus dsr Aomerhung von felbfi in die Augen.
G,,
1:
31
1
clination goo ifi, die Richtung der Abweichungsnadef;
welches cine fkhr nette Eigenlchaft wrre, f a d e die
Hypotliel'e in der Natur Stntt. Bei eineni centralen
Magnetkern find die mapctifclien Rreitenkreife rind
die niaSnetil'chen Meridione ein zind daKelbe, iind geben an jedem Orte die liiclitiing der AbweichungsNadel; khan Eider zeigte inders 1757, dafs die Beobachtungen d i e h i &lit giinfiig zn feyn bheinen.
,,Auf dem magnetirchen Aepntor Llhli ;I)die Befiimmnng der magnetiiclien Abweicliung von dein Gelktze der Kraft des Magnetkerns in der Erde ganz iiiit
abhangig. Kennt man daher aus Neigungs Beobachtungen die Lage des magnetirchen Aeqnators fo I d e n
fich nus z w e i nu. dernfelben nnEeJtellten Berhachtung e n deer m n g n e t < ~ i i a nA6weicltung, alle ziir Kenntdes magnetilclien Zuftandes der Erde ( i n der Hypothere eines Magnetkerns erforderliche Grol'sen befimmen." Und hierzu zeist Hr. Prof. Mollweide noch
einen zweiten W e g als den einfachfien der genommen werden kann, wenn man eo nicht in leiner GeWalt hat, Beobachtiangen anznfiel!cn wo man will;
eiii W e g , der zugleicll eill fehr giites Priiftingsmittel
abgiebt, ob iiberliaiipt eine folche Hypothelb VOII cinem
Magnetkern, wie der hier entwickelten Theorie Euler'e
n n d Mayer's ziim Gr~uide'liegt,ziikiflig ih oder nicht.
Denn ifi fie es, Ib miilTen (voraussefetzt, d a b die Lase
des magnetifchen Aeqnators zuverliilfig bekannf ley) :
die Rehltnte genau iibereinhimmen welche fic11 ails
Vcrbindiing je zweier Oerter, wo Neigung und Abwei
cliiuig bekannt find, ergeben. Und diefcUntcrf~~chlulg
unternelimen 211 w-ollen iini die l\eCultata derlelelbea
-
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i
s
2
1
.
,
den Naturforfcherii vorzulegen erkhrte fich Hr. Prof.
Mollweide am Ende reines Anffatzes bereit.
3.
Urn liierin dieftxll gelehrten und fcharffinnigen
Matheynatiker zu Hiilfe zit kommen, nnd ail meinem
Theil, zur gliicklichen Ausfiihruns cines fiir die Naturkunde und die pliyfikalildie Kcnntnib iinlers Erdkarpers lo wichtigen GcSenRand nacli Krhften mitzuwirken, lchritt icli unC;&umt an die Ausfiilirnng einee Vorfatzes, den icli I'clion vor liiiigerer Zeit gefal'st
hatte. Ntimlich, die bis dahin nocli gYnzlich unbenutzten u n d fan lo gut a h unbekannten EeobachtunBen rnagnetifclier Abweichungen u n d Neigungen, welche vorziiglich auf den neueren wiKenenCchaftliclien Entdeckungc-Reifen urn dioWelt,von,zuverltilgenSeobachtern u n d mit gepruften I n h u m e n t e n gemacht worden
waren, volfitindig und kritilcli ZLL lanimeln, und in
diefen Annalen der PhyGk znm Gebrauche mathomatilcher PhyEker nicder ZLI legen 9. N u r wer den Verluch gemacht hat, au8 clielen Bande - reichen W e r k e n
Sammlungen lolcher Art gewiflenhaft zu Stande 211
bringen, hat eine ricliiige Vorfiellung von dem Miih.)
ZufamrnanRellnngen bemerkenawerther magnetlfcher Reobachtungen in B. 27 J. 1807 St. 12. und in B. 29 S. 420 nicht zu
gedenkeii, eothfllt letzierer Band S. 227 des Etatsrathr Sc h ub a r t wichtige, auf einer Reire in Sibirien 1805 gemachte Abweichungs- und Nelgungs-Beobachtunget,, und S. 394 u. f. dea
IIrn G i 1 p i 118s DarRelluiig der Refultate aus feinen magnetifchen Beobachtungen von 1786 bis 1gc6 in den Zimmern der
klinigl. Societit zu London. und eine Ueberficht der Beobachtungeo C a f T i n i ' s und W i 1 k e's iiber die tilgliche und die
igklicbe Variatiun der Magnetnadel.
Gilb.
c
33 1
faamen
Zeitraubenden der Saclie. M i r wiirde Gs
noch dadurch erfchwert, dafs ich, i n der Furclit rneine
Lerer durch trockne VerzeichnilTe von Zahlen abzuf'clirecken, f'lichen xfiitfste diefen Ausziigen nodl irgend einen andern Reiz zii geben, nnd fie lesbar zu
machen. Ich habe ilinen dalier (mit Ausnahme von
Vancouver's Reifebericht kiirz aiisgezogen eingewebt,
alles pliyfikalil'ch Merkwiirdige welches icli bei genauem Durchlel'en diefer grafsern Reifebefclireibuiigen
€and, wo'es'iinter den] Naiitifchen, Ethnograpliifchen,
Naturgefchichtlichen u n d Hifiorifchen fo vereinzelt 211
h y n pflegt da@es bis dahin grtirstentheils nnbekannt
u n d nnbenutzt geblieben war; u n d icli lege auf diefe Arbeiten, die mir manchen Monat angefir&ngten Fleifws gekofietethaben, einigenwerth, da ich beimDiirclibltittern
derf'ebn nocli jetzt mit ilinen nicht iinziiGieden bin.
Noch in demfelben Jahrgange erfchienen von mir
ausgezogen : Abweichungen wnd Neigunged der Magnetnadel, beobachtet von dern Kapitan V a n c o 11v e r
auf Ieiner Entdeckungereife- in dem niirdlicfien 7heile
des fiillen Meeres u n d rund urn die Erde in deli JJ.
1791 bia 17$" (Ann. 1808 St. 9, B. 30 S. 7 2 bis go)*),
,
,
,
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,,
,,
,,
,,
'
),'
In der Binleitung heifst es im Wefentlichen: ,,Ich ertiffne
hiermit eine Sammlung der lieuern Beobachtungen iiber die
magnetifc'ehe Abweichung und Neigung, welche es meine Abficht ill, den Phyfikern allmHhlig in diden Annalen mitzutheilea. Ich
Ubergebe damit den cbathernatifchen Phyfikern,
die ihre Krilfte an der dunkeln Leke vom Erdmagnetismur
verhchen wollen , aurgerucbte Erfahrungen , welche er ihnen
Und w a r bin
MUbe machen wUrde zuhmmen zu bringen.
.. .
ich darauf bedncht gewefen, dafr dicka auf eine Art gefchohe,
C
Annrl. d. Phyfik. R. 70. St, 1. J. a8aa, St, 1.
I: 34 1
-
und ,,angeftellt auf der Reif4 zur Wieder Auffin,,dung L a Perode’s unter dem General a’ E n t r e c a, , f i e a u x in den JJ. 1791 bis 1794, niit einer Apwalil
,,pliy6kalifCher Benierkungen aus denen des Hrn L ab i ll a r d i h r e, ausgezogen voii Gilbert ‘‘ (€5. 30 s.
~
161 bis 219). Diere letzteren Bemerkungen, welclie
von vielern IntcreITe find, i n einer a d e r n tochni[,.hen und naturwilTenrcLaftliclieii Zeidchrift oline
lneinen Namcn, all0 alu riihrteii lie yon dem H e r u s geber derfelbeli her, wieder zu finden, war fiir jemand,
der fich dazu hergeben wollte Aiidern vorzuarbeiten,
nicht fehr aufmuiiternd. Die Auswalil u n d die Gehalt dierer Ansziige geh6rte m i r ; ich legte einigen
W e r t h auf lie; 3fi das aller von miihfwien Arbeiteii
Glclier Art zu erwartende Dank, fie fich geradezu
genommen zu relien, wer 611 da Lult behaltep fich
iliiien zu unterzieheii ? Ee folgten ferner : Abweicliungen. und Neigungen der Masnetnadel beobacli,,tet auf der Reire L a P e y r o u f e ’ o u m die Erde in
,,den Jahren
bis 1788, ausgez. von Gilbert, mit
einer Auswalil pliyfikalifcher Bemerkungen‘c (Band 32
5. 77 bis 1 2 3 1; und zuletzt ,,Alweich. und Neig. dcr
,,Magnetnadel betraclitet anf C o o k ’s dritter Entdek2) kungs-Reire in den Jahrcn 1776 bis 1780, und Auswabl phy6kaliCclier Bemerkungen ausgezogen aua
,,
,,
,,
,
,,
,
dds lie felbff den Grad dsr ZnverlYlIigkeit und der Braucbbarkeit dcr einselnen Beobachbngen beurtheilen LSnaen; w a s ,
dar bsi den mir bekwnnten trbellarifchcn ZufamrnenRelliingen
det Beobrchhrngen diefer Art vermitt w i d , obgleich er eine
Haupthehe fiir den ausmacht , der von diefen Zahlenangaben
, n h findet lier alle aus VanGebrauch machen will.
C Q U V ~ C ’ E Reifeberickt ctc. (‘
..
c
35 1
Sdem Reilebericlite von Gilbert." (Band 35 S. 206 bis
268 oder Jahrg. 1810 St. 6.)
ZunachR Iollten n u n einige Auflitze Fiir nnd W i der die Brauchbarkeit magnetifcher auf Schiffen angefiellter Beobac'litnngen folgen, die icli kurz ausgezogen hatte, nnd eine kritifclie Auswalil aus den von
Kapittrn P h i p p s auf feiner Heife i n das Eismeer
und nach Spitzbergen gemachten magnetifchen Beobachfungen. 1)iefe venvickelten mich indeb in
weitlUiiftigere Ersrterungen iind da inzwifchen d i e
fchiinen Ulrtcrfucliiiiigen des Kapittiii F 1i n d e r s
iiber den erfiern Gegenfiand in das Publikiim kamen, zu denen ich das Original mir ilamals nicht verfcliaffen konnte, hielt icli diefe Atisziige zuriick , und
gab endlich , iiberzeugt dars Sammlnngen diefer Art
felten Dank erwerben ( eher ISillTchweigend oder
als felbfi gemachte benutzt werden), die miillfame
Azbeit auf. Uebrigens war ich bei ihnen meiner Ueberzeiigung gefolgt, dab Sammlungen diefer Art ledigIich aiif das. ZufammenRellen der Beobachtungen z u
berclirtinken uiid Eriirterungen in wie weibfie den
Tlieorien ilea Erd Magnetismus entfprechen oiler
niclit, u n d war daraus folgte, eignen Arbeiten vorzubehalten Gnd. In diefen aber glaubte ich auf keine Art
H r n Prof, Mollwcide vorgreifen zu m a e n , der die
Theoriei des Erd- Magnetismus mit Scharfinn zu beliandeln angefangen, und die Abficht in ebon dem
GeiRe fortfahren zu wollen erklstrt hatte. Rufe verfetzten uns irn J. 1811 beide nach Leipzig; Hr. Prof
Mollweide iibernahm hier die Vollendung des Klugelfchen matherpatifchen Worterbuchs u n d dadurch
ver4indert die yon mir bereit8 zufmmen gebraclitan
C a
,
,
,
-
,
,
I:
36
3
Materialien d a m zu benutzen, dio Tlieorie des Erd -,
Magiietism1is weiter z ~ fiihren,
i
fand ein anderer Mathemntiker Gelegenllcit ihni liieriii ziivor zu eilen ").
,
4.
,
I C I l nieinc I-Ern H a n f i e c n I'rofelror der angewandten Mathematik an der ncr1 Sefiifteten Norwegilclieii Univehitat zu ~1irifiiaiii.i. fis war voil ilim ini
Jalir 1817 eine lliiikiiidliclic Aiikiindigung bekannt
yemacht wordeii, v o n Unterfuuchrsngen Uber den Magr1etismu.s der Erde i n m i i n Ilauptabfchnitten "*).
J. 1819 crlcliien das W e r k in eiiier von dem LandI,aJetten-Lel~rer 1'. T r e f c l i o w H a n f o n gemacliteii
deiitlclien UeLerhznng in eineiii Qiiartbande von
502 und 148 S., init eiiieni Atlall;: von 7 Karten, i n fo
fern vollkiiudig nls voli den iiciiii [angekiindigtcn AbI'chnitteii niir der eiiizige dcni Nordlichte beltinmite
felilt. Auf derii Titel fielit : Etjie r Theil; die mechaIlijiAen Etjc.heitiungen des Magiieten. Diefe find
darin :,lo fern fie fich diircli Alweic/iun,g, Neiqung
~ u l dKraft iibcr dcr Sanzen Erde zind i n vcrfchiedenen
Zciten &leii, iiacli deli BeobaclitimSen dargefiellt, iind
auf diefcii ifi cine i ~ e n e T h c o r i c , n a cdcr
~ ~Ge Gcli bereclinen
,
,
,
*) Die Bcrntihungen des Hrn Prof. S t g i n h u fc r urn die Lehrr
von dem Erdmagnetisnius fetze ich bier niollt auseinauder, da
er diefes felblt umfihdlich in diefen Annalen Jahrg. 1810 St.
7 u. 8 ( B . 65 S. 266 f. u. 409) gethaii, uiid darin feine Meinung ,eineo planetarircbeii Magnetkerns der Erde zu rcchtfertigen gefucht hat. Hierhin und auf El. 67 S. 100 verweire ich
den Lefer, und e~fuchei h i diefe Citate dem oben arif S. 9 befindlichen beizufiigei~.
**) Sielie diefe Annnl. L1, 67 S. 5 1 3 .
I
57
1
,
laflen ; gcbant. Verkaiift wird diefer erfie zu CIirifiiania gedruckte Tlieil, fiir 13 Rthl. 8 gr. Druck,
Sticll der Karten, niclit miiider die Ucberfctziing find
zu lobeis Daiikbar riilinit der Verf i n der Zueigiiiing
die Unterfiiitziing des Kiinigs von Schweden be; der
Herausgabe des .Werks. Der zweite noch nicht erkhieneiie TILeit? ih ,,den Licht - Er$cc/&nungen der
%rdmngneten" befiimmt. Hr. Hanliecn glaiibt ngmlicli darthun zu kanneii ?,dab das Nordlicht oder Polarlicht diirch vereinigtc Wirkitng der cntgpgengefetzten nlagnetifchcn Krtifte der f5rde eben fo, nls ein ganz
alinliclies Lichtplilnomen durch Vereinigte W i r k i i q
dcr entgegengefetzten electrifchen Krzfte, bewirkt werde 'I, wid er verrprichi die optifclien Erfclieinungen
des Nordlichts nacli den von ihmlin der mathematilclien Tlieorie des Magneten gegebenen Formeln, atis
den magiietihlien Zuriicltfiohngei der Erde zu erkltiren)(i welches jedocli To weitlatifig fey, dafs es einen eignen 'Eland erfordere.
Dafs Druck, Stofs, ZufainmenprelTen iuid Auadelincn ja felbfi blofse Hcruliriing
(fcigt cr Iiinzu iniiere VcrHiidernngcn der BZntcric hervoriwfeii, ifi IattTam bckannt ; vielleicht dafs Gcli s a t
die allpmeine Anzieliung iiicht blos darauf befcllr8nkt ;
~ e w e g u n g c i izu eizeugen rondern ziigleicii von u i i dern dynarnirchen W i r k u n g e n hegleitet wird !('
IIerr HanReen giebt i n der Vorrede als ziifdlige VeranlaKiiiig zu dieren Unterhicliu~igen die Ueberrafcliiing an, welclie er geliabt liabc PIS
cr,
i i i i Aiifniigo des Jalire; 1807, eine voii der kosinop p h i l c l i e n Gef~llTcl1aft z a Upfala verfertigten Erak q e l von 2 FuTs Dnrchmell'er genan beobaclltet u n d daraiif am Siidpole cine I;in",iclie clliylilLlie
,
:,
,
,,
,I
,
,
I
1
58
,
Figur mit der Infchrift : Regio polarir magnettea
gefiindeii habe. Der eine Brennpunkt diebr Ellipre
befarid Ech bei Van-Diemens-Land, und war mit regio
fortior, der aiidere beim Feuerlande und war mit regio debilior bezeichnet. Auf der Infchrift der Erdkugel war bemerkt : es fey diefe magnetifche Polarregion
von W i l ke entdeckt wordcn, zu Folge der Beobachtiinsen der Kapitiine C o o k und F o 11r n e BU x *). Hr.
I-IanReen verbchert, dieles b y ihm ebeii To lieu als
nierkwiirdig gewefen ; denn habe er auch die Erde fiete
fiir einen Magneten Belidten, lo hale er doch nicht
Sewulst, dab es von irgend jemand verfucht worden
ley die Lage der mapetilchen Polarregionen zii befiimmen; ,,denn H a l l e y ' e Angaben leeyen ihm imiiier als die abentheiierlichlien Hypotheren vorgefiellt
,
*) Das heiht auf Cook-P zwelter Entdeckungs- Relfe von 1772
bis 1775 in d i e nach dem Slidpol zu liegenden Gewtlffer, auf
welcher ihn die beiden ForRer und die ARronomen Wallis u n d
Bayly begleiteten. Der Fcharflinnigen PhyCkers Wilke Verfuch
einer magnetifchen Neigungs Karte ill frUher , ntmlich im
J. 1768, in den Schriften der Schwedifchen Akademie der Wiffenfchaften deren Mitglied er war, errchienen, doch findet
, , M e h e Neigungs-Karte
fich darin Fchon folgmde Stella:
crfordcrt notlrwendig elnen magnetifchen Pol urn odor Uber d c r
Bafjimubay. welches atif siner Erdkugel noch beffer in die
Augen Mlt. Die Neigungen nehmen nach diefer Seite zu.
und die Abweichungen lenken fich alle dahiu
Dafs iich
aber noch ein anderer n6rdlicher: Magnetpol finde , das iR
fchwer zu b e w d e n . Die Neigungen geben keine S p u r davon,
n n d die Abweicliungen feelbit kiinnen ohne ihn erkliirt werden,
zumal da ein folcher Magnetpol in der Erdflgche nicht PISein
~ weit
einziger Punkt anzufehen iR, fondern wie U t W I I J , d n /;ch
erfirackt, iind wo alle Nadeln ffarka Wirkang empfindea.
-
..
.. .
c
59 3
worden" '1. Nachdcm er fich aus den bei Cook'e
Umfegelung dee Siidpols angefielltea Beobachtungen
v o ~ der
i Richtigkeit dcr fiidlichen Polarregion Wilke's
6berzengt hu haben glaubte, fey in ihm der WnnCch
erwacht , nun auch die nbrdliche megnetifche Polarre&on anfmflnden "'9, und er habe !AU dem Ente zu den
berichten der Seefahrer feine Zdlucht nehmen mtdfen, urn dam Beobachtungen zu finden.
j,Deshdb durchfuchte ich; frhrt er fort, alle
Seereifen, die nur die kiinigl. ibliothek zii Kopenhagen enthdt , nnd nndre Mer &, welche magnetifihe
Beobachtungen verfprachen **I, und war endlich lo
gliicklich ruf einige Beobachtntlgen in der Huaronsbry
zn Rolsen , mittelfi deren die Lage des Nordamerikanifchen Magnet1>iuilitsbefiimmt wurde. Nun galt es
blos den andern Brcnnpurikt der niirdlicheh Polarre-
s
W a s die Jiidliclien Pole betrim, fo lBfst fich davou nichta ZIIverlBfiges fchliefse;, weil man auf felbiger b i t e fo wenig Beobachtungen hat. .#'
Diefen Mange1 fand Willie ein Jalrrzchend fpPter auf Cook's erwlhnter Reife erglnzt.
.
') Und doth war fchon feit 1768 in Wilke's ernPhntem Verfuche
zu lefen ,,von Halley's finnreicher Hypotliefe, dafs die Erde
,,die unbewcglichen Pole iu ihrer Rinde, die beweglichen aber
,,in einem innern freien Magnetkerne babe."
**) Dafs rine folshe fich auf dam Upfaler Clobiii in der Baffinsbay nicht 'befunden haben follte, iR nach der oben aus Wilke'r
Verfuch ausgezogenen Stelle kaum zu glauben; lie oder der
dort nach Wilke'i ~efiimmungangegebene magnetifclie Pol,
war wohl nur yon dem ErzBhler iiberfehen worden.
***) Und d a m geharten unnreitig, nach dem w a s ich untor
angefihrt habe, ganz vortiiglich diefe Aonalen.
( j)
c
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3
gioii auszuniitteln ; denn dab es einen l'olchen irgend\vo in Sibirien oder i m Gbiribhen Eismeere gebe,
zeiste fc'chon die Analogie der Iiidliche~iKugel, wie
aucli der Umfiand, dare die Abweicliuns am weirsen
Meere verl'chwindet wodurch man ZLI dem SchluCI'e verleitet wird, dal's irgendwo nach ORen eine Kraft liegen iiadTe, welche an dielem Orte dic Magnetnadel
gegen den Meridian bringt. Endlicli I'ielb ich, nacli
zmeij~hrigeni vergeblichcn Suclieii iu Bod. afiron.
Jalirb. fur 1809 aiif Etaterath Schubert's Beobaclitung e 5 a d eincr KeXe darch Sibirien i m J. 1805, u n d
ctwas l'piiter auf Ilinliclie, welche i n Sibirien i n den
Jghren 1768 und 1769 auf Anlak desVoriiberganSs der
Venus vor der Sonne maren angefiellt worden. Mittelfi ilirer wnrde die Lase des Sibirilchen Magnetpunktes tefiimmt. I' DaIb der f i i 4 e r c dieler beiden Maglletpiiin kte der regio fortior bei Van - Diernens - Land,
u n d der Ccllwachere der regio de6ilior Wilke's beim
Feuerlande fall dianietral entSegengcl'etzt war, und dal's
man u m die 1:rl'clieiniingen cu erklrrcn, eine verlcliiedelle Bcwegung ilillen beilegen innl'ste niithigte Hrn
IIanficen, \vie cr h g t , Wilke's Vorfiellung von
zwci z i i l h r i i ~ i i e n l i ~ ~ i ~ c n d mapetil'clicn
eii
Polar -Regioiieii aufziisebeii indein GcL Alles eben lo leiclit
durcli zwci von einandcr gel'onclerte magnetilche Liiiien oder Axen erkliiren liers. Uiid I I L I I ~erfi habe er
walirgenommen d a 6 diele vier Magnetpmkte n i c l i ~
I'elir verlcliiedeii VOII Halley's vier niagnetil'chen Polen
der Erde I ~ g e i l ,iiur dal's Halley ' licli in der Befiinii1111x1gdes Sibii.il'chen Nordpols und in der Hypotlielk
von dcr Bewegiiiig clcr Axen geirrt llabe, da ilini
:tit beidcii Iiin1,it;liclie Data maupltcn.
Halley baLo
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I
alfo euerJt dae W a h r e , u n d dell'en lo vie1 gef~indcn,
,,
als feine Zeit gcRaitete.
Ein ganzes Jahrliundert
forgfdtiger Beobaclitungen mit verbcflerten Lilirunienten u n d Methoden, ruft Hr. Harrfieeii aus? iR leitdem
dazu gekommen, u n d hohe Zeit ifi es dals nian diefen Stoff znr Auffuhrnng eines vollfialidigeren u n d feReken Gebtiudes benntze. Dais diefes niqlit bereits geI'chelien ifi, lath Gch wohl nicht anders als ms der
alfilrecienden Schwierigkeit erklgren aus lo verfcliiedeneii Schriften Beobachtungen 211 lamn~eln. Desw'egen 'glaube ich eine niitzliche Arbeit gethan zu Iiaben, dafs icli im Anhrnge den Mathematikern das air
eineni Orte iiberliefere, was icli mi.! g t o j e r Miihe a i l
vcrfcliiedeiien gelammelt habe."
Nocli fiigt IIr. Hanfieen z u dem, was er von der
lhtfieliung leinee W o r k s angiebt die Notiz bei ? dafs
die kanigl. Danilclie Akadeniie der Will'enlchaften in1
.lalir 1811 die h e i s Frage anfgegebeii liabe: Ob mail
gcnothigt ley, nm diu magnetilclicn Brfchcinungen der
f :rdc zii erkliiren mehrere Magnetasen in ihr anzunchmon oder ob Eine dazn ausreichc ? Er habe darn i t f dem Secrettir der Akadomie die lkclis erfien Hauptiiiicke leines Werks welche dainals ausgearleitet waren, iibergeben, mid es ley i h m yo11 der GcCollI'cliaft der
Preis ziierkannt worden, obfclion die Arbeit nacli ilirem damaligen Unifange niclit allell lledingungeli der
Aiifgabe tntlprochen liabe. Die iibrigeri UnterlucliunSen find e r a nachher aiisgearboitet worden.
Diefer umfiBndliclien Erztililung zn Folge \wren
ilfo irn Anfange des Jalires 1807 Herrn IIanfieeii die
'Tlieorien des Erd-Mngnetismus nocli unbekannt nnd
C r l t iiacli zwci J A r e i i vergeblichel; Suchens, all0 iiii
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3
J. 1809, fii& cr auf Hrii Etatsrath Schubert'e fibinklie Beobachtringen, welche feine Hypothe& von vier
Magnetpolen vorziiglich zur Reife brachten. Sie fiehen
3n Bode's ahonomifchen Jahrbuche auf das Jahr 1809.
Dielee Jahrbucli ifi aber nicht erfi im J. 1809, fonderii
fchon wie artronomilche Ephemeriden immer pflegen, if Jahre frulier ale das Jahr, fur welclies es geliiiret, und alfo im Jahr 18007, erl'cliienen. Dars Hr.
Hanfieen nngeachtet feines emligen Suchene nach Beobachtnngeii au8 jonem Lande doc11 hide Gbirilcllen
Beobachtungeii elier nicht kennen gelernt hat de
nachdem icli fie i n diefe Annalen Jahrg. 1808 St. 8
(B. 29 S. 217) eingeriickt hatte, uiid iiachdem lie im
Sach- nnd Kamen Regifter in St. 1 2 d i e h Jahrganp,
iiiiter der 5 Seiteii einnehmenden Rubrik : Illapet i s m u s deer Erde, unter der Sammlung der neuefien
Beobachtuugen iiber Abweichung und Neigung erfchienen waren, diefee war mir auffallend, und fiihrte m i d i auf den Gedanken, er liabe wahrfclieinlicli ilire
BekaniitCchaft zunachfi aus meinen Annalen, und nicht
a114 Bode's Epliemeridcn Semaclit. Diere Annalen werden
in d ~ r T l l avoii
t H r n HanReen in den errten Hauptfiiickeii
I l ~ ~ fangefulirt,
ig
bei den Arbeiten der HH. von Humboldt Biot und Gay- LnfTac mid des Hrii Gilpin im~ n e r ,wclche er danials niir aue ilincn kannte (e. B. aiif
S.;j, Jalirg.1808 St. 5; auf S.63, JalirS. 1808 St.4; ailf
S. 17 :,cine MonSe einzelner Beobachtringen i n Gilbert's
Aiiiialeii'L c k . 1. Mit diefem letztern Stiicke h6rt jedic Erwglinung derl'elben in diefcm W e r k e gtiuzlicli a u f , To dafs I ~ e f c rdelfelben, die es niclit LefTer
\vilTen, glaiiben miiKeii, meine Annalen reicliten niclit
,
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3
iiber diefen Zeitpunkt hinauo, und wttren mit dem qp
wiiimtenStiicIce eingegangen.
Sonderbarer Weire beginnt aber gorade Herrn
M o 11w e i d e ’s Theorie der Abweichung und Neiguns der Magnetnadel’ ( 2 ) i n dem Stiicke, welcheo
auf diefem folgte (Jahrgang 1008 St. 5 und 7), und
mezne &mmlungan mapetifcher Abweichungen und
Neigungen aus den neuefien will‘enfchaftlichen Entdeckungs - Reifen, iinternmnien iiin den mathematifchen PliyGkern nnbenutzte und zuverkflige Data ziir
Priifnng nnd Vollendnng der Theorieen des Erd-Magiietismus zu iibergeben, fangen an in St. g Jahrg. 1808
mit Vancouver’s Beobachtungen und gehen fort i n
St. 10 mit denen dEntrecalieanx’s, in Jalirs. 1809 St. 5
init denen La Perode’s, und i n Jahrg. 1810 St. 6 mit
denen COOPSaizf leiner dritten Reife. Alle diel‘e fiir
Hrn Hanfteen’s Zweck wichtigen Aufiriltze werden nie
uun iAm erwiihnt ungoachtet er lbnfi doch alles was
cr-benutzt hat, angiebt. Sollten diere Stiicke meiner Aniialen nie nach Kopenhagen gelangt feyn? Sollte Hr.
HanReen, ungeachtet er ,,auf der kiinigl.Bibliothek alle
Werke welche ‘magnetibhe Beobachtnngen verfphclien, durchblatterte 6‘, nnd in muinen Aniialen bie zu
Stuck 4, 1808 Ichon fo vieles gefiinden hatte, dafs feine
Unterfuchungen ohne lie kaum mSchten zu Stande gekommen feyn nie eins der folgenden Stiicke mehr z i ’~
Geficht bekommon und fie fich ZLI verfcliaffen weder
die Muhe gegeben noch vermocht haben? Letzteres
lnfst fich bei aller Bedrangnifs damaliger Zeit, Iiiclit
wohl denken. Kopenliagcn war fchoii im September 1807
von den Britten belagert und durch Brand vcrheert worden, und der Blokade-Zuf-d
in welchell fie im Mgrz
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la08 die Infel Seeland e r k b n hcmmte iiur Tehr wenig die litterarifche Verbindung mit Deiitchland. Kanfer kiinnen iiberdeni Zeitfchriften niclit wohl mitten im Jahrgange abbroclien welchc Lei Hemmiing
der Verb;ndung nachgeliefert werden ; wenisfiens konnen all0 die iibrigen Stiicke des Jalirg. 1808 auf der
k o r i i q l . Bibliothek nnd bci andern, welclie die Annalen
in Kopenliagen mit hielten nicht g9nzIich gefelilt
liaben, befonders niclit zu der Zeit als die voii der
dortigen koiiigl. Gefellfchaft der WiKenfcliaften anf
dns Jalir 1811 aufgegebenc Preisfrage iiber den E r d Magnetismus, H r n Hiinfieen die Veraiilalrung get;,.beii zu haben fcheint, die fedis erficn Hauptfiiiclic feines Werkcs auszuarbeiten. Diefe Preisfra~e l'elbfi trzgt wie cs mir Tcheint deutliclie Merkmale a n ficli, dafs die von m i r ziir Priifung und Verbefferllilg der Tlicorie des Erd-Magnetismus i n den Jahrgg.
1808 bis 1810 unternommene sanimlung magnetikher
Btobachtnngen aus den neueren wilrenf'cliaftlichen Seereifhi, den1 Secretlr der mathematirchen Klalre der
Akademie bekannt waren, a1s diel'e KlaITe die Preisfrage abfafste j a dafs verniuthlich d i d e Sammlnngeii zu
ilir die Vtranlalrung Scgeben haben *).
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*) Die Preisfrage findet ficli im Jahrg. 1 8 1 1 S t 4 dierer Annalen
S. 474, und begann
dort wie folgt: ,,Line getiaue Theorie
der Neigllllg und der Abweichang der Blagnetnadel, iR fowohl
Fir die niatliematifclie Geog:apliie als fur die Schiffabrtskunde
dem grorsteil IntereKe. Die kon. Gerellfchaft wiinfclrt und
hollt, dafs ihr mehr Gewifsheit und Vollkommenheit werde gegrben werden. wozu die neueren, von Altronornen und Seefahrern, namentlich von L e G e n t i l , C o o k , C h a b e r t ,
de la Peroufe, d'EntrecaReaux, Vancauver, Kruf e n i t e r n , v o n H u m b o l d t ued anilerii a n g d e l l t e BeobVOII
E
45
J
Gefetzt es habe Hr. Hanfieen die Arbcit des Hrn
Mollweide uiid die nieinige gekaniit er ley durcli fie
zu l'einen Unterfuchungen zii einer Zeit ansefeaert
worden, ale er 631 noch wenig i n d i e h Materien umgefehen hatte, un% fie hgtten i h n den W e g gezeigt urn
zu den Materialien uiid der Theorie zu gelangen iuid
ihm in beiden Buzieliungcn manches Brauclibare gegeben, To wiirde ihm gewirs nichts an Riilim entgangen
r e p , wenii er diefes erwShnt, u n b wenn er ausdriicklich gefagt hHtte, dal's er in unrere Beniiihuiigcii iini
die Lehre von dem Erd-Magnetismus eingegangcn ley,
und uiiter Benutzung der unlrigen die Arbeit ral'clier
auf Teine Weilk vollfiihrt Iiabc. Grinzliches Ucbergeh e n hat einen Anfcllcin voii GefliTCenhcit, iiiid fiilirt
leicht aiif dcii Gedaiikan von abficlitlicliem Schweigeii.
Hr. Hanfieeii legt Telbfi auf d a s , ,,was er mit grol'ser
Miilie aus lo verfchiedenen Schrifien an Beobaclitniigen germmelt liabe''9 alfo auf das, was icli iinternoinnieii hatte, und worin nieiiie Saniinliiiigen (die i i i i nier iiocli die zwcckm~Ligcrcii fey11 diirften) iliin
theils als Vorbild thcils als Hiilfsniittel gedient habell
kijniiten cinen lo hohen W e r t l i , dafs er es dcr ahfcl~recltendenSchwierigkeit diefes S a r n i n e h zurchrcibt,
dars wir nocli niclit za eiiiem vollrtindipxen Illlafehen Gebande iiber den ~rd-Magnelisniasgelangt find."
Er wird ee mir daher nicht verdenkeil wenn anch icli
,
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,,
,
wchtungen, auch die Beobachtungen der Diincn in den von i l l nen hBufig durchfchifTten Meercn On iiiid WrR-Indiens, fih
ren zu konnen fcbeinen
.Ic
Dic Ahltaiidlnngen waren einzufcliicken vor Ende des Jahrer 1 x 1 1 dein Secretlr der Akadcmie, Etatrratli B u g g e , Prof, der Anronomic und Nariicmti!?.
..
-
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1
niicll der vielen Miihe erinnernd , die lie iilir gemacllt
]laben, daraizf Wertli lege dab ich der erfie gewefen
bin, der dieIe bis daliin fo gut ale ungenutzte Qaelle
den Phyfikerrl ohne befchwerliche Arbeit sug~nglicli
gemacht hat, und dafs ich Ge hier $1 das Gedachtnib
zariick rufe "). We, mit reinemEifer der Wiffenlchaft
dielit, und Gch der oft menig dankbaren Miihe andrrn
vorzuarbeiten iinterzieht liat diinkt mich ein Aecht,
vielleicht Elbft die Pflicht leein Bemuhen von denen
die es benutzen, iiicht ganz der VergeKenlieit iibergeben zii laITen; obichon diefeni SchickM nicht leicht
der Herausgeber eines Werlts wie dielk Anilden entgelit, und bald vielleicht, bei der rcifsend fclinellen
,
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,
,
*) Die Samml uiig magnetikher Abweichungen und Neigungen,
welche IIr. Hailfieen feeinen Uuterfuchungen alr Anhang beigefigt hat, ill zum Tlieil erR nach derfelben entilanden; diefes
beweif? unter anaern rein Rrief i n Aufl; I1 diefes StIicks, in
welchem aurdrUcklicli geragt wird , dafs er die Bsobrchtuiigci~
auf Cooks dritter Reire nicht aus dem .Originale gekanrit habe. Bei weitem d e r groljte Theil der Abweichungen iR a m
Bord der Schiffe beobaclitet worden, bedarf alro einer Correction wegen d e r Anziehung dea Eifens im Schiffe, zu der lich
jetzt dir Elemente nicht mehr mit Sicherheit, und felbR ungef i h r nnr mit uiiverhdtnifsmPfsig grofser Mtilre auffinden lafien,
Rehen alro den Beobachtungen auf den neuenen Seereifen, wo
man auf diefe Correction gdehen hat, an Brauchbarheit bedeutend nach. Nachweifungen iiber InRriimente , Beobachter Erld
Methoden und bei den am Lande angeRellten Beobachtungen
Uber'manches endere, was man zur Beortheilung derfelben
wiabn murs. fehlen ganz; indelj was davon iir den Reireberichten zu finden war, meinen Ausziigen Rats vollQHndjg eingefchalter in,
.
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1
,
Ausbreitiing der WilT'enfchaften kein Gelehrter m&r
anders al- durcb einen Gliicksfall entgehen \vird.
Icli honime iiach dieren Bemerkungen zu Bra
UanJeen's Unterfiuchungen zuriick muE mi& aber
liier mit Wenigem begniigen welches meinen Lelkrn
einen Blick iii leine HypotheL gewtlhrt, und in die
Art, wie er fie aus den Beobachtungen mit vielenl
Scharffinne , m d lo iklar als eine I;vcrwickeIte Sa,&
es zulufst abzuleiten und darzuthun verlucht Iiat.
In Gegendcn der Erde, wo licli bei geringer Verltndcriing der 1'ringe rchnelle Vertrnderung und Iiarke
Convergenz dcr magnet$hn Abweichung, und Zunahme der Keigniig und der niapetirchen Kraft findet, iIt nian uiiweit eines Magnetpols. Dieres iR der
Fall bei der Iludlonsbay (B ), unter Van Diemens
Land ( A ) , im libirifchen Eisnieere (.b) und beini
Eenerlande ( a ) . I'lir jede d i e k vier Gegendeii berechnete Hr. Haiiiicen aus je zwei an mehreren Oertern beobacliteteii .\l,weichungen die Stellen, wo die
diircll die Abweicl~iungs Nadeln gelegten VertikalEbenen, eiiiaiidrr ,111 der Oberflrclie der Erde durchfchneiden, z ~ n d n d ~ n idaraus fur jeden das Mittel.
Ulld indem er dieles fur mehrere mZiglichfi weit anseinonder licgeiide Zeittn that, fond er Perioden dcr
Bewegung derfelben, rtnd mit direr Hiilfe fur die Jahre
1775 ilnd 18co click v i ( r Convergenzpuiikto wie folgt:
,
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(S) A
(N) b
(S)
a
1
177s
19O
48'
UmlaufsLZnge von Ferro
Zeit
1775
1826 '
1823
2Cu 22'
278" 55'
276 36'
1 7 4 ~J.
8
153 46
35
140 6
46W
20 34
21
4 23
11 47
4 48
120
46
11 4 +
2j+
6
13%
pa4
I
860
13~4
1.
4s
1
ifi klar, Lthrt er fort, dafs dic beiden Punkte
B , A zti eiiier, des parkeretz, die heiden Pnnkte
b , a ZLI einer zweiteii, der Jclirvacl~eren Maq-netnxe
gel~iireii, welclte alro beide keine Di~rclinieflcr, I'ondern Sehiien der Erdkiigel find. Ilire h'ordpole bewegen hcli von Wefi iiach Ofi, ilire Sudpole von OR
Iiacli Wefi, aber cit laiiglimer, wie nian in der letztell Spalte fieht. Die Urlhcli diercr foiidcrbaren nnd
doc11 regelrnKCsigeii Bewegiuig I$, glanbt Hr. Hanfieen, mit jiielir Wahr~clieinlicl~kcit
aulserlialb als
iiinerhalb der Erde, in den magnctilclie~iKrrften nnd
Axen der Sonne iiiid des Moiides zu fiiclien, welche
die tagliche rnagnetiIiclie Fluth u n d Ebbe liervorbrin;en. Und da findet er dann, aiijl'allerider Weilk, dafs
die kleinfie Periode, i n welcher alle vier Magnetpunkt z cine p w X e Anzalil gamer LJiiilsnfe vollenden
~
j J a h~r e , ~ ,,dieo groke Magnet1)criode all'o dieh l b e ifi, a19 die PrBcelGoiis - Periode der Naclitgleiclieii." Hr. I-Tmfieen unternahm es n u n zu beweil'en,
d d s Gcli alle bialier bekannten magnetiMien Plisnoiiicne niittelli dicCer vicr Pole odcr zwei Magnetaxell
vollkoriiiiicii erk1;iren laKen , bemerkt aber S. 82 riiit
Rcclit, ,,diere Cefiimniung der Coiivergenz-l'i1ilk te, we]c I ~ ee r vor etwa zclin J i ~ l i r c i i ,01s er noch Neiilin~i n
der Matliematik p v e f e n b y , geiiiaclit habe, u l'eyen
grohen EinCpriicllen aiisgcletzt ; iind der griilste der
Iich gegcir Ge vorlriiigcn h L t , diirfte daller der I'eyn.
cl& licli ail9 ifinen alles geiiiigend erkl5iren lame, \vzrc
CI iefes anders Hrn I ~ , ~ n f i e egelungen.
ii
A l e r diete Convergenz -Piinkte find weder die
rrdrr'en Alognetpole, dae heifst dic E d e I l der M ~ ~ 1ieldXCn der h f c ; n o c h h i d fit. die Ste]]en, \yo die
,
,
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49 1
Magnetaxen die Oberfliiche der Erde durchfchiwihen
(Hrn Hanfieen'e jictise M q t z e i p o l e ) "1; eiiie Einliclit, zii der el: indels erfi +ter pelangte; iiocli mocllten fie fiberhaiipt in aller Strenge i n der Wirklichkeit
vorliaiiden, randern eine bloke matlietnatil&e Fictiou
kyn. ,,Hier ifi (heilat c9 S. 344.1 Jer I'cbierigfie
Knoten in der Unterliichiing. Von den Magnetaxen
der Erde ivin'en wir niclit vie1 mehr, als dafs ihrer
lwei find; ilire genane Lage, ihre Ltinge und ubrisen
Dimenlionen, nnd ilire Kraft-VerliBtltniKe find uns fall
gan5 unbekannt.
Niclit weniger a h eilfgrtilstentlieils uribekannte GroIsen liabcn Einflul's auf die Lage der Magnetnadel, uiid wie groh die W i r k u n g einer jedeii auf fie lky, ifi zii befiimmen beinahe unm6glicli. . . . Endlicli ergab Iich mir indefs eine Metliode, mittelfi welclier die fehlerhaften Elemente nach
und lo ein Mittel
und nacli verbeKert wurden,
~ e i l i g f i e n zii
s vcrluchen darznthun, dafs die dreicrlei
aiiagnetil'chen Errclieiniingen der Erde ficli zum minnalierungsweife dnrch die Annahmc zweier
magnetilclieu h e n erklgren laneen.
..
. :.
*) Hrn Prof. Mollreidc's Theorie der Abweichung und Neigung
wird z w i r in dem ganzen Werke nie erwiihnt, kllte aber reins
deutliche und hhdigeEntwickrlung dcr ganzen trigonometrifcben
Recbnung zur Auflofung der vorztiglicblten Aufgaben dicferThroTie, welohe Hrn HanReen, als lie erkhien, feiner vorigen
Aeufserung zu Folpe, woiil noch unbekannt war, wirklich gar
keinen Antheil an der Darfiellung d i e h r Theorie und der Formeln im 6ten HauptRiicke gehabt haben? Ich habe meinc
Griinde angegeben, warurn ich diefes berweifeln m8chto. Hm
Mollweide felbR kSmmt hieriiber das Urtbeil zu.
AIIIIII~.
d, Phyfik. 3.70. Sf' a. J. IOaa. St.
1,
D
I
50
1
Durch die zwar weitl~iiifigc, rber wit Kunfi g b
full1.t~annrhernde iind auofcliliefeende lieclinung, gelangt Hr. Hnnfieen allrndilig zii den Refultaten d d s
weder die IIypotllefe zweier excentrihher iinendlich
kleiner, no& zweier dern E r d -DurclirneKer gleiclier
M a g n e t w n , nodl iiberhaupt die Hypothefe von z x e i
linearen Magneten in der Erde, den magnetirclien
Erfclieinungeii a n der Erdoberflache geniigen ; inders
die Aiinalinie von swei excentriycfben cylindrqihen
azagneiaxen, welche dem dritten Theil oder der Halfte des Erd-DurchmeKers gleich find, und alIb nicht bio
ail die Erd Oberflitche reichen allen diefen Erfcheinungen zngleich b e k r entfpricht. Formeln fur dieCe
cylindrirclien Magnetaxen,
Berichtigung der Elemente diefer Hypothere, bis fie den jetzigen magnetiI'clien Z d h d der Erde vollkominen darfiellen 6' iind
Entrrtldelung wie diere Eleiiiente zu vertndern find,
urn dieren Znfiand, vie er ein Jahrhundert friiher war,
darzultellen
alles dae iiberld'st indefs Hr. Hanfieen
To dais wir docli iioch &lit
liiinftigen Forlclierri
vicl weiter als bis zur griindliclien Einficht unfers
Sic!it -WiCTcns gelanst waren, lelLlt i n dem E'alle,
wenn iiber die Anlialinie ewcier Magnetaxen i n der Erde njcht mehr gefiritten werderi kiiiintc. W i r habcn
gerehen, dai" Hr. Biot a m deli zuver1iil;iSen
Xeignngs - Bcoba~litungenurn dcn niagiieti~cllenAe(juator, ( freilich mit gtinzliclier V ~ r ~ ~ a c l l l n f Gder
g~~~g
ihm Srofsentlieils unbekannten magnetil'chen Beotncliil11lgel1
die vier Convergenzpunkte) eine vie1 eiiifac1m-c Iiypotlierc bewiden u n d fiir immer fefigeleltt
zu I i d e u filaizbt.
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I
Folgendc Frageen
I i i w kiwz ansgeeosenen Atitwortcn, beIchlieEsen Hrn I-Ianfieen's aclites Hauptfiiick,
welclies yon der titglichen Uewegung der Magtietnadel
Iiandelt, mit eben I'o vie1 Yleib imd ScliarfKnn 413 die
vorliergehenden anspparbeitet ilt, und nnter atidern
durch genaiie Bercchnunpi, d e n fiderifchen Ur+rullg
dieler t 8glichen Be weg iiii g zu re& t fcrligen verfl1;lc]lt.
Waruni reiclieii die Magnetaxen niclit Lis a11 die
Erdoberfhclie ? A ~ z t ~ f i:r tW e i l der innere Ker11 der
Erde eine Kiigd aus einern der drei magnetifclien Metalle ifi, deren DiirclimefTer & bis y$ von dt.111DurchmeRer der Erde betragt welcliem die bekannte mittlere Diclitigkeit der Erde 4,5 iiicht entgegen ffellt.
Wie wird die zweifaclie niagneIil'che Differenz im Innerlien der Erne erregt ? wie bllen v i r iins die Miiglic]ikeit der Bewegung der beiden M a p e t a x e n , nnd wa9
aleUrTacii derfelben denken ? Antwort: WalirCclicinIi~l~
erregen dic gegcnfettip Wecli~elwirknngenvon Sot,ne, Planeten und Trabanten aiif cinander in ilineii a]]en, wo die, Materie ee erlanbt, einen magnctifcllen
Gegenfatz n n d alCo maSneti1khe Axen ; in der Sonne
jeder Planet eine, fie fallen aber w e ~ e i idcr Scringen Neigung der PlanctenLalinen gegeii einander i n
Eine znl'animcn ; in dcr Erde, Sonnc 11nd Mond jecler
cine, die Sonne die Biirkere, der Moiid die fcliwiicliere Magnetaxe. ,,Die konifclie I 3 c ~ ~ ~ ader
n g Iiotationsaxen der Plancten urn die Pole der Ekliptik, iind
die rotireiidc Bewegnng der I'laneteii -Bahnen u m die
Aeqk1ator-Flat~Iieder Sonne, miicliten dann die VeriinJerLlng in der Lage dieler Magiletaxen erklgren, falls
( w a s etwas zwcifelliaft fclchcint dio p o k e Magnetperiode \virklicli dielelbe als nie~racel~oiisp~rioae
leyii Ibilte."
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5 L
3
Binnen der drei Jahre, welche k i t dem Errdieinen
yon H r n Hanfieen's W e r k und der von Hrti Biot entwikkelten Unterfuchung dcs H m Morlet verfloNen find, haben wir indefs in der Lehre yon dem M a p e t i s m u s W u n der erlebt. Dd's wir uns inzivirckn i n den Befit2 eines
niclit geahiieten neuen Prinzips zur Erkliirung der
magnetifclien W i r k u n g e n der Erde wiirden gdetzt 6lien, i n dem miiclitigen Magnetismus galvanifch eleetrilccller Striime, denen man Eitdern die gekmmten
rnagnetiCclien Erfcheinizngen der Erde geglaubt fiat
zufclireiben z u diirfcn, war auf keitie W e i r e vorlier
zit Iklieii, U l d fall cbeii fo wenig w a r es zu erwarten,
d d s wir in dieler kurzcn Zeit mit Scliatzen zuverliilliger 1:cobaclitnngen aiis rnelii*eren der Gegenden die
211 dun in:crc~antefien fiir den Erd -Ma~petisniitsSeliiireii, wiirdcii bereichert werden gcgen welche die
nielirlien der yon H r n Hanficcn benutzten zuriick fielien. Uefio grofier ill unfere Verpflichtung dieLen
Fmid jetzt crnfig ziz benuizen, und dem Aufrufe ziz
cntlprechen, welclier diefen Aiiflaiz wie Hrn Hanfieen'e
Vorredc belclilielsen mag:
77 Enropas Matheniatiker, lirifst es dort haben reit
Kcppler's mid New ton's Zeiten fiitnmtlich die Augen
gen Himmel gekelirt, n n i die I'lanete~~
in iliren feinfien Bewegungen nnd gegenfeitigen Stiirangen zu verfololgen. Es ware zu wiiiirifcfien d a 6 fie gegenwartig
den Blick lriiiab in d e n Mittelpunkt dcr Erde Cenken
niBchten j dcnn ancli alIil,i fitid Merk\i iirdigkeiten 211
fcllazt.cn. T:s lpricllt die llrdc mittelfi der fi'tnmmen
Spraclie der R l ; l y ~ c i i ~ a d edie
l
Bcwegangcn i n ihrem
Iiznern a m , 1ind verfihnderi wir dcs I'olarlichts Flammenfclii~iftrcclit zu dcuten, Co 11 iirde fie fiir iin6 niclit
-
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teoroloSie niit dcm Polarlichte, folglic!~rnit d c n ningiietifchen Kriiften, fprinl;t in die Augen T j ; cLen To
nierkwiidig ifi die G1e;clihcit zwifchen fii:mboltl~'s
ifoilierrnifclien Linieii i i ! ~ d den niagiirtil'clirii hcigiing&nien. W e r liat nocli die Kdte Sibiricns, Gronlands iind des peuorlandcs LLI erklgren verniocht? wer
die I'onderbsren VcrXnderiingen der Polar Climate,
odor Cook's Bernerkun~~en
iiber die verrcliiedenen A bh n d e der fellen Eisflsclien vorn Siidpole, im ltillcii
Meere u n d in dem Atlantifclien? Vielleiclit miic!ito
ein tieferee Studinni der magnetifchen Krvfte der Erde, iiber diere diinkeln Gegenfiand&das gehorige Lidit
verbreiten". .
Es bedarf indefs, fclieint es mir, kcines frerndartjgcii
Reizes, uni die SncIic deli Phyfikcrn a n das Herz zu
Forlegen ; alle relien Hrn HaiiReen's mcltl~eniati~clien
fcliunSen iiber das Nordliclit in dcin zwciteii Theile
feiiies Werks, mit BcSierde und vieler Erwartung entgegen, nnd wiinfchen nur, dafs fie bald n i i i p . i n dcri
Stand gefetzt werden lie zii benutzen.
Anf Line Abweichnngs - und Neigungs Karten,
welche einen bedeutenden Tlieil der ganzen Arbeit
ailsmaclien werde ich i n einem der kiinftigen Hefte
meiner Annalen znriick kctinmen.
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Gilbert.
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die, betreffend, erd, aufsatz, notizen, den, dem, magnetism, theorie, vorstehenden, des, einigen, nachtrge, historischer
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