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Einige neue Erscheinungen welche durch Radiumbromid auf der photographischen Platte veranlat werden.

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8. X i n i y e meue E r s c J & e h u n y e n ,
welciie d u r c h Radiumztwom&? nwf d e r photopnphischen Platte veranlafit werderz;
v o n Josef Petri.
Vor kurzer Zeit stellte ich Versuche mit Radium an,
deren Resultate mir interessant genug erscheinen, um sie allgemein bekannt zu geben.
Drei Munzen: ein Funfzigpfennigstuck, ein Fiinfpfennigstuck und ein Einpfennigstuck lagen dicht aneinander, jedoch
ohne sich zu beruhren, auf einer photographischen Platte;
letztere war eine doppelt dick gegossene Schleu6nerplatte in
Einzelpackung, welche bekanntlich von vorziiglicher Empfindlichkeit ist. Vier Stahlmagnete, deren unterster ca. Ill2 cm
von der nachsten Miinze entfernt war, wurden mit den Nordpolen aufeinander gelegt und zwar so, da6 der auf einem
Magnetstab aufliegende zweite Magnet gegen den ersten urn
ca. 2 mm nach den Munzen hin verschoben war und so fort,
so da6 die vier Magnete umgekehrt treppenformig aufeinander
lagen. Dicht am Rande des obersten Magneten befand sich
eine Kapsel mit 10 mg Radiumbromid, mit den BuBersten
Randern auf zwei Querbrettchen, die einen breiten Spalt
bildeten, aufliegend. Die Entfernung der strahlenden Substanz
von den Miinzen betrug ca. 311, cm.
Nach einer Expositionszeit von einer Stunde wurde die
photographische Platte entwickelt und lieferte das Bild, welches
Fig. 1 darstellt. Dasselbe zeigt besondere Erscheinungen, welche
bei Bestrahlungen von Munzen u. a. durch Radiumbromid noch
nicht beobachtet worden sind: an dem Magnetende ist an der
Stelle, welche dem Silberstuck am nachsten lag, ein dunkle
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J. Petri.
Spitze sichtbar, von der Nickel- zur Kupfermunze hat sich
eine Brucke gebildet, und an den sich am nachsten befindlichen Stellen der Silber- und Kupferstiicke einerseits und der
Silber- und Nickelstucke andererseits zeigen sich deutlich
walirnehmbare Ausbuchtungen.
Aus dem Bestreben, diese Erscheinungen zu erklaren,
resultierten diese beiden Fragen :
1. I s t der Zustand der Munzen geandert worden, undwodurch?
2. Wodurch wurden die 8’itze
bei dem Magneten und die
Briicke iiebst den Ausbuchtungen bei den Mu7izeri veranlapl?
Fig. 1.
Zur Klarstellung der Vorgange wurde u. a. der ersterwahnte Versuch wiederholt und darauf geachtet, daB die einzelnen Teile sich genau in derselben Lage befanden wie vorher.
Els wurde jedoch, wie in Fig. 2 demonstriert ist, nicht die
geringste Abnormalitat bemerkt. Induzierte Elektrizitat konnte
nicht vorhanden sein, noch hatte der Stahlmagnet den Zustand
der Metallstucke verandert.
Weitere Betrachtungen fuhrten zu der Annahme, daB
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Einige neue Erscheinungen etc.
Thermostrijme entstanden sein miifhen, und zwar dadurch, daf3
durch einen Korper zwischen der Kupfer- und Silbermiinze
Fig. 2.
eine Verbindung der beiden Metalle geschden und diem Stelle
von den vom Radiumbromid ausgehenden W&mesQrahlen ge-
Fig. 3.
troffen worden war. Auf Gmnd dieser Uberzeugung stellte
ich eine Reihe von Versuchen an, dessen Resultat u. a. Fig. 3
Annden der Physik. IV. Folge. 16.
61
9 54
.J. Petri.
zeigt, bei welchem sich die Nickel- und Kupfermiinze beriihrten,
wahrend sonst dieselbe Plazierung der einzelnen Stucke stattgefunden hatte; die Expositionszeit war in diesem Falle nur
eine halhe Stunde. Wie aus der Fig. 3 ersichtlich ist, sind bei
den Miinzen kleine Ausbuchtungen wahrzunehmen ; daB diese
nicht grofier sind, lag an der Kurze der Expoeitionszeit,
so daB der EinfluE der strahlenden Substanz geringer als
vorher war,
Ein weiterer Versuch (Rg, 4), bei welcbem den Miineen
noch ein Stack Eisen hinzugefugt, und bei dem ca.
Stunden
Fig. 4.
exponiert worden war, zeigt deutlich, daB die obigen Erorterungen richtig waren. Ein weiterer Beweis dafiir geht
noch aus dieser Figur hervor: wenn auch die Yetalle nicht
chemisch rein und ihre Entfernungen von einander etwas verschieden waren, so ist doch gut zu erkennen, daf3 an der Beriihrungsstelle des Eisens mit dem Nickel die Wirkung des
thermoelektrischen Stromes am starksten war, wahrend sie
zwischen Nickel und Kupfer, die in diesem Falle anch in Beriihrung standen, vie1 geringer war, eine Tatsache, die durchaus der Stellung entspricht, welche diese Metalle in der bekannten Reihe der Metalle hinsichtlich ihres thermoelektrischen
Verhaltens einnehmen.
955
Einige neue Erscheinungen etc.
Was die zweite wichtigere Frage nach der Ursache dieser
Schattenbilder betrifft, so lag zunachst der Gedanke nahe,
daS kleine Metallstuckchen oder andere Korper an den entsprechenden Stellen gesammelt und photographiert worden sein
konnten; jedoch die Tatsache, daS sowohl die Unterlage, wie
die Magnete und die Munzen relativ rein waren, und daB die
spateren Versuche unter moglichster Vermeidung jeder Verunreinigung vorgenommen worden waren , beweist , daB von
fremden K6rpern keine Abnormalitaten hervorgerufen werden
konnten.
Es konnte sich nur urn eine Abbildung von Strahlen hana!eln.
Fig. 5.
Auffallend ist die Erscheinung, daS bei der Fig. 5, - wo
die Miinzen sich alle beruhrten, aber sonst unter denselben
Bedingungen als fruher den Einwirkungen des Radiumbromids
ausgesetzt waren, mit der Ausnahme, daS nunmehr die Magnete
fehlten, - eine Ausbuchtung oder anderes nicht zu bemerken
ist, obgleich auch hier anzunehmen ist, daB Thermostrome
erzeugt worden waren. (Wenn von dem Nickel- zum Kupferstuck oder an anderer Stelle ein Ubergang zu sein scheint,
so ist diese Erscheinung auf Schattenwirkung zuruckzufuhren,
da sich die strahlende Substanz nicht direkt iiber den Be61'
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J. Petri.
ruhrungsstellen, sondern ein wenig rechts von denselben
befand .)
Zur Klarstellung der Erscheinungen sind die verschiedenen
Eigenschaften der einzelnen vom Radium ausgesandten Strahlen
zu berucksichtigen : die u - Stra.hlen sind positiv geladene
Korpuskeln , die 15-Strahlen sind negative Ionen, wahrend die
y-Strahlen Atherschwingungen sind. Dann lassen sich die in
Fig. 1 u. a. demonstrierten AbnormaliYaten so erklaren, da6
die ce- und @Strahlen voneinander getrennt worden waren,
und da0 dort, wo durch die Einwirkung der Magnete und
Thermostrome starkere Kraftfelder entstanden , die einzelnen
Strahlengruppen hingezogen und so stark zusammengedrangt
worden waren, da0 sie mit Hulfe der y-Strahlen auf der photographischen Platte fixiert werden konnten.
Zur Begrlindung dieser Behauptungen wurde versucht,
bei Vermeidung der Thermostrbme durch Magnete und Metallstucke allein (Pig. 2), durch Magnete allein und durch Magnete
und ein einziges Metallstuck, oder durch stromdurchflossene
Metalle, aber ohne Magnete (fig. 5) Schattenbilder auf der
photographischen Platte zu erzeugen, aber alle diese Bemuhungen waren ganz ohne Erfolg.
Diese negativen Beweise wie die friiheren positiven Griinde
mu0ten zu dem Schlusse Enhren, dap nur Bei yleichzeitigem
Porhandensein der magnetischen Einwirkunyen und der thermoelektrischen Strome die beobachteten Erscheinunqen aaftreteii konnen,
und dap Zetztere darin ihre Ursache haben, d a b die Strahlenarten
einzeln in entsprechenden Kraftflderri so dicht yedranyt vereiniyt werden, d a p sie ein Schatlenbild auf der photographischen
Platte hervorrufen konnen.
Hierfur spricht auch noch weiter die Fig. 5: es mochte
hier die eine Strahlengruppe, da sie nicht abgelenkt war, ein
so groSes Zusammendrangen der anderen Strahlengruppe, wie
es zu deren Wiedergabe auf der photographischen Platte notig
ist, verhindert haben ; andergrseits kann sehr wohl angenommen
werden, da0 die erste Gruppe von Strahlen bei Anwendung
des Magneten, - obwohl sie infolge nicht genugender Dichte,
(die dadurch veranlaBt sein konnte, dab die Magnete, die erst
ausreichten, schwacher geworden und keiue stflrkeren benutzt
Einige neue Erscheinungen etc.
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worden waren), in den Fig. 3 und 4 nicht abgebildet worden
waren, - durch den Magneten von der zweiten Strahlengruppe
getrennt worden und so ihr storender EinfluB bei der Zusammendrangung dieser beseitigt worden ist.
Die im Vorliegenden vom Verfasser ausgesprochenen Behauptungen sind auf ihre Richtigkeit hin zu begrunden versucht worden. Die volle Klarstellung dieser Vorgange wird
weiteren Versuchen vorbehdten bleiben miissen.
(Eingegangen 6. M&rz 1905.)
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