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Einige Nomenklaturfragen der anorganischen Chemie. Zu dem gleichnamigen Aufsatz von A. Stock

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78
Rosenheim:
Einige Nomenklaturfragen
der anorganischen Chemie
.____
-
____________.___I_
sationsprodukte des Myrcens. Bei diesen Versuchen hat er auch
Isopren (,,ganz reines Isopren, Siedepunkt 31"" - schreibt er das ist aber ganz unreines Isopren gewesen, wie der Siedepunkt
zeigt I) im Rohre auf 300° erhitzt und kautschukartige Substanzen,
teils olige, teils feste, erhalten, die, wie er selbst von ihnen sagt,
,,die physikalische Struktur des Kautschuks" noch nicht haben.
E r fiihrt Beschwerde dariiber; daB diese Tatsache bisher von keiner
Seite beriicksichtigt worden sei. Dabei befindet er sich aber im
Irrtum, denn wenn er meinen Freiburger Vortrag nachliest, so findet
er dort (Angew. Chem. 25, auf Seite 1465, linke Spa1te)folgenden
Satz: ,,Es war nicht neu, Isopren zu erhitzen, aber der. dabei erzielte Effekt war neu, denn andere Autorens) hatten bei dieser
Operation olige oder- hochstens harzartige Substanzen'~erha1ten."
Seinem Gediichtnis aber ganz entschwunden ist allern Anschein
nach, daB auf seine ausdriickliche Bitte ein Satz im direkten AnschluB
an vorstehendes Zitat von mir in Freiburg ausgelassen worden ist,
der sich ganz speziell rnit diesen Myrcenarbeiten aus dem Jahre
1902 beschiiftigte. Er war von mir niedergeschrieben worden auf
Grund eines Gespraches, daB ich im Miirz 1910 mit H a r r i e s
in Kiel fiihrte. Damals fragte mich H a r r i e s : ,,Wie haben Sie
denn nun eigentlich Ihren kunstlichen Kautschuk aus Isopren
gemacht ?" Und als ich ihm erwiderte: ,,Durch einfaches Erwiirmen,"
da sagte er: ,,Das habe ich doch langst probiert, das gibt doch
Myrcenderivate." Deshalb hatte ich urspriinglich in dem Freiburger
Vortrage geschrieben: ,,Es war nicht neu, Isopren zu erhitzen,
aber der dabei erzielte Effekt war neu, denn andere Autoren hatten
bei dieser Operation olige oder hochstens harzartige Substanzen
erhalten. Und selbst H a r r i e s crwiderte mir, als ich ihm sagte,
wie ich es gemacht: ,,Das habe ich doch liingst probiert, das gibt
doch Myrcenderivate. " Gestriohen habe ich den letzten Ratz nicht
etwa deshalb, weil er unrichtig war, sondein weil mich H a r r i e s darum ersuchte. Auf Grund dieser ausfiihrlich dargelegten Tatsachen
muB ich H a r r i e s' Voruwf, daB seine Myrcenarbeiten unerwiihnt
gebbeben sind, als unberechtigt zuriickweisen. Er versucht, auf
jene alten Arbeiten jetzt seine Rioritiitsanspriiche zu griinden,
da muate ich den gestrichenen Satz wieder erstehen lassen, der
H a r r i e s Ansicht aus dem Milrz 1910 wiedergibt.
Und nun komme ich zu dem meines Erachtens springenden
Punkte dieser ganzen Auseinandersetzungen. Ich habe den Eindruck - und ich nicht allein, - daB sich mehr und mehr zwischen
den h 3 e r u n g e n und den daraus gefolgerten Anspriichen des
,,H a r r i e s von einst" und denen des ,,H a r r i e s von heute"
ein starker Widerspruch bemerkbar macht. J e groBer die Wertschlltzung wird, die er seinen Arbeiten beilegt, je tiefer sinkt unser
Pegel naturgemiil3. Seine rnir vorliegenden friiheren Briefe bestarken mich in dieser Auffassung, nicht minder die iilteren Veroffenblichungen. I m Wiener Vortrag im Marz 1910 (Gummizeitung
24, 854) sagt er: ,,So wurde denn von dieser Seite (von H o f m a n n ) Zuni erstenmal kfinstlicher Kautschuk dargestellt",
und in seiner groBen Annalenarbeits) charakterisiert er nieine Arbeitsweise wie folgt: ,,Im Sommer 1909 haben die Elberfelder
Farbenfabriken das von ihren Chemiker Dr. F r i t z H o f 111 a n n
erfundene Verfahren zum Patent angemeldet, welches darduf beruht, daB Isopren oder seine Homologen im geschlossenen GefaB
llngere oder kiirzere Zeit je nach der Temperatur erhitzt werclen.
Diese einfache Losung des Problems, die an das bekannte ,,Ei des
Columbus" erinnert, ist wirklich,iiberraschend".
Da scheintTmir
denn doch die R a g e berechtigt: ,,Warurn war diese Losung nur
damals-iiberraschend, und warum ist sie-das heute nicht mehr ?"
'An den_,Tatsachen hat sich doch seither nichts geLndert,f,und die
Arbeiten von 1902 waren 1910 ihrem Autor ebenso gegcnwartig
wie jetzt. Ich verstehe den Widerspruch nicht. Die Konsequenzen
aber, welche H a r r i e s t aus seiner jetzigen Auffassung zieht,,
lehne ich fiir meinen Teil ab. Ich vermag ihm auch nicht zu folgen,
wenn er auf Seite 129 oben die Sache so darstellt, als ob er in unsereni
Interesse uber seine 7 Jahre frulier gemachte Entdeckung geschwiegen hiitte. Wer den kiinstlichen Kautschuk erfunden hat,
der sagt es auch, und selbst wenn er der gutniiitigste Mensch von
der Welt ist. Mir kommen wieder friihere Briefe in den Sinn, die
ich aber hier nicht zitieren mochte. So bleibt es schon dabei, H a r r i e s
hat friiher anders und zwar gerechter iiber diese Dinge gedacht
8 ) H a r r i.e s war
nicht der erste dieser Autoren. Bereits
27 Jahre vor ihm erhitzte B o u c h a r d a t (Ber. 8, 904) Isopren
im Rohre anf 280-290". War diese Temperatur schon morderisch
fur evtl. entstehenden Warmekautschuk, so war die von H a r r i e s
noch um 10" hoher gewalte erst recht ghzlich ungeeignet.
9, Liebigs Ann. 303, 106.
rang:;:zYtC;%ie
-
und erst spater sein Urteil geandert. Ich personlich konnte iiber
liese Sache leicht hinwegsehen. Ich hiitte es auch am liehsten
Tetan und habe mich nur sehr schwer zu dieser Polemik entschlossen,
denn ,,polemisch Lied, ein garstig Lied". Deutsche Chemiker
haben im-Jahre des Unheils 1920 wichtigeres zu tun, als sich unter:inander zu beklmpfen. Aber das Schweigen ware Zugestiindnis,
und solch Zugestiindnis widerspriiche den Tatsachen und wiire ein
Unrecht gegen die Farbenfabriken, die unter den gr6Bten Opfern
liese Forschung moglich gemacht haben, und gegen die vortreff
lichen Chemiker in Elberfeld und Leverkusen, die ihr Bestes an diese
3ache gesetzt haben, und auf deren Mitarbeiterschaft ich allezeit
stolz sein werde.
Als direkt unfreundlich empfinde ich die Anschuldigung von
H a r r i e s auf Seite 127 und 128, daB ,,von irgendeiner intersssierten Seite aus" Artikel in die Tagespresse lanziert sind, die die
Wahrheit vergewaltigen. Warum nennt er keinen Namen, da er
mit ,,interessierter Seite" doch nur die Farbenfabriken, Dr. C o u
t e 11 e oder mich meinen kann? Wer sollte denn sonst noch Interesse an solchen Schiebungen haben? Aber drr ganze Kampf geht
gegen Windmiihlenfliigel. I n dem beanstandeten Artikel z. B.
der Vossischen Zeitung vom 3. Dezember 1915 steht kein Wort
davon, daS der Autor ( H a r r i e s ) nur durch die Anregungen,
welche er aus den Ergebnissen der Forschungen von H o f m a n n
und C o u t e 11 e erhalten hat, zu seinen Arbeiten in der gleichen
Richtung gekommen wke. Ich bin nicht berechtigt, hier fur die
Farbenfabriken oder fur Herrn Dr. C o u t e 11 e zu sprechen, obwohl ich weiB, daB sie nicht das Geringste rnit diesen Dingen zu
tun haben, aber personlich verbitte ich rnir dergleichen Unterstellungen aufs allerentschiedenste.
Wenn der Verfasser der ,,Untersuchungen" seinem ,,historischen
Riickblick" solche Form gibt, darf er sich nicht wundern, daB ich
mich auch kiinftighin lieber an das abgekIarte und giitige Urteil
eines E m i 1F i s c h e r halte, der uns oft genug mitten in den Sorgen
der Arbeit gesehen, als an seine Kritik.
[A. 13.1
-
-
Einige Nomenklaturfragen der anorganischen
Chemie.
Zu dem gleichnamigen Aiifsatz von A. Stockl).
Von Prof. Dr. ARTHUR ROSENHEIM-Berlin.
(Eingeg. 1342. 1920.)
Am 3./9.1914 sollte in Parisdas,,Arbeits-Komitee fur anorganische
Nomenklatur der Internationalen Assoziation der Chemischen Gesellschaften" zugleich rnit entsprechenden Kommissionen fur organische Nomenklatur sowie fur Bezeichung physikalischer Konstanten
zusammentreten, um die Vorschlage zu beraten, die der am 7./9.
beginnenden Tagung der Assoziatlon zu unterbreiten seien. Die
anorganische Kommission bestand unter dem Vorsitze A l f r e d
W e r n e r s aus den Herren N. B j e r r u i n , A. M i o l a t i , W.
R a m s a y ,A. R o s e n h e i m , L. T s c h u g a ef f , G. U r b a i n.
Vor rnir liegt ein stattlicher AktenstoB, der die Vorarbeiten zu
dieser Tagung enth&lt, die Arbeiten der friiheren erst organisatorischen Sitzungen des Komitees, die Vorschlage der einzelnen nationalen Kommissionen und der Gedankenaustausch dariiber, jetzt
nur noch ein wehmiitiges Erinnerungszeichen an internationale
Gemeinschaft und Arbeit, die von dem Abgrunde des groBen Krieges
verschlungen wurde.
Unter den VorschlSgen fast aller nationalen Kommissionen befindet sich die Erort,erung iiber die Bezeichnungen der verschiedenen
Wertigkeitsstufen der Elemente in ihren Verbindungen, ein Beweis
dafur, daB die bisher ublichen Unterscheidungen in keiner Sprache
geniigen. Kein Wunder, denn diese Bezeichnungen durch Suffixe -~
im Deutschen: iir und id - oder die dem Elementennamen angehilngten Buchstaben o oder i unterscheiden jeweils nur zwei Wertigkeitsstufen eines und desselben Elemetes, lassen also - einerseits
bei vielen Elementen rnit mehr Wertigkeitsstufen die iihrigen unbezeichnet und kennzeichnen andererseits bei verschiedenen Elementen verschiedene Wertigkeiten, z. B. bei Kupfer das ein- und
zweiwertige, bei Zinn dagegen das zwei- und vierwertige Kation.
Der Vorschlag, den Herr A. S t o c k nun neuerdings gemacht
hat, um diese Unstimmigkeiten zu beseitigen, indem er zwischen
Anion und Kation die Wertigkeitszahl des ersteren in Klammern
einfiigt, z. B. Phosphor (3)-Chlorid fur PCl, oder Eisen (2,3)-Oxyd
l)
h g e w . Chem. 32, I, 373 [1919].
79
Stock: Ober Nomenklaturfragen der anorganischen Chemie
Aufsatrteil
33. Jahrgang 19201
fur Fe,O, erscheint auf den ersten Anblick verbluffend einfach und
lichen Stoffen sich verhalten; die Erfolge der W e r n e r schen Anwird daher zweifellos vielseitige Zustimmung finden. Im Zusammen- schauungen uber Nebenvalenzen ebenso wie die Zusammensetzung
hangmitder b e s t e h e n d e n g e s a m t e n N o m e n k l a t u r
vieler intrametallischer Verbindungen (Legierungen) Wie z. B.
anorganischer Verbindungen sind aber meines Erachtens dagegen Hg,,K sprechen dafur, daB die Auffassungen uber die Valenz der
sehr schwere Bedenken vorzubringen, die ich nicht zuruckhalten kann. Atome sich auch weiterhin iindern werden. Eine feste Grundlage
Eine Reform der vielfach verworrenen und miBverstiindlichen fur eineReform der Nomenklatur bildet also die Valenz nicht, und
Nomenklatur der anorganischen Verbindungen ist sehr notwendig. man miiBte meines Erachtens an ihrer Stelle als jederzeit unverWill man dieselbe rnit Nutzen durchfuhren, so darf man nicht eine iinderliche und in allen Fallen anwendbare Grundlage die st6chioeinzelne, wenn auch wichtige Frage herausgreifen, ohne mit Rucksicht
metrische Zusammensetzung der Verbindungen die Formeln beauf die gesamte Nomenklatur folgende beide Forderungen im Auge nntzen. Wahlt man je nach dem Zwecke die durch Symbole wiederLU behalten.
gegebene,] oder die oben angefiihrten ,,ausgeschriebenen Formeln",
1. Die historisch iiberkommenen und gebrauchten Bezeichnungen BO kann man der Valenz bei der Bezeichnung einer e i n z e 1n e:n
mtissen nach Moglichkeit geschont und nicht fur andere Eigen- Verbindung jederzeit entraten; sie ergibt sich ohne weiteres aus der
schaften verwendet werden, als hisher ublich war; sonst wird sicher- Formel. Will man aber uber eine ganze Gruppe von Salzen schreiben
lich durch' Vermengung der alten und neuen Bezeichnungen weitere oder sprechen, so kann man sich ohne Muhe in der Schrift eines unVerwirrung geschaffen.
zweideutigen Symbols bedienen, also etwa fur Mercurisalze schreiben
2. Eine zweckentsprechende rationelle Nomenklatur ist auf ,,Quecksilbcrsalze (Hg")"und von ,,Salzen des zweiwertigen
Grundbegriffe, die mit der Zeit mtjglichst unveriinderlich und
Quecksilbers" sprechen.
hypothesenfrei sind, aufzubauen.
Ich mache diese Einwendungen gegen den Vorschlag von Herrn
Gegen beide Grundsiitze scheint mir der Vorschlag von S t o c k S t o c k nicht etwa zu dem Zwecke, um nun seiner Nomenklatur
zu verstoBen. Zahlworte und Zahlen werden bisher in der Nomen- die von K o p p e 1 und mir zu Registrierungszwecken angewandte
klatur anorganischer Stoffe lediglich zur Bezeichnung der quanti- gegenuberzustellen, sondern in erster Linie, um zu zeigen, daB betativen Zusammensetzung der Verbindungen in Anlehnung an die triichtliche Bedenken gegen diese Vorschlage erhoben werden konnen,
Pormeln verwendet, z. B. Trinatriumphosphat Na,P04 oder Eisen- und daB solche von einzelnen Forschern propagierte hderungen,
sesquioxyd Fe,O,. In den letzten Jahren sind auf Vorschlag von wenn sie nicht allgemein angewandt werden, statt der erstrebten
J. K o p p e l und mir2) ,,ausgeschriebene Formeln rnit Zahlen" Vereinfachung betriichtliche Verwirrung hervorrufen konnen. Die
'ur Registrierungszwecke in den Registew der Zeitschrift fur allge- Valenzbezeichnung ist nur eines der vielen Probleme, die bei einer
aeine und anorganische Chemie angewendet worden, z. B. 2-Eisen- Reform der anorganischen Nomenklatur zu berucksichtigen ist.
3-oxyd fur Fe,O,, 3-Natriumphosphat fur Na,PO, usw.3). Nur in Ich halte es mit Herrn K. S c h a e f e r4) fur dringend notwendig,
einem einzigen Falle werden Zahlen noch rnit anderer Bedeutung d a B e i n e K o m m i s s i o n z u r B e a r b e i t u n g u n d E i n verwendet, niimlich nach W e r n e r die in Klammern gesetzten f u h r u n g d i e s e r R e f o r m e i n g e s e t z t w e r d e . Eine
Zahlenpaare (1, 2) und (1, 6) zur Bezeichnung der Stellungeisomerie solche Kommission besteht noch als tfberrest der einstigen ,,interbei Metallaminen z. B.:
nationalen Assoziation" in der Kommission der Deutschen ChemiFlavokobaltchlorid : Dinitritotetramminkobaltichlorid (1,2). Cro- schen Gesellschaft (R. L o r e n z - Frankfurt, K. A. H o f m a n n ceokobaltchlorid: Dinitritotetramminkobaltichlorid ( l,6). Selbst Charlottenburg, A. R o s e n h e i m Berlin). Dieselbe mtiBte entwenn man diese durch W e r n e r eingefiihrten Namen rnit Zahlen weder unter Zutritt der Deutschen' Bunsen-Gesellschaft und des
statt mit Zahlworten schreibt : 2-Nitrito-4-Ammin-Kobalt-1-chloridVereins dentscher Chemiker erganzt oder neu gewilhlt werden und
(1,2) und 2-Nitrito-4-Ammin-Kobalt-1-chlorid
(1,6), bleiben die muBte jedenfalls auch einige Techniker hinzuziehen, da bei der
Bezeichnungen unzweideutig.
Reform manche zwar sehr verbesserungsbediirftige Bezeichnungen,
Wird nun aber nach S t o c k noch-die Wertigkeit durch Zahlen die seit vielen Jahrzehnten in der Industrie und im Handel eingebezeichnet, so mu6 allgemeine Verwirrung eintreten. Schon die Be- biirgert sind, doch nicht ohne weiteres, ohne Verwirrung und
zeichnungen: Eisen (3)-Oxyd fur Fe,O, oder Eisen (2,3)-Oxyd fur Schaden zu schaffen, entfernt werden k6nnen. Nur eine solche
Fe,O, erscheinen mir unnotig kompliziert, da man auch bei diesen Kommission konnte wie etwa die Atomgewichtskommission die
einfachen biniiren Verbindungen erst mit Hilfe der Valenz aus dem Moglichkeit haben, eine Vereinheitlichung der Nomenklatur durchNamen die Formel rekonstruieren muB, und man sehr leicht mi& zusetzen. Ihr wiirden auch die Vorschliige von Herrn S t o c k ein
verstiinfich Eisen (3)-Oxyd fiir FEO, (EiseneQure) und Eisen wertvolles Material sein.
(2,3) - Oxyd fiir Fe,O, halten konnte."! Noch? verwirrender
Durch die Gesinnung unserer bisherigen Feinde zuniichst auch
wird aber die Bezeichnung. wenn man nach S t o c k etwa in der Wissenschaft von internationaler Cemeinschaft ausgeschlossen,
Eisenvitriol FeSO, 7 H,O bezeichnet. Eisen(2)-Sulfat-7-Hydrat haben wir die Pflicht, selbstiindig in den begonnenen Arbeiten fortoder Ferriphosphat FePO, . 4 H,O Eisen(3)-Phosphat-4-Hydrat. zufahren und danach zu streben, moglichst besseres zu leisten a18
Dann wiirde die erste eingeklammerte Zahl die Valenz, die zweite die wahrscheinlich in eine ,,fnteralliierte Assoziation der Chemischen
Zahl die Anzahl der Wassermolekule des Hydrates bezeichnen. Gesellschaften" verwandelte friihere ,,Internationale Assoziation".
Bei noch komplizierteren Verbindungen wiirde die Verwirrung sich Keinesfalls durfen wir uns den Diktaten dieser Assoziation ohne
noch weiter steigera; wiirde z. B. in den oben angefiihrten Kobalt- &gene Kritik fugen.
[A. 24.1
amminen die Valenz des Kobalts nach S t o c k bezeichnet, so wiire zu
___
schreiben: 2 - Nitrito - 4 - Ammin - Kobalt(3) - 1 - chlorid (1,6). Die
eingeklammei-te (3) bedeutet die Valenz des Kobalts, (I$) die Bemerkungen zum vorstehenden Aufsatz iiber NomenStellungsisomerie, die nicht eingeklammerten Zahlen geben die
klaturfragen der anorganischen Chemie.
stochiometrische Zusammensetzung. Meines Erachtens ist unter den
Von Prof. Dr. ALRREI)STOCK,Berln-Dahlem.
gegenwilrtigen Verhiltnissen die Anwendung der Zahlen zur Valenzbezeichnung bei den einfachsten Verbindungen schon leicht irreHerr R o s e n h e i m ubermittelte rnir liebenswiirdiger Weise
fuhrend, bei komplizierten Stoffen aber direkt undurchfiihrbar.
seinen
Aufsatz vor der Drucklegung, so daB ich sogleich einige Be1st nun die Valenzbezeichnung uberhaupt als Grundlage einer
Nomenklatur zu empfehlen? Die Annahme der Valenz ist stark merkungen damn knupfen kann. Die von ihm behandelten Behypothetisch, und unsere Anschauungen iiber die Betiitigung der- denken hatte ich schon selbst erwogen und groBtenteils in meiner
bereits erwiihnt. Sie erscheinen mir nicht
selben ist dauerndem Wechsel unterworfen. Eine verhaltnismiiaig ersten Veroffentlich~ng~)
einfache Verbindung, z. B. wie Sb,O, hat man noch vor wenigen so schwerwiegend, daB sie die Einburgerung der von mir befilrJahren fur Sb,O,
Sb,O, angesehen, bis W e i n 1 a n d die Existenz worteten Wertigkeitsbezeichnung hindern sollten. Diese findet in
der Tat ,,vielseitige Zustimmung", wie mir die &Berungen dervon Verbindungen des vierwertigen Antimons nachwies. Nach
6 t o c k ware sie vorher als Antimon (3,5)-Oxyd, jetzt als Antimon- jenigen, Einzelpersonen und industrieller Unternehmnngen, fast
ausnahmslm zeigen, denen ich Abdrucke meines Aufsataes zugehen
(4)-Oxyd zu bezeichnen. Ahnlich mag es etwa mit Fe,O, und ahnlie0.
Meiner Ansicht nach laBt sich die vorliegende Frage der Wertig
*) Z. anorgan. Chem. Generalregister der Bande 1-50; Chem.keitsbezeichnung ganz wohl unabh6ngig von der vie1 gr6Beren und
Ztg. 33, 101, 110 [1909].
3) Diese Bezeiohnungsweise wird u. a. an manchen Stellen des
schwereren Aufgabe einer Neuregelung der rtnorganisch-ohemischen
im Drucke befindlichen Bandes von A b e g g A u e r b a c h s
Handbuch der anorganischen Chemie, sowie in der ,,Chemie der
4, Angew. Chem. 32, 11, 811 [1919].
Metalle" von J. K o p p e 1 (Sammlung Goschen) angewendet.
,) Angew. Chem. 32, I, 373 [1919].
-
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