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Einige Streitschriften ber die Menge von Wasser welche erfordert wird um eine Feuersbrunst zu lschen.

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c
3x3
I
IV.
EINIGE STRElTSCHRIFTEN
Y b e r d i e M e n g e v o n IVaffer, weiche e r -
f o r d e t c w i r d , unr e i m c F e u e t r b r u n f t
zu lifchen.
I. S c k r e i b e n drr . H c r r n D r . - 8 0 *M.aram
Hrn. Berthollet, einige Yr-frche betreffend,
wrlche d a r t h u n , d a l r inan k e f t i p e Feurrsb r i i e J t e i n i t c i n r r q e r i r r g e n M e n g e u o n ,Wafj ' ~ y e r m ;t t c IJ't t r u g 6 a r e r F e me r / p r i t z e n
;,
1iiJ'chen h a n n .
*)
AISich im vergangenep Septekber, ( r ~ o i , )bei
meinem Aufenthalte in Paris das Verkni&en hatre,
Sie zu 'fehen , erfuhr 'ich von 'Ihnen, dafs
.. - die Vekfuche, w e b h e ich vor einigen Jahieo irn Grofsdn
angeftellt hobe, urn d'arzuthup, dafs hcftige Fruersbran& Gch durch eine unbetriichtlithe hlenge
fer lalchen Iaffen , bei Ihnen vallig unbekannt ge.
.blieben find. Sic' forderten rnich r u f , Ihnes 'ein'e
kurze Belchreibuog dicfer .. Verfuche zu fchickeq,
die Sic dem National- lnftituta oorlelen, und in dip
dnnules pC Chimie einracken wollteo.. Ich . e r f d l e
j e t z t ihr Verloogen und mein Verfprecheo; eher crlaubte es' rnirdisZeit nicht. - Folgendesgrb zu diefen Verfuchen die Veranlrffung:
"&
tom. 46, p. 1 f. (April 1803.)
. .
k Hd. .
Annd. d. P h y k B. a3, SL 3. J. I@. SL 7.
')
Annolrs de Chiinie,
s
Eia Sthwede, Namens v o n A k e p ; - f t e h vm
9 Jahren zii Stockholm, Kopenhagen u n J Berlin
Gffentliche Verluche mit einem fo genannten Feuerlofchentlen Waffer an, wovon cine geringe Menge eine kanftliche Fenersbrunft fehr fchnell 16i'chen rollte. Er machte aus diefem Lblchungrmitte! 'tine &it
lang ein Geheimnil's. Da ich in periodifcbcii Schriften ips, d a k der H e r r v o n A k e n kine Vcrluche
zu Ber!in;In Gcgenwart eiaiger Mitglieder der Akademie der Wiffenlchaften, mit vielemErfolgc wiederhohlt hiitte, bat ich den berilhmten Herrn K l a p r o t h fchriftlich , mir die 'Feuerltifchende CompdGtion des Herrn v o n A k e n, falls lie ihrn hekailnt
fey, initzutheilen, weil ich die Abiicht hiitte, den
W e r t h dielei Erfindung hier durch einen Verfuch
iln Grofsen zu erprobcn
SO bald ich von H e r r n
K1 a p r o t h die Zubereitung trhhrtn hattt , lids
ich das L6'fchungswdfer des H e r r n v o n A k e n unt e r meinen Augen zubereiLen. Es befteht'aus einer
. Auflsfung von 40 Pfund fChwefelfauren' Eifens, und
30 Pfuad Alaun, die mit 2 0 Pfund rothen Eifedoxyds, (tolcorhar,) udd 2 0 0 Pfund Thon trermeagt
wwd. Ich fing darauf cine Reihe vergleichtndei:
Verfuche an, fetite zwei Maffen verbrennlicller
Moterien, die fich in d i e t H'ioficht glekh waren, i n
Brand, und l'dchteGe, cine rnit der von Aken'fchen
Flitffigkeit , die ondre mi€ gemeinem Waffer. Ich
gerieth nicht wenig in Verwunderung, als bei wiedcrhohlten Verfuchen, worin ich inich der beiden
FldlGigkeiten auf glriche Weik bediento, das Feuer
-.
.
.
immer khrieller d u r c h das gerneine Waffer, a k
d urch die Fcuerl6fchencle Compofition gel6fcht
w u r d e ; indefs’machte. ich hierbei die Erfahrung,
d d s eine fehr geringe Menge Waffer, zweckrnilsig
gerichtet, ein fehr h e f t i p s Feuer auszul6l‘chen vermag.
Meine erften Verfuche ober dielen Gegenftand veranlafsten mich; andre, gr6lsere anzultellen ; diefe letztern will ich Ihnea Inittheilen.
, Ich nabm zwei T o n n e n , die -voll T h e e r gewefen, und die inwendig m i t diefern brennbaren Stoffe
noch ganz aberzogen waren , liefs die beiden 83d e n lreraus nehmen, und, um das Innere in he^gern Brand rerfetzen zu k6nnen, den T d n n e d cine
.konifche Geftalt geben. Sie warden alsdann ‘auf
Dreifiifsa gefetzt, fo dafs die griifsere, 2 0 Zoll weit e Oeffnung o k n , u n d .d ie kleinere von 16 Z011
Dur c hme f i e r , unten, einige Zoll Q b e r dern Boden ftand, damit ein freier Luftftrom das Feuer fo
fehr als maglich beleben m6chte. Darauf Iiels ich
fie inwendig von neuem mitTh eer beftreichen, legte Holzfplne bineio,. und zilndete fie an. Als das
Fe ue r in den To n n en am beftigften war ,I rnachte
ich den Anfang mit dem Larchen, wozu ich mi&
eines eifernen Ltiffels bediente, d e r zwei Unzen
FTaffer entbielt, und mit einem fehr langen Stiele
krfeeben war, da ich mich wegen der Hitze n u r
auf vier bis faaf Fufs n ih ern konnte. SorgfaItig
gofs ich nach und nach das Waffer aus dem LiiffeI in
d i e T o n n e , indem ich ihn 3uf den Rand leste, u n d
fo wie tlir Flamrnc aufhiirte, ihn weiter fdhrte. Auf
X2
dide.Weife liifchte cler erfte Lijffel boll-&','affcr ungefshr die HSlfte.des Feuers, und das ilbrige wurde
d,urcli den zweiten Ldffel volt Waffer auf didelbe
Art ausgel6fcbt.
IS
D e r aberrgichende Erfolg diefes V ~ U C I reranlafste mich, ihn ia Gegenwart, inshrercr PerfoDen zu wiederhohlen ; .und da ich durcli die Uebung
das Waffer meglicbft lparfarn adgiefsen Iernte, gelang es mir mebr als Ein Mahl, . e k e iibertlieerte
.Tome, ..die fo ftark PIS
moglicb Ioderte, mit e'inem..einzigen Laffd 9011, d. h., mit zwei Unzen
,Waf[er,zu l4fchen.
Es icbeint auf den criten Anblick auffallend,
&fs man :mit fo wcnig Waffer ein.fo ftarkes Feu&
talchen ,kann; aber man fieht leicht den Grund
ein, wenn man bafenkf, dafs; nach bekannten
.&unJfatzen und Erfdhrungen, die .Flarnme eines
brenneodeo ICiirpers aufhiircn mu&,. fo bald irgend
gine Urfache die atmofphkifche Luft bindert, ihre
.OberAache zU beriihren. Wenn man.aber ein &nig .Waffer auf .einen ftark cntzifndeten Karper
giefst, fo wird gkich. ein Tbei1.diefe.s Wa.ffers in
Opinpf ~ e r w a n d e l tund
~ diefer,'Wafferdolnpf ftijfst,
indem cr.yon d w Qberflache des brtnnenden Kcrpers auflteigt, .die atmofpbiirifche Luft zurock, und
hemmt lo die Flamme, die a m dcmfelben Grunde
nicht wieder auflodern kann, To laage der Dampf
wiibrt.
Aus diefen Verfuchcn erhellet, dafs die Kunft,
mit-wenigem W a l k ein heftiges Feucr zu Iokhen,
1
'
.1
1.
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1
darin befteht, dals man das Waffer auf die Stelle
gierst, w o .das F e d e r am i'tirkften ift, damit zurn
Erlticken d e r Flamme eine magllchlt. grolse Menge
IYafferdarnpf erzeugt werde, uric4 - 6 b a l d die Flarnrns
da aiifhort, . wo .man angefangen. hat,. das Walfer
auf tlen. nfchften Tbeil fchirttet, der' brennt, und
auf tliei'e Art., fa fchaell als m6gli&, alle brennenden Theile'durcbliicft. We& man fo die Flanim'e regelrniifsig mit !k.leii:en Shahlen Waffer ver-.
folgt, liann man f e allenthalben ausliii'chcn, ehe
derjeiii,,e T h e i l , mit welchem nian angefangen hat,
alle/i Ii'alfer, wsmit e r benetzt worden, .durch Ver.darnpfen verlwen hat, in we.lchein Falle das Feuer
ficb, \vie bekannt, picht aufs neue entziinden kaiin.
I3a micb diele Verlpche aberzeugt hatten, dafs
wenig. W d k r zum Laichen der gewahnlichen Feuersbri)nI'te hinreicht, befonders in] Anfange; fo
wixferhohlte ich Ge vor verrchie#enen v o n meinen
&iitbfirgarn, v e i l icb ouch ilinen Jiefe Uehetzeugung wilnkhte; pod iicth iliiien, fich k1ein.e tragbare Feurrfpritzen anzufchaffen, urn fich deren, irn
Kothfalle auf eine ghnliche A r t zu beitienen. Eiriige befolgten fogleich, meinen P d t I i , untl nun; d a
m a n die gute PVirkuag derlelben i n einigen F d l e n
erfahren hat, find Ge in verlchj.edenen Stiiclten Hallands gebriiucuich geworden ; bdonders feit einem
Verfuche, den icb bier iin Mai 1797 mehr i m Grofsen angeltellt habe, urn die Vortheile zu zeigen,
welche eine zweckrniifsige Richtung, der Walfergillfe zum Lofchen an& der ft5rklten FeuersbrBn4
fte mit wenigem Waffer gewahrt, 'wedo man Gch
dazu der tragbaren Spritzen bedient. Diefer Ver€uch war folgender :
.. Ich liefs eine Baracke von trocknem Holte bauen,
die ein Zimrner bildete, dafs 2 4 Furs lang, 20 Fufs
hoch und 14 Fufs breit war, an einer .Seite zwei
T k a r e n und an der andern zwei.Fenfter hatte. Diefes rnit Gebiilk zu einem Dache verfehene Gebiuds
war obsn ciffen, und die LVInde ftanden fechs 2011
liber der Erde, damit durch das Durchftroinen der
L u f t von unten nach oben der Brand lo vie1 als
iii$i$ch angefacht wtlrde. Die WPode waren inw e n d i g ftark Ubertheert und mit gefioehtenern Stroh
dberzogen, das ebenfalls mit Theer beftrichen wurde. An die inoere Seite diefes Strohuberzugs hers
ich Holtfpioe und einen dicken baurnwollenen,
mit Terpenthiniihl getrznkten, Docht befeltigen,um
das g a m e Zimmer fchnell in Flammen fetzen zu
kiinnen. &urn war das Feuer angelegt, fo wurde
das Feuer, welches der Wind ftark anblies, allenthdben lo heftig,dafs alleZufchauerfrlruntnijglich hielten, es zu larchen. Indefs gelang mir dieles doch auf
dieoben angefeigte Art, i n 4 Minuten, mit 5 Eiinerm
Waffer, woven aber ein Theil durch die Schuld
meiner Gehalfen verfchwendet worden war, wie
das der folgeode Verfuch zeigte.
Da ich zu dem eben erwiihnten, der am 8ten
Mai angeftellt worden war, n u r wenigperfonen eingeladen hatte, wiederhohlte ich den Verfuch am
I rten Mai in Gegenwart einer grolsen Menge von
c. 319
3
,
Zufchauetn nrchdem das Gebiude ia feinen vorigen Zuftand wieder hergeftellt war. Die Flamme
wurtle eben fo heftig, als das erite Mahl. Ich dirigirte jetzt den Wafferftrahl gang allein, und i n
drei Milin&en gelang es mir, das Feuer giinzlich zu
li5lchen, ohne dafs ich mehr als drei Eimer voll
WaICer, jeden aogefihr zu 18 Pinten, dozu gebraucht hatte.
Bei meinem Aufenthalts in Qotha im Julius I798
drangen dar Heraog und die Herzoginn darauf,tlals
jch a u f ilire Korten diefen Yerfuch, von dem fie in
geutlchen Journalen ausfahrliche Befchreibungen
gelefen hattea, wiederhohlen machte, indem fie
wiinfchten, darr cr in diefern Theile von Deutfcbland wo die Feuersbrilafte oft grolse Verwiiftungen anrichten, weil man drs Wafter nicht zu gehrauchao verfteht, Jlgemeiner bekamt wiirde. Die
vrrbiadliche A r t , w m i t Ihre I>urchlauchten mich
ciarum erfuchten, oad dar Wunfch, meine ErGn( h o g gemeiontlttiger zu machen, beftimrnten mich,
emzuwiIliSen. Der berahmte Aftronom v o n Z a c h
wohntz ditfcm Verfuche gleiclfalls bej, und war
fo giitig, das Detail deffelben in einer deutkhen
Zeitfchrlft, betitelt: Aeichsunzeiger, i n cLjE Sttick
vom &,ten b p f t 1798 No, 419%eioriicken zu
lafkn,
Herr L a l a n d s , C ~ den
P
3oftm Julius, vier
T a g e nach dielem Verfuche, aach Gatha. kam, ecfuhr z w a r das Refultat delfelben, unct machte bald
nacli leelner Zurackkunft in Paris I wie er I I I U neu-
lich faete, das Nationalihftitut damit b e k m n t ; (abet
er verficherte rnir zugleich, dafs man daniahrs an
d e r Wahrheit feiner Ertahlung gezwcifelt h a b c
Uni ollen Zweifel hierilber zu zerftreuen , lege ich
Ihnen die Nachrich; bei; welche der bernhmte gotheifche Aftrooorn in die genannte Zeitfchrift einrtlcken liefs.
,,Das in mehrern in - und ausl~nt4ifchcn
Zeitfchrifteo fo hoch . gepriefene voo Akcn'fihc unct
cl a s IVehrvlandei'fihe La fch \va ffer ha b e n gro fses
Auffehen erregt., Einer fa allyemein niltzlichen Sache kann man oicht genug Aufmerkfarnkeit fchenken..- Ein Augenzeuge theilt bier eine kurze Befchreibung einesin G o t h wiederhohlten merkwardigen Verfuchcs einer Lofchungsmethode rnit, welc h e nicht nur dem erwarteten Erfolge vollltommen
entfprochen hat, fondern auch dazu beitragen kann,
mancheo Vorurtheil zu heben, da man gewiffen
neu erfundenen , mitunter als Geheimnifs ansgehotenen Zufammenfetzungen,von Liifchwaffern. ganz
berondere dem Feuer widerftehende Brafte und Eig e n k h a h e n zufchreibt, -welche ihnen nach eincrn
snbefangenen Urthcile keinesweges znkomrnen.
Es .iCt daher doppelte Wohlthat, d a s Pubiicuin gehiirig daraber zu belehren, da Folche kilnftliche
Coinpofilionen nicht n u r nichts vor den1 gemeinen
Waffer voraus haben, fonrlern auch noch kohbar
und nicht bei jeder ausbrechentlen Feuersgefahr imm e r in der gehbrigen Menge zur Hand find, urn folche im Grolsen aoweodeo zu konoen. Da Ober-
--
dies die Reftabdtheila f i e f s Lbfuhurlgs<mittds Stzend God, fo zerfrsffeo Ge nicht nur, alles Metal!
an den Feuetfpritzeo, die folches Waffer verfpritzen, fondern auch deren Schliuche, welcher Urn,
Itand vor allen Dingen i n Erwtigung gezogen- zu'
wecden verdieot."
'
,,Die erlte Veranlaffung zu dem Verfuohc, woo
t o n wir fogleich eioe zweckmiifsige Befchrcibung
geben werden, hat dos vonRken'Jch Mittel felbft gegeben. Der berihmte PhyGker Dr. v a n M a r u m .
aus Harlem verluchte cliefe CompoGtiori, in Vergleichunp; mit dern gemeinea Waffer, zuerft i m Kieid
Den9 daon auch im Groken; e r fand, Bfs e r mit
einer fehr geringcn Quantitiit Waffer, wenn es nur
gehcrig aagewendet wird, den grafsten Brand 16fchen kiinne, -und dafs er durchgeheods hierzp einer grdfsern Quaotitiit der YOU Aken'Jchen Lafchungsfeuchtigkeit, als vom gewdholichen Wa&rI
niitliig hatte. Die Verfuche fo wohl irn KJeinen
mit wohlbetheerten Tonnen, als auch im Grofsen
mit eioer a u f Kolten des van Teyler'lchen Inftituts
i n HarICm von trockenern Holze aufgefchhgenen
unrI i n Brand gelteckten Hatte, die in Gqenwart
vieler hundert Zufchauer aageftellt worden, findet
nian in G r e n ' s neuem Journal dcr PhJJak, 8. HI,
S. 134, uqd B. IV/ S. 152 u. folg.. umftaadlich befchrieben."
,,Da der Dr. v a n Ma r u m a u f f a h e r in diefem
Jahre nach Deutfchland gemachten gelohrten Reife
ouch aach Gotba kam, lo hat S. D. der Hcrzog
VOII d o t h a d e r bekanntrich ein groker Liebbaber
und Verehrer mathematifcher uod phyiikalifcher
%Wfeolchaften ilt, diefelben niltzlichen Verfucha
i m Grofsen zu fehen gewfinfcht , naclidem Hr. v a n
M a r u m ibm die Wirkfamkeit feiner Lafchungsine.thode im Klrinep,mit in Brand geftcckten bitheerten
Tonnen gcteigt hatte, w-elche mit einem Ltiffel voll
Wafler gelalcht wurden. Zu dlefemEnde wurde unt e r v a n hl a r u m 's Anleirung vor 1.D. der Frau Herzoginn Garten einr Hutte von altem trockenen Hole
ze aufgefchlagen , gerade nacb detifelben DimenfoPen, wie die Harlem'~ohe, niitalich 2 4 Furs ling,
20 Fufs breit und'r4 Fufs hoch.
An der Nord-OfrMte waren awei Thflren und an der Nord-Weftleito
zwei Oeffnungen wie grofse Fenftar angebracht. .
Damit diefe Hotte dcfto heller aufloctern miichte,
war Ge oben offen. Die innern bretternen WPnde
waren m n d herum ganz mit T h e e r beftrichen untl
nrit Strohlnatten bekleidet.
Diefe . wurden auch
noch k u r z vor der Anaihduiig voh oben bis unten
reichlich mit zerlaf€enem Peoh befpritzt, CTnten a n
denfelben waren baumwoltene mit Terpenthia- Spiritus genltikte Doohte befeftigt , damit dadurch
disfo halzerns Hirtte plattlich und von a h n Seiten
zugleich in.Brand geratben follte. Ah nun diefe.
r u n d herum angeailndet waren, ftanden die Strohinatten bald in vollen Flammen. D a s F e u e r , welclies durcb t h e n Sad- Weltwind nicht wenig
mseblafen wurde
war augenblicklich fo heftig
und die Flammen fchlugen mit dicken Rnuchwol-
k e n viele Schuh hoch Qber die Dachaffnung mit
folchem Ungelmm heraus, d d s die urn die Hiltta
verfarnmelten Zufchauer iich fehr fchnell zurilck
ziehen rnufsten und vielc derfelbeo ausriefen: es
fey.&& maglich, diefes Feuer zu liifchen, d i e
Hiltte warde bis auf den letzten Span ganz niederbrennen. Als nun die Strohmatten ganz verbrannt
waren, ftand das Holz a n tler innern Seite d e r
Hiltte rund heriirn in vollen Flammen. D i e allere
ungilnftigften UmftHnrle tiegleiteten dielen Verluch ;
denn der Wind jagte die Flamine gerade durch die
beiden T h a r e n tler Nord- Oftfeite ,-wodurch die
Lofchung angebracht werden follte. A b e r deffen
ungeachtet k f s H e r r v a n M a r u m , nicht ohne
Furcht und Strauben der Handlanger , welche zur
Bedienung der Spritze beitimmt waren, eine kleine
tragbare Handfpritze vor die T h a r nPhe bei d e r SiidOrtecke d e r Hatte in Bewegung fetzen ; er felblr
ftellte iich vor diefe Thar hin, fo p a h e als es die
Hitze tles Feuers n u r auliefs, und braehte den Wafferrtrahl zuerft auf der Sod Oftfeite an, lo nahe a n
d e r T h o r , PIS es n u r anging, und leitete ttenlelb e n , To bald die Flamme an der tlurch dns Waffer
hefeiichteten Stelle geliifcht war, ISngs diefer Seite
f o r t ; hernach Iiings der Sfid Weltfeite und d e r
Kord Weftleite ; i n wenigen Minuten w a r dies verrjchtet, und die Flaminen on diefen Wiinden waren
getilgt.
Hierauf wurde die Spritze vor eine d e r
ge I n el d e ten Fen fter ijf f n u n g e n d e r Pior d Weft Tei
te gebracht, und h e r m i t lol'chte er in iehr k u r z e r
-
-
-
-
-
c
324
1
Zeit die Sad-Oftfeite. Als dies gsfchehen -war,
oerfiigte fich.van M a r u m , nicht ohne Fuicbt der
Helfer, in die Mitt0 der noch hier und da zwifchen;
den Ritzen der-Bretter und in den Spalteo und Spei-.
chenl6cbern hrenneddan Hotte, wo e r noch vola
lends das wieder in kleine Flammen aufglimmende'
Feuer gant Iafchte, und ganz Meifter diefes onge-'
heuera Feuers wurde."
,,Nach'der Schiitzungvieler Zurchauer war dieferi
Brand nach dern Anfange derSyritz& in drei, hijchftens vier Minuten fo weit gelijfcht, dafs das €3012
nur hier und da glimmte, und an einzelnen Stellen'
wieder einige Flarnmen fafste; doch dies a h war
eon fo geringem Belange, dafs diefe Stellen durch.
einen aaffen, an einen Stock gefteckten Lappen gedampft wurden.
Ehe man die Spritze in Gang
brachte, wurd& das Wafferbecken zwei Mahi, iedes Mahl rnit zwei Eimern Waffgr, gefiillt. SAllein
beiin Herumtragen der Spritze vor das eine Fenfter16&, und nachhet in die Mitte der Hatte felbfr,
wurde eioe ziemlichsMenge WaCCkr yerfchilttet, die
man bcilaufig auf einen Eimer fchiitzen kann, To
dafs man wirklich fagen kann, diefer hefGge Brand.
fey mit drei Einiern Waffer gelafcht worden, aufser
clem, was nachher zur Ausdiimpfung der Gluth gebraucht wurde."
,,Dafs oicht etwa die Strohmatten allein gebrannt,
uncl das grofse a u h d e r n d e Feuer gernacht haben,
fondern dafs auch das Holz diefer Hirtte in vollen
B r a d gerathen fey, hat ein jeder nacb dem L6fchen
fehen kanrien, If0 dafs nicht eio 2011brkit Holt an
d e r innern .Hatfe z u finden w a r , . welches nicht
Mehr oder weniger tief eingebrannt war; :befondcrs
-war'die:Nord - O h k i t e , qegen-welcbe der Wirid die
Flatnme mit Heftigkeit trieb, ganz verkolilt , lo'
dofs Gch oberhaupt. dieler Verfuch v w dem Harlem'fctikn -wefehtlich:dadukch uaterfobeidet ,. dafs hier
die durch die T h b r heraus dringendea FlamFeli
u n d tler dicke Rauch die Beikommung mit d e r
Fkuerfpritze fehr erfchwerten,' fo Jars n u i i u f vieles
Zureden , uncl durch v a n hl a r u m ' s perfanliche$
Beilpiel, indem cr mit dem Spritzenfchlauche imrner
zuerft voran ging, die Sprihentriger endlich 'dahia
verrnocht wurdeo,dar Gefahr niher zu kommen." .
- . . ,,.Das ganze VerFahren bei d i d e r L6khungsmethode .befteht demoach darin, dafs, urn die wfithendlte'Flammd rufzuhalten, man nur die Oberflgche deo brennen'den Stoffes a n d v Stelle, w o die'
Flamrne .auflodlrt; zu befeuchten braucht, und
dafs hierzu n u r eine k h geringe Q u a n t i t i t Waffer
erfortlert wird, wCnn nur clas Befudchten der brensenden Stelle .ordentlkh gefchiek.' ' S e t w e g e n '
mufs man beim Spritzen vorzilglich darauf k c h t u n i
geben, dais man den.Strah1 fo lenke, dais die ganze
Oberflache der brennenden' Stelle voin Walfer befeuchtet uod gelolcht werde, und zwar auf eine
folche Art, dafs zwifchen beiden keinc brennehdcn
Stellen ilhrig bleiben; denn giebt man hierauf nicht
Acht, fo verdarnpft die Hitze der hier u n d d a noch
gebliebenen Flammo fchnell das Wafler, womit das
,
gelafchte Holi angefeuchtet ift, \ind diefes'gerJth
dauo wieder aufs neue in Brand. Urn daher in alien FPlleo das Feuer zu lakheo, braucht man nicht
mehr Waffer auf die brennendeo Stellen zu bringen, als niithizift, die Oberfliiche dadurch z u benetzeo; dies Jft. alles, was zurn Brandldfchen erfordert wird, von welcher A r t auch die Ureonftoffe feyn magen.('
,,Man kaao
nach diefen .Verfuchen wohI enicht
m e h r daran zweifeln, dafs folChe kleine HandfpritZen, aiesnian fchnell von einem O r t e zum andern
wagen, fehr bequem handhaben, und nach den bren. nenden Waodeo. und Oberfllchen. dirigiren kann,
i n den meiften Falleo zureichen,. das Feuer mit wenig WaCfgr, Mirhe und Umftlinden zu Iofchen. Man
fieht fiberdies aus dielen Ver-luchen, dafs es vergeblich ift, iich nach andero kiinftlichen,. koftbaren
u n d die .Spritzen verderbeoden Liifchwalfern uin'zufehen, da ma0 diefes mit gewahnlichein Waffer
eben lo wohl, WSI nicht baffler, verrichten uod den
Ztiirldten .Brand liifchen kann." So weit Herra von
~ a c h ' Berichte
s
irn Reichsaozeiper.
m i t d e r d c s l4er.r.n bc
v a n Rlrruth f i b e r d i e M e n g c W a f f c r , w e l c h c
s u m *I L B / ~ h ~c inn e r F e u e r r b r u n f t n o t k i g
. .
iit, i m R i d r r f p r u c h e j i c h t ,
2. 8eiqe.rkm:?aR, w c l c h e
D ~ ~ C ~ O I S I dL e Lm Li lSt e r n ,
-
~ b ' i m i ~ . - ~ . ~ u r . ~ s~ u~ L'efciire
r i e r
bei R O u c a * )
'
Unter mchrern pyronomifchen %otizen,
welche,ich i n 'cter Gefellfchaft zur Befardcrung d e r
Willenlchaften zu Rouen in1 Junius 18'04v o r g e l t h i
babe, betrifft cine d3s Schreihen des Herrn br. v a n
M a r u n i a n hen Senator B e r t h o l l e t . ,-Ich & g i
hier einen Auszug daraus fdr die Anhales de Chimie bei.
&achdern ich karzlich die zu Harlem und Gothh
'1797' Und'I798 anghftellten Verfuche e r t s M t tiatte,
f a g t e ich forgendes hinzu: Ich 1;abe dlefe Befchreibung abgekarzt, abcr tloch nichts Wdrntliches weggelafferi; denn h a s man zucrft das Waffer tlahin leiten mufs, wo der W i n t l (lie Fladrne fafst, das.ift
jedern, d e t init Feuerfpr;tten ~ I thun
I
hot, bekaAnt.
'Ah'er niithig ift es, z u bemetken, dafs die Folgerungen ctes cirri Dr.'v a n : & l ai i m auf ciner ~ i i u fcliung beruheo, von der es zu bewundern ift,'da$
t i n lo gelehrtrr Naturfodther fie auch nicht geahntrt hat.
Urn d i d e Behauptwng tu erweifen, berufe ich
mich a u f ciaen jihnlichen Verfuch, der z u Rouen
i n Gegenwart einer zahlreichen Verfainmlung, Z Y
--
.)
Aitnalrr dr C h i i n k ,
to51,
p. 97 f.
d . H.
Welcherauch ich gehBrte, angeftellt wuide, und deffen Refultat ganz aaders ausfiel. Es war im Sornmef.
1788,( d o g Jdhre vor den Verfuchen zu Harlem,)
als er bei tfer rnineralifchen Quelle von St. Paul gemachtwurde. Herr d e 1'E p i o e wohiite demfelben
a]si&lunicipalbeamte; bei, und bat mich, ihin wihrenq
d s Verluchs ineine Beinerkungen niitzutheilen.
Ein Maon, der, wie man fagte, ein Schneider
aug Paris war, hatte ein Gebaude von gbertheertem
Holze aufgefohrt, das, lo viel ich mich' erinnerd
dem des Herrn v a n M a r u m i n aller Hinficht
#ich. 'Vor jeder Ecke diefes Hiuscheos ftadd in
'1
.
elner Eotferoung, dJe keine hlittheilung
des Bran:
-des befilrchten lief's, eine ausgeleerte Theertoiine
aufrecht, deren oberer Boden heraus genorn-men
war. Zum Lbfchea follte eine ,Flg'(figkeit gebraucht
werden, deren Zabereitung man geheim hielt. Die
vier Tonnen wurden eine aach der andera angezfindot und gelbIcht, ehc man das Gebaude a.afteckte.
Ah icb die erfte T o n n e larchen gefeehn hatte, erfuchte ich den Municipalbeihnten , vorzu~chlageo,
dafs man rerfuchen macbte, rine d e r andern T. o n r.
n e n m i t WaCfer, clas,einige Schritt dar on vor den Augen der Gefellfchift B U S dem Flulie rehohlt wilrde,
und Zwar mit gerade fo viel, als hierbei a u b e ana 5
gen wa:, zu Iafchen. Da uafer Maim diefes gera,
dezu veiweigerte, wurde uiis feltre Charlataaerie offenbar: ,wir liefsen ill; nach 'einandcr die iibrigen
drei Tonnen anzilnden unrl Iol'chen, und erwarteten
zhn beim grofse~Verluche lnit der Bancke.
.
Der
c
529,
3
D e r Municipalbesmte erkllrte,-er vgiirde nicht
zugeben , dafs man einen Tropfen des angeblichen
Lofchungswaffers auf das Gebaude fpritze, be;or
w i r es firr niithig hielten; und diefem mufste
man iich unterwerfen. Bald entzog cin Strom von
Flamme und oon Rauch auf einige Minuten die Saracke den Augen d e r Zufchauer; und fogleich bat
d e r angebliche Phjjcien urn dieBrlaubnils, die Wirlcfamkeit feines Liifchwaflers zu zeigen; allein es war
noch nicbt Zeit. Indeffen verkleinert; Gch die
Flainme beinahe platzlich, und man fah die blofsen
Brettcr des Geblaudes fchwarz, wie Kohlen. D a s
Feuer ichien erlijfchen zu vyollen; allein nich w a r
iiberzeugt, dak e s nun ernftlicher, obghichl, d e m
Anicheine nach, nicht lo gewakig wie zuvur, das
Grbaurle ergreifen wilrde. Unterdeffen unterhielt
es uns , zu fehen , wie der Experimentrnacher alIes
aufimt, urn eine Erhubnifs zu erhalten, die wir fur
€cine Abficht zu lange vorenthielten.
Wir hatten fehr wolil bemerkt, dafs-die Flamme
nur i n dem Augenblicke far; ganz zufammen zu finken fchien, als Gch d e r grofste T h d d- T h e e r s
verzehrt hatte. Einige Zeit vorher war es unmiiglich, Gch der Baracke ohne Gefahr zu nzhern; aber
nachher war diefes lehr Leicht Wir befahen fie i n
der Nihe mit aller Gemachlichkeit. Alles HoJz w a r
noch unverfehrt, aber ganz mit einer dilnncn Lage
yo11 Rufs bedeckt; noch war nichts wirklich verkolllt, nur einige Stellen an den Ecken d e r Bretter
u1lc!In den Fugen fingen en zu brennen, u n d fteckAnnil. d. PhyGk. I). 03. St. 3. 5,1805. 8t. 7r
'
1
t
330
3
ten.bald auch das illirige Holz all. D i e hamnle gewann nun eine andere Geftalt , untl verbreitete iich
allrnZhlig allentlialben, Indeffen w a r die Feuers.
brunft noch nirgenJs clurchgehrochen , und obwohl
die Flarnine hell uhd lebhaft war, hatte fie cloch eine
geringereAusdehnung und fchien weniger gewaltig,
Js i m erlten AugenWicke d er Entzfinduny. EndIich fahen wir a n mehrern Punkten glilhende Rohl e n , bncl nun erfolgte. die Erlaubnifs , zu liirchen,
welche unfer Mann fchleunig benutzte. A b c r e r
&;Cchtq umfoolt;'bald war zehn Matil fo vie1 von fei.
g e m LiiTcliungsw~TTer,.als nach feeiner. Behauptung
nGthig.ieyn follte , durch die Spritze erfchiipft, die
yermittellt des aus dem F h f f e liinzu gCfulirten Wafi e i s einen ununterbrochenen WaM'erftratll ausgors.
Alle angewandte hliihe, alles Waffer, war yerfchwendet; clns Gebaude:verbranote ginzlicl~.
Seit de r Zeit habe ic1i.tnehrere Mahl Celegenhe i t gehabt, kleine. V e r h c h e mit ausgeleerten
T he e r t onne n anzuftellen , und jedes Mahl bemerkti ich, d3fs im Anfange; weun die FJamnie a m
grHsten*:nnd miichdglien fchien , noch ltein T h e i l
des Holzes entziindet.-war., fondern nichts, als d e r
T h e e r brannte, und d i k d i e f e r Iich r n i t einern Glare
voll Waffer vermGge eines leichten Kunftgriffs 16fchen liefs. \Venn aber die Flamme nach ihrer erIten betrlchtlichen Abnahme f c h allrnihlig wieder
vergrijfsert, und das Innere d er T o n n e einige Linien tief i n gliihentle Kohlen verwanrlelt hatte, fo
wurde weit m t h r WalTer erfordert, uin lit: zu 16-
o d i r die T o n n e zer6el bald i n ghhende
T r i i r n m e r , u n d doch b r a n h t e die Flamrne jetzt weit
r u t i i g e r und war vdn geringermUmfaoge als imAn1,
fartge
.
fclf&n,
...
A'us ,diefern V e r f u c h e , der nicht weniger autheptifch ift, als der Verluch des Herrn Dr. v a n
hI a r u ni , ziebe ich folgenden, Schluls : Es wird
nur w ~ t t i gWufJer er-orderc , a!ie-*Flamme harziger
Korper, (und, niich einer wahr-hei:ilichen dnalogie,
auch die F[rcinnien aller Arien vcn Oehl irnd F e i t , )
die a i f der OberJuche von Hclz vcrbreicet j n d , zu
IoJcheit ;Pe leifipn anJungs b!nJi dPr IVir hung des
J P l t e r s , cinetr Spielrccyni.
Jt'etm nber dtcs ti'ol; fe/Afi
atif&gt zu brenrie:i, dann ifi diirchaus viel ZVaj'Jer
=urn bj'then notkig, *). i u d , rnun inufs, urn d p s
lyafler Z I I fparerJ, dumic n u h der Meclrode.velfaht e n , welche allen SprictcirtneiJccm in den gril/sern
Stddcen Frankreichs bekqnnt ij&"
*) frn Hafen S t . 0 u e n, nicht wejt yon ipfrer M;anufaktur , brach im November 1802 in einer Scheunc, die voll Korn war, Feuer aus. Wir kchicktea
unrrc' Feuerlpritze hin ; aber die entzilndete Mame
wat POD einem folchen Umfange, dals alle Half0
unnqtz blieb. Meinem Bruder und allen AnweCend e n kchien das darauf gelpritzte WaKer das Feuer
zu vermehren, und die Flamme nahm dadurch e i n s
andere Farbc ah. E r glaubte, aus dieCer und einigen
a n d e r n Bemerkungcn dieler Art Ichlieten zu hanncn, dals eine zu geringe Quintitat WaITer, w e i t
entfernt, das Feuer zu lalcheo, es vielrnehr enfacht
und vergr6Gtrt.
Y2
c
352
3
Ich glaubte, clafs die Behaupttngen (1;s Hrn.Dr.
+ a n M'a r u rn ilber die Mittel,
Feuersbrtinfte 'zu
wiirde,
hemmt~
,-weno
~
ihnen nicht widerfprochen
t
eine falfche Sicherheit einflofsen mijchten, die gtofses Unglitck bewirken kijqnte, und hielt es daher
fi\r Pflicht,. den befchriebenen Verfuch untl detfen
Relultat dem Publiculn bekannt zu machen.
3.
S c h f e i b c t i d e s H c r r n Dr. t a n M a r u m a n
H e r r n Berthollet, in Brciehhng auf den
vor]i'rhenden Aufjhts.
Es macht m i r Vergnogen,'
')
aus Jhrern letzten.
BrieFe zu erfeheo, dafs die Electrifirmafchine, welche fie vor lturzern von Herrn F o r t i n nach rneinen GrunJfatzen, genau meiner Befchreibung
gemrirs, [man vergl. den vorigen Auffatz, Rubrik 7.1
haben verfertigen lalfen, a?& blors a1Ic.s clas JCIP e t , w a s ich davon angegeben habe, fondern felblt
i n ihrer Wirkung Ihre Hoffnung iibertrifft.
&n
b i r d t c h dadurch' iiberzeugen, dafs ich den Effect
diefer neuen Bauart auf keine Weife pbertrjeben
habe.
W a s die Bemerkung des Herrn D e c r o i Ti I I e s
betrifft, die m i t meiner M e i n u n s ilber die zum Lsfchen der Feuersbrfinfte nlitliige Waffermenge i m
bViderfpruche iteht; fo hiitte ich mir nie gedacht,
*)
Zufammen gczogen aus den Aunalcs de Chimie.
(Febr. 1805,) t. 53, p. i 5 u f.
d . H.
dafs eio Verfuch im Grofsen, dcr bffeiitlicli drei
Mali1 und an verfchietlenen Orten wietlerhohlt worden, und der eine grolse Menge aufmerkfamer Zufchauer, die rnit dem Vorurtheile erfoilt waren es
fey datu lehr riel Wafler notbig, vom Gegentheile
iiberzeugt hat, je ktinnte in Zwejfel gezogen werdeii.
W e r die SchldTfe, welche H e r r D e c r o i f i l l e s zieht, a u f T r e u ' arid Glauben annimml;
o h n e das Detail meiner Verluche nachzurelien, wirJ
meinen, nicht .das Holz lelblt-der get1ieerte:i E h u fer , die ich 1797 u n d 1798ge1i;fcht habe, foiiciern
bloh i h r Theerilberzug habe gebrannt, irnd
ich iiitte irnnier diefeo Zeitpunkt ergriffcn , utii d i e
Wirkfatnkeit von wenig mit tragbaren Spritzen gut
gelenkten Waffers 211 zeigen, gerade lo wic es leiti
Charlatan ans P x i s thun wollte, urn d e n Nutzen
feines Geheirnnifles zu bewihren, uncl tlafs ich rnithin mit meinern Verluche entwecler mit Fieifs IlaI)e
ttiofchen wollen, oder inich felbft getzufcht hahe.
hlan lefe indefs nur das Detail des dritten Verfuclis,
wie ich ihn in Gotha angeftellt habe, i n dern Protokolle nach, welches rler berilhinte Aftronom Herr
v o n Z a c h darilber in den Reichsanzeiger, tler
dort an Ort und Stelle erfcheint, wenige ?'age nach
dem Verluche, als jederinann Gch durcli eignen Anblick ilbcrzrugen konnte, was es clamit ftir e i n c g e .
wandtnik gehabt habe, hat einriickcn AafCen. ,,] < i n
,, jeder", heirs: cs darin, ,,konnte nacli dein LGi'chen
,,fellen , tlafs tlas Holz der Hirtte i n vollen Brand
,,gerathen war, fo tlafs nicht ein Zo;l breft IIolz an
1
--
-
I:
334
1
,,der innern Hiitte zu finden war; :welches nicht
,,mehr o'der weniger tief eingebrannt w a r ; befon,,ders war die Nordoftfeite, gegen welche der Wind
,,die Flarnme mit Heftigkeit trieb, ganz verkohlt. "
.Ich zweifle nicht, dais die Ausfage eines fo achtnngswiirdigen Gelehrten , als des H e r r n v o n
2a c h ;bei dern unparteiifchen Lefer mehr gelten
w i r d , als die widerfprechende Uernerkung , welche
' Herr D e c r a i f i l l e s vor 16 Jahrengemacht hat, bei
Gelegenheit des Verfuchs eines paril'er Charlatans,
d e m e r zufah, und von dern e r jetzt, was e r CIch
davon erinnert, erziihlt. Icli konnte Zeugniffe beibringen, dafs auch in den beiden Verluchen, welc h e ich hier irn Jahre 1797 affentlich, in Gegenw a r t vieler Zufchauer geinacht habe, das Holz felbft
d e r gel6khten Earacke nberall, und dern grofsten
T h e i l e nacb, verkohlt gewefen fey, f 2011 tief
u n d mehr, wie das Stacke beweifen, die ich noch
jetzt aufhebe; doch jenes Protokoll allein zeigt
hinreichend, in wie weit die voc lo vielen Jahren gemachte Bemerkung des Herrn . D e s c r o i f i l l e s
darzuthun vermag, dafs blofs d e r T h e e r und nicht
auch das Holz bei meinen Verfuchen entflammt gewefen fey.
Herr D e s c r o i f i l l e s erwiihnt noch feine
Kleinen C;er/;rche, wie e r lie nennt, init leeren
Thsertonnen, die, wenn das Holz einige Linien
tief verkohlt w a r , weit mehr Wafler zurn Lofchen
forderten, als da blofs der T h e e r brannte. Das ift
freilich nothig, d a man alsdann nicht blofs dieFlam-
c
335
I.
m e , londern auch die gliihsndcn Kohlen IGfclien
l n d s ; letzteres iCt aher fehr leicht, wofern n u r erft
die Flainme gelqfcht ift, gefetzt, die Fhmriie k:ldilge
auch hier und da wieder auf. lch konnte fie bei
rnciqeq Verfucben irn Grolsen ohne, Schwierigkeit
m i t nalfen Lappen die ans Eode eines Stocks gebunden waren, liifchen, wie man iin obigea Protokolle fiodet.
A u € eine Betnerkung, die gegen. fo gut heurkundete Verfuche weiiig gilt, wlircle ich gar nicht
geantwortet haben, wenn nicht d e r Schlufs,‘ dep
H e r r D e s c r g i l i l l e s a u s i h r zieht, dern, was ich
hei meineri VerCuchen bezweckte, in den Augen
Ununterrichteter Ichadlich werdeq kijnote; namlich d e r Ueberzeugung, zcl der ich uncrwartet bei
Prtifung tles beribhtigten Cchwedifchcn L6fchungswaCCers des Herrn v o n A k e n gekommen bin,
drcli J&ls hQJ&igeFeuersbriinf t e mit geringeti M e n 3
w e n WaJfers Io/l.hen Iccflen, wena cs gehorig geleiikt wird. Ich gab ineinen Mitbargern in dieler
Ueberzeugung den h t h , Gch kleine traghare Feuerrpritzen anzufchaffen, urn fie gleich bei tier Hand
zu haben, und esgefchah blofsy urn die kVirkfamkeit von wenig, durch. eine tragbare Spritze gut
gerichteten Waffers i m Grofsen zu zeigen I und d i e
Zufchauer davun zu iiberzeugeo, dafs ich rneine drei
grofsen Verfuche angeltellt habe. Seitdetii h a t iiiernancl hier an der Wahrheit cler Sache gt.z:veit’eIt.
D i e tiamahlige Ndtionalrerldlnmlung, V O I ~nleinen Verfiichen blofs aus Erzahlungen, welchc
-
c
336
1
fich davon i n periodilchen Blittern. fandeo, unterrichtet, forderte mich, (oachdeni fie den Bericht
einer CommirGon dariiber angeh6rt hatte,) am
3often M a i 1797 auf, iiber die tragbaren Feuer.
fpritzen und meine Verluche cldmit , etwas Detaillirtcres durch den Druck. bekannt zu machen. Diefer Aufforderung unlers Gouvernements entfprach
ich durch beiliegende Blatter, von denen ich, wenn
Sie es wilofcheo, Ihnen gern eine franziiGCche Ueberfktzung zultellen will. Durch diefen Schritt unfers
Gouvernements, und durch die uinftlndlichen Nachrichten, welche ich auf dellen Veraolaffung bcl<annt
gemacht habe, ift man in allen Theilen d e r Republik auf die tragbaren E'euerfpritzen, deren R'ittzliclikeit durch i n e i n ~ Veriuche
,
fo wohI erwiefen
\Far ,/ irniner aufrnerkhmcr geworden. Mehrere
3Linftler ~nct Verfcrtiger von Spritzen haben Fabriken folciier tragbarer Feuerfpritzen ansclcgt ; in
d c r eintigen Fabrik des Herrn 0 n d e rd e w i n g a a r d zu Delft Gnd ihrer aber 400. das Stilck zu
5f Louisd'or, verfertigt worden. Sehr viele Privatperfonen und rnehrere Gerneinclen haben fich z u r
Sicheruog ihres Eigenthurns m i t folchen Spritzes
verfehn, und i h r Nutzen ift fchon mehrmahls durch
Dim'pfung yon Feuersbrilnlten, die i m Ausbrechen
waren bewihrt worden. Dak eine geringe Meni i n e ausbreclientle Feuersbrunlt, verge von
rnittelft gut eingerichtster tragharer Spritzen, zu 16(then vermag, ilt dalier eine Sache, welche durch
)
d i e Erfahrung in dielem Lande hinliinglicli beivie-
Sen ift.
Als ich Ihnen vor zwei Jahren die i'erfuche
knrzlich mittheilte, auf welche ficli diefcs griindet,
glaubte ich, es werde, wenn man fie in den Almales de Chiniie M e , i n Frankreich LuCt erregen,
von meinen Erfahrunsen Vortheit zu ziehen, und
wenigftens die W i r l i f m k e i t folcher tragbarer Spritzen durch Verfuche zu prilfea. Ich war dalier in
der T h a t erftaunt, zu fehen, dafs man inFrankreicli,
fttatt diefe Vcrfuche anzuftellen, in diefelben A n n a l ~ s
die Erzahlung eines mifslungenen Verfuchs einruckt, die ein Charlatan vor 16 Jaliren zn Rouen
unternommrn hatte, untl den man nic!lts deft0 w e niger nioht minder authentifch als den ineinigen
o e n n t ; dafs man Ijch diefer Erzihlung bedicnt, o m
meinen Verfuchen zu widerfprechen, mil. Togar pine ZIluJon vorzuwerfen, und dafs tler Urheber tler
Erzlhlung nicht anfteht, fie folgender Narsen zu beichlicfsen: ,,Ich glauhte, dafs die Rehauptuagen des
,,Hrn. v a n M a r u r n ilber die Mittel, Feuersbrijn,,Cte zu hemmen , w e n n ihnen nicht widerfprochen
,,wiirde, eine falfche Sicherheit einfldfsen rnach,,ten, die grofses Ungliick bewirken kijnnte. "
Ich aberlaffe es lhrern Urtheile, mein Herr,
untl dem jedes unparteiirchen Lefets, ob es billig
war, dafs Herr D e s c r o i f i I I e s durch fo fchlecht
begrilndetc Folgerungen Verfuchen widerfprach, die,
wie aus meinem Briefe erhellte, unwitlerfprechlich
bewihrt God, und bei dcnen ich keinen andern
Zweck hatte, als ZLI zeigen, wie 6r.h eine Feuersbrunft, welche auszubreclien beginnt , mit wenig
Waffer lijfchen Iifst, Dafs grofse Haufen Stroh,
Holz, T a r f oder andere Brcnnmaterialien, in welche
d i s Feuer tief eingedrungen ift, mit wenig Waffer
gelafcht wetden kiinnteo, habe ich nie behauptet,
und es fcheint mir lzcherlich, dafs man rnir eine
folche Ausfdge andichten, und durch ein Beifpiel
vorn Gegentheile meinea Satz beftreiten will. Ich
wollte blofs beweifen, tlafs nach meiner Angabe verfertigte tragbare Spritzen, welche einen IVaEferftrdillx cler 2011frark ift, fiber 40 Furs hoch oder
weit treiban, ,mehr clls hinreiclien , gewiihnliche
Feuersbriinfte in i h r e r n Auferige t u lijfchen , wenn
die Flamnie fich noch nicht wcit verbreitet, und
e d t ein oder zivei Zirtimer eq riffen hat. lhr groh e r Nutzen beruht dnrauF, dafs fich verrnittelft ihter , \Venn fie gleich bei d e r Hdnrl Gird, das Feuer in
vieleri Fdleii Ibfchen lafst, ebe (lie grol'sen Spritzen
berbei gebracht werderl kiianen. Ift dagegen das
Feller fo miichtig, d a k man fich d e r brennenden
Stelle nicht ionerlialb 40 Furs nahern kano, fo find
die grofsen- Spritzen, die den Strahl weiter treiben,
ga sz unen tbe h r li ch.
D i e volle Ueberzeugung von dern grofsen KutZen, welchen man von d id en fo wohlfeilen tragbayen Spritzen, je allgemeiner fie angefchafft wertlen,
in deftP Liiherrn Grwle habea wird, und rnein
W.\r~lnl'cb,die wohlthdtige Wirltung rneiner Verfu-
r
339
1
che tich immer weiter verbreiten zu fehen, haben,
((la bei rneioer Ernpfehlung diefer Spritzen keio
Argwohn von Eigennutz S t a t t findet ,) niicli allein
vermocht, Ihnen diefen weitliufigeo Brief t u I'chreit
ben, den jch Sie bitte in die Anna1g.s de Chimie
tinracken zu Mien.
4.
B e m e r k u i a s e n i i b e r d l e I-cich.
w o r n i t J'rch e i n F e u e r v o n b r t h e e r t e i n Hal-e. t r o t 5 f e i i i e r a n j ' c h e c n r n d e n Heyt r y k e i t 1 r i f c h c i i 1iiJit. u n d i i b e r d e n N u t c r n d e r
Pyronomifche
tl,ofiert.
k l e i n e n t r a g b n r e n F e u e r f p r i t c e n uiad g e -
f ii l I t
J i e h e n d e r F e u e r e r in r r ,
von
DescnoIsiLLcs
d e m a l t e r n . *)
- - Ich glaube mit alIer Achtung,
die man einem berilhinten Gelehrten und einein Freniden rchuld 4 ilt, die Mcinung cles Hrn. Dr. v a 11 hl a r 11 in ciber
die zuin Lrilchen der Feuersbrtinltc riijthige Waliermenge widerlegt zu h h c n . Herr Dr. v a n > l a r 11 ni hat ineiric Einwiirfe beantwortct; i c } ~hoffs
zu zeigen, rials fie norh i n 31!er i h r e r Starke bcftehen. Dafs der hollandirche Eaturforlcher i r i elner anclern als Eeiner 3luttrrfl):ache fchrieb, ift
unrtreitig der Grund, dals er h i n und wieder IYorte
walilte, bei denen es gewil's k i n e AbGcht nkht war,
niir wehe zu thun.
*)
A u s g n o g e n a m einer VorleTtln,a in drr SuctCtt
d'Emufatinn z u Htiueji a m 6tro Nu 1805, Annaler
dr Chrmic,
t . 51
, p.
LO+
d. H.
H e r r D r . v a n h l a r u m hatte nicht g e t s t .
dafs , wenn man ilbertheerte Bretter anziindet, die
Flamrne zwar anfangs weit heftiger, aber doch weit
leichter. zu lijlchen iCt, als wenn die liirzige extractive Materie gralstenTheils verzelirt ilt, unA nun
chs Holz allein brennt. Ich habe 3uf diel’e T h a t fache aufmerkhin geniacht, die lange vor i n i r von
andern bemerkt Ceyn mufs. Weit entfernt, lie zit
Iaugnen, begnilgt fich Herr Dr. Y a n I11 a r u m,,
mich zu befchuldigen, icli wolle zu verftehen gebcn, er habe ab/;clrclich trugfiche I’erJuche ungeJtollt,
indein er zui?t hJbhen irnmer. den Augcnblick getuuhlt habe, da das € 1 0 1 ~noch unucrjblrrt
gewefen fey Hier ift rnir wohl erlaubt, zu fragen,
o b H e r r Dr. v a n h.1 a r u rn billig handelt, mir eine
l o ungegrandete Befcliultligung zu machen.
V o n einer antlern Seite lele ich in “ern erften
v o n tlein H e r r n Ur. v a n M a r u m 3n den Senator
I:e r t h o 11e t iiber diefen GcgenltanJ gekhrieben e n Eriefe, daCs er bei feinen Vrrfuchen, tlic e r
Init ausgeleerten Theertonneo a n f ~ l l t e , ,,in dem
,,Augenblicke zum Liilchen lchritt, als die Heftig,,keit des Feuers ihn vier bis fnnf Fufs d a m n ent,,fernt hielt.“
E r fitgt h i n t u , dafs es ihm mehr
d o Ein Mahl gelungen ley, eine ilbertheefte Tonne,
die lo ltark als inijghch brannte, zu 1i;rchen.
Ferner fiilikt er von feinem den 8ten Mai 1797 angeftellten Verfuchc iin Grolsen an : ,,die Feuersbrunft
,,fey bald nnch der E n t z u n J u n g des Geb5udes, clgrcli
,,.Icn V;iiiLI angdaclit, lo heltjg geworden, chCs
-
-
,,alle
Anwelende es f a r unrn6iglich liielten, tic 7u.
,, 1jTcht.n. Dielas fey ihm nber (loch i n einer Zeit
,,vo n 4 Minuten gelungen. " Von tiem zweiten am
I Iten hIai adgeltellten Verfuche lieifst es: ,,tIas
,, Feuer w a r eben fo rtark, als beiin vorher gehen,,den Verfuche; icli bewerkftelligte a b e r ganz allein
,,den WaKeraufguls, und i n dreihlinuten war es ge,,itircilt, u . t w."
Endlich beruft Gch H e r r
Dr. v 3 n A1 a r u in auf die Bekhreibung, welche
H e r r y o n Z a c h yon dem am 26ften Julius 1798
zu Gotha angeEtelltenVerfuche bekannt gemrcht hJt,
worin man tblgentles lielt : ,,Herr v a n M a r u rn
,,riiihcrte fich d e m FeuPr , fo weit die' H i t z e es i h m
, , e r l m b t e , lint1 verrichtete den Wnfkraufguis zu,,erft a n d e r Siidoftreite," u. f. w.
Aus allein diefem erliellt augenfchcinlich , dafs
Herr Dr. v a n h l ~ ur I I I alle diere konftlichen
Feocrshriinfle von ubertheertem Holze immer im
Augenlrlicke der heftiSlten EntzJndung lafchte;
folglicli; wenn der T h e e r noch allein hrannte. Ich
habe aber bemerkhch gemacht, dafs dergleicbeni'euer$branfte, To forchtbsr Ge auch ausfeho, f e h r
i'chnell untl i i i i t weiiig WafCer kijnnen geliifcht werden. llben fo hahe ich bemerkt, dais dos Feuer,
wrrin man die erfte lebhafte Flilrnine verlodern liist,
fo lehr fiillt, dals es f a f t erlolchen fcheint; dafs e p
a b e r , w e n n man dernfelben Zeit liifst, fich von neuenl
!iuf Koften des Holzes allein zu erhohlen, zwar i m iner noch weit fchwdcher als zuvor zu feyn rcheint,
j e r l o c h nur durch eine weit g r b k e r e Nenge \Valhr
-
-
gelarcht werden kann. Ich hatte alfo Grund, zu
vermuthen, dafs Herr v a n N a r u m die T a u fchungen nicht geargwohnt habe, welche bei LiiEhungen diefer A r t vorgehn kiinneh; denn fonft
hiitte e r ichwerlich unterlatlen, zu .bemerken , dafs
v a n die erite Iilarnme rnilffe verlodern M e n , daniit
das HoIz.Zeit gewinne, Gch lelblt zu entzitnden.
W i l l Herr Dr. v a n M a r u m die Evidenz tliefes Be*.veifes nicht anerkennen, fo berufe ich mich
auf den erften VerCuch, den man zur Entfclitktung
diefer wichtigen Frage pnftellen miige. Man haue
in gehiiriger Entfernung von einander zwei Bars&en von gleicher GrGfse, gleichen ,Materialien,
U. f. w.; man ziinde Leide an, abet man fchreite
zum Ldfchen d e r einen im Augenblicke d e r g d s etn Entzihdung des T h e e r s , tier alle Wande bedeclrt, und verfuche die andere erft dann zu lii&hen, wenn der T h e e r verzehrt ift, und die fait
Ulofchene FIainrne Gch wieder erbohlt uncl tlas Holz
angegriffen hat. Dann w i d Gch zeigen, ob meine
bIeinung, dafs alsdann eine weit grofsere Waffermenge zum Lofchem nothig fey, gegrontlet ift, oder
nicht. So lange nicht Herr Dr. v a n M a r u ni feine Liifchungsverfuche a i i f diefe A r t wird angeftellt
haben, wird e r es nicht verhindern kiinnen, d a k
man die Hichtigkeit feiner frilliern Beobachtungen
betweifele. In Erwartung diefes Verfuclls erklare
ich, dafs ich bis t l a h i n weiter nichts Ober diefen Gegcnftand fchreibea werJe, ich inufste denn Urlache
finden, zu geftehen, dais ich niicli geirrt babe ;:aber
dies inufs inir zuvor erwieien fcyo.
Ohgleich d e r 1788 zu Rouen gemachte authentilche Verfuch zunacht't von einern Charlatan angeftellt w u r d e , fu ltano riian doch bicht i n Abretle
f z y n , dafs fachkuntlige Perfonen die Hauptdusfuhrcrig tleffelbeo geleitet, d. h., den Zeitpurikt des
Larchens beftirnrnt haben. Ich k o n n t e mehrere
b1it:;lietler d e r Akarfemie diefer S t d t aiifiihren, die
dem gelehrten Europd be lunnt finJ, und ineinen
dern Municipalbeaniten ertheilten Rat11 gcbilligt h a bert. Ich kanri H e r r n Dr. v a n M a r u m verfichern, dais es virlleiclit keine Stadt giebt, die
niehr wahre Bcobacliter bri Verfuclien d i d e r A r t
i n fich vereinigt, als Rouen. Kein O r t in Frankreich befittt eine fchdnere Sarnrnlung von Feuerfpritzen , und eine berfer organilirte, eifrigcre und
fdchkuntligere Gefellfchaft freiwilliger Spric;enLijrg w . U r b e r dies weifs inan h i e r , wie in allen Seeh i f e n . was es mit dem auf de r Oberflache des Holzes enttiintleten T h c e r e zu L g e n habe. M a n braucht
nur gefehn zu haben, wie leiclit man beim Ausbrennen alter Scliiffe den brenrleoden T h e e r IGCcht.
M a n weirs auch zu Rouen, this es etwas anderes ilt,
die Feuershrunft einer ifolirten Baracke, tler man
von allen Seiten m i t Spritzen und U'aller beikomm e n k a n n , die fchon bereit ftehen, 211 lidctien,
und ettvas anderes , eine wirklicbe, unerwartete
Feuersbrunft zu heirmen, h e faft iminer 111 Gebaa-
c
344
I
den ausbricht, wozu mancherlei Hinderniffe d e n
Zugang verfperren.
D e r gelehrte KaturForfcher, deffen Meinung zu
widerlegen mir eine unangenehme Pfiicht war,
fcheint uberteugt zu feyn, daTs die tragbaren Spritt e n , die er init Recht ernpfiehlt, in Frankreich falt
gar nicht bekannt find; ich glaube daher, ihtn Vergnngen zu m;lchen, wenn ich ihrn das Gegentheil
herichte. Aufser den grofsen fahrendcn Spritzen
d e r S a t und einiger Privateigenthilrner, findet man
iri Rouen und den umliegenden Orten eine grofse
Anzakl von jenen kleinen Spritzen.
Wir haben
allein i n tinker Bertbollet'fchen Bleiche, die nicht
weit von der Stadt liegt, ihrer drei.
In den
drei Manufakturen, welche an die uofrige fto[Sen, und in eitiem nicht weit entlegenen Landhaufe find deren noch vier untl eine grofse tVagenfpritze. Diefe tragbaren und zugleich fehr feften
Spritzen unfrer Manufakturen find genau To befchaffen, wie die, welche H e r r v a n N a r u ni be=
fchreibt.
Ihr Wafferftrahl h a t 2011 im Darchmeffer, untl fteigt zu eioer Hiihe von futiftig
Fufs. Sie find faft alle von ciem Herrn Thil1 a 7 e, einem fehr gefchickten Kilnftler in tliefem
Fache , verfertigt worden. Im Confervatorium tler
Kiinlte zu Paris befindet Gch eine folche kleine Feuerfpritze als Model1 ; die Regierung hat fie von unferrn Mitbirrger gekauft, und an ihn haben fich hlanufakturen aller A r t , und Municipalitiiten ans verfchiedenen Departements i n 3I.nSe Seweadet urn
,
!i ch
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345
I
fich mit diefen niltzlichen Gerithfchaften zu vetfehen. J e t z t , da tler Krieg den Preis aller hlatrrialien e r h a h t hat, koftet cine lolche gute tragbare
Spritze mit hinliinglichen biegfarnen , lelleriien
Schliiuchen 250 Franken. Urn indeffen d e n Gerechtigkeit widerfahren zu laffen, darf ich nicht
rerfchweigen, dals, wenn Rouen feit efnem J a h r bundert mit Recht i n dew Rufe fteht, fehrgefchickt e Spritzenbauer zu befitzen, diefe anfangs (loch
n u r Nachahrner waren, und nur ;~llniahlig Feu.
ferfpritzen rervollkommnet haben , welche die
Stadt zuerft aus H o 11a n tl kornrnen liefs.
D i e Pyronomie, deren Vervollkommnung fitr
Europa ein fo wichtiger Gvgenltanrl geworden ift,
wird nicht eher zum Range ciner vollftan igen %iffeufchaft erhoben wer,len, rl his man ihr in
H ;1u p t it5cl t e n e i n e n beTon d e r n gel e h r t c D W n t ecr i c h t
wiclmet. Bis dahin, dals Gch in Paris die erfte pyronomilche Schule gehilrlpt hahen wird, die einige unfer e r geichickteften PhyGker zu Lehrern haben m d &
t e , f:Jliten dlle Freuii e: .Irr ,Mleolchhelt lede Gelegenheir ergreifen, Beobachtungen hekannt zu mactien,
die hei dielem Wnterrichte zur Grun(lh3e dienen
kdnnen. Die Pyronoinie bll tiicht blok tlen maglichft Eparhmen Gebrauch rler Kdtper, die zur Entbirr lung l e s Wdrmrftoffs dienen, kenneo, fonfiern
auch vor den zerftijrenden Wirkungeo des Fcuers
6 c h Gchern lehren. Um hierzu mitzuwirken, will
jch ein nsues Beifpiel einer Sclb/trriczfindung, wclAnnal.d.Ph&
B , q . S t . g . J. 1806. St. 7.
z
ches’?ugleich”?ie Filtzlichkeit der tragharen Sprib
Zen zeigt, liier mittlieilen.
Wil: haben. in unfrer Fabrik. eine wichtige Erfparuils zu iiiachen geglaub:, (die ich jettt fehr ber e u e ,) clodurch , dafs; wir die gewtillnliche Bedaciiung mit eincrn ~reit~rdachevertaufchten,
auf .welchem eine mit FirDifs beftriehene Leinwand liegt.
JJrir wurden.in den geraumigen Werkftatten unfrer
Berthollet’lchen Bleiche in einer S a c h t i m verflofleDen Sornmer durch das Gefchrei unlers IYtichters
geweckt.
Die Dachbedeckung brannte an einern
einzigen Punkte; in der Fer.ne donnerte es, und.
Iange, blendentle Blitze ’ folgten faft ununterbrochen aufeinancler; tie hatten, behauptete der WLchTer, .das Dach entziindet. Wir richteten fogleich
eine unlrer tragharen Spritzen auf die brennende
Stelle, und das Feuer wurde augenblicklich geWir urtheilten fogleidi, das Feuer fey
liifcht.
Jurch eine Selbltenttiindung entltanden, und dies
Sing folgentler Geftalt zu. Wir hatten unfern 611lig -hurzigerz Ueberzug mit einer Art grofser Pin.
fel von tlicken baumwollenen Fiden auf die Lein.
wand gcitrichen: mehrere diefer: Qualte waren
auf dem Daclie, doc11 von den Schornfteinen weit,
entfernt, liegen geblieben.
Einer diefer .Quafte
1:atte iich entziindet, und tlazu konnte der wenige
Regen, der eben gefallen w a r , beiaetragen haben..
A h e r warum haben fich die andern Pinfel, dieebenfalls Tages vorlier m r e n gebraucht worden, nicht
auch entLiincirt ? U i d e Verfchiedenheit mufs ron
I 347 1
ejnem Umftande lierriihren, d e r fchwer einzufehen
ilt.
Dem fey wie ihm w d l e , wir werden uns ei-
-
n e m lokchen Zufalle nicht wieJer ausfetzen.
Ich
h a b e i b n angetillirt, wefi diere Urfache voii Feuersb'rhfteh im PLblicum noch nicht denug bekannt ift.
Mhc'h'te k h ttocb auch d u r c h diefe Xachricliten
@inenVorgeTetif'cn irgeiitl eirier etwas ivichtigeu AnGch .renigftens mit Eirier trdibaTen Spritze zu rerfeheti ! Uies ift ein A'ifekuranzinittel gegen einen Uiiglilt ktfall, d r i ehen fo IIauf t d t verlrlifgen,
fig als zerit6rentl ift. At1.h' ift es kein G e i n e s Vergniisrri , di~swir i n e h r m a h l ~genoifen, diirch iinl're
Spritzen den Brand in' [!en Wohnuiigen unircr TVnck-
B a r n g e k f c h t zu ti,ii;en. fch lade alle Frruntle cter
Menfchheit, welchen i h r e U m f t i n d e diefen kleiI;en
VorTr:hufs erlauhen , diingend ein ,-i h n als dcn beftrn Gebrauch anzuletien, den fie von dem Gel&
machdn ki)hilten.
IhtIefS wi\rtcen alle Spritzeh unniltz fey", w e n n
Man nicht zuslrich 'die Vorficht eehraiic te,
ailen
Ortpri, w o rn(ig1iche.r LVpi!e cincFeuershrurift ausbrec'fien kann, irnmer einen gewiffen Wal'ferrorrath
Vtt. I:.tben 8nehth-e , L l ~ i t i ~erbereit zu halfell.
f a h r e n , dafs man ein Feuer h i m Entl'tehrn oft rnit
ejnem einzigen Fiinec volt. VbaFfer fchneller Iofpht,
als mit d e r trag-.areii ' 5 p r i t 7 ~ die in1 Waffer frrht,
weil man weit m e h r Zeit braucht, die Spritze von
einern O r t e zurn andern Z I I hringen untl j i i Gang zu
f e t z e n , alc eirtrn Eimer v o l l Warier z u m Feuer zu
ragan, und cs darauf zu glelsen. Eirlz Z v g e r u n g
22
VOn e i a r h-Iinute bringt hier manchmahl grofsen
Schatlea. Wir haben defshalb an verfchiedenen Orten in unfrer Manufaktur beltandig drei oder vier
Eiliier voll Waffer ltehen, die keine andre Bcftirnn ~ u n ghaben.
Diefe Gewohnheit hat aufserdem
nocll die gute Wirkung, die Leute, welche fie imm e r Ja lehen, vorGc.htig zu machen. Diere Eirner
find mit, einem Brettchen bedcckt, und wir gebrauchen die VorGcht, in die, welche dem Gefrieren
ausgefetzt find, Kochfala zu werfen. W i r halten
lieber diele Eimer voll Walfer neben unlern tragbaren Spritzen, als dafs wjr ihre Kufen niit Waller
anfilllen f o h n , weil diefes hiilzerne Spritzen auf
die L i n g e angreift, das Leder der Kolben verdirbt,
und das Metal1 oxytlirf , und weil endlich die leeren
Spritzen iich weit leichter und fchneller transportir e n laffen.
Ich wonfche von Herzen, dals alle, welchen
diefe Nachrichten und Bemerkungen bekaont werden, nie Urfache haben miigen, z u bereuen, fie
nicht benutzt zu haben; ich bin vallig iiberzeugt,
dafs ohne diefe VorGchtsmafsregeln u n k e Manufakt u r [chon einige Mahl ein Haub der Flammen geworden wsre.
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