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Einige Zeitungsnachrichten von ausserordentlichen Strmen und von Wirbelwinden.

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VI.
E i n i g e Z e i t u n g s n a c h r i c h t e n von aufser'ordentlichPn Stiirmen und v o n
Wirbelwinden.
N o c h einiges uon dcr SturmJuth am 15ten Januar 1808, (vergl. S. 346.) M a r g a t e an der
englifcben Kiihe.
Kein Greis weifs Clcb einen
Sturm dem Hhnlich au erinnern, der fich in der
Nacht vom 14teo auf den i s t e n Januar ehob. Die
Flutli fchwoll zu einer nie erreichteo Hiihe an. D e r
bohe in das Meer hinein gebaute Hafendamm war
3 Stunden laog tief unter Wafler, fo dafs die Wellen aber iho ohne i d e s Hindernifs wegliefen, und
er ift fehr befchidigt worden, obgleich e r aus Stein
gebaut ift. Das &leer drang bis in die hlicbfte Strah e . Es fobien, als WPI-L. ein T h e i l der Stadt weit
jn das Meer binein gcfckobeo worden; alle Badeanftalten, die auf dem Kay und in den Strafsen am
Hafen ftanden, find zertriimmert worden; alle Magazine am Anfange des Hafendamms weggefpiilt,
und eioe Menge Hauler in der Stadt eingeftiirzt,
oder vielrnehr von den Wellen weggefegt worden.
D i e Schiffe, die iich i n dem Hafen und auf de'r Rhed e befaoden, find kegen eioander und gegen die
Kaye geworfen uncl zertriirnmert worden. Zwei
HQufer, die-dqn Stiifsen der Wellen am meiften aus5.
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gefetzt waren, wurden daduxch .gerettet, dafs ficb
zwei Schiffe an Ge anlegten, welche die. ganze W u t h
d e r Wellen aufhie!ten, his Ge i n dieler Lage zertrummert und gleicblam zerclruckt ivurden. Eiii
grolses Schiff der oltindilclien ICornpaSnie, das mail;
als die Gefahr am grijlsten w a r , dern Hafen fich r i a her n lab, v e r k h w a d platzlich.
Die Serge von
Waller, von denen es umgeben war, vekhinderten
zwar die Art, zu lehen, wie es unterging; abergleich
darauf fpiilten ungeheure Wellen grolse Stilcke
Holz, Ballen Uaumwolle, u. d. m., an das,Lr!nti.
Viele Fahrzeuge find tiel in d3s Latid auE die Wiefen U I I I die Stadt geworfeii worden.' - E r l t als das
Wafler wieder ablief, .zeigten iich -alle die traurigen
Spuren der Verwitltung.
.
S h e e r n e Is. . Die Sturmfluth glich einer Siindfluth ; das WaCler ftieg bis zu'einer 'unglaubiichen
Hijhe, q n d die G e w d t der 'Welle:1, w a r lo Curchterlich, da L fie mit cler grtjlsten Schnelligkeit alles
wegfegtin, was Ge erreichen konnten : . HiuZrr,
Magazine, Werfta, u. d. rn. Alle Schranken, welche die l h n f t dein Meere entgegen geftellt hatte,
wurden durchbrochen und zerltiirt, und eioe grolse
Streclce Landes unter Waller gefetzt.
, . . ZU
R a i n s g a t e und, W h i t i t a b l e war das Ungliick
nicht rninder grots als hier.
Z u V l i l f i n g e n haben (fie bffeotlichen Gebsu.
tle und die Kirchcn varzilglich gelitten; der \irT&
..
.
borfcher K a y war durclibrochen worden, und die
Dbrigen %aye clrohten d e n Einlturz, Mehrere €+
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I
fer find eiogcfallen und fehr viele bedeutead bekchidigt worden.
2.
Einige Nhhrichten von dein groSen Srulnze
am 12ten Februar 1808.
H a v r e den 13ten und 14ten Februar. Furchtbare Orkane folgen fich in dielem Winter Cehr fclinell
auf einander. Wir habeo geltern einen Sturm mit
Schneegeftiiber gehabt, rler I8 Stunden lang au,s
PO. und NSO, blies. Ziegel und Schiefer regncten in den StraCsen herab, . einige Schornlteine wurden herab gelturzt und ein‘ Haus in der Stadt umgeworfen.
Das tobende Meer drang mit Ungeftiim
gegen die Stadt a u , rifs den Leuchtthurm eio, d e r
am Ende des NW.Einbaues lteht, zerbrach den daneben ftehknden Flaggenmaft, und warf das Parapet
des Einbaues urn. D e r Darnm de 1’Heure konnte der
W u t h der Wellen nicht widerltehen u n d brach, und
es wurdeo iiber 2oo:Acker Landes iiberfc:hwernmt,
Ein grofser Haufen Kielel verfperrte den Hafen.
Bin entmaltetes englikhes Schiff voa 400 T o n n e n
wurde dem Lande zu getrieben ond genommen.
Zu Q u i l l e b e u.f erreichte das Meer gleichfalls ein e feltene Hiihe.; alle Schiffe wurden befchadigt,
zwei gingen unter, und die Ueberlchwemmungen
verwbahten betra”cbt1ichen Schaden. In P a r i s
dauerte der Sturln gleichfalls IS Stuoden lang.
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C h e r b o u r g den I4ten Februar. Am r ~ t e n
gegen 2 Uhr hlorgens ging der Wind nach R’W. (?)
I 47s 3
iiber, und worde i u f s d t heftig.
Zwei Corvetten
uncl eine Sioop, die fich auf u n h e r Khede befand e n , wurden an die KuiTte geworfen, (loch kam
z u m Glock niemand dabei urn.
Die Bntterie N a p o I e o n und die Etabliffemeots auf den] Ueiche haben gelitten. [In dem Hcnzb. Corrpfj., So. 33,
heilst e s : das Fort N a p o l e o n nebft dem Damme
w u r d e n umgeltiirzt ; die Garnilon und andere Perfonen, 400 an d e r Zahl, wurden ein Opfer cliefer
Kataftiophe.
Auch zu S t . M a l o riclitete der
S t u r m bedeutenden Schaden a n . ]
U t r e c h t . In der Nacht vom rnten auf den
I 3ten ilt bier fo vie1 Scbnee gefalicn, clals die Corninunication zwifchen Clem h a g , Amfterdarn uric[
einigen andern Stidten des KBnigreichs unterhrochen wurde und die frinzobfche und deutfche Poft
urn einen Tag lp5ter eintrafen. D e r Froft hat feitdern wieder angefaogen und die Kanile find mit,Eis
bedeck t.
Auch in d e r weftlichen Schweiz herrfchte am
x i t e n Febr. ein fiirchterlichcr Sturrn wie ihn Gch
niarnand erinnerfe, uod ein folches Schneegertijber,
befonders iin FLirfteothume Neufcbatel , d a k die
Wege ganz unpraktikabel wurden uncl die Verbirld u n g mehrere T a g e lang gehemmt war. D e r Schnee
verftapfte irn Dorfe Bumplitz das Bett eines Baclis;
d i e E i n w oh n e r f iir ch t et en ei n e U e b er Fc h w ern m u ng
llnd liuteten die Sturmgiocke. N a n fchickte van
Bern H ~ i l f e , und erft oach 36 Stunden konnte man
dem Wdiler freiee Abzug Ichaffen. In dem Gebir-
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ge wurden viele Hiitten fo in Schnee vergraben, dafs
man fie nicht mehr fah.
3. Ein tlrtrbelwind z u 0 It c r o d e am 'Hilrze,
(Nat. Zeit., St. 38, 1806.) Durch eine rnerkwardige Naturbegebenheit litt am r6 ten Julius
1806 das I Stuntle von Ofterode entfernte Dorf
S c h w e i g e r s h a u f e n eine traurige V e r w i i h n g .
Morgens iitn G Uhr war ein ftarkes Gewitter; urn
8 U h r kam ein zweites, ond beide waren wohltbitig
fiir die Llnclereien. Nach g U h r fah man i n SW.
ein anderes-Gewittor auffteigen, das feine Richtung
nardlich nahm, und zugleicli in NW. ein zweites,
d3s narh Sihlen zog. Beide Gowitter trafen um fro
Uhr auf einander ,etwa f hleile von Schweigershaufen: Hier ftanden fie ungefzhr $ Stunde lang unerfchstterlich feft, wiihrcnd w e l c h Zeit unter he.
ftsndigern Blitzen uod Do n n ern Gch von dem erftern eine fchwarzgraue W o k e abfonderte, die
fich oach de r Erde herah feokte, vnd gleich darauf
duch voo dem zweiten eina hellriithlicb gemirchte
W olke , die fich gleichfdls nach der Erde fenkte.
Diefa beiden Wolken nahmen ihren Lauf gegen einande r , vereinigten Gch , und fenkten fich - i m m e r
tiefer, fo dafs Ge nur i n einer Hcihe von 2 0 bis 30'
Furs fiber die beftellten LBnclereien hinfchwebten,
In einern Nu zogen hierauf diefe W o k e n a u f d a s
Dorf zu, und i n Zeit von 3 Minuten wurde durrll
die Kcaft diefes GewiSlks van 8 Hsdeern das aweita
I:
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3
Stockwerk- nebCt dem Dache z u l m i n e n geltiirzt ;
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Hauler wurden befchadigt und d f e Dacher derielhen theils abgehobeo , theils zerriflen ; uric1 'Goo
Obitbaurne und Eiclien aus d e r E r d e gehoben ocler
a n cler Erde abgebrochen, und darunter melirerc
rg bis 2 4 Zoll ftarke, die da lagen, als wareri fie
a11 der Wurzel a t s e k h n i t t e n wortlen. Der Zug cles
Gewollics girig ol'tlich, und nocli 1 Stunde von
Schweigershaultw hatte es Eichen zerbrochen.
V o n eioem erit vor 6 Jabren, aus gefundem ftaFk e n Holze neu erbauten Haufe, das 95' l a n g - u n d
40' tief w a r , wurde eine Lange von 60' weggerillen, und der Theil, der ftehen blieb, 8 2011 iibergefcliobeo, Eo dafs keioe Wand und keine Thur winkelreoht blieb.
Obgleicli d e r T r a g e r 13 Zoll im
Durchrnefler hatte, w u r d e e r docb mehrmahls
durchbroclien. Der BeGtzer bcfand lick geradc im
zweiten StockweFke, urn Futter fur das Vieh zu
fcbneiden ; bei dem anhaltenden furchterlichen BlitZen und Doonern geht e r zu einem offen itehenden
Fenl'ter, urn cs zuzurnachen, und i n demfelbes Augenbliclte wird e r nebft cIer grolsten Halfte des Haufes zu Boden g e w o r f r n , und e r h i l t viele Wunden
und gefiihrliche Quetlcliungen.
Nachdem diefer Wirbelwintl voritber war, nahmen die beiden Gewitter denfelben Weg, den diefe
fchreckiichen vercinten Wolken genommen hatten.
L
j. Eine Art w n l!'cJ>choJe qu Lairde (crornbe
de c e r r e ) , wie L a l a n d 6 fie in ieincr Belchrei-
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bung in dem Jorirnal ole I'Empire nennt. Am 3olten
Julius 1806 fah man zu P a l m a N o v a im venetianifclcen. Friaul um 2 Uhr Naclimittags ein dickes
Gewijlk, in deffen Nlitte eine heftig bewegte weifse
Siiule fich zeigte, in welcher mancherlei Karper mit
grofser Gefchwindigkeit zu fammen ftiefsen. Diefe
Snule beriihrte die Erde, fchien etwa 500 his 600
Fufs hoch zu feyn, fchwankte, ruckte aber doch'
yon Sadweft nacli Norden fort. Unter cinem durnpfen Geraufch, wie von itarmenden Wogen, hijrte
man IlonnerfccblSge. Blstter , Stiicke Gyps, Ertle,
Ziegel, felbft grofse Balken fielen aus ihr auf die
Walle und i n die Strafsen; alles fchien den Untergang der Stadt anzukilndigen.
Endlich, nach f
Stunde, wurde die Siiule, die fiber das Glacis der
Feftung fortfchritt , von einem Halbenrnondwerke
aufgehalten, bewegte lfich heftig in allen Richtungen, und ftiirzte endlich i n Gch zufarnmen, intlem
fie alles fallen liefs, was he von der Erde aufwsrts
geriffen hatte. Ein ftarker Regen klindigte an,
dafs die Gefahr voriiber f e y Ein grofses Haui war
ganz abgedeckt, verfchiedene kleinere waren vallig
rafirt worden.
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