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Einiges ber Wagen in Beziehung auf die in Heft 6 abgebildete Wage.

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VII.
E i n i g e s f i b e r W’ogcn,
i n B e s i r h u n g auf die i n H e f t
Wnge,
6 abgebildeta
vom
Prof.
TnaLLEs
i n Berlin.
Akr h e m Schrcibrn on den Pro/. G i 1 b e r c i n Hdk.
--
Berlin den
!’)tea
Aug. ,808.
Die von mir angegebene und von Herrn
b l e n d e l s f o h n aurgefiihrte Wago ift nicht verkaufiich. Gerade um die- h i t , als I-Icrr M e n d t l s f o h n hier feine Werkftatt errichtete, hotte
ich Auftrag, eine grofse fehr genaue Wage aus England kominen zu Iaffen; aber da ich iiberteugt war,
drfs man eine vdkommnere erhalten kijante, weno
cine verbefferte mechanifche’ Anordnung derfelben
befolgt und von einem gelchickten Kanftler ausgefohrt wrilrde, To fchlug ich t s Herrn M e n d e Isf o h n vor, ob er eioe folche Wage nacb den Itleen,
die ich ihm mittheilte, rerfertigen wollta Here
M e n d el s lo h n kann iodefs eioe folche Wage oh.
ne Glilt!d’ren, (wolchen ich nicht nut far entbehrlich , fondern oft felbft als hinderlich betrachte,)
far 250 Rthlr. preufs. Cout. ausfghren,
Ein folcbes Inftrument kann natQrlich nicht in
allen Theilen oach ncuen Principien erbaut wer-
deo. Die mir eigeoth6mlicheo Vorrichtuogen zuc
Vervollkommaung deffelben beftehen : I. in dern
Hebel ader Wagehalter; 2. in dea freien Schneiden; 3. ia dein Unterlager zum roben Abwagen;
und 4. in dem Mikrofkop. Diefes dient wcoigcr,
urn die Bewegung der Wage fcheinbar zu vergrafsern, alr urn Sicherheit im Abfeben der Lage des
Wagebalkens zu bewirkeo. Es braucht nur einen
horizontalea Faden zu hahen, tnuls aber fo long rls
maglich feyn, damit der Beobichter 6ch von der
Wage entfernt halteo kijnne. und die Wage weniger
eioer Stiiruog <lurch die in Bewegung gafetzte Luft
ausgefettt fey.
Uogleicb wefentlicher Cnd die anclern drei Einrichtungen far die Vollkommenheit des inftruments,
welches, auch ooch fo gut ausgefubrt, bald weniger empfindlich werdan wvilrde , wenn die A b w b
gungen fich nicht anders voroehmen liefsen, als indem die feine fcharfe Schneide ruf der Achrtplatte
r uhete.
Einige haben um Reibung zu vermindero, die
Mittelfchneide auf zwei cylindrifch abgerundeten
Acbatuoterlapen fich bewegen laffen , aber fich dadurch Jem vie1 grbfsern Xachtheile ausgefetzt , d a b
die zwei Punkte der Schneide, welche dann alltin
zum freien AbwPgen dieoea und mit dem gaozen
Gewichte der Wage beliftet Gnd, fehr leicht zero
brochen oder fooh abgeftumpft werden. Fur Wageo , grofse Gewichte zii trageo heftimmt, balte ich
drher diefe Einrichtung gar aicht rathlam, uod ich
,
I 4-54 I
glaobe, es fey in jedem Falle vortheilhafter, wenn
aUf allen Punlrten der Nittelfchneide die Lalt vertlieilt, diefe 3110 geratle und die Unterlsge eben ift.
Das Iifst fch am beften erreichen, wenn die Unterjage aus einer einzigen materiel1 zufammenhingenden Ebene beheht , und diefes erfordert wiecler,
dafs die Schneide qicht durch den Balken gefteckt
w i d . Ich habe daher bei der vom Iierrn M e n d e Is To h n verfertigten Wage die beiclen Kegelzrrne verinitte!ft tines hohlen unten offenen Warfe)s verbinden Idfen ,*in welchem die Achfe ihrer
gaatea Lance nach ftei ift. Die Endfchneiden find
&onfalls ihrer L h g c nach frei, und die Haken der
Schden, wetcha auf ilir ruben, mallen Ge ebenfalls der ganten Lange nakh berillhen, indem es
felir darauf ankomttrtr dafs diefe Haken leicht ilher
den Sclrneiden fchwanken und Go oicbt in ein Paar
Punkten verletten.
Meine NeuptabGcht bei Anbringung dcs IVagehdtcrs ging dahin , vermitteJft deffelben die tvage
ftsts genau in dsrjenigea Loge in Ruhe t u bringen,
welche der Balken haben foll , wcnn Gleichgetvicht
da ift, und ich fah bei dei:ifelhen hauptfachljch
darauf, dielem Wagehalter die Einrichtung zu ge.
ben, dafs beide Berikhrungspunkte deffelben mit
dem Balken, diefen in demfelben Moment verlaffen,
damit die Wage wenn wirklich Gieichgewicht vorhanclen'ift, auch weno der Wagehalter entfemt und
der Balken frei wird, in Ruhe bleibe. Hat das eb
ne Ende bei Jiefer Operation, welche man in einer
Minute mehrere hlalil wietlerliohlen I<anrj, ein
BeFtrebcn zum Steigen oder zum Sinken, fo ill k e i n
Gleichgewicht vorhantlen. Durch die C1i.iclheit
der Auskhwingung auf beiden Seiten der Gleichgewichtslage liCst fich das Glcichgewicht frA:wer,
und wuhi felten gcnau genug beurtheilen 3lan clarf
ouch nur btdeaken, dafs eine einzige Schwingung
der helafteten Wage wohl iiber eine Miriute Zeit
dauern wird. Anftatt unten gegen deir Wagclialken t u drucken, kann der Wagehalter auclr oben
aufliegeo ; nur:lollten bei ganz vollkommener A x ffihrungdieles Theils, die Stellcn des Balkens, welche der Wagehalter bcriihrt, mit p!att gefcliliffeDen AC1,arltilckchen belegt , und durcli am Halter
angebrachte, arn Eade abgerundete Staliifchrauben berfihrt werden. Um feine horizontile Aclife
mufs er lich mit Leicbtigkeit, aber obne Spielratam
bewegen. Diefer Mechanismus Jjifst Gch leicht bei
jeder fertigen Wage, die auf cineni Pfeiler rub;,
noch anbringen.
\'or etwi 6 Jahreo trug ich dem gefcliickten
Kitnhler Herrn Y e r f i n in L o c l e auf, cine W a ge zu verfertigen, welche auch noch mit 2 0 PI'und
belzhet far ein Zehntbeil Grim emp6ndlich ware.
D e r Kirnltler hielt es, diefer Bedingung ZLI entfprechen, nicht wohl far miiglicli. Aber in der Ueberz e q p n g leiner Rechtlicbkeit und feines gutca &Vila
!ens, das Mogliche t u leiften, konnie icli diefes dem
Erfolge ruhig iiberlaffen, da er 6ch anheikchig maclite, m i n e rnechanifcheoAngabeo oufs getreueite zu
I:
446
3
befolgen. Die Kiirze der Zcit, bioneo welcher
clas Inftrument zum Gebraticht brftimmt war, erlatthte nicht, tlafs es m,it konifcheo Wagebalken und
Achatunterhgen gemacht werden konnte. Der
Kirnftler Iiatte fich iibtrdiefs geaiithigt gefehea,
die Sclineidcn unter einem Winkel von ungefiihr go
Grad zuzufchirfen, indein wenigftens eio halb Dutzend Schneiritn, welchen er eine Schiirfe von 40
bis 60 Grail gegehen hatte, unter dem hlikrofkope
ausgebrbckelt erfchienen, weno Ge die mit 1 9 Pfund
belaftete Wise getregcn hatten. Englifche ltilnftIer geben jeclocb ihre Schtieiden zu 40 Grad an ; Ge
miiffen wahrfclieinlich beller hinllngliche HSrte trod
Feftigkeit 'dem Stalile zu geben verftehea. Deffen ungeaclitet entfprach die Wage meioet Forderung vollkommen. Nachdem fie wiihrerid mehrerer
&]onate ftarli und vie1 zu Abwzgungen, von unbetrschtlichen Gewichten an his fdchen , die gegen
$ 0 Pfund bttrugen, ,gebraucht wortlen war, konnt e doch rine Cornmiffion aus den 31itgliedern des
Staatsrathes in Neucliatel als Augenzeuge cioku.
mentiren laffen, dafs in den Verfuchen, yon deren
Ricktiglteit und Genauigkeit fie Gch zu tiberzeugen hatte, kein Irrtliuni von 5 Milligrammen jn
den Abwiigungen vorhanden feyn konne, wenn
gleich die Wage aufvjeder Seite mit 4 bis 5 Kilogrammen, (dfo ungefahr 2 0 Pfund,) beladen war.
Dem zu Folge gab cliefe Wage das Gewicht bis auf
ein ltlillionthcil der abgewogenen MaCfe, und eigentlich ooch betrschtlich genauer an.
,
I: 447 I
Die Vorriclituns, welclic ich ha!te anbringen
Jaffen, iiin cliefe Wage ziim Sti!!ltande tii hrJriSen
untl F'reilieit zu geben, war iingefdir fo SeTchaffen,
w i e icli lie an andern W a i ~ c ngefehcn zu Iiaben mi:h
t l a m a i h eriniierte. Allcia diek genuste nicht, vorzi~gIicIi,weil, wenn dic Wage frej gc!;\ffen \vi!rJe,
fie am einen oJcr dern acJcrn Arme cinen Driick
oder Stok crlitt, wclches fchwer 211 verhtiteo war.
Diefcr nachtheilige U d t a n d bewog inich, a n eine
be f fer e Ein rich t ii ns Cie fes bl ec ht ii i s IJ:u s z u t lei! k e n,
un:: k h verse1 auf denjtnigrn, rvelchen oun IIerr
X l e n d e l s f o h n ausgefiilirt hzt; er leiftet, wtie ick
glauLe, alles, was man VOII dcnifelben forJtrn iriufs.
Die Vorrichtunz wit dcn Hii1fsuoterhl;ero hattr ich
jcncr \ Y q c g!c:c!ifalls gegeben ; oliiie dielaVo,-&.I
run; w5re es nicht inijglich g e w e h , fie fo ftrenze
uncl lange zu henutzen, ohne ihrer En1pfindliclikc!t
zu f.~hatlen. Cei fchiirfern Schneiden, Achatunterlaser I;nJ dern verbelferteti Wageldter, wird man,
s!au!ie ich, aiinehmen dilrfer:, c!afs bei 10 Pfund
Gc:vicht auf jsder Seife der Wags, diefelbe doch
noch fjt den Ctiiif und zwantiglten Theil eines Granes ernpfindlich feyn miilfe.
Die freien Schneiden erfortiern nicht notlitreendig, dafs die konilcfien Arme in einem tt'ilrfel Ter.
bunden werden; man kann fie auch anhringan,
wtnn mao den1 WagebaJken eine Geftalt wie Fig. 2,
Taf. l V , giebt, und die Schneicleii ti, c IiiniuCfcliiebt, wic der rohe Entwurf hinliii,glicli Jndeutet. Dabei lakt Iich entweder Jer Alechaoismus ver-
gnderlicher Stellung der Schneiden anbtingen, (welche ich jedoch auf die vertikale Bewegung einer der
Endfcl~naidenbegrtinzen machte,) oder man kann
die Schneiden unvetiinderlich anfchrauben. Dierer
Wagebialketl erfordert dafs die T r a g f a ~ l ebis auf
oine gewifl'e Ticfe gefpalten fey, (fo vie1 als die
Entfernung c d beiliu6g betriigt,) und d d s . Jas
Ac!ratunterlager von detielben weggenomrneil und
mieder aufgefchohen werden kanne. Will man die
IVage auflsgen, lo niinmt man das Achatunterlager
weg, legt die Mittelrchneitle auf die hoh!en Stalilunterlagen, rchraubt diefe in die Hahe, unrl die
Form dos Bdkeqs erlaubt es dann, die Acbatplatte
wieder in ihrer gehorigeii Lage unterzulchieben.
ITt die Wage nicht filr grofse Gewichte beftimmt,
fo irts nicht niithig, d d s das Achatunterlager heweglich fey, weil dann der U'agetrager hcrvorfpptingend a n einet Saule befeftigt werden darf, an
welcher er zur griifsern Bequemlichkeit auf und
Died& verfchiehbrr r e p kann.
Hacbdetn Ibre Lerer die Wage als ein rieinlich
zdaammengefetttes Idtrument betrachtet haben,
mag es wohl erlaubt r e p , daffelbe Inrtrument im
Zuftande der grijfstsa Einfac'obeit vorzuftellen, \vie
Ein Eifentiraht,' lo gut man
Fig. 3 es darltellt.
kanu, gerade gebogen, wird in den Punkten a, c, b
eingefei!t, fo dals die mittlere Eintheilung c ihre
Oeffnung nach unten, die andern beiden nack oben
haben. Ein Faden urn den inittlern Eidchnitt gefchlungen, wird ameinem in det Wand cingekhlagcnen
,
c
449 3
genco Nagel befeftigt. Zwei Fiiden um die Endeinfcilungcn tragcn jeJer eine blecherne Schale. Ein,
thrilunaen auf ein Swckchen Papier an die Wand
geklebt, machen die Scale der Wage, zu welcher
des Drahts Ende der Zeiger ift. lch will nicht erinnern, worauf man bei den Einfeilungen zu lehen
hat. Jn die eirie SchaJe Iegt man das Gcgengewicht,
i n die aodere den abzuwiegenden Kbrper ein Mahi,
und d;s andereMalil das Gewicht, lo dafs bei beidem
Vcrfuchea der Drabt gegen denfelben Punkt der
S c d e weilet. Herr C o u l o m b fagte mir, dals ec
mit diefern Rpparate zu mehrern feiner feinen Verwenn
h c h e das Gewicht bis auf 185 Gran finde,
niich mein Gedichtnifs niclit fonderbar tr0gt. Denn
im Arbeitskabinette diefes fo gefcliickten unrl htichft
verdienftvollen Phyijkero habe ich diefe Einrichtung
gebhen.
-
Annal. d.PLyGk.
E.ig. St.4. J . 1 8 ~ 8 . St.8.
Ff
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