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Elektrische Fallmaschine.

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VI. Elektrische Fallmaschine j
tmn Reallehrer H. W a Id n r 3'.
I
)urch Hrn. Docenten G i e s e l e r in Bonn erbielt Unterzeichneter, noch vor Kurzem Studirender an der landw.
Akademie Popgelsdorf, folgende Idee zu zwei, so vie1 bekannt, nenen, ziir Nachweisung der Gesetze des freicn
Falles bestimmten Apparaten.
1. Man denke sich eine kleiiie metallme Kugel in
einer gewissen Entfernung uber dem Boden an einem Faden
aufgehangt. Senkrecht linter ihr, 7. R. im Abstniid = 1,
befindet sich ein Paar Metallkugeln, welche mit den Polen
einer Elektrisirmaschine verbunden sind und so weit von
einander stehen, dafs kein Funken uberspringen knnn, dagegen wieder so nahe sind, dafs beim Durchfall dcr obpn
aufgehangten Kugel ein Funken iibergeht. Senkreclit unter
diesem Kugelpaar, in A-bst5nden = 4, dann = 9 etc. sind
noch mehrere Kngelpaare angebracht, die alle lriit tlerselben Elektrisirmaschine verbundrn sind und grmrinschaftliche Stromleitiing haben. Wird nnn der Fnden, an welchem die oherste Kugel hangt , abgebrannt , so veranlafst
er nach einander heim Passiren zwischen den Kugelpaaren
jedesmal in der Stromleitung einen Funken, und ein solcher
schlagt auch gleichzeitig dnrch rine in die Leitung eingeschaltete Scheibe oder Trommel, auf letztcrer die Spuren
in unter sich vollstandig gleichen Distanzen zuriicklassend.
2. Zwischen zwei genau senkrecht stehenden, cylindrischen, isolirten Leitern der Elektricitat hiingt eine MetaJlkugel , welche den Zwischenraum nicht ganz ansfiillt.
Die beiden Leiter werden mit den Polen einer InfliienzElektrisirmaschine oder eines Funken-Inductors so in Verbindung gebracht, dafs die Fnnken von einem Leitrr zum
anderen durch Vermittlung der Kugel tiberspringen konnen
und mufs die Anordnung getroffen werden, dafs die Zeitintervalle zwischen je zwei Funken miiglichst klein und
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unter sich gleich sind. H a t nian aufserdeni den einen
Leiter mit einem Streifeii berufsten Papiers bezogen und
liifst dann durch Abbrennen des Fadens die Kugel frei
fallen , so werdcn die auch jetzt iiberspriiigenden Funken
auf clein berulstcn Papier die Stelle bezeichnen, an der
sich die Kugel iin Moiuente des Ueberspringens eines
Funkens befand mid die Abstande dieser, durch die Funken bezcichneten Stellen ergeben unmittelbar die von der
Kugel in gleicheii Zeiten durchfallenen RBume zur Verification des Fallgesetzes.
Die Moglichkeit der Ausftihriing, wenigstens letzterer
Idee, zu priifen, liefs der Unterzeichnete vorl8ufig folgenden, mit RUcksicht auf billige Herstellung, nioglichst einf d e n Apparst construiren, der iiisofern der der A t w o o d'schrn Fallmaschine entsprach, als er BIIS einein holzernen
Fufsgestell bestand, fiber welchem senkrecht sich jedoch
awei gleich lange prismntische , chenfalls holzerne , parallele Latten von 2'" Hahe erhoben, welche, Kante der
Kante zugewendet, in ihrer ganzen Lange 11"'"' von einander entfernt , mit Staniol iiberzogen, unten und oben
durch Glas isolirt waren. Oben, genau zwischen denselben, hing, mit ihrem Hakchen an einem Faden befestigt,
eine messingene Kugel von 7 Mm. Diani., auf jeder Seite
2 Mni. von den Kanten d r r Latten entfernt. Die eine, der
Kugel zugewendetr Kante, wurde nun mit einem bcrufsten
Papierstreifen bezogen, der ganze Apparat hierauf mittelst
Fufsschraoben senkrecht gestellt.
Mittelst einer Batterie von vier G r o v e 'schen Elementen und einem Ru h 111 k o r ff'schen Inductor sollten aus
dem drirch Drahtleitung verbundenen Staniol der einen
Latte , durch die dazwischcri schwebende Kugel und den
Papierstreifen in die andere Latte und umgekehrt, in bestiinmten , gleichen Zeittheilen Funken schlagcn. Der
Rii h m k o r ff 'schc Appnrnt war aber zufallig etwas aufser
Ordnung gekommen und wurde deshalb durch die Influenzrnaschine niit eingeschalteteni, durch eiii Uhrwerk bewegten, einfachen Stroiiiunterbrcclicr ersetzt Die Funken
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schlugen in sehr regelmalsigen Secundenttieilen aus der
Latte durch die Kugel und bezeichneten die Durchgangsstelle auf dem berulsten Papierstreifen mit einem feinen
weilsen Punkt. Der Faden, an dem die Kugel hing, wurcle
abgebrannt; sie fie1 und erhielt aus den Kanten w a h r e d
der Dauer ihres Falles unausgesetzte Funken.
Erst nach verschiedenen Versuchen ergaben sich genaue
Resultate, die anfanglich wohl deshalb zu wiinschen iibrig
liefsen, weil die Kugel, durch die sie treffenden Funken
in Schwingungen versetzt, an die Kanten anzuschlagen begann, wobei sich ergab, dafs die Schwingungen urn so
ausgesprochener waren, wenn die Fadenlauge des kleinen
Kugelpendels demselben eine Schwingungszeit verlieh, welche
mit der Zahl der Umdrehungen des Stromuutcrbrechers
coincidirte. Schlielslich lieferte Letzterer ungefahr 100 Funken pro Secunde; ob etwas mehr oder weniger, diirfte vollstandig gleichgiiltig seyn, vorausgesetzt, daCs sie in unter
sich ganz gleichen Zeitraurnen erfolgen, was auch wirklich
eintraf. Befand sich namlich die Kugel z. B. in 2 M.Hohe
und begann, abgebrannt, ihren Fall in demselben Momente,
so mulste der zweite Funken sie in 1,951 M. Hohe treffen,
der dritte in 1,804 M. und so weiter. Wirklich zeigten
sich, nach Abnahme des aufgezogenen Papierstreifeus, auf
demselben die weifsen Punkte in vollstandig dem Fallgegesetz entsprechenden Distanzen, die sich wie 1:3 :5 :7 :9..
verhielten.
Wasselnheim-Stralsburg, 25. Januar 1875.
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