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Elektrochemischer oder Volta'scher Condensator und neue Volta'sche Kette.

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Endlich hat der Verf. die Stromsttirke noch fur den
Fall mittelst eines Thermogalvanometers zu messen gesucht , wo innerhalb eines in Kupfervitriollijsung ,stehenden Kupfercylindcrs von gegebener Grijfse, ein Zinkcylinder bis zu verschiedenen Tiefen in die Schwefelsaure
des eingesclilossenen Thoncylinders eingetaucht ward. Er
fand, wie natiirlich, die Strotnstiirke mit verinehrter Eintauchung wachsen, gelangte aber zu keinem Gesetz.
VIII. Elektrochemischer ochr Volta’scher Con,
densator, urrtt neue PZlla’sche Kette.
-
t J n t e r ersteren ’- nicht eben glucklich gewshlten
Namen beschreibt Hr. D e Ia R i v e eine Vorrichtung, in
welcher‘ der Strom einer einfachen Kette durch den von
ilir selbst erregten Inductionsstrom so verstsrkt wird, dafs
er im Stande ist, Wasser zwischen Platinplatten in betrachtlicher Menge zu zersetzen. Man sieht diese Vorrichtung in Fig. 1 T a t I1 abgebildet.
A ist eine einfache Kette, entweder eine I) a ntel1’sche, die fur sich das Wasser zwischen Platten gar nicht
zu zersetzen vermag, oder eine Grove’sche, die es unter gleichen Umstiinden nur in sehr unbedeutendem Maafse
-
und die Griifse der Fliissigkeit ungeindert bleibt,
d& daher Alles, was
man friiher von der Vortheilhaftigkeit einer Verdopplung oder Vergrafseruog der negativen Metallfliche gesagt hat, nur fiir gewahnliche, dem Einflufs der sogenannten Polarisation ausgesetzte Ketten
giiltig ist,
davon habe aueh ieh mich schon vor einigen Jahren
hinreichend iibeneugt.
Niclit so unterschreiben kann ieh aber den Sat., welchen Hr. D.
f i r den Widerstand eines cylindrischen Ringes aufstellt.
Ich halte
den Sate our fiir eine Annzherung zu dem wahren Gesetz, das ich bereits in den Annalen, Bd. LV S. 47, anzudeuten wagte, bis jetzt aber
P.
verhindert ward experimentell darzuthun.
-
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zersctzt. Die a n ihre Platten geliitheten Drahte eiidigen
in den Quecksilbcrnapfchen B rind G.
ist ein SchAchen von amalgirtem Kupfer. C D
ein Metallstab, versehen bei D mit einer Fcder, die sein
herabgebogenes Ende C mit dem Boden des Schalchens
in Beriihrung halt; D E ein Leiter, welcher den Stab
C D iiiit dcin Draht E F G in Verbindung setzt.
Dieser Dralit E F G , ein mit Seide besponnener Kupferdraht, ist um eine Hulse gemickelt. Er mufs dick
scyn und darf keine zu grofse Lange haben. Hr. D e
l a R i v e nimint statt ehes Drahtes lieber drei neben einander, jeden von 1 Millimeter, die er 100 Umg9nge urn
die Hulse moclien M s t , und dann an ihren Endcn in E
und G vereinigt I ) .
rnn ist ein Cylinder von weichem Eisen im Innerii
der Hulse; p ein Stuckchen weiches Eisen, das an dem
Stab D c befcstigt ist und voin Ende m des Eisencylinders heraufgezogen wird, sobald dieser durch den Stroin
inagnctisirt ist.
I1 und I sind die Enden zweier Leiter, die dazu
dienen, das mit Platinplatten versehene Voltameter Y in
den Kreis der Kette zu bringen.
So wie inan die Kette schliefst, kreifst der Strom
in 13 C D E G ; augenblicklich wird das Stiickchen p heraufgezogen, weil rn n magnetisirt ist. Allein dadurch wird
auch sogleich die Schliebung bci C unterbrochen, weil
der Stab D c , dessen herabgebogenes Ende auf deli Boden des Sch~lchens druckte, sich hebt. Diese Untcrbrechung ruft in dem auf F gewickelten Draht einen Inductionsstrom liervor, welcher gleiche Richtung iiiit dem
der Kette hesitzt. Andererseits ist, so Iange der Stab
D C gehoben bleibt, ein neuer Schliefsbogen gebildet,
von der Kette A aus lengs B C H zuin Voltameter I/,
und v o n da langs I E G zur Kette zuriick. Das Volta-
c
c
1 ) So dafs sie einen einzigen Draht von 3 Millirnet. Durchrnesser darstelten, sagt Hr. R.; dazu bediirfte es aber neun solcher DrBhte. P.
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meter wird also zugleich durcldaufen von dem Inductionsstrorn und von dem Volta’schen Strom (verslrkt - wie
Hr. D e 1a R i v e meint - durch den Durchgang des Inductionsstroins dnrch die Kette). So wie indefs die
Schliefsung bei C unterbrochen wird, ist auch das Eisen
nicht mehr magnetisirt oder wenigstens sehr schwach, weil
das Voltameter sich in der Bahn des Stromes befindet;
das Stuckchen p wird nicht mehr heraufgezogen, der
Stab D (= dagegen von seiner Feder niedergedriickt und
der Kreis wicder bei
geschlossen. Der Strom fangt
also wieder an durch B C D E G zu kreisen und dieselbe Reihe von Erscheinungen wiedelholt sich ’ ).
Die Kraft der Feder D und der Abstand des Stiickchens p von der Unterseite des Endes rn des Eisencylinders mussen so abgeglichen werden, dafs die oscillafeicht uud sehr rasch
torische Bewegung des Stabes
geschehe, Durch Probiren gelangt man sehr bald dahin,
den Apparat in dieser Beziehung unter die giinstigsten
Bedingungen zu versetzen.
Mittelst einer solchen Vorrichtung erhielt Hr. D e
l a R i v e 10 bis 15 Kubikcentimeter Knallgas in einer
Minute, docb nur init Anwendung einer D a n i e 1l’schen
oder G r o v e’schen Kette. Eine gewirhnliche Zink-PlatinKette, mit Siiure o’der Salzwasser geladen, bewirkte keine
Wassenersetzung zwischen den Platinplatten des Voltameters. Eiiie Bleihgperoxyd-Kette, die fur sich 9 Kubikcentimeter Gas in der Minute gab, lieferte in obiger
Vorrichtung 18 Kubikcentimeter. Hr. D e l a R i v e hiilt
seinen Volta’schen Condensator, wegen der Einfachheit
c
c
i) Es
ist eine Bhnliche Mechanik wie sie friiher N c e f f zum raschen
Oellben und Schliefsen einer Kette, behufs physiologischer WirlrnngenLengewandt hat (Ann. Bd. XXXXVI S. 104).
huch vcrdient
wohl bemerht zu werden, dah der durch eine cinfache Kette zu erregende Inductionsstrorn schon f i r sich im Stande ist, Wasser zu
rersetzen, wie unter andern dec von P o h l construirte Apparat dar. P.
thut (Ann. Bd. XXXIV S. 185 und 500).
-
400
und Wohlfeilheit , besonders fur practische Anwendungen brauchbar.
Vorstehendes ist aus einem langeren Aufsatz genommen, den Hr. D e l a R i v e unter dem Titel: Ueber die
chemische Wirkung einer einfachen Keiie und die Mi[tel ihre Krajl zu uerstarken, in den Archives de l'Ele'ciricite', T.III p. 159, veroffentlicht hat.
Derselbe enthalt unter andern auch noch die Beschreibung der eben erwahnten Bleihyperoxyd - Kette,
welche der Verf. als sehr wirksam rubmt. Diese Kette
besteht aus Zink und Platin, von welchem erstercs in
verdiinnter Schwefelsaure oder Salzwasser steht, letzteres sich aber in einem porosen Thoncylinder befindet,
inmitten von Bleihyperoxyd (perozyde, also doc!) wohl
braunes Hyperoxyd, und nicht etwa Mennige), mit dem,
wohl eingestampft, der Cylinder gefullt worden ist l ) .
Eine solche Kette ist, uach Hrn. D e l a R i v e , wirksamer als eine Grove'sche, denn wahrend letztere das
Wasser in einem Voltameter mit Platinplatten kaum wahrnehmbar zersetzt , giebt erstere. unter gleichen Umstiinden 10 Kubikcentimeter Knallgas iu der Minute. Bei
zwei Ketten, zur Saule vereint, wurde aber doch, nach
des Verf. Angabe, das Uebergewicht wieder auf Seite
der G r o v e'schen Combination seyn, denn diese lieferte
27 C.C. Gas in l', wiihrend die BIeioxyd-Combination
nur 24 C.C. gab.
Noch sonderbarer klingt die Augabe, dais eine Bleioxydliette, vereint mit einer G r o v e'schen, 32 C.C., und
vereint mit einer D a n i e l l ' s c h e n , 31 C. C. Knallgas in
der
1) Mit anderen Metallen-als Zink, namentlich mit Eisen, ist das Bleihyperoxgd fruher schon von S c h a n b e i n cornbinirt worden. (S.
Ann. Bd. XXXXI S. 55, Bd.XXXXII1 S. 89.
Vergl. auch Far a d a y , Ann. Bd. LIII S. 556.)
P.
-
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der Minute liefert, d. h. betrschtlich melir als eine Coni.
bination von zwei Ketten jeder der drei Arten fijrsich.
Die Wirksamkeit der neuen Kette, die Hr. D e l a
R i v e als das Resultat zweier chemischen Actionen, der
Oxydation des Zinks und der Reduction des Bleihyperoxyds, ansieht, findet nicht inehr statt. wenn sfatt des
Bleihyperoxyds Mangan -Hyperoxyd, oder statt der Platinplatte eine Kupferplatte genommen wird; den Grund
zu letzterem setzt der Verf. in eine locale elektro-chemische Action aof das Kupfer, das auch dabei rasch verand er t wi rd..
Die Dauer der Wirltsamkeit dieser Kette ist, nacb
des Verf. Angabe, betrkhtlich, weshalb und wegen ilirer
geringen Kostspieligkeit ( da sollte man wieder glnaben,
er wendete Mennige ail, denn braunes Hyperoxyd eigends dazu zii bereiten, wiire doch nicht eben wohlfeil)
er sie besonders fur technische Anwendungen geeignet
halt, - aber constant ist sie doch nicht.
Ueberdiels enlhdt die Abhandlurig noch mancherlei
Betrachtungen iiber die Unfihigkeit oder geringe Fiihigkeit der bisherigen galvanischen Coinbinationen, als einfache Ketten angewandt , das Wasser zwischen Platinplatten zu zersetzen. Hr. D e l a l \ i v e setzt den Grund
dazu in den Widerstand, der sich hauptsachlich in den
drei Theilen der (mit Zwischenplatten von Platin versebenen) Kette aulsere, wo dcr Strorn aus der Fliissiglreit
in das Platin, oder aus dem Platin in die Flhsigkeit
ubergeht
und ist auch der Meinung, dab, damit eine
einfaclie Kette,. unter den genannten Umstlnden, Wasser
zersetzen kiSnne, immer zwei chemische Actionen erforderlich seyen I ).
JJ
((
-
1 ) In diesen beiden, wie in so manelien anderen Punkten, kann ich
mich nicht mit dem geehrten Hrn. Verf. einverstanden erklsren. W a s
zuniiclist die Unfihigkcit oder grringe Fiihigkeit der meisten einfachen
PoggendortPs Annal. Bd. LX
26
402
--
IX.
E u n .sen’s oerbesserte Kohlenhatterie iind
‘rinige Vcrsuihe mit derselhen.
D i e ursprungliclie und die nacliherige Einrichtung der
von Prof. B u n s e n constrnirten Kohlenbatterie werden
den Lesern aus den fruheren Aufsatzen ubcr diesen Gegenstand (Anual. Bd. LIV S. 417 und Bd. L V S. 2 6 5 )
bekannt seyn. Seitdem hat der Erfindcr einigc neue
Uocuiiiente uber seine Batterie in den Ann. de chirnie
et de phys. Ser. 111 T.YIII p. 25, vcriiffentlicht, aus
denen wir Nachstchcndes zur Vervollst3ndigung jencr Aufsiitze glauben hervorheben zu niiissen.
Iin Ganzen ist die zuletzt in diesen Annalen bescliricbene Einriclitiing beibehalten worden; allein die
Kcttcn zur Wasserzersctzung zwisclrcn Platinplatten bctrilrt, so liegt
d h ofknbar nicht oder wenigstens nicht allein in &em W i d c r dcrbtnnd , denn sonst miifste man durch VrrgriiLerung der Platten,
oder iiberhaupt durch Verringerung des Widerstandrs in der eigentlichen Kette die Wasserzersctzung hervorrden konnen. Bckanntlicli
W’cnn auch die Acten iibcr den soist dicTs abcr nicht der Fall.
gensnnten Uebergangswide~stan~lnoclr nicht filr geschlosscn zu ha1
ten sind, so ist doclr so vie1 gcwifs, dab nicht diesern allein, sondern wesentlich der sogenannten Polarisation die Hemmung dcr Wasserzersefzung zugeschrieben werden mufs, was auch ia von den meistcn Physikern lhngst ancrkannt ist. Eben so sclieint mir der Satz
von dem Erfordernifs rweier chemisrhen Actioncn zur W’asserzersetzung wenig erwiesen; ich glaube vielmehr, dafs cine einzige ehemische Action (um irn Sinne dcr chemischen Theorie zu spreclien), oder
viclmchr cine einzige elektromotorische Krah , wenn Ze n u r hinlsnglich stark ist, urn die a n den Platinplatten des Voltameters entrtandene elektrornotorische Gegenkraft gchorig zu uberwhltigen. vollkommen dassclbe bewirkt. Aueh miichte iclr fragen, wic dcr Verf i n
sciner Kette die Reduction des Hyperoxyds als cine zur Erzengung
des Strornes beitragende chemische Action betrachten konne; ich kann
sie fir oichts andcres halten, als fiir eine Wirkung, eine Folge, des
Stroms.
P.
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