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Elektromagnetisches Glockengelut.

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incn diirften, so hielt ich es fur zweckin8fsig das Hauptergebnifs meiiier Untersuchung vorliiufig mitzutheilen , und
belialte Air vor, das Endresultat meiiier Untersuchuiigen
lhuen spgterhin im Detail zu ilbersenden I).
W i e n , den 11. Mai 184G.
XIV. Elektromagnctisches Giockengel6ut;
von C. A. Gruel.
W e n n die Reibungselektricitst durch den Erfolg der Anzichuiig und Abstofsung ungleichartig oder gleichahig elektrisirter Kiirper Veranlassuiig gcgcbeii hat zu einer Anzahl
lange bekaniiter Vorrichtungcii , die clas einfache Gesetz,
iiacli welchern sie wirken, zum Theil auf eiiie belustigende
Wcise veraiischaulichen, so sclieint es, als ob das splter
cntdeckte Gcbiet der elektro -inagiietischen Wirkungeii eine
iieue, viclleicht noch ergiebigere Quelle derartiger physikalischer Ergiitzlichkeiten darbiete; nur mit dein Unterschied,
dais inncrhalb desselben die Aufsuchung neuer Fonneii und
Combiiiatioiien oft zu interessaiitcn Aufschliisseii tiber die
Wirkungsweisc der elektro - magnetischen Maschinen uiid
Uber den Wcrth dieser oder jener Anordnung ihrer einzeluen Tlicile fiihrt.
Meine, dcr Beschreibung des oben genannten Gegenstandes angefilgten Bemerkungen dUrften den Dilettanten
nicht gauz unwillkommen seyn, die mit iiberschwenglichen
Hoffiiungcn , ohne geiiiigende Vertrautheit lnit der Sache,
theure uud fehlschlagende Versuche anstellen m6chteu. Sach1 ) Icb Irabc die obm buchricbcoc, wobl ruclr rchon
voo Anderco gucIlene, rbcr, wie u rclmiot, nicht nihcr bcacbtcts Errehciouog rcproduw'rt uod sic: vollkutnmcn richtig bafundcu, mufr jcdocli bckcnocn, an
dcr vom Hro. Vcrf. gcgcbencn Erkliruog c h i p Zwufel 1n bcgtn. Iclr
mijchtc bir jctzt glaubcn, clafr unr die farbigen, Nit +render
ObcrflScllc vcrrelxncn Xikper bci Reflexion cin Gcmirch voo in dcr Einfallscbenc polrririitcm und gsnbholichem odor diffurm Liehto a w n d a e n .
P.
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veratlndige finden es vielleicht der Miihe nicht unwerth,
meine Ansicht zu priifen und die Fragc zu entscheiden, ob
wohl die Ausfrihrung grafserer elektro - magnetischer Maschinen bisher iiach dem gegenwartigen Stand uuscrer Kenntnisse geschehen, uud in wiefern ebie weitcre Vervollkoininming d crsel b en ni 6glich ersch ei n t .
Auf einein Brett, zwischcu zwei durcli eiii kleines Gcsiinins verbundenen Stsndern, steht eiii clektro-inaguetisclies
Hufeisen aufreclit init seinen Polen. Darilber ist der Anker beweglicli so angebracht, dal's er stets in nalicr Bcriihrung init clem einen Pol bleibt, und nur beiin andcren Pol
durcli Auf- und Niederklappen sich hebt nnd senkt. An
diesein Ende ist eine Schnur befestigt, die oben tinter dcni
Gesiinins mn eiiic bewcgliche Wcllc gcht, an dereii Mittelpiinkt die Glocke hangt.
W i r d der Magnet erregt, so bewegt der angczogcnc
Aiiker die Glocke, denn sic inaclit jetzt eine lialbe Scliwingung, nach deren Beendigung der Maguct den Ankcr loslassen In&, da es soiist bei dieser halben Schwingung vcrblcibcn wiirde. Es ware frcilicli die Rotation eiiies Rades
und die Verwandlung seiner Bewegiing in eine liin- und
liergeliende eiii leichtea Mittel , das Gewhschte zu errcichen. Es erschien mir indessen ansprechender, den ungemein einfachen , nur aus vier wesentlichen Stiicken zusanimengefiigteii Apparat dnrch den noch einfacheren Cominutator unmittelbar in Gang zu bringen. Bei allen sonstigen elektro - magnetischeii Maschinen kehrt bei einer bcstimmten Lage des beweglichen Tlieils auch die nPmliche
Stellung und Wirkung des Commutators zurUck. Die
Glocke durchlauft wahrend einer ganzen Schwingung zwci
Ma1 dieselben Punkte ihrer Balin, der Commutator muL
aber den Strom das eine Ma1 leiten, das andere Ma1 unterbrechen. D i e t zu erreichen, besteht deraelbe aus einein
Stiickchen Kupferplatte ( 1" lang , 4" breit), auf der Ruckseite mit Holz fournirt; er ist unterhalb am Gesimms be-
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festigt. Auf tler Welle ist cin kleiiies Sttick Uhrfeder
aufrcchtstchciiti befestigt. Die Ebcuc, in welcher die Uhrfeder sich bewegt, ist dieselbe, in welcher die FlYchen der
Platte sich behiden. Wird die Glocke bewegt, so streift
die Feder stcts einer jcner FlUclreii vorbei.
Mali hat
die gesnininte Stroinleitung so cinzurichten, dafs Feder und
Platte eiiieii wesentlichen Thcil diescr Leituug ausmachen.
Uciikt man sicli nun die Ebciie der Platte cin weiiig verstellt, so clafs sic einen geriiigeii Wiokel bildet init jener
Ebeiie, in welcher die Stahlfedcr schwingt, so tritt sogleicli
clas L:iuteii clcr Glockc ein, sobald der Strom einer einftrcheii Grove’sclien Kctte hinzutritt.
Da dic Stiihlfctlcr, iiaclitleiii sic eine der Flachen passirt I i i i t , vcriiiiige ihrcr Elasticitit nbgleitet, die geradc
Stclluiig ciiiniiiiiiit uiitl i i i ~ i idie aiitlcre Scitc der Platte bestrciclit, so dirk sic ;ibwccliscliitl nuf Metnll uiid Holz
sclileift , so ciitsteht dic richtige Coiiiiiiutator - Wirkung.
Die Sichcrlicit , iiiit welclicr clcr klciiic Apparat arbeitet, ist erfreulich; cr inilclitc iitrch tlcr friiher voii mir gcfertigten Haiiiincrvorriclitung ills die milglicli eiufacliste dektro -iiiagiietischc Mascliiiic aiiziiselieii seyn.
Seit eiaer licihc voii Jalircii iiiit Herstellung dergleiclieii Apparatc fiir d c n Zwcck des Unterrichts uiid physikalischcr Vortriigc bcscliiiftigt, lcuclitcte iiiir selir bald cin,
dnfs es cine bccleuteiitl verschietlciic Auf;;abc sey , Rotatioiisnpyaratc iiianoigfnclier I’oriii init eiiiigeiii Kraftiiberscliufs, odcr abcr Masdiiien lienustellcti , iiiit dciii geriiigstcn Aufwand a n Material crbnut, (lie cine vorgescliriebciic Kriiftiiukerung uutl dabci tlcii grilbteu okoiioinisclieo
Effect gewahrcii sollen. Letztere Aufgnbe bccliiigt die Kenntnifs iiiitl Beriicksiclitiguii;; aller hi clein Zeitrauin von zwei
Deccnnieii ge\iroiiiicneii Kcsultatc wcrthvoller Untersuchungeii, wie sic i i i clcr 0 hiii’sclicn Tlieorie, iii den Ergebnissen dcr L c ii z iiiitl J n c o b i’sclieii Versuclic*Uber das Gesctz dcr Elektroiiingoctc , feriicr iii cler Vcrvollkoiiiiuuuug
galvnniacher Kcttcn uiicl der Enieluiig Ii6chst krlftiger Magiictc 11. s. IV. gegebcii siiid. Der init iillctl diesen’Dingcii
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vertraute Techniker bedarf jedoch zur gltickli,chen L6sung
jener Aufgabe auch noch ein mechanisches Talent, eine
Combinationsgabe, die ihii auf dieseio Felde eine Strecke
weiter fuhren werdcn, da, wo die angegebenen Punkte
Seit dem
nicht ausschliefslich als Fuhrer dieiien kbiiiien.
Erscheinen des Jacobi'schen Mem. s. I'appl. c:c. ist mancher Versuch gemacht worden, ohiie eine sicherc Entscheidung der Frage herbeigefohrt zu haben, ob es gllickeii werde,
den Magnetismus dereinst in die l\eihe nutzbarer Triebkrafte eintreten zu sehen.
Noch jetzt sieht mail nicht selten solclic iiach ganz schwankenden Priucipien verfertigte Modelle entsteheu, dercn Kraft
den gehegten Erwartungen keineswegs entspricht. MliIicvoll herumschleichend klingt es komisch, wenn solches Modell den Namen einer Locomotive crhalt.
Auch ich fand mich einst (es sincl jetzt fast neun Jalire
dartiber vergangen ) , als mir die ersten kleineii Versuchc
geglUckt waren, durch den Wunsch, ein dreifilfsiges Rnd
durch Mapetisinus zu treibcn, zu der ubereilten Construction
einer Maschine vcrleitet, an welcher acht grolse Magnete
von 3" dicken Schenkelir init dickem Draht bewickelt, vergeudet waren, denu es gcwann nur cine ktimmerliche Hotation. Dasselbe Rod trcibe ich jctzt mit eiiiem grofsen
Magnet, von den Diinensionen des iin Yale-College befiudlichen, seinem Anker, einem Commutator, welcher den Magnet nur wshrend der halben Umdrehung dcs Hades erregt,
und einer Grove'schen Kette von 14 Quadratzoll PlatinflSche, dergestalt, dafs ich mittelst eines Laufbandes das kleiue
Model1 einer Dampfmaschine gleichzeitig dadurch in Bewegung versetze. Diem k u n e Besdlreibung zeigt, wie es
hierbei auf die vortheilhafteste Construction nicht einmal
ebgesehen seyn konnte.
Ich fUhre nun einige Punkte an, auf welche Rilcksicht
genommen w i d e n mufs, urn unwirksame Maschineu zu vermeiden.
a ) Auf die unvermeidliche Schwnlchung der Magnete durcli
eine lange Drahtleituug , nenn der Hauptfactor mag-
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netischcr Erregung, die Stroinstsrke, nicht gleichzcitig vergrblsert worden ist.
b) Auf die Gestalt der Pole. Die Starke der magnetischen Anziehung verkilt sich uingckchrt wie das Quadrat der Entferiiung. Die grsfste Attraction tritt demiiach ein , wciiu die Axe der freondschaftlichen Pole
in ciner Linie liegt. In diesem Augcnblick mufs abcr
dcr Coinmutator oder Gyrotrop seinen Dielist verrichten. Damit aber durch so leicht milgliche Uugcnauigkeiten desselben kein Kraftverlust entstehe, vcrbreitere man die EndflSchen der maguetischen Pole.
Es ist leicht einzusehen, dafs hierbei nach dem aiigefuhrten Gcsctz iiur Vortltcil seyn killin, da die Anziehung ohne Verringcruiig ihrcs mittleren Werthes
schon etwas friiher als sonst beginnt. Die Pole inlissen einander so nahe kommcn, als es ohnc BerIihrung mbglich ist.
c) Auf dic Vermeidung zu schneller Stromwcclislung.
Der Nachtheil dersclben ist ein doppelter. Dic Zeit
zur Erregung des Maximuins elektro-magnetischcr Tragkraft ist nicht als unendlich klein anzunehmeu. Sind
daher zu vie1 Magnete angebraclit, so wird dicser
Nachtheil cbcn so fiihlbar, als eine praciscre Wirkuiig
des Commutators nothwendig.
d ) Der remancnte Magnctismus iin wcichen Eisen ist nameiitlich bei der wirksninstcn Fonn der Elektromagnete oft sehr bedeutend; er muls getilgt werden, da,
wo er nach der getroffenen Anordnung Abbruch thmi
ksnnte. Man erreicht diefs mittelst eincs uugemeiu
schwacheii Gegenstroms.
e ) Schlesischcs Rund- und rothbrtlchiges Eisen sind mir
zur Verwendung zu Elektromagneten vortheilhaft erschienen.
/) Fur die innige metallische Verbindung einzelner Theile,
die den Strom zu leiten haben, ist Lathung, n o sic
zultifsig, und Amalgamation, wo die Verbindungsstelleu beweglich auf einander bleiben mfiseen, das bestc
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Mittel. Kupfcr iiiitl Stall1 init rcclit inctallisclieii &I#clieii uiid reichliclicii Bcruliruiigspuiikteii leitcn uaclistdem gut, wo sic, dcr Ofter nothweiitligcn Ernciicrung
tlcr Ainnlgaiiiatioii wcgcii , dcr lctztcrcii vorgczogen
wcrclcii inbchteii. Platin wirkt sclileclit, uiid (lurch
clcii LeituiigsmitlcrstaiIcl die Stroiiist~rlrevcriniudcriid.
9 ) Ersparring clcr Uinwickluiii; init Seine bei clcii LcitiiiigsclrPhtcii ist zuliifsig, wain die Strbinc keiiie grokc
Iiitcnsitlit hesitzcii. Diescr Fit11 findet in der Regcl
stntt, wciin stnrkc Ur:ihtc arigcwantlt wertlcii; dniin
ist die Uiiiwiiiduiig uiitl Isoliriiiig iiiittclst Bauiiirvollc
biiireichcntl.
Langc diioiic I)r:ihtc, ivelche iiiehrclciiicntigc Kettcii bedingen, mtisscu init Scide bcspoiincn seyii, cbcn so, ivenn sic zu kriiftigcii Iiiductionsnppnratcn diencn sollcn.
h ) Ich linltc (lie voii J o u I c niigcgcbciic Foriii tlcr Elcktroinaguetc fiir ciiic vorthcilhnftc, wcil sic in kleiiiciii
Rauin hufserordentliclics leistet. Es koiiiiiit zwnr bci
ihiien, wic bci alleii andcrcn Magiicten, von dcr Tragkraft, welclic lciclit 20 bis 30 Ccntiicr betrzgt, iiur
ciii geringer Tlicil zur Icbcndigcn Kraftzufscrung, viclIcicht ist dicser abcr ausrciclieucl, wciin ihre Aiiortlnuiig die rcclite ist.
i) Der Coiniiiutator, dcsseii Eiiirichtung sclir inannigfi\ltige AbPnderungen crlcidcii knnn, ist gar hailfig ciii
schnachcr Punkt jcncr Mnschiiicn. E r soll proiapt
wirkcn, cleiii Stroin keiucri starkeii Widerstniitl bietcn unti der lcicliten Abiiutzuug nicht untcrworfeii
seyn. Kupfcr, Neusilbcr, Stahl bei gehbrigcr Metallstlirkc, Ainalgainatioii besonders, leistcii dic bcstcii Dicnste.
Von dciii Vorziig der Aiualgainatioii iiing innn sicli iibcrzcugen an ciner Inductionsvorrichtung, wo (lie Uiitcrbrcchung des Stroms durch die Haminervorrichtuug bewcrkstelligt ist. Dic Stiirke der Induction kaiiii ciu Maafs abgebeii fiir diejenige der priidreii gnlvaiiischen Stroineskraft.
W i c inetallisch sich Haminer uiid Ainbob auch beriilircii
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infigen, sey Platin oder Kupfer clazii vcrwcndct, die W-irkung wird verdrcifacht , scbald nur die Bcriiliruugspnnkte
ainalgainirt werdeii.
k) Die Theilung der galvanisclien Ketten, indein man den
Strom a u f bcsondere Dralitleituugen iiiit separatciii
Cominutator, die eneogtc Kraft aber nuf solche Augriffspwikte wirkcu lakt , wclchc dic Hewcgung dcr
Maschine unterstiltzen, wsre weuiger aus meclianischen als vielmehr physikalischcn Griiuden (sichc c
uiid d) gerechtfertigt.
Gut eingerichtete Ketten sollen ja das Zink hauptsschlich nur auf Volta'sche Weisc consumireu, es wlirde demiiacli BUS dcr angefiflirtcii Verinehrung dcr Ketten kciti grOfserer Zeitvcrlust zu envartcn seyn, a h init der erhaltcnen
gnlvanischen Kraft. iiii Einklaiige steht.
Icli schlicrsc mit der Erwlihnuiig, d a t wcnn, wic in
dieseii BlBttern friilier schon bemerkt wurde, eincr gcwissen Mcngc Voltai'sch aufgelosten Zinks ein bcstiinintcs Maximum dgnamischcn, durcli elektro - i n a p t i s d i e Wirkung crzeugten Effects entspricht, der sich mit der von eiirem Quautum Steinkolilen in der Dampfmaschine erzielten Kraftlcistung leicht vergleichen Iicte, und eben, weil es das Marimum ist, diirch kein Mittel keine andere Combination erholit wcrdcii k h n t c , dennoch bislier Nieiiiarid iin Standc
gewcscii ist, die absolute Gr6Cse dessclben zu bestiiiimen.
B e r l i n , im Februar 1846.
N a c h d e m es inir gelungen, die Entstehuug dcr Blitzr6hreii nachzuweisen I ) , wid dcn freien Lauf des Blitzes in
1 ) Sirlie mcioe Abhnndlungen iibcr dic B h 6 l l r c n in Gilb'ertps Anna-
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