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Elektroskopische Wirkung der Geissler'schen Rhren.

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noulinen. Diefs entspriclit 62,55 Proc. von reinem Metall
iin angewandten Niob.
Die darch Oxydation erhaltene Satire war durch das
laiige Gluhen stark zusammengesintert, und sehr hart; nurchs
Schmelzen init saurein schwefelsaurem Ainrnoniak konnte sic
nicht in deiriselben aufgelost werden. Wurde aber die lange
und anhaltend geschmolzene Masse init Wasser behandelt,
so schieden sich aus der Losung nur wenige Flocken von
UnterniobsSure ab, aber sie hinterliefs nach dem Abdainpfen einen betrachtlichen Ruckstand von schwefelsaurem
Natron.
Die Unterniobsaure wird also in ihrein Natronsalze bei
weitein leichter und vollst&ndiger vermittelst des Phosphors
zu Niob reducirt als die Tantalsaure dadurch zu Tantal.
Ich bin auch uberzeugt, dafs wenn statt des sauren das
neutrale Salz der Unterniobsaure init Natron angewandt
worden ware, das so erhaltene Niob noch reicher an reinem Metall ausgefallen ware.
IX. Elektroskopische Wirkung der G ez'fs Zer 'schen
Riihren; N d i z con P . Riefs.
D i e hohlen init stark verdiinnten Gasen gefiillten uiid eingeschrnelzten Platindrahten versehenen Glaskorper, welche
Hr. G e i i s l e r in Bonn in verschiedener Form anfertigt,
uiid die sich unter der Bezeichnung der Gei€sler'schen
Rohren in den Handen vieler Physilier befinden, eignen
sich zu inanchein lehrreichcii Versuche fiber das elektrische
Licht. Die folgenden Erfahrungen durften von eiiiigem Interesse seyn. Die meisten der mir vorgekominenen Rohren
zeigten am Inductionsapparate \vie an der Elektrisirinaschine
das oft beschriebene in Schichten getheilte clektrische Licht,
und nebenbei das schon griine Fluorescenzlicht, welches im
PoSgendorfPs Annal. Bd. CIV.
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Glase der Rohren durch das elektrische Licht hervorgerufen wird. Um die Aenderung der Lichterscheinung durch
Wirkung eines Magnets am Leichtesten zu zeigen, dieiit die
Rohrenforrn , welche aus zwei verschiedeiien (3 und 11&
Linien) weiten Cylinderrohren zusammengesetzt, und deren
Gasfiillung so regulirt ist, dafs bei einer gewissen Kichtung
des elektrischen Stroines nur die enge Rohre init Licht erfiillt, die weite 3: Zoll lange Rohre hingegen bis auf die
blauglimmende Platinelektrode dunkel ist. Urnfafst inan daiin
die weite Rohre init den Schenkeln eines Stahlmagnets, so
wird ein grofser Theil derselbeii init geschichtetein Lichte
erfiillt, und zwar werdeii die Lichtscheiben je nach der Lage
der Pole des Magnets nach der einen oder anderen Seite
hingedrangt. Da nicht alle so gestalteten von G e i f s l e r
gefertigten Rohren sich zu diesem Versuche eigneten (unter
8 von inir untersuchten nur 3), so liefs ich mir eine Glasrohre der beschriebeiien Form anfertigen, a n dein einen
Elide mit eiiier durchhohrten, durch einen Stiipsel verscldiefsbaren Fassung, an dein anderen Elide mit cinem Hahnstiicke
versehen, und fiillte sie mit Luft und Leuchtgas. W a r diese
Riihre bis auf 1; Linie Quecksilberdruck exnntlirt so zeigte
sie die beschriebene Erscheinung. Das richtige Verhaltnifs
der Gase erhielt ich, indem ich die Rohre durch Verdrangen ganz mit Leuchtgas fiillte, his 1; Liiiie Druck auspumpte,
sich mit Luft fiillen lieL wid wiederum exantlirte. Dieser
Versuch ist, gleich auffallend , am Inductionsapparatc wie
an der Elektrisirmaschine anzustellen, der folgende am besten an einem Inductiousapparate, der init einer ger2uschlosen Unterbrechungsvorriclitung versehen ist. Legt nian an
eine leuchtende G e i f s l er'sche oder selbstgefertigte Rohre
irgeiid welcher Form und Laiige ein in der Hand gehaltenes
Stanniolblatt, so entsteht ein rasselndes Gerausch, dein des
Wassers ,or dem Kochen Ihnlich. Am starksten ist das
Gerausch, wenn das Staiiniolblatt an eine Erweiterung der
Rohre ange1eQ wird, uiid inan erhalt es daselbst oft auch
ohne Stanniol dnrch leises Anlegen der Finger. Zugleich
mit dem Gerzusche tritt, wie ich beilaufig bemerke, die be-
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Lannte Ablciikung der Lichterscheinung cin , die an einer
19 Zoll laiigen Rohre in eigenthiiinlicher Weise statt fand.
Die Mitte dieser Rohre bildete ein Ellips~id(Axen 3 und
2 Zoll) das init einein inatten schwacb gcschichteten rotheii
Lichte erfullt war. Bei cler Beriihrnng des Ellipsoids init dem
Finger bog sich nicht iiur das rothe Liclit demselben zu, sondern es erschien auch uiiter deni Finger an der innern
Glaswand ein schon blaues Licht, das sich mehrere Linien
hoch in das Innere des Ellipso'ids erhob.
Das auffallende
Gerausch bei der Beruhrung der Rohren niit Leitern ruhrt
von aufserordentlich kleinen zum Leiter uberspriogenden
Funken her, welche, des ihnen naheii elektrischen Lichtcs
wegen, selbst in der Dunkelheit mir nicht sichtbar waren.
Als ich aber eine Erweiterung, z: R. das bescbriebene Ellipsoi'd, init einein Stanniolstreifen beldebte, so erhielt ich von
diesem niit dem Finger, einem Stanniolblatte, oder einer feinen
Drahtspitze, am Tage siclitbare Funken in groiser Menge.
Die elektrisirte leuchtende Gasdule im Innern der Rijhreii
wirkt durch Influenz auf das Glas, die ihr gleichnamige Elektricitat gcht beiin Eintreten des Oeffnungsstromes voin Glase
auf den angelegten Leiter iiber, und beim Aufhoreii desselben an das Glas zuriick. Legt inaii an eine init Stanniol
bekleidete Stelle der Rohre den Zuleiter eines Goldblattelektroskops an, so bleiben die Bliitter desselben in bestlndiger Bewegung, und das Elektroskop findet sich nur bei
behutsamer Entfernung desselbeii von der Rohre geladen.
Um die Anordnung der beiden Elektricitaten in der leuchteiideii Gassaule zu finden, ist es daher sicherer, sicli einer,
nicht zu kleinen, Priifungssclieibe aus Stanniol zu bedienen,
diese an die Rohre anzulegen, ableitend zu beruhren, zu
isolireii und an einem S%ilenelektroskope zu priifen. BequeIner ist es, einen diinnen Draht voin Zuleiter des Saulenelektroskops zu einer init Stanniol bekleidcten , auf eineii
Augenblick ableitend beriihrten Stelle der Rbhre zu fiihren.
Eine ganz cylindrische 13; 55011 lange, etwa 4 Linien weite
G e i Is1 e r ' sche Rohre zeigte eine gleichmabig lavendelblaue
Lichtsaule mit einaiider parallelen scharfen Querstreifen, S O
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dafs sie, von der positiveii Elektrode an his 7 Linieii vor
der: negativeii Elektrode , eiiiem in halbe Liiiieii getheilten
Maahtabe Anlich sah. Um dime Kiihre wurde ein schmaler Stanniolstreifen gewickelt , und init dein zuin Saulenelektroskope fiihrendeii Silberdrahte festgebunden. Nach
der Beruhrung dieses, an verschiedenen Stellen der Rohre
gebrachten , Stanniolriiiges erhielt ich , den1 Zeicheii nach,
coilstante Ausschliige des Goldblattes aiii Elektroskope. W a ren beide Endeii des Inductionsapparats gleich gut isolirt,
so wurde die Mitte der Rohre gefunden durcli Verschiebung des Stanniolringes bis zu der Stelle, wo das Elektroskop keiiie Elektricitat anzeigte. Von da a n bis zur
positiven (BuscheI-) Elektrode, wirkte die leuclitende Gassaule in zunehinender Starke positiv iiiflueiicireiid auf den
Stanniolring, uiid ebenso negativ influencirend bis zur negativen (Gliinin-) Elektrode. Die Gassaule war deinnach
positiv elektrisch von der, beiin Oeffiiungsstrome, positiven
Elektrode bis zur Mitte der Riihre, und voii da an negativ bis zur iiegativen Elektrode, zeigte . also dieselbe elektrische Anordnung, wie ein feucliter Faden, der die Pole
einer V o 1t a'schen Saule verbindet. I)ie G e i f s 1 e r 7schen
Rijhreii init Erweiterungen wirkten zwar bedeuteiid starker
elektroskopisch, als die ebeii beschriebene Rohre, gaben
aber weniger constante Anzeigen , und ihre eiitgegengesctzt
elektrisclien Theile wareii iiicht an Laiige einander gleich.
Am starksten elektrisch fand ich eine 19 Zoll lange unsymnetrischc Riihre die, in dieser Folge, aus einer Kugel,
einer Linie weiten Rohre, einein Ellipsoide, einer 2 Liilieii weiten Kohre und einein horizontalen Cylinder zusammengesetzt war. Das in ihrer Mitte befindliche Ellipsold war so stark elektrisch, dafs es Fiiiiken gab, und zwar
war daselbst die Art der Elektricitat gleichartig mit der,
welche der Cylinder gab , positiv odcr negativ iiiflueiicirend, je nachdein die Elektrode im Cylinder positiv oder
negativ war: Dick ist nicht auffallend; aber sehr bcmerkenswerth scheint es ink, dafs bei allen Rohreii der duiikle
Raum vor der negativen Elektrode selir schwaeh iniluenci-
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rend wirkte. Bei keiiier Rijhre war diefs aaffallender als
an der oben 1;aei der Wirkung des Magnets beschriebenen,
die aus zwei ungleich weiten Riihreii zusamniengesetzt war,
uiid in welcher der diinkle Rauin fast die ganze Lange
(3; Zoll) der weiten Riihre einnahm. Als ein Stanniolring
uin die weite Riihre gelegl uiid mit dem Silberfadeii des
S~uleiielcktroskopsverbunden war, erliielt ich von der ganzen Liinge dieser Riihre nur selir scliwache Anzeigeii einer
Iiiflueiiz von iiegativer Elektricitzt , wenn die Elektrodc in
derselben negativ war, iiiiigcgen sehr starke lrifl ucuz positir er Elehlricitiit, wenn sic positiv war.
X. Ueber d e n EinJufs
des Binocularsehens hei
Eenrtheilung der Entfernurig durch Spiegelung und
Brechung gesehener Gegenstande;
con $1. KK II o ce.
(Monatsbericht. der Akad. 1858 Ma;.)
I i n Bericht von 1551, S. 252 I ) habe ich die Beobachtuiig
initgetheilt, dafs inan das durch eiiien Hohlspiegel entstehcnde
umgel\ehrte BiId eiues Gegenstandes nur vor deinselben sieht,
weim i i i m es init beiden Augen betrachtet, hingegell auf
der OberflRche des Spiegcls selbst, wenn man bei der Betmcbtung desselben nur ein Auge anwendet. Der auf dem
Titelbilde des dritten Buchs der Optik des A g u i l o n i u s erlauterte satz, dafs monocularcs Sehen tiber die Entfernung
des erblickten Gegenstandes in Unsicherheit lasse, gilt also
nicht nur fur wirkliche Gegenstande, sondern auch fur optische Gilder. Es .war niir wahrscheinlich, dafs auch in den
Flillen, wo nur ruckwiirts verliingerte Strahlen von bestimmten Yunkten auszugeheii scheinen, also iiicht sich kreuzend,
wirkliche optisclie Bilder erzeugeii , nur binoculares Sehen
1 ) Ann. Rd. 83, S. 188.
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