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Entfernen der Druckerschwrze von Zeitungspapier.

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Entfernen der Druckerschw5rze von Zeitungspapier.
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lationsgase der Braunkohle fast stets sehr erhebliche Menpen elementaren Stivlrstoffes enthalten, die uber die zu erwartende Menge weit
hinaus pehen und sich durch den Gehall der Kohle an gehundenem
Stickstoff nicht erklkren lassen. Gegen die Vermutung, daB in der
Kohle enthaltene oder ihr anhiiftende Lul't letzten Endes a n dem Zusliindekommen der hohen Stickstoffgehalti! schuld sei, spricht in einer
Reihe \ o n Fiilleu die verh8ltnismaBig geringe Kohlensiiuremenge ; die.e
miil3te hiiher sein, weiin der dem Stickstolf entsprechende Sauerstoff
bei der Destillation in Kohlensiiure iibergehen wurde. Niiherliegend
erscheint uber die Annahnie, daB der Sauerstoff mit den Teerbrstandteilen reagiert und so der trfassung in den gasfbrmigen Destillationsprodukten sich entzieht, wofur die leichte Keaktionsfahigkeit dieser
Produhte mit elernentarem Sauerstoff durchaus spricht.
Die Aufarbeilung des Urteers narh den Verfahren der Robiilinduslrie ervibt eine Keihe von Produkten, deren Bedeutung und Absatzmfigliclrkrit sich dann eng den Marktverhaltnissen fur Rohtilprodukte anp;rBt: die Weiterveredlung einzelner Produkte ist erst eingeleilet, diirfte aber friiher oder spiiter dazu fuhren, dal3 Uiteerprodukte
weitestgehend an Stelle der bisherigen Erdolraffinate treten konnen.
Aus diesem Riihmrn fallen aher ganz1ic.h heraus die alkaliliislichen,
die sogenannten phenoligen Produkte, und bei dem hohen Anleil, den
sie an der Teerzusamniensetzung haben, ist ihre lnhnende Verwertung
von groBer Hedeutung fiir die ganze Frage der Wirtschaftlichkrit der
Terr:iuf;irbeitung. Die teilweise sicheryestellte Verwendungsmoiglichkeit dieser Produkle zur Erzeugung von Kunstharzen durfte kaum
eine geniigend breite Basis abgeben, da dieses Arbeitsgebiet fur die
anf;illeiiden Mengen phenoliger Bestandteila auch dann, wenn die heirte
noch brstehenden Unzuliinylir hkeiten der Verai beitung beseitigt
a e r d e n konnen, \ iel x u wenig ausdehnungsfiihig ist. Vie1 wichtigrr
erscheinen die Bestrebunpen, diese Stoffe entweder in der gegebenen
Form oder nach vorgenonimener chemisclier Behandlung in Belriebsinittel fur unsere mototiscben Vehikel iiberzufuhren und ihnen ein
Absiiizgehiet zu eichei n , das rlicht allein praklisch unbegrenzt ist,
sondern ihre Verwendung auch volkswirtschaftlich aufierordentlich
aussichtsreich erscheinen Ias-en miiflte.
Man wird dsrum weitere Nachrichten iiber die Fortschritte des
Verfahrens der W i i r m e v e r w e r t u n g s g e s e l l s c h a f t m. b. H. in Wiesbdden, nach aelchem Ver fahren es moglic*h ist, derartioe Fraktionen
vnn lilienirligen Hestandteilen ohne weiteres im t Verpuffungsniotor
einwandfiei zu verbrennen, mit Inleresse arwarten. D;is Vrrfahren
ist diidurvh gekennzeirhnet, da5 m:in den Motor dauernd auf haherer
Ternperiitur halt, am einfncbsten dadurch, d:?5 man mit siedendem
Kuhlwasser arbeitet, wie dies ja vom Schwerolbetrieh nach S e m m l e r
hereits hekannt ist.
Die zu den Versuchen verwendeten Ole zeigten hei einem Phenolgehalt von etwa 45O,',, t:inen Siedebcginn von 175-185O und enthielten
holier i d s 260" siedende Olfraktionen nicht.
Eiii Angriff von Maschinenteilen durch die ,chemische Einwirkung
der l'henole oder dere.1 Verbrennungsprodnkte war aiich bei jahrelanger Betriebsdauer i n keinem Falle festzustellen. Da eine Reihe
von Lnslkraftwagen f u r den neuen Brennstoff in Betrieb gesetzt
wird, wird man wohl in kurzer Zeit u b c r eingehendes Material zirr
Beurteilung dieser Friige verfugen; ihre befriedigende Ltisung wird
vnn g d e r Bedeutung sein, 11111 einen mengenm5iUig sehr stark hervortretenden Beslandteil der I'rteere eirier lohnenden Verwendung
zufuhren zu konncn.
Von proWter 'I'ragweite fur die Aussichten der gnnzen Frage wurde
die bereils nachgewiesene Moglichlreit werden, nach dem Verfahren
von 13t:rgius die Urnwandlung der einzelnen hochsiedenden Teerfraktionen in niedersiedende im Wege der Hydrieiung betriebsmii5ig
vornehnien z u kiinnen.
Fiir die Gestaltung wirtschnftlicher Verldtnisse werden, wie eingangs erwiibnt wurde, neben der technischen Entwicklung in erster
Linie wohl die Verliiillnisse auf dem Rohiilmarkte md3gebend sein,
\vobei xu beriicksichtigen sein wird, dd3 die valutarischen Schwanltungen ebenfalls eine Rolle in recht erheblichem Unifange spielen
k o n n en.
Die gerade in der letzten Zeit einseizende Erholung des amerikanisrlien Miirkte~im Verein niit dem Slurze der deutschen Valuta
rind den Erschwerungen polnischen Olbezugs sil hert auch den Teererzeugnissen wieder Cine lohncnde Absatzmoglichkeit, und do auch
fur die kommende nii(4iete Zeit zweifellos eher mit einer Knappheit
der Weltvorriite infolge der star ken Einschriinkung der Bohrtiiligkeit
zu reclinen i - t , durf'te der Teerindustrie ein gewisser Spieliaum gegvhen seiu, den sie wohl in erster Linie zur Stabilisierung ihrer Verf:ihren verwenden ktinnen wird.
Lvesentlich giinsliger liegen aber die Verhaltnisse dann, wenn
man die Fntwicklung der kommenden Zeit von einem weiteren Gesichtspunkte m s b et r x h t et : b'ir wissen heute nicht, ob die Erschlieaung neuer Itoh8lgebiete die fruher oder spater eintretende, aber
n:ihe geriickte Erschopfung der amerikani>chen Felder wettmachen
kann und uns geslatten wird, den sprunghaft msteigenden Verbrauch
auch sir,her zu decken. Der Etsatz des Rohdls durch Kohlendeslillationsprodukle ist weit uber den R;ihmen einer h'otatandsrnafhahme
irn Kriege hinaiisgewachsen und beJeulet heute ein Programm, dessen
gliicklir.he Realisierung von einschneidender Bedeutung fur die Aufrechterhal tung unserer Energiewirt-chaft iind im weiteren Sinne des
Wortes unseres industriellen Lebens iiberhaupt ist!
Zeitschrift fW
angewandte
Chrmie
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Die deutsche Industrie und dns deutsche Kapital haben nach
dem Kriege und als Folge desselben ihre friiheren Keziehungen zur
auslandischen Petroleumindustrie abgestoBen. In ihren Bestrebungen,
neue Beziehungen knzubahnen, sind sie wesentlich untersliitzt durch
ihre Fortschrilte auf dem Gebiete der Erdbl- und Kohlenverwertung
im Sinne der seinerzeitigen Versiiche von B e r g i u s , die, sicherem
Vernehmen nach, heute so weit forlgeschrilten sind, daB an die Ausniitzur'g im groBen MaSstabe gepangen werden kann.
Die Gewinnung uiid Verarbeitung von Urteer ist seinerzeit einer
Notlage entsprungen und hat sich den gegebenen Verhlltnissen anpassen miissen: wenn a n Stelle der seinerzeit in Vorschlsg gebrachten
restlasen Vergasung der Kohle mit Nebenproduktenbewirtschaflung
die Tieftempernturantgasung getreten ist, so darf dies nicht allein
als eine Richtigstellung begruSt werden, die schon unter dem Zwange
der Verhiiltni-se erfolgen muate - im groBen filaf3stabe wird sicah
die Teerbewirtschaftung nur dann durchsetzen konnen, wenn sie sich
in das weitere Progrnmm der Energiewirtschiift und die fur dieselbe
gegebenen festen Bedingungen einpaijt
sondern auch als ein Fortschritt, der zweifellos eine vie1 raschere Bearbeitung und Losung der
Frage sicherstellen wird.
Die Entgasung der niederwertigen Rrennstoffe ist heute ein integrierender Beslandteil unserer Brennstoffteclinik geworden, und die
Tatsache eiigster Verknupfung derselben niit einer Reihe weitcrer,
aussichtsreicher Arbeitsmethoden: Brikettierung, Staubfeuerung, 01feuerung sowie die Moglichkeit, den lialbkol,s als Kohniaterial liir
eine Reihe weiterer Prozesse zu verwenden und ihn auch in bisher
abseits sleheride Prozesse, wie z. B. i n der Cartidindustrie einzuluhren, hat die Tielternperaturentgasijng zur Basis fur eine g;inze
Reihe technischer Entwickliingsmoglichkeiten geinacht und wird die
Liisung der Frage wesentlich beschleunigen konnen.
Damit eroftnen sich aber f u r eine Reihe von Wirtschaftsgebieten
neue Moglichkeiten industrieller Hetatigung, und das Bedreben, an
den Weltvorraten von Rohlil bestimmenden EintluB zu eewinntn, verweist alle jene Gebiete und vor allem Deutschland, das iiber KuhSIvorkomtiien nicht verfugt , zur Verwert ung der Teerbestandteile irn
[A. 265.1
Sinne der I3ewirtschaftung als Roholersatz.
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Entfernen der Druckerschwarze von
Zeitungspapier.
(Eingeg. 14.!12. 1Y21.)
Der in Nr. 84 vom 8. 11. 1921 S. 55859 der Zeitschrift fur angewandte Cheniie ahgedruckte Aufsntz, der das an und fur sich
str-ebenswerte Verlangen hat, weitere Kreise von dem volkswirtschaftlichen 'Verlust des Verbrennens oder Vernichtens von Altpi~pier zu
uberzeugen , birgt einige Unrichtigkeiten, die gerade in Hinsicht auf
den Vorschlag, neue vergfingliche Uruckfarhen lierzustellen , richtiggestellt werden sollen. Andernfalls konnte sich mancher Leser der
Zeitschrilt fur angewandte Chemie angespornt fuhlen, an eine Saf-he,
a n der nicht vie1 zu verdienen ist, Zeit, Arbeit und Geld zu wenden,
die besser anmlegen sind.
Herr W. N. sagt: ,,Wahrend Holzschliffpapier endgultig dem Uniergang geweiht ist, l i n t sich gebrnuchtes Zellsloffpapier aufs neue einstampfen und xu Papier verarbeiten. Es findet diiher zum grol3en
Teil wieder seinen Weg in die Papierfahriken, welche e3 in imsender Mischung niit frischem Papiermiiterial z u allerlei billigen Erzeugnissen verwenden. D;iher hesitzt auch sogenannte Makulatur. d. h.
gebrauchtes Schreib- und he-seres Druckp:ipier, einen gewissen M'irktwert. Nur fur alte Zeitungen gibt kein Mensch einen PfifFerling."
Die in den Satzen enthaltenen Behiiuptungen sind unrichtig.
Uberzeugen hann man sich davon, wenn man die Sortenaufslellung
einer Altpapiersartiercrei betrachtet. Eine der grollten derartigen
Anslalten Deutschliinds fuhrt acht Klassen sortierter Altpapiere und
eine Klasse ,,Unsortierle Abfalle". Unter h o l z h a l t i g e n b e d r u c k t e n P a p i e r e n heiBt es in Klasse VI
M. Neue ungelesene Tiigeszeitungen, gebundelt.
Mi. Gelesene Tqeszeitungen.
J. Journale und Zeitungttn:
Satiniert Druckmakuldur ohne Draht und Klammern, Originaldrur.kbiicher. Zeitungen und .Journale;
Unsorlierte Makiilatur (hedruckte Papier stucke ohne Dmht).
Man ersieht , daB auch holz~chlifrhaltigePapiere geringster Stoffzurammenselzung eine Handelsware urid einen gesuchten Rohstofl fur
Papier- und Pappenlabriken dar.-tellen. Zurzrit wild der Hwusfrau, die
sich nicht die Miihe verdrieeen IiiDt, gelesene Tiigeszeitungen z u sanirneln
und zu bundeln, fur ein Kilogramm derartigen Al1pnriiei.s M 1,70-2,OO
bezahlt. Fur unsortiertcs l'apier, wie es im Hiiushalt iihl'allt, wird
etwa M 1,20-1,50 je Kilogramm gez,ihlt. Die Papierfabriken mussen
naturgemS5 hdhere Preise anlegen, wenn das Altpapier nach dem
Aufwand an Snmmel- und Sortierarbeit, Verpackungs- und Transportkosten den Weg z u ihnen durch viele Hiinde gefunden hat. Fur gebundelte Zeitungen niuscen sie heute bis A1 400,- fur 100 kg bezahlen, gegen etwa M 500-800 fiir 100 kg bei unbedruckten weiSen,
liolzfreien (d. h. rein aus Zellstoff hestvhcnden) p"anen.
Uber die Verwendung von holzscliliffhaltigrnt , hedrucktem Altpapier marht der Verfasser auch unrirhtige Angaben. Man k m n dem
gewohnlichen Zeitungspapier ohne Schaden zelrn und mehr voni Hundert seines Gewichtes einfach gekollerter oder sonstwie zerfaserter be-
.
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Aofsatzteil
34. Jahrgang 1921)
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Biicherbesprechungen
druckter Zeitungcn beifiigen, ohne dai3 das Aussehen des fertigen Papier
darunler litte. Eine Anzahl Zeitungen werden in Deutschland unc
selbst im Ausland auf Zeitungspapier gedrurkt. das lediglich aus altei
Zeitungen besteht. Naturgenild ist die Farbe dieses Papiers eii
helles Grau; manchmal wird das Grau durch Aufflrben mit Blau-Griii
etwas verdeckt. Ein groder Teil wandert weiler in die Schrenz
papier-, Pappen- (Graupappen-) oder Kartonfabrik.
Viele Papiermacher halten diese hier angedeuteten Verwendungs
mtiglichkeilen fiir vollkommen ausreichend und scbllzen den volks
wirtsrhaftlichen Nulzen, den man durch mechanische oder chemischc
Reinigungsverfahren zu erzielen vorgibt, nicht hoch ein. Die Patentc
auf solche Verfahren sind zahlreich wie der Sand am Meere; ihrc
Inhaher oder ,,erloschenen" Inhaber sind vielfach Leute, die den
Papierrach nicht angehtiren oder von Brtlichen Vorteilen, die ein ar
und -1ur sich gules Verfahren bringen kann, auf eine allgemein z t
erreichende Anwendungsmtiplichkeit schlossen und damit den wirt.
schafllichen Boden ihrer ,,Elfindung" verliei3en. Die heute tatsiich,
lich awgeiibten Arten des Waschens von bedrucktem Btpapier sinc
zu zltilen und von rein tirtlicher Bedeutung.
Ich glaube im vorstehenden bewiesen zu hahen, dad die wirt,
schaftlichen Grundlapen, auf die W i t t seinen Vorschlag zur An,
wendung verganglicher Druckfarben stutzt , von ihm falsch ange
nommen sind. Wollte man solche Druckfarben erfinden und anwenden
so miii3ten die Entfarbungsverfahren fur die Makulatur so einfack
sein, dai3 sie weder groden Aufwand an Apparatur und Chernikalier
noch an Aibeilsltihnen erforderlich machten. Andeinfalls wird dei
Papiermacher, da schon einmal gebraurhi e Papierstoffe an sich gcgen.
iiber neuen Stoffen tHolzschliff oder Zellstoff) minderwertiger sind
zu den letzteren greifen und zwar um so lieber, j e giinstiger dit
Voraussetzuugen *fur die Erzeugung von groden Mengen (etwa von
Holzyhliff, z. B. niederschlagsreichen Jahren) liegen.
fJber den Vorschlag, einmal, nur Zellstoff zu erzeugen, und dac
andere Mat, auchTageszeitungen auf holzschlilffreiem Papier zu drucken.
IaBt sich uberhaupt nicht rprechen. Hier so viel, dai3 man aus einem
Raurnmeter Fichtenholz etwa 330 kg lufttrockenen Holzschliff erhalt,
Aus der gleichen Menge Holz erzielt man an Zellstoff hBchstenfalk
etwa 200 kg Zellstoff. Daraus folgt ohne weiteres die volkswirtsrhaft.
liche Foiderung, iiberall dort, wo man eben Holzschliff mit Bezug
auf den Verbrauchszweck des Papieres verantwoiten kann, Holzschli!f.
und zwar mtiglichst viel Holzschliff zu verwenden. Dadurch wird
unser Walderbesland besser ausgenutzt, und die Einfuhr auslandischer
Hblzer mBglichst eingeschrankt.
Was den Mehraufwand an Papierkosten angeht, den ein VerlegeI
baben wurde, wenn er seine Tageszeitung auf holzschlifffreiem Papier
drucken wurde, so wiirde dieser fur den vergangenen Sommer, wa
fur Holzschliff (M 200,- fur 100 kg) und Zellstoff fur Zeitunesdruck
(M 300,- fiir 100 kg) ziernlich konstante Pi eisverhsltnisse herrschten,
allein im Hiublick auf den Halbstofl schon uber 30 vom Hundert betragen haben. Der erforderliche Mehrbedarf an Arbeit und Maschinen,
den reiner Zellstoff verlaiigt, kame norh dam. Ob wohl Verleger
und Bezieher, die tagtaglich uber zu hohe Papierpreise oder Bezugspreise klngen, dafiir zu haben sein wiirden? Ich glaube nicht.
tlevor man Erfindungen macht oder zu solchen anregt, sollte
man an solchen wirlschilfllichen Fragen nicht vorbeigehen. Diese
und nicht geistige Tiiigheit sind es, die die Hoffnung W i t t s auf
Durchfiihrung seiner Vorschlage zuschanden machen.
I ' a p i e r m a c h e r . [A. 275.1
Berich tigung.
In dem Artikel, ,,Gustav Schultz" [Z. ang. 34, S. 613, 19211 1. Sp.,
17. Z. v. 0. muS es hei5en: ,,A.-G. f. A n i l i n f a b r i k a t i o n i n H e r l i n "
statt ,,in Basel". Zu dem Attikel ist noch nachzutragen, dn5 Prof.
S c h u It z im Somrner 1921 von der techn. Hochschule Charlotienburg
zum Dr.-Ing. e. h. ernannt worden ist.
Biicherbesprechungen.
Die hrzneimittelsynthese auf Grundlage der Beziehungen zwischen
cbemischem Aufbau und Wirkung. Fur h l e , Chemiker und Pharmazeuten. Von Prof. Dr. S i g m u n d F r a n k e l . 5., umgearh. Aufl.
Jul. Springer, Berlin. 1921.
geh. M 2;6,-, geb. M 306,Dai3 sich jetzt nach nur 2'1, Jahren schon wieder eine Neuauflage vorliegenden Werkes ntitig gemacht hat, spricht deutlicher als
jedes Wort der Anerkennung fiir seinen hohen Wert. Unntitig auch
zu sapen, weil iius den fruheren Auflagen hestens bekannt, daW die
Literatur auf den Gebieten der organischen Synthese, der Phgsiologie
und Pharmakologie bis in die lelzte Zeit (Mai 1921) beriicksichtigt ist.
Insbesondere sind auch der vorigen Auflage noch fehlende Angaben
der auslindischen Literatur nachgetragen. Hinsichtlich der Einteilung
des Stoffes, die im wesentlichen unveriindert geblieben i d , sei auf
die Besprechung der vierten Auflage (Angew. Chem. 32, 11, 255 [1919])
verwiesen. Inhaltlich haben manche Kapitel eine wesentliche Bereicberung erfAhren ; besonders gilt dies von den Abschnitten Chinin
und Arsen. Wenn a i r der Neuauflage trolz der naturgemai3 leider
eingelretenen stiirken Preiserhahung den gleichen schnellen Absatz
wie der vorhergehenden Auflage voraussagen und wiinschen, so geschieht dies zugleich im Interesse unserer ganzen organisch-chemischen
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Industrie, der ungemein viel daran liegen mud, diesen trefflichen
ubeiblick uber das von Jahr zu Jahr anschwellende Gebiet der Arzneimittelsynthese stets mtiglichst auf dem laufenden zu haben. Die
glfinzende Dai stellungsweise macht das Studium des Werkes zu einem
wahren GenuB. Die Einleilung und den allgemeinen Teil, aber auch
zahlreiche Kapitel des speziellen Teils, wie z. B. diejenigen iiber
Chinin usw., mtichte man allen, auch den nicht auf diesem Gebiet
arbeitenden Fachgenossen zum Studium empfehlen.
Scharf. [BB. 180.3
Die physikalische Chemie in der inneren Medizin. D i e An w e n d u n g
und die Bedeutung d e r physiko-chemischen Forschung in
d e r P a t h o l o g i e u n d T h e r a p i e ftir S t u d i e r e n d e u n d Arzte.
Von H. S c h a d e . VII und 569 Seiten, mit 107 Figuren und zahlreichen
Tabellen. Dresden und Leipzig. Verlag von Theod. Steinkopff. 1921.
Lsdenpreis geh. M 60,--; geb. M 68,Das Eindringen physikalisch-chemischer Beirachtungs- und Arheitsweise in die Physiologie und Biologie hat im Laufe dieses Jahrhunderts
rasch Forlschritte gemacbt. Zahlreiche Blnde der Zeitschrift fiir Biochernie, die bekannien Werke von B e c h h o l d , H a m b u r g e r , Htiber,
O p p e n h e i m e r , E u l e r , M i c h a e l i s legen Zeugnis davon ab.
In dieae Reihe gehtirt auch das vorliegende Buch iiber die physikalische Chemie in der inneren Medizin. Der eigentliche Kern des
Burhes ,,Fdrtschritte und Wandlungen der inneren Medizin unter dem
Eintlui3 physikochemischer Forschung" ist umrahmt von einer kurzen
Einfiihrung in die physikalische Chemie und einem Abschnilt uber
die Technik der medizinisch wichtigsten Untersuchungsmethoden. In
einem Anhang findet sich eine C'bersicht der klinisch angewandten
physikochemischen Untersuchungsmethoden (mit Hinweis auf die klinischen Ergebnisse) und ein Verzeichnis der vorkommenden phy-ikochemischen Begriffe. Der rein physikalisch-chemische Teil ist anregend
peschrieben und tragt den besonderen Bedurfnissen des Mediziners
Rechnung. Gelegentliche Irrtiimer (wie S. 73 bei der Darstellung des
Prinzips vom heweglichen Gleichgewicht) wurden sich bei einer Neuauflage Icicht verrneiden lassen. Die Anleitung zu physikalisch-chemisrhen nbuncren im drittenTeil beruht auf eigenen experimentellen und
didaktischen Erfwhrungen des Verfassers. Fur die elastometrische Untersuchung von Gnllerlen und Gfweben hat S c h a d e ein eigenes Verfahren ausgearheitet (S. 539). Uber den medizinischen Teil zii urteilen
fiihlt sich der Referent nicht berechtigt. DaB dieser Abschnilt Anfechlbares enthalt, &t bei einem so neuartipen Versuch unvermeidlich,
besonders in einem Buch, das zu den Fragen der inneren Medizin
Stellung nimmt. Aber die h z t e und Biochemiker sollten dem Verfasser
dankbar sein, daB er den hfut gehabt hat, dieses Buch z u schreiben.
Fur den Mediziner gehtirt heute noch Entsagung dam, seine Lebensarbeit dem Grenzgebiet zu widmen, in dem innere Medizin, Physiologie,
Pathologie, Pharmakologie und physikalische ( hemie zusammentreffen.
Denn dieses Sonderfach ist an keiner Universitat durch einen planml5igen Lehrstuhl vertreten, und sein Vertreter gilt so wenig als
innerer Mediziner wie als Pharmakologe oder Physiologe. Und doch
glaube ich, dnW der Verfasser recht hat, wenn er von diesem Grenzpehiet die wesenllichsten Fortschritte fur die alten Bezirke der medizinischen Wissenschaft erwartet. MBge den Pionieren auf diesem
Gebiet die nBtige Fbrderung zuteil werden! A. Sieverts. [HB. 269.1
Die Deutsche Lehensmittelgesetzgebung, ihre Entstehung, Entwicklung und kiinftige Aufgabe. Von Prof. Dr. A. J u c k e n a c k , Geh.
Reg.-Rat, Ministerialrat und Direktor der Staatlichen NahrungsmittelUnlersuchungsanstalt in Berlin. 1921. Verlag von Julius Springer,
Berlin.
Preis M 4,50
Das Biichlein enthalt einen Vortrag, welchen der bekannte und
auf dem Gebiete der Nahrungsmittelgesetzgebung wohl el fahrenste
Sachversthdipe auf der Hauptversnmmlung und Reichsausstellung des
Reichsverbandes deutscher Kolonialwaren- und Lebensmittelhlndler
in Frankfurt a. M. am 22. August d. J. gehalten hat. Resonders wertvoll sind die Ausfiihrungen dadurch, daB ein geschichtlieher Oberblick
uber die deutsche Lebensmittelgesetzgebung gegeben wird, wie er
bisher wohl kaum in einem Werke iiber Lebensmittelchernie zu finden
war. Die Lebensmittelcherniker und auch Strafbehtirden werden besonders die Strafen interessieren, welche im Mitteldlter uber Lebensmittelfalscher und Wucherer verhAngt wurden und welche den Neid
der Jetztzeit errepen miissen. Nachdem der Verfasser in ausgezeichneter Weise die jetzt giiltige Lebensmittelgesetzgebung besprochen,
beriihrt er auch kurz die zukunftige Lebensmittelgesetrgebung und
weist auf die von ihm verfaljte und pleich empfehlenswerle Hroschure
,Zur Reform der Lebensmittelgesetzgebung" hin. Die Lekture des
Biichleins kann somit nicht nur den Nahruugsmittelchemikern, soadern
illen Chemikern und den Industriellen warm empfohlen werden.
[BE. 178.1 HZrte/.
rechnische Anstrich, Impriignier- und Isoliermittel und deren Verwendung in der Industrie und den Gewerben. Von Prof. Max
B o t t l e r . Verlagsdruckerei Wiirzburg, G. m. b. H. 1921.
geh. M 14,40
Das Buch erweist sich in der Hauptsache als eine Sammlung von
tezepten, von denen manche, wie z. B. die Vorschriften iiher Huchlruckfirnisse (S. 65 und 66) kaum heute noch Anspruch auf Giiltigkeit
rheben kbnnen. Der zu bearbeitende Stoff ist in drei Hauptabscbnitte
[egliedert: Anstrich-, Impragnier- und Tsoliermittel. In jedem Falle
:eht dcm Rezeptteile eine kurze, ziemlich frei angeordnete und sehr
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