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Entgegnung auf den Artikel des Hrn. Holtz bez7glich Elektromaschinen von Ebonit

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XVI. Entgegnutcg auf den ..%-tikeldes Hrn. H o 1t z
bemiiglich Elektromaschiuen von Ebonit '1 ;
nova J. C. S c h l o s s e r ,
Mechsniker in Eonigsberg i. Pr.
I>er Artikel des Hm. H o l t z bemiiht sich, gegen die
so sehr bewiihrte Anwendung ' des Ebonite bei Elektromaschinen zu Felde zu ziehen und beginnt mit einer ganz
unbegriindeten persgnlichen Anklage gegen mich, die ich
zunirchst ganz kurz abweisen mufa. Als im Heft 10, 1875
dies. Ann. von Hm. Dr. B l e e k r o d e im Haag eine llingere Abhandlung liber Influenz Maschinen mit Ebonitscheiben erschien, worin die Vorzaglichkeit dieses Materials gegentiber den Glasscheiben hervorgehoben wurde,
brachte ich in dem folgenden Heft 11, 1875 S. 496 eine
ganz kurze Bemerkung, das Erste und Einzige waa ich
bisher iiber meine Maschinen geschrieben, die allein Hrn.
H o 1t z Veranlassung zu seinem ungehbrigen Angrig gegeben haben kann. Kein Unpartheiischer wird darin ,,die
Reclamation der Prioritkit flir die Benutzung von Ebonit
an Stelle der Glasscheiben bei Influenzmaschinen" finden.
Ich mufs daher die Behauptung des Hm. H o l t z einfach
als unrichtig zurtickweisen.
Hr. H o l t z giebt in den beiden niichsten Abschnitten
seines Artikels eine Beschreibung zweier von ihm construirten Influenz Maschinen von Ebonit , an denen sich
die Unbraiichbarkeit diesee Materials gezeigt haben SOU.
Die erste im Jahre 1867 gebaute interessirt hier nicht
und gehe ich gleich auf die zweite ein, die Hr. Borc h a r d t flir mich geliefert und deren Funkenllinge ich in
meinem laudirten Schreiben vom 17. Sept. 1874 allerdings
gelobt habe, mit der ich aber im Uebrigen ganz und gar
nicht zufriedengestellt seyn konnte. Die Maschine war
nur iiufserst schwierig, auf die sonst iibliche Weise gar
nicht zu erregen, setzte regelmiifsig nach ganz kurzer
-
-
1) Diese Annal. Bd. 157, 5.486.
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Zeit wghrend dee Experimentirens aus und bed&
wieder einer neuen Erregung, die auszuflihren hirufig unm6glich war. Aus diesem (3runde sah ich mich v e m Wt, dies Mhchinchen, das Hr. H o l t z sehr trdend mit
dem Auedruck ,,fb
den Jahrmarkt bestimmtU bezeichnet,
Hm. B o r c h a r d t zurtick zu geben, mit der Bitte, den
d a b vorher gezahlten Betrag spirtar zu verrechnen. Diese
Thateache beliebt Hr. H o l t z in seinem Artikel'mit Stillschweigen zu iibergehen. Hr. B o r c h a r d t nahm das
Jahrmarkts - Maschinchen nicht zurtick, sondern echickte
es mir, unter Beifiigung zweier Glamcheiben, wie in dem
Begleitschreiben vom 8. Febr. 1875 ausdrttclrlich gesagt
ist, wieder zu, um den Beweie zu liefern ,,dafs Glarscheiben keinea~oegscoirksamer reyen a& Ebonits~heiben~.Die
Ricbtigket dieser Behauptung fand ich mehr wie bestlltigt,
worms sich der Schlufs von eelbet ergiebt, dafs nicht
das angewandte Material, sondern die Construction der
Maschine Schuld ihrer mangelhaften Leietungen war. Wie
eich diese Thatsache mit der jetzigen Ansicht dea Hm.
H o 1t z vereinigen l&fist, tiberlaeee ich der Beurtheilung der
geehrten Leser.
Zu Anfang dea Jahres 1874 erhielt ich von Paris die
erste CarQ'sche Iduenzmaschine, die in Folge ungeechickter Spedition nicht hier, sondern in Aachen zur
Verzollung gelangte, bei welaher Gelegenheit die untere
Ebonitecheibe, so wie dae Reibkiseen verloren gegangen
war. Da ich bisher noch kein Ebonit verarbeitet hatte,
Hr. B o r c h a r d t mir adherdem als erste AutoriUrt auf
dem Gebiete der Fabrication von Muenzmaschinen bekannt war, eandte ich genanntem Herrn diese Card'sche
Maschine zur Completirung, namentlich zum Ersatz der
verloren gegangenen Ebonitecheibe ein , welche Arbeit
von ihm auch ausgeahrt wurde. In dem bediglichen
Begleitschreiben des Hrn, B o r c h a r d t vom 19. April 1874
he%&ee:
.Als diese Maschine bekannt wurde, machte die
Publication Furore ; es hieb, die Influenxmaechinen
Poggsndoda Annal. Bd. CLVIII.
42
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erregen sich selbst , die feststehende Scheibe Mlt
fort etc. etc. Zumal waren es - wie gewbhnlich - di;! Franzosen, welche eine gute Wirkung
diesen Maschinen auf Papier zuschreiben, doch
nur auf Papier. In der That leisten diese Maschinen nur wenig - sind sehr abhhgig von
Feuchtigkeit und von Staub. Dr. H o l t z und ich
- sind nattirlich sehr interessirt bei dieser Angelegenheit (doch geschiiftlich?) und habe ich mich
mit den Fabrikanten in Paris in Briefwechsel gesetzt. - Die Herren C a r 6 und N o 6 dtirfen ganz
d i g nnd sicher seyn, dafs wir dies System von
Influenzmaschinen nie nachmachen , nie empfehlen.
Nachdem Sie die Leistungen unserer Maschinen
kennen gelernt haben, werden Sie dasselbe von
diesen franz8sischen Maschinen auch vermuthen;
jedoch dtirfen Ihre Erwartungen nicht zu hoch
gehen. Unter gtinstigen Urnstlinden liefert diese
franzbeische Maschine Funken von 20 Mm.Ltlnge."
Obgleich Hr. B o r c h a r d t die Funkenlbge nur als
ungentigend bezeichnete, fand ich die Maschine in ihrer
ganzen Form zur Einfahrung in gering dotirte Schulen
geeignet, so d d s ich mich im Herbste 1874 entschlofs,
diese C a r B'sche Maschine in genau denselben Dimensionen
zu kopiren, Scheibendurchmesser 160 resp. 135 Mm. Hatte
die pariser Maschine mit einer Ebonitscheibe von Hrn.
B o r c h a r d t nur Funken von 'LO Mm. gegeben, so war
ich im hbchsten Grade iiberrascht , bei meinen Copien
Funken von 50 bis 55, ja unter besonders ghstigen Verhdtnissen von 60 Mm. L h g e zu erhalten. Unter 40 Mm.
Funken giebt diese Maschine nie, selbst unter sehr ungonstigen Luftverhatnissen. Worin liegt der Grund fiir
meine so ilberaus gtinstigen Erfolge? Einzig und allein
in der Quantitiit des von mir verarbeiteten Ebonits, das
von dem Fabricanten ganz specie11 f i r elektrische Zwecke
gefertigt iet, dabei nur einen mittleren Preis hat, w&hrend
theuere Quantitiiten biefar ganz und gar ungeeignet sind
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Hr. H o l t z sagt, er habe sich der ,,besten kguflichen
Sorte Ebonit", das sol1 doch wohl heifsen, der theuersten
bedient, die aber, wie oben ersichtlich, nicht die geeignetste Eur elektrische Zwecke gewesen seyn kann. So
wie nicht alle Glassorten gentigend isolationsflihig sind,
um elektrischen Zwecken zu dienen, ebenso verschieden
ist die elektromotorische Wirkung der verschiedenen Ebonitsorten.
Uebrigens stehen meine Erfahrungen tiber die Vorztiglichkeit des Ebonits j a nicht vereinzelt da. Hr. Dr.
B1 e e k r o d e berichtet in seinem oben erwlihnten Artikel
eben so ghstige Resultate dieses Materials.
Den mir von Hrn. HoltE gemachten Vorwurf der
Anmdsung einer Prioritgt habe ich als unbegrhdet zurtickweisen mtiseen, kann aber such hier meine Verwunderung nicht zuriick halten, dafs Hr. H ol t z die Prioritat
fiir Influenzmaschinen mit Ebonit- Scheiben far sich selbst
in Anspruch nimmt, da es ihm doch bekannt ist, dafs
C a r 4 seine wirksamen Influenzmaschinen von diesem Material frtiher fertigte, als Hr. H o l t z sein Jahrmarkts-Maschinchen, auf das er seine Prioritiit sttitzt.
Ich bin weit davon entfernt, die tiberaus grofsen Verdienste des Hrn. H o 1t z zu verkennen, dieselben schliefsen
jedoch nicht aus, dals er sich in der Beurtheilung eines
Materials geirrt, von dem ihm nur ungeeignete Qualitgten
in die Hand gekommen, noch weniger berechtigen seine
grofsen Verdienste Hm. H o l t z , mich in so gehbsiger
Weise anzugreifen, wie er es sich in seinern Artikel erlaubt hat.
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