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Entgegnung auf die Erwiderung des Hrn. Kirchhoff

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632
nichts Merkwurdiges gelehrt haben, und weil ich init der
Luftpuinpe kein anderes Vacuuin zu erlangen fur inijglich
hahe als eins w o r k iiacli langem Pumpen eine Spur vou
atniospharischer Luft zuruckbleibt, und weil ich versucheii
will, mit ineinen diirftigen Hiilfsiiiitteln ein Vacuum darzustellen, worin allein ein anderes reines Gas in sehr verdiinntein Zustaiid ubrig gebliebeii ist.
_____..
.~
Auf der (dem Hefte No. 2 beigegebeuen) Kupfertafel V
sind einige der Kesultate dieser Abhandluiig abgebildet.
Fig. 4 zeigt Taf. A (S. 619) oder das elektrische Spectrum
in atmospharischer Luft fur alle Metalle; Fig. 5 zeigt Tafel E oder das elektrische Spectrum in fast reinem Chlorgase fur alle Metalle; Fig. G zeigt A Taf. F oder das elektrische Spectrum des negative11 Drahts iin luftverdunnten
Raum, und Fig. 7 zeigt B Taf. F oder das Spectrum des
positiven Btischrls im luftverdiinnten Rauine. - Eine Minute hat dabei den Werth von eiiiein Millimeter. Die Breite
der Zonen ist in der Zeichnung wieder gegeben, aber die
Breite der Streifen ist nicht genau so, wie sie der Verfasser
sah, weil sie d a m oft zu breit geworden waren, wodurch
die Deuflichkeit der Abbildung gelitten hatte.
Entgegnung uiif die Errviderung des
Hrn. K i r c h h of f ; oon A. W i i I I n e r.
1V.
HI-.K i r c h ho f f sucht in dieser Erwiderung ' ) auf ineine
Bemerkungen') die ihin dort gemachten Eiiiwtirfe zu entkraften. Die Bemerkungen hatte ich inir deshalb initzutheilen
erlaubt, weil Hr. K i r c h ho ff in dem von mir angegriffeuen
Aufsatze 3, eine Bestatigung von Formcln zii geben ver1 ) Pogg. Ann. Bd. 106, S. 312.
2 ) Pogg. Ann. Bd. 105, S. 478.
3) Pogg. Ann. Rd. IOQ, S . G l L
633
suchte, welche mit den aus meinen Messungen sich ergebenden Zahlen, nicht bloL (wie Hr. K i r c h h.o f f meint) mit den
von mir aus diesen gezogenen Schliissen, in Widerspruch stehen. Dieser Widerspruch mufste daher, wie Hr. K i r c h h o f f
sagt, entweder in seinen Voraussetzangen oder in meinen
Messungen seinen Grund haben. Seine Voraussetaungen
suchte Hr. K i r c h h o f f an Regnault’schen Beobachtungen
zu bestatigen; hatte er Recht, so inufste das auf meine Messungen ein eigenthuinliches Licht werfen. Deshalb suchte
ich den Nachweis zu liefern, dafs trotz der geringen Differenzen zwischen den beobachteten und berechneten Zahlen der Gang der von Hrn. R e g n a u l t beobachteten Zahlen nicht den Formeln des Hrn. K i r c h h o f f entsprechend sey. Von der Ansicht ausgehend, da€s durch eine
genaue Interpolation aus den Beobachtungen erhaltene Zahlen den Messungen so genau entsprechen mussen, dafs
inan sie statt der direct el haltenen Zahlen anwenden kann,
fuhrte ich die von Hrn. R e g n a u l t aufgestellte Tabelle iiber
die Spannkrafte der untersuchten Gemische aus Wasser nnd
Schwefelsaure nicht die unmittelbaren Messungen gegen Hrn.
K i r c h h o f f an. Das, und das ist auch eigentlich das einzige, tadelt HI.. K i r c h h o f f an meinen Bemerkungen und
meint eine solche oberflichliche Betrachtung sey eine durchaus unniitze und der Versuch durch dieselbe Resultate zu
widerlegen sey ein vollkommen verfehlter. Eigentlich trifft
der Vorwurf iiiehr Hrn. R e g n a u l t als mich, da in demselben doch eigentlich die Behauptung enthalten ist, dafs die
von Hrn. Regii a u l t interpolirten Zahlen anders verlaufen
als die beobacbteten, die Interpolation also nicht den Anforderungen entspr~che,welche man an dieselbe stellen mufs.
Ob das ein Physiker wahrscheinlich finden wird, welclier
die R e g n a u l t’ schen Arbeiten kennt, inufs ich sehr bezweifeln. Sonst ist man gegen R e g n a u l t ’ sche Interpolationen nicht so inifstrauiscli, die durch Interpolation erhaltenen Z a h l e ~fur Spannkrafte des Wasserdainpfes z. B. wendet Jeder bei Rechnungen an, in welche solche eingehen.
Dafs in diesein Falle die Uebereinstiinmung der unmittelj)
634
baren Messungen mit den interpolirten Zahlen ebeuso genau ist, wie in den anderen beruhmten Arbeiten des Hrn.
R e g n a u l t , davoii kann inan sic11 dorch eine einfache
Vergleichung der unmiftelbaren Messungen mit der von
mir benutzteii Tabelle iiberzeugen.
Ich wahlte damals
letztere nur deshalb, weil die Darstelluiig bequemer und
iibersichtlicher wurde. Der einzig richtige W e g , den Hr.
K i r c h h o f f fordert (die unrnittelbaren Messungen ) wurde
kein anderes Resultat ergeben babeii , wie icti inich vorher selir wohl uberzengte. Urn aber auch den Einrvurf des
Hrn. K i r c hh off zu entkraften, mi& ich mir schon erlauben die aus den unrnittelbaren Messungen berechneten Verhaltnifszahlen mitzutheilen. Ich glaube, dafs ebenso ein
Blick auf d i e s e Zahlen zieigen wird, dars ihr Gang nicht
derart ist, wie er nach Hrn. K i r c h h o ff’s Fomeln seyn
sollte. n
1)
5,
Ich eriiinere nur daran, dafs der Quotient
worin p
die der Spannkraft n1 des reinen Wassers entsprechende
Spanilkraft der Schwefelsauremischung ist , mit steigender
Teinperatur nach Hrn. K i r c h h o f f ’ s Forineln zunehinen
inufs.
Temp.
Spannkrafi des
Spannkraft dcs
Gemisches =,LC
Wasserdampfs
so + 2flO.
=n’
P
m’
3
€448
16,83
25,09
333 I
0,11
0,16
0,17
8,27
14,526
23,68
0,0133
0,o112
0,0069
41,9O
52,39
0,26
0,35
0,68
7,OO
0,43
9,75
14,22
18,58
0,47
0,61
12,M
0,0574
0,0523
0,0505
0,80
15,90
0,0503
so3
38,49
0,0067
6O,73
183,57
0,0059
0,0065
t 3 ~ 0 .
749
8,90
635
Temp.
24,39
28,74
33,67
38,81
44,97
Spannkraft des
Gemisches =p
Spannkraft das
Wasserdampfs =n'
I ,09
1,38
482
22,70
29,30
38,82
51,46
7 I ,29
2,48
3,52
so3
8,03
11,73
15,77
14,62
18,63
21,46
23,15
26,39
29,88
32,78
40,35
47,I4
1,09
1,32
1,73
1,60
2,06
2,47
c
n'
0,0480
0,ofio
0,0468
0,0481
0,0493
+~ H O .
8,02
10,30
13,32
22,29
15,51
19,oo
2,82
21,Of
3,27
4,03
4,Sl
7,50
10,92
25,57
31,36
36,99
55,95
79,66
0,1359
0,1281
0,1298
0,1301
0,1328
0,1300
0,1339
0,1278
0,1285
0,lSOO
0,1340
0,1370
so3 + ~ H O .
9,13
11,Ol
13,61
16,94
19,66
22,9 1
26,75
29,82
32,68
35,73
41,12
1,54
1,99
2,39
3,05
3,66
4,50
5,74
6,97
8,37
10,06
13,77
7,54
9,79
11,60
14,33
I7,OO
20,78
26,12
3 I ,22
36,78
43,50
58,30
0,2042
0,2042
0,2060
0,2128
0,2 152
0,2165
0,2197
0,2236
0,2275
0,2310
0,2361
636
Spanokraft dzs
P
Temp.
Gamisclies =p
Spannkraft des
Wnsserdampfs 1x'
10,70
3,20
3,58
4,03
$48
5,49
6,35
7,72
9,69
21,64
14,65
9,60
10,03
11,99
13,48
16,48
18,95
2599
28,76
3446
42,64
0,3333
0,3305
0,3362
0,3323
0,3331
0,3350
0,3358
0,3369
0,3369
0,3435
SO, -I-8HO.
2,95
6,09
3,82
7,93
4,86
10,QO
6,17
12,74
7,60
15,59
10,42
21,18
8,17
16,67
24,40
12,09
16,24
32,59
21,55
42,70
0,4844
0,4817
0,4868
0,4843
0,4810
0,4905
0,4919
0,4954
0,4983
0,5046
12,53
14,13
15,94
19,13
21,38
24,59
28,39
31,49
35,35
4,oo
7,a4
11,36
I5,05
18,24
23,23
I9,32
25,60
30,57
35?38
so
4,a5
9,07
13,56
17,06
20,15
23,16
26,95
31,04
35,74
72'
so3 + ~ H O .
406
5,35
7,21
9,oo
10,92
13,20
16,42
20,87
27,30
3
-I10HO.
6,46
8,6 I
1137
1447
17,55
2 1,09
26,42
33,47
4336
0,6286
0,6213
0,6231
0,6219
0,6222
0,6258
4 6 2 I4
0,6235
0,6264
637
Temp.
6,62
10,05
12,95
16,75
19,79
18,66
22,31
23,76
27,68
32,l 7
Spannkraft des
Gemisches =p
Spaankrafi drs
VVassrrdampfs = ir'
P
-
5,12
6,46
7,86
9,99
12,15
1436
14,17
15,53
19,47
7,30
9,19
11,12
I4,19
17,16
16,OO
20,03
2 1,87
27,58
35,70
0,7013
0,7029
0,7059
0,7040
0,7079
0,7062
0,7074
0,7101
0,7059
0,7014
z'
so3 + 1 2 ~ 0 .
25,04
so3 + 1 8 ~ 0 .
479
8,43
12,39
16,Ol
l?,02
20,99
25,59
28,94
5,80
6,95
8,96
11,28
12,05
15,37
20,27
24,62
6,90
8,24
1473
I3,64
I4,43
18,48
24,39
29,68
0,8108
0,8434
0,8350
0,6279
0,8350
O,8311
0,8310
0,8292
Auf die iibrigen Ausfiihrungen des Hrn. K i r c h h o f f
glaube ich nicht eingehen zu miissen, sondern es ruhig dem
Urtheile der Leser iiberlassen zu konnen, ob die Vorwiirfe
des Hrn. K i r c h h o f f begrundet sind, besonders ob wirklich
der Schlufs meiner Bemerkungen ein so uuklares Verstandnifs des Begriffes der Wirkungsgrtifse n einschliefst, wie Hr.
K i r c h h o f f dadurch beweisen will, dafs er zu zeigen sucht
die Contraction der Liisung sey zu vernachlsssigen. Meine
Ansicht in jener meiner Schlufsbemerkung war, dafs die
Principien der mechanischen Warmetbeorie nicht so einfach
auf den Losungsvorgang zu ubertragen seyen, und diese ist
durch Hrn. K i r c h h o f f 's Ausfuhrung nicht erschiittert.
Marburg d. 15. Mlrz 1859.
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