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Entwicklung von Wrme durch Reibung von Flssigkeiten an festen Krpern.

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431
IV.
Entwicklung won Warme durch Reibung
von Flussigkeiten an f e s f e n Korpern;
von 0. iHasc7tk.e.
E s ist bekannt, dafs gegltihte, sowie ungegltihte amorphe
Kieselsilure einen nicht unbedeutenden Grad' von Porositlit
besitzen.
Bringt man diese Substanzen mit Fllissigkeiten in Be&rung, so tritt energisches Aufsaugen unter Entwickelung von Warme ein. Dafs nun diese Wilrme in vielen
F a e n dleiti auf Rechnhng von Reihung zu setzen ist,
mbgen nadhsteheride Versuche, die jedoch keineswegs auf
Voll&ilndigkeit odw &dserste Genauigkeit Anspruch machen + er&ut&rn.
Die verwendeten festkn Substanzen wurden bis zur
Gr6fse eines Senfkorns zerkleinert.
Der Apparat bestand aus einem kleinen Cylinder von
nicht zu dlinnem Glase mit einem dreifach durchbohrten
& d i i b t i r p i . IYas Thermometer ragte durch die mittlere Oe&dng bid in die Mitte der Substanz. Das heberfiiWige Znleitungsrohr, dessen aufserer Schenkel verschlossen war, ging bib auf deti Boden des Cylinders und in
der dhtten Oeffnung befand sich ein knief6rmig gebogenes
kurzes , gleich unter dem Gummistopsel endendes Glasrohr. An dem ilufsern Schenkel dieses kurzen Glasrohres
war eine Gummirbhre von bequem zu handhabender Lange
befestiit, die vor dem Verehche durch einen Glasstab
verschlossen wurde.
Der ganze Apparat, sowie die zu benutzende Fllissigkeit wurden tiber Nacht an einem und demselben Orte
auf'gestellt , damit sie mbglichst dieselbe Temperatur annahmen.
Beim Beginn des Versuches wurde z&orderst das gufsere Endk des hebedrmigen Zuleitungsrohres geaffnet,
dasselbe in die Fliissigkeit getaucht , die Temperatur der
432
Luft, der Flfissigkeit und der festen Substanz bestimmt,
alsdann der Glasstab aus der Gummirohre entfernt und
nun die Luft des Apparates vorsichtig angesogen, wodurch die heberformige Zuleitungsrohre zu functioniren
anfing. Durch ein mehr oder weniger starkes Zusammendriicken der Gummirohre konnte das Zufliefsen geregelt
werden. Wahrend der Befeuchtung der Substanz wurde
der hochste Stand des Thermometers notirt und nach ihrer
vollstiindigen Bedeckung mit Flfissigkeit noch einmal die
Temperatur des Cylinder -Inhaltes, der Luft und des Fliissigkeits Restes abgelesen.
Vergleichbare Zahlenwerthe sind bei dieser Versuchsweise nicht zu erlangen ; die grofse Menge entweichender,
hier und da sich ansammelnder Luftblasen verhindern oft
eine gleiohmafsig fortschreitende Befeuchtung. Am besten
ware es wohl, eine gewogene Menge der Substanz mit
einer gleichfalls gewogenen Menge der Fliissigkeit zu
mengen und dann die Temperatur zu bestimmen.
-
1.
Amorphe Kieselsaure (H, Si, 0,) mit Wasser .befeuchtet und so weit getrocknet, dafs sie porcellanartig weirs
erschien:
32,49 Grm.
Wassergehalt dieser porcellanartigen Kieselsiiure . . . . . . . . . . . 39,8 Proc.
Benetzungsfliissigkeit : Wasser.
Beim Begiiin des Versuches :
Temperatur der Luft . . . . . . = 15O,4C.
Temperatur der Kieselsaure
= 15O,3
Temperatur des Wassers
= 15O. .
Wahrend des Versuches :
HZichster Stand des Thermometers in
der befeuchteten Kieselsaure
= 16",5.
Nach Beendigung des Versuches :
Temperatur der Luft
= 15O,7
Temperatur der befeuchteten Kiesels. = 16O,2
Temperatur des Wassers
= 15O.
Dauer des Versuches 3 Minuten.
. . . . . . . . . . . .
. . .
. . . .
..
. . . . . .
. . . .
433
2.
Amorphe Kieselsiiure (H,Si,O,):
Benetzungsfliissigkeit: Wasser.
Beim Beginn des Versucbes:
Temperatur der Luft . . .
Teuiperstur der Kieselsiiure .
Temperatur des Wassers
. . .
. . . .
. . . .
. . . . . .
53,4 Grm.
14O,8C.
15O
14O,8.
Wiihrend des Versuches:
H6cbster Stand des Thermometers in der
befeuchteten Kieselsaure . . . . - 21",5.
Nach Beendigung des Versuches:
Temperatur der Luft
= 14O,8
Temperatur der befeuchteten Kiesels. = 20°
Temperatur des Wassers . . . . . = 14O,8.
Dauer des Versuches 25 Minuten.
. . . . . .
3.
24,6 Grm. Kieselsaure mit einem Wassergehalt von . . . . .
Benetzungsfliissigkeit: Wasser.
Beim Beginn des Versuohes:
Temperatur der Luft
Temperatur der Kieselsiiure
Temperatur des Wassers
.
. . . .
. . . . . . .
. . . . .
. . . .
18,8 Proc.
15O,7 C.
15O,7
15O,5.
Wlihrend des Versuches :
Hbchster Stand des Thermometers in der
befeuchteten Kieselshre
21°,6.
. . . . .
Nach Beendigung des Versuches :
Temperatur der Luft
= 15O,9
Temperatur der hefeuchteten Kiesels. = 18O,8
Temperatur des Wassers
= 15O,5.
Dauer des Versuches 6 Minuten.
. . . . . .
. . . . .
PoggandorFs Annal. Bd. CXLVI.
28
434
4.
Gegliihte und feuchter Lnft exponirte
amorphe Kieselsaure: . . 19,6 Grm.
Wassergehalt:
. . . . . . . . . 6,85 Proc.
Benetzungsflussigkeit : Wasser.
Beim Begiiin des Vcrsnches :
Teinprratur dcr Lnft . . .
Teniperatur der Kicselsainrc .
Teniperatur des Wassers
.
. . .
. . .
= 17O,9 C.
= 17O,8
. . . - 17",9.
Wiilirend des Versuches :
Hoclister Stand des Thermometers in
der befeucliteten Kieselsiiure
= 22",8.
. . .
N:wh Beendigung des Versuches:
Temperatur der Luft
= 1S0,2
Tcmperatur der befeuchteten Kiesels. = 20°,3
Temperatur des Wassera . . . . . = 17",9.
Dauer des Versuches 10 Minuten.
. . . . . .
5.
Gegliihte und sehr feuchter Luft exponirte
amorphe Kieselsaure : 23,3 Grm.
. . . . . . . . . 22,68Proc.
Wassergehalt:
Benetzungsfliissigkeit : W asser.
Beim Beginn des Versuches:
Temperatur der Lnfk . . .
Temperatur der Kieselsaure
Temperatur des Wassers
. . .
. . . .
. . . .
Wahrend des Versuches :
Hochster Stand des Thermometers in
der befeuchteten Kieselsaure . . .
Nach Beendigung des Versuches:
Temperatur der Luft . . . . . .
Temperatur tler befeucliteten Kiesels.
Temperatur des Wassers . . . . .
Daiier des Versuches 10 Minuten.
= 19O,5 C.
= 19O,7
= 19O,4.
= 22O.
= 20')
= 21°,2
= 19O,4.
435
6.
Gegliihte und sehr feuchter Luftexponirte
25,12 Grm.
amorphe Kieselslure:
28,24 Proc.
Wassergehalt:
Benetzungstlassigkeit : Wasser.
. .
. . . . . . . . .
Beim Beginn des Versuches:
Temperatur der Luft
Temperatur der Kieselsiiure
Temperatur des Wassers .
. . . . . .
. . .
. . .
= 20°,9 C.
= 21°
= 20°,7.
Wabrend des Versuches :
Hbchster Thermometerstand in der befeuchteten Kieselsaure
= 22",7.
. . . . .
Nach Beendigung des Versuches:
Temperatur der Luft
S= 21°,2
Temperatur der befeuchteten Kiesels. = 22O,2
= 20°,7.
Temperatur des Wassers
Dauer des Versuches 15 Minuten.
. . . . . .
. . . .
7.
Gegliihte und fiber Schwefelslure erkaltete amorphe Kiesels. 19,92 Grm.
Benetzungsflassigkeit : Wasser.
Beim Beginn des Versuches:
Temperatur der Luft
Temperatur der Kieselsiiure
Temperatur des Wassers
. . . . . .
...
. . . .
= 16OC.
= 16O
= 16O.
Wiihrend des Versuches :
Hbchster Thermometerstand in der befeuchteten Kieselsiiure
= 23',8.
. . . . .
Nach Beendigung dea Versuches :
Temperatur der Luft . . . . . . = 16',4
Temperatur der befeuchteten Kiesels. = 19O,3
Temperatur des Wassers
= 16',2.
Dauer des Versuches 10 Minuten.
28 *
. . . . .
436
8.
Gegliihte und iiber Sehwefelsffure erkaltete
amorphe Kieselsiiure:
. 21,13 Grm.
Benetxungstlilssigkeit : Renzin.
.
Beim Beginn des Versuches:
Temperatur der Luft
Temperatur der Kieselslure
Temperatur des Benzins
= 19O,7.
Wiihrend des Versuches :
Hochste Temperatur der befeuchteten
Kieselsiiure
= 24O,5.
. . . . . .
. . .
. . . . .
. . . . . . . .
Nach Beendigung des Versuches:
Temperatur der Luft . . . . .
Temperatur der bef. Kieselsaure .
Temperatur des Beuzins . . . .
Dauer des Versuchs 10 Minuten.
.
.
.
= 19O,5C.
= 19077
= 19079
= 22O,5
= 19079.
9.
Gegliihte und iiber Schwefelsiiure erkaltete
amorphe Kieselsaure: . . 20,cil Grm.
Benetzungsflilssigkeit :Mandelbl (durch Erwiirmen auf 100OC. von jeder etwa vorhandenen Feuchtigkeit befreit).
Beim Beginn des Versuches:
Temperatur der Luft
Temperatur der Kieselsiiure.
Temperatur des Mandelols
= 20°,5 C.
= 20°,3
= 20",5.
Wiihrend des Versuches :
Hochste Temperatur der befeuchteten
Kieselsaure
= 26075.
. . . . . .
. . .
. . . .
. . . . . . . .
Nach Beendigung des Versuches :
Temperatur der Luft . . . . . . = 20°,9
Temperatur der befeuchteten Kiesels. = 25O,7
Temperatur des Mandelbls . . . . = 21°,2.
Dauer des Versuches 30 Minuten.
437
10.
Gegltihte und fiber Schwefelshre erkaltete
amorphe Kieselsaure:
. 21,51 Grm.
Benetzungsfliissigkeit : Mandel81.
.
Beim Beginn des Versuches:
Temperatur der Luft . . .
Temperatur der Kieselsiiure
Temperatur des Mandelbls .
. . .
. . .
. . . .
= 22O,5C.
= 22O,5
= 22O,5.
Wiihrend des Versuches :
Hbchste Temperatur der befeuchteten
Kieselsiiure . . . . . . . . = 28',3.
Nach Beendigung des Versuches :
Temperatur der LuR . . . . . . = 22O,5
Temperatur der befeuchteten Kiesels. = 25O
Temperatur des Mandelols . . . . = 220,7.
Dauer des Versuches 45 Minuten.
11.
1 Theil gegltihter und unter einer Glaaglocke erkalteter
amorpher Kieselsaure wurde in einer Flasche mit
3,2 Theilen Alkohol (spec. Gew. = 0,831 bis 15",5 C.)
iibergossen. Das Thermometer stieg hierbei von 1 3 O C.
auf circa 26" C. Das Ganze wurde gut verschlossen
48 Stunden lang unter bfterem Umschiitteln bei Seite
gestellt. Der abfiltrirte Alkohol zeigte bei 14",6 C.
ein spec. Gewicht von 0,832.
12.
Gegliibte und iiber Schwefelsaure erkaltete
amorphe Kieselsaure: . . 19,71 Grm.
Benetzungsfliissigkeit :Reine Schwefelsiiure
(spec. Gew, 1,843 bei 15OC.)
Beim Beginn des Versuches:
Temperatur der Lufi . . . .
Temperatur der Kieselsiiure
Temperatur der Schwefelsiiure
. .
. . .
. . .
= 14',7C.
= 14O,7
P
14",7.
438
Wiihrend des Versuches :
Hbcbste Temp. d. befeuchteten Kiesels.
= 23O,5.
Nach Beendigung des Versuches :
Temperatur der Luft
= 15O,2
Temperatur der befeuchteten Kiesels. = 19O,5
Temperatur der Schwefelsaure
= 15O,2.
Dauer des Versuches 15 Minuten. Das Gewicht der zum
Befeuchten verbrauchten Schwefelsaure betrug 46,9 Grm.
. . . . . .
. . .
13.
Gegltihte und fiber Schwefelslure erkaltete
amorphe Kieselsaure:
22,8 Grm.
Benetzungsflussigkeit : Reine Schwefelsaure
(spec. Gew. 1,841 bei 20° C.).
. .
Beim Beginn des Versuches:
Temperatur der Luft
Temperatur der Kiesels~ure
Temperatur der Schwefelsaure
= 19O,8
= 19O,2.
Wiihrend des Versuches :
Hiichste Temp. d. befeucbteten Kiesels.
= 33”5.
. . . . . .
. . .
. . .
= 20° (3.
Nach Beendigung des Versuches :
Temperatur der Luft
= 20°,4
Temperatur der befeuchteten Kiesels. = 26O
Temperatur der Schwefelsaure
= 19’,7.
Dauer des Versuches 20 Minuten. Das Gewicht der zum
Befeuchten verbrauchten Schwefelslure betrug 6 1 1 Grm.
. . . . . .
. . .
,
14.
Glas, Quarz in demselben Zerkleinerungszustande, wie
bei der vorstehend benutzten Kieselsaure, gaben beim
Befeuchten mit Wasser keine erkennbare Warme-Entwickelung.
Breelsu, Februar 1872.
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