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Erdbeben in Salzburg.

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die Farbe eines Strahls ist unabhsngig von seiner Brechung,
wic iiberdiei's aus den Erscbeinungen der Absorption, wel-
che verschiedene Theile des Prismas erleiden, z m Geniige
hervorgeht.
P
XXIV. Erdbeben in Sulzburg;
von W H a i d i n g e r .
N a c h einer von dem k. k. Hofrathe, Hrn. M. L a y e r , giitigst mitgetheilten Nachricht, die ihrn von dem k. k. Bergamte zu Bbckstein im Gasteiner Thale zugekommen war,
wurden daselbst am 10. Junius d. J. (1845) mehrere Erdstdfse verspiirt.
Ein sehr rasch eintretendes regnerisches Frfihlingswetter
hatte die HUhen in auffdend kuner Zeit von Schnee fiei
gemacht , doch waren keine besonderen Voneicben eines
Erdbebens wahrgenommen worden, als an jenem Tage, 2
bis 3 Minnten nach 11' Uhr Vormittags, in Btickstein ein
riittelnder sehr heftiger Erdstot erfolgte, welcher etwa zwei
Secunden lang dauerte, und unmittelbar von einem mgleich
schwscheren und kfirzeren Stofse begleitet war. Die Richtun5 des Stofses war von N W . nach SO. Barometer 23"
1"',5 Wiener Maafs. Thermometer im Schatten + 1 6 O R.
Der Berichterstatter, k. k. Bergverwalter Sigmund
W e r k s t a t t e r , beschreibt die Wirkung des Stofses, a l s
ob er, von unten nach oben wirkend, das Amtshaus, in
dem er, sich eben befand, bersten machen sollte. Im Freien
erfolgte scheinbar ein. heftiges Sehwanken des Bodens.
Wahrend der Zeit war der Bergwesenq-Candidat, K.
R e if s a c h er, am Rathhausberge gerade mit der Begehung
des Horizontes am Hieronpus-Erbstolln, auf dem widersinnigen tauben Gange, der sogenannten Fa&, beschiiftigt.
Hier konnte keine Bewegung wahrgenommen werden.
Auf dein Hauptgang, und m a r in einem hdheren Horizonte, am Ort des Elisabeth-Stollns (Mappe 108) erfolgte
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der Stofs, With wie in einem gemauerten Hause. Er
war von einem Gebrache begleitet, als wike in einer alten
Zeche ein Kasten eingegangen.
Auf einem noch hiiher gelegenenEnbaue (Mappe No.66:)
war die Erschtitterung so heftig, dafs die Hiiuer von ihren
vor der B m t der Firstenstrafsen zwischen Hangend und
Liegend eingetriebenen Spitzpfehlen geworfen zu werden
filrchteten, wobei sie ein heftiges Gepolter, wie von dem
Einsturze naher Verbaukasten, wahmahmen.
Am Hathhausberge wiederholten sich die S t a t e drei Mal;
die Taggebiiude wurden heftig gertittelt, an mehreren gemauerten fie1 der Mbrtelanwurf ab.
In Siglitz waren die Erdstbfse noch beftiger fahlbar,
und von einem platzlieben Knalle, wie ron einem Sprengechusse, begleitet.
Die Grubenwasser flossen nach dem ersten beftigen Stofse
2; Stunden lang rotb, rmbe und dick zu Tage, auch wiederholten eich die Stbfe dort ftinf Mal, und zwar der erste den
10. Junias nach 11; Uhr Vmmittags, der zweite urn 12 Uhr,
der dritte um 3 Uhr Nachmittags (diefs der letzte am Rathhausberg) no& bedeutend stark; schw8lcher der vierte um
3 Uhr; der fUnfte wurde in S i g h am 11. Junins um 7;
Uhr fruh wahrgenommen.
Zu Hofgastein, bereits im Gebiete der Formation des
kalkhaltigen Glimmerschiefers, bemerkte man nur den ersten Stofs, und selbst diesen ftihlten nur wenige Personen.
Beide Stbfse zugleich waren in Wildbad Gastein beobachtet worden, aber obne alle Einwirkung auf die Theme.
Ar. W er k s t a t t e r macbt darauf aufmerksam, dafs die warmen Queilen auf widersinnigen Gangklllften zu entspringen
scheinen, analgg der Lage der FHule, auf der ebenfalls keine
Bewegong stattfand.
Der Mittelpunkt der Bewegung ist dahcr im Nordwesten zu suchen. Die Richtung derselben von N W . gegen
SO. stimmt ziemlich mit dem Streichen der rechtsinnigen
G h g e tiberein, und vorzilglich war es die Gneifsformation der
Centralkette der Alpen, welehe die Vibration fortpflanzte.
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Vielleicht liegen mehr locale Verhgltnisse der Erschein a g zum Grunde, doch verdient sie aufgezeichnet zu werden, ale eine jener mehr oder w-er
heftigen Ausgleichungen von Spannung in den Gebirgsschichten, deren Endresultat die jedesmalige Form unseres Erdkbrpers ist, und
von welchen diese schon nach der schnellen Abnahme in
der Intensitst zu urtheilen, eine der in einem geringeren
Umfang eingeschlossenen zu seyn scheint.
XXV. Ueber das Ozon.
Hm.
-
( AUJ &em Bride d u
Prof. Yarehand.)
H a l l e , d. 5. 04 1845.
- Einer
der merkwUrdinsten
., Versnche riber die Natw
von D e 11
R i v e in den Cmptes rendus beschriebene, in welchem ein
rein@, durch ReibungseIektricitBt elektrisirtq Sawrstoffstrom sofort die Eigenschaften des Owns im hachsten MaaLo
erlangt. Der Versuch, den ich mit .Hm.
Dr. Han k e l uud
spster im Leipziger Laboratorium in Gegenwart des h.
v. B e r z e l i u s a n d E r d m a n n wiederholt habe, ist.ganz
einfach der, dale durch ein Gharohr, in welches zwei Platindrshte einander gegeniiber eingeschmolzen sind, ein reiner Sauerstoffstrom geleitet wud, wtihrend zwischen den
Platindrahten elektrische Funken tiberspringen. Der Sauerstoff wurde aus reinem chlorsauren Kali bereitet, aus der
Retorte durch ein langes Rohr mit Kalistiicken geRlllt geleitet, und sogleich in das Glasrohr geffihrt. Er konntc
weder Chlor noch Wasser enthalten, der Stickstoff muttc
durch den lange wshrenden Sauerstoffstrom verdrangt seyn,
ehe der erste Funken iibersprang. So wie diefs geschah,
war der Sauerstoff mit den Eigenscbaften des Ozons bela.
den. Der intensive Geruch, die Zerlepng des Jodkaliums,
die Absorption durch feines Silber , welcbes dadurch dundes sogenannten Ozons ist obne Zweifel der
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