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Erdeltagung der Deutschen Geologischen Gesellschaft.

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392
--
Versamrnhmgsberichte
__.____-
Chernir
I Angewanrlle
Jshrg. 1932.Nr. 23
45.
Keimling sich kriimmt. Der Kriimmungswinkel dient als VergleichsmaIktab, wobei neuerdings Filrnaufnahnien rnit Zeitraffer
sehr vorteilhaft verwendet werden. Zu erwahnen ist, daB der
Wuchsstoff den Keimling nicht nur auf dem Diffusionswege
durchdringf denn die Messungen von v a n d e r W e i j zeigen.
dab der T r a n 6 p r t des Wuchsstoffes im Keimling imnier von
der Spitze zur Basis erfolgt, auch bei isolierten Stiicken, und
zwar sogar gegen das Diffusionsgefalle bei entsprechender Anordnung. Ferner hat die Transportgeschwindigkeit ein Maximum bei 300.
In Zusammenarbeit mil F. K 6 g 1 und A. J. H a a g e n
S m i t wurde nunmehr die chemische Isolierung des Wuchsstoffes angeslrebt. Der Wuchwtoff ist weit verbreitet, schon
friiher war e r im menschlichen Speichel beobachtet worden. So
E. L a n d t : ,,Uber Adsorption und uber Adsorpfionsver- cnthalten z. B. Maiskeimlingspitzen 300 AE pro mg. (AE ist die
driingung an nkliver Kohle3)."
Avena-Einheit, eine Menge, die bei einseitiger Zufuhr am
Wahrend bei Adsorption von Fettsauren am wlDriger
dekapitierten Haferkeimling einen bestimmten KriimmungsLiisung an Blutkohle die Giiltigkeit der T r a u b e schen Regel winkel erzeugt.) Gewisse Pilze, Bakterien, Hefe enlhalten
- Zunahme der Adsorbierbarkeit mit wachsendem Molekulardurchschnittlich 50 AE pro mg. Die reichhaltigste Quelle ist
gewicht - bestatigt wurde, fanden N e lc r a s s o w und D u Menschenharn, der 400 AE pro mg enthalt. Aus Harn wurde
b i n i n bei Adsorption an Zuckerkohle dagegen Umkehr der
ein wirksanier kristallisierter Korper der Formel C18H&
T r a u b e schen Regel. Dieses verschietlenartige Verhalten der
isoliert. Fs ist ein Lacton einer einbasischen Saure, wird
Kohle liegt an ihrer verschiedenen Oberfliichenbeschaffenheit. Auxin benannt, ist kochbestandig, und sogar nach den1
Fur systematische Untersuchungen an aktiver Kohle ist es Schmelzen noch wirksam. Eine AE entspricht 3.l@-' mg oder
zaeckmaljig, die Kohle selbst herzustellen. Durch die ver36.109 Mol. Wichtig ist, da13 das Molekulargewicht des aus
schiedene Art der Aktivierung last 6irh nicht nur die Ober- Harn isolierten Auxins rnit dem Molekulargewicht des in
flachengrol3e, sondern auch die Oberflachenladung variieren. - Avena wirksamen Stoffes iibereinstimmt. Wir miissen also anDie unteren Glieder der homologen Reihe der Fettsauren nehmen, d& beide Stoffe identisch sind.
werden sowohl als Ionen als auch molekular adsorbiert. Wie
Der Photo- und Geotropismus wird dadurch erklart, da5 der
Natriumcapronat werden auch Natriumbenzoat und NatriuniWuchsstoff sich in der dmem Licht abgewandten bzw. dem Erdsalicylat teils hydrolytisch, teils molekular adsorbiert, wahrend
mittelpunkt zugewandten Halfte des Keimlings anreichert, so
Natriurnoxalat rein hydrolytisch adsorbiert w-ird. Methylenblau da13 Kriimmung zum Lichte bzw. nach oben eintritt. Die Verwird anfangs rein molekular adsorbiert, aber allmahlich wird
lagerung der Wuchsstoffmengen kann nach der beschriebeneii
die Liisung sauer, was auf hydrolytische Adsorption schlie5en
Methode gemessen werden. - Ein Film, der die Reaktion der
1aBt. - Ferner hat Vortr. die Verdrangung von Salzsaure in
Keimlinge auf Wuchsstoffzufuhr und Belichtung sowie die Gen/5,, &ung
an Zuckerkohle durch Alkohole und Fettsauren
winnung wuchsstoffhaltiger Agarplattchen zeigt, ergiinzt die
unternucht. IICl wird in Form von Ionen adsorbiert. Es ergibt
Ausfiihrungen.
6ich, dalj die Anzahl Ionen, die durch 1 Molekiil Alkohol bzw.
In der Diskussion berichtet S c h o e 11 e r uber den AuxinFettsaure v e r d r h g t wird, rnit zunehmendem Molekulargewicht gehalt im technischen Follikelhormon. Die bekannte Wirkung
in der homologen Reihe wachst. Daraus wird gefolgert, da5 die der Beschleunigung der Bliite an der Hyazinthe rnit FollikelFettsPuren derart adsorbiert werden, ds3 die Kohlenstoffatonie hormon ist an Calla rnit reinstem kristallisiertem Follikelhormon
platt aid der Oberfliiche liegen. Ebe.'so werden die hoheren
ebenfalls erzielt worden, so daO vielleicht ein Zusammenhang
nicarbonsiiuren adsorbiert. Da Benzoesiiure sich iihnlich wie zwischen Follikelhornion und Auxin anzunehmen ist. Auch
Valeriansaure verhalt, wird geschlosen, dai3 bei der Adsorption
fallt auf, d a 5 das Auxin gleich dem Follikelhormonl) 18 Kohlenan Kohle der Benzolring flach auf der Oberflache liegt.
titoffatome enthalt. W a r b u r g weist darauf hin, dalj aus deni
Phototropismus-Effekt beim Belichten rnit verschiedenen Wellen'
11. Dahlemer Biologischer Abend.
langen das Spektrum des airksamen Stoffes bestimmt werden
Harnack-Haus d e r Kaiser Wilhelm-Gesellschaft, 22. April 1932. konnte, woraus die Identitat oder Nichtidentitlt rnit dem Auxia
bewiesen werden kann.
Vorsitx: M. H a r t m a n n.
F. A. F. W e n t , Utrecht: ,,Wuchssloffe und ihre Rolle beim
ErdBltagung
Phofo- und Geotropismus."
der
Deutschen
Cieologischen
Ciesellschaft*).
Schneidet man Haferkeimlingen die Spitze ab, so hort das
Hannover,
vom
5.
bis
7.
Mai
1932.
Wachstum fur eine gewisse Zeit auf. Es zeigt sich, daD die
Dr. A. B e n t z , Sachbearbeiter d e r Preuljischen GeoloSpitze des Keimlings einen ,,Wuchsstoff" absondert, der das
gischen Landesanslalt : ,,Uber die geologischen Voraussetmngen
Wachstuin veranlabt. Dieser Stoff verhalt sich analog den
Ilormonen im Tierkorper, ist also ein Phytohormon im Sinne fur das Auflrelen von Erdollagersfaften in Deulschland."
Bei der Priifung eines Gebietes auf ErdollagersHtten ist
der alten S a c h s schen Theorie. Das hier beobachtete Wachszunachst festzustellen, ob Gesteine vorhanden sind, die, im
tum beruht nicht auf vermehrter Zellteilung, sondern auf
Wasser abgelagert, einen geniigend groben Porenraum besitzen,
Streckung der einzelnen Zellen. Hierzu erscheint bemerkenswert, dalj Zufiigen von Wuchsstoff den Keimling nachgiebiger um Anreicherung und Abgabe von Erdol zu errnaglichen. AuBerdem miissen diese Speichergesteine eine undurchlassige Decke
niacht, so dai3 beim Aufsetzen eines Reiters auf den waagerecht
gehallenen Keimling eine groi3ere Durchbiegung auftritt ale besilzen, damit das 01 nicht nach oben entweichen kann. SObeim nicht behandelten Keimling. Der Wuchsstoff erhoht also dann ist die Lagerungsform der Schichten zu beriicksichtigen,
die Plastizitat. Der Beweis, dalj ein bestimmter Stoff die Zell- da nur durch Wanderungen des 01s LagerstHtten entstehen
streckung anregt, wurde von F. W. W e n t erbracht, d e r Spitzen konnen. Diese Gesichtspunkte wurden auf die vier jetzt in
Deutschland bekannten Erdolprovinzen angewandt, namlich auI
VOII Keimlingen auf eine Agarplatte setzte, 60 daB der Wuchsstoff hineindiffundiert. Setzt man ein Stiickchen der w u c b die subalpine Hochebene, den Rheintalgraben, das Thiiringer
stoffhaltigen Agarplatte auf den dekapitierten Keimling auf. so Erdolgebiet und das Gebiet der norddeutschen Salzstocke.
Im Gebiet d e r subalpinen Erdolprovinz (Hochebene VOII
beginnt das Wachstum von neuem. Zur Messung der WuchsBayern und Wiirttemberg sowie Flyschzone der Voralpen) sind
stoffmenge ist es aweckmiiijig, die Agarplatte nur auf eine Halfte
der Schnittflache zu setzen. Das einseitige Eindringen des die Erdolauesichten noch recht ungeklart. Weder in der komWuchsstoffes fordert das Wachstum auf dieser Seite, so d a 5 der pliziert aufgebauten Flyschzone noch an deni mit tertiaren
..
Schichten erfiillten Molassetrog lassen sich die fur O l f i i h r q
2) A. T h i e l u. G. C o c h , Ztschr. anorgan. allg. Chem.
wichtigen Einzelheiten klarlegen, und dies trotz dea seit langem
200, 419 [1931].
1) Vgl. B u t e n a n d t ,diese Ztschr. 44,905 119311.
3) Vgl. E. L a n d t u. W. K n o p , Ztschr. Elektrochem. 37,
*) Vgl. auch Chem. Fabrik 5, 1% [lw].
64.5 [1931].
Sticksloff an Stelle von Wassersloff tritt e r nicht auf. DaO der
Wasserstoffeffekt in reinen Pufferlijsungen nicht auftritt,
sondern nur bei Zusatz w n Nmeutralsalzen, riihrt daher, da5 die
Kationenkonzentration in reinen Pufferlosungen zu gering ist.
Bei pEr-Meseungen mil der Mikroelektrode fallt d e r Wasserstoffeffekt stark ins Gewicht. Aurh bei Bestimmung des Salzfehlers ist der Wasserstoffeffekt zu beriicksichtigen. Praktisch
kann der Effekt vernachlassigt werden, wenn rnit einer groben
Fliissigkeitsmenge und einer kleinen, zuvor mit Kationen geslttigten Elektrode gearbeitet wird. Die w n T h i e l und
C o c h z, angewandten Versuchsbedingungen - g r o k Fluesigkeitsmenge, kleine Elektrode - siiid die Ursache dafiir, dal3
diese Autoren den Effekt nicht gefunden haben. -
hngewandte Chemie
Nr. 23)
45. Jahrg. 1032.
VersaiiiiiilunRwbericlite
-__
bekaniiten Kleinolvorkommens voii Tegernsee. \Veilere U I I I fasseiidere Vorarbeiteii sind hier notig. - Der Rheintalgraben
enthllt auDer dein jetzt zu Frankreich gehorendeii W e l d von
Pechelbronn auf deulscher Seite bei Rruchsal ein ltleines 61gebiet. Es treteii in den tertiaren Schichten des Grabens jnehrfach sandige Lageii nuf, die als Speichergesteine dicnen koiinen.
Mail wird auljerdeni in eineni groljen Teil des Gebietes rnit
eiuer f u r d i e Erhaltung von Erdol ausreichenden Deckschicht
rechnen diirfen. Am Rande des Grabens sind ahnliche Lageruiigsfornien wie bei Pechelbronri, nlnilich monoklinale Schenkellager, iiberall nioglich, und a e i t e r sind in d er Mitte des Grabens
satteilhnliche Horste vorhanden. Ini sudlichsten Teil, im Oberelsalj, sind neuerdings salzstockahnliclie Gebilde nachgewiesen
worden, die erdolgeologisch ebenfalls beachtlich sind. Die Frage
eines guten Speichergesteins is1 jedoch ini siidlichen Teil dieser
Erdiilprovinz noch nicht geklar!. - In der Thiiringer Mulde
bildet. der Hauptdolornit des rnittleren Zechsteins ein g u t s
Speichergestein. Eine Abdichtung ist durch das dariiberliegende
S.alz des oberen Zechsteins gewahrleistet. In d en Randgebieten
tier Mulde ist d e r Zechstein veralssert, so dafi diese seichteren
Teilr lia~111in Frage komrneii. Die Ollagerstatten sind hier an
Siittcl gebundeii, die sich auch an d c r Oberflache nnchweisen
eri. - I n der norddeutscheii Tiefebene ist das Erdijl an die
Rmdzoneli der Enlzstocke gebunden und findet sich ill ganz versrhiedeneri Schichten mesozoischen Alters. Die Ausbildung
dieser Schichten wird nicht iibernll so sein, wie sie bisher VOII
den liannoverscheii Feldern bekannt ist. Aii0erdem ist n n c h
deii neuereii Erfalirtingen auch d er tiefere Zechstein in eirieiii
Teil Hnnnovers als erdolhoffig anzusehen. Er liegt allerdings
ineist so tief, da13 er nicht erreichbar sein diirftc. - Weiter
besprach B e 11 t z die Gebiete, in deiien Erdolvorkoiiinien zwar
Irioglich sind, eine Zusamiiiendrangung des O k zu Lagerstatten
aber nicht erfolgt ist. - Die eigentlichen erdolhofIigen Gebiete
umfassen also die vier bekannten Erdolprovinzen, die sich an
einigen Stellen, s o in1 Werragebiet, an der Leine iind an der
hollandischen Grenze e t a a s erweitern. Fur die Aufsuchung
neuer Lagerstatten ergeben sieh aus diesen Untersuchungen
wichtige Hinweise. Generaldirektor H. A 1 b r e c h t , Volpriehausen: ,.Die Erdo l l n g e r s l ~ l f evon Volkenroda (Thiiringen)."
Vortr. fiilirte aus, die Entstehung der Lagerstatte durch
seilliche Migation sei fast sichergestellt. Das Liegende des
Hauptdolomits koinme fur die blzufiihrung nicht in Betrncht.
bl ist nur in den Kliiflen des Hauptdolomits erschlossen worden.
Die von einigen Rohrungen gelieferten-sehr grofien 6lrnengen
machen es jedoch wahrscheinlich, dafj d er Dolornit in gewissen
Regionen poros und dadurch besonders ergiebig ist. Die Struktur
des Dolomits ist in fiindigen und sterilen Bohrungen nicht re rschieden. Olfiindig wurden d i e Bohrungen bisher fast nur i n
scl~warzaussehendem Dolornit, und zwar nur iin zerechnittenen
Gestein oder nrn besten irn zerltliifteten Doloiiiit. Fiindige und
sterile Bohrungen liegen oft dicht beieinander. Aus allen Beobachtungen geht cinwandfrei hervor, da8 der Hauptdoloinit
das Speichergestein tles 01s i d . h'icht i n seineni inneren Geftige.
aurh nicht ili Poreii, iiur ganz selteii auf Fchichtfugen ist e r
ergiebig. Transversale Schnitte und Kliifte bergen das 01; es
ist voii iliricn nus stelleriweise in Schichtiugen und in Risse.
die dadurch zii ,,Olrissen" wurden, eiiigedrungen und hat den
garizen Doloniit schwarz geflrbt. Das aichtigste Merkrnal ist
auf Volkenroda. wie bei fast allen groDeren Olvorkornmen, die
Abhlngigkeit der Olfiihrung voii einer Aufwolbung de r
Schichten. Die besten Funde wurden bisher init Rohrungen
erzielt, die ,,auf der liefen Flanke" stehen. Hier ist bri rnittleren
Gaedrucken von 20-40 atii die Ausbeute ani giiBteii. Bei dem
gegenwartigen Staiide unseres Wissens darf Init groBter Wshrscheinlichkeit d e r Stinkschiefer als Muttergesteiii des 01s gelten;
aus ihni ist e6 voraussichtlich durch seitliche Migration in die
Kliifte des Hauptdolomits gelangt. Das im Erdol niitgefiihrte
Gas besteht ZII 17-18% aus Stickstoff. Lnttdesgeologe Dr. F. D e u b e ] , Jena: J u r Frnye der
Olkiiffipkeil Thiirin.gens."
Vortr. verwies auf die grundlegende Redeutung des Erdolfuiides auf den1 thiiriiigischen Kaliaerk Volkenroda und fiihrte
an Hand voii Rohrergebnissen und deren palaogeographiseher
A4us\\7ertung den Xacli\~eis, daB groDe Teile d m Thiirinper
Berliens alz; erdolhiiffiges Gebid anzusprechen sind. Die bei
393
Volkenrotla fur die Entstehung dieser Lagerstatte ma5gebenden
13edingunqeii sind in gleicher Weise an anderen ausgedehnten
Teilen Thiiringens erfiillt. Kacli den zahlreichen Feststellungen
\-oil Erdol, Erdgasen und anderen Anzeichen in Kaliwerken untl
'I'iefbohruiipeu sind die erdolfuhrentlen Schichten nordlich dee
Thiiringer \Valdes in durchgehender Verbreitung zu erwarten.
.4uf Grund der bei den Volkenrodaer AufschluDarbeiten gernachten Erfahrungeri lassen sich in dern sehlerhthin als erdolhoffig zu bezeichnenden Ciebiet eine Anzahl besonders aussichtsreicher Zoncn niit giinstigen tektonischen Strukturen beetinimen. Die besondere Bedeutung der thiiringischen Erdolvorkoiiinieii lie@ darili, dafi durch t;ie sehr grolje Teile Nordtleutschlands, unter denen die olhoffigcn Zechsteinschichten
lagern. iu den I~iteressenkreisder Erdolindustrie geriickt worden rind, uiid dalJ auch die Eildung de r Erdollagerstatten nil
deii hannoversclieii Salzstocken nuniiiehr niit dern in der Tiefr
lagernden Zechstein in Zusninnienhang gebracht wird. Dr. \V e 11 e r , Hannover: ..Ubcr moderne 1.ernrbeil.ungsmefFod.en fiir Erdiile."
Vorlr. stellle zusninnien, was niis de r Literatur iiber dieseri
Gegenstarid bckaiint ist. Dr. A. K r a i 0 , Berlin: ,,Uber Erdiil und Snlzzrasser in
den hunnoverschen Olfeldcrn."
Wie in anderen Olgebieten, s o sind auch in Hannover die
beiizin- untl paralfinreic.hen Leichtiile an besonders geschiitzte
Lagerstatten gebunden. (Auftreten der Sandsteine in Form voii
Linsen, unter tektonisch auflagernden Tonen u ~ w . )Die paraffinarnicn Schwerole sind Hutole und aus ersteren hervorgegangen.
- Das Wnsser der Lagerstatten ist einzedrwigenes Oberflachenwasser. Der Salzgehalt des Wassers stainnit in d e r Hauptsachc
con den Salzstoclien (chloridische Wasser, Zunahme des Konzentrationsgrades nach der Tiefe, starkerer Salzgehalt am Wietzer
Salzstock). Die Sulfatarmut vieler Wasser diirfte auch in
Haunover aiif Reduktionswirkung de r Kohlenwasserstoffe zuriickzufuhren sein. Irn iibrigeii machen sich zahlreiche Beeinflussungen durch Minerallosungen mesozoischer Gesteine bemerkbar. - Die Wietzer Ollagerstatten sind praeozanen, vielleicht sogar interkretazischen Alters (wurzellcse Lager, starker
Asphaltgehalt). Die Lagerstatten von Obershagen-DannhorstNienhagen sind sehr wahrscheinlich, diejenigen von dlheim
wahrscheinlich (mindestens) pratertiaren Alters (starker Randwasserdruck, Asphallspuren bzw. Asphaltfreiheit der Hutole). Prof. Dr. R. P o t o n i 6 , Preufiische Geologische Land=anstalt, Berlin: ,,Vber die Xikroskopie der Bitirmina."
Die Mikroskopie der Kaustobiolithe ist nicht nur von
wissenschaftlicheni, sondern auch von praktischem Werte. So
ist vor allem die Miltraskopie der S a p r o p e 1 i t e fiir Fragen
der Erdiilgeologie von Bedeutung. Wenn die bislierigen Erfolge
verliiiltnisrniil3g bescheidene sind, so liegt dies u. a. daran, dalJ
man sich bei diesen Untersochungeli stets zu sehr auf die bloljc
Retrnchtung des Diinnschliffes beschrankt hat. Eine mikroskopische lintersuchung von Kaustobiolithen nach dem gegenwlirtigen Staiide unserer Methoden sollte z. B. I'olgendermaDen
wrlaufen :
1. Untersuchung der frisclien nicht polierten Bruchfljiclie
,bei geringerer VergroDerung ini auffallenden Licht. Diese
JIetliode ist notwendig, weil vielfach plastische Substanzen vorhz:iitlen siud, die beini Schleifen d e n Ort wechseln, oder auch
sprijde SubstiinZen (wie z. B. der Fusit), von denen kleine Teilchen in beuachbarte Hohlrlunie geraten.
2. Untersuchung des Aiischliffes irn auffallenden und schrag
einfallenden Licht. Nur niit Hilfe dea auffallenden Lichtes kann
nian sich z. 13. iiber die S c h n e i d e r h 6 h n schen Punkthaufchen aus Pyrit usw. klar werden. Vortr. hat gemeinsam niit
0 b e r s c h u i r festgestellt, darj die von S c h n e i d e r h 6 h :I
qegebene Roschreibung de r Punkthaufchen durchaus den Tntsachen entspricht. Es handelt sich aber aus rnorphologischen
Griinden nicht direkt urn Bakterienkolonien, sondern mit eiiier
gewissen Wahrscheinlichkeit u m Produkte der Tatigkeit von
Bakterien. Wir verdnnken S c 11 n e i d e r h o h n also doch einen
wichtigen Hinweie. Wo n i r die S c h n e i d e r 11 o 11 n schen
Pu~iklhaufclien vorfinden, werden wir mit bMonderer Rerechtigung von deli in eineni Sediment seinerzeit vorhanden pewesenen anaeroben Bedingungen sprechen diirfen. Diese Folgei'ung ist nicht so berechtigt, wo wir Pyrit schlechthin vorfinden.
3. Lntersuchung des Dunnschliffs ini durchfallenden Licht.
Iiieriiber existieren bereits die ineisten Veroffentlicliungen.
Itiinierhiii lassen sich auch hier einige neucre (iesichtspunkte
erwahnen. So betreffend die Unlerscheidung humolithischer
uttd sapropelitischer Substanz, sowie gewisse noch iiicht ausgeiiutzte Yethoden ziir Auswertung von feiiigmchichtelen Kauslobiolithen. Weiter ist die Unikristallisalion nianchmnl ein
Kriteriuni, das uiis sagt, ob d i e organisclie Subs1;inz schon vorher oder erst niichher dagewesen ist.
4. Die itiikrocheinische I:ntersuc.huiig der frischen Bruchillrhe, des Aiischliffs sowie des tticht abgedecliten Diinnschliffes.
Der Diinnschliff sollte bei Kaustobiolitheii riieinals abgedeckt
\velden. Es la& sieh diinn eine Heihe voti sehr einfacheii, aber
tiianclimnl notwendigen niikrocheiiiisc,heti Keaktioneti vorrielinten, s o i n i Hinblicli auf deli Kalk- und Eisengehnlt und
desscn Loknlisierung. >lit organischen I,i?sungstiiittelti utid
Farbstoffen dagegeii behaudelt iiiiiii lieber den Aiiwhlilf und
deli frischeti Hruch bei schrgg einfallendeitt Liclil.
5 . Die iiblichen chetiiischen Methodcn lassen sich durc.h
eittige Utilei~suchungenniit !tleinslen Piibslnnznietigen vertiiehren.
Hierher gelioreii z. I<. I;ntersuchuiigen mi voii Hand nufbereiteten
(iesteinsbestandteileii, ~chntelzputiktbesti~iiii~ungen
usw.
6. Cntersuchung im mikrosltopischen Ofeii. Eitieii fiir diese
Zwecke geeigneleii Apparnt hat Vortr. uiiter freundlicher Mitxirkung von S t o c k i i s c li zusaiiiriiengestellt. Ea lassen sicli
hierniit die bei den nbgelesenen Teiiiperatureii a n bestiinnileii
Ciesteinsbeslatidteilen vor sich gehendeti Verlnderungen miltrosltopisch beobac.hleti. Weiler is1 es tiioglich, die bei diexen
Teiiiperaluren entstehetiden Sch\vrlproditkte niit IIilfe auswechselbarer Deckglaschen zu gewinnen und des iiaheren zu
priifen. ivlnnchmnl gibt aiich die Priifung der Schwelprodiiktr
i n i Quarzlicht Anhaltspuiikte.
7. C'olorimetrische Melhode. Praktisch ist endlich eine
nichtmikroskopische Methode. die notig wird, \vo os sich dnruiii
liandeli, sich ein uiigeliihres Bild voii der Menge der a i i i A u f bau des Gesleins beteiligten huniolilhischeii Substnnz zu inachen.
Die Xelhode beruht ;nil der Liislichkeit d er Huniinsauren in
Kdilauge. Nach bedimrnler Vorschrift gewonnene Extrakte der
Huniinsauren nerden itn Colorimeter i n i t einer Slandardlosung
von HuiiiiusBure verglicheii. Xhnlich ist mit d e r I) o n a t h schen
~aIpelersButereakfioti zu verfahren, bei der eiite bestiintiite
I<aliunibichromatI~ungals Standardlosung betiutzt wird. Prof. Dr. 0 . I: B r s c h , PreuDische Geologische Landesarlstalt. Berlin: ,,I?ber Erdiil ?Lnd Geophysik in Nordzcesldeiiiscklrtnd."
Vortr. I"u1irIe Bus. es sei \\.unschens\vert. das norddeulsrhe
Tiefland s y 5 t e ni a t i s c h auf Erdollagerstatten zu uiitersuchen.
I);i ee uiinioglich ist, dies durch Tiefbohrungen zu erreichen. 60
m u s e i t i i i n durch grofizugige geophysikalische Lltitersuchuiipen
die groflen Struklurelemenle des llteren Unlergrundes festIegeri; nus diesen regionaleii Uiilersuchuiigeii katiti inan eitierseils die Gebiete ausscheiden, die fiir Erdollagerstatten nicht in
Frnge koninten, uiid andereraeits die giiiistigen Zoiien atigeben,
i n deneii nian ei i i g eh ed er e Unlersuchungen anselzen tiiiisse.
Diese Spezialforschungen sind ebenfalls durch geophysikalische
Methoden auszufuhren; sie haben den Zxec'Ii. erst eintiial die
Salzhorste nach Lnge und Erslreckung festzustellen. Nach dieseii
Vornrbeiten sollteii erst die eigentlichen Erdolbohrungen an den
Falzhorstflankeii nietlergebracht werden. - Regionalen Zwecken
dienen andere Methoden (Pendelniessungen und magnetische
LJntcrsuchurigen) als den spateren Ppezialunlersucliurlgen
(Drehwaagen, seismische, eleklrische und radioaktive Untersuchungen). Prof. Dr. Fr. P e h u h , Roslock: ,,G'eophysikctlische Unlarsuch:ungen und Bokrergebniase i n Mecklenbiirg."
Vortr. erlauterte die Wichligkeit voii Untersuchutigen Init
d e r Drehwaage und elektrischen Apparaten zur Feststellung de r
tieferen Verhaltnisse des Erduntergrundes. 1)r. Fr. S c h 1 e h , Peine: ,,Die Srdollngerslalle Ton Oberg."
Die Lagersttitle ist durch Teerkuhlen ani Ostende des
Dorfes seit Jahrhunderlen bekantit. Xber erst seit 1919 ist sie
energisch diirch Tiefbohrungen aufgeschlossen worden. Dr. A . kI o o s, Klein-Oedesse: ,,Die Erdollagersliilte von
Oedesse-Oelheim-Berkhopen."
Voni Vortr. \vurde ein Cicbirgsditrchsclinilt i l l 1 I.i!~l~!hil(l
vorgefiihrt, der erstiiialig auf Cirund neueslcr Tit.!'!:li!i
e t w 1030 m Tiefe die Lagerung der olfiihrenden Schichten zeigl.
Die 13ohrungeti voii Iierkhopen habeit ein leichtfliissiges, grunes
Erdol V O I I 0,85 spezifischeni Gewichl und sehr starkeni (;:isgelialt erschlosseri. Ani beriihtiiteslen is1 die I$ohrung Edtlesse 4,
die bis zuin 30. A l~ril19:E 41 812 t I<ohoI frei ausgeworfen hat
wid noch ininier in gleicher Starke flieDt, wahrentl die alteti
13ohrungen von Oelheitii nur etwa 100 1 iitsgesnnit taglich
brachlen, bis 1882 eine grijflere Produktion erziell wurde. Dr. E. S t r o b e 1, IIaiiiiover-Kleefeld: . . l h Eidiilgebiet
con A ierr Ir tipen.''
I>ns (iebiet is1 durrh verschiedene Veroffentlichungen schoti
bekantit. Dr. A. K r n i f1, Berlin: ..Die geologiachen I'erhallnisse ron
Dnnnliorsl bei Xicnltn!/en."
Onnnhora~ ist eiii Teilgebiet des (ilfeldea von ObershagenKien1i;igeti.
VEREINE UND VERSAMMLUNGEN
Wissenschaftliche Zentralstelle fiir Olund Fettforschung E.V.
( W i z o f f.)
(ienern1rers;initnlung am 24. und 25. Jurii 1932 in1 Cederns i a l der Deutschen Haitlc- und Disconto-Gesellschafl, Berlin W S.
hlnuerstr. 39.
Prof. Dr. 1<. T ci u f e 1 , Munchen: ,,Zw Ckemie des 1.wderbens der E'ette." (Arbeiten aus den1 Unibersitatsinstitut und
der Deutscheti Forschutigsanstalt fur Lebrnsniittelchemie in
Yiinchen.)
Der Vortrag beginrit unabhHngig voni Verlauf der ubrigeil
Beratungen ani 21. Juni gegen 18 Uhr.
Eitiladungen mit ausfuhrlicher Tngesordnutig beitn WizoffSekrctariat, Berlin W 5, Behrenstr. 6, erhalllich.
RUNbSCHAU
Dr. C. Duisberg-Stiftung fiir das Auslandsstudiuni
deutschcr Studenten. Aus den Zitisen d e r Dr. C. DuisbergStiftuiig fur das Auslandsstudiuni deulscher Studenten konnen
in diesem Jnhre \viederuni einige Stipeiidien vergeben werden.
Die Stiftutq hnl den Zweck, deutschen Studenten, die iiicht die
noligen Mittel besitz.cn, nach Ikendiguilg ihrer Studien (Doktor-,
Diplom- oder Slclalsexanien) eiri ein- bis zweijahriges Studium
nach freier Wahl i t n Ausland zu ermoglichen bzw. zu erleichterti. Bevorzugt beriicksichtigt werden Sohne von solchen
Cheniikern, die sich uni Wissenschaft odder Technik verdient
geniacht haben, des aeiteren begabte und befahigte Studierende
de r Kalurwisseiischafleii und der Chetiiie, darunter in erster
Linie Milglider der Studieiistiftung des Deutschen Volkes.
Hei der Verteilung d e r zur Verfiigung stehenderi Ziiisen
sol1 die Zuteilung fur ein Jahr die Regel bilden. I n besonders
begriiudeten Fallen kann eine Ausnahiiie bis zur Hochstdauer
von zivei Jahren geniacht werden.
Gesuche init deli ereorderlichen Unterlagen (Lebenslauf,
Zeugnisse, Angabe de r Art, Dauer uiid Ort des beabsichtigten
Sludiunis sowie Hohe d e r gewunschten Reihilfe) sind an das
.Seltretariat von G e h e i m r a t D r. C. D u i s b e r g , L e v e r k 11 s e n - 1. G . \V e r k, bis spatestens 1. August 1932 zu richten.
,,Deutsches Forschungsinstitut fiir Bastfasern."
Da
d a s Forachutigs-liistilut Sorau d% Verbandes Deutscher LeineiiIiidustrieller, e . V., das bisherige Gebaude, welches der Proviiiz
13randenburg gehort, nicht Ianger behalten kanii, ist die
Erstelluiig eiiies Neubaues beschlossen worden, niit deni sofort
begotitieti lvird. Die Reichstexlilstiflung hat hierfiir einett
I3eirag voii 80000,- RM. zur Verfiigung gestellt. Die Stadt
Sornu zeigt ihr Entgegenkoninten, indeiii sie den Bauplatz unentgeltlich zur Verfiigung stellt wid die Verzinsung und Amortisation des Bnukapilals iiberninimt. Sie hat sich trotz d e r
scliweren wirtschaftlichen Lage hierzu eiitschlossen, uni das
\vissenschnftlich. wirtschaftlich und kulturell bedeutsame Forschungsinstitut weiter zu erhalten. Der Name des Instiluts
wrtrde geanderl in , , D e u t s c h e s F o r s c h u n g s i n s t i t u t
f ii r B a s t f a s e r ti". I h s Arbeitsprogramni unifafit \vie bisher
alle Prngen, die sich auf die Gruppe der pflniizlichen Bastfasern
bcziehen. 13esondere Aufnierlisamkeit wird dem Flachs, heule
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erdeltagung, deutsche, geologische, der, gesellschaft
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