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Ereigniss bei einem Gewitter am 11.

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IV.
Ereignzys bei einem Gewittcr am 4 4 . Juti r849,
im Departement der Niedern Alpen '1.
Bei
der kleinen Stadt &loustiem, deren Fajance - Fabrik eine der vorziiglichliten in Frankreicli ift iiiid die
im Bezirke von Digne im liid6filichen Theile des Departements der Niedern Alpen liegt ? erliebeii lich die
Alpen amphitheatralikli. Auf dem Gipfel und am Ende eines der erfien Berge liegen hier, auf einer kleinen Hohe, die Pfarrkirche und die Pfarre des Dorfes
Chntcauneuf, yon 14 Hiidern wmgcben; die iibrigen
105 Hnnf'er find von ilincn durch eine enge, ticfc
Schlucht getrennt, in die man kaum ohne Schaudern
lierab rehen kann, und liegen auf dem Abliange des
i n Ofiten fiehenden Berges zerfireut. Die ganze Dorflchaft hat eine Bevdkernng von 500 Menlchen.
Der 11. Juli 1819 war ein Sonntag, iind befiimmt,
dds ein neuer Pfarrer lbllte einsefdirt werden durch
dcn Pfarrer yon hloiifiiers als bil'chtiflichen Bevollmrditigten.
Als Segen 103 IJhr die ProcelIion von
dem P f a r r h d e nach der Kirclie zog, war es hhijnes
,
,
*) Frei ausgetogen aus eincr in die Anna!. de Chimis ct de
Phyf. eingeriicktcn Mittheilong an die Akad. der Wilienfch.
in Paris, yon Gilbert.
A J I I P ~d.I ~Phyfik.
,
B . 64. St. 3. J.18~0St. 3.
s
c
276
3
Wetter ztnd man fah blos einige dicke Wolkcn. Der
neuePfarrer fins die MefTe, a n und ein i8jjihriger Jiingliiig fang die Epiliel ab, a h platzlicli drei Doiincrklllage gehiirt vvurden, die eincr auf den andern mit
Blitzesfcbnelle folgten.
Das M e l ~ L d 1wiirde dem
Sander aus der Hand gelchlagen nnd in Stiickc zcrrifCen; er felbfi fiililte fich am Karpcr yon dern Blitze ~ e prefst und lchrie heftig, als ilin aber die& am Hal&
e r g i f f , fchlof's er unwillkiilirliclt den M u n d ; e r w ~ i r de umgeworfen und iiber die andern welche i n der
K;r&e yei*l'ilmtiieltwmen nnd allc zit Boden Ctiirzten,
WeggerOllt iind f'o ZU der Kirchtlliire heraus geworfen.
Als er Tvieder zit lich kam, eilte er lbgleick i n die Kirclie zuriick. Er fand den Pfarrer von M o d a s oluic:
Jje\vvnfstlkyn und wie todt da Iiegcn, und I'eiii Gliorhemd id Flarnmen. M i t Hiilfe rnehrerer, die I ~ I I I leicht verwnndet worden warell, lalchte er die E'lammen, richtete den zulgliicklichen Mnnn anf, und
brachte i h n darch Effig nach 2 Stunden mieder zmn
Leben. Der Pfarrer bracli vie1 Blut aus. EYhatte keinen Donner ~ e h o r t ,lind wul'ste nicllt, M ~ L S mit ihin
yeliehehen war. Der Blitz linttc den obern Theil dcr
goldnen TrelTe leiiier Stola ftnrk getroffen war an ilir
herlinter gelaufen, hatte den eiiien Schuh ihm Senomm e n , und an das Ende der Kirche gefchleudert u n d
,
,
,
die tnetallenc SchuhCchnalle zerbroclien u n d aucli
den Stuhl, a u f welchem der Pfnrrer l'l's, f a i d innn
zertrumrnert. Ern nach zwei Monnten lieilten I'eirie
Wiinden. Er hatte ihrer fiinf: ein rnehrerc FillSCr
breites Loch a n der rechteii Scliulter; eine VOII der
N i t t e am hintern Tlieile des rcchteri Arms Lis 2111-
Mitte deo Ziufsern Theils des Vorderarms reichende
Wimde; eine tiefe Wuiide am hintern Theil des ]inken Arms ? welche gleichfdls von der Mitte delfelben
bis ziir Mitte des Vorderarms sing; eine leichtere mid
nichf lo lanse W n n d e an der sulsern Fltiche des linken Schenkels j tuid eine W u n d e die von der Oberlippe bis an die Naik reiclite. Beinalie zwei Monate
lang litt er a n fa& giinzlicher SchlafloRgkeit, und fcine!
Arine blieben geklimt und lchmerzen wenn Iicli das
Wetter veriindert.
Ein junges Kind wnrde den Armen feiner Mntter enhiKen, nnd iiber 6 Schritt weit fortsefiilirt ; an
der freien Lnft kana es wieder 211 Gch. Alle? welche
i n der Kirche waren, wiirden an den Beinen gelzhmt.
Die Frauen waren fchrecklich zerzadet. Ein dicker
fcliwarzer Kaucli erfiillte die Kirche fo daCs fich die
GeSenTtxiide niir mittelfi des Lichts der brellnenden
Kleider welclie der Blitz entflammt hatte, erkennen
liefseii. Es blieben 8 Perlonen a d der Stelle todt. Eiii
igjdiriges Mrdclien wurde bewufstlos zu den illrigen
Sebracht, uiid fiarb dort am andern Morgen unter den
entfetzlicliRen Schnierzen, nach ilirem Gewinlel zu urtlieilen. Verwundet wurden iiberdem 82 Menlclien.
Den die MeKe lefenden PrieRer that der Blitz
nichts , wahrlc'clieinlich weil er in Seide gekleidet war.
Alle Hnnde, welclie lich in der Kirche befanden, wurden to& gefiuiden in der StellunS, welclie lie gerade
beim Blitzfhlilsge liatten.
Eine Frau, die in einer Hiitte auf dem wefilich
von tlem Dorfe licgellden Bergt. Sarbin fiand, lah hin-
,
,
,
,
,
s 2
f
278
I
ter ainznder 5 Fenermalfen herabfallen
, von
dencn
fie keinen Augenblick zweifelte, das Dorf in Al'che 8e-
legt zu fellen.
Der Blitz Icheint zuerfi Jas Kreuz des Glockentliurms ~ e t r o f f e n211 haben; man fand es 16 Mcter
(48 Fnfs) davon i n eine Fellen$dte verletzt (pZnrctke>.
Er drang dniin in die K i r c h durch cin Loc11, welches er i n dem GewSlbe der!'elheii ~ e n i a c h th a t und
3as n u r 4 Meter v o n einem kleinen Loclie entfernt ifi,
durch das das Seil einer Glocke in die Kirche Iierab-
,
ging. Die Kanzel fand ficlt von dem Blitze zerfchmettert. Auch fand man in den1 Ftdaboden der Kirche
eine Aush6liliiiig von it FILS D u r c h m e h welclie
unter den Fuiidamenten der Maner we3 bis auf ilas
Pflafier der StraCse gins, und eiu axidresLoch, das imter die Grundinauer eines tiefer liegenden Pferdcltal10s ltinunter ging, in welchem S t d e man 5 Hammel
und I Pferd iJetSdtetfand.
Man lgntete, als der Blitz auf die Kirche fiel, bernerkt Hr. T r e n c a 1y 11, General Vicar yon Digne,
der dielen Bericht eingel'chickt hat.
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