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Erlputerungen zu den Aufstzen XXVII und XXVIII im vorherigen Bande die Hirn- und Nervenfasern betreffend.

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wiihnliche braune basisch arsensaure Silberoxyd. Allein
die Arsensaure zeigt $cine schwlchere Verwandtschaft ziim
Wasser als die Pbosphorsaure, und lakt sich leicht durch
Hitze wasserfrei machen.
111. Erlauterungen zu den Aufssiitzen XXVIJ
und XXVIII im vorherigen B a d e , d i e .Him. uncl Iyercenfasern betreffend; von C. K r a us e.
Prof. d. A. zu Hannovcr.
I n Beziehung auf die Bemerkungen des Hrn. Prof. E h r e nb e r g zu meiner Darstellung der Hirn- und Nervenfibrillei1 kann ich der Versicherung keineswegs beitreten, dafs
die Resultate der Beobachtungen desselbeo und die meiner eigenen in den Hauptsachen iibereinstimmen. Der Unterschied liegt in nicht Geringerem, als dafs Hr. Prof.
E h r e n b e r g der Substanz des Hirns und 6niger Nerven
soIche Korner oder Kiigelchen, wie sie auch nach seinen
Angabeu in den meisten Nerveo sich finden, abspricht,
und in denselben nur RBhreo oder Kanale, innerhalb welcher vermuthlich eine Circulation stattfinde, erblickt; dagegen ich die cylindrisclien Hirntheilchen des Menscheu
als solide (keinc Hohle einschlielende) Faden oder Fibrillen erkenne, die aus zablreichen, von einer zaben durchsichtigen Substanz umgebenen und zusammengeklebteo,
Ktirnchen oder Kugelchen besteben. -Die scheinbar %u€sere und innere Granze der Wandungic babe ich an denjenigen Fibrillen, welche dicker als ein einzelnes Kugelchen sind (die kleinsten Kugelchen haben Tslm bis &
Liu. Urn.), trotz des Zweifels des Hrn. Prof. E.,oft genug gesehen; indessen kann ich die ganze Wandung zusamint ihrer iunereii uud aufsereu Granze nicht als die
Wand eines wirklichen Kanals, sondern nur als eine umhiillende Schicht von derselbeii Substanz anerkennen, die
auch im Iiinern der Fibrille zwischen den Kugelchen sicli
findet, und die Fibrille an denjeuigen Stellen ganz alleiri
1)
bildet, an welclien die Kiigelchen einauder iikht unmitDie Kugelchen aber, deren Existenz in
den Hirnfasern vom tlrn. Prof. E. bezweifelt wird, habe
ich seit Jahren zu ungezahlten Malen gesehen, nnd zwar
sowohl in den unverletzten zartesten Fibrillen selbst, als
auch, indem die Kugelchen durch Zerstorung des Zusamnienhanges der Fibrillen von einander sich trennten und
einzeln zu Gesicht kamen. Meietcns erblickte ich sie
deutlicher bei einer 350 maligen Linearvergrbfserung, als
bei einer 1050 nialigen, bis zii welcher Starke mein Mikroskop reicht, und bei ersterer Theilchen von r,& Lin. Dm.
mit der gri)bten Deutlichkeit und Scharfe lnir zeigt und
zu messen gestattet; so dafs ich nicht glauben kann, dafs
auf eine 3OOOinalige Vergriifserung bei dieser Untersuchung etwas ankoiniue, uin so weniger, als mit der Steigerung der Vergrbfserung die Deullichkeit uud Schzrfe
des Bildes im Mikroskop keineswegs zunehinen kann.
ReilYafig bemerke ich, dafs die Objective ineines Mikroskop8 aufserordeutlich weite Oeffnuiigen hnhen, dafs deiiiselben in gliicklicher Vereinigung der wichtigsten Eigenschalteu, welche die Englander mit den Ausdruclien Penetration and Definition bezeichnen, wenige gleichkomrcen
durften, und dafs es die schwierigsten Probedbjective vie1
besser zur Auschauung bringt, als die vollkomiuensten
Ijoublets.
An vorziiglich dicken knotigen Fibrillen, welche &Lin., und an den knotigen Anschwellungen, die &
Lin. iin Dm. hielten, habe ich den TJebergang der
bis ?r&a Lin. dicken Schicbt des Uinbiillungs- und Bindungslnittels der Kugelchen, in die starkeren, aus Zellstoff gebildeten Hiillen (inneres Neurilem) der grijbercn
Fasern der Eervenwurzeln allcrdings gesehen, aber ohiie
zu ahnen, dafs dieses als i>Hauptbeweis liir die Riihrenform der Gliederrbhrcii geltend gemaclit werden durftc,
i d e r n ich zugleich den TJebergang korniger Fibrillen aus
der Hirnsubstanz iu das Inuere der griiberen Faseru der
Nervenwurzeln erkannte.
Die Nervenfasern von T$v Lin. Dm., welche atis
telbnr beruhren.
-
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mehreren aneinander liegenden kornigen Fibrillen bestehen, und von einer rohrenformigen Scheide aus Zellstoff (nicht Sehnenfasern) umgebcn sind, werden TO^
Hrn. Prof. E. und Anderen gleichfalls schlechthin Rohren
genannt. (Vergl. die Untersuchungen von B o g r o s , und
die Berichtigung derselben vou B r e s c h et.) Wirkliche
Hohren sind sie in so fern, als man den Zusammenhang
der kleinen Fibrillen , aus welchen sie zusammcngesetzt
sind, durch Druck zersttiren, und ihre Kiigelchen und
deren Bindungsmittel aus den, einen starkeren Widerstand leistenden, rohrenfiirmigen Scheiden herauspressen
kann. Mit demselben Rechte wird man aber z. B. auch
die Muskelfasern, deren jede von einer ganz ahnlichen
rBhreeforniigen Scheide umhiillt wird , Rijhren und nicht
solide Fasern nennen, und die ansehnlichern ,-& bis &a
dicken KGrner des Pigments im Auge, die aus zahlreichen zusaininengeklebten Kugelchen von ,
bis
Lin. Dm. bestehen, aIs hohle Blasen ansehen mussen. Ich wurde diese Bezeichnungsweise einer weiteren Erorterung nicht wcrth halten, menn sie nicht bei Denen, wclche diese Theilchen niemals selbst anschauten, unriclitige
Vorstellungen erweckte, und wenn nicht, bevor noch die
Thatsache der wahrhaft rohrigen Beschaffenheit der Hirnfasern hinlsnglich begriindet ist, die physiologische Speculation bereits rcge geworden ware, das Hirn cinem Capillargefiiksystem’ fur die Nervcn verglichen , rind einer
Circulation eines Fluidums in demselben nachgeforscht
werden SOIL
Eine aufser allein Zweifel gestellle Entdeckung einer Circulation wird freilich lneine Ansicht
von dem Bau der feinsten Hirnfasern sogleich vollstandig
widerlegen.
Eine Deutung der Fig. 6 der Abbildungen des Hrn.
Prof. E h r e n b e r g habe ich mir nicht gestatten wollen,
sonderu dieselbe nur zu einer ungefahren Vergleichung
mit einer Erscheinung benutzt, welche mir von einer Durchschneidung solcher Hirntheile herzuriihren scheint, welche
aus longitudinalen und transversalen Fasern gewebt sind.
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Dais man nicht immer nach Wunsch longitudinale Durchschnitte erhult, giebt Hr. Prof. E. selbst zu. Niemals
habe icb auf Durchschnittsflachen der Hirnmasse Lumina
von Nervenriihren erblicken konnen, sondern alle die
eon den Durchschnitten der zaben Urnhiillungs- und Verbindungssubstanz gebildeten Ringe - ( welche nicht selten von Querstreifen durclizogen werden, so d a b mehrere aneinanderliegende Fasern zugleich durchschnitten
seyn miissen, und welche iiberhaupt im kleineren MafsNerven ahnlich
stabe den Querdurchschnitten @serer
sehen)
waren von mehr oder weniger aneinander geprefsten KBrnchen ausgefiillt.
D a ich, seit langeren Jahren mit mikroskopiscben Untersucbongen der organischen Elemente vertraiit, bei jeder Wiederholung derselben an Nervengebilden, unter
gleichen iiufseren Bedingungen jedesmal dieselben Formverhaltnisse mit Sicherheit von Neuem erkannte, und der
genauen Beschreibung des Gesehenen Zeichnungen und
Angabe der mikrornetrisch gefundenen Dimensionen beigefugt habe, so kann ich es auf sich beruhen lassen, dafs
Hr. Prof. E. seine Beobachtungen fur schYrfer Iiiilt, als
die meinigen, und sogar nicht glauben will, menn auch
andere die Kiigelchen erkennen wiirden, dafs ich dieselben friiher gesehen babe. Sehr gern erklare icb, dafs
ich unter der Aeufserung: ijdafs w’r kaum die Richtung
der grijberen Fasern und Biindel in der Hirumasse (des
Menschen) mit eioiger Sicherheit liennen, aber von dem haufig ganz verschiedenen und kreuzenden Laufe der Fibrillen
noch so vie1 aIs nichts wissens - Hrn. Prof. E h r e n b e r g
nicht mit begriffen habe, da mirzwar dessen groCse Verdienste urn andere Zweige der Naturwissenschaften nicht freind
sind, jedoch io Betreff der Forschungen desselben am Hirn
des Menschen nur dessen Aufsatz in KO. 7 des Jahrg. 1533
dies. Ann. mir bekannt ist. Erfreulich ist es. dafs derselbe
seine Thatigkeit auch diesem Gegenstaude zuwendet, welches den pbpsiologischen Doctrinen gewirs forderlich sepn
wird. .
-
80
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Nachschr$.
VeraiilaLt durch die vorhergehenden Beinerkungen hat mir Hr. Prof. E h r e n b e r g nachstehende Zeilen mitgetheilt und micli erniaclitigt sie bier
l~iiizuzulugen.
Ich glaube, dafs es besser sey eine weitcre Discussion abzubrechen und Anderen zu uberlasseii,
weise die Gegenbeinerkungen des Hrn. Prof. K r a i l s e,
als gar zu vielseitig gegen meine Beobachtungen streitend,
zuriick, und habe neuerlich meinen fruheren Entdeckuiigeii iiber die Rbhrenform d e r Hirnfaserri noch die hinzrigefiigt , auch runde Lumina d e r Riiliren darzustellen,
obschon die R’ervenbiindel meist coinprirnirt sind. D e r
gefiillte und entleerte Zustand, d e r Act des Fortriickens
d e r iiineren RiIasse beim Druck ynd die sichtbare Waiidung schienen iiiir schon fruher so sichere Beweise fur
die RiShrenform, dafs ich deu neiisten sogar fur iiherflussig ha1te.e P.
-
’B
IV. Bemerkung zu einer Btrichtigung.
Bei Aufnahme der Reclamation des Hrn. Professor
F r o in m h e r z in Betreff der Ueberniangaiissure (S. 677
d. vor. Bds.) bin ich den Leseru eiiie Erk1;iruug schuldig, geblieben, die ich, da sic wesentlich ist ziir Ceurtlwilung der erhobeoen Anspriicbe, hier nachzutragen fur
Dotbig erachte. Allerdings ist die Zersetzung des uberm~ing;iiisaureiiBaryts durch Schwefelssure der Weg, a u f
w vlclieui man reiiie Uebermangansaure erhalteu kann ; daCs
Hi.. Prof. F. sie aber hicdurcb im Zustande der Reinheit
erhalten habe, widerlegt sicli a u f s Offenbarste durch die
Eigenscliaften, welche derselbe in seiner Abhandlung in
S r h w e i g g e r ’ s Journ., Bd. 41, dieser Saure beilegt. Die
reiiie Ueberrnangausaure ertragt nicht das Kochen, ist uicht
destillirbar, uiid l a b t sich auch eben so wenig in den
festen uiid lrrystallisirten Zustand versehen. Wir kennen sie bis jetzt nur in W a s s e r geliist.
P.
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band, xxvii, die, betreffend, hirn, aufstze, den, nervenfasern, vorherigen, und, erlputerungen
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