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Erlputerungen zu Henrici's Bemerkungen ber einige meteorologische Gegenstnde.

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XIL Eriauhmmgen oon H. W: D o vc zu Hen r ici's Bernerkungerr Gber einr'gc meteorologkche
Gegenst&ich ').
mtcirr el *w feat.
M c r r m quu.
1) L u l t m t r b n n n g e n .
(Mnacorolo&che Un&oqen,
1837, S. 187.)
. D i e angefiihrten' Beobachtungen haben gezeigt, dai$ der
SW. und NO.in allen Erscheinungen als Esttreme sich geltend machen; d& sie, um uns e h e r scbCInen Bezeichnung
von H o w a r d zu bedienen, die wahren Moascrons umerer
Gegenden sind '). Es wird daher hinbnglich motivirt er1) Siehc S. 603 d u rorhergehendeo Boodu.
2) A r i r t o t e l e r bemakt in d a Pol;&, u gebe eigentGch nor xrm' Startsrufwuogeo, m e roo dcn Wiodcn
w d e , M a o w 4 yen,
die 06rdkheo afmIich ood die r6dliche0, die rodrba nor Abrhweif p n p durelbeo.
Bci' haMhnmg mcteorologbeher Norta a01 +chiscbm und rdmircbcn SchrifbLrllan h S m o rber
bucbco, &
ihre Bcmerkungeo sich rof die Uftr dea mittcll59diKbcn Merra beriehen, mlchu im Somma in die V e r k ~ o gdu Pwrta oofgcmmmen, im W m t a a01 d a w e l b m hortrrtend die EigentbhmliehLritca
d a rubeoptchcll U m u Kigt, wie rie roo Hro. r. Boch u U u ~ e rwart
den rind. Da nardtiche Strom, die (cjucor @opLw, die Tramont~e,
triu d r b v vorwaltend im Somm~r;d a rrdliche Smm, der morbifer
Awter d u Altaq der Sirocco du Neouo irbav*iegcnd i m Wiota ein.
Stau uooolubrocbwr WcfhJ beider Str6me bei uas, dcnn jeda dorch
&e
rollctindige D d u a g d u Wiodtr durch die Wiodrorc bcrtichnet
w i d , zeigt d r l t r dort die jjhrlicbe Puiode d u , was hei ooa io a o a
graze0 Drebung d u W i d a hewonritt Dem NO -Pooho
WindIWC enupricl,t d a b u da die r y n l o ~
Zcit d u Sommrn, dem Ucba6°F d u ~6rdlichenStromu in den riidlichto, weon bei PDI die W h d Lhne roo 0..durch SO. 4 S. gebt, die Bdwiregeo Uotaitalimr
uod Griecheohods. Die Winterregen dort aiod MIQ dorchgednmper
S 3 k m . D u Frtihhgunuimurn d a Regen io Iulim eoupricht dcm
Vcrdrhga d u warmen SGdreomr d n d den kaltea nardlichen, weon
bei UPI der W i n d mn S W . d d W. oach N W . mit st+ndaBammetcr g e h t So 4 e diuer Ucbergang h
i UDI am rhoellrtcn afolgt,
und m
en d a d m Vamirrbuog w u m u feu&ter nod Utu A-
-
17 *
260
scbeiuen, dafs wir das Drebungsgesetz selbst aus ibrem gegenseitigen Verdriingen ableiteten. Jetzt, wo es darauf mkommt, die atmospbllrischen Erscbeinungen zu erartern, welche diefs Verdriingen begleiten, mussen wir notbwendig ermitteln, in welchen Beziehungen zu cinander die eiuzelnen
Eigenschaften dieser Strbme stehen , wir miissen seben, ob
nicht eine Grundeigenschaft derselbeu die Clbrigen bedingt.
Das Cbarakteristiscbc dieser Str6me wird sich aber iinmer
auf ihre Temperatumerhiiltnisse zurtick W r e n lasseu, und
auf die verschiedene Art, in welcber die Erde bei ihrem
Fortschreitcn auf sie wirkt I).
n c r Loft to' d m bcfd@eo Niedauhljgm uod den Gcwittvo d a Wutrcica VcnoLuong &bl, a c l t h c dic Luft r b k d d u , ood a u f l d e r n , Jcr
ciodMgcodc S W m m hiogqen die K h r v r n Gcwittcr v l c u g t , wclcbe
dic Lull nicht J k i b l e n , mndcrn io Landrcgco 6bcrgcheo, m I J l e t &ch
die Ryentcit I ~ a l i c a r mit tltrb*(bcwiltvo &I, uod A i c h nrcb dm
Winterrqcn im F d l i q aiedv mil ncocn Gewittera Daber iagt L o -
cret.
VI, p . = :
Autumnogur magir + c u r f u b m f i b u r dfa
,
Concofifur Cocti domur undiqur ,fofaquc TcUur ;
EI cum frmporo 're V t r i r florcniia pandunt
Propfcrra sun1 hacc bdlo anni nominifando.
I ) A b ich
rof die r v g r l m j f r i ~Winddreboog rofmabam gewocd~aHU,
~ u c l mich 6bvrll ~ r d mdcrweitigea
,
Bcobrchtoogcn der Jrmit s w m mcnhingadcn h b e i n o n g e n . Die dorftiigrten n'oticco hod iclr bei den
itrlicnLcheo und Iionr&Lcbcn Mctcorologco, jr in den rncuteo Schril~n
Jmelbcn cin ro e i w ' t i p Hmorhebm Jcr Courrnt ascadrot Ewhcio u n p ood l o w l c r Zupiode, dae ich glaubtc, d i w rcrdeckwn im dlicltcn Europr rolbLjndig die .OD m u mit Y) p G e r R y l m i l i i g k c i c in
K 6 o i g r b q wabrgenommmen PWnomenc. 20 &oer k'rende rand ich
a p i t a c o s l i c ~ e o e n OeiCsigen A r k i t roo l d c l e r :
rnc/dorologia otterurn Grarcorom cf Romonorum, die enc*chicdcorteo Bclc6c. ddr rtbon irn A l l c n h w dic G r u n d & ~ l d t c n1-r
Slrdme
butimmt erkraot w o n l a rind. T h e o p b r r r t mgt Ithon, dc r m f . $. 7 ,
p. i60: aurtcr minur hobrt maicriac, jr die m t c Wabmchmoo( dcr R~ c l m j L i g t 0Drchong, die i c h frtihcr B a c o o iwhricb, gcb6hr1 duo A r i s t o t c l c r , Meteor. I I , 6. 18. FaGt mro diue eiotclnen Notircn IUummen, Y) r i u d c u tlobegrdicb cwhtinm. 4 e cine M a p nchdg
crkrnnte Tbrtuchcn durch unricbt+ +terc
Vontcllongen bbcn rcr-
rber nacliher in d a
dringt d e n k6oom, wcon D i C h cbca in dco Schrincn dcr Gncchcn d a &wen
FrLcbm bonderr in Baicbung r o f Tbtorie w riel
261
In Beziehuue; aiif den Druck wird sogleich klar, d a b
wegen der grCrLercn specifischen Dichtigkeit der ksltcren
Luft des nartllichen Stromes das Barometer, wenn er vorwaltet, hsher stehen wud, hiagegen desto tiefer, je gd'ser
die Intensitst des siidlichen Stromes, d. h. je g d s e r der
Breitcnuuterschied der Orte ist, von welchen die Luft komms,
w d zu welchen sie gebngt.
In Beziehung auf die Richtung haben wir friiher schon
Ilachgewiesen, mufs der durchgedrungene n8rd liche Strom
als NO., zuletzt fast a h Ost, der durchgedrungene siidlicbe Strorn als SW., zuletzt fast als West emheinen, denn
die meisten Winde sind Lilgner, sie kommen nicht aus der
Gegend, aus welcher sie sagen. Der ONO.,der 80.und
der NNO. sind weit mehr Nord, als der Nord selbst, ebenso
dcr WSW., der SW. und der SSW. mehr Siid, als der
Siid selbst.
In Beziehung auf die Intmsitut sieht inan leicht ein, dafi
die dcs nbrdlichen Stromes bei dem Fortschreitea allntili6
abnehmen, die des siidlichen allmelig zunehinen m S . Ware
die Erde ein gerader Cylinder, der sich urn seine b e 'drehte,
so wiirde die Rotationsgeschwindigkeit aller Breitenkreise
dieselbe s e p , eben so wie der Zwischenraum nischen
zwei Meridianen uberall gleich. Es wtirde dann die Richtung und die Intensitkit eines nbrdlichen Stromes sowohl,
als die eines siidlicben beim Fortschreiten unverandert bleiben. Da aber die Meridiane der kugelfonnigen Erdc vom
Pole nach dem Aequator hin sich allmalig erweitern, so
wird das Bette des n8rdlichen Stromes, je weiter er nach
Suden vordringt, h m e r breiter, das Bette dcs siidlichen
hingegen immer schmaler. Mit der Ablenkuug des nOrdlid& die Sooderung iuherst xbwer w i d , da man in d u negel
die Siche d b s t findcn m&
urn erkenoen zu kimncq dds sic du Rid,tigc meiotto. lbro rncteorologlehen Lieoomiue uuficinrr, d d t a in dcr
That (r6Gcr ab sic rind, weil man SICU nor dar .US ibreo Schrihcn
anfulmt, was spitere Uotwsucbuogtn bewdirt I~&cn, iluc Irrtliirmer a h .
mit Stillsclirvcigen tbergelit, willrend io clcr neuven Plipit c1 Sicte gewordcn L t , Janoodcn zu citircn, weoo er U o d l t hat, uod ilu ni&
zu crwilioco, w o cr Rccht 1131.
a%e,
262
&en Stromes nach Ost nimmt also aoch seine Intensitkit
ab, mit der Ablenkung des slidlichen Stromes nach West
nimmt seine Intensittit zu.
In Beziehang auf die Fuuchtgkdt beider Strtime sieht
man eben so leicht, dale der nbrdliche der trochere, der
siidliche der feuchtere seyn mufs, und m
a
r sowohl relatir
als absolut. D e n da beide von ungleich temperirten Orten ausgehen, so wird b& sonst gldchen Bedingangen die
absolute Wassermenge des nbrdlichen Stromes geringer seyn,
als die des sfidlichen. Die mch d m Pol zustr6mende
warme Aequatorialluft tritt anEserden in immer hbhere Breiten, ihre Dampfcapacitgt wird daher darch die Wirkung
des minder erwkirmten Bodens fortvdhrend vennindert, sie
muEs daher beim Fortschreiten ihrem Condensationspankt
immer n&er treten I ) ; die htiltere Luft dea d i g fiehenden nbrdlichen Stromes kommt hingegen in h e r niedere
Breiten, ihre Dampfcapacitiit wird fortwihtend erh6ht, sie
wird Wasser aufnehmen, statt es fallen zu lassen. Wahrend 'her der adtiche Strom in h e r erneuerten Niedemhbgen seinen :Wasserdampf rerliert, bleibt bei dem
nardlichen Strom, wie beim NO.-Paseat, der Himmel heiter.
Was die Verdn&mngm der Richtung des Stromu and
das VerhdltniJ's der Amah1 d6r s i n n e b Winde au einander betrifft, so ist diese von eehr verschiedenen Ursachen
abhbgig. Entsttinde der n6rdliche Strom wlhrend einer
Periode seines Vorwaltena, die manchmal Wochen lang
dauert, h e r gleich weit nbrdlich vom Beobachtungsorte,
und bliebe seine Intensitat aufserdem dieselbe, so wiirde
die Windfahne unvcrbdert nach derselben Richtung weisen, wenn der Strom nsmlich bereits die der Rotationsgeschwindigkeit beider Otte und den hiebci mitwirkenden
Elementen entsprechende Ablenkung erfahren hat. Verwandelt sich aber der bereits fast Ustbch gewordene Strom,
am weiteren Vordriugen gehindert, irgendwo sfidlich vom
Rcobachtungsort in eineii wahrcn Ost, so wird die Luft
1) yuo l o q i u s v i r o yrocedil Aurtcr,
Tlleuphr. 1. 1.
co mogis imbricorus inccdit.
263
zunacbst dort Ui relative Ruhe zu der rotirenden Erde treten, dort also Nord werden, and aach am Beobachtungsorte n6rdlicher. Es wird die Windfahne daher langsam
z w i d e n "0. und ONO. hin und her schwanken. Da
aber zu verschiedenen Zeiten die Entfernung des Anfangs
punktes des ntirdlichen Stromes verschieden s e p wird, da
aufserdem bei langsamer Stramung durch die lBnger danernde
Reibmig der unteren Schichten an der Oberntiche des Bodens der dazwischen gelegenen Orte die astliche Ablenkung
starker werden wird, als bei rascher Strilmung, so w d
Uberhaupt NO. und 0.in Beziehung auf die Anzahl sich
nicht vie1 unterscheiden, das Maximum bald auf diesen, bald
auf jenen Strich der Windrose fallen. Aus Shnlichen Gdnden sieht man leicht, dafs der schnell fliefsende stidliche
Strom, der in seiner Constanz SW. ist, in der Regel ein
Schivanken zwischen SW. und W. zeigen wird, dafs also
die Anznhl dieser Winde sebr grots seyn ivird, nod da&
zugleich, wenn man alle diese Schwanktqeu mitzahlt, das
Uebergewicht der Drehung, im regelmafsigen S i e var
immer stattiinden mufs, aber sebr klein werden kann, und
verh&ltnifsm&fsigdesto kIeiner, je k k e r die Zeitabschnitte
sind, in welchen die Beobachtungen auf einander folgen.
Siid und Nord im Sinne des Drehungegesetzes vor dem
Maximum Legend, werden im Allgemeinen sehr selteo vorkommen, wenn nicht locale Unachen, wie das Verhiiltniti
der KQste zum Meer, oder die Richtung eines Thalcs die
Strilme an diese Punkte der Windrose tixiren. Nach dieser Betrachtnng rnufsste der SUdost und Nordwest ebenfalls
selten vorkommen. Diek ist fiir den SO. auch wirklich
der Fall, keinemvegs aber besonders im westlichen Europa
fur den N W . ,Die Erklarung seiner Haufigkeit fiir den
Sommer ist durch die Lage des Meeres einfach gegeben.
W a r m aber auch im Winter der nirrdliche Shorn, iiberbaupt iin Mittel, sehr oft als NW. entsteht, findet seine
Erklarung in der Gestalt der Isothenncn. Denn die niedrige Temperatur Nordamerika's erzeugt kalte Luftstririuc
in das wdmere Wasserbecken tles atlantischen Oceans, die,
264
mit den als SW. erscheiuenden slidlichen Strbmcu zusammentreffend, wenn sie cndlich jene verdrangen, in NO. sich
verwandelo, wo sie den SW. wahrscheinlich auf ihrer westlichen Seite lassen, der nm, nach dem Pol heraufstrtbmend, an
nbrdlichen Puakten den nardlichen Strom durchbrechen mag,
wo beide Strbme dann als Extreme oeben einander liegcn.
Das Verdrungen des n6rdlichcn Stromes durch den stidlichen geschieht, nach meinen, mit H o w a r d ’ s iibereinstimmenden Beobachtungen, zuerst in den oberen, dann in den
unteren, das Verdrsngen des siidlichen durch den n6rdlichcn zuerst in den unteren, dann in den oberenSchichten
der Atmosphke. Diefs folgt aber auch aus theoretischen
Grhden. Da n h l i c h der n6rdliche Strom zwischen den
sich enveiternden Meridiasen flielst, so wird er, je weiter
er herkommt, je mehr Ustlich er also durch die Rotation
der Erde abgelenkt ist, desto mehr sich ausbreiten. Das
ganze Gewicht eincr Luftssule in ihm wird also vermindert
werden. Auf diesc Weise erkhrt sich zugleich das Factum,
dafs im Winter, dcr Zeit, wo alle diese Verhdtnisse am
reinsten bervortreten, der.K&ltepol der Windrose vie1 weiter fistiich N
t,als das barometrische Ma..imum. Denn je
weiter nUrdlich der nordliche Strom herkouunt, desto uiedriger ist seine Temperatur, desto specitisch schwerer also
die L d t , die er entbalt, desto grfiber also sein barumetrischer Druck, wenn nicht mit seinetn weiteren Herkouunen
zugleich ein Grund der Verdhnung gcgeben ist. Diescr
Grund ist nun aber eben durch das Fortschreiten in deui
sich erweiternden Bette vorhanden. Da aber sich ausdehnende Luft sich abkhhlt, nicht sich envannt, so wird wihrend des a l l m a l i p husbreitens dea Stroines die Temyeratur immer noch sinken, wahrend die Verdiinnung dem Stcigcn des Barometers entgegenwirkt, ja zulelzt dieses in Fdlcn rcrwandelt, das Maximum des Druckes also frtiher eiw
trcten, als das Minimum der Warme. Bei dem siidlichen
Strouie, wdcher in h e r cugercn Schranken sich fortbewegt, wird die untere Luft i m e r nacli Oben drangen, dic
Abunlilne der Dichtigkcit in detn slidlicheu Stroiu, so wie
265
Jie AJmahme dcr Temperatur also geringer seyn. Bcgegilet nun der siidliche Strom dem nilrdlichen, so wird in
einer gcwissen Entfernung vom Erdboden die Elasticitst
der Lnft des stidlichen Stromes grblaer seyn, als die Elasticitgt der Luft des nbrdlichen; es wird aLso der siidliche
Strain in deu nardlichen eindringen. Aus der eben angestellten Betrachtung folgt aber , dala d i e t nur dann geschehen kann, wenn der nbrdliche Strom weit hergekomrnen ist,
also stark bstlich abgelenkt ist, oder mit anderen Worten:
der siidliche Strom wird in den oberen Schichten der Atinosphtire nur dann den n6rdlichen verdraugen , wenn dieser beinahe Ost geworden. Diela Verdrangen m u t also
sich darstellen als eine Drehung O., SO., S. etc. Daher
geht der Wind in diesem Viertel der Windrose fast nie
zuriick Durch Vermischen der wannen, feuchten Luft des
siidlichen Stroines mit dcr trocknen kalten des nbrdlichen,
sind Bedingungcn des Niederschlags vorhanden, der sich
als ein laugstreifiger Cirrus darstellen wird. Fallen aus
diesem feine Eisnadeln herab, so werden sie hn AerabfalIcn die Geschwindigkeit des stidlichen Stromes mitbringen,
welche, verglichen mit der geringen Geschwindigkeit des
nbrdlichen unten, sehr bedeutend ist. Magen sie nun wirklich fest oder flilssig zum Boden gelangen, oder sich wieder auflbsen, so werden sie impellirend auf die Luftschichten wirkcn, durch welche sic fallen; der Wind wird daher zuerst wahrer Ost, dann OSO. werden, und so sich
fortdrehen, bis er Siid geworden ist, wo er dann durch
die Rotation der Erdc rasch SW. wird. Auf diese Weise
hltten wir die Phtinomene der Ostseite abgeleitct, und uns
einfach davon Rechenschaft gegeben, waruu~bei NO. und
0.so weuig NiederscblVge vorkolnmen, w a r m diese erst
siidlicli vou Ost beginnen, wanun bei NO. der Strom durch
die ganze Atmosphlre hindurchgeht, w a r m endlich bei 0.
iind SO. die Windesrichtung in den hbhcren Schichten siidlichcr ist, nls in den unteren. Wir meudcn uns nun ziir
W-estscite.
Wirktc dcr niirdliclrc Strorn inuncr crst auf den siidli-
266
chen, wenn dieser West gemorden ist, so wilrden die Phtrnomene von S. bis W.die charakteristiechen Erscheinungen des allein vorwaltenden Sildstromes seyn, die von W.
bis N. hingegen die Erscheinungen des Verdrirngens des stidlichen durch den nUrdlichen. Da aber der nordliche Strom
oft a d den stidlichen fallen wird, wenn er SSW., SW.
und WSW. war, so werden die Erscheinungen zwischen
S. tmd W.beiderlei Art seyn. Wartun der kalte, schwere
nardliche Strom znerst unten e m l l t l ) , waflll~l aus den
Bewegungen der Lufttheilchen des nordlichen Stromes nach
Siiden und der Bewegung der Lufttheilchen des siidlichen
nach W. e k e mittlere Richtung entsteht, die, je mehr der
Nordsbom das Uebergewicht gewinnt, immer mehr von W.
durch NW.in Nord Ubergeht *), ist unmittelbar einleuchtend. Da die Differenz der Dichtigkeit der Luft beider
StriSme in den unteren Schichten bedeutend ist, nach der
H6he zu immer mehr abnimmt, so wird das Verdrhgen
unten sehr rasch vor sich gehen, und zwar desto s h e l l e r ,
je grateer die Temperaturdifferenzen beider Shame sind.
Zu dem barometrischen Druck tragen aber die unteren Luftschichten am meisten bei, und ea folgt daher, dafs bei barometrischen Veruderungen der steigendc Theil einer Welle
steiler ist, als der fallende, oder naher, dafs der w m e
leichte Wind durch den kalten schweren auf der Westseite rascher verdrdngt wird, als der kalte schwere durch
den warmen leichten auf der Ostseite
Wenn die Str6me, statt unter Winkeln z u s m e n zutreffen und einander zu drehen, einander gerade entgegenwehen, und der Beobachtungsort liegt an der Stelle,
”.
1) h r i r t o t e l e r , P r o b h n , XXYf, 22. p S42: b, Z c p h y r i i n i n j m i s
aimosphaeros rcgionibtu rpiront.
2 ) b r i s t o t e l e a , I I , 6 , p.364:
renli ob occasu spirontes non sine
injuriu rrptcntrionolibtu adnumerontur cum /r&idiuses sint.
,
3 ) Ueb&Duimmead duoit ngt H i p p o c r r t e r dc rnorbo rucro Opp.,
Sect. 3 , p. 91 , 40: Contraria prorsw Aquiloni rIj5cit Austcr. Prirnunr nun confcstim cchemens est, scd prim0 lcnis incedi;, curia
rrcrrirr prius densum et conccrrotunr dotiin supcrarc nr9ucot. 9ucm
lniiwn tcmporis quodum
spatio proetcrkzpso dirsolcit.
267
wo dieh pchieht, so entsteht WmdstiUe. Ist die Intensitat beider nicht bedeutend, so Bteigt das Barometer, und
e% entsteht dann ein dichter Nebel, der oft plbtzlich vers&*det,
wenn bei dem gegemeitigen Hin- und Herschieben der &t in den Nordstrom aof einige Zeit kommt, und
der wieder erscheint, so wie er an die Grenze tritt So
g l a d e ich mir wenigstens diese, besonders im Winter und
Herbst oft hadig aich wiederholende Erscheinnng zu erWren, die in der Regel bei hohm Barometer stattfhdet. Ein
anderes sehr charakteristischesPhiinomen dieaes Hemmens ist
folgendes. Es hat Kalte geherrscht, sie hat sich aber allmlilig gemildert, und es sind nur no& wenige Grade unter Null. Auf e h a l lauft das Quecksilber sehr schnell
in die Hahe, und steht 4 bis 5 Linien Uber dem Mittel;
gleich nachher tritt Thanwetter ein, und man sagt dam:
das Barometer zeigt falsch. Die E~kl&ung ist einfach:
der nbrdliche Strom gerade zurSickgeworfen von dem hcftigen s ~ d l i & e n schiiumt zurUck, und es entsteht daher auf
k m e Zeit eine UngewOhnliche V ~ r m h gdea Druckes.
Wenn das Barometer so schnell steigt, so geht es eben so
schnell wieder heruntcr.
Die eben mitgetheilte, in das Detail der Erscheinungen
niiher eingehende Betrachtung dient dem skizzirten Entwurf
(nber mittlere Luftstrsme, Poggendorff's Ann., Bd. 13,
S. 593) zur ErgSnzung.11
2) Dla s8dwertliche W h d e r r i C h t U O g der gemffrigteo
zone.
(Nordamcrikr and Eoropa mctemologkh d t einooder rerglichat, gelam
in d u Bul. Acrd.,.2. Juli 1840 (Beridit, S. 149). sod abgedruckt in
Sehumaclicr'r hlirbuclt fur 1841, S. 300.)
.Weon an @end einer Stelle der Erdobediiche der
atmospharische Druck im Verlaufe des Jahres ununterbrochen zunahme oder abnshme, so wiirde man daraus folgern
kaonen, dab die Masse des DrUckenden dort sich vennehre
oder vermindere. Keine Beobachtrmgsreihe fUhrt zu diescm Schlufs. Auch ist der Barometerstand am Mecresspie-
268
gel zwar nicht ubcrall gleich, dcr Unterscbied aber zwischen dem mittleren Dmck der Luft am Meeresspiegel der
g e m w e n und der heifsen Zone nicht erheblicb. Man
darf also annehmen, dab so wie zwischen den Wendekreisen die Luftmenge, welche unten nach dem Aequator hintliefst, compensirt wird durch einen entgegengesetzten Strom
in der H6he, so die neben einander fliefsenden StrUme in
der gemtifsigten Zone ehander das Gleichgewicht halten,
und zwar in der Weise, dab, was innerhalb eines Jahres
iiber gewisse Stellen eines Parallels dem Pole zutliefst, liber
andere Stellen desselben Parallels zum Aeqnator zurlickkehrt. Aber die Luft, welche vom Aequator her den Pol
Uberschreitet, kommt bei diesem init einer hoheu Temperatur an, welche sie bei ihrem weiteren Fortschreiten nach
dem Pole immer mehr an den Boden, iiber welchen sie
stramt, abgiebt, welche sie also bei ihrer Rlickhehr zum
Parallel nach dem Aequator hin nicht wieder mitbringt.
Ktiltere Luft nimmt einen seringeren h u m ein, als wtirmere. Der Luftstrom ist daher, wenn e r vom .Pole zum
Aeyuator &elst, scbmaler, a h wenn er den PoIen zustrumt.
Findet das Hin- und Herstramen in verhderlichen Betten
statt, so wird derselbe Beobachtuogsort nothwendig Ufter
in einem SQdstrome sich befmden, els in einem Nordstrome,
die Anzahl der sildlichen Winde also im ganzen Jahr die
der nihdlichen ubertrcffen.
Luft und Wasserdampf sind unelastisch gegen einander,
d. b. vernichtet man die Scheidewand zweier Rilwe, von
dciicn der cine t r o c h e Luft, der andere Wasserdainpf cnthalt, so durchdringen sie einander gegenseitig vollsthdig,
aber es bedarf dazu eiuer bestimmten Zeit. FUr olte rtutijchen Erscheinungen der Atmosphtire kann man daher den
Druck der trockncn Luft sondern von der Elasticitat der
ihr beigemengten Wasserdtimpfe; man kann die Qnecksiiberstiule des Barometers getrennt sich vorstellm iu zwei
Theile, von denen der eine die Luft h Gleichgewicht hillt,
cler andere das Gegengewicht f i k die Dampfatmosphtire abgiebt. Diefs gilt aber ilicht filr die dynmischen Erschei-
269
nungen dcr AtmosphSre. Kocht man in eincm Glasgefafse
Wasscr , so wircl durcli die aufsteigenderi Dznipfe clidlich
nlla iiber dein Wasser stehende Lrift fortgestofsen, unct
inan erIi::lt bci dein Zublnsen clcs Glasgefafses iiber &in
Wasscr eiiieii Raurn , welcher, wie in iinsercn PulsliainInern, niir Wnsserdhnpfc enthslt. Diiinpfc, in Bcwcgung
bc!griffen, vcnn6gen also Luft gleiclier Elnsticitiit aus cler
Stclle zu draugen. Dic Erscheinung wird dieselbe bleiben,
weiiri wir fiir clic Dainpfe ferichte Luft gleiclicr Spannkraft
siibstituireo. Solche feuchte Luft fiihrcii abcr die Wiiidc
Iicrbei, wclche voii clcn Weiidekrciscii her dein Pole zustriirnen. Schrciteii sie weiter fort, so tritt dieser Wasscrdainpf iininer inebr iii die Fonn des tropfbar Flussigen
zuriicli. RIZchtige Regen an cler Siidwestscitc uiiserer Gebirge sind das Resultat diescs stcts sicli crncuernden Destillationsprocesses. In clein trockneri niirdliehcn Wiride kehrt
daber zwar dieselbe Luftinasse zuriicli, welche als Siidstrorn
dem Polc zutlofs, aber das was als luftfarmiger Begleiter
aaf dem Hiiiwege mit die Qnccksilbersanle hob, tliett theilweise uiiter dcm Gefrifse dcs Barometers als tropfbar FIQssiges zuriick, ohiic ziir Hebmg des Quccksilbcrs mitziwirkcn.
Bci Envagung der eben besprochericn VerBndernngen,
welche (lie Luft zwischen H i n p i g nacli den Yolen und Ruckkclir von iliiren erfalwt, sieht inan ein, (Ink h der ganzen
gcmsfsigten Zonc dic niittlerc IVindcsrichtunS einc aquatorialc s e p kaiin, wclche wgeii der Drelrung der Erdc
in der nihdlichcn Erdhslfte eine sudwestliche, in der siicllichen eine nordwestliclie wird. An welchcn Orten inelir
Luft dein Acquntor, an wclchcin inchr dcin Pole ziifliefst,
wird sich dann erst critscheideii lassen, wenii ivir die tbcrinischeii uird hj-groinetrischea Werthc der \Vinde mit dcrselbeu Vollstandigkeit kennen werden, als ihre relative
Anzahl.
Dafs bei der ErklBruog diescr Erschcinung nicht allein
aiif die baroinetrischeii W-crthc dcr \Vincle Rucksiclrt geiiommen werden kanii, habe ich bereits im Jahr 1927 (diese
hnnalea, Bd. 11, S.332) indirect bewiesen. Bezeicbnet nam'
270
....
lich b , b, b,
b, den mittleren Barometerstand respective
bei den Winden S., SW., W., SO., und n,nt.
n, die
Anzahl h e r beobachteten Ricbtungen, so wird der mittIere Barometerstand:
...
’=
..
HIitten alle Winde gleich oft geweht, witre
rlblfnA+....*e%a
a,+4..
+%
...,
=n,
so wthde der von dem EinfluEs
tung befreite Barometerstand:
brsf(bl+&+ba+.
.ba).
also n , =n,
der Windesrich-
.
K6nnte nun jene tiberwiepde sUdliche Windesrichtung
allein durch den Barometerstand erkhrt werden, so mtihte
b- b, eine vie1 bedeutendere Gr6fse seyn, als es die dort
mitgetheilten Rechnungen ergeben I).
3) Uebergang der pbyrircbea Eigenrcbaften neben einand e r flfefrender Btr8me In elnander.
(AudZMich plltQIIICht in d a SebriA: ,,Uebcr die oicht pCri0dhchua -endder Tampurerr&lu~~g anf d a Obvakbe det W
e.3 BE&.
4.. Berlin 1640, IWl, 1844, bei Beimer. Audige im Reprtorilm
9od b Beir*t& MmOh.)
4) Gewllter nnd Sohneefille be1 Nordort.
( A ~ & l i & adrtat in den Abb.ndfungen: ,Ucber du GeWkd”’ And.,
Bd. 13, S. 419; nod “Ucber den Zuummmhang d a Hydrometeore mit
dm Verhderuagui da Tempaa~lvmad da Bammetera“. Am., Bd. 13,
S. 805.)
Im 61. Bande dieser Annalen, S. 210, hat Hr. Etatsrath Pfaff bereits geriigt, daEa Hr.H e n r i c i seine, Fech1) Hiennit bjngt cine andere Frye
z a ~ m m e n ,w&be
ich in den Procee-
dings connected with the haapeticof and nreteorologicaf con/rence,
London 1645, p. 67, aogcrrgt ha&. Bia jetzt o h l i c h oamt man die
mktlere Tempaahv &u ortu du uithmetteha M i i d eimuda nahe
liegender gleich weit abrtehtnda Beobrehtnngen bmrbdb der zn be-
trrchtendcn Periodc. Da .bas&d
dcr Wind atiirmirba d
t
,
mehr LUR iiba den Beoba&uuprt rtrsmt, ah bei hngsamcm Lulkr-e,
M iat die midere Temperatau dcr iibu dcn Bcobachtun~rt
strheaden Lull &a aodere, als d u , w u man ab mittlere Tempemtur d a Zeihums b&
&in in Bctr&tnng gexopn bat. Bei den
271
ner's, ja sogar Volta's Arbeiten gmz ignorirt habe bei
galvanischen Untersuchmga, die vie1 unvollst%ndigerseyen,
als die von jcnen Gelehrten angestellten. DasseIbe Verfabren bcfolgt, wie eben gezeigt ist, jetzt Hr. Henrici in
der Meteorologie. Er scheint es, nach seinen AeuEkerungen (Annal., Bd. 51, S. 447), ftir ein ihm zukommades
privilcgiuul zu halten. Wenn man sieht, wie der Verfasser 1es Kosmos jeden Fortschritt in der von ihm und Hm.
v. B uch beggndeten neueren Meteorologie sor@ltig berchtet und e r w h t , selbst wenn piese Fortschritte nur Consequenzen der von ihnen geltend gemachten Ansichten sind,
so kann man freach sehr ruhig dariiber s e p , wenn Hr.
H e n r i c i vornehm ignorirt, was vor ihm geleistet-ist. Aber
ich glade, u s e r e physikalische Literatur wilrde von ihrem
unniithigen Umfang verlieren, und weniger durch Priontiitsstreitigkeiten entstellt werden, wenn entschiedene Plagiate, sie mbgen nun wissentlich oder unwissentlich geschehen I), auch als solche bezeichnet oder ganz zurlickgewiesen wUrden.
-
XIII. Anwendung der stroboskophchen Scheibc zur
Versinnlichung der Grundgesetze der WeZZehZehre;
con J. MiiICer, in Freiburg.
D i e Gesetze der Wellenlehre sind ftir die heutigephysik
von hoher Wichtigkeit; es halt aber sebr schwer sie p n z
verstindlich danustellen, wenn man nicht Mittel zur Hand
hat sie anschaylich zu machen.
Bekanntlich hat W h e a t s t o n e schon viele sinnreiche
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