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Erscheinung convergenter Sonnenstrahlen.

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I V.
Efcclzeinun~corzvergenter SonnenJralilen;
vom
Hrn. Prof. K n I E s zii G o t h .
Es ifi eine lchr Sewiillnliclic Erfclieinung, dak, wenn
die Sonne i n \Vefien hinter durchbroclieiicn W o l l t e n
lielit, Stralilen von ilir diircli die OeffnunSen der
W o k e n gelien, die zum Theil i n Mlr divergentcr Riclitiing auf die E r d e ZLZ fallen f'cheincn.
,Van bezcicliiiet diere Erfclieiniuig wohl rnit der
Benennung : ,,die S o m e c i e h W a f f e rgc, und ,fie
h h e i n t iiiclits Aul'serordentliclies ZLZ liabeii. Denn
dn i n unl'erer Vorfielluiig die Sonne fich diclit liinter
den JTrolken befindet,
alro niclit relir entfernt ilt
fo rcheihen ouch die Strahlen eiiie I'olche Riclitnng
anzunelirncn, als ob lie von dicrem nicht Iklir eritlegenen Punkt 1icrl;srncn. IndcCTcn iTt die TrLdcllt1ng,
die dnbei znm Griiiide lieat, irnnier bemerkenswertli.
RIit dicl'cr Erfclieinuiis aber Iiangt eine andere
zufammen, die reltner ill, und mehr Befremdendes zit
Iiaben I'cheint. Aiif der dcr Sonne entgegengefetzten
Seite des Hirnniels namlich ];Ken ficli bisweilen eben
I'olclie Stralilen M i e n , die convergent gcgen deli Horizont Selieii als bei jener Erl'clieiniing divergireii.
Mrui fielit ober keiiieri Gegei~lt;iiid,v o n wt~lclicriiIic
ausplieli, londern Go rclieineii riocli eiiieni P i i i i k t I i i i i
211 convcrgircii
dcr iuigefdir ebcii lo weit uiiler
-
-
,
,
I
$6
1
dem Horizont liegt, als die Sonne iiber dcmfelben Relit.
Ereweter
im zweiten B a d e reinea 3ourn;ll
of science pag. 136 seq.
fpriclit von diefer Erl'cheinung u n d bernerkt, dars er das Vergniigen g e l t d t fiatt e , fie am 9, October 1824 zu beobacliten. Er k t z t
Iiiiizu, Jars fie iiberativ felten, u n d , fo vie1 er wiifste,
bisller nnr einmal Eefchricben worden w:ire, i i ~ m l i c l r
v o n S m i t h i n l'einer Optik. (Vol. 11. Remarks. y a g .
57.- 58.) ")
h'iclit lange nrrclidem ich diefes palefen Iiatte,
war ich gleichfalls fo gliicklicli, die Erl'clieinnng zii
Celien
a111 25. Aii~n~tfi
dieres Jolires g e p n SonnenuntergarrS
und es ltaiiiite violil Cej-n daf9 fie nicht
To I'clten wgra, als Urewfter meint, uiid dars fie niir
illis LTiikunde weniger ware beacliiet worc!en.
Dann,
wie I'chon Smith hemerlrt, und Urewfier befitatigt, find
die Strahlen bei diefer Erfcheinung niclit 10lebllaft
u n d i n die Augen fallend, 01s bei der gewijhnlichen,
wo fie divergiren. Es ifi dalier wohl der Miilie wertli,
die Aufmerkfarnkeit der Beobacliter dor N h r darauf
hinzulenlcen. lcli lintte das VerSniiSen, einen vollgiiltigen ZeuSen der Erlclieinung zii liaten
dcn Geheimenroth v o n S c h l o t I i e i ni
nnweit deITeii
Gartens ich fie zuerfi.gewahr worden war. AnfanSs
h i d die Sonne etwa 5 his 6 Crdde fiber dem Horizont, u n d i n der Nitlie derfelbzn, lj wie auf der entge~engefeiitenSeitc dcs Hinimels, war einiges Ge~ ~ i j l doc11
k , niclit ~ u ~ ; l m m c n h s n ~ e I'ondern
nd,
durcltbrocllen. V011 dcn convergireiideii Slrali1t.n warell
die in der Nilie des ~ I o : ~ ~ z c ) Idie
~ ~rnit
c s , demfelben ei-
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-
,
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-
*) Vergl. K a f i n e r s vollR!ind. Lehrbegriff der Optik.
S. 420.
E
9'
3
n e n fehr fpitzen W i n k e l bildeten, rind deren Convergenz &her am augenf~lligfienwar, (wie in Fig. 4,
\yo N R den Horizont vorgellt) a m befien 'LU erkenn e n ; iiberliaupt aber wareu fie, wie aiicli in den yon
Smitli n n d Brewftcr beobacliteten Foilen, l a n p nicht
l'o hell, als fit: es iifters bei dem entgegengcletztcn Plinnomen find. Aucli waren anfangs die Strahlen auf
der linken Seite fizrker als die a a f dar recliten j fpiiterliin aber wurden die auf der recliten melir Iiervorfiecliend. CTcLrjgens war dns g a m e Pli,?'ncmen deutlicli gcnug aiisgedriickt, u n d iiiclii 211 verkennen.
TJaCll nnd nacli wurdeti die Stralileii inimcr dunkler
1111dLlwricher, c n d I'elbfi zu Arifaiige w a r m die dunkeln Streifen f,ifi fiYriisr cusgedruckt, und beKer zu
erkennen, als die Iicllen.
W a s die Urfache diefer Errcheinnng betrifft
fo hat h h o n Smith lehr richtig gefagt, dafs fie diefelbe
ifi von welcher die Erfcheinung der divergenten
Stralilen Iierriilirt; nur miif's m a n ficli liier die von
d a r Sonne msfniirenden eigentlicli parallelen, Strah] e n bis nacli der eiitgegcnsefetztet1 Seite des Hinimels
fortgehencl denkeii. Es I'clieint m i r aber die F i p r ,
die f'ciner Er1rl:irnng zur E r l r i u t e v n g diencn hll, wenigfiens i'o, \vie fie i n Kiliners Ccarbeitung fich iindet, niclit fchr gecignef dazu. Brcivfier giebt nur eine
kurze Erk!rrung oliiie d l 0 Fipr.
Die Saclte hfst fich, wie icli glaube, auf folgende
Art liinrcicilend rrkiutern.
\,'ieIe Crfcheinn:igen am Hirnrnel ficllen lich uns
Co d n r , 171s ob d a s Auge fich im h'littelpunkt cler HintrnsIsI.tiaeI, iind 7.17~1cich
in dcr Ebene dcs X-Ior.;zourts
h-l'r.:iirIe
indtm lcheinbarer und walirer Horizont
,
,
,-
,
-
c
92
I
znlammenfallen. Eine gerade Lillie von der Sonliediirch das Buge gczogcn, geht dalrer fo weit linter den
Horizont, als die Soiine iiber denif'elbeii lieht. Denken wir uiis n i i i i das von der Sonnc!ansseliende Licht
durcli lanter E l e n e n griil'ster Kreil'e. der I-Iinimelskuel verbreitet, die Gcli i n der gedacliien L i n i e von der
goiine durcli dos h g e diirclil'ch iieideii, l'o werden Gcli
dicl'e Liclitebenen dcni Auge, das in1 Mittelpunkt derlelben liegt , nls laiitel, Kreil'c projiciren , die Gcli auf
d e r einen Seite das Iiiiiiniels i n der Sorine, und auf
der entgjegengefetzteii Seite i n eiiiem Puiikte, To tief
zinter dern Horizoiite, 01s dic Soniie iiber denil'clbeii
fi'tclit durchI'chneicleii. Es ley U S 3 l R T (Fig. 5) die
I-Iirnnielskugcl , HI( der Horizoiit, dau Auge befiiide
fich i n 0,~ i n ddie Sonne fiehe i n S: lo ifi 8 s die Linie7 in welclier Iicli die Ebenuri durclil'clineiden, u n d
deiii A L I ~ C
fclieinbn die Stralileii dic Iticlitung dcr
Kreif'e S . l R s , Sms,~ ' - 1Iiaben, und untcrlialb der Sonnc nach SH, Sh, Slif zii gehen. Die letztern bringen
die ErMieiiiniig der divergenten Stralilcn hervor, und
von den erfiern clcr Tlieil in der Nshe des Horizontes
iii R , die Erl'clieiiiiuig der conver-genten. Bei jener
f d l t dcr P n n k t von welclieni die btralilen ausgelie~i,
i n die Augeii; bei diel'er wird nian nichts dcr Art Bewnhr - dalier das Auffdleiido dar Sadie. Beide brI'cheiii~uigen find nur als Brucltj'iicke ciiier Erl'clieinnng anzufeheii
die in ilirer Vollkindiykeit vieliciciit nie vorltoinnieii nioclite 7 t e i welclier die I-Iiiiiinelskugel niit laiiler Uogeii griilster Kreife durclizogen
erfchiene, die licli a u f der einen Seitc i n -der Sonne
durclil'clinitteri uiid voii liier, \vie Meridiane voii einern Pole zuiii andern, n3ch dein entSegeiiyclktzton
Uni den W e g der
PLiiikte der H i ~ n i c l s k u g egingeil.
l
Sonnenfiralilen be; dielcr Art woli Erl'cheinnng den1
Aiice benierlibar 211 ~iincli'tc~i,
in i i i j Iii.3, 3af's Ge durcli
OcfFiiungen iii dcii Wolkeii auf Diiiil~ctreITeii, die Iic
crleuclitcii niid d a h die Erluiiclitiiirg durcli deli daiieben fillle~ideiiScliattcn dcr kl-olkeji leILCt l i e r v o r p
I~obciiwerde. Dalier licllc uiid rlunkle SLrcifcIi bei
clerlelbeli abwcclill.liI.
,
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