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Erwiderung Herrn Mohr's Hageltheorie betreffend.

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XII.
Erwiderurrg, Hewn d l o h r ’ s Hageltheorie
betrL$eie,ld; con A . Kriinig.
E-]lerr M o h r hat hekatiiitlich cine neue Hageltheorie aufgestellt. Deli Moment, in welchein er ,bfroh seyn Icli hab‘s
gefunden ausrieI(t, bcschreibt er auf’s ergreifendste in diesen
Aunalen Band 1 17, Seite 116. Ilennoch liabe ich in einein
Aufsatze: .iiber Mohr’s Hageltheoriea gewagt, die Unrichtigkeit des M o hr’schen Fundartientalprincips nachzuweisen. Das letztere legt Herr M o h r io folgendrn W o r ten nieder. *.Es uiufs also mit der Verdichtung von Wasserdampf eine ganz ungeheure Rauinverminderung stattfindeb .
Diese Raum\,erminderung oder Vacuumbildung
ist nun die eigentliche Ursaclie aller hier auftretenden Erscheinungen. 4 Hiergegeii habe ich bewiesen: P dafs jede
Condensation des in der Atiuosphare enthaltenen Wasserdampfs , welclre bei der Vcrmengung rnehrerer Luftmassen
VOII ungleicher Tempemtur stattfindet, nicht von einw VolumenverLleinerung, soiidern ~7011einer VolumenvergrBfserung begleitct ist. (1 Diescr Rewei; sagt naturlirh Herrn
M o h r nicht zu. Aber wit welchen Mitteln greift er ihn
an? Bezweifelt er ctwa die Richtigkeit der Mariotte’schen
oder des G a y - L u s s a c ’ s c h e n Gesetzes, auf welche mein
Beweis sich griindet? Erblart er die in meinein Beweise gebrauchten und nach den Bestiinmungen von R e g 11a 11 l t angegebenen numerischen Wertlie fur falsch? Hat er gegen die
Art meiner Schlufsfolgerong etwas einzuwenden? Diefs alles nicht. Aber warum sol1 denn nun mein Beweis falsch
seyu? Man hiire nur: weil, wenn inein Beweis rirhtig ist,
Herr Mo hr verschiedene beiin Gewitter beobarhtete Erscheinungeri iiicht erkllren kann. Eine solche Argumenlation ist in der That eigenthulnlicher 4rt. Ich glaube j d o c h
nicht, dafs Hrn. M o hr’s Grund auch andern Physikern eben
so schlagend vorkommen werde wie ihm selbst,
1) Pogo. Ann. Bd. 123, S. 146.
..
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Hr. M o h r erklirt eine \o n mir gemachte Berechnung fiir
nutzlos. Da dieselbe einen integrirenden Theil meiner Beweisfuhrung bildet, so mufste er sie voii seinem Standpunkte aus
nicht fur nutzlos, sondern fur schadlich erklaren. Er meint,
ich hatte mir die Frage vorlegen mussen vwieviel Volume
einer Luft von etwa -do0 C. mit einer mit Wasserdampf
beladeuen gemischt werden miissen, um das Wasser grefstentheils herauszuschlagen und doch noch eine Raumverminderung und Abkiihlung der ersten Luft zu bewirken. r(
Hier liegt wohl eiii Druckfehler vor. Wenii der Satz einen Sinn haben SOU, so mufs, wie mir scheint, statt uder
ersten Luft n gesetzt werden des entstandenen Gemenges.n
W a s aber die Frage selbst betrifft, so mufs ich Hrn. M o h r
urn Entschuldigung bitten. Ich habe dieselbe bereits auf
eine nach meinem Dafurhalten durchaus griindliche Weise
in Erwiigung gezogen. Die Antwort habe ich auch oben
bereits mitgetheilt. Sie geht dahin: dafs jede Condensation des iu der Atniosphare eiithalteneu Wasserdampfs, welche bei der Vermengung inehrerer Luftinassseii von ungleicher Temperatur stattfindet, nicht voti einer Volutuenverkleinerung, sondern Ion einer Volumen\ ergriilseriing begleitet ist.
Ich inufs es uberhanpt auf das lebhafteste bedauern, dafs
Herr M o h r den Anfang und das Ende meines Aufsatzes
uiit so geriiiger Aufuierksamkeit gelesen hat. Der Anfang
heifst: 'I Meine meteorologiseheii Keiintnisse sind vie1 zu
gering, als da b ich wagen mtichte, die neue Hageltheorie
M o h r' s ihrem ganzeri Uinfange nach einer Beurtheilung
zu unterziehen. Es komnien jedoch in der betreffenden Abhandlung einige Zahlen vor, welche aufserordentlich geeignet sind, sehr falsch aufgefafst zci werden. Diese Zahlen
auf ihre richtige Hedeutung zurucbzufuhren, ist der Zneck
der nachfolgenden Zeiien.
Das Ende meines Aufsatzes lautet: nEbenso scheint es
lnir uberflussig, auf die zahlreichen Consequenzen einzugehen, welche M o h r aus der von ihm angenommenen Vacuumbildung bei der Condeiisatiou des . atmospharischen WasIJ
J)
((
(1
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serdarnpfs abgeleitet hat. Denn wenn der Vordersatz, auf
welchem diese Consequenzen beruhen, unrichtig ist, die Consequenzen selbst aber mit der Wirklichkeit in Einklang
stehen, so liegt einige Wahrscheinlichkeit vor, dafs die
Schlufsweise, vermittelst deren jene Folgerungen abgeleitet
sind, eine mrichtige gewesen ist.n Trotz dieser klaren
W o r t e stellt Herr M o h r sich vor, ich fur meine Person
hatte auch eine Hageltheorie aufstellen wollen, und er fordert mich auf, verschiedene meteorologische Erscheinungen
nach meiner Theorie zu erkBren. Eine solche Absicht liegt
mir sehr fern. Sollte etwa Herr M o h r , wie ich hiernach
fast vermuthen rnacbte, die Fahigkeit besitzen, an Stelle jeder falschen Theorie, sobald er sie nur als falsch erkannt
hat, sofort die richtige Theorie aufzufinden, so mochte ich
ihm ein Compagniegescha ft vorschlagen. Ich wiirde mich anheischig machen, ihm eine Menge von falschen Theojien
nacbzuweisen. Wenn Herr M o h r diese durch eben so
viele richtige ersetzt, so miissen wir staunenswerthe Resullate erzielen.
Berlin, im Juni 1866.
XIII. Ueber einige Eigenschaften der Seifenblasen;
von J. B r o u g h t o n ,
Chemischen Assistenten an der Roy. Institution.
(Phil. Mag. Ser. IV, Vod. XXXZ, p . 228.)
,
D i e durch ihre Schanheit sprichwortlich gewordenen Farben der Seifenblasen haben lange eine geschickte Erlauterung der optischen Effecte dunner Hautchen geliefert; allein die Zerbrechlichkeit des Materials hat verhindert , sie
genauer als mit unbewaffnetem Auge zu untersuchen. Es
ist jedoch bekannt, daCs diejenigen Theile der Blase, welche
aus geringer Entfernung von holnogener Farbe zu seyn
PoggendorfPs Annal. Bd. CXXVIII.
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