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Erwiderung auf die Bemerkungen des Hrn. A. Bestelmeyer

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13. Evwideruny
auf die Bernerkungen des Hrm. A. B e s t e l m e y e r ;
vow A. E.B u c h e r e r .
ID den
Bemerkungen des Hrn. Bestelmeyer') kann ich,
soweit sie sich auf meine eigenen Arbeiten beziehen, keine
Widerlegung meiner Argumente a) erblicken. Wenn ich nun
in dieser Angelegenheit nochmals das Wort ergreife, so geschieht dies, um den Tatsachenbestand, der durch die Auslassungen des Hrn. B e s t elm e y e r in ein falsches Lieht geruckt
wird, richtig zu stellen. - Ich kann mich urn so kiirzer
fassen, als mir bekannt ist, daB meine Experimente3j unter
womoglich noch giinstigeren Versuchsbedingungen von anderer
Seite wiederholt werden.
1. Hr. B e s t e l m e y e r hat sowohl auf der Naturforscherversammlung in Koln als auch in den Annalen den Vorwurf
gegen meine Berechnungen der spezifischen Ladung des Elektrons erhoben, daB ich die Wirkung der nichtkompensierten
Strahlen nicht gebuhrend beriicksichtigt habe. Es ist nun
allgemein anerkannter Brauch, eine derartige Kritik experimentell oder theoretisch zu begriinden. Weit entfernt davon,
dieser Pflicht nachzukommen, stellt Hr. B e s t e l m e y e r an mich
1) A. B e s t e l m e y e r , Ann. d. Phys. 32. p. 231. 1910.
A. H. B u c h e r e r , Ann. d. Phyr. 30. p 974. 1909.
3) Ich selbst bin auch mit einer Verbesserung der Methode beschlftigt. EY handelt sich dabei urn Ersatz der radiographischen
Wirkung der ,8-Strahlen durch ihre Beein flussung der Leitftihigkeit eines
von Elektroden eingefaBten schmalen Streifens eines Dielektrikums. Der
Streifen von der Breite einer Kurve (vgl. die Wolzachen Radiogramme)
wird so lange in bestimmter Entfernung von d e n Kondensatorrand verschoben, bis er ein Maximum der Leitfiihigkeit zeigt. Dann liegt er
genau an der Stelle, wo auf der fruher verwandten Platte die Kurve
lag. Die Einstellung wird abgelesen, die Felder werden kommutiert und
es wird nochmals eingestellt und so die Ablenkung gemessen. Da die
Vorversuche giinstig sind, so hoffe ich demniichst iiber neue Messungen
berichten zu konnen.
2)
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A. H. Bucherer.
die Zumutung , ich solle die Theorie der nichtkompensierten
Strahlen ver6ffentlichen und den Beweis erhringen, da6 meine
Behandlung der nichtkompensierten Strahlen gerechtfertigt sei.
2. Meinen an der Hand der Wolzschen Versuche erbrachten Beweis, daB die nichtkompensierten Strnhlen keine
wesentliche Rolle bei Erzeugung der Kurve spielen, ubergeht
Hr. B e s t e l m e y e r mit folgender Bemerlsung: ,,Die Wolzschen
Versuche vermogen meinUrtei1 uber den Beweis der B u c h e r e r schen Versuche nicht zu modifizieren.'l Demgegeniiber darf
ich wohl das Vertrauen aussprechen, daB die W o 1 z schen
Experimente bei den Lesern der Annnlen keinen Zweifel an
der Unrichtigkeit der B e s telmeyerschen Ansiclit iihrig gelassen haben.
3. Wenn Hr. B e s t e l m e y e r behauptet, bei der Berechnung seiner Versuche alle Strahlen, d. h. symmetrische wie
asymmetrische, berucksichtigt zu haben, so wird sich der Leser
vergeblich fragen, wie denn die Bemerknngen zu deuten sind,
die Hr. B e s t e l m e y e r an die Berechnung der Ablenkung der
symmetrischen Stralden nach meiner k!i-tliode kniip fte. Auf p. 1 7 1
seiner Kritik findet sich ttuBerdeni die Beiuerkung, er habe
seine Versuche so eingerichtet, ,,daB bei meiner von der
B u c h e r e r schen etwas abweichenden Berechnungaweise dim
Resultat durch die erwahnte Fehlerquelle nicht wesentlich
beeintrachtigt wurde". Ich wiederhole, daB zu einer zahlenmapigen Korrektur meine Methode der Berechnung der symmetrischen Strahlen nicht ausreicht. Eine Berucksichtigung
samtlicher nichtkompensierter Strahlen fiihrt dam, die Wirkung
dieser Strahlen zu vernachlassigen, anstatt wie der Hr. Bes t e l m e y e r tut, eine bedeutende Korrektur von l bis 11/, Proz.
anzubringen.
4. I n gesperrtem Druck befindet sich p. 169 folgender
Passus: ,,Die Methode ist, soweit sie h e r in &age Wommt,
identisch rnit der von mir beschriebenen und anyewandten Methode."
I n Zusammenhang mit dem Umstand, da6 der Name Sir
J. J. T h o m s o n s , des Urhebers der Methode der gekreuzten
Felder , nicht erwahnt wird , kann dieser Passus von einein
unbefangenen Leser nur als der Ausdruck eines Prioritatsanspruches von seiten des Hrn. B e s t e l m e y e r gedeutet werden.
Hiergegen protestiert Hr. B e s t e l m e y e r mit Unrecht.
Erwiderung.
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5. Infolge einer durch die unklare Darstellungsweise des
Hrn. Bes telm e y e r hervorgerufenen Verwechselung hatte ich
einen unrichtigen P-Wert einer Berechnung zugrunde gelegt,
durch die ich eincn prinzipiellen Fehler bei Hrn. B e s t e l m e y e r
nachgewiesen habe. Burch dieses Ykrsehen wird aber der Naciiweis in heiner Weise beruhrt. Da ich die Verwechselnng zugestanden hatte, so bedurfte es einer expliziten Zurucknahme
des Vorwurfes eines Rechenfehlers nicht , zumal Hr. B e s t e l
me y e r seinerseits inir irrtumlicherweise einen Rechenfehler
vorgeworfen hatte, ohne bei spaterer Aufklarung diesen Vorwurf zuruckzunehmen.
6, Besonders irrefiihrend ist der Passus p. 234: ,,Die
beiden in der Diskussion in Koln angegebenen Zahlen, von
denen uberdies die eine fdsch ist, beziehen sich auf inzwischen
mehrmals korrigierte Werte von B und &/m0." - Was aus
dieser Auslassung zunachst nicht ersichtlich ist, das ist die
Tatsache, da6 die ,,falsche Zahl" durch mich selbst korrigiert
wurde, und da6 sie weder in meiner endgiiltigen Veriiffentlichung in den Annalen vorkommt noch irgendwie verwertet
wurde. Was nun die Korrektur der 8- und .slm,-Werte betrifft, so ist zunachst zuzugeben, da6 ich die &lm,-Werte mehrmals korrigiert habe wegen der UngewiBheit der Kondensatorstreuung.') Aber ich habe bei dieser UngewiBheit das einzige
getan, was dem Physiker in einer solchen Lage zur Pflicht
wird: eine eingehende experimentelle Untersuchung der GriiBe
der Streuung. Das Resultat dieser von Hrn. Wolz nnter
meiner Leitung ausgefuhrten Arbeit ist die Festsetzung:
_- 1 ~ 6 ...x 107.
-
,n?.
Da Hr. G. Classen in einer sorgfaltigen Arbeit, in der
die Pehler seiner Torganger in geschickter Weise vermieden sind,
einen Wert gefunden hat, der sich diesem sehr nahert., namlich
2 = i,iv x 107,
ma
und der au6erdem durch Messungen des Zeemaneffektes sehr
plausibel gemacht wird, so darf man wohl in Zukunft nur
1) Ganz minimale Korrekturen von Bruchteilen eines Promille sind
dadurch bedingt, daB anfangs die Dicke jedes Films gemessen und in
Anrechnung gebracht war; spiiter benutzte ich die Dicke von 0,12 mm.
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8.H. Bucherer. Brwideru~ig.
solche Messungen der Ablenkbarkeit der ,3-Strahlen in kritische
Erwagung ziehen, die zu diesem Werte fuhren. Ganz verfehlt
ist die Heranziehnng allerer Arbeiten, deren Brgebnis um mehrere
oder SOYUT viele Prozente von obiyen Werten abweicht I)
Was nun ferner die Korrektur der 8-Werte betrifft, so
habe ich ausdriicklich in meiner Annalenarbeit die Griinda
angefiibrt, die mich zu der kleinen Anderung von 1,3 Promille
veranlafit haben. Ich habe namlich die neuere Angabe der
Kraft eines Westonelementes benutzt, die von der alteren um
etwa 1 Promille differiert. - Da diese Tatsachen samtlich in
meinen Arbeiten klargelegt sind, so ist der Zweck des obigen
Passus des Hrn. B e s t e l m e y e r unverstandlich. Ein derartiges
abersehen wichtiger Angaben ist urn so mehr zu beklagen,
als Hr. B e s t e l m e y e r eine zu kargliche Yitteilung von Daten
in meiner Arbeit riigt. Hinsichtlich dieses Vorwurfs mochte
ich iibrigens nicht verfehlen, auf die Eigenart meiner experimentellen Methode hinzuweisen, die im Gegensatz zu der K a u f mannschen Untersuchung aus einer Reihe einfacher elementulvr Messungen besteht. Es handelt sich um Messungen von
Potentialdifferenzen bei der Hochspannungsbatterie, urn Messungen der Konstante des Solenoids nach der Kompensationsmethode, urn elementare Llngen- und Hohenmessungen bei
der Bestimmung der Dicke der Quarzplattchen, alles Operationen,
bei denen eine einzige Uessung genugt, und bei denen komplizierte Berechnungen des Durchschnittswertes deshalb ausgeschlossen sind. Darin liegt gerade der Yorteil meiner Methode.
SamtIiche Beobachtungsdaten habe ich angegeben , und eine
Aufforderung, weitere Beobachtungsprotokolle mitzuteilen, kann
nur einer Verkennung des eigentlichen Wesens der Methode
en tspringen.
Bonn, im Juli 1910.
1 ) In einigen wenigen neueren Arbeiten ist der geriigte Fehler begangen worden. Eine eingehcndere Kritik dieser Arbeiten scheint mjr
jedoch unfruchtbar, da die betreffenden Verfasser nicht uber experimentelle Erfahrungeu auf diesem Gebiet verfugen.
(Eingegangen 27. Juli 1910.)
Druck von Metzger & Wittig in Leipzig.
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