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Erwiderung auf eine Bemerkung des Hrn. Prof. Pohl

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590
Erz oon Huekoeth, Departement Finistbe. Die
E n e von Huelgoeth enthalten hauptslchlich Chlorsilber,
zuweilen aber auch kleine griinliche Krystallkl)rner, die
den Verdacht auf Bromsilber erweckten. Hr. B. prtifte
in dieser Hinsicht drei Proben. Die erste enthielt nur
0,0188 Silber, und wurde desbalb nicht weiter untersucht. Die zweite war reicher an Silber (0,1545), enthielt
aber (aufser Quan, Eisenoxyd, Phosphorslure) nur Chlorsilber; In der dritten dagegen fand sich wirklich Bromsilber. Es wurde gepulvert mit kochender Kleeslure
behandelt, wobei es ein Fiinftel seines Gewichts an Riickstand hinterliefs, worin zeisiggelbe und weifse Klirner
zu erkennen waren. Diese wurden heifs lnit Ammoniak
digerirt , bis das gelbe Pulver vollstiindig verschwunden
war. Es erforderte cine grofse Menge Ammoniak, was
uicht der Fall gewesen seyn wiirde, wenn es reines Chlorsilber gewesen wlre. Die Fliissigkeit wurde successiv
mit Salpeters3ure gessttigt. Die ersten Pu’iederschlagewaren entschieden gelb., die splteren heller und der letzte
rein weirs. Die gelben Niederschltige wurden in bekannter Weise auf Brom gepriift, und hiedurch das Daseyn
desselben erwiesen. Mit Manganhyperoxyd und einigen
Tropfen Schwefelstiure in einer Glasrbhre erhitzt , zeigten sie sogleich rotbe Dtimpfe (keine violettea), die
sich weiterhin in der Rbhre zu einer rothen FlUssigkeit
verdichteten. Das Mineral enthielt also kein Jod.
XIV.
Erwiderung auf eine Bemerkung des
Hm. ProJ P o h l .
B e i Betracbtung der in Fig. 10 Taf. II abgebildeten galranischen Combination hat Hr. Prof. P o h l auf s. 534
dicses Hefls Veranlassuiig genommeu, meiner friiberen Ar-
591
beit tiber tihnliche Ketten zu gedenkeu, und die darin
ausgesprochene Ansicht als eine zu Widerspriichen fuhrende und sich selbst aufhebende zu bezeichnen. Nainentlich aufsert derselbe: UWie i6t es aber zu verstehen, uud wie kann man sich dabei beruhigen, wenu es
in diesem Sinne z. B. heikt, dafs wenn s Salzslure, u
aber Wasser ist, die Kette aus Wasser, Zink und Platin in ihrer Wirkung die andere aus der Saure und den
xiamlichen Metallen Uberwaltige? Denn es ist ez'ne un-
abweisliche Folgerung hieraus, dafs dann auch ceteris
pariblls die Wasserketie fiir sich geschlossen eine griifsere Ablenkung ols die andere mil der S h e hervorbringen muysie, da Verschiedenheiten der Reaction (des
Widerstands), wean sie vorhanden wlren, begreiflich
zu den erfahrungsmlfsigen Erfolgen in diesem Fall in
gar keinem Verheltnik stehen, um jeue Umkehrung vermitteln zu kannen.
Ich hege keine blinde Liebe fiir meine Ansichten
iiber den Galvanismus, bin vielmehr jedeneit bereit sie
gegen bessere zu vertauschen, sobald mir solche dargeboten warden; allein im gegenwlrtigen Fall glaube ich
doch ein W o r t zu ihrer Rechtfertigung sagen zu miissen,
nicht blocs weil dcr ihnen gemachte Vorwurf unbegriindet ist, sondern auch, weil er Verhaltnisse beriihrt, deren Beleuchtung fur mehr als Einen von Nutzen seyn
kann. Freilich sind es nur alte und wohl erwiesene
Grundsstze, die ich zu vertheidigen habe, aber verkannte
Wahrheiten k6nnen nicht oft genug gepredigt werden.
So mufs ich denn damit anheben, dafs das, was
ich gesagt, nur der Ausdruck cines der bewahrtesten
Gesetze der Physik, des Ohm'schen Gesetzes, ist, und
dafs daraus keineswegs folgt, was oben als eine unabweisliche Folgerung aus demselben hingestellt ist. Ein
lhearetischer Beweis mag dieh zunlchst darthun.
Bekanntlich sind, wenn man iiiit k, k' die elektromotorischen Krrfte zweier Volta'schen Ketten, mit r , r'
I(
592
die Widersttindc zwischen deren Platten, in den Fliissigkeiten , und mit I den Widerstand des Schliefsdrahtes
einer jeden bezeichnet, die Ausdriicke fiir die Stromstiirken i, i' dieser Ketten:
und wenn man beide Ketten in entgegengesetzter Richtung zu einem Systeme verbindet, besitzt dessen Strom
die Stsrke:
I=
k - k '--
r +r I +2 1'
Die Richtung dieses Stroms hsngt ledkh'ch von den
Werthen der Grfifsen k und k' ab. 1st k der grdfsere,
so hat I dieselbe Richtung, welche i haben wiirde. Mit
den Werthen von i und i' hat gie Richtung des Stroms
der Combination nichts zu schaffen; i' kann grdfser
seyn als i, wenn auch k' kleiner als k, sobald nur
r'+I hinreichend kleiner als r+I. J a , wenn, neben
k'<k, auch r' kleiner als r (oder neben k'>k auch
rl>r), so kann i' fur gewisse Werthe von 1 grdfser,
und fiir andere kleiner als i seyn ). Und dennoch
bel ) Bczeichnet n das Verliiltnifs zwischen k und k', eben SO m das
zwirchen r und rl, und s:ellen n und in positive Zahlen gr8Get als
~.
Eins vor, so sind vier Fille mijgliclr :
1.
k'=n;k
m r r r
Scttt
I
2.
nk=k'
I
3.
k=nk'
1
4.
nk=k'
r=mr'
r=mr' 1 mr=r'
man nun i=i' (1+J), so hat man entsprechend diuen vier
Fillen :
1) d = - -
3) J=
(nm
-I ) r + (
n-I) I
Pi-I
( n- m )r'+ ( n
. 2 ) d=(1--n3r1+(l-n)l
n ( m r'+I)
9
- 1)1
; 4)
s=
(m-n)r+(l-n)I
--
nrr'+I
n(r+l)
Da r und I positive Gri$sen sind, so folgt hieraus f i r :
1 ) J bleibt positiv oder i>i' fiir jcdeu Werth von r oder I.
2 ) J bleibt nega~ivodcr i ( i ' fiir jeden Werth von r' oder 1.
3 ) J wird nrgativ oder i<i', wcnn m>n und
(ti-m)r'>(n-1)4
sonst irt es 0 oder positiv d. h. i>i'.
593
behiilt der Strom der Coinbinstion die diirch das Zeichen der Differenz k k’ bedingte Richtuug. Alles dieses liegt klar am Tage; es liefse sich nur bestreiten, wenn
inan die Zulsssigkeit obiger Forlneln abliiugnen kiinntc.
Zum Ueberfluls will icli das eben Gesagte noch cxperimentell bekrzftigen. Ich wrhle dazu ein Paar Mcssungen, die ich, zu anderen Zwecken, bereits iin vergangenen Mai angestellt habe. Es dienten dazu zwei
Ketten aus gleichen Metallen, und zwar zwei constante
Ketteii die iiberhaupt zu derlei nomerischen Bestimmungen alleinig anwendbar sind. Die Metalle beider waren: nmalgamirtes Zink uud Platin, die Fliissiglieiten aber,
bei der einen: gesattigte Kochsalzlikung und Salpetersiiare, bei der andern: verdiinnte Schwefelsaure und Salpetersiiure. Die letztere Siiure nahin bei jeder Kette das
Platin auf, und war von der anderen Flijssigkeit, die
das Zink enthiclt, durch ein poroses Thongeftifs getrennt.
Messungen mittelst der Sinusbussole, deren Dralit hier
init uiiter 1 begriffeu wird, ergaben nun folgcnde Resultate:
-
I(o c h s a l z - S a I p e t e r s 2 u r e - K e t tc.
1=26,27
1=36;27
;i
;i
=sin 50° 39’
=sin37 18
S c h wefelsti u r e - S P l p e t e r r i a re- K e t t e .
1= 26’27 ; i’ =sin 520
1=36,27 ; i’=s;n36
; k’=24,977.
Ich habe gerade diese Beispiele gewiihlt, iveil sie
4) d wird positir oder i>i’,
wcnn m>n
und
(m-n)r>(l-n)l;
sonst ist es 0 uder nagativ, d. h. i<i’.
Dnmit rho der Unterscliied der StrurnstCrke rweirr Kruen bei verrchiedener, aber fir beide Ketten gleiclwr LHnge des Scllliefsdrdllr das
Zeichen wechseln kiinne, ist erfordrrlich, dah k und c bride enrwcclv
griifser odcr kleincr als rwpcctive A’ und r’ scycn, und zwar r in
stiirkrren~ 31aJ.w o h &.
P ~ . ~ g c . i l d d rAnrial.
s
LI.I,IV.
39
594
das eben erwShnte VerhBllnifs klar vor Augen legen.
Bei dem kilneren Schliebdrahtc zeigte die zweite Kette,
bei dem liingeren abei die erste die grbfscre Stroinstiirke.
Ueberdiefs erwiefs die Kecbniing, dafs diese erste Kette,
die mit Kochsalzliisung construirte, cine betrriclrtlicli griit e r e elektromotorisclie Kraft als dic zweite b e d s , uiid
demgemiifs war init Zuverliissigkcit vorausziisehen, dafs,
wenn man beidc Ketten in entgegengeselzter Richtung
zu einem Systeme verbiinde, die niit Kochsalz das Uebergewicht haben wiirde.
Damals, als ich die Messungcn unternahin, batte dieaer Versuch kein lnteresse fur inich; jetzt aber scliien
er mir lehrreich, und ich ffihrte ilin also BUS. Ich construirte wiederuin die beidcn Ketten, und maids zuvilrderst ihre Stromstrirken. Bei dciii Widerstandc 20,27,
mithin einein kleinercn als frulier gebrauclit wurde, betrug sic f i r die:
Kochsalz- Kette
=sin 560 5s’;
Scbwefelslure-Kette
=sin 5 1 ” 24’.
Der Ueberschufs dcr Stroiiistiirke war also bei diesem kleineren Widerstande , giiiiz clcr Theoric geiriiifs,
noch grilfser als ziivor arif Scite der Schmcfcls~urc-Kettc;
allein defmngeaclitet hatle, als bcide Kettcn in entgegengesetzter Richtuug verbunden wurdcn, nicht die init
Schwefelsaure, sondern die init Koclisalz construirtc schr
entschieden das Uebergewicht.
Im gegenwrirtigen Beispiele, und in vielen andercn
Fiillen, lrfst sich, was den Stroin des Systeiiis betrifft,
die Zuverlrissigkeit der Theorie nur a11 der fiichhiig
desselben nachweisen, weil die Kette, wclche nnterlic$,
obschon sie fur sich cine constante ist, iiacli ibrer Ucberwiiltigung zu einer sogenanuten Polarisation Aiilafs giebt,
welche den Strom inconstant und dmgeiiiiifs unmefsbar
macht. Es lassen sich aber Kctteii construiren, wo diese
Erscheinung nicht oder nur in geringcln Grade stiirend
auftritt, und wo innn also Gcle,nenlreit hat, aucb an der
595
Sfiirke dcs Stroms der Combination die Richtigkeit des
eben so einfachen als fruchtbaren Geselzes von Ohin
strcng oder mit hinl8nglicher Annehcrung danuthun.
Das eben Gesagte ltifst sich ohne Einscbrgnkung auf
den von Hrn. Prof. P o h l betrachteten Fall iibertragen I).
Aus der Richtung des Stroms der combinirten SalzsSureund Wasser- Kette folgt nichts in Betrcff des Verhiiltuisscs der Stromstarken beider Ketten, eiuzeln gcnomwen. Die Wasserkette kaun die gcringere Stromstgrke
habcii, und hat sie auch unter den gewthlichen Umstanden, aber nothwcndig ist dieL Ilicht.
P oggendorff.
XVI. Ueber den Gang tier L u f t t c e zu Kremsmiirrster , nnch Beolachturrgerr unit Berechnungen con Marian K o l l e r ,
Director der Sternwarte daselbrt.
(Entnommcn aur der vom Hm. Verf. iiberwndten Schrili: Ueber den
Gang der W'lrme in Oestreicli ub dcr Enor. Linz 1841.)
D i e Beobachtungen, von denen in den nachfolgendcn
Tafeln die monatlichen Mittelwerthe elithalten sind, wurdeu an cinem hunderttheiligen Thermometer angestellt,
iieun Ma1 teglich, von 1833 bis 1836, und, jedoch zu
andern Stunden, acht Ma1 tsglich, 1S37 bis 1839, weshalb letztere von ersteren gcsondert wurden ).
1) h ist denelbe, worauf F e c h n c r s
c
h so wenig rnerkanntu
perbenturn cru& gegrirndet hat.
2 ) Kremsminster lie@ u o t v 48'3'
FUG Gbcr dem M c v c
N. ond Ile 48' 0. v.
Ex-
Park, 1100
38 *
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